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Bau einer Flutmulde bei Rees - Hydronumerische Modelluntersuchungen begleiten die Baumaßnahmen

Etwa 20 km vor der deutsch-niederländischen Grenze fließt der Niederrhein von Süden in einer scharfen Kurve nach Westen. Am Ende dieses Reeser Rheinbogens liegt bei Rhein-km 837 die kleine namensgebende Stadt Rees unmittelbar am rechten Flussufer. Die Stadtmauern widerstehen hier seit Jahrhunderten den Fluten des Stroms. Wegen des eingeengten Flussquerschnitts haben insbesondere extreme Hochwasser in der Vergangenheit eine tiefe Erosion der Rheinsohle von mehreren Metern verursacht. Ein im Jahr 1998 begonnener Kolkverbau verhindert die weitere Tiefenerosion. Aber um das Problem nachhaltig zu beherrschen, hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) bereits in den 1990er-Jahren mit der Planung einer Flutmulde begonnen. Die Planungsarbeiten für die Flutmulde erstreckten sich über nahezu zwei Jahrzehnte und wurden durch umfangreiche Modelluntersuchungen der BAW begleitet. Zu Beginn der 1990er-Jahre galt es zunächst, aus verschiedenen möglichen Varianten den optimalen Korridor für die Trassierung der Flutmulde auszuwählen. Die nun im Bau befindliche Flutmulde durchsticht den Reeser Rheinbogen mit einer Breite von 150 m bis 180 m linksrheinisch auf einer Länge von rund 3 km. Der Rhein erhält dadurch einen gewaltigen Nebenarm, der ab einem Wasserstand von 80 cm über Mittelwasser zur Entlastung des Hauptstroms führt. Der Zustrom zur Flutmulde wird durch eine stromaufwärts gelegene Überlaufschwelle geregelt. Bei extremem Hochwasser steigt der Abfluss durch die Flutmulde auf rund 18 % des Gesamtabflusses im Rhein an. Hierdurch wird die Erosion in diesem Rheinabschnitt vor den Stadtmauern von Rees deutlich gemindert. Außerdem wird bei extremen Hochwasserereignissen der Wasserspiegel um etwa 10 cm abgesenkt. Die Baukosten liegen bei 50 Millionen Euro, an denen sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 4 Millionen Euro beteiligt. Neben der hydraulischen Funktion mussten insbesondere ökologische Vorgaben berücksichtigt werden, um die ökologisch hochsensiblen Naturräume nicht zu beeinträchtigen. Denn die Flutmulde liegt nicht nur in einem Landschaftsschutzgebiet des Kreises Kleve und einem Naturschutzgebiet des Kreises Wesel, welches zwei Fauna-Flora-Habitat-Areale beinhaltet, sondern gehört auch zum EU-Vogelschutzgebiet und dem 'Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung Unterer Niederrhein' (RAMSAR-Konvention, UNESCO). Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, wird die Flutmulde naturnah gestaltet, soweit dies mit der wasserbaulichen Funktion und der Standsicherheit des Bauwerks vereinbar ist. So werden im Umfeld der Nebenrinne Feuchtwiesen geschaffen und die Ufer durch die initiale Anpflanzung von Röhricht in ingenieurbiologischer Bauweise gesichert. Text gekürzt

Verbundlabor "Umweltverhalten von Polymeren in Boden-Gewässer-Vegetationskompartimenten

Ziel des Vorhabens ist die deutliche Verbesserung der Geräteausstattung des Verbundlabors zur Untersuchung des Umweltverhaltens von anthropogenen Stoffen in Gewässer-, Boden- und Vegetationskompartimenten. Ausgehend von aktuellen Forschungsprojekten steht das Umweltverhalten von Polymeren, insbesondere Mikroplastik im Fokus. Die neuen Geräte sollen von verschiedenen Akteuren genutzt wer-den, neben forschungsstarken Professuren, Nachwuchsforschende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Promovierende, die in Projekten zu Mikroplastik, Bodenkunde, Wasserwesen und Vegetationstechnik tätig sind. Mit der Forschung zur Mikroplastik, der Entwicklung der Mikroplastikanalyse durch Elektroseparation in Verbindung mit der Differenzkalorimetrie und eines neuen Herstellverfahrens für Mikroplastikstandards und -referenzmaterialien hat die HTWD bereits ein Alleinstellungsmerkmal erreicht, was sich in Patenten und Publikationen widerspiegelt. Die Geräteauswahl ist primär auf die Weiterentwicklung der Mikroplastikforschung und ihrer Anwendungsbreite ausgerichtet, soll aber ebenso Projekte zur Untersuchung anderer anthropogener Stoffe und zum Umweltverhalten von Polymerwerkstoffen fördern. Die Mikroplastik-Verbundforschung der HTWD wurde ausgehend von fakultätsübergreifenden Lehrangeboten entwickelt und bildet den Kern des Verbundlabors, dessen Gründung die Hochschulleitung initial durch Sondermittel unterstützt hat. Mikrowellenaufschluss, Durchflusszentrifuge, TED-GC-MS, Durchflusszytometer und Thermowaage sollen nun vorhandene Lücken in der Probenvorbereitung und -aufbereitung schließen, neue Möglichkeiten für die Analytik bei hohem Probendurchsatz bieten und verbesserte Nachweisgrenzen für Mikro- und Nanoplastik ermöglichen. Der Ausbau stärkt die Umweltforschung im Bereich Materialforschung, Böden, Wasser und Vegetation, um das Verhalten anthropogener Stoffe in komplexen Umweltkompartimenten besser zu verstehen und die Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Umwelt sinnvoll zu gestalten. Die synergistische, fakultätsübergreifende Forschung zu Fragen der produktiven Land- und Gewässernutzung, der Energieproduktion, der Kontamination von Böden und Gewässern und der Rolle der Vegetation als anzeigendes, verbindendes und gestaltendes Element soll neue Erkenntnisse und Technologien für eine nachhaltige Entwicklung generieren. Eine moderne analytische Ausstattung ist dazu unerlässlich. Deren Beschaffung übersteigt die Möglichkeiten der Hochschule und kann nicht auf anderem Weg finanziert werden. Die HTWD kann durch die beantragte Ausstattung Alleinstellungsmerkmale weiterentwickeln und die Vorteile der fakultätsübergreifenden Kooperation demonstrieren. Offenheit zur interdisziplinären Zusammenarbeit ist ebenso gelebte Praxis wie die Berücksichtigung neuer Schwerpunkte und aktueller Trends, eine bevorzugte Förderung junger Wissenschaftler und Begleitung durch Maßnahmen für chancengerechte Forschung, um eine nachhaltige Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten.

Naturnahes Regulierungskonzept Lungitzbach

Die moderne Landwirtschaft wird den an sie gestellten Anforderungen der Landschaftspflege immer weniger gerecht. Dies wird bei den Problemen der Flusserhaltung deutlich. Mangelnde Unterhaltungsarbeiten fuehren zu weitgehenden Uferschaeden. Ziel der Arbeit war es, die diversen Schadensursachen aufzuzeigen und Sanierungskonzepte zu erarbeiten. Unter hydraulischen Modellrechnungen wurden Abflussverhaeltnisse simuliert. Als Voraussetzung hierfuer wurde die Erhaltung und Stabilisierung des Flusslaufes in seiner derzeitigen Form angenommen. Zur Uferstabilisierung wurden verschiedene Arten des Lebendverbaues vorgeschlagen. Die vorliegenden Ergebnisse werden zur Zeit baulich umgesetzt. Sie wollen zu einem Umdenken im derzeit ueblichen technischen Flussbau fuehren.

Analyse der Ursachen / Prozesswirkungsketten der rezenten Zunahme von Bodenerosionserscheinungen in Einheiten der hochmontanen bis alpinen Stufe an ausgewählten Testgebieten in Westösterreich

Erforschung des Faktorenkomplexes der Ursachen rezenter Zunahmen der Bodenerosion auf waldfreien Standorten in alpinen Einzugsgebieten der hochmontanen bis alpinen Stufe in Westösterreich. Verbesserung des Prozessverständnisses und Abschätzung möglicher zukünftiger Szenarien der Erosionsentwicklung unter dem Aspekt sich ändernder Klimabedingungen (z.B. Häufung meteorologischer Extreme, geänderte Ausaperungsbedingungen, Häufung von Bodenlawinen etc.). - Ableitung von Methoden zur Früherkennung und Prognose der Erosionsentwicklung. Die Früherkennung von instabilen Hangbereichen ist ein zentrales Thema in der Gefahrenprävention. - Abklärung der Bedeutung dieser rezenten Bodenerosion für die Geschiebeentwicklung in Wildbacheinzugsgebieten. Unter welchen Bedingungen ist mit einer erhöhten Geschiebebereitstellung zu rechen? - Schaffung einer Basis für die Ableitung / Anpassung / Entwicklung von einfachen, kostengünstigen und trotzdem dauerhaften Sanierungsverfahren in der Praxis (für WLV, Zivilingenieure, das Feld der Ingenieurbiologie, etc.), z.B. unter Weiterentwicklung des Ansatzes von Florineth, Mittendrein und Stern aus dem Jahr 2002 oder Adaptierung des für die Stabilisierung extrem skelettreicher und verarmter Standorte entwickelten Ansatzes von Schaffer et al. (2006).

Renaturierung des Altmittweidaer Baches in Mittweida, Abschnitt zwischen Frankenberger Straße und Brühl/Rahmenberg

Gz.: C46-8301/153 Gegenstand des Vorhabens ist die Renaturierung eines ca. 75 m langen Abschnittes des Altmittweidaer Baches in Mittweida. Es erfolgt der Rückbau der vorhandenen Sohl- und Uferbefestigungen. Lokal wird das Gewässerprofil aufgeweitet, die Ufersicherung erfolgt mittels ingenieurbiologischer Bauweise. Unter den Brücken werden Sohlgleiten eingebaut.

Wurzeln einer Weidenspreitlage im Testbecken 2021 - Roots of willow bush mattress in a test basin in 2021

Im Jahr 2021 wurde im Versuchsbecken der BAW eine Weidenspreitlage eingebaut. Nach einer 23-wöchigen Wachstumsphase wurden Zugversuche an Einzelwurzeln und Wurzelbündeln und Wurzelaufgrabungen durchgeführt. In 2021, a willow bush mattress was installed in a test basin. After a 23-week growth phase, tensile tests were carried out on individual roots and root bundles, and roots were excavated.

„Landesbetrieb spielt durch Küsten- und Hochwasserschutz zentrale Rolle beim Kampf gegen die Klimakrise“

Norden/Norddeich – Ein Termin, doch zwei unterschiedliche Perspektiven: Die Vorstellung des Jahresberichts 2025 des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) war einerseits eine Rückschau, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Zukunft. Denn der NLWKN-Jahresbericht, der in diesem Jahr mehr als 100 Seiten umfasst und wichtige Themen und Projekte des Landesbetriebs in 2025 präsentiert, wurde am heutigen Montag (1. Juni 2026) an einem besonderen Ort vorgestellt: In den künftigen Räumlichkeiten des NLWKN am Standort Norddeich. – Ein Termin, doch zwei unterschiedliche Perspektiven: Die Vorstellung des Jahresberichts 2025 des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) war einerseits eine Rückschau, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Zukunft. Denn der NLWKN-Jahresbericht, der in diesem Jahr mehr als 100 Seiten umfasst und wichtige Themen und Projekte des Landesbetriebs in 2025 präsentiert, wurde am heutigen Montag (1. Juni 2026) an einem besonderen Ort vorgestellt: In den künftigen Räumlichkeiten des NLWKN am Standort Norddeich. Mit dabei war auch Umweltminister Christian Meyer, der die Fülle an wichtigen Aufgaben des Landesbetriebs betonte. „Der Jahresbericht 2025 zeigt einmal mehr das breite Themenspektrum des NLWKN. Ich bin froh, dass wir den Landesbetrieb in den letzten Jahren mit zusätzlichen finanziellen Mitteln und über 300 zusätzlichen Dauerstellen für seine wichtigen Aufgaben ausstatten konnten. Das hat neuen Schwung gegeben. Denn die Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025 zeigt: Der Schutz vor zu viel Wasser und der Schutz der Ressource Wasser gehören zusammen – beides ist eine zentrale Zukunftsaufgabe des NLWKN.“ Meyer wies darauf hin, dass Niedersachsen sich den wachsenden Herausforderungen der Klimakrise konsequent stellt: „Daher freue ich mich, dass der NLWKN mit der Steuerungseinheit Moorentwicklung und der Umsetzung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz neue wichtige Aufgaben zur Wiederherstellung von Natur und zum Erreichen der Klimaziele bekommt. Dazu gehört auch, den Folgen des gravierenden Klimawandels vorzubeugen, durch Küsten- und Hochwasserschutz, aber auch durch die Renaturierung von Gewässern, dem Wasserrückhalt und die Umsetzung des Masterplans Wasser. Dafür bedanke ich mich herzlich und ich werde diese Aufgaben im NLWKN auch weiterhin stärken, mit neuen Gebäuden, Investitionen und politischer Rückendeckung.“ Steuerungseinheit Moorentwicklung Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz Deutlich mehr Stellen und erheblich mehr Mittel für den Natur-, Moor-, Küsten- und Hochwasserschutz Deutlich mehr Stellen und erheblich mehr Mittel für den Natur-, Moor-, Küsten- und Hochwasserschutz Seit 2023 ist die Personalausstattung im NLWKN, sowohl für den Küsten- und Hochwasserschutz als auch in den Bereichen Naturschutz, natürlicher Klimaschutz und Moorschutz, stark verbessert worden, so gab es für die Daueraufgaben des Landesamtes insgesamt rund 300 neue Stellen, inklusive der Entfristungen. Personalausstattung Gleichzeitig wurden die finanziellen Mittel für den Küsten- und Hochwasserschutz seit dem Jahr 2020 erheblich aufgestockt. Während in 2020 noch 61,6 Millionen Euro für den Küstenschutz bereitgestellt wurden und 24,85 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland, zusammen also 86,45 Millionen, sind es im laufenden Jahr allein rund 88 Millionen Euro für den Küstenschutz (ca. 160 Maßnahmen) und 53,7 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland (120 Vorhaben) (jeweils inkl. EU-Mittel). Diese deutliche Mittelerhöhung auf insgesamt also ca. 141,7 Millionen Euro macht klar: Der Küstenschutz hat für Niedersachsen eine herausragende Bedeutung. 86,45 Millionen, 141,7 Millionen Euro Auch im Moor- und Naturschutz wurden die Mittel erheblich aufgestockt und erfolgreich Projekte von Bund und EU eingeworben. Im Januar 2026 begann etwa der Startschuss für das Großprojekt „REPEAT“ – der Wiederherstellung von drei Moorkomplexen in der Region Hannover, das aus EU-LIFE-Programm mit insgesamt 34 Millionen Euro finanziert wird. Neuer Standort in Norden-Norddeich Neuer Standort in Norden-Norddeich Anne Rickmeyer stellte die Planungen des NLWKN für den neuen Standort in Norddeich, der sich aktuell noch im Bau befindet, vor. Die NLWKN-Direktorin erläuterte, dass der Landesbetrieb in dem Gebäude, das den passenden Namen „Inselsicht“ trägt, rund 1.400 Quadratmeter anmieten wird – verteilt auf 35 Büros mit 62 Arbeitsplätzen, Labor-, Lager- und zwei Besprechungsräumen. Von hier aus werden künftig unter anderem die Fachkolleginnen und Fachkollegen der Forschungsstelle Küste sowie der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg tätig sein. „Wir sind froh über den neuen Standort, an dem wir insbesondere auch die Vernetzung mit der Wissenschaft sowie mit den Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Bereiche des NLWKN voranbringen wollen. Hierfür stehen unter anderem auch Wechselarbeitsplätze zur Verfügung. Dadurch bieten wir unseren Mitarbeitenden modernste Rahmenbedingungen in einer attraktiven und lebenswerten Lage mit Bahnanschluss. Und mit einer noch schnelleren Anbindung zu unseren Schiffen“, betonte die NLWKN-Direktorin. Rickmeyer blickte aber auch nochmal auf einige wichtige Aufgaben und Projekte im Jahr 2025 zurück. Folgende Themen spielten dabei unter anderem eine zentrale Rolle: Steuerungseinheit Moorschutz und ANK-Regionalbüro Steuerungseinheit Moorschutz und ANK-Regionalbüro Nicht nur an der Küste sind die Herausforderungen durch die Klimakrise groß. Niedersachsen ist Moorland Nr. 1 in Deutschland, daher hat der Moorschutz im Land höchste Priorität für den Klimaschutz. Aus diesem Grund hat das niedersächsische Umweltministerium die Steuerungseinheit Moorschutz im NLWKN etabliert und damit Moorschutz-Kompetenzen im Land gebündelt. Minister Meyer: „Die Steuerungseinheit hat eine koordinierende, steuernde und vernetzende Funktion und soll insbesondere die Umsetzung von Maßnahmen voranbringen. Die Mitarbeitenden entwickeln auch eine strategische Gesamtplanung für den Moor- und Klimaschutz. Denn die Moore sind unsere Superhelden. Sie speichern große Mengen von CO2 und sind ein wichtiger Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.“ Auch das Regionalbüro des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz (ANK) wurde 2025 im NLWKN angesiedelt. Dieses soll Projekte voranbringen, Wissenstransfer organisieren, Akteure vernetzen und nicht zuletzt den Zugang zu Fördermitteln erleichtern. „Das Regionalbüro ANK unterstützt Kommunen, Naturschutzverbände, Flächeneigentümer und landwirtschaftliche Betriebe bei der Finanzierung und Umsetzung von Projekten, die den Klimaschutz vor Ort voranbringen“, so Meyer. „Der Bund hat 3,5 Milliarden Euro für den natürlichen Klimaschutz – durch Moore, Wälder, Auen oder Salzwiesen – bereitgestellt. Davon wollen wir große Teile in Niedersachsen insbesondere für den Moorschutz einsetzen. Für diese Mooroffensive hat der Landtag 200 Millionen Euro zur Kofinanzierung bereitgestellt. Das wird das bisher größte Moorwiederherstellungsprogramm in Niedersachsen, und wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaziele“, freute sich der Minister. Naturnahe Wege und neue Generalpläne für den Küstenschutz Naturnahe Wege und neue Generalpläne für den Küstenschutz Neben den Aktivitäten im Küstenschutz – wie Deichverstärkungen oder Strandaufspülungen – beschreitet der NLWKN auch zunehmend neue Wege. In zwei Forschungsprojekten widmet sich der Landesbetrieb den Themen „Salzwiesen“ und „Deichvorländer als ökosystembasierte Küstenschutzelemente“. Projektstandorte sind Vorlandflächen und Sommerpolder im Norderland sowie im Dollartraum. Dabei steht die synergetische Verknüpfung von Klima-, Küsten- und Naturschutz im Fokus. Beide Projekte werden im Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung umgesetzt. Zudem realisiert der NLWKN in der Krummhörn derzeit eine zukunftsweisende Maßnahme zur naturbasierten Transformation des Deichvorlands. „Auf rund 23 Hektar Gesamtfläche wird dort die Entwicklung einer von Menschen geschaffenen Fläche hin zu einer naturnahen Salzwiese als Küstenschutzelement initiiert“, erklärte Angela Eden, Leiterin des Aufgabenbereichs „Landschaftspflege, Seevogelschutz, Nationalparkwacht, Ingenieurbiologie“ im Geschäftsbereich „Planung und Bau“ in der Betriebsstelle Norden. „Salzwiesen“ und „Deichvorländer als ökosystembasierte Küstenschutzelemente“. Der NLWKN schreibt zudem die zentralen Strategiepapiere für die Klimafolgenanpassung im niedersächsischen Küstenschutz fort. „Aktuell überarbeiten wir den Generalplan Küstenschutz Festland. Darin stellen wir die Strategie dar, erfassen den aktuellen Zustand der Küstenschutzanlagen und benennen die erforderlichen Anpassungsbedarfe und Kosten. Küstenschutz der Zukunft ist eine Generationenaufgabe, die durch eine Kombination aus technischen und naturbasierten Maßnahmen ein hohes Maß an Resilienz aufweist“, so der NLWKN-Küstenschutzexperte Prof. Frank Thorenz, Leiter der Betriebsstelle Norden und des dortigen Geschäftsbereichs „Planung und Bau“. Strategiepapiere für die Klimafolgenanpassung Wegweisende Nachschlagewerke für den Naturschutz in Niedersachsen Wegweisende Nachschlagewerke für den Naturschutz in Niedersachsen Um ein funktionales Netz ökologischer Wechselbeziehungen zu schaffen, hat der NLWKN 2025 den neuen Förderratgeber Biotopverbund veröffentlicht. Ziel ist, dass Lebensräume für Tiere und Pflanzen von isolierten Inseln in der intensiv genutzten Kulturlandschaft zu verbundenen Lebensräumen zusammenwachsen können. Der Ratgeber bündelt die Informationen, stellt die zahlreichen Finanzierungsmöglichkeiten vor und dient als praktisches Handwerkszeug für die Umsetzung von Vernetzungsmaßnahmen. „Damit unterstützt er die Akteure vor Ort – Naturschutzbehörden, Landschaftspflegeverbände, Naturschutzstationen und Flächenbewirtschafter“, erläuterte Berthold Paterak, Leiter des Geschäftsbereichs „Naturschutz“ in der NLWKN-Direktion. Förderratgeber Biotopverbund Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat der NLWKN 2025 auch einen Leitfaden zur insektengerechten Unterhaltung von Hecken, Gräben und anderen Landschaftselementen in der niedersächsischen Agrarlandschaft herausgebracht. Die Vermittlung von praxisnahen Tipps zum Schutz der Insekten ist Teil des Aktionsprogramms Insektenvielfalt des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Hintergrund ist der 2020 gegründete Niedersächsische Weg, bei dem sich verschiedenste Akteure auf größere Anstrengungen im Natur- und Artenschutz verständigt haben. „Dabei wird schnell deutlich: Weniger ist mehr. Aber ganz ohne Pflege funktioniert die Unterhaltung und Pflege von Hecken, Gräben und Co. auch nicht“, so Paterak. Es brauche einen fachkundigen und flexiblen Ansatz, um die Insektenvielfalt in der Agrarlandschaft effektiv zu fördern und dem Verlust der Biodiversität entgegenzutreten. „Mit dem Leitfaden haben wir dazu eine fachlich fundierte Grundlage geschaffen.“ Leitfaden zur insektengerechten Unterhaltung von Hecken, Gräben und anderen Landschaftselementen in der niedersächsischen Agrarlandschaft Niedersächsische Weg, NLWKN erhält Auszeichnung als attraktiver Arbeitgeber NLWKN erhält Auszeichnung als attraktiver Arbeitgeber NLWKN-Direktorin Rickmeyer verwies zudem auf weitere Themen und Projekte im Jahresbericht 2025, die einen Ausschnitt der vielfältigen Aufgaben des Landesbetriebs wiedergeben – dazu gehört etwa auch der Strahlen- und Hochwasserschutz und der Masterplan Ems . Besondere Bedeutung hatte für sie der Beitrag zum Zertifikat „audit berufundfamilie“, das den NLWKN 2025 als attraktiven Arbeitgeber mit Prädikat auszeichnete. „Das ist auf den ersten Blick keine große Sache, aber für uns von großer Bedeutung, denn um die zahlreichen zunehmenden Aufgaben erfüllen zu können, brauchen wir vor allem: gute Leute!“ Mit flexiblen Arbeitszeiten und zahlreichen Lösungen für ortsunabhängiges, mobiles Arbeiten bietet der Landesbetrieb ein umfangreiches Paket, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Strahlen- und Hochwasserschutz Masterplan Ems Hinweis: Details zu den vorgestellten Themen können den jeweiligen detaillierten Pressemitteilungen entnommen werden. Den Jahresbericht mit einem Überblick über wichtige, 2025 vorangetriebene Projekte und Vorhaben des NLWKN finden Sie online: www.nlwkn.niedersachsen.de/jb25 Bildmotive und Grafiken zu den vorgestellten Themen stehen über nachfolgendem Link als Download zur Verfügung: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/WsBoKwwJXeBHXZQ Passwort: NLWKNJB25 Die Fotos sind unter Angabe der Quellen zur einmaligen Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über den NLWKN freigegeben. Die Fotos sind unter Angabe der Quellen zur einmaligen Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über den NLWKN freigegeben. Bildzeile: Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer und NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer bei der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des NLWKN-Jahresberichts 2025 auf der Baustelle des neuen NLWKN-Standorts „Inselsicht“ in Norddeich. (Foto: NLWKN) Bildzeile:

Gewässerverlegung eines namenlosen Bachlaufs bei Ottenzell

Die geplante Gewässerverlegung ist Voraussetzung für die Errichtung von Wohnbebauung auf den Grundstücken Fl.Nr. 392 und 392/2, Gemarkung Haibühl. Ein Nebenarm des Hütbachs (namenloses Gewässer III. Ordnung) durchquert das Baugrundstück von Ost nach West. Zur Umsetzung des Vorhabens ist eine Verlegung des Nebenarms ab der Grundstücksgrenze zu Fl.Nr. 388/4, Gemarkung Haibühl, nach Süden entlang der Grundstücksgrenze zu Fl.Nr. 393, Gemarkung Haibühl, vorgesehen. Die Länge des Ausbaubereichs beträgt ca. 105 m. Der bestehende Gewässerverlauf wird mit dem, bei der Verlegung anfallenden, Aushubmaterial verfüllt. Bachlaufbreite und Baulauftiefe sowie das Gewässerprofil des neuen Bachlaufes orientieren sich am bestehenden Gewässerlauf. Im Mittel betragen die Profiltiefen 0,80 m. Die Breite der Bachsohle beträgt 0,45 m. Der Böschungsbereich wird mit einem Lebendverbau aus Weidengeflecht bzw. Rundholz angelegt. Als Sohlsicherung ist eine Steinschüttung (Rundkies 16/32 + 32/64; mit vegetationsfähigem Erdreich durchsetzt) vorgesehen. Die Uferböschungen werden bereits während der Bauphase wieder begrünt, um Ausspülungen und Sedimenteinträge in das Gewässer zu vermeiden. Hierzu werden die Rasensoden aus dem Aushub verwendet. Im gesamten neuen Bachlauf werden abschnittsweise größere Steine oder Totholz zur Schaffung einer Gewässerstruktur in der Gewässersohle eingebaut. Zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit werden in dem von Nord nach Süd verlaufenden Teilstück Strukturelemente in Form von Störsteinen, Wurzelstöcken oder Totholz in der Gewässersohle eingebaut. Zur Vermeidung von Uferausspülungen werden in den Pralluferbereichen Strukturelemente eingesetzt. Zusätzlich wird in diesen Bereichen der Böschungsfuß mit Steinen gesichert.

Maßnahmen in Berlin

Entsprechend der Bestandsaufnahme sind vor allem strukturelle Defizite der Gewässer sowie die Einflüsse der Stadtentwässerung verantwortlich für den schlechten Zustand der Berliner Oberflächengewässer. Deshalb bilden die geplanten Maßnahmen zur Strukturverbesserung, neben der Sanierung des Mischsystems und der Herstellung der Durchgängigkeit, einen wichtigen Baustein. Zur Ableitung der Maßnahmen wurde jeweils für ein konkretes Gewässer ein sogenanntes Gewässerentwicklungskonzepte (GEK) erarbeitet. Lokal werden Probleme und Konfliktfelder ermittelt, Entwicklungsziele definiert, potenzielle Maßnahmen abgeleitet und mit einer Kostenschätzung und Zeitplanung unterlegt. Diese Konzepte bilden die Grundlage für die folgende Bauplanung. Die Pflege und Unterhaltung der Gewässer nimmt eine zentrale Position bei der Verbesserung ihrer ökologischen Qualität ein. Die Herausforderung, die eine moderne Gewässerunterhaltung zu bewältigen hat, ist groß: Denn neben der klassischen Sicherung des Wasserabflusses steht gleichberechtigt das Ziel, Gewässer und ihre Auen naturnah zu entwickeln. In der Broschüre finden Sie aktuelle Informationen zur Praxis der Gewässerunterhaltung, Wissenswertes über die Uferbereiche der Fließgewässer und rechtliche Rahmenbedingungen. Die Broschüre richtet sich vordergründig an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Anwohnerinnen und Anwohner an Fließgewässern aber auch an Vereine, NGOs und Behörden. Bestellwünsche eines Druckexemplars richten Sie bitte an gertraud.kubiak@senmvku.berlin.de ur Verbesserung des ökologischen Zustands der Berliner Gewässer sind Maßnahmen zur Strukturverbesserung ein wesentlicher Bestandteil. Bei den beengten Platzverhältnissen und den vielfältigen Nutzungsansprüchen in Berlin ist die naturnahe Gestaltung der Ufer jedoch eine echte Herausforderung. In vielen Abschnitten ist es nicht möglich dem Gewässer Raum für eine naturnahe Entwicklung zu geben, bei der sich die Ufer durch Erosions- und Anlandungsprozesse verändern. Ein sich natürlich entwickelndes Ufer ist grundsätzlich einer wie auch immer gearteten Ufersicherung vorzuziehen. Dort wo die Randbedingungen keine sich natürlich entwickelnden Ufer zulassen, kann eine ingenieurbiologische Sicherung einen guten Kompromiss darstellen. Welche ingenieurbiologischen Bauweisen an Berliner Gewässern in Abhängigkeit des Gewässertyps und der vorhandenen Nutzungen möglich sind, erfahren Sie in den Handlungsempfehlungen für ingenieurbiologischen Wasserbau im urbanen Raum am Beispiel Berlins, die folgend zum Download zur Verfügung steht: Neben allgemeinen Planungsgrundsätzen und einer Beschreibung von zahlreichen ingenieurbiologischen Bauweisen werden Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Berliner Beispielgewässer vom kleinen Graben über Seen bis zur Wasserstraße aufgezeigt. Außerdem werden Hinweise zur Anordnung und Gestaltung von Stegen gemacht, die auf eine Minimierung der damit verbundenen Störungen für Flora und Fauna zielen. In Frage kommende Baustoffe, Baum und Röhrichtarten mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen, Beispiele umgesetzter Maßnahmen sowie Hinweise zur Bemessung werden im Anhang vorgestellt. Die Handlungsempfehlungen sind als Anregung und Arbeitshilfe für private Eigentümer von Ufergrundstücken als auch für Verantwortliche der Berliner Verwaltung gedacht, die für die Planung oder Genehmigung von Maßnahmen zur Ufersicherung und ökologischen Verbesserung zuständig sind sowie für entsprechende Planungsbüros. Sie sollen auch im Rahmen der Gewässerunterhaltung Anwendung finden, sofern sich dies mit Vorgaben zur Gewässerentwicklung und Hochwassersicherheit vereinbaren lässt.

Renaturierung der Gründlach (Gewässer III. Ordnung) an drei verschiedenen Abschnitten durch den Markt Heroldsberg

Mit dem Bescheid vom 10.05.2024 des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt wurde dem Markt Heroldsberg die widerrufliche, wasserrechtliche Erlaubnis für das Einleiten von Mischwasser aus fünf Mischwasserentlastungsanlagen in die Gründlach (Gewässer III. Ordnung) erteilt. In diesem Bescheid werden Auflagen zur Verbesserung der Gewässersituation der Gründlach definiert. Es sind zwei Gewässerrenaturierungen umzusetzen: • Ein ca. 94 m langer Gewässerabschnitt zwischen Kunzengasse und Durchlass Festplatz • Ein ca. 76 m langer Gewässerabschnitt nördlich der Nürnberger Straße Zusätzlich soll im Bereich des Schlossbades eine Gewässerumverlegung mit einer Länge von ca. 24 m umgesetzt werden. Der Vorhabensträger, der Markt Heroldsberg, Hauptstraße 104, 90562 Heroldsberg hat daher beim Landratsamt Erlangen-Höchstadt die wasserrechtliche Genehmigung für die Renaturierung der Gründlach an drei verschiedenen Abschnitten beantragt. Der erste Abschnitt „Nördlich der Nürnberger Str.“ ist ca. 75 m lang, der zweite Abschnitt „Am Festplatz“ ist ca. 95 m lang und der dritte Abschnitt „Am Freibad“ ist ca. 25 m lang. Es erfolgt unter anderen die unregelmäßige Ausgestaltung der Uferböschungen, das Einbringen von Totholz, Wurzelstöcken und Störsteinen entlang der Mittelwasserlinie als Strukturbildner und die Integration des alten Bachlaufes in den neuen Bachlauf als strömungsberuhigter Bereich und somit als Rückzugsort für Insekten und Jungfische. Durch Beseitigen der künstlich hergestellten Sohl- und Uferbefestigungen aus Stein wird die Lebensraumqualität insbesondere für das Makrozoobenthos verbessert. An allen Abschnitten erfolgt die Anpflanzung mit standorttypischen Bäumen. Entlang der Mittelwasserlinie werden initiale Anpflanzungen von Uferröhricht geplant. Abschnitt 1 – An der Nürnberger Straße (Fl.-Nrn. 973/2, 975 und 976): Der bestehende Gewässerverlauf soll auf einer Länge von ca. 75 Metern verlegt und mit Böschungen neugestaltet werden. Durch die Renaturierung wird ein geschwungener Verlauf der Gründlach angestrebt. Die Sohle wird mit Gumpen, Kiesdepots und Totholz ausgestattet. Zunächst werden die Erdarbeiten außerhalb der bestehenden Fließgewässersohle durchgeführt. Im letzten Schritt erfolgt der Durchstich zum bestehenden Gerinne und damit einhergehend eine Umleitung der Gründlach. Um die Eigendynamik des Gewässers anzuregen, werden in die Ufer des geplanten Bachbettes punktuell größere Wurzelstöcke eingebaut. Abschließend erfolgt der Rückbau der erforderlichen Baustraße und die Anlage eines Trampelpfades entlang der Gründlach. Zur Absicherung ist der Einsatz eines Holzgeländers vorgesehen. Somit wird die Naherholungsqualität und die Erlebbarkeit der Gründlach deutlich erhöht. Die Anpflanzungen mit ortstypischen Bäumen, Stauden und Gräsern im Auenbereich wird die ökologische Vielfalt fördern. Abschnitt 2 – Am Festplatz (Fl.-Nrn. 90, 90/2 und 937/2): Der bestehende Gewässerverlauf soll auf einer Länge von ca. 95 Metern verlegt und mit Böschungen mit einem Gefälle von ca. 1: 2 bis max. 1: 1,31 neugestaltet werden. Die Gründlach erhält in diesem Bereich einen geschwungenen Verlauf. Die neue Gewässersohle wird unter Berücksichtigung einer Niedrigwasserrinne vorprofiliert und das alte Bachbett mit dem vorhandenen Substrat verfüllt. Auf einer geplanten Insel soll ein Bestandsbaum eingegliedert werden. Um die Eigendynamik des Gewässers anzuregen, werden in die Ufer des bestehenden Bachbettes punktuell größere Wasserbausteine oder Wurzelstöcke (als Störsteine bzw. Buhnen) eingebaut. Bereichsweise sollen die Prallhänge durch ingenieurbiologische Bauweisen (Weidensteckhölzer, Röhrichtwalzen, Geotextil, Gehölzpflanzungen) gesichert werden. Durch die Integration des alten in den neuen Bachlauf entstehen abwechselnd ruhige und lebhafte Gewässerabschnitte. Strömungsberuhigte Bereiche dienen als Rückzugsort für Jungfische sowie als Lebensraum für Insekten. Um die Auswirkungen auf das Gewässer zu minimieren, erfolgt ein hoher Anteil an vorbereitenden Erdarbeiten ohne direkten Eingriff auf das Gewässer. Der Durchstich erfolgt erst nach Fertigstellung der neu geplanten Sohle. Abschnitt 3 – Am Schlossbad (Fl.-Nrn. 116/6 und 937/2): Mit der Gewässerumverlegung der Gründlach in diesem Bereich werden zwei Ziele verfolgt: • Entlastung der bestehenden Stützmauer durch Umgestaltung der Böschungsverhältnisse • Erlebbarmachung der Gründlach für die Besucher des Schlossbades Durch das Schlossbad verläuft die Gründlach in einem naturfernen, geradlinigen Verlauf. Der bestehende Gewässerverlauf soll auf einer Länge von ca. 25 Metern mit sehr flachen Böschungen (Gefälle von ca. 1: 6 bis max. 1: 4,4) neugestaltet werden. Im Vorfeld soll der bestehende Ufer- und Sohlverbau sowie die bestehende Sohlstufe (Höhe ca. 0,2 m) entfernt werden. Am rechtsseitigen (westlichen) Ufer wird ein „Sandplatz“ als Spielbereich und Naturerlebnisraum mit umgebenden Sitzgelegenheiten und einzelnen Stufen aus Natursteinquadern angelegt. Die bestehende Stützmauer soll erhalten bleiben.

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