API src

Found 21 results.

Evolutionsökologie und Biogeographie der Gastropoden des Kaspischen Meeres

Das Kaspische Meer repräsentiert ein Relikt der östlichen Paratethys und das, sowohl nach Oberfläche als auch nach Volumen, weltweit größte lakustrine Gewässer. Die Einzigartigkeit des Sees für evolutionsökologische und biogeographische Forschung ist insbesondere auch im Kontext starker hydrologischer Differenzierungen und einer wechselhaften neogenen und quartären Paläogeographie zu sehen. Die Kaspis scheint biogeographisch zwischen den europäischen und den zentralasiatischen Faunen zu vermitteln. Die Organismen des Sees sind jedoch größtenteils nicht modern, d.h. nicht falsifizierbar systematisch bearbeitet, so dass über stammesgeschichtliche und (paläo-) biogeographische Zusammenhänge weitgehend nur spekuliert werden kann. Im Zuge einer detaillierten, analytischen Bearbeitung der rezenten kaspischen Gastropoden, unter Einbeziehung ausgewählter Begleitfauna, soll deren evolutionsökologischer Kontext aufgeklärt und damit Bezüge zu den fossilen Faunen der westlichen Paratethys einerseits und zu den (Paläo-) Seen Zentralasiens andererseits, abgeklärt werden.

Conostethus venustus venustus (Fieber, 1858) Wanzen Ungefährdet

AE. Erstnachweis Deutschland: 1980 ( Günther et al. 1987); Herkunft: im Mittelmeerraum verbreitet, Vorkommen vom Atlantik bis zum Kaspischen Meer. Art tendiert zu starken Massenwechseln. Wurde in der Roten Liste von 1998 nicht bewertet. Mäßig expansiv.

Raglius confusus (Reuter, 1886) Wanzen Vom Aussterben bedroht

Mediterran verbreitete Lygaeidenart, die östlich über den Kaukasus bis ans Kaspische Meer verbreitet ist und auch in Nordafrika gefunden wurde. Die deutschen Funde liegen alle im Rhein-Main-Nahe-Mosel-Gebiet. Ein Fund aus dem vorletzten Jahrhundert wird aus Baden-Württemberg gemeldet. Der nördlichste und auch aktuellste Fundort liegt am Koppelstein an der Lahn. Ein Nachweis aus Luxemburg ist nicht gesichert. Die Art lebt bei uns ohne bekannte Brückenglieder zum Hauptareal im Süden. Durch die aktuellen Klimabedingungen war eine Stabilisierung der Bestände der mediterranen Art zu erwarten, was allerdings ausblieb.

Rutilus meidingeri (Heckel, 1851) Perlfisch Süßwasserfische und Neunaugen Gefährdung unbekannten Ausmaßes

Molekulare Studien von Kotlík et al. (2008) zeigen die sehr nahe Verwandtschaft des Perlfisches Rutilus meidingeri mit Rutilus frisii aus dem Einzugsgebiet des Schwarzen und Kaspischen Meeres. Beide Arten wurden lange als artgleich betrachtet und es ist nicht unwahrscheinlich, dass kommende Untersuchungen den Perlfisch wieder R. frisii zuordnen werden. Der Perlfisch hat ein kleines Verbreitungsgebiet in Bayern und Österreich. Deutschland ist in besonders hohem Maße für die weltweite Erhaltung der Art verantwortlich. Die erhöhte Verantwortlichkeit ergibt sich aus dem Anteil Deutschlands (>1/10 und ≤1/3) am Weltbestand sowie der Lage im Arealzentrum. Darüber hinaus wird die Art weltweit als stark gefährdet eingeschätzt. Nach langanhaltendem Rückgang war Anfang der 1990er Jahre im Chiemsee die einzige historisch bekannte deutsche Population des Perlfisches erloschen. Seit 1995 wurden umfangreiche Besatzaktionen mit Perlfischen aus Österreich durchgeführt. Inzwischen hat sich wieder eine selbst erhaltende Population im Chiemsee etabliert, die in den letzten Jahren sogar zuzunehmen scheint (Effenberger et al. 2021). Ob diese Population langfristig tragfähig ist, bleibt aber abzuwarten. Aus der Donau im deutsch-österreichischen Grenzgebiet gibt es im Bereich Jochenstein zudem Hinweise auf eine erhalten gebliebene Population des Perlfisches.

Trapezonotus ullrichi (Fieber, 1837) Wanzen Vom Aussterben bedroht

Die mediterrane Art hat auch Vorkommen in Nordafrika. Sie strahlt im Osten bis ans Kaspische Meer aus. In Deutschland erreicht sie ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Wenige Funde sind aus dem Süden Englands bekannt. Die Funde in Deutschland sind auf einen Bereich um das Rhein-Main-Neckar-Gebiet konzentriert. Ein alter Fund bei Leipzig ist ebenfalls belegt. Alle Vorkommen in Deutschland waren deutlich von den übrigen mitteleuropäischen Vorkommen isoliert. Nach den Wiederfunden im Jahr 2019 bleibt abzuwarten, ob sich die Art weiter verbreitet. Wiederfund für Deutschland in 2019. Zwei Fundstellen im südlichen Rheinland-Pfalz (in col. Simon).

Phänomenologie der Jagd und des Verbrauchs von Zugvögeln in den Feuchtgebieten von Fereydoonkenar: Strategien und Strategien zum Schutz von Zugvögeln

GGBC: Erfassung, Monitoring und Management der Kaukasischen Biodiversität - Eine georgisch-deutsche Initiative zum Aufbau eines gemeinsamen Biodiversitätsforschungszentrums

Mercury threat in industrially impacted surface water bodies in Romania - integrated approach (MERCURO)

Mercury (Hg) is a persistent micropollutant presenting a substantial risk to the environment and an important threat to the human health. Past and present Hg contaminations of surface waters are thus of major concern due to the potential of Hg to accumulate in biota and magnify in the food chain. Therefore, the improved understanding of the relationship between Hg dispersion, distribution among sediments, particles, colloids and dissolved fractions, as well as accumulation and impact to biota is a prerequisite to fully assess the Hg threat to the aquatic systems and human health. By applying an integrated approach including a combination of field studies, laboratory analyses and numerical simulations, the present proposal aims to assess the impact of the Hg in the industrially impacted surface water bodies in Romania and to identify the possible threat on these resources The project focuses on River Olt basin, as one of the most impacted surface water body in Romania, altered by the cascade dam construction and under extensive past and present industrial activity. The Rm Valcea region comprises a high number of industrial companies including a large chlor-alkali plant (Oltchim), which is recognized as important point sources of Hg. A large array of hydro(geo)logical, physical, chemical, and ecotoxicological tools will be used to address the following key issues: - Performance of Hg survey and estimation the pollution extent in water and sediments; - Determination of the transport and dispersion of Hg in water column and sediments; - Improvement of the understanding on the behaviour of Hg associated to colloids, inorganic particles and organic matter; - Assessment of the bioaccumulation and effect of Hg to different organisms with emphasis on the primary producers in particular microalgae and macrophytes; - Evaluation of the food chain transfer and possible risks for the human health. The project will largely contribute to the understanding of mercury fate and impact in the contaminated systems and improved knowledge on complex processes governing the transfer and impact of Hg from the contaminated surface waters to humans. The project is also expected to contribute broadly to solving societal problems in Romania and to provide a scientific base for a sound definition of the existing problem and understand the causal chain, as well as it will help to develop efficient and cost-effective measures for protection. Strengthening the capacity, improving integration of scientists in the international network as well as developing 'best practices' for impact assessment of pollutants are other major outcomes of the project. They will be a significant step forward contaminant assessment in the entire Danube - Black Sea - Caspian Sea region, as it is a commonly accepted that historical industrial pollution from former communist times represents a significant threat for public health.

Shurabad Wind Power Project (Azerbaijan)

Phase II Implementierung von IWRM Elementen im Kharaa-Einzugsgebiet - Themenmodul 'Gewässerökologie und -qualität', Phase III (MoMo III) - Teilprojekt 1

Mit dem Projekt Integriertes Wasserressourcen- Management (IWRM) in Zentralasien: Modellregion Mongolei-Phase III (MoMo III) (www.iwrm-momo.de) werden wissenschafts-basierte Maßnahmen eines Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM) umgesetzt. Die Implementierung von technischen, planerischen und ausbildungsbezogenen Maßnahmen erfolgt auf drei Ebenen: (1) für das Flussgebiet des Kharaa mit der Stadt Darkhan im Nord-Osten der Mongolei, (2) für weitere Flussgebiete und städtische Regionen in der Mongolei einschließlich der Hauptstadt Ulan Bator und (3) für andere Regionen und Länder Zentralasiens mit kontinentalem Klima westlich des Kaspischen Meeres, Russlands und Chinas. Auf Grundlage der institutionellen Reformen in der Mongolei in den Jahren 2004 und 2012 konnten die im MoMo-Projekt in den Phasen I und II entwickelten Ansätze und Lösungen zum Integrierten Wasserressourcen-Management (IWRM) durch enge Kooperation mit maßgeblichen Entscheidungsträgern in die langfristigen Entwicklungsstrategien dieses Landes eingebunden werden. Für das Pilotgebiet des Flusses Kharaa bilden einzugsgebietsbezogene, quantitative und qualitative Wasserhaushaltsanalysen einschließlich angepasster Monitoring-Strategien die technisch-wissenschaftlichen Grundlagen für die Bearbeitung des Projektes. Dieses Know-how soll nun in der dritten Phase technisch, operativ und personell in den verantwortlichen Institutionen verankert werden. Das Ziel ist es, dass dieses Wissen nach Projektende selbstständig angewandt und weiter entwickelt werden kann. Die im MoMo-Projekt in den Phasen I und II entwickelten, konzeptionellen und technischen Lösungen bei der Sanierung der Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung in der Stadt Darkhan sowie in ländlichen Siedlungen im Selenge Aimag haben sich im Pilotmaßstab als praxistauglich erwiesen. Dabei wurde auch eine hohe Akzeptanz bei den verschiedenen Entscheidungsträgern erreicht. Die Lösungen haben damit ein hohes Potential, um die prekäre Situation in der Kharaa-Region und in der Modellregion Mongolei auch in größerem Umfang zu verbessern. Dies soll in der MoMo-Phase III durch gezielte Maßnahmen von der großmaßstäblichen Realisierung in der Modellregion, über die Setzung technischer Normen auf nationaler Ebene bis hin zur Ausbildung von Fachleuten in den verantwortlichen Institutionen und bei den Betreibern erreicht werden. Ein weiteres, zentrales Ziel des Vorhabens ist die Übertragung der wissenschaftlichen und technologischen Ergebnisse in vergleichbare Regionen in Zentralasien, um auch für diese Länder zu einer Situationsverbesserung beizutragen.

1 2 3