Im Zuge der weiteren Verschärfung der Emissionsvorschriften für die Schifffahrt und aufgrund des steigenden Umweltbewusstseins, sowohl bei den Reedereien als auch bei den Passagieren, steht die Schifffahrt vor der großen Herausforderung ihre Schiffe umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten. Die Partner des MethaShip-Projektes haben sich dieser Herausforderung gestellt. Gemeinsam soll die dringend erforderliche Entwicklung und Evaluierung der Schiffssystem- und Energiekonverter-Technologien sowie der Infrastruktur für Methanol als Brennstoff in der Schifffahrt vorangetrieben werden. Das Ziel des Teilvorhabens der MEYER WERFT GmbH & Co.KG liegt in der Entwicklung eines vollständigen und sicheren Methanol-Antriebssystems für ein Kreuzfahrtschiff. Neben der Entwicklung und Evaluierung der Schiffssystem- und Energiekonverter-Technologien zählt zu den Projektinhalten auch die Entwicklung neuer Möglichkeiten für die optimale Nutzung der thermischen Energien aus Abgas- und Kühlsystemen, im besonderen Hinblick auf den Einsatz von Methanol als Brennstoff. Desweiteren erfolgt im Rahmen des Vorhabens die Weiterentwicklung bestehender Schiffsentwürfe für den Einsatz von Methanol als Brennstoff. Auf Basis dieses Schiffsentwurfs erfolgt eine Analyse aller wesentlichen Sicherheitsaspekte für die Systemkomponenten im Umgang mit Methanol, sowie die Durchführung von Gefahrenanalysen (HAZID; FMEA) für den Einsatz von Methanol als Brennstoff für ein Kreuzfahrtschiff.
A) Problemstellung: Schnell fahrende Schiffe mit Geschwindigkeiten von 20 Knoten und mehr sind insbesondere in den küstennahen Meeresgebieten von Nord- und Ostsee inzwischen Realität. Von einem weiter zunehmenden Einsatz in der Handels- und Passagierschifffahrt ist auszugehen. Mit zunehmenden Geschwindigkeiten steigen die spezifischen Wirkungen der Schifffahrt auf die Meeresumwelt. Diese Wirkungen, hauptsächlich durch Schallemissionen über und unter Wasser, visuelle Effekte, Wellenbildung und Abgasemissionen hervorgerufen, sind bislang nur unzureichend untersucht. Die verschiedenen Wirkfaktoren schneller Schiffe sollen in dem FuE-Vorhaben anhand vorhandener Literatur sowie Expertenbefragungen umfassend beschrieben und hinsichtlich ihres Gefährdungspotenzials analysiert werden. Besonderes Augenmerk sollte dabei den Auswirkungen auf Meeressäuger und Seevögel zuteil werden. Beide Gruppen unterliegen den Schutzbestimmungen Internationaler Übereinkommen, wie z.B. ASCOBANS und der europäischen FFH-Richtlinie im Fall der Meeressäuger bzw. der EU-Vogelschutzrichtlinie im Fall vieler Seevogelarten. Meeressäuger gelten als besonders empfindlich gegenüber Unterwasserlärm und sind möglicherweise einem erhöhten Kollisionsrisiko durch schnell fahrende Schiffe ausgesetzt. Seevögel unterliegen visuellen Störungen (Scheuchwirkung), werden aber auch durch Lärm beeinträchtigt. Zudem ist anzunehmen, dass Abgas- bzw. Schadstoffemissionen der Schiffe zu einer Beeinträchtigung der Tiere führen können. Ein weiteres Ziel des FuE-Vorhabens ist es, einen etwaigen Handlungs- und Regulierungsbedarf für schnelle Schiffe in den deutschen Küstengewässern, insbesondere in ökologisch wertvollen und sensiblen Bereichen abzuleiten. Konkrete Umsetzungsoptionen sollen vorgeschlagen werden, mit denen Umweltauswirkungen reduziert werden können. B) Handlungsbedarf (BMU ggf. auch BfS, BfN oder UBA):Aus den Untersuchungen ist abzuleiten, ob, wo und welcher Handlungsbedarf hinsichtlich der Umweltwirkungen und unter Umständen auch für den Menschen besteht. C) Ziel des Vorhabens ist die Untersuchung folgender Aspekte; der Einfluss hoher Geschwindigkeiten auf de Kollisionsrisiko von Meeressäugern und Seevögeln- der Einfluss hoher Geschwindigkeiten auf den Über- und Unterwasserlärm, insbesondere im Hinblick auf Fluchtdistanzen, Verhaltensänderungen, Habitatverlust sowie Schäden an Gehör und Orientierungssinn bei Meeressäugern bzw. Seevögeln; der Einfluss hoher Geschwindigkeiten auf die Wellenbildung und deren Wirkung im Flachwasser- und Küstenbereich, insbesondere auf das Benthos; der Einfluss hoher Geschwindigkeiten auf die gasförmigen Emissionen schneller Schiffe und deren Umweltwirkung; die Klärung ob Handlungsbedarf besteht und welche konkreten Optionen es ggf. für die Lösung der Probleme gibt.
Im Nachgang zur Ederseekonferenz vom 21. November 2001 wurden zwei Gutachten zu wasserwirtschaftlichen und ökologischen Fragestellungen, die im Kontext möglicher Änderungen der Bewirtschaftung der Talsperre zu betrachten sind, vergeben. Von Seiten der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) - Mitte Mai 2002 beauftragt durch das WSA Hann. Münden - wird eine Analyse des Steuerungssystems der Edertalsperre zum Nachweis von Reserven und der Stützung des Pegels Hann. Münden erstellt. Darauf aufbauend wird eine Steuerungsstrategie entwickelt, die mit stark reduzierten Abflüssen höhere sommerliche Wasserstände im Edersee bewirken soll. Das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft und das Institut für Gewässerforschung und Gewässerschutz der Universität Kassel erarbeiten im Auftrage des Regierungspräsidiums Kassel dazu einen Vorschlag für einen ökologisch und ökonomisch vertretbaren Mindestwasserabfluss in der Unteren Eder und der Unteren Fulda. Ziel der Arbeiten ist es, die Auswirkungen der verschiedenen von der Bundesanstalt für Gewässerkunde vorgeschlagenen Strategien zur optimierten Steuerung der Wasserabgabe des Edersees auf die ca. 45 km lange Fließstrecke der Unteren Eder und die stauregulierte Fulda unterhalb von Kassel zu beurteilen. Dabei erstrecken sich die wasserwirtschaftlichen Untersuchungen von der Staustufe Affoldern bis zur Edermündung und von dort bis zur Mündung der Fulda in Hann. Münden und die ökologischen Untersuchungen auf die Untere Eder von der Staustufe Affoldern bis hin zur Edermündung. Es wird aufgezeigt, welche wassermengenwirtschaftlichen, wassergütewirtschaftlichen, naturschutzfachlichen und ökologischen Folgen bei unterschiedlichen Steuerstrategien zu erwarten sind und für welche Nutzungen des Gemeingebrauches Einschränkungen zu erwarten sind. Angaben zu den Nutzungen (Wasserkraftnutzung, Personenschifffahrt, Wasserentnehmer) werden vor Ort überprüft und ergänzt. Die Arbeiten stützen sich auf amtliche Unterlagen. Mit Bilanzen und Prognoserechnungen werden die Auswirkungen abgeschätzt. Im Rahmen dieser Arbeiten ist ein Naturversuch geplant. Dazu wird im September 2003 für ein bis zwei Tage der Abfluss aus dem Edersee auf 2 m3/s gedrosselt und es werden vor Ort Daten erhoben.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Der Bodensee dient ca. 50000 Schiffen als Verkehrsraum. Da er gleichzeitig die Funktion eines Trinkwasserspeichers erfüllen muss, ist die Entwicklung gewässerschonender Schiffstechnologien und deren Einsatz von besonderer Bedeutung. Insbesondere in den Sommermonaten werden immer mehr Transportleistungen von der Fahrgastschifffahrt verlangt. Personenfahrgastschiffe mit Solarantrieben stellen eine der wenigen Möglichkeiten dar, wie mit regenerativen Energien Mobilitätsleistungen erbracht werden können. Nach ersten positiven Erfahrungen mit kleinen Solarbooten wird ab dem Frühsommer 2000 auf dem Untersee eine neue Solarfähre als Personen- und Fahrradfähre eingesetzt. Ziel der Initiative ist es, eine öffentliche, fahrplanmäßige Personenfährverbindung mit einem Solarschiff zwischen dem deutschen Ufer der Höri-Halbinsel und dem Schweizer Ufer des Untersees aufzubauen. Die Bodensee-Stiftung gewährleistet mit dem Projekt den Demonstrationsbetrieb in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Solarfähre Untersee und weiteren regionalen Partnern. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Für das Projekt wurde von der Kopf AG ein Solarschiff gechartert. Das Solarschiff 'Helio' wurde speziell für den Personenfährbetrieb konzipiert und von der KOPF AG gebaut. Um eine maximale Unabhängigkeit des Schiffs zu erreichen, wurden die vorhandenen Dachflächen weitgehend mit Solarmodulen ausgestattet (Leistung 4,2 kWp). Das gewölbte Dach stellt eine innovative Herausforderung dar. Das Projekt gliedert sich in folgende Bereiche: 1. Einsatz der Solarfähre Helio von 20. Mai bis 30. Juni und 11. September bis 1. Oktober 2000 jeweils Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag, vom 1. Juli bis 9. September jeweils Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag (in Ergänzung zur Höri-Fähre) im Fährbetrieb Gaienhofen-Steckborn 2. Präsentation der Solarfähre bei Pressereisen, Fernsehberichten u.ä. 3. Präsentation der Solarfähre als Weltweites Projekt der EXPO 2000 (01.06. bis 31.10.2000). 4. Einsatz des Schiffes als Eventschiff für öffentliche, touristische und private Anlässe. 5. Öffentlichkeitsarbeit. 6. Dokumentation. Fazit: Die früher schon bestehende Fährverbindung zwischen Gaienhofen und Steckborn erlebte durch das Projekt Solarfähre Untersee eine Renaissance. Aufgrund der sehr guten Resonanz der neuen umweltschonenden Fährverbindung wird jetzt eine Solarfährenverbindung eingerichtet, die langfristig Bestand hat und einen konstanten Platz in der Tourismusregion Bodensee-Untersee bekommen soll. Das Projekt wirkt über den eigentlichen Einsatzbereich hinaus innovationsfördernd und stellt in Europa ein Beispiel für leistungsfähige, ökologisch orientierte Mobilitätsentwicklung dar. Die technischen Innovationen, die auf dem Schiff konzentriert zum Einsatz kommen, haben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten weitgehend bewährt. Einzelne Anpassungen wie beispielsweise die Netzeinspeisung in Liegezeiten werden derzeit geprüft. ...
Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt GmbH plant die Errichtung und den Betrieb einer Anlegestelle für die Personenschifffahrt in St. Goar bei Rhein-km 556,627.
Das Gefahrenpotenzial des Fahrgastschiffbetriebs auf den bayerischen Seen ist aufgrund des hohen Sicherheitsniveaus der Schiffe, Steganlagen, Übergänge, des Ausbildungsniveaus der Besatzung und nicht zuletzt durch die Überwachung des Schiffneubaus und der regelmäßigen Überprüfung und Kontrolle der Schiffe durch die zuständigen Aufsichtsbehörden als sehr gering einzustufen. Die dargestellten Handlungsempfehlungen beschränken sich auf vergleichsweise wenige Vorschläge, die einzig und allein dazu dienen, das bereits vorhandene hohe Sicherheitsniveau noch weiter anzuheben.
Die Stadt Bernkastel-Kues plant die Errichtung und den Betrieb von zwei neuen Schiffsanlegestelle für die Fahrgastschifffahrt bei Mosel-km 129,801 sowie bei Mosel-km 129,974 am linken Ufer (Ortslage Kues).
Neubau des Schiffsanlegers und Sportboothafens Mit Erreichen der Stauziele an den Seen im Lausitzer Seenland sollen diese touristisch genutzt werden. Auch der Partwitzer See ist Teil der neu gestalteten Seenkette der ehemaligen Bergbaulandschaft. Am südöstlichen Uferbereich des nördlichen Teils des Partwitzer Sees ist dafür bereits die Errichtung einer Ferienanlage mit Ferienhäusern und verschiedenen Freizeitangeboten sowie gastronomischen Einrichtungen geplant. Ergänzend dazu ist von der Gemeinde Elsterheide mit dem Vorhaben „Errichtung eines Hafens am Partwitzer See“ am südöstlichen Uferbereich des nördlichen Teils des Partwitzer Sees ein Schiffsanleger für die öffentliche Fahrgastschifffahrt kombiniert mit einem Sportboothafen mit Anlegemöglichkeit für Sportboote geplant.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 10 |
| Land | 9 |
| Weitere | 97 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Förderprogramm | 8 |
| Text | 91 |
| Umweltprüfung | 4 |
| unbekannt | 12 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 11 |
| Offen | 104 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 116 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 22 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 34 |
| Lebewesen und Lebensräume | 65 |
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| Wasser | 26 |
| Weitere | 71 |