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Wasserportal Berlin

Im Wasserportal stehen die gewässerkundlichen Daten aus dem Oberflächenwasser- und dem Grundwassermesssnetz des Landes Berlins zur Ansicht und zum Download zur Verfügung.

Teilvorhaben: Anlagentechnik samt der zugehörigen Regelungs- und Steuerungstechnik

Das Projekt "Teilvorhaben: Anlagentechnik samt der zugehörigen Regelungs- und Steuerungstechnik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Albert Hodel GmbH Apparatebau und Schweißkonstruktionen durchgeführt. Das Ziel des Teilvorhabens der Albert Hodel GmbH ist die Anlagentechnik einschließlich der Regelungs- und Steuerungstechnik, welche eine industrielle Aufwertung durch mikrobielle Modifikation der ursprünglich nicht verwertbaren Feinsande für die Beton- und Mörtelherstellung ermöglicht. Für die Anlage wird ein Förder-Misch-Prozessablaufschema entworfen, das sowohl die mehrstufige Reinigung der Sande als auch die Aufbereitung derselben umfasst. Dazu gehören Prozessschritte wie die Förderung, Sandberieselung, Waschgänge und Trocknung. Für den neuartigen Reaktor wird das Befüllen ohne Eintrag von Fremdorganismen oder anderweitigen Verunreinigungen erforscht. In einer automatisierten Berieselungs- bzw. Flutungstechnik wird das Mikroorganismen-Pilzgemisch und die Nährstoff-Pufferlösung homogen im und auf dem Sand aufgebracht. Eine neuartige Methode, die auf einem Bauteil funktionsähnlich zu einem leicht schrägen Bewegbett mit einem drehbaren Rahmen basiert, sorgt für eine zielführende Durchmischung der Feststoffe. Die Forschungsinhalte der Albert Hodel GmbH umfassen auch das Design und die Konstruktion der neuartigen Anlagenkomponenten. Die angestrebte Feinsandmenge für einen Durchlauf beläuft sich auf bis zu 500 kg. Parallel dazu wird die Regelungs- und Steuerungstechnik für die Anlage implementiert. Diese soll einen Soll-Ist-Vergleich der unterschiedlichen Anlagenparameter (Fördergeschwindigkeit, Temperatur, Sauerstoffsättigung, etc.) durchführen und die Anlage im eingestellten Zustand betreiben. Die technischen Vorteile der neuartigen Anlage sind im Vergleich zu konkurrierenden Anlagen zur Sandaufbereitung für die Betonherstellung auf Basis von Feinsanden der kompakte Aufbau und der geringe Energieverbrauch durch den Wegfall der mechanischen Bearbeitung.

Einfluss organischer Aerosole auf Luftqualität und Klima

Das Projekt "Einfluss organischer Aerosole auf Luftqualität und Klima" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Max-Planck-Institut für Chemie (Otto-Hahn-Institut) durchgeführt. Organische Aerosole (OA) sind wichtige Bestandteile atmosphärischer Partikel. Je nach Region können sie zwischen 20 und 90% der gesamten Submikron-Partikelmasse betragen. Dennoch sind organische Aerosolquellen, atmosphärische Prozesse und Ableitung sehr ungewiss. Vorrangiges Ziel dieses Antrages ist es, die Auswirkungen organischer Aerosole auf Luftqualität und Klima zu untersuchen. Dazu soll die Darstellung des Aerosolaufbaus und die Weiterentwicklung in einem globalen Klima-Chemie-Modell verbessert werden. Das geplante Vorhaben basiert auf einem rechnerisch effizienten Modul zur Beschreibung der Zusammensetzung und Entwicklung atmosphärischer Aerosole in der Atmosphäre (ORACLE), ein Teil des ECHAM5/MESSy (EMAC) Klima-Chemie-Modells. ORACLE wird unter Berücksichtigung aller auf Labor- und Feldmessungen basierenden neuesten Erkenntnissen und Entwicklungen aktualisiert werden, um den zunehmend oxidierenden, weniger flüchtigen und stärker hygroskopischen Charakter des organischen Aerosols während der atmosphärischen Alterung mittels Nachverfolgung ihrer beiden wichtigsten Parameter, Sättigungskonzentration und Sauerstoffgehalt, genauer darzustellen. Dieses Modellsystem soll eingesetzt werden, um die Unsicherheit hinsichtlich der Einflüsse organischer Aerosole auf die globale Luftqualität und den Strahlungsantrieb zu verringern, und zwar durch: i) Quantifizierung des relativen Beitrags der Bildung sekundärer organischer Aerosole (SOA) sowie Emissionen primärer organischer Aerosole (POA) auf den Gesamthaushalt organischer Aerosole in unterschiedlichen Umgebungen; ii) Quantifizierung des Beitrags von Biomasseverbrennung und Schadstoffemissionen sowie chemische Alterung und weiträumige Übertragung auf den Gesamthaushalt organischer Aerosole; iii) Ermittlung, inwieweit SOA Konzentrationen durch biogene und anthropogene Emissionen sowie photochemische Alterungsprozesse beeinträchtigt werden; iv) Untersuchung der Weiterentwicklung von SOA-Bildung aus natürlichen Quellen durch deren Interaktion mit anthropogenen Emissionen; v) Abschätzung der Auswirkungen photochemischer Alterungsprozesse auf die physikalisch-chemischen Eigenschaften organischer Aerosole (z.B. Hygroskopizität, Volatilität) und vi) Einschätzung der indirekten Auswirkungen organischer Aerosole auf das Klima. Vor allem aber wird der vorliegende Antrag der kommenden Generation von Chemie-Klimamodellen eine realistische Beschreibung der chemischen Entwicklung organischer Aerosole in der Atmosphäre liefern, was für die Reduzierung der Aerosol-Unsicherheiten in der Luftqualität und bei Klimasimulationen von wesentlicher Bedeutung ist. Es ist auch davon auszugehen, dass das Forschungsvorhaben wertvolle Informationen zu den Quellen und der Produktion von OA weltweit liefert, was derzeitige CCMs nicht leisten können und welche von Politikern zur Entwicklung zukünftiger wirksamer Emissionsminderungsstrategien genutzt werden können.

Entwicklung einer integrativen Handlungsempfehlung zur Bewertung der Kolmation in Fließgewässern

Das Projekt "Entwicklung einer integrativen Handlungsempfehlung zur Bewertung der Kolmation in Fließgewässern" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, Versuchanstalt für Wasserbau durchgeführt. Zielsetzung und Anlass: Unter Kolmation wird allgemeinhin die „Verstopfung“ von kiesigen Gewässersohlen mit teilweise weitreichenden negativen ökologischen Auswirkungen verstanden, welche bisher durch Fließgewässerbewertungen nach geltenden Rechtsnormen nicht beziehungsweise nur unzureichend erfasst und bewertet werden können. Ziel dieses (Pilot-) Projekts ist die Entwicklung einer integrativen Handlungsempfehlung zur Bewertung der Kolmation in Fließgewässern. Dieses basiert auf der Anwendung eines interdisziplinären Messkonzepts zur Erfassung von abiotischen und biologischen Indikatoren der Kolmation an ausgewählten fließgewässertypspezifischen Gewässern im Zusammenhang mit relevanten Einzugsgebietskenngrößen. Somit werden sowohl abiotische Faktoren als auch deren Wirkung auf die Biozönose berücksichtigt. Ziel ist die Schaffung einer bisher einzigartigen Datengrundlage, um Zielgrößen bzw. Referenzwerte für die Kolmation abzuleiten, die letztendlich in ein belastbares fließgewässertypspezifisches Bewertungssystem münden können. Abschließend werden die Projekterkenntnisse und Ergebnisse im Rahmen einer Handlungsempfehlung (Leitfaden) für Behörden, Unternehmen und Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

INFLOW - using INtertidal Fish to study life's tolerance to LOW oxygen Überlebensstrategien unter Sauerstoffknappheit - Fische der Gezeitenzone als Modell

Das Projekt "INFLOW - using INtertidal Fish to study life's tolerance to LOW oxygen Überlebensstrategien unter Sauerstoffknappheit - Fische der Gezeitenzone als Modell" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) GmbH, Abteilung Ökologie - Arbeitsgruppe Ökophysiologie durchgeführt. Ziel des Projekts ist, die zugrundeliegenden Mechanismen und die Evolution von Hypoxietoleranz (HT) in eng verwandten hypoxietoleranten und sensitiven Fischen der Gezeitenzone zu untersuchen. In einem integrativen Ansatz werden wir dazu den Bereich zwischen Ganztier, Zellphysiologie und Genomevolution abdecken, um die phaenotypischen und genotypischen Unterschiede zu beschreiben, die die Physiologie der Hypoxietoleranz am Beispiel der in Neuseeland endemischen triplefins (Tripterygidae) und der ubiquitren Grundeln (Gobiidae) bedingen. Innerhalb und zwischen diesen Modellarten werden wir akute Hypoxietoleranz auf drei Ebenen untersuchen: neuronale und Herz-Kreislauf-Funktion; mitochondriale Adaptation, und die Evolution eines oder mehrerer Genotypen für Hypoxietoleranz (dieser letzte Punkt ist abhängig von zusätzlichen Drittmitteln). An beiden Fischgruppen wird mittels automatisierter Respirometrie unter steigender Hypoxie die kritische Hypoxieschwelle (Pcrit) und in spektrophotometrischen und Durchflusskalorimetrie-Systeme nicht-invasiv die Herzrate, Gewebesauerstoffsättigung, Redoxstatus und (an-)aerobe Wärmeproduktion gemessen. Weiterhin wird die mitochondriale Funktion von Herz und Gehirn vor und nach Hypoxieinkubation in hochauflösenden Respirometern verglichen. Über fluorimetrische Methoden wird mitochondriale ATP und ROS Produktion, Membranpotential unter Normoxie, Hypoxie und Anoxie gemessen.

Implementierung einer modellgestützten Prozessführung zur Minimierung des Fremdenergieanteils von kommunalen Abwasserreinigungsanlagen (4. Phase)

Das Projekt "Implementierung einer modellgestützten Prozessführung zur Minimierung des Fremdenergieanteils von kommunalen Abwasserreinigungsanlagen (4. Phase)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Emden,Leer, Standort Emden, Abteilung Naturwissenschaftliche Technik durchgeführt. Aufbauend auf den vorhandenen Simulationstools und -untersuchungen an aerob arbeitenden Kläranlagen und anaerob arbeitenden Biogasanlagen sollte im Rahmen des Forschungsvorhabens eine Verknüpfung beider Komponenten erfolgen, um eine Optimierung des Gesamtsystems Kläranlage- Schlammfaulung-Biogasanlage unter ökonomischen und ökologischen Aspekten zu erreichen, wobei insbesondere auch die optimale Reststoffnutzung (fest/flüssig) und die Betriebssicherheit im Fokus der Betrachtungen stehen sollten. Das Gesamtprojekt sollte in zwei Stufen realisiert werden. Das Projekt hat ein großes Einsparpotenzial der untersuchten Kläranlagen ergeben. Es ist nun genauer zu untersuchen, welche Verbraucher welche Energie-Aufnahme beim Betrieb der Kläranlage haben. Diese Daten müssen statt der bisher verwendeten Standardwerte in die Simulation eingefügt werden. Weiterhin muss genauer ermittelt werden, wie sich im Tagesverlauf die Parameter (Menge absolut, CSB, BSB5, TKN, TS, oTS, Sauerstoff-Sättigung, Ammonium- und Nitrat-Gehalt) des Abwassers ändern. Das gleiche gilt für die Daten des Klärschlamms und eventuell einzusetzender Co-Substrate. Mit diesen Werten ist dann die Simulation durchzuführen. Diese Fragestellungen sollen in dem beantragten Folgeprojekt untersucht werden.

Entwicklung einer neuen modularen Verfahrenstechnik zur Verbesserung der Wasserqualität in höhertemperierten Fischzuchtbecken u. -teichen als Voraussetzung für eine ökol. Aquakultur von Fischen und Schalentieren u. deren wesentl. Ertragssteigerung

Das Projekt "Entwicklung einer neuen modularen Verfahrenstechnik zur Verbesserung der Wasserqualität in höhertemperierten Fischzuchtbecken u. -teichen als Voraussetzung für eine ökol. Aquakultur von Fischen und Schalentieren u. deren wesentl. Ertragssteigerung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von DGFZ Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V. durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung einer neuen modularen Verfahrenstechnik zur Verbesserung der Wasserqualität in höhertemperierten Fischzuchtbecken und -teichen als Voraussetzung für eine ökologische Aquakultur von Fischen und Schalentieren und deren wesentlichen Ertragssteigerung. Dafür entstehen eine Dispersions-Flotationsanlage zur Sauerstoffinjektion mit einem Durchsatz von 40 m3 / h sowie ein Ammoniumabscheider zur Eliminierung von NH4-N, mit einem Durchsatz von mindestens 100 m3 / h. Die geplante fischverträgliche Räumeinrichtung mit 60 m /h Saugleistung soll mit einem Wasserschraubenantrieb ausgestattet werden, der eine Schallemission von weniger als 55 dB aufweist und zu keinen maßgeblich auf das Umfeld wirkenden Wasserverwirbelungen und -strömungsgeschwindigkeiten führt. Für die Realisierung muss eine Verfahrenskette und die Technik für die gleichzeitige Feststoff/Corg-Abscheidung (größer als 90 Prozent), Ammonium-Stickstoffabscheidung (größer als 2,1 mg NH4-N/L) und den O2-Eintrag (80 Prozent Sättigung) entwickelt werden.

Abbau von Sulfamethoxazol in der Bodenpassage

Das Projekt "Abbau von Sulfamethoxazol in der Bodenpassage" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Institut für Technischen Umweltschutz, Fachgebiet Wasserreinhaltung durchgeführt. Problemstellung: Das Auftreten von Antibiotika in Oberflächen- und Grundwässern, sowie vereinzelt in Trinkwasser erregt zunehmend öffentliches und damit einhergehend politisches und wissenschaftliches Interesse. Problematisch ist das Vorhandensein dieser Stoffe aufgrund ihrer biologischen Aktivität und aufgrund der potenziellen Gefahr, dass sich resistente Erreger bilden. Zur Entfernung der Spurenstoffe bei der Trinkwasseraufbereitung wird in der Regel eine Bodenpassage genutzt. Neben zahlreichen anderen Stoffen, die mechanisch, physikalisch oder chemisch entfernt werden, werden auch Antibiotika sowie andere Spurenstoffe abgebaut. Dieser Vorgang wird auf mikrobielle Aktivität zurückgeführt. Sulfamethoxazol (SMX) ist eines der am weitesten verbreiteten Antibiotika, das eine hohe Persistenz aufweist. Der mikrobielle Abbau ist im Einzelnen noch nicht geklärt. Im Rahmen des Projekts sollen bestehende Versuchsanlagen zur Untersuchung des mikrobiellen Abbaus in der Bodenpassage optimiert werden. Der mikrobielle Abbau des Sulfamethoxazols soll hinsichtlich eines Cometabolismus und einer möglichen Threshold- Konzentration untersucht werden. Es soll geklärt werden, welche Parameter den Abbau beeinflussen und welche Metabolite entstehen. Vorgehensweise: Nach dem Einfahren der temperierten Bodensäulen (zur Simulation eines eindimensionalen Aquifers) mit Tegeler See-Wasser wird in Laborversuchen der mikrobielle Abbau des Sulfamethoxazol untersucht. Zu diesem Zweck werden unterschiedliche Bedingungen in den einzelnen Bodensäulen eingestellt. Dazu gehören u.a. unterschiedliche Redoxmilieus, unterschiedliche Kohlenstoffquellen sowie der Einsatz von Eisen und Wasserstoffperoxid. Die Analytik des Sulfamethoxazols und seiner Metabolite erfolgt mittels LC-MS. Daneben werden weitere Parameter wie Nitrat, Phosphat, DOC und Sauerstoffsättigung überwacht, um den Abbau im Einzelnen charakterisieren zu können. Ergebnisse: Der Aufbau der Versuchsanlage, bestehend aus zwölf Bodensäulen, einer Kälteanlage und den entsprechenden Probenahmevorrichtungen ist abgeschlossen. Derzeit werden erste Experimente mit Oberflächenwasser des Tegeler Sees sowie Leitungswasser durchgeführt. Daneben werden die Analytik zur Sauerstoffmessung und die Bestimmung des Sulfamethoxazols mittels LC-MS optimiert.

Entwicklung eines Automatisierungskonzeptes zur Steigerung der Energieeffizienz und Betriebssicherheit sowie zur Intensivierung der Prozesse und des Stoffmanagements von Klär-/Biogasanlagen (hier erste Stufe: Potenzialabschätzung zur Steigerung der Energieeffizienz)

Das Projekt "Entwicklung eines Automatisierungskonzeptes zur Steigerung der Energieeffizienz und Betriebssicherheit sowie zur Intensivierung der Prozesse und des Stoffmanagements von Klär-/Biogasanlagen (hier erste Stufe: Potenzialabschätzung zur Steigerung der Energieeffizienz)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Emden,Leer, Standort Emden, Abteilung Naturwissenschaftliche Technik durchgeführt. Aufbauend auf den vorhandenen Simulationstools und -untersuchungen an aerob arbeitenden Kläranlagen und anaerob arbeitenden Biogasanlagen sollte im Rahmen des Forschungsvorhabens eine Verknüpfung beider Komponenten erfolgen, um eine Optimierung des Gesamtsystems Kläranlage-Schlammfaulung-Biogasanlage unter ökonomischen und ökologischen Aspekten zu erreichen, wobei insbesondere auch die optimale Reststoffnutzung (fest/flüssig) und die Betriebssicherheit im Fokus der Betrachtungen stehen sollten. Das Gesamtprojekt sollte in zwei Stufen realisiert werden. Das Projekt hat ein großes Einsparpotenzial der untersuchten Kläranlagen ergeben. Es ist nun genauer zu untersuchen, welche Verbraucher welche Energie-Aufnahme beim Betrieb der Kläranlage haben. Diese Daten müssen statt der bisher verwendeten Standardwerte in die Simulation eingefügt werden. Weiterhin muss genauer ermittelt werden, wie sich im Tagesverlauf die Parameter (Menge absolut, CSB, BSB5, TKN, TS, oTS, Sauerstoff-Sättigung, Ammonium- und Nitrat-Gehalt) des Abwassers ändern. Das gleiche gilt für die Daten des Klärschlamms und eventuell einzusetzender Co-Substrate. Mit diesen Werten ist dann die Simulation durchzuführen. Diese Fragestellungen sollen in dem beantragten Folgeprojekt untersucht werden.

Hypoxie als modernes Brandschutzprinzip - arbeitsmedizinische Auswirkungen von Arbeit in sauerstoffreduzierter Atmosphäre

Das Projekt "Hypoxie als modernes Brandschutzprinzip - arbeitsmedizinische Auswirkungen von Arbeit in sauerstoffreduzierter Atmosphäre" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität München, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin durchgeführt. Ziel: Als neue Brandschutztechnologie zur Brandvermeidung werden in zunehmendem Maß Anlagen zum Ersatz von Sauerstoff durch Stickstoff in verschiedenen Branchen eingesetzt wird (Rechenzentren, Hochregallager). Gegenwärtig sind in Deutschland ca. 50 Anlagen zur Brandvermeidung in Betrieb, die brandsensible Güter wie Rechenzentren oder Hochregallager mit brennbaren Stoffen durch eine stickstoffreiche, sauerstoffarme Atmosphäre vor der Entstehung eines Brandes schützen sollen. Die Auswirkung dieser Atmosphäre auf die Gesundheit Beschäftigter, und die physiologischen Auswirkung auf unter anderem Sauerstoffsättigung, Kreislaufregulation, Lungenfunktion, kardiozirkularische Leistungsfähigkeit, geistige und psychomotorische Leistungsfähigkeit sowie Befinden von Personen, die zeitweise in solchen Räumen arbeiten, soll abgeschätzt und untersucht werden. Methodik: 1. Systematischer Review: In einer systematischen Recherche der internationalen Literatur zur Auswirkung von Hypoxie auf den Menschen wurden alle Publikationen, die den Suchkriterien entsprachen, systematisch ausgewertet. 2. In einem randomisierten, doppelblinden Expositionversuch mit 89 freiwilligen Probanden von 18 bis 65 Jahren wurden die Annahmen über die physiologischen und pathophysiologischen Auswirkungen von Hypoxie überprüft. Dabei wurden die Probanden jeweils 2 Stunden lang in einem Raum mit 20,9 mit 15,9 und mit 13,8 Vol. Prozent Sauerstoff getestet. Die Messungen unter den 3 Sauerstoffkonzentrationen werden verglichen. 3. In einer epidemiologischen Querschnitts-Untersuchung werden verschiedene Kenndaten aller in Deutschland installierten Anlagen erfasst (Zahl der exponierten Beschäftigten, Sauerstoffkonzentration, Regelungen von Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin etc). Bei allen kooperierenden Betrieben werden mittels Fragebogen alle Exponierten und entsprechenden Kontrollpersonen nach Beschwerden und Erkrankungen befragt. Beschwerden und Erkrankungen von Exponierten werden mit denen der Kontrollen verglichen. 4. In einer epidemiologischen Kohortenstudie werden alle Exponierten einer Anlage vom ersten Tag der Exposition an ein Jahr lang wöchentlich nach ihrem Befinden, nach Krankheitsereignissen und nach ihrer Exposition befragt. Die zeitliche Beziehung zwischen Exposition und Beschwerden / Erkrankungen wird überprüft. Ergebnisse: 1. Die Literaturauswertung ergab, dass verminderter Sauerstoffpartialdruck bei normalem Luftdruck in Brandvermeidungsanlagen (normobare Hypoxie) im Bereich zwischen 15 und 13 Vol Prozentphysiologisch dem verminderten Sauerstoffpartialdruck bei vermindertem Luftdruck in der Höhe (hypobare Hypoxie) entspricht (normobare Hypoxie auf Meereshöhe 15-13 Vol Prozent Sauerstoff entspricht vom Sauerstoffpartialdruck her 2700 bis 3850 m Höhe) und somit die Erkenntnisse der Höhenmedizin weitgehend auf die Situation am Arbeitsplatz übertragbar sind. Die Auswirkungen auf Sauerstoffpartialdruck im Blut und Befinden sind unter normobarer Hypoxie eher schwächer ausgeprägt

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