Vulkanische Gasemissionen sind bedeutsam für die lokale sowie globale Atmosphärenchemie. Die Entdeckung der Halogenchemie in Vulkanfahnen brachte neue Erkenntnisse über die Dynamik von Vulkanen und gibt möglicherweise Aufschluss über deren Eruptionspotential. Mehrere Feldmessungen führten zu großen Erfolgen in der Erforschung von reaktiven Halogenspezies (z. B. BrO, OClO, ClO). Jedoch ergaben sich auch viele Unklarheiten über die zugrundeliegenden Mechanismen und Umweltparameter wie Spurengas- und Aerosolzusammensetzung der Vulkanfahne, relative Feuchte oder der Bedeutung von potentieller NOX Emission. Der Einfluss sowie die Bedeutung dieser Parameter bezüglich der Halogenaktivierung (Umwandlung von Halogeniden in reaktive Halogenspezies (RHS)) ist essentiell für die Interpretation der Messdaten, um, z.B. (1) Rückschlüsse über die magmatischen Prozesse zu ziehen und Vorhersagen über Eruptionen mithilfe des Verhältnisses BrO zu SO2 zu machen, oder (2) den Einfluss auf die Zerstörung von Ozon, die Oxidation von Quecksilber oder die Verringerung der Lebensdauer von Methan in der Atmosphäre zu quantifizieren. Dieses Projekt soll dazu dienen, anhand eines vereinfachten Modells einer Vulkanfahne (SiO2 und Schwefelaerosole, H2O, CO2, SO2, HCl, HBr) unter kontrollierten Bedingungen die vulkanische Halogenchemie besser zu verstehen. Dazu soll in einer aus Teflon bestehenden Atmosphärensimulationskammer an der Universität Bayreuth Messungen durchgeführt werden. Die zur Messung der kritischen Parameter benötigten Instrumente können leicht in das Kammersystem integriert werden. RHS (BrO, ClO, OClO) werden mittels eines White Systems (Multi-Reflektionszelle) und Cavity Enhanced-DOAS nachgewiesen. Zum Nachweis anderer Halogenspezies (Br2, Cl2, HOBr und BrCl) wird FAPA-MS (Flowing Atmospheric-Pressure Afterglow Mass Spectrometry) verwendet. SO2, CO2, NOX und O3 werden mittels standardisierter Gasanalysatoren gemessen. Die Analyse der Zusammensetzung von Aerosolen insbesondere deren aufgenommene Menge an Halogenen wird durch Filterproben sowie Ionenchromatographie und SEM-EDX (Scanning Electron Microscope - Energy Dispersive X-ray Detector) gewährleistet. Die Kombination der verschiedenen Messtechniken ermöglicht die Erforschung von bisher schlecht Verstandenen heterogenen Reaktionen, welche höchstwahrscheinlich die Halogenaktivierung beeinflussen. Insbesondere die Einflüsse von (1) NOX und O3, (2) Ausgangsverhältnis HCl zu HBr, (3) relative Feuchte sowie (4) die Zusammensetzung der Vulkanaschepartikel (in Hinblick auf komplexere, reale Vulkanasche) auf die RHS Chemie, insbesondere des Mechanismus der sog. 'Brom-Explosion', werden innerhalb des vorgeschlagenen Projektes untersucht. Die Messergebnisse werden, gestützt durch das Chemie Box Modell CAABA/MECCA, in einem größeren Kontext interpretiert und werden helfen die natürlichen Vulkanprozesse besser zu verstehen.
Der Bereich Luftanalytik umfasst die Untersuchung von anorganischen und organischen Luftschadstoffen sowie weitere Parameter zur Luftqualität. Der größte Anteil sind Messungen von Immissionsproben, die im Rahmen des Luftüberwachungs- und Informationssystems Sachsen-Anhalt (LÜSA) durchgeführt werden. Dazu kommen noch Proben aus dem Depositionsmessnetz, Strichproben- und orientierenden Messungen sowie Passivsammler. Weiterhin werden im Bereich Luftanalytik die Proben aus den Emissions- und Bodenluftmessungen untersucht. die Analytik toxischer Spurenbestandteile wie Pb, Cd, Ni, TI, Cr, Mn, Zn, Cu, V, As, Se in Depositionen, Emissions- und Immissionsstäuben in Abhängigkeit von der Partikelgröße (siehe auch Elementanalytik) die Untersuchung der Ionenzusammensetzung von Nass- und Trockendepositionen zur langfristigen Bilanzierung des Lufteintrages von Säurebildnern und potentiellen Nährstoffen die Ermittlung der Feinstaubkonzentrationen (PM 10) nach der EU-Richtlinie das Langzeitmonitoring von PAK, BTXE, VOC und weiteren organischen Luftschadstoffen an ausgewählten Standorten (inkl. Deponien) Sachsen-Anhalts Hierzu werden moderne Probenaufbereitungstechniken und spektrometrische sowie chromatographische Analysemethoden eingesetzt: optische Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) und induktiv gekoppelte Plasmamassenspektrometrie (ICP-MS) zur Spurenelementbestimmung Ionenchromatographie zur Kationen- und Anionenanalyse Hochdruckflüssigkeitchromatographie (HPLC), diverse Gaschromatographie (GC)- und Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Systeme (GC-MS) zur Bestimmung organischer Substanzen Die hohe Qualität der Labordaten wird durch unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018-03 garantiert. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Ringversuchen (z.B. halbjährliche WMO-Ringvergleiche der University of Albany, USA) und die externe Überwachung der Qualitätssicherung von Messstellen im Rahmen von Laborakkreditierungen nach § 26 BImSchG sichert die geforderten Qualitätsstandards. Letzte Aktualisierung: 20.04.2022
High-resolution real-time monitoring was employed and evaluated using three real-time monitoring techniques for anions at the river Rhine in Koblenz, Germany. These are a sensor for nitrate in situ and ex situ, a colorimetric device for nitrate and nitrite, and an online ion chromatography (IC) for fluoride, bromide, chloride, nitrate, nitrite, phosphate, and sulfate. The original data are presented on Zenodo. Data presentation and evaluation are presented in the paper "Online high-resolution real-time monitoring techniques for anions in river water". The paper is published in the journal Environmental Monitoring and Assessment.
Wissenschaftliche Aufklaerung des kurz- und langfristigen Verhaltens von Schadstoffen bei der offenen Verwendung von Reststoffen mit dem Ziel, das Nutzungspotential zu quantifizieren. Dazu werden organische und anorganische Schadstoffe in Muellverbrennungsschlacken charakterisiert und spezifiziert, anhand geochemischer Modellrechnungen die thermodynamischen Existenzbereiche von Schwermetallspecies in Waessern ermittelt, die wesentlichen Mobilisierungsmechanismen untersucht und diese mit kapazitiven Groessen wie Saeure- und Redoxpufferkapazitaet gekoppelt. Bisher konnte an drei MVA-Schlacken durch TG- und DTA-Untersuchungen eine Speziation des Kohlenstoffs in organisch gebundenen, karbonatischen und graphitaehnlichen (black carbon) Kohlenstoff erreicht werden. Die Identifikation organischer Bestandteile gelang nach Soxhlet-Extraktion mit einer Reihe an Loesemitteln sinkender Polaritaet und dem Einsatz von GC-MS und HPLC-Technik. Damit konnten erstmals Alkane, Fettsaeuren, Phenole und Phthalate im mg/kg-Bereich in MVA-Schlacken nachgewiesen werden. Die Ionenchromatographie eignet sich nach Elimination von SO4 hoch 2minus, Cl minus fuer die Identifikation pelarer, org. Saeuren. Am Beispiel des Kupfers konnte fuer ein Schwermetall eine Speziation durchgefuehrt werden. Dabei wurden sechs Kupferphasen (Cu(O), Cu(l)-Oxid, Cu(II)-Oxid, Cu-Legierungen und basische Kupferkarbonate) identifiziert.
Orientierung ueber Fortschritte auf dem Gebiet der Umweltanalytik, sowie Stellungnahme zu aktuellen Fragen der Umweltanalytik oder des Umweltschutzes, soweit diese analytikbezogen sind. Es werden insbesondere Symposien ueber Probleme der Erfassung von Umweltbelastungen und Entwicklungen der Methoden abwechslungsweise in Europa und Nordamerika durchgefuehrt: 14. Symposium Barcelona, Nov. 1984, 15. Symposium Jekyll, Island (Georgia) Mai 1985, 16. Symposium EPF-L Lausanne Maerz 1986. Die Association gibt Newsletters heraus und organisiert auch Workshops ueber LC/MS (Montreux Oktober 1984), ueber Ionenchromatographie (Barcelona Nov. 1984, Geneve Maerz 1986). Ueber Probenahme (Freiburg i. Br. Oktober 1985), ueber Dioxine und verwandte Verbindungen (Ottawa Oktober 1984, Bayreuth Herbst 1985), ueber Kohlenwasserstoffe (Barcelona Nov. 1984, EPF-Lausanne Maerz 1986) und ueber carcinogene Metallverbindungen (Geneve Sept. 1983, Villars, Januar 1986).
Entwicklung einer einfachen und raschen Methode fuer die Bestimmung von Nitrat und anderen Anionen in biologischen Matrices. Methode: Ionenchromatographie mit vorgaengiger Extraktion.
Im Bereich Elementanalytik wird die Belastung der Umwelt mit Schwermetallen, Halbmetallen und Nichtmetallen in Boden, Abfall und Altlasten ermittelt. Dieses Aufgabenspektrum umfasst die Bestimmung von bis zu 66 Einzelelementen in Feststoffproben (Boden, Abfall, Altlasten), Eluaten und Sickerwässern. Untersuchung von Bodenproben im Rahmen der Überwachung von Boden- Dauerbeobachtungsflächen (BDF) Bestimmung von speziellen Elementen wie Arsen, Cadmium, Uran, Thallium, Quecksilber, Schwefel und Phosphor u.v.a. in Proben aus der Abfall-, Deponie- und Altlastenüberwachung Bestimmung ionischer Verbindungen wie z. B. Ammonium in Wasserproben und Eluaten Bestimmung von Schwermetallen und anderen Elementen wie Pb, Cd, Ni, TI, Cr, Mn, Zn, Cu, V, As in Emissions- und Immissionsstäuben in Abhängigkeit von der Partikelgröße (LÜSA-Meßnetz) und in Staubniederschlagsproben aus dem Depositionsmessnetz Hierzu werden nach zum Teil aufwändigen Probenvorbereitungen vorgehalten und empfindliche spektrometrische Analysenverfahren eingesetzt, wie Induktivgekoppelte Massenspektrometrie (ICP-MS) Ionenchromatographie (Anionen und Kationen) Atomfluoreszenzspektrometrie (AFS) zur Bestimmung von Hg. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Ringversuchen und die Qualitätssicherungsmaßnahmen gemäß DIN EN ISO/EC 17025 sichern den geforderten Qualitätsstandard. Letzte Aktualisierung: 23.01.2020
Länderverbund zur Kompetenzfeststellung staatlicher Umweltlaboratorien Zertifikat Nr. 01/2023 Ergebnis der Kompetenzfeststellung durch den Länderverbund auf Grundlage der Verwaltungsvereinbarung der Länder über den Kompetenznachweis und die Notifizierung von Prüflaboratorien und Messstellen im gesetzlich geregelten Umweltbereich (Bundesanzeiger Nr. 220, S. 25450 vom 26.11.2002) Allgemeine Angaben zur Untersuchungsstelle Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt Name MagdeburgHalleWittenberg StraßeOtto-von-Guericke-Str. 5Willi-Brundert-Str. 14Sternstr. 52a Postleitzahl, Ort39104 Magdeburg06132 Halle/Saale06886 Lutherstadt Wittenberg BundeslandSachsen-AnhaltSachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Ansprechpartner/in:Chris Brauer Tel.:0391/5851-1254 E-Mail:Chris.Brauer@lhw.mlu.sachsen-anhalt.de weitere Standorte Die Kompetenz der Untersuchungsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 wurde für die in der Anlage aufgeführten Untersuchungsverfahren festgestellt. Die Kompetenzüberprüfung erfolgte als E-FstauctitzFeige-au-el-il/Reaudit X online am 29.11.2023; 25.03.2024 X als Präsenzaudit im Zeitraum, 30.01. - 1.02.2024 und 11.04.2024 1.Name der Institution Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) 2.Name der Institution Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) 3.Name der Institution A 3, 44. 2Daci L1/41• Alt. -312,C\r"‘ AcL1 (Ort, Datum)(Ort, Datum)(Ort, Datum) Unterschrift leitende/r Begutachter/inUnterschrift 2. Begutachter/inUnterschrift 3. Begutachter/in Bednarz Judyta (LfU) Dr. Heinrich Lauterwald (LNU) Landeernt für Umwelt Rheinbncl-Pialz kaiser-Friedrig:t-Straßo 7 5511C, Mainz Ergebnis der Kompetenzfeststellung - LV/006 Stand des Formulars: 14.07.2021 Version 9 Dr. Vanessa -Nina Roth (TLUBN) Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz Göschwitzer Straße 41 07745 Jena Seite 1 von 1 Länderverbund zur Kompetenzfeststellung staatlicher Umweltlaboratorien Liste der Analysenverfahren Anhang zum Zertifikat (01/2023) Verwendete Standortkennzeichnungkürzel: Sofern die Verfahren an unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden, sind Standortkürzel zu deklarieren und bei den Verfahren in der Spalte „ST“ einzutragen. KürzelKlarname MLaborstandort Magdeburg HLaborstandort Halle WLaborstandort Wittenberg WGMSWassergütemessstationen Block A: Verfahren gemäß den Teilbereichen des Fachmoduls Wasser (Stand 18.10.2018) Erläuterungen: Abw: relevant für Abwasser (incl. Deponie-Sickerwasser) Ofw. relevant für Oberflächenwasser Grw: relevant für Roh- und Grundwasser (Verfahren nach AbwV fett gedruckt) Teilbereich 1: Probenahme und allgemeine Kenngrößen Parameter Probenahme Abwasser Probenahmen aus Fließgewässern Probenahme aus Grundwasser- leitern Probenahme aus stehenden Gewässern Homogenisierung von Proben Temperatur pH-Wert Leitfähigkeit (25°C) Geruch Färbung Trübung Sauerstoff Redoxspannung Verfahren DIN 38402 – A 11:2009-02 DIN EN ISO 5667-6:2016-12 (A 15) Abw Ofw Grw ST x M,H,W xM,H,W xM,H,W x x x xx x xM,H,W M,H,W,WGMS M,H,W,WGMS M,H,W,WGMS x xx xM,H,W M,H,W xM,H,W DIN 38402 – A 13:1985-12 DIN 38402 – A 12:1985-06 DIN 38402 – A 30:1998-07 DIN 38404 – C 4:1976-12 DIN EN ISO 10523:2012-04 (C 5) DIN EN 27888:1993-11 (C 8) DIN EN 1622:2006-10 (B 3), An- hang C DIN EN ISO 7887:2012-04 (C 1), Verfahren A DIN EN ISO 7027:2000-04 (C 2) DIN EN ISO 5814:2013-03 (G 22) DIN ISO 17289:2014-12 (G 25) DIN EN 25813:1993-01 (G 21) DIN 38404-C 6:1984-05 Liste der Verfahren zur Kompetenzfeststellung - LV013 Stand des Formulars: 25.04.2023, Version 6 Anhang zum Zertifikat (01/2023) x x x x Seite 1 von 8 Länderverbund zur Kompetenzfeststellung staatlicher Umweltlaboratorien Teilbereich 2: Fotometrie, Ionenchromatografie, Maßanalyse Parameter UV-Absorption bei 254 nm (SAK 254) UV-Absorption bei 436 nm (SAK 436) Ammoniumstickstoff Nitritstickstoff Nitratstickstoff Verfahren Abw DIN 38404 – C 3:2005-07 DIN EN ISO 7887:2012-09 (C 1), Verfahren B DIN EN ISO 11732:2005-05 (E 23) Ofw Grw ST xWGMS xM,H,W xxxM,H xxxH xxxM xxxM,H xxxM,H xxH xxM xM,H DIN 38406-E 5:1983-10 DIN EN ISO 14911:1999-12 (E 34) DIN ISO 15923-1:2014-07 (D 49) DIN EN 26777:1993-04 (D 10) DIN EN ISO 10304-1:2009-07 (D 20) DIN EN ISO 13395:1996-12 (D 28) DIN ISO 15923-1:2014-07 (D 49) DIN EN ISO 10304-1:2009-07 (D 20) DIN EN ISO 13395:1996-12 (D 28) DIN 38405-D 9:2011-09 DIN 38405-D 29:1994-11 DIN ISO 15923-1:2014-07 (D 49) Phosphor, gesamt (s. auch Teilbereich 3) Orthophosphat Fluorid (gelöst) Chlorid Sulfat DIN EN ISO 6878:2004-09 (D 11) DIN EN ISO 15681-1:2005-05 (D 45) DIN EN ISO 15681-2:2005-05 (D 46) DIN EN ISO 10304-1:2009-07 (D 20) DIN EN ISO 6878:2004-09 (D 11) DIN EN ISO 15681-1:2004-07 (D 45) DIN EN ISO 15681-2:2005-05 (D 46) DIN ISO 15923-1:2014-07 (D 49) DIN 38405-4:1985-07 (D 4) DIN EN ISO 10304-1:2009-07 (D 20) DIN EN ISO 10304-1:2009-07 (D 20) DIN EN ISO 15682:2002-01 (D 31) DIN ISO 15923-1:2014:07 (D 49) DIN EN ISO 10304-4:1999-07 (D 25) DIN 38405-D 1-1 und D 1-2:1985- 12 DIN 38405-D 1-3 und D 1-4:1985- 12 DIN EN ISO 10304-1:2009-07 (D 20) DIN 38405-5:1985-01 (D 5) x xxxM,H xxxM,H xx DIN ISO 15923-1:2014-07 (D 49) DIN 38405-2:1981-02 Cyanid (leicht freisetzbar) DIN EN ISO 14403-1:2012-10 (D 2) DIN EN ISO 14403-2:2012-10 (D 3) Liste der Verfahren zur Kompetenzfeststellung - LV013 Stand des Formulars: 25.04.2023, Version 6 Anhang zum Zertifikat (01/2023) Seite 2 von 8 H
Hildesheim. Von der Probenahme bis zur Analytik: Das staatlich anerkannte Landeslabor des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) behält die Gewässerqualität, die Grundwassergüte und die Strahlenbelastung in Niedersachsen genau im Blick. Mit den wachsenden Herausforderungen und Aufgaben für die Wasserwirtschaft steigt aktuell auch hier das Arbeitsaufkommen, denn: Immer mehr Proben aus ganz Niedersachsen kommen an den sieben Standorten des Landeslabors unter die Lupe. Moderne Technik erfasst dabei Konzentrationen von Elementen bis in den Mikrogrammbereich bei Wasser-, Sediment- und Schwebstoffproben. Von der Probenahme bis zur Analytik: Das staatlich anerkannte Landeslabor des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) behält die Gewässerqualität, die Grundwassergüte und die Strahlenbelastung in Niedersachsen genau im Blick. Mit den wachsenden Herausforderungen und Aufgaben für die Wasserwirtschaft steigt aktuell auch hier das Arbeitsaufkommen, denn: Immer mehr Proben aus ganz Niedersachsen kommen an den sieben Standorten des Landeslabors unter die Lupe. Moderne Technik erfasst dabei Konzentrationen von Elementen bis in den Mikrogrammbereich bei Wasser-, Sediment- und Schwebstoffproben. Aurich, Brake, Hildesheim, Lüneburg, Meppen, Stade und Verden: Quer über Niedersachsen verteilt liegen die sieben Standorte des Landeslabors. Hinzu kommen vier Probenahmestützpunkte in Braunschweig, Cloppenburg, Göttingen und Sulingen. Insgesamt über 150 Mitarbeitende sind im Landeslabor tätig. Alleine am größten Laborstandort in Hildesheim kümmern sich 74 Fachkräfte und Auszubildende in den Bereichen Ökotoxikologie, Radiochemie, der organischen und anorganischen Analytik sowie in der Probenahme darum, die Umwelt im Land zu überwachen. Dabei kann das NLWKN-Labor in Hildesheim auf eine lange Tradition zurückblicken: Seit 100 Jahren werden hier bereits verschiedene Proben untersucht, zum Beispiel Wasserproben aus Oberflächengewässern und des Grundwassers. „In den letzten Jahren haben wir einen starken Anstieg bei den Proben von Oberflächengewässern und dem Grundwasser erlebt. Während 2022 noch circa 4.600 Wasserproben untersucht wurden, waren es 2024 schon circa 5.700“, so Sven Landsgesell, Leiter des Hildesheimer Labors. „Pro Woche untersuchen wir alleine am Standort Hildesheim 700 bis 800 Probenflaschen“, ergänzt er. Über 581.000 Einzelbestimmungen kamen so in 2024 an allen NLWKN-Laborstandorten im Land zusammen. Zum Vergleich: 2021 waren es noch knapp 452.000. Die Gewässerproben werden dabei in ganz Niedersachsen von NLWKN-Personal entnommen und dann zu den jeweiligen Laborstandorten gebracht. Bereits bei der Probenahme sind ein großes Maß an Sorgfalt und Genauigkeit gefragt, denn hier können schnell Proben durch Fremdmaterial oder unsachgemäße Probenahme verunreinigt werden. Im Labor angekommen, werden die Bestandteile der Wasserproben mittels Spezialverfahren wie zum Beispiel der Massenspektrometrie, Hochleistungsflüssigkeitschromatografie oder Ionenchromatografie analysiert: Dabei wird mit modernster Technik im Bereich Mikrogramm pro Liter gemessen. „Schon die Konzentration eines Zuckerwürfels in einem See würde bei unserer Analytik auffallen“, erklärt Landsgesell. „Aufgrund der technischen Entwicklung ist unsere Arbeit in den letzten Jahrzehnten dabei immer komplexer geworden“, so der Laborfachmann. „Wir haben hohe Arbeitsstandards, und dafür benötigen wir natürlich qualifiziertes Fachpersonal. Deshalb bilden wir auch alle zwei Jahre vier neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Chemielaborantinnen und Chemielaboranten aus.“ Mitarbeitende wie die studierten Umweltchemikerinnen Joana List, Syaleen Sharuddin und Chemielaborant Hannes Haacke. Haacke hat seine Ausbildung im Hildesheimer NLWKN-Labor absolviert. Dort arbeitet er nun seit anderthalb Jahren im Bereich der Elementanalytik und untersucht die Wasserproben, die von den Kolleginnen und Kollegen der Probenahme ins Labor gebracht werden. Eine große Rolle spielt dabei die Überwachung der Einhaltung gesetzlich festgelegter Grenzwerte von Substanzen wie Nitrat, Phosphor oder Arsen. Ebenso ist die sogenannte Einleiterüberwachung bei der Kontrolle von Oberflächengewässern eine wichtige Aufgabe der Laborstandorte in Niedersachsen: Die Labore kontrollieren, ob sich Unternehmen, die Abwasser im Rahmen ihrer Produktionsabläufe in Gewässer leiten, auch an die hierfür geltenden gesetzlichen Auflagen halten. Haacke und seine Kollegen überprüfen dazu, wie hoch die Werte bestimmter chemischer Elemente in jeder Wasserprobe sind. Sollte ein Grenzwert überschritten werden, wird eine Zweitprobe herangezogen. „Weist auch jene auffällige Werte auf, geben wir dem Betreiber und gegebenenfalls den regional zuständigen Behörden Bescheid, damit sie den Unregelmäßigkeiten nachgehen und bei Bedarf die notwendigen Schritte einleiten können“, erklärt Laborleiter Landsgesell. Neben der analytischen Umweltüberwachung nimmt der NLWKN auch Aufgaben der Notifizierung, also der Prüfung und Anerkennung anderer Labore wahr. „Der NLWKN spricht die staatliche Anerkennung für private Laboratorien aus, wenn diese nachweisen können, dass sie umfangreichen Qualitätskriterien genügen“, so Landsgesell. Im Jahr 2024 waren insgesamt 26 private Labore durch den NLWKN notifiziert. Zeichnungen von Daphien im Labor in Hildesheim. Die Krebstierchen werden als Kleinstorganismen dort in der Ökotoxikologie bei Tests genutzt. (Foto: Lisa Neumann/NLWKN) Zwei Daphnien, eine Gattung von Krebstieren, in einer Testlösung in der Ökotoxikologie im Labor in Hildesheim. Beim sogenannten „Daphientest“ wird geschaut, wie die Tierchen auf Proben reagieren (Bild: Neumann/NLWKN)
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 57 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 12 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 33 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 55 |
| Text | 4 |
| unbekannt | 12 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 6 |
| Offen | 56 |
| Unbekannt | 9 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 60 |
| Englisch | 16 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 2 |
| Dokument | 2 |
| Keine | 51 |
| Webseite | 17 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 43 |
| Lebewesen und Lebensräume | 52 |
| Luft | 40 |
| Mensch und Umwelt | 71 |
| Wasser | 47 |
| Weitere | 71 |