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'Naturnahe Umgestaltung des Schulhofes' im Rahmen des laufenden Umweltbildungsprogramms 'Oekologische Umgestaltung von Schulgelaenden'

Anlage eines Umwelt- und Lehrgartens im Innenhof des Klosters St Marienthal zu Zwecken der Umweltbildung

Umweltbildungszentrum mit Naturlehrgarten

Errichtung eines Umwelt- und Naturbildungszentrums mit Naturlehrgarten (Projektphase I)

Modellvorhaben: Umweltschadenserfassung des Pflanzenbestandes in den Anlagen Woerlitz, Oranienbaum und Luisium, Modellhafte Dokumentation einer Kulturlandschaft unter Beseitigung ihrer Umweltschaeden anhand des Gartenreichs um Woerlitz

Tausende Arten. Grüne Oasen, einheimische Tiere und Pflanzen!, Teilvorhaben: Wissenstransfer naturnahes Grün, Aufbau Gestaltungskompetenz

BiodiWert II: Präferenzen und Hemmnisse für die Gestaltung artenreicher Privatgärten - der NaturGarten im (gARTENreich-2), Biodiversitäts-Module und Wettbewerb

Zukunftsstadt: Inter- und transdisziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Bäumen in wachsenden Städten und urbanen Regionen (GrüneLunge), Teilprojekt Nr. 1: Organisation, Anfälligkeitsanalyse und -bewertung, Reallabor

Karlsruhe ist Mittelpunkt einer Wachstumsregion und aufgrund seiner Lage im Oberrheingraben besonders anfällig für den Klimawandel. Ziel muss es daher sein, die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber dem Klimawandel zu stärken. Bäume an Straßen, in Parks und im Stadtwald sind in der Lage, eine Vielzahl von Ökosystemdienstleistungen zu liefern und die Hitzebelastung durch ihre kühlende Funktion zu mindern. Bäume tragen damit wesentlich zur Klimaresilienz bei, können aber selbst unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden. Das Teilprojekt umfasst zwei Arbeitspakete von denen das erste die Anfälligkeit von Bäumen und Wäldern für die Folgen des Klimawandels entlang von Stadt - Land - bzw. von Schadstoffbelastungs- Gradienten mittels Literatur- und Felddaten untersucht. Dies soll Grundlage sein für Empfehlungen, die der Stadt ermöglichen, geeigneten Baumarten für zukünftige Pflanzungen zu finden. Zusätzlich wird auf Zielkonflikte eingegangen, die sich aus Strategien einerseits zur Vermeidung und andererseits zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels oder bei der Entscheidung zugunsten bestimmter Ökosystemdienstleistungen ergeben. Mögliche Handlungsoptionen sollen durch eine Quantifizierung dieser Funktionen und Leistungen aufgezeigt werden Im zweiten Arbeitspaket (AP4 des Gesamtprojekts) geht es darum, den Dialog mit der Gesellschaft anzustoßen. Mittels Themenabenden soll die Auswahl von robusten Baumarten und die Chancen und Probleme von Stadtbäumen in Karlsruhe mit der Öffentlichkeit diskutiert werden. Weiterhin wird durch Workshops, Gruppendiskussionen und Themenabenden der Stellenwert von naturnaher Begrünung im Wohnumfeld und im eigenen Garten aufgezeigt. Praktisch erfahrbar wird die Thematik durch die Kampagne 'Naturnah Gärtnern - Für Mensch, Tier und Klima', welche zur naturnahen Umgestaltung in Privatgärten auf gemeinschaftlicher Basis führen soll. Für die transdisziplinäre Arbeit nutzt das Projekt die Erfahrung des Reallabors 'Quartier Zukunft - Labor Stadt', das seit 2012 in Karlsruhe aktiv ist. Es soll außerdem eine Methodik entwickelt werden, um den Ausgleich von Ökosystemdienstleistungen von urbanen Bäumen und Wäldern zwischen der Stadt Karlsruhe und umliegenden Gemeinden zu beurteilen. Um die im Gesamtprojekt gesammelten Ergebnisse mit den Anforderungen aus der kommunalen Praxis abzugleichen, soll im letzten Projektjahr ein moderierter ämterübergreifender Fachdialogprozess (organisiert durch AP1 und AP 4) durchgeführt werden.

Kein Torf in den Topf

<p>Viele Blumenerden enthalten Torf aus Hochmooren. Doch der Torfabbau zerstört die Lebensräume vieler Pflanzen und Tiere. Auch fürs Klima ist der Abbau schlecht: Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2, außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas. Dabei gibt es mit torffreier Blumenerde gute Alternativen.</p><p>Wer Garten oder Balkon bepflanzen möchte, braucht Blumenerde. Viele Blumenerden enthalten jedoch Torf aus Hochmooren – weil er Wasser besonders gut bindet und einen hohen Säuregrad besitzt. Allerdings hat dieser Torf einen hohen Preis für die Umwelt, denn sein Abbau zerstört die jahrhundert- bis jahrtausendalten Moore und mit ihm den Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Auch fürs ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klima#alphabar">Klima</a>⁠ ist der Torfabbau schlecht: Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2, außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/t?tag=Treibhausgas#alphabar">Treibhausgas</a>⁠.&nbsp;</p><p>Auf den hinterlassenen Abbauschäden und den damit verbundenen Kosten bleiben meist die Bauern sitzen. In einigen osteuropäischen Ländern wird Torf sehr günstig abgebaut und über weite Entfernungen transportiert, was das Klima zusätzlich belastet. Um Umwelt und Klima zu schützen, empfiehlt das Umweltbundesamt deshalb torffreie Blumenerde. Orientierung beim Kauf bietet der Einkaufsleitfaden vom BUND, denn Untersuchungen zeigen, dass selbst Bio-Blumenerde bis zu 80 Prozent Torf enthält. Umweltfreundlicher ist die Blumenerde mit Kompost, teilweise auch mit Holzfasern, Tonmineralen und Lavagranulat.&nbsp;</p><p>Und Torf hat auch Nachteile: Er nimmt zwar viel Wasser auf, gibt aber wenig wieder ab. Das trocknet den Boden auf Dauer aus. Auch der sehr hohe Säuregrad des Torfs ist nur für wenige Pflanzen förderlich. Um die Erde in einen pH-neutralen Bereich zu bringen, muss der Säuregrad mit Kalk ausgeglichen werden.</p><p>Somit spart man bei Blumenerde ohne Torf das Kalken. Sollte man dennoch einen höheren Säuregrad benötigen, kann man die Erde mit speziellem Dünger ansäuern. Alternativ bietet sich Blumenerde aus naheliegenden Kompostierungsanlagen an oder der Kompost wird im eigenen Garten angesetzt, um die Blumenerde später damit anzureichern. Infos zum Kompost im eigenen Garten gibt es in der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠-Kompostfibel.</p>

Umweltschutz im Alltag: Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] UMWELTBEWUSSTER UMGANG Jeder von uns kann etwas gegen den Klimawandel tun und auch beim sparsamen Umgang mit Trinkwasser – unserem Lebensmittel Nr. 1 – einiges beachten: ■■ Jeder Bundesbürger nutzt täglich durchschnittlich 121 Liter Wasser aus der Leitung. Rheinland-Pfalz liegt mit etwa 116 bis 118 Liter geringfügig unter dem bundesweiten Durchschnitt. ■■ Fast 40 Prozent wird zur Körperpflege genutzt. Wer hier Warmwasser spart, spart Energie und Geld. Gleichzeitig entsteht weniger klimaschädliches Kohlendioxid. Auf die notwendige Hygiene muss deshalb niemand verzichten, wenn z. B. beim Zäh- neputzen das Wasser abgestellt wird. ■■ Wassersparen mit dem Einkaufskorb: Kaufen Sie regional und saisonal, z. B. deutsche Erdbeeren im Sommer statt spanische Erdbeeren schon im Früh- jahr – damit wird in trockenen Ländern nicht das Wasser „abgegraben“. ■■ Naturnahe Gärten kommen häufig ohne große Bewässerung aus, wenn Pflanzen verwendet wer- den, die sich an die Trockenheit angepasst haben. Blumenrasen und Blumenwiese benötigen weniger Wasser als ein „englischer Rasen“. Sie verursachen kaum Arbeit und sichern die Artenvielfalt. Anson- sten sollten vor allem Pflanzen gewässert werden, die wichtig für den Erhalt unserer ökologischen Vielfalt sind, z. B. insektenfreundliche Pflanzen oder Obstbäume oder auch Lieblingspflanzen. Weitere Gartentipps unter www.gartenakademie.rlp.de ■■ Nutzen Sie Wassertonnen zum Auffangen von Regenwasser. Die Anschaffung und Montage einer Wasserklappe im Fallrohr der Dachrinne ist einfach und kostengünstig. Wenn der Platz dafür vorhan- den ist, kann auch eine Zisterne errichtet werden. Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Str. 1, 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 Unsere Kooperationspartner ■■ Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ■■ Bund Umwelt- und Naturschutz (BUND) ■■ DWA, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland ■■ Bioland Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. ■■ Handwerkskammern Rheinland-Pfalz ■■ Energieagentur Rheinland-Pfalz ■■ Gartenakademie Rheinland-Pfalz ■■ Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Landesforsten Rheinland-Pfalz ■■ SGD Nord und SGD Süd ■■ Landesuntersuchungsamt Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de Impressum „Umweltschutz im Alltag“ ist eine Initiative des rhein- land-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten für einen effizienten und nach- haltigen Umweltschutz. Redaktion: Sell, LfU Fotos: Titelbild: Pixabay, Grafik u. Wasserschutzgebiet: T. Schollmayer (LfU) © Landesamt für Umwelt (LfU); Juni/Juli 2020 UMWELTSCHUTZ IM ALLTAG VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT WASSER SCHUTZ UNSERES GRUNDWASSERSKLIMAWANDEL UND GRUNDWASSERTRINKWASSER SCHÜTZEN In Rheinland-Pfalz wird das Trinkwasser fast aus- schließlich (95 %) aus Grundwasser gewonnen.Grundwasser ist kostbar und als Hauptquelle für unser Trinkwasser durch den Klimawandel immer wertvoller. Denn Grundwasser entsteht als unterirdischer Teil des Wasserkreislaufs durch die Versickerung von Nieder- schlägen in den Boden.■■ Unser Trinkwasser wird aus Quellfassungen und überwiegend über Brunnen aus Tiefen von bis zu 200 Metern gewonnen. Diese Quellfassungen und Brunnen liegen in ausgewiesenen Trinkwasser- schutzgebieten. Die inneren Zonen dieser Gebiete dürfen nicht bebaut werden. Straßen, Viehweiden und Äcker in der Nähe unterliegen strengen Regeln, um Verunreinigungen durch Gülle oder Dünger aus- zuschließen. Oftmals engagieren sich Wasserver- sorger und Landwirte gemeinsam zum Schutz des Wassers, in dem sie gewässerschonende Maßnah- men durchführen. Das Grundwasser und die Oberflächengewässer sind daher vor Nitrat, Pflanzenschutzmitteln oder Medikamentenrückständen zu schützen. Auch den eigenen Geldbeutel freut es: Je aufwändiger die Ent- fernung von unerwünschten Stoffen ist, desto höher sind die Wasserpreise für die Konsumenten. In Rheinland-Pfalz wird Grundwasser seit über 70 Jahren überwacht. Das Messnetz wird vom Landes- amt für Umwelt im Auftrag des Umweltministeri- ums betrieben. Neben Messungen an Quellen wird das Grundwasser zur Beprobung vor allem an den über 1.500 Messstellen gewonnen. Klar ist: Trockene und heiße Sommer werden künf- tig zunehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich in den letzten Jahrzehnten die vegetationsfreie Zeit im hydrologischen Winterhalbjahr (November bis April) verkürzt hat, in der die Grundwasserneubildung stattfindet. Weniger Regen, steigende Temperaturen und eine stär- kere Verdunstung führen so zu einer Reduzierung der Grundwasserneubildung im Mittel um etwa 25 %. Eine rückläufige Grund- wasserneubildung beo- bachtet das Landesamt für Umwelt (LfU) dabei in allen Landesteilen von Rheinland-Pfalz. Bei gleichbleibenden klimatischen Verhält- nissen wird auch für die kommenden Jahre mit einer reduzierten jähr- lichen Grundwasserneu- bildungsrate gerechnet. Wasserkreislauf © Schollmayer,LfU Weitere Informationen finden Sie auf www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de ■■ Nach der bundesweit gültigen Trinkwasserverord- nung muss unser Trinkwasser sehr hohe Qualitäts- anforderungen einhalten. Um Trinkwasser bester Qualität bereit zu stellen, bedarf es einer ständigen Überwachung durch die Versorgungsunternehmen und zuständigen Gesundheitsämter. Geprüft wer- den Wasserhärte, Aussehen und Geschmack sowie zahlreiche chemische und mikrobielle Eigenschaften. In Rheinland-Pfalz werden die Ergebnisse der Trink- wasseranalysen in einer zentralen Datenbank erfasst und ausgewertet. Die Qualität des Trinkwassers kann unter www.trinkwasser.rlp.de abgerufen werden. ■■ Die Daten der Grundwassermesstellen sind abrufbar unter www.geoportal-wasser.rlp.de.

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