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Strategisches Monitoring von Rodentizid-Rückständen in Fischottern zur Überprüfung der Wirksamkeit von Risikominderungsmaßnahmen aus der Biozid-Zulassung

Als PBT-Stoffe gelangen antikoagulante Rodentizide bei Rattenbekämpfungen in der Kanalisation oder in Ufernähe in Gewässer, wo sie von Fischen aufgenommen und über die Nahrungskette in Top-Prädatoren wie Fischottern angereichert werden. Aufbauend auf dieser Erkenntnis aus dem Vorläufervorhaben (FKZ 3720 64 409 0) wurden in der Biozid-Zulassung Risikominderungsmaßnahmen (RMM) zur Verhinderung von Gewässereinträgen festgelegt. Um zu überprüfen, ob diese Maßnahmen geeignet sind, die Gewässerbelastung tatsächlich zu reduzieren, soll im Rahmen dieses Projekts ein strategisches Biotamonitoring anhand der systematischen Sammlung und Untersuchung von Fischotter-Totfunden aus ganz Deutschland durchgeführt werden. Dazu werden die tot aufgefundenen Tiere zentral gesammelt und obduziert, um ihren Gesundheitszustand zu untersuchen. Gleichzeitig werden sie beprobt, um die Leberproben auf Rückstände von Rodentiziden (und nach Möglichkeit auch anderen Umweltschadstoffen aus anderen Vollzügen) zu analysieren. Die Häufigkeit der positiven Rodentizid-Nachweise aber auch die Höhe ihrer Konzentration in der Leber sollen in drei aufeinander folgenden Jahren erhoben werden. Im Vergleich zu Daten aus früheren Jahren, die im Rahmen des Vorgängerprojekts erhoben wurden, erlaubt dies Rückschlüsse darüber, ob die aquatische Belastung nach Festlegung der RMM tendenziell abnimmt, zunimmt oder gleichbleibend ist. Zusätzlich dazu werden Begleitparameter wie Fundort, Rodentizideinsatz in Fundort-Nähe, Todesursache, Alter, etc. erhoben sowie Nahrungsanalysen (Untersuchung des Mageninhalts und Metabarcoding) durchgeführt. Dadurch können die Einflussfaktoren auf die Rodentizid-Rückstände in Fischottern und damit die Eintragswege dieser Stoffe statistisch ausgewertet werden.

Co-Design eines hydrometeorologischen Informationssystems für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen im südlichen Afrika, Teilprojekt 4

Wie viele Lungenkrebsfälle gehen in Deutschland auf Radon in Wohnräumen zurück?

Wie viele Lungenkrebsfälle gehen in Deutschland auf Radon in Wohnräumen zurück? Das radioaktive Gas Radon ist nach dem Rauchen einer der häufigsten Auslöser von Lungenkrebs. Eine langjährige Belastung durch erhöhte Radonkonzentrationen in Innenräumen steigert das Erkrankungsrisiko. Um Schutzmaßnahmen gezielt bewerten zu können, ist die Zahl der durch Radon verursachten Todesfälle von Bedeutung. In einem Forschungsprojekt kamen Wissenschaftler*innen des BfS zum Ergebnis, dass ca. 6,3 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle in Deutschland auf Radon in Wohnräumen zurückgehen. Radon im menschlichen Körper Hintergrund Das radioaktive Gas Radon ist nach dem Rauchen einer der häufigsten Auslöser von Lungenkrebs. Langjähriger Aufenthalt in Räumen mit hohen Radonkonzentrationen erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Radon entsteht als Zerfallsprodukt von Uran überall im Erdboden. Je nach Vorkommen und Bodendurchlässigkeit unterscheidet sich die Menge des austretenden Radons in Deutschland. Kleine Undichtigkeiten im Bodenbereich von Häusern reichen aus, dass das radioaktive Gas in Gebäude eindringen und sich dort zu hohen Konzentrationen anreichern kann. Sammelt sich auf diesem Wege Radon in Wohnräumen an, atmen ihre Bewohner*innen das Gas über längere Zeiträume ein und ihr Lungenkrebsrisiko steigt. Erhöhte Radon -Konzentrationen treten vorwiegend in Keller- und Erdgeschossen auf. Zielsetzung Dass Radon ein wichtiger Auslöser für Lungenkrebs ist, ist bekannt. Doch um die Bedeutung entsprechender Schutzmaßnahmen abzuschätzen, ist es wichtig zu wissen, wie viele Menschen jährlich an einer durch Radon verursachten Lungenkrebserkrankung sterben. Wissenschaftler*innen des BfS ermittelten dazu diese Zahl mittels epidemiologischer Methoden. Durchführung Mit ihrer Untersuchung bauten die BfS -Wissenschaftler*innen auf Forschungsprojekten ihrer Kolleg*innen auf: In den Jahren 2019 bis 2023 hatte das BfS umfangreiche Arbeiten zur Erhebung der Radon -Situation in Wohnräumen in Deutschland teils durchführen lassen, teils selbst durchgeführt. Neben diesen Daten zur regionalen Verteilung der Radon -Konzentrationen in Wohnräumen nutzten die Forscher*innen für die Ermittlung der Anzahl der Lungenkrebstodesfälle durch Radon unter anderem aktuelle Daten zur Lungenkrebssterblichkeit und zum Rauchverhalten der Bevölkerung sowie Risikomodelle zur Beschreibung des Zusammenhangs zwischen Radon und Lungenkrebs und zwischen Rauchen und Lungenkrebs. Um die Auswirkungen jährlicher Schwankungen der Todesfallzahlen auszugleichen, wurde die Gesamtzahl der Lungenkrebstodesfälle über die Jahre 2018 bis 2022 gemittelt. Bei der Bestimmung der auf Radon in Wohnräumen zurückgehenden Lungenkrebstodesfälle schätzt man in einem ersten Schritt zunächst das allgemeine Risiko in einer Population im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs zu sterben. In einem zweiten Schritt schätzt man ab, um wieviel dieses Lungenkrebsrisiko sinken würde, wenn die Menschen nur einer praktisch unvermeidbaren Basis-Radonkonzentration ausgesetzt wären. Für Deutschland wird hierfür ein angenommen, der in etwa der Außenluftkonzentration entspricht (10 Becquerel pro Kubikmeter). Nun wurde der populations-attributable Anteil ermittelt. Das ist der Anteil der Lungenkrebsfälle, die in einer Population nicht auftreten würden, wenn die Exposition beseitigt werden würde. Dafür wurde die Risikoreduzierung bei 10 Becquerel pro Kubikmeter ins Verhältnis zum allgemeinen Lungenkrebsrisiko gesetzt. Schließlich wird dieser populations-attributable Anteil mit der Gesamtzahl der Lungenkrebstodesfälle multipliziert. So erhält man die Anzahl an Lungenkrebstodesfällen, die schätzungsweise auf Radon in Wohnräumen zurückgehen. Ergebnis Demnach gehen rechnerisch etwa 6,3 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle in Deutschland auf Radon in Wohnräumen zurück. Das sind rund 2.800 Fälle pro Jahr. Die Wissenschaftler*innen veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Radiation and Environmental Biophysics ." Die Auswertung der BfS -Wissenschaftler*innen zeigt Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Ländern mit höheren durchschnittlichen Radon -Konzentrationen in Wohnräumen ist der Anteil der Lungenkrebstodesfälle, der Radon -bedingt ist, höher als in Ländern mit niedrigeren Durchschnittswerten. Besonders betroffen sind Thüringen (10,0 % ) und Sachsen (9,5 % ). Am niedrigsten liegt die Quote in den Stadtstaaten Berlin (3,2 % ), Hamburg und Bremen (jeweils 3,3 % ). Projektdaten Forschungs-/ Auftragnehmer: Eigenforschung am BfS Projektleitung: Dr. Felix Heinzl Beginn: Dezember 2021 Ende: November 2024 Stand: 15.07.2025

Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Hessen (Hessische Anpassungsstrategie)

Um die Folgen des Klimawandels möglichst gering zu halten und dem Klimawandel möglichst effektiv zu begegnen, gilt es - unter Berücksichtigung der räumlichen Gegebenheiten - auch regional frühzeitig tätig zu werden. Die Hessische Anpassungsstrategie ist am 17.10.2012 vom HMUELV veröffentlicht worden. Darin werden die nach Modellberechnungen erwarteten Klimaveränderungen für Hessen dargestellt, Risiken durch den Klimawandel für die behandelten Bereiche identifiziert sowie strategische Empfehlungen zur Minimierung dieser Risiken angeboten. Ein Aktionsplan Klimawandel soll nun im nächsten Schritt erstellt werden, um für die gefährdeten Bereiche konkrete Maßnahmen zu benennen.

Insektenschutz bei der Anwendung von Tierarzneimitteln: Management zum Erhalt der Dungfaunadiversität auf Weideflächen

Antiparasitika zur Anwendung bei Weidetieren gehören zu den Tierarzneimitteln mit der höchsten Toxizität für die Umwelt. Naturgemäß ist besonders die Diversität dungassoziierter Insekten betroffen. Auf EU-Ebene werden verschiedene Risikominderungsmaßnahmen (RMM) zur Reduzierung der Umweltrisiken vorgeschlagen. Die praktische Wirksamkeit dieser Maßnahmen hinsichtlich des Erhaltes der Insekten-Diversität wurde bisher systematisch nicht bewiesen. Ziel des Vorhabens ist, die Grundlagen hierfür zu erarbeiten, um geeignete Maßnahmen zum Schutz der Insekten zielgerichtet und erfolgreich anwenden zu können. Im ersten Teil des Vorhabens soll erarbeitet werden, welche RMM zur Verfügung stehen und anhand welcher ökologischer und populations-systematischer Kennwerte die Kontrolle eines möglichen Erfolges hinsichtlich Biodiversität und Populationserhalt bei den relevanten Insekten untersucht werden kann. Im zweiten Teil des Vorhabens sollen Freilandversuche geplant und durchgeführt werden. Es sollen unbelastete Vergleichsweiden und stark behandelte Flächen hinsichtlich Diversität der Dungfauna untersucht werden und in nachfolgenden Jahren die Auswirkungen durchgeführter RMM auf den behandelten Flächen erfasst werden. Dabei soll sich auf die klimatisch gemäßigten Bereiche Europas bezogen werden. Die im zweiten Teil des Projektes zu klärenden Detailfragen sind u.a. (aber nicht ausschließlich): Entwicklung ausgewählter dungassoziierten Insekten-Populationen im Freiland auf behandelten & unbehandelten Weiden. Auswirkungen möglicher reduzierter Dung-Insektenpopulationen (Käfer, Fliegen) auf die Nahrungsnetze. Schaffung der Datengrundlage hinsichtlich Ökologie und Biogeographie von Dungorganismen im klimatisch gemäßigten Bereich Europas. Schaffung der Grundlage für die systematische Bestimmung der Dunginsekten; hier neuere Methoden wie Meta-Barcoding oder eDNA, da klassisch-systematische entomologische Bestimmungsarbeit zukünftig nicht mehr leistbar sein wird.

Wissenschaftliche Unterstützung der Arbeitsgruppe Effizient mobil

In der Verkehrserschließung der Universität Kassel hat sich in der letzen Zeit die Situation zugespitzt: Die Belastung der Straßenbahnlinien zum Holländischen Platz hat stetig zu genommen, starke bis unzumutbare Überfüllung der Bahnen in den Spitzenstunden ist mittlerweile die Regel. Der Übergang der Aus- und Einsteiger von der derzeitigen Haltestelle zur Hochschule ist zudem in der Kapazität an der Grenze bis hin zur Gefährlichkeit. Pläne der Umgestaltung verzögern sich aus verschiedenen Gründen immer wieder. Auch die Situation im Radverkehr ist stark verbesserungswürdig. Der Anteil der Studierenden, die mit dem Rad zur Universität kommen ist im Vergleich zu anderen Hochschulorten immer noch unterdurchschnittlich, die Ursachen sind von der Existenz eines sehr kostengünstigen Zuganges zum ÖV (Semesterticket) bis hin zu der unzureichenden Infrastruktur für Radverkehr in Kassel und einem offenbar fehlenden Bewusstsein der Studierenden vielfältig. Ein höherer Anteil der Studierenden im Fahrradverkehr wäre aber sehr wünschenswert und könnte die Situation im ÖPNV entspannen. Insgesamt muss es darum gehen, die Verkehrserschließung der Universität Kassel so zu gestalten, dass die günstige räumliche Ausganglage der Hochschule auch zu einem nachhaltigen Verkehrsverhalten führt. Dies würde die Universität auch in den Bemühungen um eine insgesamt gute CO2-Bilanz stark stützen. Angesichts der gegenwärtig begrenzten Potenziale der Stadt Kassel (zahlreiche Personalwechsel) und der offensichtlichen Notwendigkeit einer zeitlichen Beschleunigung der naturgemäß durch Planungsverfahren und Bauvorbereitungen langfristigen Prozesse der infrastrukturellen Verbesserung der Hochschulerschließung ist es angebracht, durch wissenschaftliche und organisatorische Unterstützung der Universität einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Dabei kommt es darauf an, wissenschaftliches Material anzubieten und durch Unterstützung des Präsidiums im Interesse der Hochschule liegende Maßnahmen frühzeitig zu identifizieren, zu verdeutlichen und ggf. gegenüber der Stadt Kassel zu vertreten. Im Einzelnen werden folgende Aufgaben wahrgenommen: FG Integrierte Verkehrsplanung/Mobilitätsentwicklung (Prof. Holzapfel) - Verbesserte Anbindung aller Standorte an die studentischen Wohnquartiere- Verbindung der verschiedenen Hochschulstandorte über Fahrradstraßen - Überdachte Fahrradstellplätze auf dem Campusgelände - Fahrradhaus/Servicestation mit Meisterwerkstatt (Modell Uni Hamburg) - Förderung von E-Bikes. FG Verkehrsplanung und Verkehrssysteme (Prof. Sommer) - Konkrete Verbesserungsvorschläge im ÖPNV (z. B. Taktung Straßenbahn, verstärkter Einsatz von Bussen, die das Campusgelände direkt anfahren) - Verbesserung von Jobticket/Semesterticket - Intermodale Angebote - Mobilitätsportal im Intranet. Beide Fachgebiete bearbeiten die Aufgaben einer stärkeren Beteiligung der Universität an KONRAD sowie des Aufzeigens von Mobilitätsmöglichkeiten für Mitarbeiter in Form eines Welcome-Pakets. (Text gekürzt)

Sicherheitstechnische Weiterentwicklung einer Verladeanlage fuer druckverfluessigte Gase

Entwicklung und Bau einer Verladeeinrichtung fuer Fluessiggas einschliesslich Schnelltrennkupplung (Lieferung und Montage von Zusatzeinrichtungen fuer eine Dichtheitspruefung/Dichtheitsueberwachung beim Ladevorgang an der loesbaren Verbindung, fuer die Einbindung des Bodenventils am Strassentankwagen in das anlagenseitige Not-Aus-System und eine Ablaufsteuerung. Standort der Anlage ist bei Messer Griesheim in Dortmund.

Erhöhung der Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien durch ein innovatives, ventilgesteuertes Gas- und Thermomanagement

Risiken und Resilienz hydrologischer Extreme in städtisch-ländlichen Gebieten im südlichen Afrika - Co-Produktion von Wasser- und Klimadienstleistungen für ein angepasstes und nachhaltiges Risikomanagement, Teilprojekt 2

Co-Design eines hydrometeorologischen Informationssystems für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen im südlichen Afrika, Teilprojekt 1

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