Das Projekt "Aktualisierung der Energie- und Proteinbewertung von Grundfuttermitteln auf Basis von chemischen Analysen und in vitro-Untersuchungen (Update Futterwert)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein (HBLA) durchgeführt. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Auswahl von kostengünstigen, für Routineanalysen geeignete Methoden zur Energie- und Proteinbewertung von Futtermitteln in der österreichischen Praxis (besonders Grundfutter), die den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung tragen und somit eine sowohl bedarfsgerechte als auch umweltschonende Ernährung der Wiederkäuer erlauben. Voraussetzung für diese Entwicklungsarbeit sind repräsentative Futterproben, welche die einzelnen Futterkategorien und deren Futterwert (Nährstoffgehalt wie Gerüstsubstanzen, Protein und Verdaulichkeit bzw. Energiekonzentration) in Österreich mit ihrem gesamten Streuungsbereich abbilden. Dazu wird in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern der Bundesländer und dem Futtermittellabor Rosenau der LK Niederösterreich eine systematische Probenziehung auf landwirtschaftlichen Betrieben über einen Zeitraum von vier Vegetationsjahren (2016-2019) durchgeführt, sodass Futterproben der wesentlichen Futterkategorien aus allen Bundesländern bzw. den wichtigsten Produktionsgebieten im Untersuchungsmaterial repräsentiert sind. Für eine regressionsanalytische Auswertung ist entscheidend, dass innerhalb der Futterkategorien ein breites Spektrum an Futterqualität (im Sinne von Gehalt an Gerüstsubstanzen, d.h. Verdaulichkeit) gegeben ist. Die Futterkategorien orientieren sich an der Bedeutung der Futtermittel für die österreichische Rinderhaltung: - Wiesenfutter (als Grünfutter, Silage und Heu), jeweils 1. Aufwuchs und Folgeaufwüchse - Feldfutter (als Silage), jeweils 1. Aufwuchs und Folgeaufwüchse - Silomais (als Silage). Diese Kategorien werden systematisch auf die Bundesländer aufgeteilt. Es sind 900-1000 Proben geplant, sodass von gut abgesicherten Ergebnissen auszugehen ist. Die Analysen werden überwiegend im Futtermittellabor Rosenau der LK Niederösterreich durchgeführt. Methoden, welche die Verwendung von frischem Pansensaft erfordern (HFT, modHFT, in vitro-Verdaulichkeit nach Tilley und Terry), werden an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein abgewickelt. Folgende Parameter werden analysiert: - Weender Analyse (TM, XP, XL, XF, XX, XA) - Gerüstsubstanzen (NDF, ADF, ADL) - in vitro-Verdaulichkeit (ELOS, Tilley&Terry, HFT) - nXP-Gehalt (modHFT) - Protein-Fraktionen des CNCPS (A, B1, B2, B3, C) - Gärqualität (Milchsäure, Essigsäure, Buttersäure, pH-Wert, NH3-Stickstoff). 1. Durchführung der Energiebewertung: - Je nach Verfügbarkeit der Analysenparameter ergeben sich verschiedene Wege der Energiebewertung, mit abnehmender Genauigkeit, aber auch geringeren Kosten. - a. auf Basis der in vitro-Verdaulichkeit (Gleichungen GfE 2008): genau, aber teuer - b. auf Basis von Regressionsgleichungen, welche die Beziehung zwischen Gerüstsubstanzen und Verdaulichkeit nützen. Diese Beziehung wird aus dem erarbeiteten Datenmaterial abgeleitet. (Text gekürzt)
Das Projekt "Integrierte Bewertung der Nachhaltigkeit alternativer Proteinquellen und Analoga und Transformationspfade zweier ausgewählter Alternativen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von corsus - corporate sustainability GmbH durchgeführt. Die Produktion tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Wurstwaren, Gemelke und Molkereiprodukte sind mit hohen Umweltwirkungen verbunden. Deren Reduktion ist ein Schlüssel für diverse Umweltprobleme, die durch Art und Ausmaß der Landwirtschaft erzeugt werden. Die Substitution durch nachhaltigere Alternativen trägt zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen bei. Ziel dieses Vorhabens ist eine systematische und bewertende Übersicht über infrage kommende Proteinquellen als Alternative zu Proteinen aus der herkömmlichen Nutztierhaltung und Milchalternativen sowie die Untersuchung politischer Optionen zur Förderung besonders nachhaltiger Proteinquellen, wobei diese auch nicht-pflanzlichen Ursprungs sein können. Konkret sollen jeweils der aktuelle Stand der Forschung zu a) Umweltwirkungen, b) ernährungsphysiologischen Aspekten (z.B. Nährwerte, Verdaulichkeit, Allergene) und c) sozialen Aspekten - sowohl national (Kosten, Alltagskompatibilität, Geschmack usw.) als auch im Hinblick auf entwicklungspolitische Dimensionen (infrage kommende Anbauländer, kritische Rohstoffe, sozioökonomische Aspekte im Anbauland) für alle Arten von Proteinquellen zusammengetragen und ausgewertet werden. Außerdem soll jeweils auch der Stand der Forschung und Entwicklung sowie die Entwicklungsperspektiven erörtert werden. Hierbei sollen sowohl traditionelle Proteinquellen als auch innovative betrachtet werden. Für die einzelne, im Vorhaben festzulegende Proteinquellen bzw. Milchalternativen soll zudem untersucht werden, welche Wirkung die aktuellen politischen Rahmenbedingungen auf die Verbreitung haben und welche Änderungen der politischen Rahmenbedingungen zur Diffusion der Alternativen zielführend wären.
Das Projekt "Teilvorhaben 1: Bewertung und Optimierung der Prozessketten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH durchgeführt. Biogasanlagen sind in Deutschland v.a. in Regionen mit hoher Tierhaltungsdichte und entsprechend hohen Nährstoffüberschüssen verbreitet. Gesamtziel des Vorhabens Nährwert ist es, praxisgerechte und kosteneffiziente Lösungen zu ermöglichen. Nährwert setzt dazu auf die Entwicklung integrierter Konzepte im Zusammenspiel von technischen Verfahren mit optimiertem Gärproduktmanagement unter Berücksichtigung der pflanzenbaulichen Möglichkeiten (Dauergrünland, Dauerkulturen, üblicherweise rein mineralisch versorgte Kulturen). Insgesamt werden mit dem Vorhaben die vier für die Praxis mit den größten Herausforderungen verbundenen Problemfelder regionale Nährstoffbilanzen, Lager, Transport und Emissionen adressiert. Technisch sollen dazu (i) marktverfügbare Verfahren vergleichend mit unterschiedlichen Gärresttypen geprüft und auf dieser Basis optimiert werden, (ii) innovative neue Verfahren von Unternehmen geprüft und Richtung Marktfähigkeit entwickelt, (iii) neue Verfahrensansätze auf Laborebene untersucht und entwickelt sowie (iv) pflanzenbauliche Ansätze zur effizienten, emissionsarmen Verwertung unter Berücksichtigung der o.g. Herausforderungen konzipiert und geprüft werden. So legt das Vorhaben einen Grundstein, um Biogasanlagen zur Aufnahme größerer Güllemengen in Nährstoffüberschussregionen zu befähigen. Dadurch können diese zu überregionalen Nährstoffmanagementeinrichtungen weiterentwickelt werden. Zahlreiche eingebundene Praxispartner unterstützen das Vorhaben aus Eigeninteresse mit erheblichen Eigenanteilen. Durch die Einbindung wichtiger Technikpartner sowie praktischer Biogasanlagen, regelmäßige Vorträge und workshopartige Formate (mit Präsenz oder online) sowie durch die Einrichtung eines mit Praktikern, Wissenschaftlern und Fachpolitikern/fachlich zuständigen Behördenvertretern besetzten Projektbeirates wird die Berücksichtigung der Praxisrelevanz sowie die Verbreitung der Ergebnisse sichergestellt.
Das Projekt "Teilvorhaben 2: Praxisvergleich verschiedener Aufbereitungstechniken" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fachhochschule Münster, Fachbereich Energie, Gebäude, Umwelt durchgeführt. Biogasanlagen sind in Deutschland v.a. in Regionen mit hoher Tierhaltungsdichte und entsprechend hohen Nährstoffüberschüssen verbreitet. Gesamtziel des Vorhabens Nährwert ist es, praxisgerechte und kosteneffiziente Lösungen zu ermöglichen. Nährwert setzt dazu auf die Entwicklung integrierter Konzepte im Zusammenspiel von technischen Verfahren mit optimiertem Gärproduktmanagement unter Berücksichtigung der pflanzenbaulichen Möglichkeiten (Dauergrünland, Dauerkulturen, üblicherweise rein mineralisch versorgte Kulturen). Insgesamt werden mit dem Vorhabe die vier für die Praxis mit den größten Herausforderungen verbundenen Problemfelder regionale Nährstoffbilanzen, Lager, Transport, Emissionen adressiert. Technisch sollen dazu (i) marktverfügbare Verfahren vergleichend mit unterschiedlichen Gärresttypen geprüft und auf dieser Basis optimiert werden, (ii) innovative neue Verfahren von Unternehmen geprüft und Richtung Marktfähigkeit entwickelt, (iii) neue Verfahrensansätze auf Laborebene untersucht und entwickelt sowie (iv) pflanzenbauliche Ansätze zur effizienten, emissionsarmen Verwertung unter Berücksichtigung der o.g. Herausforderungen konzipiert und geprüft werden. So legt das Vorhaben einen Grundstein, um Biogasanlagen zur Aufnahme größerer Güllemengen in Nährstoffüberschussregionen zu befähigen. Dadurch können diese zu überregionalen Nährstoffmanagementeinrichtungen weiterentwickelt werden. Zahlreiche eingebundene Praxispartner unterstützen das Vorhaben aus Eigeninteresse mit erheblichen Eigenanteilen. Durch die Einbindung wichtiger Technikpartner sowie praktischer Biogasanlagen, regelmäßige Vorträge und workshopartige Formate (mit Präsenz oder online) sowie durch die Einrichtung eines mit Praktikern, Wissenschaftlern und Fachpolitikern/fachlich zuständigen Behördenvertretern besetzten Projektbeirates wird die Berücksichtigung der Praxisrelevanz sowie die Verbreitung der Ergebnisse sichergestellt.
Das Projekt "Teilvorhaben 3: Innovative Techniken und Gärproduktnutzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. durchgeführt. Biogasanlagen sind in Deutschland v.a. in Regionen mit hoher Tierhaltungsdichte und entsprechend hohen Nährstoffüberschüssen verbreitet. Gesamtziel des Vorhabens Nährwert ist es, praxisgerechte und kosteneffiziente Lösungen zu ermöglichen. Nährwert setzt dazu auf die Entwicklung integrierter Konzepte im Zusammenspiel von technischen Verfahren mit optimiertem Gärproduktmanagement unter Berücksichtigung der pflanzenbaulichen Möglichkeiten (Dauergrünland, Dauerkulturen, üblicherweise rein mineralisch versorgte Kulturen). Insgesamt werden mit dem Vorhabe die vier für die Praxis mit den größten Herausforderungen verbundenen Problemfelder regionale Nährstoffbilanzen, Lager, Transport, Emissionen adressiert. Technisch sollen dazu (i) marktverfügbare Verfahren vergleichend mit unterschiedlichen Gärresttypen geprüft und auf dieser Basis optimiert werden, (ii) innovative neue Verfahren von Unternehmen geprüft und Richtung Marktfähigkeit entwickelt, (iii) neue Verfahrensansätze auf Laborebene untersucht und entwickelt sowie (iv) pflanzenbauliche Ansätze zur effizienten, emissionsarmen Verwertung unter Berücksichtigung der o.g. Herausforderungen konzipiert und geprüft werden. So legt das Vorhaben einen Grundstein, um Biogasanlagen zur Aufnahme größerer Güllemengen in Nährstoffüberschussregionen zu befähigen. Dadurch können diese zu überregionalen Nährstoffmanagementeinrichtungen weiterentwickelt werden. Zahlreiche eingebundene Praxispartner unterstützen das Vorhaben aus Eigeninteresse mit erheblichen Eigenanteilen. Durch die Einbindung wichtiger Technikpartner sowie praktischer Biogasanlagen, regelmäßige Vorträge und workshopartige Formate (mit Präsenz oder online) sowie durch die Einrichtung eines mit Praktikern, Wissenschaftlern und Fachpolitikern/fachlich zuständigen Behördenvertretern besetzten Projektbeirates wird die Berücksichtigung der Praxisrelevanz sowie die Verbreitung der Ergebnisse sichergestellt.
Das Projekt "Teilprojekt 2" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz durchgeführt. Mais und Milch werden von der afrikanischen Bevölkerung stark konsumiert. Leider sind Maisprodukte als auch Futtermittel und Milch häufig stark mit Aflatoxinen kontaminiert, wodurch die Bevölkerung ständig Toxingehalten ausgesetzt ist, die weit über den empfohlenen Grenzwerten liegen. AflaZ fokussiert daher auf eine Verbesserung der Anbausituation von Mais sowie der Lebensmittelsicherheit von Mais, Milch und daraus hergestellten Produkten; Kenya dient als Modellregion, da es ein Hochrisikogebiet für Aflatoxinkontaminationen und Schimmelpilzbefall im Mais (sowohl im Anbau als auch im Lager) ist. Im AflaZ-Projekt sollen schnelle, effektive und nachhaltige Methoden entwickelt werden, um Pilzbefall und Aflatoxinkontamination und seine Ursachen sowohl auf dem Feld als auch im Lager sensitiv zu detektieren, zu analysieren und effektiv zu reduzieren. Ein nachhaltiger und effektiver Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern und Anwendern ist dabei die Voraussetzung für gewünschte Verhaltensänderungen in Haus und Hof. Aufgrund dessen implementiert AflaZ umfangreiche Programme zur Kompetenzerweiterung (Capacity Building), die Kooperationen mit lokalen Institutionen, Farmern, Studierenden und weiteren Beteiligten mit einschließen, und ermöglich so einen nachhaltigen Wissenstransfer, kulturelle Akzeptanz der Empfehlungen und die effektive Integration der neuen Methoden durch die lokale Bevölkerung. WP6 arbeitet mit Insekten, die mit Mais(feldern) assoziiert sind. Diese haben in Kenia Einfluss auf die Ausbreitung relevanter Pilzsporen und ihre Übertragung passiv (Borsten, Beine/Tarsen) oder aktiv (Mundwerkzeuge, Ovipositor, Regurgitation) auf Maispflanzen. Die generelle Forschungsfrage wird daher sein: I) Welche Insekten sind assoziiert mit der Vegetation in/um Maisfelder unterschiedlicher Bewirtschaftung; II) in welchem Umfang können Insekten Psoren auf Maispflanzen (versch. Stadien) übertragen und in welcher Weise können sie die Aspergillus-Toxinproduktion induzieren/unterdrücken? III) Wird die Menge und Art der Pilzsporen auf den häufigsten Insekten (versch. Lebensstadien Körperteile) analysiert a) per Fluoreszenzmikroskopie b) durch quantitative PCR und ggf. Digital-Droplet-PCR. Dies ermöglicht die Arten/Taxa zu identifizieren, die im Aflatoxin-Komplex die Hauptrolle bei der Sporenübertragung sind und zur Auslösung der Toxinbildung beitragen.
Das Projekt "Analyse von Aflatoxinbiomarkern und Charakterisierung des Gesundheitsstatus von Milchkühen - Teilprojekt 3" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Tierernährung durchgeführt. Mais und Milch sind Lebensmittel, die bei der afrikanischen Bevölkerung sehr beliebt sind und stark konsumiert werden. Unglücklicherweise sind sowohl Grundnahrungsmittel als auch Futtermittel und Milch häufig und stark mit Aflatoxinen kontaminiert, wodurch die Bevölkerung ständig Toxingehalten ausgesetzt ist, die weit über den empfohlenen Grenzwerten liegen. Dennoch nimmt der Konsum dieser Produkte beständig zu. AflaZ fokussiert daher auf eine Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und des Qualitätsstandards von Milch, Mais und daraus hergestellten Produkten; Kenia dient als Modellregion, da es ein Hochrisikogebiet für Aflatoxinkontaminationen und Schimmelpilzbefall im Lebensmittelbereich ist. Im Rahmen des AflaZ-Projektes sollen schnelle, effektive und nachhaltige Methoden entwickelt werden, um Pilzbefall und Aflatoxinkontamination sowohl auf dem Feld als auch im Lager sensitiv zu detektieren, zu analysieren und effektiv zu reduzieren. Ein nachhaltiger und effektiver Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern und Anwendern ist dabei die Voraussetzung für gewünschte Verhaltensänderungen in Haus und Hof. Aufgrund dessen implementiert AflaZ umfangreiche Programme zur Kompetenzerweiterung (Capacity Building), die Kooperationen mit lokalen Institutionen, Farmern, Studierenden und weiteren Beteiligten mit einschließen und ermöglichen so einen nachhaltigen Wissenstransfer, kulturelle Akzeptanz der Empfehlungen und die effektive Integration der neuen Methoden durch die lokale Bevölkerung. Am FLI soll dabei anhand eines Carry-over Versuches mit Milchkühen die gesamte Lebensmittelkette, beginnend mit der Fütterung von Aflatoxin kontaminiertem Mais, bis hin zum fertigen Milchprodukt modellhaft abgebildet werden. Für die Diagnostik des Gesundheitsstatus der Milchkuh während des Fütterungsversuches werden insbesondere Blutproben herangezogen. Dabei wird ein Panel an klinisch-chemischen sowie hämatologischen Parametern bestimmt, welche es erlauben, neben den hepatotoxischen Effekten auch mögliche Wirkungen auf den Energie-, Fett- und Proteinstoffwechsel sowie auf das differenzierte rote und weiße Blutbild zu erfassen. Zusätzlich sollen einzelne Lymphozytensubpopulationen (T- und B-Zellen) näher charakterisiert werden. Das in der Leber gebildete, hochreaktive Aflatoxinepoxid kann unter Addukt- Bildung die DNA schädigen. Diese DNA-Schädigungen können im Blut mit Hilfe des auf Gelelektrophorese beruhenden Comet-Assays nachgewiesen werden. Die Analyse von Biomarkern spielt für die Bewertung der Exposition eine wichtige Rolle und kann Aussagen über die Verteilung im Körper, die Metabolisierung und Ausscheidung liefern, um eine Risikoabschätzung vornehmen zu können. Bei der Milchkuh wird hier vor allem der Hauptmetabolit Aflatoxin M1 in der Milch herangezogen. Durch die Analyse weiterer Biomarker in Blut und Urin sollen Endpunkte einer Risikobewertung identifiziert werden. Hierzu sollen geeignete chromatographische oder immunologische Methoden etabliert werden.
Das Projekt "Teilprojekt 2" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Innotech Ingenieurgesellschaft mbH durchgeführt. Das vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, ein 100% solar versorgtes, netzunabhängiges, container-basierendes Kühl-Trocknungssystem für Fische zu entwickeln. Für die Kältetechnik werden der Einsatz von PCM oder elektrischen Batterien oder eine Kombination aus beiden optimiert, um eine stabile und zuverlässige Kühlung zu gewährleisten. Die Trocknung wird an das Kühlsystem gekoppelt und eine optimierte Wärmeableitung des Kühl-kompressors genutzt, um die Trocknung zu unterstützen. Zur Herstellung hochwertiger getrockneter Fische (erstklassiger Nährwert, Textur und Geschmack) erfolgt die Dehydratation durch optimierte Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung. Die Fischer werden über die Verarbeitung und Qualitätssicherung geschult. Fraunhofer ISE und Innotech kooperieren mit dem kenianischen Industrieforschungs- und Entwicklungsinstitut (KIRDI), dem Kenia Marine and Fisheries Research Institute (KMFRI) und der Technischen Universität Mombasa (TUM), um das vorgeschlagene Technologiepaket zu entwickeln, zu entwickeln und zu transferieren.
Das Projekt "Teilvorhaben 4: Nährwert von Sorghumpollen für Honigbienen und Effekte von Bienenbeflug auf die Ertragsbildung von Sorghum bicolor" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Bieneninstitut Kirchhain durchgeführt. SoNaBi zielt auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Sorghum im Energiepflanzenanbau mit Hilfe und zum Nutzen der Biene. Für eine effiziente Biogaserzeugung aus Sorghum erscheinen frühreife, rispenbetonte Sorten-Ideotypen, die dank verbesserter stofflicher Zusammensetzung das Potenzial für gesteigerte Methanerträge pro Flächeneinheit zeigen, am besten geeignet. Für die Konkurrenzfähigkeit hinsichtlich des Gesamtbiomasseertrags ist bei solchen Sorten jedoch die Kornausbildung als Resultat einer ausreichenden Pollenschüttung, Pollenvitalität und folgenden Embryoentwicklung entscheidend, und kühle Nächte können bei Sorghum zu einer Störung dieser Prozesse und reduziertem Kornansatz führen. In diesem Vorhaben soll daher einerseits die genetische Variation und Determination des Merkmals Kühletoleranz zur Blüte bzw. Pollenfertilität erforscht werden, um die Entwicklung stresstoleranter Sorten zu ermöglichen. Andererseits soll die Eignung von Sorghumpollen als Proteinquelle für Bienen während des defizitären Spätsommers untersucht werden. Das übergeordnete Ziel ist die Nutzung von Synergie-Effekten, in dem Sorghum durch eine verbesserte Pollenschüttung auch unter Stressbedingungen eine sichere Nahrungsquelle für Bienen bietet und andererseits die Befruchtung durch Bienen zu einer Stabilisierung der Erträge beiträgt Ein Sortiment genotypisierter Inzuchtlinien (n=350) soll in mehrjährigen und mehrortigen Feldversuchen auf Kornansatz und Pollenmerkmale phänotypisiert werden, um die darin gewonnen Ergebnisse für genomweite Assoziationsstudien und die Entwicklung diagnostischer Marker zu nutzen. Die Eignung von Sorghum als Nahrungsquelle für Bienen soll durch Pollenanalysen sowie Fütterungsversuche an Einzelbienen und an Bienenvölkchen in Flugzelten untersucht werden. Letztlich sollen stresstolerante und für Bienen als Proteinquelle geeignete Sorghumsorten entwickelt werden.
Das Projekt "Futterwert, Phänologie und Bestandesstruktur von Almweiden in einem 20-jährigen Vergleich (Alm20)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein (HBLA) durchgeführt. Das Ziel ist der Vergleich des Reifevorgangs und dem zeitlichen Verlaufes des Rohfasergehaltes während des Basisintervalls (1993-19996) gemeinsam mit den Daten von 2015 und dem vorliegenden Projekt. Auf Pflanzengemeinschaftsebene werden die botanischen Aufnahmen auf Änderungen in der Artenzusammensetzung hin ausgewertet. Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Vegetation kann tendenziell in mittelfristigen Beobachtungszeiträumen, wie es hier mit der Einbeziehung der Daten aus dem 'Höhenprofil Johnsbach möglich ist, untersucht werden. Durch diese Untersuchungen können Aussagen zum zeitlichem Verlauf des Energieghaltes getroffen werden und so Grundlagen für eine gute Beweidung (mögliche Besatzdichten, Start-Zeitpunkt, Dauer) erstellt werden, die direkt in Managementpläne einfließen können und dienen so letztendlich auch dem Tierwohl.
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