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Heil-, Gewürz- und Färberpflanzen

Heil- und Gewürzpflanzen sind Pflanzenarten, die auf Grund ihrer sekundären Inhaltsstoffe Krankheiten bei Menschen und Tieren heilen oder lindern können oder die Geschmackseigenschaften von Speisen und Getränken positiv beeinflussen und deren Verdaulichkeit verbessern. In Deutschland ist eine Vielzahl an Heil- und Gewürzpflanzen anbaufähig. Je nach der artspezifischen Konzentration der wertgebenden Inhaltsstoffe sind Blätter, Kraut, Blüten, Körner oder Wurzeln nutzbar. Diese werden frisch, getrocknet, gefroren oder in Form von Extrakten, ätherischen Ölen, Tinkturen, Säften usw. verwendet. Haupteinsatzgebiete sind Pharmazie, Lebensmittelindustrie, Kosmetika, chemische Industrie sowie die Herstellung von Futtermitteln und Pflanzenschutzmitteln.

Projekt RDE - ICPF - Concept of New Low Carbon- (LCE) and Low NOx-Emissions (LNOx) Glass Melting & Production Process for Pharmaceutical & High-quality Food Container

Mit einem aktuellen Jahresumsatz von rund 82 Millionen EUR ist die Gerresheimer Lohr GmbH eine Tochtergesellschaft des börsennotierten Glaskonzerns Gerresheimer AG. In Lohr produziert der Konzern hochwertige Glasbehälter für Pharmazie und Kosmetik. Die Herstellung dieser Gläser zeichnet sich durch hohe Qualitätsanforderungen an das Glas sowie eine große Produktvielfalt aus. Dies führt zu einem hohen Ausschuss sowie einem vergleichsweise großen Energie- und Rohstoffbedarf im Bereich der an sich schon sehr energieintensiven Glasproduktion. Mit dem geplanten Vorhaben wird das Unternehmen in eine mit einem erheblich höheren Stromanteil als üblich betriebene Schmelzwanne investieren. Der Strom für die Wanne kommt aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig wird das Unternehmen seinen Produktionsprozess mit einem innovativen Steuerungssystem ausstatten. Durch dieses Konzept können die verursachten jährlichen CO 2 Emissionen um gut 40 Prozent, rund 22.000 Tonnen pro Jahr, reduziert werden. Die Senkung des Ausschusses durch das intelligente Steuerungssystem ermöglicht zusätzlich eine Materialeinsparung von 5.000 Tonnen pro Jahr. Branche: Glas und Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Gerresheimer Lohr GmbH Bundesland: Bayern Laufzeit: seit 2021 Status: Laufend

Entsorgung von Arzneimitteln verbessern

Entsorgung von Arzneimitteln verbessern Auch in Gesundheitsfragen ist es wichtig, umweltbewusst zu handeln. Die Belastung der Umwelt durch Arzneistoffe ist ein wachsendes Problem. Eine umweltgerechte Entsorgung hilft deren Eintrag in die Umwelt zu verringern. Das neue Internetportal “Humanarzneimittel und Umwelt” bietet Informationen und Empfehlungen für pharmazeutisches und medizinisches Fachpersonal sowie Verbrauchende, aber auch Lehrmaterialien für die medizinische/pharmazeutische Fortbildung. Arzneimittel sind unverzichtbare Werkzeuge der modernen Medizin. Ihr Einsatz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und nimmt mit zunehmendem Alter oft noch zu. Doch was viele nicht wissen: Über Ausscheidungen, das Abwaschen von der Haut oder unsachgemäße Entsorgung gelangen Arzneimittelrückstände ins Abwasser und letztlich in unsere Umwelt. Kläranlagen können diese Stoffe oft nicht vollständig entfernen, so dass sie in die Gewässer gelangen. Arzneistoffe, die als biologisch hochaktive Substanzen gezielt auf Organismen wirken, beeinflussen nicht nur den menschlichen Körper, sondern können auch Auswirkungen auf andere Lebewesen und Ökosysteme haben. Sie können den Stoffwechsel von Organismen verändern, in den Hormonhaushalt eingreifen oder die Signalübertragung zwischen Zellen beeinflussen. Nach wie vor werden in Deutschland abgelaufene und nicht mehr benötigte Arzneimittel teilweise falsch entsorgt. Da es bundesweit keinen einheitlichen Entsorgungsweg gibt, müssen sich die Bürgerinnen*Bürger selbst dazu im Internet informieren. Das machen die Wenigsten. Zu oft landen Arzneimittelreste oder abgelaufene Medikamente in Toilette oder Spüle statt im Restmüll oder auf dem Recyclinghof. Jede*jeder kann helfen den Eintrag von Arzneimittelrückständen in die Umwelt zu verringern. Eine umweltgerechte Entsorgung ist allerdings nur ein Baustein. Akteure im Gesundheitswesen sind wichtige Multiplikatoren bei der Sensibilisierung von Verbrauchenden für die Umweltprobleme, die durch Arzneimittelrückstände entstehen. Um die Aufklärungsarbeit in Apotheken und Arztpraxen zu diesem Thema zu unterstützen, hat das ⁠ UBA ⁠ ein Projekt zur Entwicklung ansprechender und zielgruppengerechter Informations- und Lehrmaterialien initiiert. Alle Empfehlungen wurden mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen diskutiert. Ziel war es, praxisnahe und sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln, die einfach umzusetzen sind und der Umwelt nützen. Internetportal „Arzneimittel und Umwelt“: Das Internetportal des UBA bietet leicht verständliche Informationen zu den Umweltaspekten von Arzneimitteln . Es richtet sich sowohl an Patientinnen*Patienten als auch an die Ärzte- und Apothekerschaft. Ziel ist es, den verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten zu fördern und Umweltbelastungen zu minimieren. Informationsmaterialien für Patientinnen*Patienten: In Apotheken als zentralem Beratungsort können wichtige Impulse zur Verringerung von Arzneimittelrückständen in der Umwelt gegeben werden. Das UBA stellt hierfür kostenfreie Materialien , wie mehrsprachige Faltblätter zum regional empfohlenen Entsorgungsweg und Postkarten mit Entsorgungstipps zur Verfügung. Lehrmaterialien für Pharmazie und Medizin: Um zukünftige und aktive Fachkräfte für die Umweltaspekte von Arzneimitteln zu sensibilisieren, hat das UBA frei verwendbare Lehrmaterialien für Universitäten, Schulen und Weiterbildungseinrichtungen entwickelt. Diese Materialien ermöglichen es Lehrenden, Umweltaspekte mit überschaubarem Aufwand in den Unterricht zu integrieren. Das Umweltbundesamt lädt alle Interessierten ein, die Angebote zu nutzen.  Gemeinsam können wir zu einer gesünderen Umwelt beitragen.

Auflistungen der beim BfS gemäß § 36 Abs. 1 StrlSchG registrierten Ethik-Kommissionen

Auflistungen der beim BfS gemäß § 36 Abs. 1 StrlSchG registrierten Ethik-Kommissionen Vor Erteilung einer Genehmigung und/ oder vor Beginn einer anzeigebedürftigen Strahlenanwendung (bis zum 30.06.2025) muss die zustimmende Stellungnahme einer beim BfS registrierten Ethikkommission vorliegen. In einer Übersicht hat das BfS alle Ethikkommissionen aufgeführt, die berechtigt sind, im Rahmen der genehmigungs- / anzeigebedürftigen Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung am Menschen zum Zweck der medizinischen Forschung Stellungnahmen nach § 36 Absatz 2 StrlSchG abzugeben (sortiert nach aufsteigender Postleitzahl). Bereits nach RöV oder StrlSchV registrierte Ethik-Kommissionen gelten auch als nach StrlSchG registriert ( § 205 Absatz 4 StrlSchG ). Ab dem 01.07.2025 ist keine Registrierung der Ethik-Kommissionen beim BfS mehr erforderlich. Es genügt, dass die Ethik-Kommission, die eine Bewertung nach dem Strahlenschutzgesetz durchführt, die erforderliche Fachkenntnis im Strahlenschutz aufweist (§ 36 StrlSchG). Registrierte Ethik-Kommissionen Voraussetzungen für die Registrierung sind gemäß § 36 Absatz 1 StrlSchG : Sitz im Geltungsbereich des StrlSchG Unabhängigkeit Interdisziplinäre Besetzung Bildung nach Landesrecht Fachkompetenz der Mitglieder (medizinische Sachverständige und nichtmedizinische Mitglieder) Mündliche Beratung mit mindestens fünf Mitgliedern Veröffentlichte Verfahrensordnung mit folgendem Inhalt: Mitglieder der Ethik-Kommission Verfahrensregelungen Anschrift der Ethik-Kommission Teilen Sie bitte Änderungen der personellen Zusammensetzung der Ethik-Kommission, der Verfahrensordnung und der Anschrift mit. Hinweis zum Datenschutz Die von Ihnen übermittelten personenbezogenen Daten (beispielsweise Name, Anschrift, E-Mailadressen) werden im Rahmen der Bearbeitung der Verfahren durch das Bundesamt für Strahlenschutz verarbeitet und bis zum Eintritt der strahlenschutzrechtlichen Verjährung aufbewahrt. Weitere Informationen, insbesondere zu Ihren Rechten im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Daten, finden Sie in der Datenschutzerklärung unter ww.bfs.de. Übersicht der registrierten Ethik-Kommissionen Nachfolgende Ethik-Kommissionen sind berechtigt, Stellungnahmen im Rahmen der genehmigungs- / anzeigebedürftigen Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung am Menschen zum Zweck der medizinischen Forschung abzugeben (sortiert nach aufsteigender Postleitzahl): Registrierte Ethik-Kommissionen Postleitzahlengebiet 0 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethik-Kommission bei der Sächsischen Landesärztekammer Schützenhöhe 16 01099 Dresden x x Ethik-Kommission an der TU Dresden Fetscherstraße 74 01307 Dresden x x Ethik-Kommission der Landesärztekammer Brandenburg Dreifertstraße 12 03044 Cottbus x x Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig Liebigstraße 18 04103 Leipzig x x Ethik-Kommission der Ärztekammer Sachsen-Anhalt Am Kirchtor 9 06108 Halle x x Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle - Wittenberg Magdeburger Straße 16 06112 Halle (Saale) x x Ethik-Kommission des Landes Sachsen-Anhalt Kühnauer Straße 70 06846 Dessau-Roßlau x x Ethik-Kommission der Friedrich-Schiller-Universität Jena Bachstraße 18 07743 Jena x x Ethik-Kommission der Landesärztekammer Thüringen Im Semmicht 33 07751 Jena x x Postleitzahlengebiet 1 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethikkommission der Charité - Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 10117 Berlin x x Ethik-Kommission des Landes Berlin Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Fehrbelliner Platz 1 10707 Berlin x x Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Institut für Pharmakologie Felix-Hausdorff-Str. 3 17487 Greifswald x x Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock St.-Georg-Str. 108 18055 Rostock x x Postleitzahlengebiet 2 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethik-Kommission der Ärztekammer Hamburg Weidestr. 122 b 22083 Hamburg x x Ethik-Kommission der Universität zu Lübeck Ratzeburger Allee 160, Haus 70 23562 Lübeck x x Ethikkommission bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein Bismarckallee 8-12 23795 Bad Segeberg x x Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Schwanenweg 20 24105 Kiel x x Medizinische Ethikkommission der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Ammerländer Heerstrasse 140, Gebäude V04 26129 Oldenburg x x Postleitzahlengebiet 3 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethikkommission bei der Ärztekammer Niedersachsen Karl-Wiechert-Allee 18-22 30625 Hannover x x Ethik-Kommission der Medizinischen Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover x x Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum Sitz Ostwestfalen Georgstr. 11 32545 Bad Oeynhausen x x Kommission für Ethik in der ärztlichen Forschung des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität Marburg Baldingerstraße / Postfach 2360 35033 Marburg x x Ethik-Kommission des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen Med. Lehrzentrum „Alte Chirurgie“ Klinikstraße 29 35392 Gießen x x Ethik-Kommission der Universitätsmedizin Göttingen Von-Siebold-Straße 3 37075 Göttingen x x Ethik-Kommission der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an der Medizinischen Fakultät und am Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R. Leipziger Str. 44 39120 Magdeburg x x Postleitzahlengebiet 4 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Moorenstraße 5 40225 Düsseldorf x x Ethikkommission der Ärztekammer Nordrhein Tersteegenstr. 9 40474 Düsseldorf x x Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Sitz Bochum Gesundheitscampus 33 44801 Bochum x x Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen Robert-Koch-Str. 9-11 45147 Essen x x Ethik-Kommission Westfalen-Lippe Gartenstraße 210-214 48147 Münster x x Postleitzahlengebiet 5 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln Gebäude 5 Kerpener Str. 62 50937 Köln x x Ethikkommission an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen MIT 2, Wendlingweg 2 52074 Aachen x x Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Gebäude 74 / 4. OG Venusberg-Campus 1 53105 Bonn x x Ethik-Kommission bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz Mittlere Bleiche 40 55116 Mainz x x Ethik-Kommission der Universität Witten/Herdecke e.V. Alfred-Herrhausen-Str. 50 58448 Witten x x Postleitzahlengebiet 6 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethikkommission bei der Landesärztekammer Hessen Hanauer Landstraße 152 60314 Frankfurt am Main x x Ethik-Kommission des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Haus 1 Theodor-Stern-Kai 7 60590 Frankfurt am Main x x Ethik-Kommission bei der Ärztekammer des Saarlandes Faktoreistraße 4 66111 Saarbrücken x x Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät Mannheim (Ethik-Kommission II der Universität Heidelberg) Haus 42 (ZMF), Ebene 3 Theodor-Kutzer-Ufer 1-3 68167 Mannheim x x Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät Heidelberg (Ethikkommission I der Universität Heidelberg) Alte Glockengießerei 11/1 69115 Heidelberg x x Postleitzahlengebiet 7 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethikkommission bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg Liebknechtstraße 33 70597 Stuttgart x x Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät und am Universitätsklinikum Tübingen Gartenstr. 47 72074 Tübingen x x Ethik-Kommission der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Engelberger Str. 21 79106 Freiburg x x Postleitzahlengebiet 8 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethikkommission bei der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München Pettenkoferstr. 8a 80336 München x x Ethik-Kommission der Technischen Universität München Ismaninger Straße 22 81675 München x x Ethik-Kommission der Bayerischen Landesärztekammer Mühlbaurstr. 16 81677 München x x Ethik-Kommission der Universität Ulm Helmholtzstraße 20 (Oberer Eselsberg) 89081 Ulm x x Postleitzahlengebiet 9 - Ethik-Kommission Registrierung gemäß § 92 StrlSchV Registrierung gemäß § 28g RöV Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg Krankenhausstraße 12 91054 Erlangen x x Ethikkommission bei der Universität Regensburg Universität Regensburg 93042 Regensburg x x Medizinische Ethikkommission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Josef-Schneider-Str. 4, C 15 97080 Würzburg x x Stand: 25.03.2025

30 angehende Mediziner feiern ihren Studienabschluss

30 künftige Mediziner feierten heute ihren Studienabschluss an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und nahmen damit eine weitere wichtige Hürde auf dem Weg ihrer Karriere. Rund zwei Drittel davon sind weiblich. Die ärztliche Ausbildung umfasst ein sechsjähriges Studium der Medizin. Währenddessen muss die Ärztliche Prüfung absolviert werden. Die Ärztliche Prüfung wird in drei Abschnitte unterteilt, welche nach bestimmten Voraussetzungen abgelegt werden müssen. Die Ärztliche Prüfung bedarf einer Zulassung. Um zu den Abschnitten zugelassen zu werden, muss dies beim Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe Sachsen-Anhalt beantragt werden. Das Landesprüfungsamt erteilt dann die Zulassungen, sofern alle Voraussetzungen vorliegen. Der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird nach einem Studium der Medizin von zwei Jahren und dem Nachweis über einen dreimonatigen Krankenpflegedienst sowie einer Ausbildung in Erster Hilfe abgelegt. Er untergliedert sich in eine schriftliche und mündliche Prüfung. Dazu ist zu sagen, dass die schriftliche Prüfung zwei Tage á vier Stunden dauert. Der schriftliche Teil des Ersten Abschnitts betrifft die Stoffgebiete Physik für Mediziner und Physiologie, Chemie für Mediziner und Biochemie/ Molekularbiologie, Biologie für Mediziner und Anatomie sowie Grundlagen der Medizinischen Psychologie und der Medizinischen Soziologie. Im mündlich-praktischen Teil wird der Prüfling in den Fächern Anatomie, Biochemie/ Molekularbiologie und Physiologie geprüft. Der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird nach einem Studium der Medizin von drei Jahren nach Bestehen des Ersten Abschnitts und einer Famulatur von insgesamt vier Monaten abgelegt. Die Famulatur gliedert sich dabei in drei Praxiszeiten: Krankenhaus-, Hausarzt- und Praxisfamulatur. Die Famulatur ist während der vorlesungsfreien Zeit des Studiums zu absolvieren. Das zweite Staatsexamen bildet eine schriftliche Prüfung über drei Tage á fünf Stunden. Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf die Kenntnisse und Fähigkeiten der Studierenden, derer ein Arzt zur eigenverantwortlichen und selbstständigen Tätigkeit bedarf. Die Prüfung wird fallbezogen, insbesondere durch Fallstudien, gestaltet. Prüfungsgegenstand sind insbesondere die berufspraktischen Anforderungen an den Arzt, die wichtigsten Krankheitsbilder, fächerübergreifende und problemorientierte Fragestellungen. Der Dritte und letzte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird nach Absolvieren des praktischen Jahres und nach Bestehen des Zweiten Abschnitts abgelegt. Das praktische Jahr ist eine zusammenhängende praktische Ausbildung von 48 Wochen und stellt das letzte Jahr des Medizinstudiums dar. Die Ausbildung gliedert sich in Ausbildungsabschnitte von je 16 Wochen in Innerer Medizin, in Chirurgie und in der Allgemeinmedizin oder in einem der übrigen, klinisch-praktischen Fachgebiete. Das dritte Staatsexamen stellt dabei eine mündlich-praktische Prüfung dar, welche über zwei Tage verteilt ist. Während der Prüfung werden die drei Fächer des praktischen Jahres und ein viertes, zugelostes Fach geprüft. Am ersten Tag der Prüfung erfolgt vor der Prüfungskommission die Patientenvorstellung am Patientenbett. Der Prüfung schließt sich am zweiten Tag ein theoretischer Teil an, bei welchem Fragestellungen zu den jeweiligen Fachgebieten gestellt werden. Dabei sind auch klinisch-theoretische und fächerübergreifende Fragestellungen sowie Fragestellungen aus Querschnittsbereichen einzuschließen. Nach dem erfolgreichen dritten Staatsexamen können die Studierenden die Approbation beantragen und als Arzt beispielsweise im Krankenhaus oder einer Arztpraxis tätig werden. Im Schnitt sind es 384 Studenten pro Jahr, welche in Sachsen-Anhalt nach Abschluss ihre Approbation beantragen. Einige Mediziner aus Sachsen-Anhalt verschlägt es dabei nach ihrem Abschluss in die ganze Welt, um Praxiserfahrungen in anderen Ländern zu sammeln. Viele kehren in ihre Bundesländer zurück; zu wenige bleiben in Sachsen-Anhalt. Letzten 5 Jahre Absolventen Halle: 2019:   183 2020:   194 2021:   209 2022:   205 2023:   174 Letzten 5 Jahre Absolventen Magdeburg: 2019:   202 2020:   196 2021:   202 2022:   170 2023:   196 Das Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe organisiert die Staatsprüfungen für die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie sowie die Ausbildung zum Psychotherapeuten. Weitere dem Landesprüfungsamt obliegende Aufgaben sind die Anordnung des Ruhens, des Widerrufs und der Rücknahme von erteilten Approbationen und Erlaubnissen. Des Weiteren ist es als zentrale Behörde für die Erteilung von Approbationen und Berufserlaubnissen für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten sowie für die Erteilung von Erlaubnissen zur Führung von Berufsbezeichnungen nichtakademischer Gesundheitsberufe in Sachsen-Anhalt zuständig. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Verreisen mit Arzneimitteln – Was ist zu beachten

Die Zeugnisse sind verteilt, die Sonne scheint, der Sommer ist da – für viele beginnt auch in diesem Jahr die Zeit des Verreisens. „Viele Menschen sind leider auch im Urlaub auf Medikamente angewiesen. Davon unabhängig ist die Mitnahme einer „Reise-Apotheke“ immer zu empfehlen oder sogar notwendig. Manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden, im Ausland Arzneimittel zu erwerben. Und wie vieles im Leben ist auch dieser Bereich mit gewissen Fallstricken verbunden.“, so die Vize-Präsidentin des für die Ein- und Ausfuhr von Arzneimitteln zuständige Landesverwaltungsamtes Yana Mark. Mitnahme von Arzneimitteln ins Ausland Generell gelten die rechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Reiselandes. Es empfiehlt sich also bereits während der Reisevorbereitung, bei einer diplomatischen Vertretung des Reiselandes in Deutschland oder offiziellen Seiten im Internet Informationen einzuholen. Einen „Spezialfall“ stellt die Mitnahme von Betäubungsmitteln dar. Für Reisen in Staaten, die dem Schengener Abkommen angehören, ist eine Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsabkommens mitzuführen, die vom behandelnden Arzt ausgestellt und vom Referat Gesundheitswesen, Pharmazie des LVwA beglaubigt wird. Bei Reisen in andere Länder sollte sich der Patient bei der Mitnahme von Betäubungsmitteln eine ärztliche Bescheinigung, möglichst in englischer Sprache, ausstellen lassen, die Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, der Wirkstoffbezeichnung sowie der Dauer der Reise enthält. Die Beglaubigung erfolgt auch hier durch das Referat Gesundheitswesen, Pharmazie des LVwA. Ein Muster einer solchen Bescheinigung sowie weitergehende Hinweise finden sich auf der Internet- Seite des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte – Bundesopiumstelle - unter: https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/Reisen/_node.html Einfuhr von Arzneimitteln nach Deutschland Natürlich ist es kein Problem, die für den Auslandsaufenthalt mitgeführte „Reise-Apotheke“ wieder mit nach Hause zu nehmen. Man sollte sich allerdings vor „Großeinkäufen“ an Arzneimitteln im Ausland hüten. Bei Zollkontrollen kann es dann ein böses Erwachen geben. Das deutsche Arzneimittelgesetz (AMG) erlaubt nämlich lediglich die Einfuhr von „einer dem üblichen persönlichen Bedarf entsprechenden Menge“. Das sind Arzneimittel, die vom Reisenden selbst benötigt oder für den Bedarfsfall in einer Menge mitgeführt werden, die dem individuellen Bedarf für die Dauer von maximal 3 Monaten entspricht. Wird dagegen verstoßen, muss man mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren und der Einziehung dieser Arzneimittel rechnen. „Auf jeden Fall gilt auch hier: rechtzeitig sowie umfassend informieren hilft, Probleme zu vermeiden. Unsere zuständigen Kolleginnen und Kollegen stehen Ihnen gern beratend zur Seite.“, so Mark. Weitergehende Informationen und einen entsprechenden Flyer finden Sie auch auf unserer Internetseite: Betäubungsmittelverkehr (sachsen-anhalt.de) Wir beraten und unterstützen Sie gern! Hinweis: Darüber hinaus stellt das Landesverwaltungsamt alle aktuellen Informationen über die offiziellen Kanäle bei Instagram @lvwalsa und Twitter @LVwALSA zur Verfügung. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

FactSheet_Zukunftsorte_2023.pdf

HIER TRIFFT WIRTSCHAFT WISSENSCHAFT. SACHSEN-ANHALT ZUKUNFTSORTE SACHSEN-ANHALT Es ist ein gängiges Klischee: Sachsen-Anhalt und Innovationen? Das passt nicht zusammen. Wir treten den Gegen- beweis an und zeigen, dass in Sachsen-Anhalt Zukunftsweisendes entsteht. Denn: HIER nehmen Innovationen ihren Ursprung. HIER entdecken Forscher bahnbrechende Neuheiten. HIER entwickeln Entrepreneure ihre Produk- te zur Marktreife. Dreizehn ZUKUNFTSORTE in Sachsen-Anhalt bieten dazu die perfekten Bedingungen. HIER konzen­trieren sich Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft an einem Standort. M ERK M ALE ZUKUNFTSORTE HIER leben Wirtschaft und Wissenschaft Austausch und Kooperation.HIER nähern sich wissenschaftliche Einrichtungen, Branchencluster und Verbände. HIER etablieren technologiegetriebene Unternehmen und Institutionen ihre Standorte.HIER innovieren technologie- und wissenschaftsorientierte Unternehmen. HIER ist Platz für große Pläne auf gewerblichen Flächen und in Immobilien. www.zukunftsorte-sachsen-anhalt.de HIER stärken Standorte die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit regionaler Wirtschaft. ZUKUNF TSORTE SACHSEN-ANHALT Mehr Informationen: www.zukunftsorte-sachsen-anhalt.de AGRO-CHEMIE PARK PIESTERITZBIOPHARMAPARK DESSAUCHEMIEPARK BITTERFELD-WOLFEN Schwerpunkte: Industriechemie I Agrochemie I LebensmittelproduktionSchwerpunkte: Entwicklung und Auftragsfertigung von Virusimpfstoffen I Entwicklung und Produktion von Arzneimittelwirkstoffen, Feinchemikalien, Spezialpolymeren und ZytostatikaSchwerpunkte: Chlorchemie I Spezialchemie I Fein- chemie I Pharmazie I Glasherstellung I Leichtmetal I Kunststoff www.skwp.dewww.biopharmapark.dewww.chemiepark.de CHEMIESTANDORT LEUNACHEMIE- UND INDUSTRIEPARK ZEITZDOW VALUEPARK® MERSEBURG Schwerpunkte: Chemie I Logistik, Transport I Bahn- logistik I Dienstleistungen I EnergieversorgungSchwerpunkte: Chemie I Umwelttechnik I Recycling I Life Science I Nachwachsende RohstoffeSchwerpunkte: Chemie- und Kunststoffproduktion I Logistik- und Infrastrukturdienstleistungen I Forschung und Entwicklung I Engineering www.infraleuna.dewww.industriepark-zeitz.dewww.dow.com/standorte/mitteldeutschland/valuepark FORSCHUNGSCAMPUS STIMULATE MAGDEBURGGREEN GATE GATERSLEBENIGPA INDUSTRIE- UND GEWERBEPARK ALTMARK ARNEBURG Schwerpunkte: Medizintechnik I Gesundheits- ökonomie I Kunststofftechnik I Materialforschung I Mikrosystemtechnik I RobotikSchwerpunkte: Forschung für die Pflanzenzüchtung I bundeszentrale Ex-situ-Genbank für Kulturpflan- zen I Pflanzenbiotechnologie und MolekularbiologieSchwerpunkte: Bioökonomie u. a. holzbasiert I Papierverarbeitung I Maschinen- und Stahlbau I An- lagenbau I Dienstleistung I Handwerk I Gewinnung erneuerbarer Energien aus Reststoffen www.forschungscampus-stimulate.dewww.green-gate-gatersleben.dewww.stadt-arneburg.de/industrie-gewerbepark-altmark MMZ MITTELDEUTSCHES MULTIMEDIAZENTRUM HALLE (SAALE)TECHNOLOGIEPARK OSTFALEN BARLEBENTECHNOLOGIEPARK WEINBERG CAMPUS HALLE (SAALE) Schwerpunkte: Kreativwirtschaft I Medien- wirtschaft I Film- und Postproduktion I Grafik und DesignSchwerpunkte: New Mobility I Fahrzeugtechnik I Erneuerbare Energien I Fabrikautomation I Maschinen- und Anlagenbau I Elektro- und Steuerungstechnik I IKT I Medizintechnik I PharmazieSchwerpunkte: Biochemie I Biotechnologie I Pharmazie I Materialwissenschaften I Nanotechno- logie I Medizin I Chemie I Physik I Informatik www.mmz-halle.dewww.tpo.dewww.technologiepark-weinberg-campus.de WISSENSCHAFTSHAFEN MAGDEBURG Schwerpunkte: Forschung und Lehre I Wissens- und Technologietransfer I Dienstleistungen I Wohnen I Freizeit und Tourismus www.wissenschaftshafen.de www.zukunftsorte-sachsen-anhalt.de IMG – IHR ANSPRECHPARTNERIMG – IHR PARTNER Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH Am Alten Theater 6 | 39104 Magdeburg Tel. +49 391 56899-10 welcome@img-sachsen-anhalt.deFür alle Fragen der Projekt­realisierung Für Immobilien- und Standortsuche Für International Business Service Für Unterstützung in Förder- und Finanzierungsfragen Für Unterstützung in Personalsuche und -rekrutierung Für Behörden- und Genehmigungs- management Stand: Februar 2023 IM ÜBERBLICK

FactSheet_Biotechnologie_2022.pdf

HIER KOMMT BIOTECHNOLOGIE ZUR WIRKUNG. SACHSEN-ANHALT BIOTECHNOLOGIE UND PHAR M AZIE Sachsen-Anhalt zählt national wie global zu den Top-Adressen für die Pharma- und Biotechnologiebranche. Hier finden Unternehmen beste Standortbedingungen für Investitionen und Wachstum. Diese können aus dem Herzen Deutschland zeitkritische Fracht an ihren Zielort bringen. Unternehmen schätzen dabei vor allem das Potenzial der interdisziplinären und branchenübergreifenden Zusammenarbeit. 2 Universitäten, 3 Fachhochschulen und die Forschungsinstitute der Max- Planck-, Fraunhofer-, Leibniz-Gesellschaften konzentrieren sich auf die Bereiche Enzym- und Proteinbiotechnologie sowie Neurowissenschaften. Sie sind für Unternehmen der pharmazeutischen, pflanzenbasierten und industriellen Biotechno- logie ideale Partner für F&E-Vorhaben, Ausgangspunkt innovativer Gründungsideen und Talentschmiede für zukünftige Fachkräfte. BIOTECHNOLOGIE-REGION SACHSEN-ANHALT BIOTECHNOLOGIE- ZENTREN HAUPTSTADTREGION MAGDEBURG SCHWERPUNK TE: Neurowissenschaft, Neurobiologie, Entzün- dungs- und Autoimmunerkrankungen, Arzneimittelherstellung USP: umfassend ausgerüstete, wissenschaftliche Serviceeinrich- tungen im Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie ZENIT VORZEIGEUNTERNEHMEN: Salutas Pharma (Novartis) M ITTELDEUTSCHES CHEM IEDREIECK SCHWERPUNK TE: Chemie- und Kunststoffindustrie im Zentrum Europas, Biopolymerase, Fraunhofer IZI und Fraunhofer IMWS, industrielle Biotechnologie und Feinchemieproduktion, integrierter Stoffverbund und stoffspezifisches Know-How an den Chemie- standorten, BioEconomy Cluster USP: Das Chemieparkkonzept ermöglicht den ansässigen Unterneh- men die Konzentration auf das Kerngeschäft VORZEIGEUNTERNEHMEN: Organica Feinchemie, Bayer Bitterfeld, Aurora, Chemische Fabrik Berg GREEN GATE GATERSLEBEN SCHWERPUNK TE: Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung BERLIN USP: Kompetenzzentrum für Pflanzenbiotechnologie VORZEIGEUNTERNEHMEN: IPK Leibniz-Institut, Julius Kühn-Institut, BASF Agricultural Solutions Seed, Orgentis Chemicals WEINBERG CAMPUS TECHNOLOGIEPARK HALLE SCHWERPUNK TE: Biotechnologie, Biomedizin, Materialwissen­ schaften, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Nanotechnologie, sowie der Informations- und Automatisierungstechnik Technologie USP: Größter Innovationsstandort für Life Sciences, Biomedizin und Materialwissenschaften Mitteldeutschlands VORZEIGEUNTERNEHMEN: Wacker Biotech, Navigo Proteins, Vivoryon Therapeutics, BioNTech Delivery Technologies, Icon Genetics, Nomad Bioscience BIOPHARMAPARK DESSAU SCHWERPUNK TE: Impfstofftechnologie, Forschung, Entwicklung und Herstellung von biologischen Produkten und Arzneimitteln, Qualitätskontrolle und Compliance USP: ganzheitlicher Standort für Pharmazie und Biotechnologie VORZEIGEUNTERNEHMEN: IDT Biologika, Merz Pharma, Oncotec, CEVA www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science MAGDEBURG GATERSLEBEN DESSAU- ROSSL AU HALLE (SA ALE) LUTHERSTADT WIT TENBERG BIT TERFELD- WOLFEN FLUGHAFEN LEIPZIG/HALLE LEUNA ZEITZ BIOTECHNOLOGIE SACHSEN-ANHALT Mehr Informationen: www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science KOMPETENZ IM BEREICH BIOTECHNOLOGIE UND PHARM AZIE STANDORTE FÜR BIOTECHNISCHE UND PHARMAZEUTISCHE ANLAGEN VERFÜGBARE UND QUALIFIZIERTE ARBEITSKRÄFTE — Ihr IMG Standortservice: Auswahl geeigneter Bestandsimmobilien, Frei- flächen oder Optionen in Industrie-, Biopharma- oder Chemieparks — CEIV-Pharma-zertifizierter Flughafen Leipzig/Halle: Umschlag von tempe­ ratur- und zeitkritischen Pharma­ sendungen 55.000 Studierende — rund  — 90  % aller Beschäftigten mit Berufs- oder Hochschulabschluss I MG – SCHNELLE UND EINFACHE REALISIERUNG ANREIZE — aktive und kostenfreie Begleitung Ihrer Ansied- lungs- und Erweiterungs- vorhaben — erfolgreiche Projektum­ setzung – gemeinsam! „Wissenschaftler auf weltweit konkurrenzfähigem Spitzenniveau unterstützen uns erheblich bei der Entwicklung innovativer, hoch spezifischer Proteine für Diagnostik-, Pharma- und Life-Science-Unternehmen.” Dr. Henning Afflerbach | CEO der Navigo Proteins GmbH IMG – IHR ANSPRECHPARTNERIMG – IHR PARTNER Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH Am Alten Theater 6 | 39104 Magdeburg Tel. +49 391 56899-10 welcome@img-sachsen-anhalt.deFür alle Fragen der Projekt­realisierung Für Immobilien- und Standortsuche Für International Business Service Für Unterstützung in Förder- und Finanzierungsfragen www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science BIOTECHNOLOGIE-NETZWERK Life Science Sachsen-Anhalt — Cluster  initiiert durch den Technologiepark Weinberg Campus Vernetzung zwischen — ausgezeichnete  Hochschulen, Forschungsinstituten sowie Biotechnologie- und Pharma­ unternehmen Für Unterstützung in Personalsuche und -rekrutierung Für Behörden- und Genehmigungs- management Stand: Dezember 2022 — Investitionszuschuss zu den förder­fährigen Kosten — Forschungs- und Entwicklungs­ zuschüsse — Personalschulungsanreize

Wirtschaftsminister Sven Schulze: „Bedeutender Impuls für Technologiepark, Region und für Sachsen-Anhalt“

Halle (Saale). Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze hat heute zwei Fördermittelbescheide über insgesamt rund 74 Millionen Euro an den Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) Halle, Dr. Ulf-Marten Schmieder, übergeben. Gefördert werden zwei Neubauvorhaben des TGZ auf dem Weinberg Campus. In den kommenden Jahren sollen sich 200 Startups und Wachstumsunternehmen verschiedener Branchen – unter anderem aus Biotechnologie, Pharma, Medizin-, Umwelttechnik, Chemie, Bioökonomie – ansiedeln. Rund 1.000 Hightech-Arbeitsplätze sollen im Technologiepark Weinberg Campus und in der Region entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 78 Millionen Euro. Das Land fördert die Investitionen mit 95 Prozent. Minister Sven Schulze sagt: „Die neuen Innovations- und Gründerzentren sind ein weiterer bedeutender Impuls für die Entwicklung des Technologieparks, für die Region und für Sachsen-Anhalt. Mit der Förderung dieser Projekte schaffen wir die Voraussetzungen für die Ansiedlung von Unternehmen und Start-ups aus Zukunftsbranchen. Wir setzen darauf, dass aus ihnen mittelfristig Wachstumsunternehmen entstehen, die den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier entscheidend mitprägen werden.“ TGZ-Geschäftsführer Dr. Ulf-Marten Schmieder: „Dank der intensiven Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt werden wir unseren Standort in den nächsten Jahren attraktiv und sichtbar für Hightech-Startups aus aller Welt ausbauen. Die Vision eines international bedeutenden Wissenschafts- und Technologiestandortes im Herzen Mitteldeutschlands, in dem Innovationen wachsen und ein starker Mittelstand entsteht, wird damit für mich immer sichtbarer.“ Hintergrund: Im Technologiepark Weinberg Campus entsteht bis 2025 ein Innovationszentrum, der „Innovation Hub“, für Startups in der Gründungs- und Frühphase. Junge Unternehmen aus den zentralen Innovationsfeldern und Wirtschaftsbranchen des Technologieparks, die sich auf die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle konzentrieren, finden dort auf einer Fläche von insgesamt 2.300 Quadratmetern ideale Startbedingungen. Für den Bau sind 12 Millionen Euro veranschlagt. Zudem wird ein „Business Development Center“ gebaut. Es richtet sich an Startups und junge Technologieunternehmen in der Wachstumsphase. Der inhaltliche Fokus dieses Neubaus im Zentrum des Campus‘ wird auf den Innovationsfeldern Biotechnologie, Pharmazie und Biomedizin sowie neue Materialien, erneuerbare Energien, Bioökonomie und Chemie liegen. Den Unternehmen soll eine Fläche von bis zu 10.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen. In den Bau werden 66 Millionen Euro investiert. Die Eröffnung des Business Development Centers ist für 2028 geplant. Zum Kern des Technologieparks Weinberg Campus gehören neben den naturwissenschaftlichen Instituten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Universitätsmedizin Halle (Saale), sieben renommierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (Max-Planck-, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft) sowie die Standorte des TGZ. Das erste Gebäude des TGZ wurde 1993 eröffnet. Auf dem Weinberg Campus wurden seit 1990 rund 1,2 Milliarden Euro investiert. Heute studieren, forschen und arbeiten hier 15.000 Menschen in Zukunftsbranchen. Im Technologiepark Weinberg Campus entsteht aktuell ein neues mRNA-Kompetenzzentrum des Unternehmens Wacker Biotech, ein Forschungsneubau des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik sowie der Neubau eines Standorts des IT-Unternehmens Exceeding Solutions. In Planung ist zudem ein Theoretikum der Universitätsmedizin Halle (Saale).

Auf der Suche nach umweltfreundlicherem Rattengift

Auf der Suche nach umweltfreundlicherem Rattengift Ratten und Mäuse werden seit langem mit den gleichen blutgerinnungshemmenden Giften bekämpft. Trotz Umwelt- und Resistenzproblemen wurden die Produkte bisher zugelassen, da sie als alternativlos galten. Eine neue Studie zeigt vielversprechende Strategien um Alternativen zu finden, die bisherige Stoffe zu ersetzen und dadurch Umweltbelastungen zu verringern. Die als Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) der ersten und zweiten Generation bezeichneten Wirkstoffe in herkömmlichen Ratten- und Mäusegiften werden bereits seit den 1950er bzw. 1970/80er Jahren zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Angesichts der mit ihrem Einsatz verbundenen Umweltrisiken, der Entstehung und Verbreitung von Resistenzen und den zunehmenden behördlichen Beschränkungen ihres Einsatzes drängt sich immer stärker die Frage auf, ob mit modernen Methoden nicht umweltfreundlichere Alternativen gefunden werden könnten. Aufbauend auf vorbeugenden und nicht-chemischen Maßnahmen würden diese ein wichtiger Baustein im nachhaltigen Schadnager-Management sein, wenn die erstgenannten Maßnahmen nicht ausreichen. Während der Fortschritt auf dem Gebiet der Chemie beispielsweise im Bereich der Pharmazie neue und innovative Wirkstoffe hervorbrachte, gab es bei der Entwicklung von neuartigen Wirkstoffen zur Nagetierbekämpfung in den letzten Jahrzehnten kaum Fortschritte. Dabei stellen Nagetiere für die Nahrungsmittelversorgung, den Gesundheitsschutz von Menschen und (Nutz-)Tieren, aber auch für den Material- und Artenschutz ein weltweites Problem dar, das trotz des massiven Einsatzes bisheriger Rodentizide nicht gelöst werden konnte. Um das Potential zu untersuchen, das die moderne Forschung bei der Entwicklung neuer Rodentizide bietet, hat die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag des Umweltbundesamtes (⁠ UBA ⁠) ein Forschungsvorhaben durchgeführt. Neben einer umfassenden Recherche und eingehenden Bewertung potentieller Wirkstoff-Kandidaten stand die Erarbeitung einer „Konzeptstudie zu Entwicklungsmöglichkeiten eines umweltverträglicheren Rodentizids“ im Vordergrund des Projekts. Sowohl der deutschsprachige Abschlussbericht als auch der begleitende englischsprachige Artikel im Fachmagazin „Sustainable Chemistry and Pharmacy“ wurden kürzlich veröffentlicht. Darin kommen die Forschungsnehmer vom Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie zu dem Schluss, dass es noch viel Potential bei der Entwicklung umweltverträglicherer Rodentizide gibt. Die Studie hält zahlreiche vielversprechende Ansätze und ein gestuftes Forschungs- und Entwicklungskonzept für Unternehmen bereit, die innovative Lösungen zur chemischen Bekämpfung von Nagetieren auf den Markt bringen wollen. So empfehlen die Forschenden als relativ kurzfristige Strategie, bestehende moderne blutgerinnungshemmende oder -fördernde Wirkstoffe aus dem Bereich der Humanarzneimittel, die positivere Umwelteigenschaften zeigen, auf ihr Potential zur Nagetierbekämpfung zu prüfen. Dies ist ein bewährtes Prinzip, von den derzeit verwendeten Antikoagulantien kommt Warfarin sowohl in der Humanmedizin als auch in der Nagetierbekämpfung zum Einsatz. Ebenfalls relativ kurzfristig wäre der Einsatz von akut wirkenden Giften als Fraßgift denkbar, deren Wirkeintritt durch eine Mikroverkapselung verzögert wird. Dadurch könnte der bei Ratten verbreiteten Köderscheu vorgebeugt werden, die normalerweise durch Akutgifte ausgelöst wird. Bereits aktuell von der Industrie verfolgt wird der Einsatz von reineren Gemischen antikoagulanter Wirkstoffe, die derzeit in Produkten verwendet werden. Schon dadurch können Umwelteigenschaften geringfügig verbessert werden. Das Design von sogenannten Prodrugs, also zunächst inaktiven Wirkstoffen, auf Basis bekannter Wirkstoffe ist eine der Möglichkeiten mittelfristig umweltverträglichere Rodentizide zu entwickeln. Dabei würden die Wirkstoffe erst im Körper durch den Metabolismus der Tiere aktiviert. Berücksichtigt man dabei die Unterschiede im Metabolismus verschiedener Arten, könnte die zielgerichtete Wirkung erhöht und unerwünschte Vergiftungen anderer Tierarten reduziert werden. Die Studie zeigt auch neue Ansatzpunkte für potentiell besonders spezifische Wirkmechanismen auf, die derzeit noch nicht genutzt werden, beispielweise an der hepatischen Glucokinase (Hyper-/Hypoglykämie) oder eine Störung der Ammoniakausscheidung. Um diese Mechanismen zu nutzen, müssten neue Wirkstoffe entwickelt werden, die dem Safe-and-sustainable-by-design-Konzept der aktuellen Europäischen „Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit“ folgen. Diese Strategie verspricht den größten Umweltnutzen, ist jedoch auch mit dem höchsten Forschungs- und Entwicklungsaufwand verbunden. Die derzeit meistens in Rodentiziden enthaltenen Wirkstoffe hemmen die Blutgerinnung und führen mehrere Tage nach Köderaufnahme zum Tod durch inneres Verbluten. Die verzögerte Wirkung ist ein Vorteil bei der Bekämpfung von Ratten, die ansonsten die Köder meiden würden. Allerdings verursachen Antikoagulanzien durch ihren Wirkmechanismus nicht nur Schmerzen und Leiden bei den Nagetieren, sie wirken auch auf Menschen und Nicht-Zieltiere. Antikoagulanzien der 2. Generation bauen sich zudem in der Umwelt und auch im Körper nur sehr langsam ab und können sich dort anreichern. Vergiftete Nagetiere stellen dadurch eine Gefahr für Beutegreifer wie Eulen oder Füchse dar. Aber auch in Singvögeln und sogar Fischen wurden Rodentizid-Rückstände bereits nachgewiesen. Nicht zuletzt hat der massive Einsatz von antikoagulanten Rodentiziden bereits zu Resistenzen bei Wanderratten und Hausmäusen geführt. Zudem wurden alle antikoagulanten Wirkstoffe als reproduktionstoxisch und spezifisch zielorgantoxisch eingestuft. Dennoch wurden sie bislang immer wieder in Biozid-Produkten zugelassen, da chemische Alternativen fehlten. Nicht-chemische Verfahren, wie zum Beispiel Fallen, erleben zwar im Zuge der Digitalisierung eine Renaissance, können den Einsatz von chemischen Mitteln derzeit aber nicht in allen Fällen ersetzen. Insofern kommt umweltfreundlicheren chemischen Alternativen in Zukunft eine bedeutende Rolle beim weltweiten Management von Nagetieren zu. Für die Suche nach Innovationen im Bereich der chemischen Nagetierbekämpfung bietet die vorliegende Studie viele richtungsweisende Denkanstöße und eine schrittweise Forschungs- und Entwicklungsstrategie.

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