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Deutsches Kinderkrebsregister

Das Deutsche Kinderkrebsregister wird seit 1980 am Institut fuer Medizinische Statistik und Dokumentation gefuehrt. Jaehrlich werden die Daten von etwa 1700 neuerkrankten Kindern, mittlerweile aus den alten und den neuen Bundeslaendern, in das Register aufgenommen. Der Vollstaendigkeitsgrad der Erfassung betraegt fuer die alten Laender etwa 95 Prozent, fuer die neuen Laender ist er etwas niedriger. Mittlerweile stellt das Register weltweit das groesste seiner Art dar. Am Kinderkrebsregister erfolgen regelmaessig Analysen zur Frage moeglicher zeitlicher Trends sowie regionalbezogener Unterschiede in den Erkrankungsraten. Letztere lassen sich bis hinunter auf Gemeindeebene durchfuehren und helfen, moegliche Erkrankungs-Cluster zu entdecken. Das Register bietet auch eine geeignete Grundlage zur Durchfuehrung epidemiologischer Studien zur Ursachenforschung.

Alternativmethoden: Evidenzbasierte Belastungseinschätzung und verschiedene Refinement-Strategien im murinen orthotopen Xenograft-Modell der akuten lymphatischen Leukämie (RefineALL)

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, Validierungsstudie zum Einfluss von Niedrigdosisstrahlung auf die Leukämieentwicklung bei genetischer Prädisposition im Mausmodell

Strahlenbelastung der Bevoelkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Kruemmel/Elbe

In der Umgebung des Kernkraftwerks Kruemmel ist eine ungewoehnliche Haeufung kindlicher Leukaemiefaelle aufgetreten, die von 1990-1996 im 5 km-Umkreis 560 Prozent im Vergleich zur bundesdeutschen (alte Laender) Durchschnittsrate betraegt. Auch die Leukaemierate bei Erwachsenen ist nach einer Untersuchung des Bremer Instituts fuer Praeventionsforschung und Sozialmedizin signifikant erhoeht. Unsere Hypothese, dass es sich um Auswirkungen radioaktiver Emissionen des Kraftwerks handelt, konnte durch Chromosomenanalyse in peripheren Lymphozyten bei 5 Geschwistern und 5 Elternteilen von Leukaemiekindern sowie in weiteren dort ansaessigen 16 Erwachsenen bestaetigt werden. Die weiteren Untersuchungen beschaeftigen sich mit der Analyse in der Umwelt beobachteter Kontaminationen durch kurz- und langlebige Spalt- und Aktivierungsprodukte.

Untersuchung zum Auftreten von Leukämie bei prädisponierten, Magnetfeld-exponierten Tiermodellen

Machbarkeitsstudie für eine interdisziplinäre Studie zur Untersuchung eines Zusammenhangs zwischen Umwelt-, genetischen Faktoren und Leukämie in B-Zell ALL-Patienten

Einfluss von Niedrigdosisstrahlung auf die Leukämieentwicklung bei genetischer Prädisposition in einem Mausmodell

Die akute lymphatische Leukämie (ALL) bei Kindern ist gekennzeichnet durch das Auftreten wiederkehrender chromosomaler Translokationen. So ein Ereignis scheint der erste Anstoß zu sein, damit sich eine normale hämatopoietische Vorläufer- oder Stammzelle in eine prä-leukämische Zelle umwandelt. Diese prä-leukämischen Vorläufer-Zellen können über lange Zeit persistieren, bevor sie durch eine Mutation zum Ausbruch einer akuten Leukämie führen können. Die wiederkehrenden Translokationen sind charakterisiert, die häufigste Translokation ETV6-RUNX1 kommt bei ca. 25% der Fälle einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL) bei Kindern vor. Ebenso ist der Einfluss weiterer genetischer Prädispositionen wie die Veränderungen in den Genen PAX5 und IKZF1 gut beschrieben. Für weitere Untersuchungen stehen mittlerweile genetisch veränderte Mausmodelle (GEMs- genetically engineered mouse models) für diese Prädisposition zur Verfügung. Die Anforderungen an so ein Modell wurden in Vorhaben 3612S70029 'Literaturstudie zu Mausmodellen in der Leukämieforschung' dargestellt. In dem geplanten Projekt soll die Dosis-Wirkung von mindestens einer niedrigen Dosis, wie z.B. 20mGy, ionisierender Strahlung auf die Leukämierate und -entwicklung in einem ausgewählten Mausmodell untersucht werden. Dies dient der Grundlage für weitere Forschungsansätze zum Einfluss von Umweltexpositionen bei genetischer Prädisposition sowie des Weiteren zur Abschätzung des Leukämierisikos durch Strahlung bei Kindern.

Bestimmung der Frequenz präleukämischer Translokationen in Nabelschnurblut

Die akute lymphatische Leukämie (ALL) bei Kindern ist gekennzeichnet durch das Auftreten wiederkehrender chromosomaler Translokationen. So ein Ereignis scheint der erste Anstoß zu sein, damit sich eine normale hämatopoetische Vorläufer- oder Stammzelle in eine prä-leukämische Zelle umwandelt. Diese prä-leukämischen Vorläufer-Zellen können über lange Zeit persistieren bevor sie durch eine Mutation zum Ausbruch einer akuten Leukämie führen können. Basierend auf verschiedenen Studien kann angenommen werden, dass das Vorhandensein Leukämie spezifischer Translokationen 100fach höher sein könnte als die allgemeine Inzidenzrate für ALL. Dies bedeutet, dass Translokationen tragende Klone natürlicherweise ausgelöscht werden bzw. erst durch weitere Faktoren zur Entwicklung von Leukämie führen können. In dem Vorhaben 3614S30034 ' Validierung eines genomischen PCR-Verfahrens zum Nachweis von chromosomalen Translokationen zur Identifizierung präleukämischer Zellen bei Kindern - Pilotstudie' wurde nun eine Frequenz von 5% für das natürliche Auftreten der Translokation ETV5-RUNX1 nachgewiesen. Ziel dieses Vorhabens sollte sein, die Datenlage zur Frequenz des präleukämischen Klons in Neugeborenen zu verbessern. Dies dient der Grundlage für weitere Forschungsansätze zum Einfluss von Umweltexpositionen wie Strahlung zur Abschätzung des Leukämierisikos bei Kindern. Mit dem in Vorhaben 3612S70019 'Nachweis von chromosomalen Translokationen von präleukämischen Zellen - Entwicklung und Validierung geeigneter Sonden' wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem präleukemische Klone mit einer spezifischen Translokationen z.B. in einer Geburtskohorte nachgewiesen werden können. Das Verfahren wurde in Vorhaben 3614S30034 erfolgreich validiert. In dem geplanten Projekt soll die Datenlage zur Frequenz des präleukämischen Klons mit dem entwickelten Verfahren erweitert werden.

Erfassung der Magnetfeldexposition der allgemeinen Bevölkerung

Bei der Errichtung und wesentlichen Änderung von Anlagen für die elektrische Energieversorgung soll aus Vorsorgegründen darauf geachtet werden, dass die Exposition der Bevölkerung im Einwirkungsbereich nicht wesentlich erhöht wird. Die tatsächliche anthropogen bedingte Exposition der Bevölkerung gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern liegt in Deutschland im arithmetischen Mittel bei etwa 0,1 Mikrotesla. Der Medianwert ist niedriger. Grundlage dieser Daten sind ältere Untersuchungen, vor allem von vor dem Jahr 2000. Unter anderem wegen der bestehenden wissenschaftlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit möglichen gesundheitlichen Effekten (kindliche Leukämien, neurodegenerative Erkrankungen) niederfrequenter Magnetfeldexpositionen unterhalb der durch die 26. BImSchV vorgegebenen Immissionsgrenzwerte für Niederfrequenzanlagen und der insgesamt schwachen Datenlage zur Exposition gegenüber statischen Feldern, wird eine aktuelle Erhebung der Exposition der allgemeinen Bevölkerung als erforderlich angesehen. In diesem Vorhaben sollen aktuelle Daten über die individuelle Exposition der allgemeinen Bevölkerung in Deutschland gewonnen werden. Nach Möglichkeit sollen die Daten in Regionen erhoben werden, die von aktuellen Leitungsbaumaßnahmen betroffen sind und es sollen Vorher-Nachher-Situationen verglichen werden. Die Projektdauer ist dementsprechend. Expositionen durch nicht von der 26. BImSchV erfasste Quellen (Niederspg.-Anlagen, Geräte) sind mit zu erfassen. Um die individuelle Exposition gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern zu erfassen, sollen Personendosimeter eingesetzt werden. Zudem sollen Spotmessungen in der Umgebung neuer o. ertüchtigter Leitungen durchgeführt werden. In die Betrachtungen sollen Immissionen von HGÜ-Leitungen so weit wie möglich einbezogen werden, indem z.B. Verfahren zur messtechnischen Bestimmung der Exposition gegenüber statischen elektrischen Feldern unter Berücksichtigung von Koronaionen und deren Verdriften entwickelt und erprobt werden.

Vorhaben: BMBF Contribution

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