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Regionaltypisches Bauen und Tourismus im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Das Projekt "Regionaltypisches Bauen und Tourismus im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Landkreis Uckermark, Kreisverwaltung, Amt für Kreisentwicklung, Wirtschaftliche Infrastruktur, Tourismus durchgeführt. Im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin kommt dem Erhalt der Kulturlandschaft eine besondere Bedeutung zu. Eindrucksvolle Zeugen einer wechselvollen, interessanten Bau- und Siedlungsgeschichte charakterisieren die Region und liefern eine beeindruckende Kulisse für eine steigende Zahl von Gästen, die ein naturnahes, authentisches und harmonisches Erholungs- bzw. Urlaubserlebnis im Biosphärenreservat suchen. In diesem Zusammenhang hat die Baukultur insbesondere für einen nachhaltigen, natur- und kulturerlebnisorientierten Tourismus in der strukturschwachen Region einen hohen Stellenwert. Innerhalb der Projektlaufzeit des Modellvorhabens sollen neue Wege entwickelt und erprobt werden, um die Lebensqualität im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin durch die Inwertsetzung der Baukultur sowie durch die Sensibilisierung für das regionaltypische Bauen zu erhalten und durch die touristische Vermarktung zur Wertschöpfung beizutragen. Dies soll durch eine gemeinsame Leitbildentwicklung und eine Baukultur- und Tourismusstrategie gelingen, die von einer forcierten Kommunikation und Netzwerkarbeit begleitet wird. Die regionale Baukultur soll sich verstärkt in den aktuellen touristischen Marketingaktivitäten wieder finden.

Die Bedeutung bundesrelevanter Strategien zur Raumentwicklung für die Umweltpolitik - Analysen, Umsetzungsbeispiele, Handlungsansätze

Das Projekt "Die Bedeutung bundesrelevanter Strategien zur Raumentwicklung für die Umweltpolitik - Analysen, Umsetzungsbeispiele, Handlungsansätze" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. durchgeführt. Eine nachhaltige räumliche Planung ist eines der zentralen Instrumente zur Durchsetzung von flächenbezogenen Umweltzielen. Sie muss sich insbesondere folgenden aktuellen Herausforderungen stellen: - der Flächenvorsorge für den Ausbau erneuerbarer Energien (Energiewende), - der räumlichen Anpassung an den Klimawandel, - der Renaissance des Wohnens und Lebens in städtischen Quartieren (Flächenziel) - der Schaffung von Freiraumverbünden (Schutz der biologischen Vielfalt) - der Einbeziehung des unterirdischen und maritimen Raumes (Ressourcenschutz). Neben der räumlichen Gesamtplanung im Rahmen der Raumordnung existieren mehrere Fachplanungen mit spezifischen Raum- und Umweltbezügen, wie z. B. die Netzausbauplanung, Verkehrswegeplanung, wasserwirtschaftliche Planung oder die Landschaftsplanung, welche in unterschiedlicher Weise mit der Raumplanung verknüpft sind. Ziel des Vorhabens ist es daher, Leitbilder und Instrumente bundesrelevanter Strategien zur Raumentwicklung und -ordnung mit Umweltbezug zu identifizieren und im Hinblick auf ihre Bedeutung für den Umweltschutz angesichts der aktuellen Herausforderungen zu analysieren und zu bewerten. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die aktuellen gesetzlichen Regelungen bzw. Gesetzgebungsvorhaben - vor allem auch bzgl. deren Umsetzung in die Planungspraxis, z.B. im Rahmen der Landes- Raumordnung (Bsp. LEP NRW und LROP NI) - und den im März 2016 von der MKRO beschlossenen 'Leitbildern und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland' zu richten. Auch teilräumliche Strategien des Bundes, z.B. für den Küstenraum oder die Alpenregion, sollen einbezogen werden. Im Ergebnis gilt es, Handlungsansätze für die weitere Stärkung der Steuerungsfunktion der Raumordnung zu entwickeln und Strategien für die Weiterentwicklung der Umweltdimension in der raumbezogenen Planung aufzuzeigen. Ein zentraler Baustein des Vorhabens ist ein - BMUB/UBA-Workshop unter Einbeziehung wichtiger Akteure des Bundes und der Länder.

Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald

Das Projekt "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Regionalverband Nordschwarzwald durchgeführt. 1. Daten und Lage: Flächengröße: 4.470 km2 - Einwohnerzahl: 1,6 Mio. - Einwohnerdichte: ca. 358 Einw./km2 - Raumstruktur: Verdichtungsräume Karlsruhe/Pforzheim/Mühlacker. Die Regionen Nordschwarzwald und Mittlerer Oberrhein sind zwei der zwölf Planungsregionen Baden-Württembergs und umfassen drei Stadtkreise (Karlsruhe, Baden-Baden, Pforzheim) sowie 5 Landkreise (Karlsruhe, Rastatt, Enzkreis, Calw und Freudenstadt). 2. Vulnerabilität: Die Klimawandel-Betroffenheit ist insbesondere in den Themenfeldern Hitzebelastung in den Verdichtungsräumen Karlsruhe/Pforzheim/Mühlacker sowie Hochwasserereignisse am Oberrhein und in den engen Tallagen von Enz, Nagold, Würm hoch. 3. Inhaltliche Vorgehensweise: (a) Analyse - Erarbeitung und Aufarbeitung der Grundlagendaten zum Klimawandel - Aktualisierung und Vervollständigung der Fachdaten - Herausarbeitung der Folgen des Klimawandels - Schaffung gleichartiger und gleichwertiger Planungsgrundlagen für die Regionalplanung im gesamten Projektgebiet - Schaffung von Planungshilfen für die kommunale Planung. (b) Thematische Schwerpunkte: Siedlungsentwicklung - Tourismuswirtschaft - Land- und Forstwirtschaft. (c) Sensibilisierung und Mobilisierung: Aufbau eines tragfähigen Akteursnetzwerkes. (d) Weiterentwicklung des regionalplanerischen Instrumentariums: Abgestimmte raumordnerische Zielsetzungen zum Klimaschutz. (e) Erarbeitung eines Regionalen Aktionsprogramms: Planungsempfehlungen für die Regionalplanung und die kommunale Planung.

Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Oberes Elbtal - Osterzgebirge

Das Projekt "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Oberes Elbtal - Osterzgebirge" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Regionaler Planungsverband Oberes Elbtal,Osterzgebirge, Verbandsgeschäftsstelle durchgeführt. 1. Daten und Lage: Flächengröße: 3.434 km2 - Einwohnerzahl: 1.024.511 - Einwohnerdichte: ca. 300 Einwohner/km2 - Raumstruktur: Verdichtungsraum Dresden und ländlicher Raum. Die Planungsregion Oberes Elbtal/Osterzgebirge umfasst die Landeshauptstadt Dresden sowie die Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. 2. Vulnerabilität: In der Region besteht eine hohe Vulnerabilität insbesondere durch zunehmende Trockenheit sowie Hochwasser und Erosion u.a. in Bezug auf Landwirtschaft, Tourismus, Gesundheit und Forstwirtschaft. 3. Inhaltliche Vorgehensweise: Unter dem Akronym KLIMAfit soll eine Raumentwicklungsstrategie zum Klimawandel entwickelt werden, die konkrete Lösungsansätze für die konsequente Umsetzung bestehender formeller Instrumente im Regionalplan und die Integration formeller und informeller Instrumente bei zunehmenden bzw. neuen Flächenkonkurrenzen modellhaft aufzeigt. (a) Formulierung eines Analysekonzeptes: Abschätzung und Bewertung von Risiken und Chancen - Beantwortung von Fragen der Akteursorientierung, Prozessgestaltung sowie Maßnahmenwahl und -umsetzung. (b) Durchführung einer Befragung regionaler Akteure zur Wirksamkeit regionalplanerischer Instrumente und Ableitung von Handlungsbedarf. (c) Vertiefende Untersuchungen zur Umsetzung und Wirksamkeit der Instrumente in zwei Teilregionen: Analyse und Bewertung der Änderung von Flächennutzungsstrukturen in der ILE-Region 'Dresdner Heidebogen' unter den Aspekten des Klimawandels - Initiierung von Projekten in der ILE-Region 'Silbernes Erzgebirge' zur Umsetzung von Erfordernissen des vorbeugenden Hochwasserschutzes - Betrachtung der Umsetzbarkeit der gebietsspezifischen Instrumente und - modellhafte Untersuchung anhand konkreter Projekte. (d) Formulierung von Schlussfolgerungen und Empfehlungen.

Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Landkreis Neumarkt / Oberpfalz

Das Projekt "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Landkreis Neumarkt / Oberpfalz" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Landkreis Neumarkt i.d.OPf. durchgeführt. 1. Daten und Lage: Flächengröße: 1344 km2 - Einwohnerzahl: 128.595 - Einwohnerdichte: ca. 94 Einwohner/km2 - Raumstruktur: Regierungsbezirk Oberpfalz, Fränkische Alb und Fränkisches Keuper-Lias Land. Der Landkreis ist stark landwirtschaftlich geprägt und verfügt mit seiner Lage im Dreieck zwischen den Verdichtungsräumen und Oberzentren Nürnberg/Fürth/Erlangen - Regensburg - Ingolstadt über eine günstige überregionale Erreichbarkeit. 2. Vulnerabilität: In der Region bestehen Anfälligkeiten gegenüber Auswirkungen des Klimawandels insbesondere in der Land- und Forstwirtschaft (Sommertrockenheit und Waldbrandgefahr, Sturmschäden, Schädlingsverbreitung, Ernteverluste), im Naturschutz (Biodiversität und Biotope, Verdrängung angestammter Tier- und Pflanzengesellschaften) sowie im Bereich Siedlung und Infrastruktur, Bauwesen, Gesundheit (nicht angepasste Bauweisen, Infrastrukturschäden, Überlastung von Abwasseranlagen, Wasserversorgung in Trockenperioden, hitzebedingte Krankheiten/Todesfälle). 3. Inhaltliche Vorgehensweise: Nach der Auswertung relevanter Planungsgrundlagen und der eingehenden Analyse regionaler Vulnerabilität und Anpassungspotenziale werden Ansatzpunkte zur Fortschreibung des Regionalplans erarbeitet. Hierzu werden unter Beteiligung relevanter Akteure drei Themengruppen gebildet: (a) Siedlungs- und Infrastruktur, Bauwesen, Gesundheit - Klimaangepasstes Siedlungsflächenmanagement, Hochwasserschutz und Wasserversorgungsmanagement. (b) Energien - Ausbau des Einsatzes regionaler / regenerativer Energieträger und Förderung der Energieeffizienz für Klimaschutz und -anpassung. (c) Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Tourismus - Anpassung der Bewirtschaftungsmethoden; Anpassung der Produktpalette, Grundwassermanagement, Beregnung, Biotopvernetzung, Anpassung der touristischen Infrastruktur. Ziel ist die querschnittsorientierte Bewusstseinsbildung und Aktivierung der Akteure sowie eine breite Information und Beteiligung der Öffentlichkeit.

Kulturlandschaftliche Leitbilder für Bayern

Das Projekt "Kulturlandschaftliche Leitbilder für Bayern" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Zentrum für Forschung und Wissenstransfer, Institut für Ökologie und Landschaft durchgeführt. Im Rahmen der Projekte 'Entwurf einer Kulturlandschaftlichen Gliederung Bayerns als Beitrag zur Biodiversität' (LfU 2011) und Bedeutsame Kulturlandschaften in Bayern - Entwurf einer Raumauswahl (LfU 2012) wurden in Bayern flächendeckend charakteristische Kulturlandschaftsräume abgegrenzt und charakterisiert sowie die wertvollen Kulturlandschaften identifiziert. Zur Berücksichtigung von Kulturlandschaftswerten in Planungs- und Landnutzungsentscheidungen stellen diese Projektergebnisse wichtige Entscheidungsgrundlagen dar, es fehlt jedoch eine Definition von Leitbildern, die künftige Entwicklungsperspektiven und Ziele für die Landschaften umreißen. Gerade die Entscheidung, welche künftige Entwicklung in Räumen stattfinden soll, muss auch auf kulturlandschaftlichen Leitbildern aufbauen, um eine nachhaltige Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden. Mit dem aktuellen Projekt soll die vorliegende Kulturlandschaftsgliederung und die Identifikation der bedeutenden Kulturlandschaften um entsprechende Leitbilder ergänzt werden. Die jeweiligen charakteristischen Merkmale der für Bayern flächendeckend beschriebenen Kulturlandschaften und die Identifikation der bedeutsamen Kulturlandschaften geben bereits Anhaltspunkte für spezifische planerische Erfordernisse und nachvollziehbare Entwicklungsstrategien in diesen Räumen. Zu den 61 abgegrenzten Kulturlandschaftsräumen Bayerns (siehe oben) Schutz-/Pflegeleitbilder und Entwicklungsleitbilder erarbeitet. Die Schutz-/Pflegeleitbilder stellen heraus, welche prägenden Kulturlandschaftsqualitäten erhalten werden sollten und fokussieren damit auf Sicherungs-/Erhaltungsaussagen für historisch wertvolle Bereiche. Die Entwicklungsleitbilder zeigen dagegen auf, wie auch die stärker überprägten Räume im Sinne einer Kulturlandschaftsentwicklung wieder eine wahrnehmbare Eigenart herausbilden können. Wie auch in den vorhergehenden Projekten werden die Entwürfe zu den kulturlandschaftlichen Leitbildern einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) vorgestellt und diskutiert. Weitere externe Experten werden eingebunden, um frühzeitig Anregungen und Kritiken zu den Leitbildern berücksichtigen zu können.

Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Vorpommern

Das Projekt "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Vorpommern" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Regionaler Planungsverband Vorpommern durchgeführt. 1. Daten und Lage: Flächengröße: 6.775 km2 - Einwohnerzahl: 474.611 - Einwohnerdichte: ca. 70 Einwohner/km2 sinkt im küstenfernen Binnenland bis auf 20 - Raumstruktur: geprägt von Küsten- und Boddenlandschaft und agrarisch geprägtem Küstenhinterland, ca. 1.450 km Küstenlinie. Vorpommern ist die nordöstlichste Planungsregion Deutschlands an der Grenze zu Polen und besteht aus den vier Landkreisen Nordvorpommern, Ostvorpommern, Rügen und Uecker-Randow sowie den beiden kreisfreien Städten Greifswald und Stralsund. 2. Vulnerabilität: In der Region besteht Vulnerabilität insbesondere aufgrund des zu erwartenden Meeresspiegelanstiegs, zudem in den Bereichen Tourismus (u.a. Verschlechterung der Wasserqualität der Ostsee durch Temperaturanstieg) sowie Natur und Landschaft (Gefährdung der naturräumlichen Ausstattung des Küstenbereiches / hoher Anteil an Schutzgebieten). 3. Inhaltliche Vorgehensweise: (a) Analyse: Regional differenzierte Betrachtung der Klimafolgen und des Anpassungsbedarfs - Bedarf zur Neu- und Weiterentwicklung von informellen und formellen Instrumenten. (b) Methodenentwicklung: Definition von vier Zielräumen mit spezifischen Handlungsanforderungen und -maßnahmen: - Räume für nachhaltige Siedlungsentwicklung - Räume für nachhaltige Küstenentwicklung - Räume zur Sicherung von Landschaftswasserhaushalt und Grundwasserneubildung - Räume für Freiraumentwicklung und Biodiversitätsschutz. (c) Maßnahmen: Schutz-, Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen. (d) Ergebnisse: Regionales Klimaanpassungsprogramm zur Stärkung der regionalen Resilienz - Qualitäts- und Prüfkriterien für raumrelevante Vorhaben ('KlimaCheck') - Integration in die Fortschreibung des Regionalen Entwicklungskonzeptes. (e) Querschnittsaufgabe: Entwicklung von Instrumenten eines Klimawandel-Governance-Prozesses.

Konkretisierung der Grundsätze der Raumordnung durch die Bundesraumordnung

Das Projekt "Konkretisierung der Grundsätze der Raumordnung durch die Bundesraumordnung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Lehrstuhl für Öffentliches Recht durchgeführt. Mit dem neuen Bunderaumordnungsgesetz von 2008 wurde eine rechtliche Grundlage geschaffen, die es dem Bund gestattet, einen Raumordnungsplan zur Konkretisierung einzelner Grundsätze der Raumordnung aufzustellen. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde untersucht, welche Möglichkeiten zur Förderung der räumlichen Entwicklung im Gesamtraum der Bundesrepublik Deutschland mit dem Bundesraumordnungsplan konkret verbunden sind. Gegenstand und Ziel des Projekts: Die Aufgabe der Raumordnung obliegt in erster Linie der Raumordnung in den Ländern (vgl. ROG Abschnitt 2) und nur in beschränktem Umfang auch der Raumordnung im Bund. Ausgehend von den bundesgesetzlichen Grundsätzen wurden die Handlungsfelder der Raumordnung daraufhin überprüft, ob und inwieweit sie für eine Konkretisierung durch die Bundesraumordnung in Betracht kommen sowie ob und inwieweit eine Konkretisierung auf der Ebene der Zusammenarbeit von Bund und Ländern erfolgen kann. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stand der Raumordnungsplan gemäß Paragraph 17 Abs. 1 ROG, wonach das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit den fachlich betroffenen Bundesministerien und unter Beachtung der Beratungs- und Unterrichtungspflicht einzelne Grundsätze der Raumordnung nach Paragraph 2 Abs. 2 ROG für die räumliche Entwicklung des Bundesgebiets unter Einbeziehung der raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen der Europäischen Union und deren Mitgliedstaaten durch Grundsätze in einem Raumordnungsplan konkretisieren kann. Der Sinn und Zweck dieses neuartigen Instruments liegt darin, den bundesgesetzlichen Grundsätzen die ihnen zugedachte Bedeutung als Gewichtungsvorhaben in Bezug auf nachfolgende Abwägungs- und Ermessensentscheidungen und als Entscheidungs- und Beurteilungskriterien im Rahmen der Zielabweichung, der Umweltprüfung und der Raumverträglichkeitsprüfung und als Richtschnur für die Leitbildentwicklung zumindest insoweit zu erschließen, als dies für die Entwicklung, Ordnung und Sicherung des Gesamtraums der Bundesrepublik von besonderer Bedeutung ist. Das Ziel des Projekts war, unter Beachtung der gesetzlichen Voraussetzungen und ausgehend von Sinn und Zweck des Paragraph 17 Abs. 1 ROG, zu ermitteln, von welchen Voraussetzungen die Raumordnungsplanung des Bundes zur Konkretisierung einzelner bundesgesetzlicher Grundsätze nach Paragraph 2 Abs. 2 ROG abhängt und welche der in die Form bundesgesetzlicher Grundsätze der Raumordnung gekleideten Themenfelder sich für eine raumordnungsplanerische Konkretisierung auf der Bundesebene eignen, wie eine solche Konkretisierung aussehen kann und welche Möglichkeiten bestehen, die Verwirklichung der im Bundesraumordnungsplan gemäß Paragraph 17 Abs. 1 ROG konkretisierten Grundsätze zu fördern. (Text gekürzt)

Analyse der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 - Aussagen und Bedeutung für Deutschland

Das Projekt "Analyse der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 - Aussagen und Bedeutung für Deutschland" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e.V. durchgeführt. Das ESPON-Programm 2006 diente der politiknahen Beobachtung europäischer Raumentwicklung und Raumentwicklungspolitik sowie der Etablierung eines europaweiten Forschungsnetzwerkes. Dieses hatte das Ziel, für verschiedene raumrelevante Themen grenzüberschreitende, gemeinsame Forschungsansätze zu entwickeln und zu realisieren. Die vorliegende Betrachtung zielt darauf ab, die dort erarbeiteten Ergebnisse aus der nationalen, deutschen Perspektive auszuwerten und so aufzubereiten, dass sie von zusätzlichem Nutzen für die deutschen Akteure sind. Zielsetzung: Die Analyse sollte somit mehreren Anforderungen gerecht werden: Es galt die Ziele und Strategien der deutschen Raumordnungspolitik mit jenen der europäischen Ebene, insbesondere der Territorialen Agenda, in Beziehung zu setzen. Die deutschen Leitbilder der Raumordnung und die Prioritäten der Territorialen Agenda stellten somit den thematischen Rahmen für die Betrachtung des ESPON-Programms 2006 aus deutscher Perspektive. - Die Analyse der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 dienten dem besseren Verständnis der ESPON Ergebnisse aus deutscher Sicht. Dieses Verständnis war die Grundlage für die effektive Nutzung der erzielten ESPON Ergebnisse auf den unterschiedlichen Ebenen deutscher Raumentwicklungspolitik, von Verwaltung und Wissenschaft. Die in der Analyse erlangten Erkenntnisse waren somit auch den relevanten Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft in jeweils geeigneter Form nahe zu bringen. - Außerdem war das Herunterbrechen der europäischen ESPON Ergebnisse auf die nationale Ebene mit einer Perspektivenerweiterung verbunden. So zeigte sich immer wieder, dass das komparative Nebeneinander von Forschungserkenntnissen verschiedener räumlicher Ebenen dazu beiträgt, räumliche Interaktionen und Potenziale besser zu erkennen und Abläufe räumlicher Interventionen ex-post wie a priori besser einschätzen zu können. Diese Perspektivenerweiterung wurde erreicht, indem die Analyse gezielt der Frage der Einordnung der deutschen Städte und Regionen im europäischen Kontext nachgeht. Durch diese Betrachtungsweise gewinnen die ESPON Ergebnisse an Bedeutung, da sie auch für die nationalen räumlichen Strategien neue Impulse auslösen können. - Mit der Analyse der Ergebnisse des ESPON-Programms 2006 aus deutscher Perspektive verbunden ist außerdem eine Bewertung desselben. Die Zusammenführung der deutschen und europäischen raumentwicklungspolitischen Zielsetzungen mit den bisherigen ESPON Ergebnissen erlaubt die Identifizierung von thematischen Lücken und räumlichem Forschungsbedarf. Auf dieser Basis konnten fundierte Lehren für das ESPON-Programm 2013 gezogen werden.

Erarbeitung von Grundlagen zur Weiterentwicklung raumordnerischer Leitbilder und Handlungsstrategien

Das Projekt "Erarbeitung von Grundlagen zur Weiterentwicklung raumordnerischer Leitbilder und Handlungsstrategien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt. Parallel zur Erarbeitung des Raumordnungsberichts 2005 durch das BBR, der die aktuellen räumlichen Problemlagen im Bundesgebiet herausarbeitet, wurde ein auf diesen abgestimmtes raumordnungspolitisches Grundlagenpapier entwickelt, das für die Weiterentwicklung der Ressortpolitik des BMVBW im Bereich der Leitbilder und Handlungsperspektiven der Raumordnung verwendet werden kann. Ausgangslage und Zielsetzung: Nach Paragraph 18 (1) Raumordnungsgesetz (ROG) ist es Aufgabe der Bundesraumordnung, im Zusammenwirken mit den Ländern auf die Verwirklichung der Grundsätze der Raumordnung hinzuwirken und Leitbilder der räumlichen Entwicklung des Bundesgebietes zu erarbeiten. Leitbilder der Raumordnung sind letztmalig im 'Raumordnungspolitischen Orientierungsrahmen' (ORA) von 1993 als gemeinsame Zielorientierung für die Raumordnung auf Bundes- und Landesebene entwickelt worden. 1995 wurde darauf aufbauend der 'Raumordnungspolitische Handlungsrahmen' (HRA) vereinbart. Dieser ist mittlerweile weitgehend abgearbeitet. Außerdem haben sich die räumlichen Problemlagen verändert, die Grundlage für ein raumordnungspolitisches Handlungsprogramm sein sollten. Deshalb war es notwendig, die tragenden Elemente der Leitbilder dahingehend zu überprüfen, ob sie unter den veränderten Bedingungen noch zeitgerecht sind und ob es neue Handlungsoptionen gibt.

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