Von 1990 bis 1999 Von 2000 bis 2009 Von 2010 bis 2019 Mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 konnten beide Stadthälften Berlins wieder zusammengeführt und zum 01.01.1991 konnte eine gemeinsame Verwaltung für die Stadt geschaffen werden. Erhard Mahler leitete bis 1999 die Abteilung Landschaftsentwicklung und Freiraumplanung. Schon kurz nach der Wiedervereinigung wurde beschlossen, das Landschafts- und Artenschutzprogramm für das gesamte Stadtgebiet aufzustellen. Nach Senatsbeschluss und Zustimmung des Abgeordnetenhauses wurde es am 13. Juni 1994 wirksam. Nach über 50 Jahren gab es nun wieder eine freiraumpolitische Leitplanung für die Gesamtstadt. Das Landschaftsprogramm umfasst die Teilpläne “Naturhaushalt/Umweltschutz” , “Biotop- und Artenschutz” , “Landschaftsbild” sowie “Erholung und Freiraumnutzung” . Das Landschaftsprogramm stellt um die dichtbebaute Innenstadt einen “Inneren Parkring” dar (siehe Abbildung rechts), der im wesentlichen aus schon vorhandenen Volksparks, Kleingärten und Friedhöfen besteht. Diese Anlagen wurden bzw. werden durch neue Parkanlagen ergänzt wie den Mauerpark (Nr. 1 in der nebenstehenden Abbildung), den Stadtpark Eldenaer Straße (Nr. 2), das Schöneberger Südgelände (Nr. 5), das Gleisdreieck (Nr. 6) und den Park am Nordbahnhof (Nr. 7). Am Rande der bebauten Stadt sieht das Landschaftsprogramm einen zweiten Parkring vor. Auch hier wurden vorhandene Parks durch neue Anlagen ergänzt wie den Landschaftspark Rudow-Altglienicke (Nr. 13), den Volkspark Johannisthal (Nr. 14) sowie das neue Naherholungsgebiet (Naturpark Barnim) auf der Hochfläche des Barnim (Nr. 17) im Norden und Nordosten Berlins mit über 3.200 ha. Durch Grünverbindungen entlang der Flüsse, Kanäle und entlang von Bahnlinien werden die Parks und Grünanlagen miteinander vernetzt und die Innenstadt mit dem Umland verbunden. Ab 1990 wurde das Gelände der Berliner Gartenschau in Marzahn zu einem Erholungspark umgebaut. Ab 1997 konnte hier der mit 2,7 ha größte chinesische Garten in Europa eingerichtet und im Oktober 2000 der Bevölkerung übergeben werden. Seitdem wurden weitere spezielle Gärten in den Park integiert, der heute besser unter seinem neuen Namen bekannt ist: “Gärten der Welt”. Im Ergebnis dieses Projektes sollen typische Gärten aus aller Welt vorgestellt werden, die unsere heutige Gartenwelt nachhaltig geprägt haben. Mit dem Christlichen Garten wurde am 29. April 2011 der bislang jüngste dieser Gärten der Öffentlichkeit übergeben. Die Weiterentwicklung der Berliner Innenstadt soll künftig wieder durch die Traditionen der “europäischen Stadt” bestimmt sein. Das Konzept “Planwerk Innenstadt” versucht, die Identitäten des historischen Zentrums in Berlin (Ost) und der City-West baulich, gestalterisch und räumlich weiterzuentwickeln. Die Innenstadt soll verdichtet werden, 40% Baufläche soll dem Wohnen, 60% der Büronutzung zugeordnet werden. Das Freiraumkonzept unterscheidet eindeutig zwischen öffentlichen und privaten Freiräumen. Öffentliche Freiräume (Stadtplätze, Stadtgärten, Pocketparks, Stadtparks, Straßenräume mit Baumreihen und Vorgärten) sollen einen hohen Gebrauchswert aufweisen. Grundeinheit des privaten Freiraums ist der “Berliner Hof” in unterschiedlichsten Ausgestaltungen. Den Kategorien öffentlicher bzw. privater Freiraum sollen die in der Nachkriegszeit entstandenen Freiräume (offenes Siedlungsgrün, umfangreiches Verkehrsbegleitgrün, spontan begrünte Bereiche) zugeordnet werden. Mit dem Neubau des Regierungsviertels entstanden bedeutende Freiraumprojekte, insbesondere der Platz der Republik, der Spreebogenpark, die Nord- und Südallee, der Ebertplatz sowie der Spreeuferpark auf dem Moabiter Werder. Die Schneise durch den Großen Tiergarten, die mit der Entlastungsstraße 1961 geschlagen wurde, konnte nach 40 Jahren wieder geschlossen werden. Daran schließen sich südlich der “Kemperplatz” und der Park auf dem ehemaligen Potsdamer Personenbahnhof, das “Prachtgleis” sowie der neue Leipziger Platz an. Am 1. Februar 1999 wurde die Abteilung Landschaftsentwicklung und Freiraumplanung mit der Abteilung Landesplanung und Stadtentwicklung zur Abteilung Stadt- und Freiraumplanung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zusammengelegt. Ihre Aufgaben werden in zwei Referaten, im Referat “Landschaftsplanung, Naturschutz und Forstwesen” sowie im Referat “Freiraumplanung und Stadtgrün” weiter wahrgenommen. Mit der Erstellung des Stadtentwicklungskonzeptes (StEK) 2020 im Jahre 2000 erfolgte ein Paradigmenwechsel hin zu einer neuen Prioritätensetzung in der Stadt- und Freiraumplanung. Kennzeichnend sind neben der zunehmenden Bedeutung des Klimawandels der Rückgang der Bautätigkeit im Vergleich zu den 1990er Jahren sowie die stetige Reduzierung der für die Entwicklung und Pflege der öffentlichen Grünanlagen in Berlin zur Verfügung stehenden Mittel. Die Schwerpunkte künftiger Überlegungen und Strategien liegen daher vermehrt in der Substanzerhaltung und Bestandspflege sowie der Vernetzung der Grünanlagen und weniger im Bau neuer Parks. Zu Beginn der 2000er Jahre entstanden auf Grundlage des Landschaftsprogramms und der Gesamtstädtischen Ausgleichskonzeption neue Parks und Grünanlagen überwiegend als Kompensation für bauliche Eingriffe in Natur und Landschaft. Dazu zählen unter anderem die neuen innerstädtischen Grünanlagen im Regierungsviertel, der Mauerpark, der Park auf dem Gelände des Nordbahnhofs und der Landschaftspark Rudow-Altglienicke. Mit dem Park auf dem ehemaligen Nordbahnhof, welcher nach der Teilung Berlins unzugänglich war und folglich seine Bedeutung verlor, wurde eine als Ausgleichsmaßnahme konzipierte Parkanlage mit denkmalgeschützten Mauerresten und Gleisanlagen neu gebaut. Der etwa 64 ha große Landschaftspark Rudow-Altglienicke entstand als Kompensationsmaßnahme für die Verlängerung der Autobahn nach Schönefeld und verknüpft heute die ehemals durch die Mauer getrennten Stadtteile Rudow und Treptow. Der Autobahnabschnitt wurde in eine abgesenkte Troglage gebaut, und es entstand eine vom Straßenverkehr abgeschirmte Wiesen- und Parklandschaft. Als Ausgleichsfläche für die Baumaßnahmen auf dem Potsdamer Platz wurde seit 2008 auf dem ehemaligen Potsdamer und Anhalter Güterbahnhof der Park auf dem Gleisdreieck entwickelt. Trotz der zeitweiligen Nutzung von Teilen des Geländes als baulogistische Flächen für die Bebauung des Potsdamer Platzes sind Reste der ehemaligen Bahnnutzung sowie der ruderalen Vegetation erhalten und wurden in die Gestaltung integriert. Der Park auf dem Gleisdreieck wurde unter intensiver Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern als Teil der übergeordneten Nord- Süd- Grünverbindung realisiert. Der Tilla- Derieux- Park stellt das Verbindungsglied zwischen dem Park auf dem Gleisdreieck und dem Tiergarten dar. Der modern gestaltete Park mit einer 450 m langen und teilweise bis zu vier Meter hohen Rasenskulptur wurde 2003 eröffnet. Auf Grundlage der Ausgleichskonzeption wurden zusätzlich auch etliche ufernahe Grünzüge verwirklicht bzw. vervollständigt. Dazu zählt unter anderem der Pankegrünzug als Kompensationsmaßnahme für den Bau des Bundesnachrichtendienstes auf dem benachbarten Grundstück. Der Panke, als Bestandteil der Nord-Süd-Grünachse Berlins, kommt eine wichtige Aufgabe in der Vernetzung und Entwicklung flussbegleitender Freiräume zu. Teile des Pankegrünzuges im nördlichen Bereich, welche im Jahre 2005 fertig gestellt wurden, ermöglichen den fast vollständigen Zugang zum Wasser und stellen ein wichtiges Freiraumpotential dar. Die Realisierung des Grünzugs Südpanke erfolgte nach der Ausschreibung eines landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbes 2007. Auch die Renaturierung der Wuhle von 2006 bis 2008 stellt einen wichtigen Baustein zur Erschließung der Uferbereiche dar und trägt gleichzeitig zur Sicherung der Artenvielfalt und zur Stärkung des Biotopverbundes bei. Nach der Fertigstellung des Mauerparks wird dieser nun auf 10 ha in westliche Richtung erweitert. Dazu begann in der ersten Dekade der 2000er Jahre in intensiver Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern die Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes zur weiteren Gestaltung der Erweiterungsfläche. Die Vernetzung der Berliner Parkanlagen und Naherholungsgebiete stellt weiterhin einen wichtigen Handlungsschwerpunkt dar. Unter dem Slogan “20 grüne Hauptwege®” werden Strategien zur Vernetzung der grünen Wege entwickelt. Das Wegenetz von rund 600 km Länge führt sowohl durch Berliner Parkanlagen als auch durch verschiedene Nutzungs- und Lebensräume der Stadt. Der etwa 160 km lange Berliner Mauerweg führt entlang des Verlaufs der ehemaligen Berliner Mauer. Daneben gewinnen als Folge sinkender Bautätigkeiten und damit wachsender Anzahl von Brachflächen auch temporäre grüne Zwischennutzungen immer mehr an Bedeutung. Bürgerinnen und Bürger entwickeln neue Nutzungskonzepte und engagieren sich ehrenamtlich für das Grün in der Stadt. Interkulturelle Gärten, der erste entstand 2003 in Köpenick, leisten darüber hinaus einen Beitrag zur Integration. Aufgrund der Aufgabe von Bahnanlagen im Bereich der Heidestraße oder der Schließung der innerstädtischen Flughafengelände Tempelhof und Tegel entstehen in der Berliner Innenstadt einzigartige Freiflächen mit einem wichtigen Beitrag zur Freiraumversorgung der Berliner Bevölkerung. Das Tempelhofer Feld stellt noch vor dem Tiergarten die größte zentrale Freifläche mit gesamtstädtischer Bedeutung dar. 2008 wurde der Flugbetrieb auf dem Flughafen Tempelhof eingestellt und damit die städtebauliche Entwicklung des Feldes ermöglicht. Unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürgern sowie zahlreicher weiterer Akteure erfolgt die Entwicklung der Tempelhofer Parklandschaft. Der Anfang der 1990er Jahre begonnene Neubau des Parlaments- und Regierungsviertels wurde 2007 abgeschlossen. Wichtige Freiraumprojekte an der Spree wie der Spreebogenpark und der Park auf dem Moabiter Werder wurden damit realisiert. In den letzen Jahrzehnten gewannen die Uferbereiche der Spree, des Landwehrkanals und des Teltowkanals als innerstädtische Erholungsräume an Bedeutung. Neben dem Regierungsviertel entstehen auch in Friedrichshain-Kreuzberg zunehmend Parks, Grünzüge und grüne Fenster im östlichen Spreeraum. So wurde der Uferbereich der Spree fast durchgängig von Spandau bis Köpenick für Fußgänger und Radfahrer erschlossen. Ein wichtiges Beispiel der Erschließung der Uderbereiche ist die Entwicklung von Uferwegen auf der Halbinsel Alt-Stralau und an der Rummelsburger Bucht. An den innerstädtischen Promenaden befinden sich Strandbars und zahlreiche sehenswerte Orte, die zum verweilen und entdecken einladen. In diesem Rahmen wurde auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Mühlenstraße und Spree bis 2009 auch ein neuer 3,7 Hektar großer Park an der East-Side-Gallery entwickelt. In diesem Zeitraum wurden viele der in den Jahren zuvor begonnen Projekte zum Bau neuer großer Parkanlagen bzw. zur Neugestaltung von Parkanlagen vollendet. Dazu zählt an erster Stelle das Tempelhofer Feld . Diese größte zentrale Freifläche Berlins mit hoher gesamtstädtischer Bedeutung wurde nach der Schließung des Flughafens im Jahr 2008 im Mai 2010 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem ist die große weite Fläche des ehemaligen Flugfeldes ein beliebter Anziehungspunkt für Berlinerinnen und Berliner sowie für Touristen für die vielfältigsten Aktivitäten. Aber auch für zahlreiche – teils sehr seltene und geschützte – Tier- und Pflanzenarten ist das Tempelhofer Feld eine wichtige innerstädtische Fläche, so z.B. für die Feldlerche. Die Aufgaben der Projektentwicklung, des Projektmanagements und des Grundstücksmanagements für die gesamte Freifläche werden von der landeseigenen Grün Berlin GmbH wahrgenommen. Mit dem Park am Gleisdreieck wurde mit der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts – dem Westpark – im Mai 2013 eine weitere große neue innerstädtische Parkanlage fertiggestellt. Auf dem Areal des ehemaligen Potsdamer und Anhalter Güterbahnhofs wurde ein Park mit weitläufigen Wiesenlandschaften in Kombination mit der natürlich gewachsenen Vegetation sowie Relikten historischer Bahnanlagen entwickelt, der neben zahlreichen Angeboten für eine aktive Nutzung auch Räume für Ruhe, Entspannung und Naturgenuss bietet. Der Park am Gleisdreieck ist ein wichtiger Bestandteil einer übergeordneten Grünverbindung vom Großen Tiergarten, über den Henriette-Hertz-Park und den Tilla-Durieux-Park im Norden und dem im Süden angrenzenden Flaschenhalspark bis hin zum Schöneberger Südgelände. Auch bei diesen beiden zuvor genannten neuen Parkanlagen haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aktiv im Planungsprozess beteiligt und ihre Meinungen, Kritiken, Ideen und Vorschläge eingebracht. Dies ist generell eine Entwicklung der letzten Jahre: die Ein- und Anwohner*innen Berlins wollen sich verstärkt in die Gestaltung der ihnen wichtigen grünen Räume dieser Stadt einbringen. Parallel dazu haben sich auch die Nutzungsgewohnheiten für die öffentlichen Grünflächen Berlins in den letzten 10 Jahren enorm geändert. Die Menschen verbringen zunehmend einen großen Teil ihrer Freizeit in öffentlichen Räumen der Stadt, vor allen auch in Grünflächen. Der entspannte Aufenthalt in Grünanlagen mit Freunden oder der Familie, das Ausüben vielfältigster sportlicher Aktivitäten, die (teils aktive) Mittagspause im Park oder auch die Bewegung mit den Rad in der Stadt (auf dafür ausgewiesenen(!) Wegen in Grünanlagen), alles dies sind Beispiele für eine neue Lebensqualität und ein neues Lebensgefühl in der Stadt. Auch Stichworte wie Urban Gardening und Interkulturelle Gärten sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Diese neuen und verstärkten Nutzungen der öffentlichen Grünflächen stellen Berlin als Eigentümer des öffentlichen Grüns aber auch vor neue Herausforderungen hinsichtlich Gestaltung und Pflege des kommunalen Stadtgrüns. Aber nicht nur die Entwicklung neuer Grünanlagen und Parks in Berlin ist kennzeichnend für die jüngste Geschichte des Berliner Stadtgrüns, sondern auch die nachhaltige Pflege und Entwicklung des Berliner Baumbestands. Bäume spielen als ein wichtiger Teil des Stadtgrüns in den Zeiten des Klimawandels eine große Rolle für unser aller Gesundheit und Wohlergehen. So beteiligt sich Berlin an dem bundesweiten Straßenbaumtest der GALK (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz) mit dem Ziel, die Straßenbaumliste um weitere geeignete Straßenbaumarten zu erweitern und um damit über die schrittweise Entwicklung des Baumbestandes mit anderen Baumarten auch den künftigen Herausforderungen besser gewachsenen zu sein. Ein weiteres wichtiges Projekt zur Erhaltung und zum Ausbau des Berliner Straßenbaumbestandes ist die seit 2012 laufende Kampagne “Stadtbäume für Berlin” – die sog. Stadtbaumkampagne . Mit weit über 400.000 Straßenbäumen verfügt Berlin über den größten Bestand an Straßenbäumen in Deutschland. Ein wichtiges Projekt der vergangenen 10 Jahre war auch die Einführung eines neuen Grünflächeninformationssystems . Die für die Pflege und Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen und der Straßen- und Anlagenbäume zuständigen bezirklichen Straßen- und Grünflächenämter sowie die für das Berliner Stadtgrün zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz haben damit in enger gemeinsamer Abstimmung die digitale Infrastruktur für eine effektive Bestandsverwaltung und die elektronische Unterstützung zahlreiche Prozesse der Grünflächenverwaltung entschieden weiterentwickelt. Mit Sicherheit das wichtigste Projekt des Berliner Stadtgrüns in der zweiten Dekade war jedoch die Ausrichtung der Internationalen Gartenausstellung (IGA) im Jahr 2017 – der IGA Berlin 2017 . Nachdem die IGA zunächst auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof ausgerichtet werden sollte, beschloss der Berliner Senat im Dezember 2012, die Verlagerung der IGA Berlin 2017 vom Tempelhofer Feld nach Marzahn-Hellersdorf. Die erste Internationale Gartenausstellung Berlins wurde dann mit dem Herzstück “Gärten der Welt” am 13. April 2017 eröffnet und sie schloss am 15. Oktober 2017 wieder ihre Tore. Insgesamt besuchten rund 1,6 Millionen Gäste aus Nah und Fern das größte Gartenfestival Deutschlands im Jahr 2017 – darunter rund 250.000 Kinder und Jugendliche. Im Zusammenhang mit der IGA wurden die Gärten der Welt um rund 13 ha auf nunmehr 43 ha erweitert. Ebenfalls im Zuge der IGA erfolgte eine Weiterentwicklung der an die Gärten der Welt angrenzenden Areale mit dem Kienberg und dem Wuhletal. Der zum naturnahen Park ausgebaute Kienbergpark, das Wuhletal mit dem Arche-Beweidungs-Projekt für gefährdete alte Haustierrassen, das Umweltbildungszentrum und der Jelena-Šantić-Friedenspark mit dem Märkischen Garten bilden nun eine große, aus naturnahen und intensiv gestalteten Bereichen bestehende Einheit. Genannt werden muss in diesem Zusammenhang auch der seit Beginn der 2000er Jahre weiter andauernde naturnahe Ausbau des Wuhletals mit seinem langgezogenen Wuhlewanderweg (Wuhletalweg) von Ahrensfelde im Norden bis zur Spreemündung in Köpenick im Süden. Zwei weitere wichtige Projekte der 2010er Jahre sind die Entwicklung des Botanischen Volksparks in Blankenfelde und des Spreeparks (manchem vielleicht besser bekannt unter der Bezeichnung “Kulturpark Plänterwald”). Der von der Grün Berlin GmbH bewirtschaftete Botanische Volkspark Blankenfelde im Norden Berlins war einst der größte Schulgarten Berlins. Das Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene rund 34 ha große Gelände war in seiner strengen geometrischen Struktur zunehmend in großen Teilen von der Natur überwachsen. Seit 2011 wurden die alten Strukturen und Wegeführungen des Parks schrittweise wiederhergestellt. Der Volkspark bildet ein Tor zur offenen Landschaft des Naturparks Barnim und wird im Zuge der geplanten neuen Wohnquartiere im Norden Berlins eine wichtige Funktion als naheliegender Volkspark erfüllen. War der Spreepark zu DDR-Zeiten ein beliebter Vergnügungspark (übrigens der einzige in der damaligen DDR), so verfiel das Gelände nach der Insolvenz des letzten Betreibers und der Schließung im Jahr 2002 zusehends und wurde Stück für Stück von der Natur zurückerobert. Seit 2016 entwickelte die landeseigene Grün Berlin GmbH zusammen mit der interessierten Öffentlichkeit für diesen “lost place” ein Nutzungs- und Betriebskonzept. Der neue Spreepark soll im Sinne eines Dreiklangs aus Kunst, Kultur und Natur entwickelt werden. Die im Ergebnis des Beteiligungsprozesses entstandene Rahmenplanung wurde Mitte 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt. Letzlich ist für den mit dieser Seite betrachteten Zeitraum 2010 bis 2019 noch die im Jahr 2018 begonnene Erarbeitung einer Charta für das Berliner Stadtgrün zu nennen. Zu Beginn der 2000er Jahre standen in Berlin aufgrund der schwierigen Haushaltslage des Landes über mehrere Jahre hinweg nicht die für eine fachgerechte und nachhaltige Pflege und Unterhaltung des Stadtgrüns benötigten finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung. Daher gilt es numehr, dieser Entwicklung der letzten Jahre entgegenzusteuern und vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren stark wachsenden Stadt und der sich aus dem Klimawandel ergebenden Herausforderungen im Sinne einer umweltgerechten, nachhaltigen und lebenswerten Stadtentwicklung auch für die Zukunft die Erhaltung und Entwicklung der grünen Räume sicherzustellen. Ziel der “Charta Berliner Stadtgrün” ist die Bildung eines breiten gesellschaftlichen Konsenses zur Förderung, Entwicklung und Sicherung des urbanen Grüns. Schwerpunkte der Grünpolitik Berlins
Die einmalige Parklandschaft der Pfaueninsel zieht jedes Jahr tausende Besucher an und gehört zu den touristischen Attraktionen von Berlin. Zwischen 1816 und 1834 wurde die Insel von Peter Joseph Lenné zum Landschaftspark gestaltet. Das Schloss ist gut zweihundert Jahre alt. Beeindruckend sind die vielerorts auf der Pfaueninsel anzutreffenden alten Eichen, die Überbleibsel der Jahrhunderte alten natürlichen Vegetation sind. Zwei europaweit geschützte Käferarten – Heldbock und Eremit – sind auf deren Alt- und Totholz angewiesen. Höhlen und Spalten beherbergen unter anderem Fledermäuse und Mittelspecht. Naturschutzfachlich bedeutsam sind auch die großflächigen Sandtrockenrasen sowie im Nordteil der Insel die Hechtlaichwiese und der Parschenkessel. Ein Besuch im Frühjahr wird durch die vielen Frühlingsblüher zu einem besonderen Erlebnis. Ein Ausflug auf die Pfaueninsel lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Nicht nur die vielfältige Natur ist beeindruckend, auch die historischen Bauten sind sehenswert. Gemeinsam machen sie die Insel zu einem Highlight der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft. Die Anlegestelle der Fähre ist mit dem Bus oder Fahrrad vom Bahnhof Wannsee über die Pfaueninselchaussee zu erreichen, mit dem Auto über den Nikolskoer Weg. Ein kleiner Waldparkplatz, der im Sommer jedoch oft besetzt ist, steht zur Verfügung. Die Überfahrt zur Insel dauert nur wenige Minuten. Mit der geringen Gebühr ist gleichzeitig der Eintritt für die Pfaueninsel bezahlt. Je nach Jahreszeit ist die Insel unterschiedlich geöffnet. Weitere Informationen zur Pfaueninsel mit den Öffnungszeiten Die Insel ist durch viele Wege erschlossen, die durch die Wald- und Wiesenbereiche, aber auch zu den historischen Bauten führen. Naturinteressierte sollten auf jeden Fall die alten Eichen- und Buchenbestände im zentralen Inselteil anschauen. Vom Uferweg im Nordwesten aus sind die Röhrichtflächen am Parschenkessel zu sehen und – im Sommer – ein lautes Froschkonzert zu hören. Die Niederung der Laichwiese im Nordosten zeichnet sich durch verschiedene Wiesentypen aus. Vor allem vom östlichen Uferweg bieten sich schöne Blicke über die Havel bis zum Grunewaldturm und zum Teufelsberg. Einen Eindruck von der früheren Nutzung als Menagerie bietet noch heute die Vogelvoliere im südöstlichen Inselteil. Sie wurde in ihrer historischen Gestalt erhalten. Nicht vergessen darf man die Pfaue, denen man auf der Hauptinsel überall begegnet, besonders jedoch am Rande der Wiesen. Im Sommer kann im Rahmen von Führungen das Schloss nahe der Anlegestelle besichtigt werden. Nicht weit entfernt liegt der Rosengarten, der auf eine historische Anlage zurückgeht. Dort kann auch ein stattlicher Mammutbaum bewundert werden. An der Fähre ist ein dendrologischer Führer erhältlich. Gastronomie ist auf der Pfaueninsel nicht vorhanden, am Waldparkplatz befindet sich jedoch ein Gasthaus. Ausflugstipps – Auf Försters Wegen Gebietscode DE 3544-301 und DE3544-306 Bei den Managementplänen, die wir zum Download anbieten, handelt es sich um PDF-Dateien mit großen Datenvolumen. Einige Dateien wurden zu einer PDF-Datei zusammengefügt. Die Dateien sind nicht barrierefrei.
Auf dem Güterbahnhof fährt schon lang kein Zug mehr. Die Natur hat dieses Jahrzehnte lang brachliegende Bahngelände erobert. Urwüchsiger Wald und offene Trockenflächen liegen hier dicht beieinander. Eine Besonderheit sind die Habichtskräuter: Täuschendes Habichtskraut und Geflecktes Habichtskraut kommen in Berlin und Brandenburg nur hier vor. Attraktiv sind auch die vielen Wildrosenarten, darunter einige sehr seltene Vertreter. Über den Güterverkehr erreichten einst viele fremdländische Arten das Gebiet, wie die in Südfrankreich beheimatete Höhlenspinne Nesticus eremita. Besucherinnen und Besucher werden über Wege und Stege dem Verlauf alter Bahntrassen folgend durchs Gebiet geführt und entdecken in blütenreiche Trockenrasen und urwüchsige Baumbestände eingebettete alte Bahnrelikte wie die Drehscheibe, Wasserkrähne und Lichtmasten in bizarrer Harmonie. Im Jahr 2022 ging der internationale Carlo Scarpa Preis der italienischen Benetton Studien- und Forschungsstiftung an den Natur Park. Der Preis würdigt landschaftsarchitektonische besondere Orte, die naturbezogene, historische und gestalterische Werte miteinander in Beziehung setzen. Zum ersten Mal seit 25 Jahren erhielt damit wieder eine deutsche Parklandschaft den Preis. Der Natur-Park Schöneberger Südgelände wurde 2021 erstmals von “Reisen für Alle” auf Barrierefreiheit geprüft und erhält die Zertifizierung bis Mai 2024. Ein Besuch im Natur-Park und im Naturschutzgebiet lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Er ist durch eine faszinierende Verbindung von Natur, Bahnrelikten und Kunst geprägt. Das Gebiet ist bequem mit der S-Bahn zu erreichen. Direkt am S-Bahnhof Priesterweg liegt der Haupteingang des eingezäunten Natur-Parks. Dort befinden sich auch Möglichkeiten zum Parken. Ein weiterer Eingang liegt am Nordende des Natur-Parks. Er ist vom Vorarlberger Damm über den Matthäusfriedhofsweg oder vom Südkreuz aus über eine Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke zu erreichen. An beiden Eingängen befinden sich Kassenautomaten. Der Eintritt beträgt 1 Euro (ab 14 Jahren), geöffnet ist das Gelände täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Außerdem berechtigt die Jahreskarte der Grün Berlin GmbH zum Besuch. Der ehemalige Wasserturm ist als markante Landmarke schon von weitem sichtbar. In der ehemaligen Brückenmeisterei, dem Informationszentrum gleich nebenan erhalten Sie kostenlos Faltblätter über den Natur-Park und weitere interessante Berliner Naturschutzgebiete. Das größte Gebäude ist die frühere Lokomotivhalle. Sie wird als Stahlkunstwerkstatt und für Sonderveranstaltungen genutzt. Eindrucksvolle Reste der Eisenbahnnutzung sind eine alte Dampflok und eine der ältesten, aber noch funktionsfähigen Drehscheiben Deutschlands. Vom Besucherzentrum aus führt ein behindertengerechter Weg in verfüllten Schienensträngen durch das Gebiet. Auf einem auf Eisenrohren gelagerten Metallsteg, der ebenfalls weitgehend einer ehemaligen Bahnstrecke folgt, lässt sich das NSG durchqueren. Hier kann man sowohl die verschiedenen Entwicklungsphasen des Waldes als auch die ausgedehnten Offenflächen erleben. Einige Informationstafeln geben Hinweise auf die Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes. Auf dem Rundweg gelangt man zum Haupteingang zurück oder kann durch ein Wäldchen bis zum Nordeingang spazieren. Außer den Schönheiten der Natur lassen sich an den Wegen auch Stahlkunstwerke der Künstlergruppe ODIOUS bewundern. Am hohlwegartigen Tälchenweg befindet sich eine ehemalige Stützmauer, die für Graffiti-Kunst zur Verfügung steht. Der Natur-Park soll der ruhigen Erholung dienen. Für intensive Freizeit- und Sportaktivitäten kann man den Hans-Baluschek-Park auf der anderen S-Bahnseite nutzen. Freilandausstellung Bahnbrechende Natur (auch als Hörfassung)
Das Tempelhofer Feld ist ein einzigartiger Stadtraum für Menschen und Natur. Seit über zehn Jahren nutzen die Bürgerinnen und Bürger dieses Feld in sehr unterschiedlicher Art und Weise, probieren etwas Neues aus, erleben Natur hautnah. Das hat sich durch die Covid-19-Pandemie deutlich verstärkt. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (jetzt Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) hat das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UfZ) beauftragt, das Tempelhofer Feld als einen ganz besonderen Ort der Urbanität zu erforschen und zu beschreiben. Das Ergebnis dieser Studie erfasst die gesellschaftliche Wertigkeit des Tempelhofer Feldes in seiner gegenwärtigen Nutzung. Es ist in seiner Dimension, Größe, Geschichte und Vielfalt der Möglichkeiten etwas Besonderes, denn das Feld ist keine geplante und gestaltete Parklandschaft, sondern ein urbaner Raum, der im ständigen Wandel ist und sich immer neu erfindet. Das Zusammenspiel von großen Naturschutzflächen und Erholungsflächen inmitten der Dichte der Stadt gibt es in dieser Form nur hier. Das Feld bietet als urbaner Naturraum eine Kombination verschiedener ökologischer Leistungen der Biodiversität, der Klima- und Luftverbesserung und der Lärmminderung. Das Feld ist gleichzeitig ein städtischer Freiraum mit vielfältigen Möglichkeiten für Sport-, Freizeit, Bildung, Kultur und Kreativität. Hier kann Natur beobachtet, Weite erlebt und Geschichte am originalen Ort erfahren werden. Es ist ein Raum der sozialen Begegnungen und demokratischen Aushandlungen. Gerade aus dem Zusammenwirken dieser verschiedenen Eigenschaften entsteht der ganz eigene Charakter des Tempelhofer Feldes, der ihm seine besondere Bedeutung – nicht nur für die ringsum wohnenden Berlinerinnen und Berliner – verleiht.
Die Peter-Joseph-Lenné-Preise und -Anerkennungen 2016 Downloads Impressionen vom Festakt Am 25. November 2016 fand in der Akademie der Künste im Hanseatenweg der Festakt zur 46. Verleihung der Peter-Joseph-Lenné-Preise statt. Die Preise des Landes Berlin überreichte Christian Gaebler , Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Jeung-Hi Go überreicht den Karl-Foerster-Preis. Durch das Programm führte die Journalistin und Autorin Susanne Papawassiliu . Michael Bräuer , Direktor der Sektion Baukunst der Akademie der Künste, begrüßte als Hausherr die Gäste. Es folgte ein kurzer Rückblick auf das erfolgreiche Jubiläumsjahr Lenné 2016, das vom Regionalmanagement Steglitz-Zehlendorf initiiert und mit vielen Partner durchgeführt wurde. Neben vielen Veranstaltungen wurde auch eine Lenné-App entwickelt. Die Festrede hielt Florian Pronold , Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, der die soziale, kulturelle und ökologische Bedeutung des Stadtgrüns hervorhob und mitteilte, dass das Bundesministerium künftige Lenné-Wettbewerbe unterstützen wird. Leider konnte der Juryvorsitzende, Prof.em. Peter Latz , wegen eines Flugstreiks nicht persönlich anwesend sein. Er schickte ein Grußwort, in dem er u. a. mitteilte, dass die Jury von der Qualität und dem Grad der Durcharbeitung der eingereichten Arbeiten beeindruckt war. Es gab mitunter auch sehr originelle, unkonventionelle Lösungen, die eher an Diskussionsbeiträge denken ließen. Nach der Preisverleihung lud der Geschäftsführer der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017, Christoph Schmidt , die Anwesenden ein, im kommenden Jahr die IGA Berlin 2017 in Berlin-Marzahn zu besuchen. Insgesamt wurden 69 Arbeiten eingereicht: 42 für den Bereich A – Spreepark, 22 für den Bereich B – Meißen und 5 für den Bereich C – Amsterdam. Die Jury tagte am 14. und 15. Juli 2016 im Natur-Park Schöneberger Südgelände in Berlin. SPREEPARK BERLIN – Vom “Lost Garden” zum Park neuen Typs Kulisse für eine neue Parkdefinition Der Siegerentwurf von Pascal Zißler und Jan Ole Rolfes (beide Berlin) überzeugte die Jury durch die gelungene Gliederung des Parks in drei spezifische Nutzungszonen. Zusammen mit dem präzise geführten Wegenetz bilden diese Zonen ein übergreifendes Gesamtkonzept, das die vorhandenen Strukturen und Vegetationsbilder respektiert. Die zentrale Fläche mit dem Riesenrad bietet flexiblen Raum für unterschiedliche Angebote. Beispielsweise für Kultur, Veranstaltungen oder Sport. Im Bereich an der Spree dagegen wird der Charakter dieses “Lost Place” durch Relikte des Vergnügungsparks inmitten der dichten Vegetation inszeniert. Anschließend wurden Sara Zorlu (Wolfenbüttel), Roland Lumma und Felix Jacobs (beide Osnabrück) mit den Peter-Joseph-Lenné-Anerkennungen ausgezeichnet. MEISSEN – Neue Impulse für die Stadtentwicklung Objektplanung für ein Freiraumsystem mit Parklandschaft entlang der Triebisch Marcel Tröger (Berlin) erstellte ein Entwicklungskonzept, das auf drei “Strängen” basiert. Der Landschaftsstrang inszeniert die Feuchtwiesen, Galeriewälder, Wege, Terrassen, Sitzstufen und Balkone und erhöht dadurch deutlich die Attraktivität des Triebisch-Raums. Der zweite Strang wird durch kulturelle Elemente geprägt. Dazu gehören die Talstraße mit der Porzellanmanufaktur, das Kreativquartier Triebisch und die Altstadt. Verbunden werden diese räumlichen Strukturen durch den dritten – den Promenadenstrang – der die Vielfalt des revitalisierten Triebisch-Ufers erlebbar macht. Anschließend erhielten Christoph Odenthal und Marcel Götz (beide Dresden) die Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung . Juliane Florentine Posselt, Carolin Grünler und Franziska Mikuta (alle Dresden) erhielte die Karl-Foerster-Anerkennung . METROPOLREGION AMSTERDAM – Infrastruktur und Landschaft Beitrag zur Diskussion um Landschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung im suburbanen Kontext Die Siegerarbeit von Meruyert Syzdykova und Max Georgi beweist einen sensiblen Umgang mit der historischen Polderlandschaft durch die Herausbildung eines effektiven Rahmengerüsts für den Verkehr. An den Knotenpunkten zum schnellen Verkehr entstehen Gateways, die thematische Schwerpunkte setzen und Räume für Aktivitäten anbieten. Jedes Gateway erzählt eine individuelle Geschichte, die aus der Umgebung abgeleitet wird. Den Eingang zur Stadt Amsterdam markiert z.B. ein Aussichtsturm, dessen X-förmiger Aufbau aus dem Stadtwappen Amsterdams abgeleitet wurde. Im Turm könnten ein Café und diverse Sportangebote integriert werden. Für die anderen Gateways stellt ein klug entwickeltes Baukastensystem Gestaltungs- und Nutzungstools zur Verfügung. So ist es gelungen, die Landschaft um den Ballungsraum Amsterdam zum Sprechen zu bringen und Interesse für den jeweiligen Ort, dessen Geschichte und Natur, neu zu wecken. Anschließend erhielten Veronika Hartl (Ismaning) und Niek van Gelder (Arnhem, NL) die Peter-Joseph-Lenné-Anerkennung für Aufgabe C.
Die ehemalige Bahnbrache im Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain bot die einmalige Gelegenheit, spontan gewachsene, artenreiche Stadtnatur zu fördern und den Menschen in der wachsenden Stadt zugänglich zu machen. Ende der 1990er Jahre fiel der Entschluss, das Gelände zur Parklandschaft zu entwickeln. Die einzelnen Teile des Parks entstanden zwischen 2011 und 2014 als Ausgleichsmaßnahme für die Bebauung am Potsdamer Platz. Heute erlaubt der Park vielen Menschen sich zu bewegen und zu entspannen, vor allem aber: Tag für Tag Stadtnatur und biologische Vielfalt zu erleben. Der Park lebt davon, dass viele Elemente der spontan gewachsenen Vegetation in seine Gestaltung einbezogen wurden. Auf den ehemaligen Gleisen waren bereits junge Wälder herangewachsen. Teile von ihnen blieben erhalten – im Ostpark als Gleiswildnis, im Westpark als Stadtwildnis. Auf einigen Flächen wurde Ökoschotter ausgebracht. In ihn wurden gleich zu Beginn Pflanzen gesät, die für Bahnbrachen typisch sind. Das unterscheidet Ökoschotter von Schottergärten, die tote Flächen ohne ökologischen Wert sind. Der Wechsel zwischen wild und gestaltet bestimmt auch das Angebot für Kinder. Neben klassischen Spielplätzen gibt es zwei Naturerfahrungsräume. Weitere Informationen zu Naturerfahrungsräumen Viele Pflanzenarten im Park am Gleisdreieck sind einst mit der Bahn weit angereist. Das macht die Artenvielfalt im Park so besonders. Sie ist eine wilde Mischung aus alteingesessenen Berliner Pflanzen und aus Exoten, die auf eher trockene, nähstoffarme Böden spezialisiert sind. Typische heimische Vertreter unter den Kräutern sind Natternkopf und Königskerze. An Baumarten finden sich Birke und Zitterpappel. Zugereist sind dagegen Götterbaum und Robinie, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die dichten Gehölze sind Lebensraum einer Reihe von Baum- und Buschbrütern wie Feldsperling oder Mönchsgrasmücke. Offene, trockene Standorte wiederum bieten vielen, zum Teil seltenen Insekten wie dem Hauhechelbläuling eine Heimat. Die naturfreundliche Beleuchtung dieser öffentlichen Grünanlage ist wegweisend und eine wichtige Voraussetzung, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Der Park ist Teil des Berliner Freiraumverbunds, der an dieser Stelle vom Tiergarten bis zum Schöneberger Südgelände reicht. Damit trägt er wesentlich dazu bei, Habitate zu vernetzen. Grün Berlin über den Park am Gleisdreieck
Die Grünen Hauptwege sind so vielfältig wie Berlin. Es gibt kurze und auch längere Wege sowie zwei Rundwege. Sie beginnen oder enden am Stadtrand oder mitten in der City. Manche Wege verbinden die gegenüberliegenden Stadtgrenzen oder mehrere historische Siedlungskerne miteinander, oder sie folgen den großen Gewässern Berlins. Einige Wege sind eher ruhig im äußeren Stadtgebiet gelegen, andere führen direkt durch das pulsierende Zentrum Berlins. Doch egal wo, sie suchen immer den grünsten Verlauf, den es manchmal aber einfach (noch) nicht gibt. Bild: Dagmar Schwelle Weg 1 - Spreeweg (63 km) Der Spreeweg folgt dem Berliner Urstromtal und ist mit seiner Gesamtlänge von 63 km mit Abstand der längste grüne Hauptweg. Er beginnt im Westen am Falkenhagener Feld und endet im Osten im Hessenwinkel. Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Weg 2 - Spandauer Weg (33 km) Der Spandauer Weg, der im Norden Spandaus am Aalemannkanal beginnt und im Süden in Kladow den Bezirk Spandau verlässt, zeigt die beeindruckenden Landschaftsräume westlich der Havel. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 3 - Heiligenseer Weg (24 km) Der Heiligenseer Weg beginnt mitten im urbanen Berlin: an der Grünanlage Bundesforum zwischen Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus. Von hier aus führt der Weg bis zur nördlichen Stadtgrenze nach Heiligensee. Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Weg 4 - Lübarser Weg (14 km) Der Lübarser Weg ist ein Paradebeispiel für einen grünen Hauptweg – verläuft doch die Wegstrecke fast vollständig im Grünen. Er beginnt am historischen Dorfanger von Lübars und endet südlich des Mauerparks. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 5 - Nord-Süd-Weg (44 km) Der Nord-Süd-Weg begleitet die Panke von der nördlichen Stadtgrenze im Pankower Ortsteil Buch bis zur historischen Mündung der Panke in die Spree gegenüber dem Bahnhof Friedrichstraße. Ab hier geht der Weg weiter bis zur südlichen Stadtgrenze von Berlin in Marienfelde. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 6 - Lindenberger Korridor (17 km) Der Lindenberger Korridor verbindet die Rummelsburger Bucht mit den Feldern des Dorfes Wartenberg an der nordöstlichen Stadtgrenze. Der Weg schlängelt sich dabei durch den gewerblich genutzten Korridor zwischen Lichtenberg, Hohenschönhausen und Marzahn. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 7 - Hönower Weg (23 km) Der Hönower Weg beginnt am Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain und endet am östlichen Stadtrand an der Hönower Weiherkette. Wanderern bietet der Weg viele überraschende Einblicke in die Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 8 - Kaulsdorfer Weg (17 km) Der Kaulsdorfer Weg führt überwiegend durch grüne Siedlungen. Er beginnt am Treptower Park und endet in Mahlsdorf. Während in Rummelsburg und Friedrichsfelde noch städtischer Charakter dominiert, finden sich in Karlshorst und Hellersdorf fast ausnahmslos Reihen- und Einfamilienhäuser. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 9 - Dahmeweg (21 km) Der Dahmeweg verläuft größtenteils entlang des namensgebenden Dahmeufers zwischen Köpenick und Schmöckwitzwerder im Südosten der Stadt. Insbesondere im Waldabschnitt zwischen dem Strandbad Grünau und dem Villenort Karolinenhof kann der seenartige Fluss direkt erlebt werden. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 10 - Britz-Buckower-Weg (10 km) Der Britz-Buckower-Weg startet am ehemaligen Dorfanger in Alt-Tempelhof und endet an der südlichen Stadtgrenze im Neuköllner Ortsteil Buckow. Der Weg führt durch unterschiedlichste städtische Strukturen: von Gewerbe über Kleingärten bis zu der landwirtschaftlich geprägten Buckower Feldmark. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 11 - Wannseeweg (30 km) Der Wannseeweg vereint die beliebtesten Wanderstrecken im Berliner Südwesten. Er verbindet sieben Seen der Grunewaldseenkette mit fünf weiteren Gewässern wie dem Wannsee und der Havel. Dabei führt er durch Grunewald und Forst Düppel bis zur Potsdamer Parklandschaft im Südwesten der Stadt. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 12 - Havelseenweg (28 km) Der Havelseenweg begleitet die Havel vom Großen Wannsee bis zur Fähranlegestelle am Aalemannufer in Spandau. Zwei Landschaften werden dabei durchquert: im Süden die Hochfläche des Teltows und im Norden die flache Ebene des Warschau-Berliner Urstromtals. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 13 - Barnimer Dörferweg (34 km) Der Barnimer Dörferweg gehört zu den bekanntesten Wanderwegen im Norden Berlins. Er verbindet die historischen Dorfkerne des Berliner Barnims. Der Weg beginnt am Tegeler Hafen und endet im Wuhletal bei Ahrensfelde. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 14 - Wuhletalweg (16 km) Der Wuhletalweg begleitet die Wuhle von Ahrensfelde im Nordosten Berlins bis zur Mündung in die Spree in Köpenick. Die Wuhle, ein bis in die 1980-iger Jahre hauptsächlich als Abwasserkanal genutztes Gewässer, ist heute ein sauberer Bach mit verschiedenen uferangrenzenden Grünzügen und Parkanlagen. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 15 - Teltower Dörferweg (48 km) Der Teltower Dörferweg verläuft von Dorf zu Dorf. Beginnend an der Krummen Lanke im Süden Berlins geht es im Zick-Zack-Kurs über Zehlendorf, Lichterfelde, Marienfelde, Lichtenrade, Buckow und Rudow bis nach Spindlersfeld in Köpenick. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 16 - Humboldt-Spur (36 km) Die Humboldtspur beginnt in Tegel, wo die Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt im Schloss Tegel geboren wurden und den Großteil ihrer Kindheit und Jugend verbrachten. Der Weg führt entlang des Nordgrabens und weiterer Gräben bis zum Wuhletal in Ahrensfelde. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 17 - Teltowkanalweg (38 km) Der Teltowkanalweg verbindet den Griebnitzsee mit der Dahme. Der schiffbare Kanal, der innerhalb von nur sechs Jahren errichtet wurde, sollte um 1900 den Wasserweg zwischen Oder und Elbe verkürzen. Der Weg führt entlang des alten Gleisbetts der Treidelbahn. Weitere Informationen Bild: Konstantin Börner Weg 18 - Innerer Parkring (52 km) Der Innere Parkring umrundet großzügig die Berliner Innenstadt. Er verbindet die großen Parkanlagen und nimmt nebenbei viele kleine Grünflächen und Plätze mit. So macht der Weg die unterschiedlichen Charaktere der Berliner Grünflächen erlebbar. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 19 - Tiergartenring (23 km) Der Tiergartenring umrundet Berlins größten Park, den Großen Tiergarten und im östlichen Verlauf das historische Zentrum von Berlin. Dabei zeigt er immer wieder die grünen Seiten der Berliner Innenstadt. Ein echter touristischer Wandertipp. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Weg 20 - Bullengrabenweg (7 km) Der Bullengrabenweg ist der kürzeste aller grünen Hauptwege. Der nur im Bezirk Spandau verlaufende Weg beginnt direkt an der Berliner Stadtgrenze nahe dem brandenburgischen Seeburg und führt über den Grünzug des Bullengrabens bis zum Havelufer südlich der Spandauer Altstadt. Weitere Informationen
Der Wetzendorfer Landgraben und der Seegraben sind beide überwiegend naturfern und teils mit befestigten Böschungen ausgebildet. Während der Seegraben permanent wasserführend ist und einen teils hohen Nährstoffgehalt vorweist, ist der Wetzendorfer Landgraben als Hauptverbundachse im Biotopverbundsystem für Feuchtgebiete vorgesehen, kann diese Funktion aufgrund der derzeitigen intensiven landwirtschaftlichen Nutzung, der naturfernen Ausbildung und Begradigung sowie der Wasserarmut derzeit aber nur sehr eingeschränkt erfüllen. Um diesem Belang gerecht zu werden und als gestalterisch hochwertige Struktur in der geplanten Parkanlage zu dienen, ist geplant, beide Fließgewässer zusammenzulegen und in Anlehnung an den potenziell natürlichen Gewässerzustand zu gestalten. Um der Parkplanung im Rahmen der Objektplanung unter Beachtung dieser Zielsetzung möglichst viel Gestaltungsspielraum zu belassen, wurde ein zwischen 30 und 100 m Breite variierender Korridor festgesetzt, innerhalb dessen sich die naturnahe Umgestaltung realisieren lässt. Die entscheidenden Parameter für eine naturnahe Entwicklung mit vielfältigen Strukturen für Flora und Fauna sind hierbei textlich festgesetzt (gewundener Verlauf, unterschiedliche Böschungsneigungen, Niedrigwassergerinne mit Vertiefungen und Aufweitungen, wechselfeuchte Mulden, naturnahe (extensive) Pflege).Der Seegraben wird dabei auf kurzem Wege mit dem Landgraben zusammengeführt, da der Seegraben aufgrund seiner dauerhaften asserführung die entscheidende „Quelle“ für das Fließgewässer darstellt. Das Umfeld des Seegrabens wird oberhalb der Einmündung modelliert und abgeflacht, so dass das derzeit eingetiefte Gewässer als Wiesenbach durch eine Sekundäraue verläuft. Damit verbunden sind auch zusätzliche Rückhaltevolumina für den Starkregen- und Hochwasserfall. Der aktuell temporär trockenfallende Wetzendorfer Landgraben wird im Wesentlichen ab der neuen Einmündung des Seegrabens ökologisch aufgewertet. Vorgesehen ist ein mäandrierendes und strukturreiches Niedrig- und Mittelwasserbett, das beginnend ab Mittelwasserabfluss in die Auen- und Parklandschaft ausufert. Die Gewässersohle im Niedrigwasserbett wird überwiegend aus sandigen bis mittelkiesigen Substraten aufgebaut. Steilufer und Kolke werden mit den anstehenden Materialien profiliert. Mit Strömungslenkern aus Totholzelementen wird die Diversität der Strömungs- und damit auch Substratverhältnisse langfristig gesichert. Die Erlebbarkeit des Gewässers ist über die geringe Tiefe und abgeflachten Ufer gesichert. Aufgrund der Eutrophierung der Gewässer und wegen des angestrebten Biotop-/Gehölzverbunds der beiden Biotope, wird überwiegend eine Beschattung hergestellt. Diesen Verbund bilden extensive Wiesenflächen und heimischen Gehölzpflanzungen, die eine verknüpfende Gehölzstruktur zwischen den bereits vorhandenen Biotopen im Westen (großflächiges Feldgehölz) und Osten (Weiden-Erlen Biotop/Feldgehölz) darstellen.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Projektgebiet liegt in Dorsten/NRW im südwestlichen Münsterland und Übergang zum nördlichen Ruhrgebiet. Vielfältige Nutzungsansprüche an das Grundwasser überschneiden sich und in Jahren mit Niederschlagsmangel fallen oberirdische Gewässer heute schon zeitweise trocken. Im Zusammenhang mit dem erwarteten fortschreitenden Klimawandel kann sich diese Situation noch verschärfen. Der Raum ist für die Trinkwassergewinnung von hoher Bedeutung. Rund 350.000 Menschen werden von hier aus mit Trinkwasser versorgt. Die 'Münsterländer Parklandschaft' ist überdies eine von Mooren und Feuchtgebieten einerseits und intensiver landwirtschaftlicher Nutzung andererseits geprägte Kulturlandschaft. In Trockenjahren ist bereits heute nicht genug Wasser verfügbar, um die vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzungen aufrecht zu erhalten. Auch andere Nutzungen im Landschaftsraum sind von Trockenheit betroffen. Der mittlerweile nicht mehr aktive Steinkohle-Bergbau hat in den zurückliegenden Jahrzehnten zu Oberflächenveränderungen geführt, die auch im Wasserregime als 'Ewigkeitslasten' zu bewirtschaften sind. Die Aufrechterhaltung des mengenmäßig guten Zustands des Grundwasserkörpers im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie ist von erheblicher umweltpolitischer Relevanz. In der Summe dieser Nutzungs- und Bewirtschaftungsansprüche wird deutlich, dass die Anspruchs- und Akteursgruppen nur gemeinsam zu Lösungen kommen. Die vorliegenden Probleme und Nutzungskonkurrenzen bestehen durchaus auch in anderen Regionen, so dass auch Lösungsansätze im Idealfall übertragbar wären. Innerhalb des Projektes arbeiteten unterschiedliche Akteure zusammen an diesen Lösungen: Neben dem Projektleiter Lippeverband (als regionaler Wasserwirtschaftsverband für die Gewässerunterhaltung, Regulierung der Bergbaufolgen, Grundwasserbewirtschaftung und Abwasserbeseitigung zuständig) sind als unterstützende Partner die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH (als regionaler Wasserversorger), der Landwirtschaftliche Kreisverband Recklinghausen und der Wasser- und Bodenverband Rhader Bach/Wienbach sowie die Landwirtschaftskammer NRW beteiligt. Als wissenschaftlich-technische Partner haben die Lippe Wassertechnik GmbH (Ingenieurdienstleistungen), die Universität Kassel mit dem Fachgebiet Agrartechnik und die Fachhochschule Ruhr-West mit dem Fachbereich Wirtschaft, Wasser- und Energieökonomik) am Projekt mitgewirkt. Weitere beteiligte Akteure wie Behörden, Landes- und Kommunalpolitik, Naturschutz und Bürger wurden zum Thema unterstützt, sensibilisiert und 'mitgenommen'. Erarbeitet wurde i.R. des Projektes - eine Studie zur Umsetzbarkeit technischer Maßnahmen zur Erhöhung des Grundwasserdargebotes mit einer Kostenannahme, - die konkrete Umsetzung von Maßnahmen zum Wasserrückhalt im Deutener Moor mit Wirkung bis in die benachbarten Feuchtgebiete, - die Ermittlung eines konkreten landwirtschaftlichen Wasserbedarfs zur Bewässerung in Trockenzeiten sowie sozialökologische Aspekte möglicher Maßnahmen, - Maßnahmen zur Minimierung des Bewässerungsbedarfs sowie - Modelle zur Organisation und Finanzierung infrastruktureller Bewässerungsmaßnahmen. Praktisch hat sich aus der Projektbearbeitung KlimaBeHageN ergeben, dass eine Stabilisierung des Grundwasserkörpers im Interesse aller Nutzungsanforderungen nur mithilfe infrastruktureller Maßnahmen gedeckt werden kann, die jedoch nicht allein von einer Seite finanziert werden können. Der erarbeitete Lösungsvorschlag zur Anreicherung des Grundwassers ist ingenieurtechnisch machbar und aus Sicht der Partnerschaft zur Deckung des erwarteten Wasserbedarfs wünschenswert. (Text gekürzt)
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 18 |
| Land | 16 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 1 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 15 |
| Text | 14 |
| Umweltprüfung | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 16 |
| offen | 19 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 34 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
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| Dokument | 8 |
| Keine | 16 |
| Webseite | 14 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 15 |
| Lebewesen und Lebensräume | 35 |
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| Wasser | 14 |
| Weitere | 29 |