Ziel des Projektes ist die aktuelle Bestandserfassung dieser geheimnisvollen, nachtaktiven, hochgradig gefährdeten Vogelart, die nur noch in ausgewählten Landschaftsbereichen Sachsen-Anhalts nennenswerte Brutbestände aufweist. Für viele Menschen ist der nur wenig mehr als drosselgroße, braun gefärbte Wachtelkönig nur ein 'Phantom, da er sich nur äußerst selten außerhalb der dichten Wiesenvegetation aufhält. Dabei kannte man die aufgrund ihrer Lautäußerungen volkstümlich als 'Wiesenknarrer bezeichnete Rallenart früher als häufigen Vogel der Wiesen in Flussauen. Der Wachtelkönig (sein lateinischer Name 'Crex crex ist dem lauten Ruf des Männchens nachempfunden) verdient heute unsere volle Aufmerksamkeit. Er leidet, wie kaum ein anderer, unter intensiver Landwirtschaft, Grünlandumbruch und Grundwasserabsenkung sowie der Zersiedelung und Eindeichung einst großflächiger Überschwemmungsgebiete und zählt mittlerweile zu den global gefährdeten Vogelarten. Die Mahd oder Beweidung in den Brutgebieten der Art, die aufgrund des Klimawandels und dem zeitigen Absinken der Wasserstände zunehmend schon im Mai und Juni stattfinden, bedeuten vielfach den Verlust des Nestes oder den Tod der Jung- und Altvögel, welche Weidetieren oder Mähgeräten nicht rechtzeitig ausweichen können. Der Bestand der Art umfasst in Sachsen-Anhalt nach aktuellen Hochrechnungen vermutlich nicht mehr als 100 bis 150 rufende Männchen, deren Stimme zwischen Mitte Mai und Ende Juni nachts aus Flussauen der Saale, Elster, Elbe und Havel erschallt. Die Vögel versuchen mit ihrer minutenlang vorgetragenen Rufreihe überfliegende Weibchen anzulocken. Deshalb sind die Rufe sehr laut und können auch vom Menschen unter guten Bedingungen bis in einbem Kilometer Entfernung noch gehört werden. Einige Vögel nutzen neben Feuchtgrünländern aber auch Brachen, ungenutzte Gewerbegebiete, Äcker und Röhrichte zur Brut, weshalb in Sachsen-Anhalt - mit Ausnahme des Hochharzes, der Wälder und Trockengebiete sowie Ortschaften - nahezu flächendeckend nach der Art gesucht werden soll. Besonders in den Europäischen Vogelschutzgebieten, von denen im Land mehr als ein Dutzend von der Art besiedelt werden, will der NABU alles daran setzen, die Brutbedingungen für die Art entscheidend zu verbessern. Eine punktgenaue Kartierung der rufenden Männchen ist nötig, um gemeinsam mit den zuständigen Naturschutzbehörden und dem jeweiligen Landwirt Nestschutzzonen festzulegen, in denen die Weibchen ungestört brüten und ihre bis zu zehn Jungen großziehen können. Wie Studien aus England belegen, kann damit der Bestand der seltenen und gefährdeten Art nachhaltig positiv beeinflusst werden.
Die Umweltprobenbank des Bundes (UPB) mit ihren Bereichen Bank für Umweltproben und Bank für Humanproben ist eine Daueraufgabe des Bundes unter der Gesamtverantwortung des Bundesumweltministeriums sowie der administrativen und fachlichen Koordinierung des Umweltbundesamtes. Es werden für die Bank für Umweltproben regelmäßig Tier- und Pflanzenproben aus repräsentativen Ökosystemen (marin, limnisch und terrestrisch) Deutschlands und darüber hinaus für die Bank für Humanproben im Rahmen einer Echtzeitanalyse Blut-, Urin-, Speichel- und Haarproben studentischer Kollektive gewonnen. Vor ihrer Einlagerung werden die Proben auf eine Vielzahl an umweltrelevanten Stoffen und Verbindungen (z.B. Schwermetalle, CKW und PAH) analysiert. Der eigentliche Wert der Umweltprobenbank besteht jedoch in der Archivierung der Proben. Sie werden chemisch veränderungsfrei (über Flüssigstickstoff) gelagert und somit können auch rückblickend Stoffe untersucht werden, die zum Zeitpunkt ihrer Einwirkung noch nicht bekannt oder analysierbar waren oder für nicht bedeutsam gehalten wurden. Alle im Betrieb der Umweltprobenbank anfallenden Daten und Informationen werden mit einem Datenbankmanagementsystem verwaltet und aufbereitet. Hierbei handelt es sich insbesondere um die biometrischen und analytischen Daten, das Schlüsselsystem der UPB, die Probenahmepläne, die Standardarbeitsanweisungen (SOP) zu Probenahme, Transport, Aufbereitung, Lagerung und Analytik und die Lagerbestandsdaten. Mit einem Geo-Informationssystem werden die Karten der Probenahmegebiete erstellt, mit denen perspektivisch eine Verknüpfung der analytischen Ergebnisse mit den biometrischen Daten sowie weiteren geoökologischen Daten (z.B. Daten der Flächennutzung, der Bodenökologie, der Klimatologie) erfolgen soll. Ausführliche Informationen und eine umfassende Datenrecherche sind unter www.umweltprobenbank.de abrufbar.
Untersuchungen zum chemischen und biologischen Zustand des Oderteiches
Der im FFH-Gebiet Hochharz vorkommende Lebensraumtyp Lebendes Hochmoor (LRT 7110) zählt zu den im Anhang I der FFH- Richtlinie aufgelisteten prioritären Lebensraumtypen. Die in der Vergangenheit durchgeführte Entwässerung zahlreicher Hochmoorkomplexe im Nationalpark Harz, führte zu einer starken Beeinträchtigung und zum Verschwinden typischer Pflanzenarten dieser Lebensräume. Begleitend zur praktischen Umsetzung der Wiedervernässung werden folgende Schwerpunkte bearbeitet: - Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für die Ableitung geeigneter Wiedervernässungsmaßnahmen - Beurteilung des Erfolges der Wiedervernässung anhand der Ermittlung relevanter Parameter des Wasser- und Stoffhaushaltes ausgewählter Referenzflächen des Moorkomplexes vor und nach der Wiedervernässung - Untersuchung der Vegetationsentwicklung im Zuge der Wiedervernässung
Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für das Management der Wiedervernässung noch renaturierfähiger degradierter Hochmoore im Nationalpark Harz (LRT 7120). Im Rahmen des beantragten Projektes soll die Wiedervernässung eines degradierten noch renaturierungsfähigen Hochmoorkomplexes (LRT 7120) in der Naturentwicklungszone des Nationalparks mit dem Ziel der Regeneration und Wiederherstellung des LRT 7110 erfolgen. Die Untersuchungsergebnisse sollen beispielgebend für weitere Moore des LRT 7120 im FFH-Gebiet Hochharz (Mittelgebirgshochmoore Goethemoor, Königsberger Moore) sein. Als Untersuchungsgebiet dient das Blumentopfmoor.
Die Ranger stehen von allen Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung am meisten im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Einerseits repräsentieren sie gegenüber den Besuchern den Nationalpark, andererseits nehmen sie als erste Stimmungen und Meinungen von Besuchern auf. Diese vermittelnde Rolle zwischen Schutzgebiet und Besuchern bringt ein hohes Maß an Verantwortung. Dennoch ist bislang wenig über ihre Arbeit im Rahmen des 'Interpret-Service' bekannt, außer es handelt sich um kurze Presse- oder Tätigkeitsberichte. Studien, die die Tätigkeiten auch unter den Gesichtspunkten der Werthaltungen und Normsetzungen untersuchen, existieren nicht. Diese Arbeit soll daher den Berufsstand des Rangers im Nationalpark Hochharz aus volkskundlicher Perspektive analysieren, um damit auch einen Beitrag zur Akzeptanzverbesserung des Nationalparks zu leisten, da dies auch eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung bedeutet.
Einrichtung einer Erlebnis-Ausstellung zum Themenkomplex 'Mensch und Natur' unter dem Motto Nati-onalpark erleben - Natur entdecken in 9 Themenräumen, gekoppelt mit der Entwicklung und Durchführung von altersspezifischen Umweltbildungsprogrammen. Ziel des Vorhabens ist es, mit der künftigen Ausstellung das Umweltbewusstsein zu fördern und die Nationalpark-Thematik an die unzähligen Brockentouristen zu vermitteln. Nach einer anfänglichen Projektfinanzierung soll sich das Brockenhaus als gemeinnützige GmbH selbständig finanzieren können. Das Brockenhaus, eine frühere Abhörzentrale der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, wurde architektonisch völlig umgestaltet und bietet für die konzipierte Erlebnisausstellung einen einzigartigen Rahmen. Bereits während der Bauarbeiten wurde die Ausstellung geplant, die Produktion und Einrichtung erfolgte ab Februar/März 2000. Mit ungefähr 2 Millionen Besuchern im Jahr ist der Brocken ein in der Region konkurrenzloser Standort für Umweltbildung und Erziehung zu Umweltbewusstsein in Kombination mit historischer Entwicklung und Verantwortung für Mensch und Natur. Eine gelungene Ausstellung, die auch dem hohen Anspruch im heutigen Umfeld einer Informations- und Mediengesellschaft genügt, leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Akzeptanz des Nationalparkgedankens im allgemeinen und der beiden Nationalparke im Harz im besonderen. Ein Evaluationsprojekt begleitete die Ausstellung nach der Eröffnung über einen Zeitraum von 15 Monaten. Dabei wurde besonders inhaltlich aber auch methodisch auf den Aspekt Nationalpark eingegangen, da dieser am deutlichsten die Akzeptanz des Nationalparks und Förderung des Umweltbewusstsein zeigt. Seit September 2000 arbeitet ein pädagogischer Mitarbeiter an zielgruppenspezifischen Umweltbildungsprogrammen, die das didaktische Element der Brockenhaus-Ausstellung in Kombination mit der einzigartigen Natur des Nationalparks zum Inhalt haben.
Das deutsche Vorkommen der Unterart im Hochharz ist vom Hauptareal in Nordeuropa hochgradig isoliert (vgl. Welk 2002).
Monitoring-Programm für ausgewählte Fließ- und Standgewässer im Nationalpark Hochharz. Im Nationalpark Harz wurden 10 Fließ- und Standgewässer in Fortsetzung eines Monitoringprogramms der vergangenen Jahre chemisch und biologisch untersucht. Langjährige Untersuchungen im NP Hochharz / NP Harz zeigen einen erheblichen Einfluss der anthropogen bedingten Versauerung auf das Arteninventar der Fließgewässer. Mittlere Höhenlagen (300 - 400 m üNN) sind temporär versauert, in Höhenlagen ab 600 - 700 m üNN sind die meisten Fließgewässer permanent versauert. Bei einer natürlichen Morphologie und fehlender organischer Belastung stellt die pH-Abnahme den limitierenden Faktor auf die Besiedelung mit Makroinvertebraten dar, so dass im Vergleich mit Gewässern vergleichbarer Größe anderer Gebiete nur sehr geringe Artenzahlen gefunden werden können. Ein hoher Anteil geschützter Arten (32 %) der sehr spezifischen Makrozoobenthosfauna unterstreicht die Bedeutung der Schutzgebiete des Nationalparks.
Die nominotypische Unterart, die nur im Hochharz in subalpin geprägten Bereichen des Brocken-Gebietes vorkam, ist ausgestorben. Im Alpenraum ist die Unterart E. epiphron aetheria zu finden. Für die ehemaligen Vorkommen im Harz (nominotypische Unterart) besteht bzw. bestand auf Artebene eine besondere Verantwortlichkeit als hochgradig isolierter Vorposten.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 16 |
| Europa | 2 |
| Land | 2 |
| Schutzgebiete | 1 |
| Weitere | 28 |
| Wissenschaft | 5 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 11 |
| Taxon | 4 |
| Text | 1 |
| unbekannt | 29 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 33 |
| Offen | 11 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 45 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 31 |
| Keine | 12 |
| Unbekannt | 5 |
| Webseite | 1 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 45 |
| Lebewesen und Lebensräume | 45 |
| Luft | 16 |
| Mensch und Umwelt | 43 |
| Wasser | 24 |
| Weitere | 40 |