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Rote Liste der Fische der Ostsee (HELCOM)

Identifizierung von organischen Schadstoffen in Nord- und Ostsee (Wasser, Sediment, Biota) - Teil 2: Probenahme und Analytik

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH): Probennahme Wasser, Schwebstoff und Sediment; Aufarbeitung und Verteilung der Proben; Methodenentwicklung und analytische Endbestimmung der Stoffe Pentachlorphenol, Endosulfan und Chlorpyrifos. A) Problemstellung: Ziel der unter dem Helsinki- und dem OSPAR-Übereinkommen angenommenen Strategien zu gefährlichen Stoffen ist es, Eintrag, Emissionen und Verluste gefährlicher Stoffe immer weiter zu reduzieren, so dass Konzentrationen in der Meeresumwelt erreicht werden, die nahe den Hintergrundwerten bzw. nahe Null liegen. Das OSPAR-DYNAMEC-Verfahren hat bislang rund 400 gefährliche Stoffe identifiziert, die im Rahmen von OSPAR Zug um Zug abgearbeitet werden sollen. Für die meisten dieser Substanzen ist nicht bekannt, ob und in welchen Konzentrationen sie in die Meere gelangen und inwieweit sie sich im Sediment bzw. in Organismen anreichern. Von den 400 Stoffen des DYNAMEC-Verfahrens werden derzeit 42 Stoffe/Stoffgruppen von OSPAR prioritär bearbeitet. Hierzu gehört das Erstellen von Hintergrunddokumenten, in denen auch die entsprechenden Umweltkonzentrationen zu berücksichtigen sind. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS. BfN oder UBA): Das Vorhaben soll insbesondere dazu dienen, für den Meeresbereich der Bundesrepublik Deutschland zu prioritär zu bearbeitenden gefährlichen Stoffen die entsprechenden Umweltkonzentrationen zu ermitteln, sofern diese nicht bereits im Rahmen laufender Überwachungsprogramme erhoben werden oder anderweitig zur Verfügung stehen. C)Ziel des Vorhabens ist die Präsenz gefährlicher Stoffe der DYNAMEC-Liste in der Meeresumwelt nachzuweisen und ihre Konzentrationen in den verschiedenen Kompartimenten (Wasser, Schwebstoff/Sediment, Biota) zu ermitteln. Die gewonnenen Daten sollen die Überprüfung und Fortentwicklung des DYNAMEC-Selektions- und Prioritätensetzungsverfahrens erleichtern und darüber hinaus ggf. auch bisher noch nicht beachtete gefährliche Stoffe identifizieren. Weiterhin sollen die für den Meeresbereich relevanten, prioritär gelisteten Stoffe im Rahmen der EU-WRRL auf ihre Relevanz überprüft werden.

Entwicklung eines Programmsystems zur Trendabschätzung von Frachten im internationalen Rahmen (OSPAR, HELCOM) - Teilvorhaben 04

A) Problemstellung: Das Ziel des Vorhabens besteht darin, ein Programmsystem zur quantitativen Abschätzung eines statistisch gesicherten Trends für die Flusseinträge in der Nord- und Ostsee zu entwickeln. Dieses Programmsystem wird zur einheitlichen Bewertung der Flusseinträge (Immissionen) im Rahmen der OSPAR-Kommission, der Helsinki-Kommission sowie der Flussgebietskommissionen (z.B. IKSR) benötigt um Aussagen darüber treffen zu können; ob die im Wassereinzugsgebiet ergriffenen Maßnahmen zur Verringerung der Schadstoffeinträge (Emissionen) auch zur Verbesserung der Gewässerqualität (Immissionen) und dementsprechend zur Reduzierung des Eintrags in die Nord- und Ostsee geführt haben. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Das im FuE-Vorhaben Methoden der Trendabschätzung zur Überprüfung von Reduktionszielen im Gewässerschutz erarbeitete sowie das im FuE-Verhaben 20122216/03 Entwicklung eines Programmsystems zur Trendabschätzung von Frachten im internationalen Rahmen (OSPAR, HELCOM - Teilvorhaben 3 weiterentwickelte Softwarepaket Rtrend soll nochmals eingehend fach- und vor allem programmtechnisch getestet werden, damit dieses Progammsystem anschließend national und international weitergegeben werden kann. C) Ziel des Vorhabens: Im Ergebnis soll dieses Programmsystem sowohl an die Bundesländer als auch an die Vertragsstaaten von OSPAP, HELCOM und den internationalen Flussgebietskommissionen übergeben werden, mit dessen Hilfe zukünftig eine einheitliche statistisch gesicherte Trendanalyse der seit mehreren Jahren gesammelten Flusseintragsdaten durchgeführt werden soll.

Validierung und Qualitätssicherung der im Sedimentmonitoring des Bund/Länder-Messprogramms (BLMP) Nord- und Ostsee eingesetzten Verfahrens zur Bestimmung von Kofaktoren (Korngrößenverteilung, Kohlenstoff, Eisen, Aluminium)

Das Monitoring sediment- und schwebstoffgebundener Schadstoffe (Schwermetalle, persistente organische Verbindungen) ist Bestandteil nationaler und internationaler Programme zur Meeresüberwachung (COMBINE/HELCOM; JAMP/OSPAR; Bund-Länder-Meßprogramm Nord- und Ostsee). Zur Bewertung der Monitoringdaten sowie zur Interpretation der räumlichen und zeitlichen Verteilung der Schadstoffe werden verschiedene Verfahren der Normierung der ermittelten Schadstoffgehalte eingesetzt (Durchführung der Analytik in den Feinkornfraktionen, Bezug der Schadstoffkonzentrationen auf weitere Parameter, sogenannte Kofaktoren, wie den Kohlenstoff- oder Aluminiumgehalt). Programme zur Sicherung der Richtigkeit und Vergleichbarkeit der im Sedimentmonitoring verwendeten Analysenverfahren sind international etabliert, existieren jedoch nicht für die genannten Kofaktoren bzw. Normierungsverfahren. Die Qualitätssicherungsstelle des BLMP am UBA führt daher mit den am BLMP-Sedimentmonitoring beteiligten Laboratorien eine Vergleichsuntersuchung durch, mit der die Richtigkeit und Präzision der im Routinemonitoring eingesetzten Siebverfahren für Sedimente ermittelt werden soll. Dazu werden von den beteiligten Laboratorien von drei Sedimentproben (Elbeästuar, Wattenmeer, Ostsee) die Feinkornfraktionen (kleiner 20 mym und kleiner 63 mym) gewonnen. Im Rahmen dieses Vorhabens soll geprüft werden, wie sich die Siebung und eine Normierung mit Kofaktoren auf den Gesamtfehler der Schadstoffbestimmung im Sedimentmonitoring auswirken. Dazu werden de bei der Vergleichsuntersuchung erzeugten Sedimentfraktionen jedes Laboratoriums auf ausgewählte Schwermetalle, organische Schadstoffe und die jeweiligen Kofaktoren untersucht. Zur Trennung der verschiedenen Varianzanteile (Analysenverfahren, Siebverfahren, Kofaktorbestimmung) müssen alle Fraktionen in einem Referenzlabor untersucht werden. Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens sind unverzichtbarer Bestandteil der Qualitätssicherung im BLMP Nord- und, Ostsee und leisten einen wichtigen Beitrag für die weitere Arbeit der Qualitätssicherungsstelle des BLMP im Umweltbundesamt.

NaBel-MSP: Wissenschaftliche Grundlagen für die Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange in der maritimen Raumordnung unter besonderer Berücksichtigung internationaler Vorgaben

Ökologische Bewertung von Küsten- und Meeresgewässern vor allem hinsichtlich Eutrophierung (WRRL, MSRL, OSPAR, HELCOM)

Ausgangslage / Zielstellung / Methodik des Vorhabens: EG WRRL und Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) erfordern die Festlegung des guten Zustands als Zielformulierung. Im Rahmen der MSRL ist bis 2012 eine ökologische Bewertung des aktuellen Meereszustands, sowie die Festlegung des guten Zustand und von Umweltzielen erforderlich. Hierauf basiert die anschließende Formulierung von Maßnahmen, um den guten Zustand zu erreichen/erhalten. Das Vorhaben dient hinsichtlich der Eliminierung anthropogener Eutrophierung der Umsetzung der vorgenannten bis 2012 erforderlichen Schritte für die (deutschen) Küsten- und Meeresgewässer im Rahmen der fachlichen Erfordernisse von MSRL, WRRL, OSPAR und HELCOM. Zentrales Ziel ist die wissenschaftliche Weiterentwicklung des hierzu erforderlichen Multi-Parameter Verfahrens zur Bewertung des Eutrophierungszustandsfür die deutschen Übergangs- und Küstengewässer sowie die angrenzenden Meeresgebiete. Wichtige Arbeitsschwerpunkte (Produkte) des Vorhabens sind: - Weiterentwicklung und europäische Harmonisierung der Eutrophierungsbewertung (WRRL, OSPAR, HELCOM, MSRL, Nitrat-RL, Kommunalabwasser-RL); - Darstellung (QSR 2010) sowie dritte OSPAR-Bewertung des Eutrophierungszustands; - Bewertung Eutrophierungszustand der Ostsee und diesbzgl. Beitrag Umsetzung Ostseeaktionsplan; - Beschreibung des 'guten Zustands' bzgl. Eutrophierungsparametern mit Ableitung v. Umweltzielen - Identifizierung möglicher Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele.

Nationale Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) und des HELCOM Ostsee Aktionsplans (BSAP)

Prüfung und Validierung der Einsatzmöglichkeiten neuartiger Passiv-Sammler zur Überwachung prioritärer organischer Schadstoffe unter der WRRL, der MSRL und im Rahmen von HELCOM und OSPAR

A) Problemstellung: Die WRRL fordert die Beurteilung des durchschnittlichen chemischen Zustands von Wasserkörpern auf der Basis der Analyse von 12 Einzelproben pro Jahr. Eine solche Probenahmefrequenz ist für Küsten- und Territorialgewässer aus Kostengründen praktisch nicht realisierbar. Darüber hinaus bestehen Zweifel, ob mit der genannten Probenahmestrategie tatsächlich der durchschnittliche Zustand eines Gewässers adäquat abgebildet werden kann. Als innovative und preiswertere Alternative bietet es sich an, Passiv-Sammler einzusetzen. Sie bestehen z.B. aus Silikon-Folien, die für eine gewisse Zeit (2 bis 6 Wochen) an stationären Messbojen im Gewässer deponiert werden und dabei aus dem Wasser Schadstoffe integrativ anreichern. Die angereicherten Schadstoffe werden anschließend im Labor extrahiert und analysiert. Aus den angereicherten Stoffmengen können durchschnittliche Stoffkonzentrationen im Gewässer berechnet werden. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Seitens des Bundes besteht insbesondere vor dem Hintergrund der Umsetzung der Meeresstratgie-Rahmenrichtlinie ein hohes Interesse, zuverlässige und vor allem kostengünstige Systeme zur Überwachung von Schadstoffen im Meer zu etablieren. Es ist deshalb dringend notwendig, in einem UFOPLAN-Projekt die vorliegenden Erfahrungen mit Passiv-Sammlern einer kritischen Prüfung zu unterziehen und den Einsatz für die routinemäßige Überwachung von prioritären Stoffen in Küsten- und Meeresgewässern zu optimieren. C) Ziel des Vorhabens ist, derartige Systeme zu testen und ihre Tauglichkeit für die rountinemäßige Überwachung von organischen Schadstoffen zu prüfen. In dem vorgeschlagenen Projekt sind die folgenden Aufgaben zu bearbeiten: - Etablierung der Passiv-Sammler auf BLMP-Messstationen und in ausgewählten Fließgewässer (z.B. Mulde, Elbe) - Optimierung der Sammler im Routine-Einsatz und Anpassung der notwendigen analytischen Verfahren - Validierung des Verfahrens/Vergleich der Ergebnisse mit... usw.

ERANET BONUS: BONUS-114 - BEAST: Biologische Auswirkungen durch anthropogene chemische Belastungen - Werkzeuge für die Bewertung der Gesundheit des Ökossystems, Vorhaben: Teilprojekt 1

Gutachten zur Optimierung des Datenflusses der PLC-Berichterstattung gegenüber HELCOM

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