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Found 27 results.

BONUS BLUE BALTIC: ECOMAP - Fernerkundung, Kartierung und Monitoring küstennaher Schlüsselhabitate der Ostsee, Vorhaben: BENTHOS - Detektion benthischer Organismen mit akustischen und optischen Methoden

Das Ziel des Projektes ist die verbesserte Detektion benthischer Makrofauna mit akustischen und optischen Methoden der Fernerkundung. Die systematische Durchführung von Messkampagnen unter Verwendung schiffsbasierter und stationärer Messsysteme (Lander) in Verbindung mit biologischer Probennahme erlaubt die Quantifizierung des - gegenwärtig unbekannten - Einflusses unterschiedlicher Makrofauna auf die Meeresbodenrauigkeit im mm-Bereich und auf die akustische Streuung unter Berücksichtigung von Frequenz und Einfallswinkel. Die Kombination mit Laborexperimenten und akustischen Modellierungen ermöglicht die optimierte Auswertung von Fernerkundungsdaten und die Durchführung eines quantitatives Monitorings einfacher biologischer Parameter (z.B. Belegungsdichten). Die ausgewählten Testgebiete in der Ostsee sind von Arenicola Marina, Laonome kroyeri and Euchone papillosa (Mecklenburger Bucht) sowie Mytilus edulis (Fehmarn Belt) dominiert. Die Feldkampagnen werden über den Jahresgang durchgeführt um die natürlichen Dynamik von Fernerkundungsdaten auf Grund von events und Lebenszyklen zu bestimmen. Die schiffsgestützten Arbeiten, Länderexperimente und akustische Modellierungen sollen von einem Doktoranden am IOW durchgeführt werden. Die Auswertung des biologischen Ground-Truthing erfolgt durch einen PostDoc am IOW. Die Arbeitsschritte umfassen: Monat 1-15: Bestimmung des Einflusses von benthischer Makrofauna auf akustisches Streuverhalten und Meeresbodenrauigkeit. Monat 5-18: Bestimmung der Sichtbarkeit von grabender Makrofauna in sehr hochfrequenter 3D-Seismik. Monat 14-25: Herausarbeiten der saisonalen Dynamik von Meeresbodenrauigkeit und akustischer Streuung, beeinflusst von events (Stürme) und Lebenszyklen der ausgewählten Organismen durch regelmäßig ausgeführte Messkampagnen. Monat 19-36: Datensynthese zur Erarbeitung von Handlungsempfehlungen, Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen des Monitorings von benthischen Organismen durch Fernerkundung.

Thorium-234 basierte Residenzzeitberechnung des bodennahen partikulären Materials in der Mecklenburger Bucht.

Der Austausch von Partikeln zwischen Wasser und Sediment ist ein wesentlicher Teil des Stoffkreislaufes zwischen Pelagial und Benthal. Ein ständiger Austausch findet so zwischen der bodennahen Trübezone (BTZ) und dem bioturbat durchmischtem Sediment statt, der z.B. in der Tiefsee im Bereich von wenigen Tagen liegen kann (Resuspensionsschleife). Ziel dieses Antrages ist, mit Hilfe des 234Thorium/238Uran Gleichgewichts Residenzzeiten der Partikel im Wasser, in der BTZ und im Sediment der Mecklenburger Bucht zu ermitteln. Um diesen in der Tiefsee bereits erprobten Ansatz auf Flachwasserverhältnisse übertragen zu können, sollen einige für diese Situation spezifischen Randbedingen, nämlich die Adsorption von Thorium an Partikel mit höherem mineralischen Anteil und relativ frischer organischer Substanz (Alginin, Fucoidan und Chondroitin) untersucht werden (Kooperation mit Prof Carol Arnosti, Chapal Hill). Des Weiteren sollen in Strömungskanaluntersuchungen die Auswirkungen der bodennahen erhöhten Turbulenzen und Scherungen auf das Adsorptionsverhalten von Thorium analysiert werden. In den im zweiten Jahr vorgesehenen Felduntersuchungen soll mit Hilfe der Residenzzeiten eine Bilanz des partikulären Kohlenstoffs auf einem Transekt vom sandigen Flachwasser zum siltigen tieferen Sediment hin erstellt. Zusätzlich soll berechnet werden, wie lange sich POC in den verschiedenen Sedimenttypen und den anderen Kompartimenten der Resuspensionsschleife aufhält.

SINCOS II: Sinking Coasts - Geosphere, Climate and Anthroposphere of the Holocene Southern Baltic Sea (angegliedert), Entwicklung der Wirbeltierfauna und die damit im Zusammenhang stehenden Umweltveränderungen im Holozän im südwstlichen Ostseegebiet mit besonderer Beobachtung der Mecklenburger Bucht

Ziel ist es, Kenntnisse über die Wirbeltierfauna und deren Wandel im Holozän insbesondere in der Mecklenburger Bucht zu erlangen. Ein Schwerpunkt dabei betrifft die Auswirkungen der Littorina-Transgression, in deren Verlauf - etwas zwischen 6700 und 6400 calBC - dieses Gebiet unter marinen Einfluss geriet. Die vor allen auf heute submarinen steinzeitlichen Siedlungsplätzen gefundenen Tierknochen bewerten nach Artenzusammensetzung und Artenhäufigkeit den klimatischen Wandel mit seinen Auswirkungen auf Vegetation und Landschaft.

GISEB: GIS-Raum/Zeit Modelle der Sedimentverteilung in der Ostsee als Funktion wechselnder Milieuparameter

Ziel ist die Bilanzierung von Sedimentanhäufungen für verschiedene Ostseebecken zwischen der Mecklenburger Bucht und dem Golf von Finnland. Zum einen liegt das Augenmerk auf der Auflösung verschiedener zeitlicher Skalen in Hinblick auf die Sedimentakkumulation und zum anderen auf der Trennung von natürlichen (Klima) und anthropogenen Einflüssen (Nähr- und Schadstoffe) beim Eintrag sowie den Folgen der Nutzung des marinen Ökosystems durch den Menschen. Es soll ein Geowissenschaftliches Informationssystem (GIS) erstellt werden, das potentielle Nutzer des Ostseeraums in die Lage versetzt bessere Abschätzungen über zukünftige Veränderungen, die als Folge der Nutzung auftreten können, zu machen.

Wichtige Strukturbildner im Makrozoobenthos der Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns (WISTMAK I und II)

Erfassung des Makrozoobenthos in Teilen der Mecklenburger Bucht, mit Schwerpunkt der strukturbildenden Arten auf der Sedimentoberfläche. - Enge inhaltliche Verknüpfung zum BMBF Projekt DYNAS. - Zeitliche Variabilität des Makrozoobenthos. In den Jahren 2001 und 2002 sind in 4 Gebieten unterschiedlicher Makrofauna-Besiedlung kleinskalige Untersuchungen des Makrozoobenthos (MZB) zu vier verschiedenen Jahreszeiten vorgesehen. Die Gebiete sollen die in den Küstengewässern vorkommenden Lebensgemeinschaften und besonders die dort vorkommenden wichtigen Strukturbildner im MZB repräsentieren. Die Ziele des Projektes sind einerseits eine Optimierung des Makrozoobenthos-Monitorings in Bezug auf Probenahmefrequenz, Anzahl der Proben pro Station, Verteilung der Stationen innerhalb eines Untersuchungsgebietes sowie auf den Zeitpunkt der Probennahme. Zum anderen sollen die erhobenen Daten Lücken in der bereits vorhandenen GIS-Datenbank zur Besiedlung mit MZB schließen und dazu beitragen, das Regionen mit typischen biogenen Strukturbildnern des MZB im Küstenbereich von Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen werden können.

Modellierung der Küstenentwicklung in der südwestlichen Ostsee

Modellierung der komplexen Zusammenhänge zwischen vertikalen Krustenbewegungen, Klimaentwicklung und sedimentologischen Prozessen an gezeitenfreien Küsten am Beispiel der Ostsee im marinen Holozän, Zeitraum von 8000 BP bis 3000 AD, paläogeographische Karten der Ostseeentwicklung und prognostische Szenarien, Regionalstudie der Gesamtostsee, Lokalstudie der Mecklenburger Bucht.

Messnetz Nord-/Ostsee - 3. Teilziel Station Arkona-Becken - 4. Teilziel Station Mecklenburger Bucht

Da der Bau des Geraetetraegers auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, konnte das Teilprojektziel 'Mecklenburger Bucht' in der Laufzeit des Projektes nicht mehr erreicht werden und wurde deshalb aufgegeben. Damit ist das Projekt Ende 1998 insgesamt abgeschlossen. Die Teilprojekte 'Darsser Schwelle' und .'Oder Bank' sind abgeschlossen. Die Stationen befinden sich im operationellen Betrieb. Im Teilprojekt 'Arkona Becken' wurde 1995 die Messausruestung beschafft und 1996 erfolgte der Bau des Geraetetraegers in Gestalt eines neuartigen Halbtauchers. Die Neuartigkeit der Konstruktion erforderte 1997 einige Nachbesserungen, bis schliesslich der GL sein Zertifikat erteilen konnte. Die Station befindet sich in der Endausruestungsphase. Die Ausbringung wird voraussichtlich Ende 1998 erfolgen .Mit dem Abschluss des Grundaufbaus des Messnetzteils vor der Kueste Mecklenburg-Vorpommerns ist die Ueberwachung der physikalischen Parameter in dem erforderlichen Umfang gesichert. Dabei ist von besonderer Bedeutung, die Erfassung des Einstroms von Nordseewasser in das Arkona Becken als Beitrag zur Beschreibung des Guetezustandes in diesem Meeresbereich.

DYNAS - Dynamik natuerlicher und anthropogener Sedimentation^Vorhaben: Biodeposition und Bioresuspension und mikrobielle Besiedlung, Vorhaben: Sedimentationsprozesse in der Mecklenburger Bucht

Mit dem Verbundvorhaben soll ein Beitrag zum vertieften Verstaendnis der Sedimentationsprozesse in der westlichen Ostsee durch interdisziplinaere Zusammenarbeit zwischen Sedimentologen, Benthos- und Mikrobiologen, Sedimentphysikern und Ozeanographen geleistet werden. Eine Schluesselrolle spielt der Einsatz eines gekoppelten 3D-Stroemungsmodells, zu dessen Parametrisierung in Teilprojekten die Stabilitaetseigenschaften der Sedimente untersucht werden. Eine Probeverklappung von Baggergut dient dem Studium des dynamischen Verhaltens anthropogen gestoerter Sedimente im Vergleich mit natuerlichen Ablagerungen. Ergebnisse in Form von Szenarien werden im Umweltmanagement kuestennaher Raeume eingesetzt. Im Verbundprojekt uebernimmt das IOW die Projektkoordinierung, Modellentwicklung und lithologisch/sedimentphysikalische Untersuchungen, der FB Biologie der Universitaet Rostock untersucht den Einfluss benthosbiologischer Prozesse, gemeinsam arbeiten beide Partner im mikrobiologischen Teilprojekt.

Untersuchungen zur Ermittlung der raeumlichen und zeitlichen Variabilitaet ausgewaehlter Schwermetalle in der westlichen Ostsee

Mit diesem Vorhaben, das in Zusammenarbeit mit dem Institut fuer Meereskunde in Warnemuende durchgefuehrt werden soll, sollen fehlende Informationen ueber die raeumliche und zeitliche Variabilitaet ausgewaehlter Schwermetallkonzentrationen in der westlichen Ostsee (Gebiet zwischen Belt- und Arkonasee) gewonnen werden, die als Grundlage fuer ein verbessertes geochemisches Verstaendnis dieser Elemente in deutschen Kuestengewaessern dienen soll. Die Untersuchungen sollen ausserdem Aufschluss geben ueber die Anreicherung dieser potentiellen Schadstoffe im Plankton, ueber eventuelle 'Erschoepfungszustaende' von Spurenmetallen im Wasser nach Massenentwicklung bestimmter Algen sowie ueber ihre Anreicherung in den stagnierenden Bodengewaessern. Die Messungen sollen sich auf die Elemente Hg, Pb, Cd, Co, Fe, Cu, Mn, Ni und Zn konzentrieren und als 'Lokales Experiment' in der westlichen Ostsee, mit Schwerpunkt in der Kieler und Mecklenburger Bucht, durchgefuehrt werden.

Eutrophierung der Nord- und Ostsee, Teilvorhaben: Trends in der Naehrstoffkonzentration im Wasser der Kieler Bucht

Untersucht werden sollen einerseits die Beziehungen zwischen dem hohen (anthropogenen) Naehrstoffeintrag und den im Wasser vorliegenden Naehrstoffkonzentrationen sowie der moeglicherweise erhoehten pflanzlichen Produktion (speziell des Planktons) im Bereich der Kieler und Mecklenburger Bucht, andererseits die moegliche ausloesende Wirkung jener Produktion fuer Sauerstoffdefizite in der Region. Zur Beurteilung der Naehrstoffsituation wird eine Trendanalyse durchgefuehrt. Satellitenaufnahmen sollen ergaenzende Informationen zur Abgrenzung verschiedener Wasserkoerper liefern; dies ist zugleich fuer eine Bewertung stark variierender Konzentrationsdaten zu Naehrstoffen und Biomasse von Bedeutung. Die im Wasser festgestellten Situationen und Prozesse werden in der Endphase der Untersuchungen mit landseitigen Einfluessen (Abwasser) und meteorologischen Faktoren korreliert.

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