Das Projekt "Einfluß von Kolloiden und Partikeln auf den medienübergreifenden Transport von Schadstoffen im Untergrund" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Fachrichtung Hydrowissenschaften, Institut für Grundwasserwirtschaft durchgeführt. Partikel in den Größen von wenigen Mikrometern bis in den makromolekularen Bereich kommen in allen natürlichen (Grund-)Wässern vor. Durch ihre Beweglichkeit können sie die Mobilität solcher partikelgebundener Substanzen entscheidend erhöhen, die in wässrigen Lösungen sonst schwer- oder unlöslich sind (v.a. Schwermetalle und PAK). Da Partikel und Kolloide sensibel auf Milieuveränderungen reagieren, untersucht diese Arbeit die Auswirkungen, die die Entnahme von Wasserproben aus dem Aquifer und der anschließende Umgang mit den Proben auf den Partikelinhalt hat. Ziel ist die Entwicklung eines praxistaun aber noch relativ schonenden Verfahrens, das anschließend an Grundwässern aus verschiedensten Lithologien erprobt werden soll. Vor allem im Hinblick auf Schadstoffmobilitäten ist es nötig, zukünftige Partikelbewegungen unter geänderten Rahmenbedingungen einschätzen glichezu können. Dafür sollen Faktoren, die Partikelvorkommen und -bewegung im Untergrund steuern, identifiziert werden. Dies soll zukünftig eine Simulation der Partikelbewegung im Untergrund ermöglichen.
Das Projekt "Experimental investigations into the influence of organic complexing agents and inorganic anions (Cl-, NO3-, SO42- und PO43-) on the transformation behaviour and the mobility of metallic palladium (Pd) and PdO" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Atmosphäre und Umwelt durchgeführt. The projects goal is to examine the Mobility and transformation behaviour of emitted palladium from automobile exhaust catalysts into the environment. To achieve this, I will examine the influence of commonly present organic complexing agents like citric acid, amino acid (L-Methionin) and ethylenediamine tetra acetic acid (EDTA), as well as inorganic anion species (Cl-, NO3-, SO42- und PO43-), on the chemical behaviour and transformation of metallic palladium (Pd-Mohr) and PdO into more soluble species. The analytical experiments will be conducted over different time periods (1, 10, 20, 30, 40, 50 and 60 days), involving different concentrations of the various complexing agents under examination (0.001, 0.01 and 0.1 M). The results will help clarify the extent to which Pd Mobility is influenced by time and the presence of various complexing agents at different concentrations. In addition, surface analyses of isolated particles using X-ray photoelectron spectroscopy (XPS) will be used to examine the influence of organic compounds and inorganic anion species, on the transformation of metallic palladium and PdO. The proposed study will significantly help to shed light on questions related to the environmental transformation of Pd into more toxic species following emission in car exhausts, a poorly understood process to date.
Das Projekt "New Solution and Innovative Technologies for In-situ Decontamination of a Heating Power Station and Former Gasworks Site" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von envia Mitteldeutsche Energie AG durchgeführt. The site of the heating power station and former gasworks in Plauen is contaminated over a wide area with pollutants specific to gasworks - above all BTX aromatics, PAH (polycyclic aromatic hydrocarbons), tar oils, phenols and ammonium - down to a depth of six metres. According to expert opinion, a soil volume of some 20000 m3 must urgently be cleaned up. A remediation concept has been prepared at the request of the municipality of Plauen, based on the use-related potential assessment for the site. The assessment concludes that there is an acute environmental hazard for the directly adjoining river 'Weisse Elster'. The approach pursued in this project represents a new solution to the problem of contaminated sites. Instead of using ex-situ methods for carrying out a complete cleanup of the contaminated site, as practised so far, in-situ methods are used. In this way, the acute hazard potential is eliminated, leaving only a tolerable amount of residual pollution. This objective will be achieved through a combination of pneumatic, hydraulic and microbiological in-situ measures. The efficiency will be further increased by specific pollutant mobilization. The technical feasibility has been confirmed by soil air suction tests and pumping tests on sites as well as microbiological laboratory analyses. The in-situ decontamination is superior to the traditional ex-situ methods in terms of economic efficiency, waste prevention and reducing traffic movements. The innovative methods proposed here involve, in particular, hot-steam injections and controlled oxyhydrogen gas explosions that will increase the availability of immobile pollutants attached to the soil grain.
Das Projekt "Vorhaben: Teilprojekt Hydrogeologie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Bergakademie Freiberg, Institut für Geologie, Professur für Hydrogeologie und Hydrochemie durchgeführt. Die Bildung von Biofilmen und die Ausfällung von Mineralen (Scaling) sind große Risiken für die thermische Energiespeicherung in Aquiferen. Durch die Reduktion der Permeabilitäten in den Reservoiren gefährden diese Prozesse die mittel- bis langfristige Betriebssicherheit von ATES-Anlagen. Ebenso haben sie eine direkte Auswirkung auf die Schadstoffdynamik im Untergrund, da toxische Elemente, wie z.B. As, bei der Auflösung von Fe-Mineralen freigesetzt und durch die Neubildung von Mineralen oder Biofilmen wieder immobilisiert werden können. Das primäre Ziel des interdisziplinär angelegten Forschungsvorhabens UnClog-ATES ist es, ein umfassendes Verständnis über die Clogging- und Scalingprozesse in ATES-Systemen zu erlangen, deren Auswirkungen auf die Schadstoffdynamik aufzuzeigen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, um das Potential von ATES in Zukunft optimal ausschöpfen zu können. Im Rahmen des Projektes wird ein Monitoringprogramm und ein Prognosewerkzeug erarbeitet, um geeignete und ungeeignete ATES-Standorte bezüglich der genannten Risiken und unter Berücksichtigung der komplexen mineralogisch-geochemischen, mikrobiellen und hydrogeologischen Prozessen zu identifizieren. Es werden Frühwarnindikatoren entwickelt, die einen Effizienzverlust und die Schadstoffmobilisierung frühzeitig anzeigen, um zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen, wie den Einsatz von Scaling-Inhibitoren oder CO2, einleiten zu können. Das Forschungsvorhaben fokussiert sich auf zwei typische Reservoire für ATES-Systeme: Siliziklastische Sedimente und karbonathaltige Sedimente. Beide Gesteinstypen sind weit verbreitet und weisen eine sehr unterschiedliche Reaktivität hinsichtlich Temperaturänderungen und hydrochemischen Manipulationen auf. Um die Clogging- und Scalingprozesse im Detail zu verstehen und die Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen darzustellen, werden Durchflussexperimente, die das Herzstück des Verbundvorhabens bilden, mit den beiden Gesteinstypen durchgeführt.
Das Projekt "Oekologische Begleituntersuchungen zum Fichte/Erle-Mischungsversuch auf Pseudogley-Standorten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forstliche Versuchsanstalt Rheinland-Pfalz durchgeführt. Soll die Fichte auf stauwasserbeeinflussten Boeden auch in Zukunft noch eine Bedeutung als Wirtschaftsbaumart behalten, so muessen von Fichten dominierte Bestaende fruehzeitig stabilisiert werden. Ein Moeglichkeit dazu ist die Mischung mit Baumarten, welche in der Lage sind, Boeden tief und intensiv zu durchwurzeln. Fuer die Roterle liegen Hinweise vor, dass sie auch die Stauhorizonte durchwurzelt. Neben einer stabilisierenden Wirkung durch den Wasserverbrauch und einer guenstigen oekochemischen Beeinflussung durch ihre milde Streu, soll langfristig durch die Durchwurzelungsdynamik die Bodenstruktur verbessert werden. Gleichzeitig geht aus der Literatur aber auch hervor, dass die Roterle in den Stickstosshaushalt eingreift und die pH-Werte in der Bodenloesung absenkt, dass die Basensaettigung abnimmt und die Aluminiummobilitaet waechst bei gleichzeitig abnehmender Phosphorverfuegbarkeit. Daher wird das waldbauliche Konzept der Fichten/Erlen-Mischung auf seine wasserhaushaltsbeeinflussenden und oekochemischen Auswirkungen hin ueberprueft.
Das Projekt "Vorhaben: Teilprojekt Geomikrobiologie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum durchgeführt. Die Bildung von Biofilmen (Bio-Clogging) und die Ausfällung von Mineralen (Scaling) sind große Risiken für die thermische Energiespeicherung in Aquiferen (ATES = Aquifer Thermal Energy Storage). Durch die Reduktion der Permeabilitäten in den Reservoiren gefährden diese Prozesse die mittel- bis langfristige Betriebssicherheit von ATES-Anlagen. Ebenso haben sie eine direkte Auswirkung auf die Schadstoffdynamik im Untergrund, da toxische Elemente wie Arsen, bei der Auflösung von Eisenmineralen freigesetzt und durch die Neubildung von Mineralen oder Biofilmen wieder immobilisiert werden können. Das primäre Ziel des interdisziplinär angelegten Forschungsvorhabens UnClog-ATES ist es, ein umfassendes Verständnis über die Clogging- und Scalingprozesse in ATES-Systemen zu erlangen, deren Auswirkungen auf die Schadstoffdynamik aufzuzeigen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, um das Potential von ATES in Zukunft optimal ausschöpfen zu können. Im Rahmen des Projektes wird ein Monitoringprogramm und ein Prognosewerkzeug erarbeitet, um geeignete und ungeeignete ATES-Standorte bezüglich der genannten Risiken und unter Berücksichtigung der komplexen mineralogisch-geochemischen, mikrobiellen und hydrogeologischen Prozessen zu identifizieren. Es werden Frühwarnindikatoren entwickelt, die einen Effizienzverlust und die Schadstoffmobilisierung frühzeitig anzeigen, um zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen, wie den Einsatz von Scaling-Inhibitoren oder CO2, einleiten zu können. Im Teilprojekt UnClog-ATES:Geomikrobiologie werden moderne molekularbiologische Methoden eingesetzt, um ein umfassendes Verständnis der mikrobiellen Gemeinschaften in den standortspezifischen Gesteinen zu erlangen. Dabei werden insbesondere die beteiligten mikrobiologischen Prozesse, die zum Clogging und zur Freisetzung von Schadstoffen führen können, untersucht. Die erhobenen Daten stellen eine wichtige Grundlage für die im Verbund geplante Modellierung sowie für die Erstellung des Kriterienkatalogs dar.
Das Projekt "Mobilisierung und Immobilisierung von Schadstoffen in Muellverbrennungsschlacken im realistischen Massstab" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungszentrum Karlsruhe GmbH Technik und Umwelt, Institut für Technische Chemie, Bereich Wasser- und Geotechnologie, Technische Mineralogie durchgeführt. Wissenschaftliche Aufklaerung des kurz- und langfristigen Verhaltens von Schadstoffen bei der offenen Verwendung von Reststoffen mit dem Ziel, das Nutzungspotential zu quantifizieren. Dazu werden organische und anorganische Schadstoffe in Muellverbrennungsschlacken charakterisiert und spezifiziert, anhand geochemischer Modellrechnungen die thermodynamischen Existenzbereiche von Schwermetallspecies in Waessern ermittelt, die wesentlichen Mobilisierungsmechanismen untersucht und diese mit kapazitiven Groessen wie Saeure- und Redoxpufferkapazitaet gekoppelt. Bisher konnte an drei MVA-Schlacken durch TG- und DTA-Untersuchungen eine Speziation des Kohlenstoffs in organisch gebundenen, karbonatischen und graphitaehnlichen (black carbon) Kohlenstoff erreicht werden. Die Identifikation organischer Bestandteile gelang nach Soxhlet-Extraktion mit einer Reihe an Loesemitteln sinkender Polaritaet und dem Einsatz von GC-MS und HPLC-Technik. Damit konnten erstmals Alkane, Fettsaeuren, Phenole und Phthalate im mg/kg-Bereich in MVA-Schlacken nachgewiesen werden. Die Ionenchromatographie eignet sich nach Elimination von SO4 hoch 2minus, Cl minus fuer die Identifikation pelarer, org. Saeuren. Am Beispiel des Kupfers konnte fuer ein Schwermetall eine Speziation durchgefuehrt werden. Dabei wurden sechs Kupferphasen (Cu(O), Cu(l)-Oxid, Cu(II)-Oxid, Cu-Legierungen und basische Kupferkarbonate) identifiziert.
Das Projekt "Experimentelle Arbeiten zur Verwertung von mineralischen Altbaustoffen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungszentrum Karlsruhe GmbH Technik und Umwelt, Institut für Technische Chemie, Bereich Wasser- und Geotechnologie, Technische Mineralogie durchgeführt. Die Zielsetzung der Arbeit ist die Untersuchung des Einflusses von verfluessigenden Betonzusatzmitteln auf das Mobilisierungsverhalten von Stoffkomponenten aus frischen und erhaerteten Betonen. Dabei sollen sowohl die Eluierbarkeit von Betonzusatzmitteln selbst bzw. deren moegliche Abbauprodukte als auch die Freisetzung von weiteren Betoninhaltsstoffen, wie Schwermetalle, untersucht werden. Ferner sollen grundlegende Kenntnisse zur Komplexbildung von verfluessigenden Betonzusatzmitteln mit Schwermetallen erarbeitet werden. Die Arbeit soll einen Beitrag zur Abschaetzung der Umweltvetraeglichkeit waehrend der Bauphase und der Nutzungsphase von Bauteilen aus Beton, sowie insbesondere bei der Deponierung und Recyclierung von Altbeton liefern.
Das Projekt "Langzeit-Schwermetallmobilisierung aus Muellverbrennungsschlacken" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungszentrum Karlsruhe GmbH Technik und Umwelt, Institut für Technische Chemie, Bereich Wasser- und Geotechnologie, Technische Mineralogie durchgeführt. Zur Abklaerung des Gefaehrdungspotentials bei der Verwendung von schwermetallhaltigen Muellverbrennungsschlacken im Strassenbau sollen die fuer die Mobilisierung relevanten Desorptions- und Sorptionsvorgaenge an definierten Eisen-Hydroxid-Oxid-Phasen modellmaessig untersucht werden. Dazu werden zunaechst geeignete Sorbentien synthetisiert und charakterisiert. Durch Untersuchung des Sorptionsverhaltens wichtiger Metallionen an diesen Modellsubstanzen werden die Grundlagen fuer die Untersuchung und Beurteilung realer Systeme geschaffen. Durch die Verknuepfung der an Modellsystemen gewonnenen Erkenntnisse mit Untersuchungen an unter Zeitrafferbedingungen verwitterten Schlacken soll eine Basis fuer die Vorhersage des Verhaltens realer Systeme und fuer die Entwicklung von aussagefaehigen Schnelltests erarbeitet werden.
Das Projekt "Surveillance du site d'immersion des dechets faiblement radioactifs en Atlantique Nord-Est (FRA)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universite de Neuchatel, Laboratoire de Mineralogie, Groupe de Recherches Oceanographique Prosper durchgeführt. Etude des processus de remobilisation des radionuclides sur le site d'immersion de l'Atlantique Nord-Est. Ce programme comporte des campagnes oceanographiques en mer realisees en collaboration avec des instituts de recherche Allemands, Anglais et Hollandais. Sont etudies: a) Des processus de resuspension des sediments. b) La composition chimique et mineralogique de ces sediments. c) La composition chimique des particules en suspension. Ce programme s'integre au programme general de surveillance coordonne par l'Agence de l'Energie Nucleaire de l'OCDE. Trois campagnes ont ete realisees en 1982 et 1983. Les donnees obtenues sont actuellement integrees a un modele de resuspension et de circulation a petite echelle, developpe a l'Universite de Harvard. (FRA)
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Bund | 215 |
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Language | Count |
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Deutsch | 203 |
Englisch | 27 |
Resource type | Count |
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Keine | 153 |
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Topic | Count |
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Luft | 165 |
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