Ziel des Projektes ist die Prüfung der Erfolgsaussichten für Substanzen(Hefeextrakte, Chitosan) mit pflanzenstärkenden und Elicitoreigenschaften zur Stabilisierung der Erträge und Verbesserung der Pflanzengesundheit im Kartoffelbau mit dem langfristigen Ziel der Reduktion des Einsatzes von chemischen und kupferhaltigen Fungiziden. Die Ergebnisse der in vitro, im Gewächshaus, sowie im Feld unter gemäßigten und subtropischen Bedingungen durchgeführten Forschungsarbeiten bilden die Grundlage zur Ableitung von Kriterien zur Beurteilung der Effektivität von Pflanzenstärkungsmitteln sowie zur Entwicklung von Anwendungsprotokollen. Die folgenden Zwischenergebnisse können formuliert werden: Pflanzenstärkungsmittel unterscheiden sich hinsichtlich der Wirksamkeit auf Ertragsparameter sowie gegenüber Krautfäule(Phytophthora infestans) und Dürfleckenkrankheit (Alternaria solani). Die Wirkung von Pflanzenstärkungsmitteln auf Parameter von Ertrag und Pflanzengesundheit wird durch die natürlichen Bedingungen während der Anwendung modifiziert. Der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln ist besonders aussichtsreich bei der Produktion von gesundem Kartoffelpflanzgut ausgehend von Gewebekulturmethoden.
Die Tätigkeit der Förder-und Fachbildungszentren mit Informations- und Servicestellen für Landwirtschaft (FBZ/ISS) ist in erster Linie darauf gerichtet, eine ordnungsgemäße Umsetzung agrarpolitischer bzw. gesetzlicher Vorgaben von EU, Bund und Land sicherzustellen. Damit verbunden sind auch zahlreiche andere Fachaufgaben, die letzlich einer ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes Rechnung tragen. Darüber hinaus sind die FBZ/ISS landesweit für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Agrarbereich zuständig.
Flurneuordnungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz oder dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz werden in Sachsen-Anhalt eingesetzt, um Nutzungskonflikte an Grund und Boden in den ländlichen Räumen zu entflechten. Durch Planung und Realisierung von Wegebau-, Gewässerbau- und landschaftspflegerischen Maßnahmen bei gleichzeitiger Regelung der Eigentumsverhältnisse tragen Flurneuordnungsverfahren wesentlich zur ganzzeitlichen und nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume in Sachsen-Anhalt bei. Die unterschiedlichen Zielsetzungen der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft und der Kommunen können im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens gemeinsam behandelt und einer optimalen Lösung zugeführt werden. Konfliktlösungen werden damit oft schnell erreicht. Hierzu steht vom freiwilligen Landtausch bis zu Unternehmensflurbereinigung ein breit gefächertes Verfahrensangebot zur Verfügung, dass je nach Ausmaß der Nutzungskonflikte zielorientiert eingesetzt werden kann. Die Gesamtheit der Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer sowie Erbbauberechtigte eines Flurneuordnungsverfahrens bilden als Körperschaft des öffentlichen Rechts die sogenannten Teilnehmergemeinschaften. Die Teilnehmergemeinschaften wirken an vielen Verfahrensschritten eines Flurneuordnungsverfahrens mit. Dies führt zu wesentlichen Akzeptanzsteigerungen für Maßnahmen, die mit Flurneuordnungsverfahren umgesetzt werden. Flurneuordnungsverfahren werden in Sachsen-Anhalt durch finanzielle Mittel der Europäischen Union (EU), des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Die konkreten Fördertatbestände und die dazugehörigen Fördersätze können der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der regionalen ländlichen Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 (Richtlinie RELE) entnommen werden Für die Durchführung der Flurbereinigungsverfahren sind die vier regional zuständigen Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) zuständig. Das Landesverwaltungsamt nimmt die Aufgaben der oberen Flurbereinigungsbehörde wahr und das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten ist die für die Flurbereinigung zuständige oberste Landesbehörde. Im Verband der Teilnehmergemeinschaften Sachsen-Anhalt werden die Teilnehmergemeinschaften der Flurneuordnungsverfahren Sachsen-Anhalt vertreten. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Landentwicklung (ArgeLandentwicklung) ist ein Arbeitsgremium der Agrarministerkonferenz (AMK) und beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um die bundesweite nachhaltige ländliche Entwicklung und Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse.
Im Rahmen des 'CoAct'-Projektes wird die Realisierung einer Anlage zur Umwandlung von Rest-Biomassen in Aktivkohle und Brennstoffe geprüft. Neben dem technischen Verfahren stehen die ökonomischen und ökologischen Wirkungen sowie Fragen der Koordination im Vordergrund des Projektes. Ziel des Projektes ist es, ein Realisierungskonzept mit den dazu benötigten Akteuren zu entwickeln. Das IfLS wird Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Bereitstellung der Biomasse von Naturschutzflächen oder sonstigen Landschaftspflegematerialien ('Rest-Biomassen') durchführen. Darüber hinaus wird es untersuchen, wie Wertschöpfungsketten im Bereich Aktivkohle und Energie im Bodenseekreis aufgebaut werden können. Im Rahmen einer Szenarienentwicklung wird geklärt, welche Akteure unter welchen Bedingungen sich am Aufbau und Betrieb einer 'CoAct'-Anlage beteiligen würden. Dazu wird das IfLS gemeinsam mit den Projektpartnern mit Akteuren aus der Landwirtschaft, dem Naturschutz sowie dem (kommunalen) Abfall-, Abwasser und Energiebereich zusammenarbeiten. Die Verbundpartner werden ein Konzept für die Anlage erarbeiten, die den Erfordernissen der verfügbaren Biomasse entspricht. Zusätzlich wird geprüft, welche Wasserqualitäten mit Hilfe der erzeugten Aktivkohle in Kläranlangen zu erreichen sind. Darüber hinaus wird eine ökologische Folgenabschätzung einer solchen Anlage unternommen. Durch das Verfahren muss die 'Rest-Biomasse' nicht kompostiert sondern kann weiter genutzt werden. Mit der gewonnenen Aktivkohle und Energie können Abwässer gereinigt bzw. das Klima geschützt werden. Zusätzlich profitiert die regionale Wirtschaft von der gesteigerten Wertschöpfung und den Arbeitsplätzen. So will das CoAct-Projekt die Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung und der Zusammenarbeit von städtischen und ländlichen Räumen erproben und verbessern. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren (Juli 2018 - Juli 2023) und wird von der Universität Kassel koordiniert, die im Verbund mit den Fachgebieten Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe und Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht sowie dem Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung - CliMA vertreten ist. Neben dem IfLS beteiligen sich darüber hinaus das ifeu - Institut für Energie und Umwelt (Heidelberg), das DVGW-Technologiezentrum Wasser (Karlsruhe), die Bodensee-Stiftung (Radolfzell), die Firmen Krieg und Fischer (Göttingen) und Pyreg (Dörth) sowie die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis am CoAct-Projekt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme 'Stadt-Land-Plus'. Ziel der BMBF Fördermaßnahme 'Stadt-Land-Plus' ist es, durch Stärkung der Stadt-Land-Beziehungen eine integrierte nachhaltige Entwicklung von Regionen zu erreichen.
Biosphärenreservate sind Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung in ländlichen Räumen. In Deutschland sind 16 Biosphärenreservate als Modellregionen durch das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ („Man and the Biosphere“, MAB) international anerkannt. MAB Jugendforen möchten engagierte junge Erwachsene aus Biosphärenreservaten vernetzen, ihre Identifikation mit Biosphärenreservaten stärken, ihre Motivation fördern, sie weiterbilden und ihnen eine Stimme geben.
European rural areas embody outstanding examples of Cultural and Natural Heritage (CNH) that need not only to be safeguarded, but also promoted as a driver for competitiveness, sustainable and inclusive growth and development. RURITAGE establishes a new heritage-led rural regeneration paradigm able to turn rural areas in sustainable development demonstration laboratories, through the enhancement of their unique CNH potential. RURITAGE has identified 6 Systemic Innovation Areas (pilgrimages; sustainable local food production; migration; art and festivals; resilience; and integrated landscape management) which, integrated with cross-cutting themes, showcase heritage potential as a powerful engine for economic, social and environmental development of rural areas. The knowledge built in 14 Role Models (RMs) and digested within the project, will be transferred to 6 Replicators (Rs) across Europe. Through a multilevel and multidirectional process of knowledge transfer, RMs will mentor and support the Replicators in the development and implementation of their strategies and, at the same time, will further increase their knowledge and capacities. A robust monitoring system will assist this process. Local Rural Heritage Hubs, gathering stakeholders and civil society, will be settled in Rs to work as living labs where heritage-led rural regeneration strategies will be co-created and implemented, while in RMs they will reinforce the ownership of CNH. Both RMs and Rs will also benefit of the RURITAGE Resources Ecosystem, a set of tools including, among others, a rural landscape mapping tool (RURITAGE Atlas) and a Replication Toolbox within an online and interoperable platform. These tools will foster knowledge building, providing evidence and supporting replication and up-scaling activities of the implemented heritage-led regeneration strategies and plans, contributing to mainstream heritage in Regional, National, European and global policies.
'Together with national representatives (experts to be nominated by the Ministry of Forests and Soil Conservation, Government of Nepal, extension workers, experts of the partner institutions, NGOs, VDC leaders), the socio--cultural context, patterns of forest and land use, and environmental status of sub--regions of the target regions will be evaluated and one or two sub--regions with poor status and a certain development potential for Community based Forest Management (CbF) will be selected. Parallel, success and failure of ongoing CbF activities will be analysed. The reasons behind the present status of the selected sub--regions will be investigated and development options shall be derived in a participatory process of all subgroups at community level. In this process, one or two CbF user groups will select potential areas for reforestation and develop a management plan for the community forest area and socially feasible ways for utilizing them. Community representatives with the inclusion of the diverse (ethnic and caste) groups should be involved in the evaluation process, in the drawing of the base line and in monitoring activities. Participatory methods for protecting adjacent conservation areas are also a target of the project (ownership and sustainability). In addition, the options of additional income generation from NTFPs and agroforestry will be evaluated. The development of a reforestation and management plan will be supported via sending CbF--representatives to training workshops and showing them best practice examples. The establishment of reforestations will be supported both in terms of knowledge transfer as well as via provision of seedlings or establishment of nurseries (the latter again being a chance for income generation). On--site training in forest operations shall improve the practices in sustainable forestry. GHG sequestration will be evaluated based upon inventories of carbon stocks and stock changes in biomass and soil. The management should be adaptive and based upon scientific results of inventories and participatory research. Both staff and students of the partner institutions should be involved in the whole process. Partnerships between BOKU, local communities and institutional partners within the project are planned to cover a time period of 20 years. The community and site selection process, status documentation, the development of the community forest management plan and first reforestation activities are scheduled for the first three years of the project. At the same time, the options for supporting touristic development in an environmental friendly way (ecotourism, supply of alternative energy options like solar water heating ) shall be screened. '
Das übergeordnete Ziel des Projektes KlimALEZ ist, die Widerstandsfähigkeit des zentralasiatischen Agrarsektors gegenüber Klimarisiken, insbesondere Dürren, durch Innovationen in den Agrarversicherungsmärkten zu erhöhen. Anhand eines transdisziplinären Ansatzes und in Kooperation mit deutschen und lokalen Versicherungsunternehmen soll ein nachfrageorientiertes, indexbasiertes Agrarversicherungsprogramm für verschiedene zentralasiatische Länder entwickelt werden. Anschließend werden die entwickelten Versicherungsprodukte in einem Pilotprojekt an landwirtschaftliche Betriebe in Usbekistan, Kasachstan und Kirgistan verkauft und der Einfluss der Versicherungsprodukte auf sozioökonomische Entwicklung und strategische Unternehmensentscheidungen gemessen. Durch das Studiendesign (randomisierte kontrollierte Studie, RCT) sollen sich wissenschaftlich verwertbare Schlüsse bezüglich des Einflusses moderner Agrarversicherungsmärkte auf Ernährungssicherheit, Klimaresilienz und Nachhaltigkeit ziehen lassen. Die Forschungserkenntnisse dienen den jeweiligen nationalen Regierungen und kooperierenden Versicherungsunternehmen bei der Implementierung eines nachhaltigen und landesweiten Versicherungsprogrammes.
Das wichtigste Anliegen des Projektes ist die Entwicklung eines marktfähigen indexbasierten Agrarversicherungsproduktes in drei Ländern Zentralasiens durch eine Kooperation mit regionalen Versicherungsunternehmen und deutschen Rückversicherern. Durch die Hemmnis langfristiger Agrarinvestitionen und die Gefährdung der Lebensgrundlage von Kleinbauern sind Klimarisiken ein bedeutendes Hindernis bei der nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft in vielen Ländern Zentralasiens. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Klimaresilienz von Agrarproduzenten durch die Einführung innovativer Agrarversicherungsmärkte zu erhöhen, welche Produzenten gegen Ernteverluste nach extremen Wetterereignissen versichert. Bei der Implementierung dieses ersten Pilot-Programms in der Region wird höchster Wert auf ein realitätsgetreues, unverzerrtes Studiendesign gelegt, um auf wissenschaftlicher Grundlage Herausforderungen und Trade-offs der Einführung eines indexbasierten Produktes unter tatsächlichen Markbedingungen zu untersuchen.
Noch bis zum 26. September 2018 können Forschende zusammen mit Kommunen und weiteren Partnern gemeinsame Projektanträge einreichen für den zweiten Stichtag der BMBF Förderrichtlinie "Stadt-Land-Plus". Themenschwerpunkte von Stadt-Land-Plus sind Regionale Kreislaufwirtschaft und Qualität des Landmanagements Verbesserter Interessensausgleich zwischen Stadt, städtischem Umland und ländlichem Raum Diese Förderrichtlinie ist Teil der BMBF Leitinitiative Zukunftsstadt innerhalb des BMBF-Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA³ Alle Informationen zur Bekanntmachung und den Antragsvoraussetzungen unter https://www.fona.de/
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 68 |
| Land | 9 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 62 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Text | 7 |
| unbekannt | 5 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 13 |
| offen | 61 |
| unbekannt | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 67 |
| Englisch | 17 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 6 |
| Keine | 24 |
| Unbekannt | 2 |
| Webseite | 49 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 56 |
| Lebewesen und Lebensräume | 77 |
| Luft | 35 |
| Mensch und Umwelt | 77 |
| Wasser | 29 |
| Weitere | 74 |