Kernschmelzunfaelle in KKW fuehren durch die Schmelzen-Betonreaktion zu einem Druckanstieg im Sicherheitsbehaelter. Eine Moeglichkeit, das Bersten des Sicherheitsbehaelters zu vermeiden, ist eine Abluftfilterung ueber Filterkomponenten zur Abscheidung von Radiojod und Aerosolen mit einem Volumenstrom, der zur Konstanthaltung des Druckes im SB ausreicht. Hierbei werden Filterelemente benoetigt, die hohe Abscheidewirkung bei hohen Temperaturen, hohem Strahlenpegel und Feucht- und Dampfgehalt haben.
Die Studie umfasst die nachstehenden Leistungen: a) die Probensammlung und Aufarbeitung zur Bestimmung von 131J und b) die Analyse von Luftfilterproben zur Ermittlung der Plutoniumkonzentration der Luft. Die Durchfuehrung erfolgt mit einem eigens konstruierten Grosssammler, der 5000 m3 Luft pro Stunde durch ein Aktivkohlebett saugt. Die Kohle wird anschliessend mit alkalischen Loesungen eluiert und das Radiojod daraus als Jodid gefaellt und gemessen. Fuer Plutonium werden Mikrosorbanfilter zur Aufsammlung verwendet, Plutonium dann chemisch isoliert, elektrolytisch abgeschieden und gemessen. Die Anlage ermoeglicht die Ueberpruefung von Freisetzungen in der Naehe von Kernanlagen bzw. solchen, die sich in der Naehe der oesterreichischen Grenzen befinden.
Am 29. März 2011 wurde im Meerwasser in der Nähe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima Daiichi eine Konzentration von radioaktivem Jod gemessen, die um das 3355-fache über dem zulässigen Höchstwert liegt.
Am 28.August um 23:31 Uhr erhielt die Europäische Kommission eine ECURIE-Warnmeldung aus Belgien über einen radiologischen Störfall im Institut National de Radio-éléments (IRE) in Fleurus. Aus der Anlage war gasförmiges Iod-131 freigesetzt worden. Am 26. August war diese Freisetzung als Vorfall der Stufe 3 der internationalen INES-Skala eingestuft worden. Auf der Grundlage der Analyse von Umweltproben ergriff die belgische Nuklearaufsichtsbehörde nun Schutzmaßnahmen, insbesondere Beschränkungen des Verzehrs vor Ort erzeugter Lebensmittel (Gemüse und Milch).
Von 2011 bis 2014 wurde im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz das Forschungsvorhaben Messtechnische und theoretische Abschätzung des Eintrags von I-131 in die OSPAR1)-Regionen auf Grund der nuklearmedizinischen Anwendung von Radioiod in Deutschland (3611S70013) durchgeführt. Ziel war es gemäß OSPAR-Abkommen die I-131-Einträge in den Nordostatlantik für die deutschen Flusssysteme modelltechnisch zu quantifizieren. Dazu wurde ein Bilanzierungsmodell (OSBIMO) entwickelt, das für die Flüsse Rhein, Elbe, Main, Weser, Ems und Neckar unter Berücksichtigung von punktuellen Einträgen durch Kläranlagen sowie des Abflussregimes in den Flüssen die maßgeblichen Prozesse des I-131-Transportes und -Abbaus für gelöste und partikulär gebundene Stoffe berechnet und es wurden jährliche Bilanzgrößen erstellt. Zur Validierung des Modells wurden Aktivitätskonzentrationen von I-131 entlang ausgewählter Flussläufe in Wasser- und Sedimentproben sowie an markanten Einleitstellen von Kläranlagen im Zustrom und im Abstrom ermittelt. Die Auswertung der Analysen ergab Stofffrachten in den Gewässern, die deutlich niedriger ausfielen, als die aus den Einwohnerzahlen erwarteten I-131-Frachten der Flüsse. Die Ursachen dieses Befundes konnten im Rahmen des Vorhabens 3611S70013 nicht aufgeklärt werden. In einem weiteren 2016/17 realisierten Untersuchungsprogramm (3614S50013 Messtechnische und modellbasierte Abschätzung des Eintrags von I-131 in die OSPAR-Regionen auf Grund der nuklearmedizinischen Anwendung von Radioiod in Deutschland) wurde die Datenbasis durch Einbeziehung von Oberläufen und ausgewählten Nebengewässern deutlich erweitert. Um die hydrologischen Eigenschaften der Gewässer bei der Auswertung dieser Messungen vertiefend berücksichtigen zu können, sollte das OSBIMO-Modell weiterentwickelt und hinsichtlich seiner Datenbasis wesentlich erweitert werden.
Einzelvorhaben: 1. Erarbeitung und Erprobung von Messverfahren zur Bestimmung spezieller Radionuklide in der Abluft und in verschiedenen Betriebsmedien kerntechnischer Anlagen: Die schon frueher aufgenommenen Untersuchungen zur Emission von Ni-63 und Fe-55 mit der Abluft aus Kernkraftwerken sollen weitergefuehrt werden. In diese Untersuchungen sollen weitere spezielle Radionuklide wie z.B. Tc-99, P-32 und S-35 einbezogen werden. Ebenso sind Messungen von N-16 in der Umgebung von Kernkraftwerken geplant. 2. Untersuchungen ueber die Nuklidzusammensetzung kurzlebiger radioaktiver Aerosole in der Abluft von Kernkraftwerken. 3. Untersuchung zur Probenahme radioaktiver Aerosole und von Radiojod in der Abluft von Kernkraftwerken: Zur Bestimmung der Qualitaet der Probenahme von Aerosolen in der Abluft von Kernkraftwerken sollen Untersuchungen zur Groessenverteilung radioaktiver Partikel in verschiedenen Teilen des Probenahmesystems durchgefuehrt werden. Ferner sind Probenahmesysteme fuer Radiojod zu untersuchen. 4. Untersuchung ueber die Emission von Alphastrahlern bei kernbrennstoffverarbeitenden Betrieben: Erprobung und Anwendung radiochemischer Verfahren zur Separierung von Alphastrahlern aus den Abluftfiltern und Herstellung von duennschichtigen fuer die Alphaspektrometrie geeigneten Proben. 5. Untersuchung ueber Haeufigkeit, Dauer und Hoehe von Kurzzeitemissionen bei Kernkraftwerken mit Leichtwasserreaktor.
Am 24. März 2011 wurde erstmals an vier höchstempfindlichen Messstellen in Deutschland radioaktives Jod in der Luft gemessen, das aus dem Reaktorunglück in Japan stammt. Es konnten geringste Spuren, ein fünftausendstel Becquerel Jod pro Kubikmeter Luft, nachgewiesen werden. Nach Einschätzung der Strahlenschutzkommission (SSK) sind diese Spuren an Radioaktivität für die Bevölkerung in Deutschland gesundheitlich unbedenklich.
Es wurde eine Gruppe von 231 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit fortgeschrittenen Formen des Schilddrüsenkrebses nach Tschernobyl, die in Minsk operiert und in Deutschland mit Radiojod nachbehandelt worden waren, entsprechend einem definierten Untersuchungsprotokoll medizinisch nachuntersucht und betreut. In keinem Fall wurde eine Progression der Tumorerkrankung im Rahmen der Nachsorge festgestellt. Auch Zweittumoren sind bisher nicht aufgetreten; in der Zwischenzeit sind bereits 64 gesunde Kinder der Patienten auf die Welt gekommen. Die Daten dieser Zielgruppe und einer wesentlich größeren Gruppe von über 1000 weißrussischen Kindern und Jugendlichen mit Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl konnten in einer eigens dafür aufgebauten Datenbank dokumentiert und gespeichert werden.
IFG Anfrage Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte unverzüglich (s. § 7 Abs. 5 IFG) um eine Eingangsbestätigung sowie Beanwortung dieser IFG Anfrage: Zu Ihrer Veröffentlichung[1],[2] zur Jodblockade (als Maßnahme u.a. bei AKW Störfällen) beantrage ich im Rahmen einer ausschließlich kostenfreien[0] IFG Anfrage (ohne Kosten für Auslagen): 1.) die (wissenschaftliche) Quelle Ihrer Grafik "Jodtabletten Einnahmezeitpunkt"[3] 2.) Ihnen vorliegende Informationen zu negativen Effekten, wenn Tabletten zur Jodblockade genommen werden, nachdem bereits die Person radioaktives Jod aufgenommen hat. Ab wann ist die Einnahme Kontraproduktiv, dass sie die Ausscheidung der radioaktive Stoffen hemmt? 3.) Rechtzeitige, verlässliche Information der Bevölkerung: Welche Informationen Ihres Ministeriums: a) analysieren die Defizite der Bund-Länder Kommunikationsübung, bei der die Bevölkerung teilweise erst 4 Stunden nach Durchzug der radioaktiven Wolke informiert wurde, OBWOHL die Beamten wussten, es handelt sich um eine Übung[4] b) dokumentieren Maßnahmen zur Verringerung dieser Defizite? c) welche dieser Maßnahmen sind konkret durch Bund oder einzelne Länder verbindlich beschlossen? d) gibt es zu b) und c) Validierungen, Untersuchungen der Umsetzung? 4.) Analog zu den Unterpunkten von a-d von 3.) speziell zu Störfällen außerhalb des Bundesgebietes, die die Bevölkerung aber im Bundesgebiet gefährdet. Fußnoten: [0] Der Rahmen einer ausschließliche, vollständige (auch bei Auslagen) kostenfreie Bearbeitung ergibt sich durch a) einer einfachen, kostenfreien IFG Anfrage § 10 Abs. 1 Satz 2 IFG b) eine vollständige Gebührenfreiheit wegen öffentlichen Interesses gemäß § 2 Satz 2 IFGGebV. (Siehe hierzu u.a. Art. 2 Abs. 2 GG, § 5 Rn 48 Kommenar IFG Schoch, 2. Auflage: "wenn ihre Offenbarung zur Abwehr erheblicher Nachteile für das Allgemeinwohl oder von Gefahren für Leben, Gesundheit, persönlicher Freiheit oder sonstiger schwerwiegender Beeinträchtigungen der Rechte Einzelner geboten ist".) Falls Sie eine umfangreichere Begründung notwendig erachten, kann ich weitere Gründe bennennen. Ich beantrage erst die vollständige Kostenfreiheit zu festzustellen und dann im Rahmen dieser Gebühren und Auslagenfreiheit eiAntworten zu erteilen. [1] https://www.jodblockade.de/ [2] https://www.jodblockade.de/fileadmin/user_upload/download_pdf/jodtabletten_broschuere_einnahme_de.pdf [3] https://www.jodblockade.de/fileadmin/user_upload/images/jodtabletten_einnahmezeitpunkt.jpg [4] Bericht der TAZ über die geheime Bund-Länderkommunikationsübung, dieser wurde erst durch eine IFG Anfrage möglich: http://www.taz.de/Simulierter-Super-GAU/!5030083/ Umfangreiches Dokument zur Übung: http://taz.de/Geheime-Uebung-von-Bund-und-Laendern/!5030277/ Mit freundlichen Grüßen, Dipl.-Ing.(FH) SFI Robert Michel
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 20 |
| Europa | 1 |
| Land | 2 |
| Weitere | 23 |
| Wissenschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 1 |
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 13 |
| Gesetzestext | 2 |
| Text | 3 |
| unbekannt | 24 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 27 |
| Offen | 18 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 43 |
| Englisch | 26 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Datei | 3 |
| Dokument | 1 |
| Keine | 30 |
| Webseite | 13 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 19 |
| Lebewesen und Lebensräume | 42 |
| Luft | 17 |
| Mensch und Umwelt | 45 |
| Wasser | 18 |
| Weitere | 41 |