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WF 7710 Wald mit hoher ökologischer Bedeutung

Waldbestände, die aufgrund einer besonderen Empfindlichkeit oder Seltenheit in besonderem Maße erhaltungswürdig oder schutzbedürftig sind. Diese Bestände haben eine hohe ökologische Wertigkeit, die sie deutlich von ihrer Umgebung unterscheidet. Es können auch Waldbestände sein, auf denen seltene Pflanzenarten anzutreffen sind. Wald mit hoher ökologischer Bedeutung unterscheidet sich von der Waldfunktion 6610 (geschütztes Biotop) in der Form, dass er nicht wie dieses per Gesetz geschützt ist. Waldbestände, die aufgrund einer besonderen Empfindlichkeit oder Seltenheit in besonderem Maße erhaltungswürdig oder schutzbedürftig sind. Diese Bestände haben eine hohe ökologische Wertigkeit, die sie deutlich von ihrer Umgebung unterscheidet. Es können auch Waldbestände sein, auf denen seltene Pflanzenarten anzutreffen sind. Wald mit hoher ökologischer Bedeutung unterscheidet sich von der Waldfunktion 6610 (geschütztes Biotop) in der Form, dass er nicht wie dieses per Gesetz geschützt ist.

Schutzprogramm fuer besonders gefaehrdete Pflanzenarten

Entwicklung eines Schutzprogramms fuer besonders gefaehrdete Pflanzenarten, bestehend aus der Bestandsaufnahme und der Entwicklung von Schutz- und Pflegemassnahmen fuer ausgewaehlte von Aussterben bedrohte oder stark gefaehrdete Pflanzenarten in Baden-Wuerttemberg.

Erhaltung und Nachzucht seltener Baum- und Straucharten

Ziel des Projektes ist die langfristige Sicherung und Erhaltung von Vorkommen seltener Baumarten, sowie die Etablierung neuer/verjüngter Vorkommen an geeigneten Standorten. Zunächst erfolgt die Evaluierung, Auswahl und Beerntung erhaltungswürdiger Bäume aus südwest-deutschen Wald- und Feldvorkommen (insbes. Elsbeere, Speierling, Wildapfel, Wildbirne, Schwarzpappel, Ulme, Walnuss und Eibe; außerdem Straucharten) mit entsprechender Dokumentation. Anschließend erfolgt eine vegetative und generative Weitervermehrung zum Aufbau von Erhaltungs-Klonsammlungen bzw. zum Aufbau von Erhaltungs-Samenplantagen, (ex-situ Generhaltung). Parallel dazu werden o.g. seltene Baumarten vegetativ und generativ mit 1- bis 3-jähriger Kulturzeit nachgezogen und an interessierte bzw. am Evaluierungsprozess beteiligte Forstämter abgegeben (in-situ Generhaltung) und dort langfristig weiterbeobachtet.

Konflikte um naturale Grundstoffe vom 18. bis zum 20. Jahrhundert; Landnutzungswandel und Naturschutz: 'Historisch-ökologische Analysen des Landnutzungswandels im 19. und 20. Jahrhundert'

Rascher naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und fortschreitende Industrialisierung haben im 19. und zunehmend im 20. Jahrhundert einen rapiden Landnutzungswandel in Mitteleuropa in Gang gesetzt, der gemeinhin für die standörtliche Nivellierung, den Verlust naturnaher Lebensräume, den Artenschwund und die strukturelle Verarmung der Kulturlandschaften verantwortlich gemacht wird. Diese Entwicklung erzeugte schon früh Besorgnis und Widerstand bei umweltsensiblen Zeitgenossen und mündete über die Formierung der Natur- und Heimatschutzbewegung und der Wandervogelbewegung in die Konstituierung und allmähliche Institutionalisierung des Naturschutzes. Dessen fachliche Ausrichtung hat sich über die Jahrzehnte hinweg von einem zunächst eher landschaftsästhetischen Ansatz über Fragen des Schutzes besonders attraktiver, aber seltener und gefährdeter Arten und über Probleme des Erhaltes und der Pflege naturnaher Kulturlandschaftsteile als Relikte überkommener Nutzungsformen hin zu einem umfassenden und flächendeckenden Anspruch auf einen naturverträglichen, d.h. ökologisch nachhaltigen Umgang des Menschen mit der Natur entwickelt. Eine der zentralen Fragen ist dabei heute, wie sich die nutzungsgeschichtlich geprägte Biodiversität von Kulturlandschaften angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen Ansprüche und Bedürfnisse, welche an den Raum gestellt werden, und angesichts der unterschiedlichen Funktionen die er als sicherer Lebensraum des Menschen zu erfüllen hat, durch gestaffelte Schutz- und Nutzungsintensitäten erhalten und optimieren lässt. Eine weitere, in der Vergangenheit eher vernachlässigte, in neuerer Zeit aber zunehmend in das Bewusstsein rückende Frage ist, wie sich unterschiedliche Landnutzungsmuster auf die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Kulturlandschaften auswirken und welche Gestaltungsregeln und Anforderungen an die verschiedenen Nutzungsansprüche formuliert werden sollen, um die Kulturlandschaft als ansprechenden Erlebnisraum und als Heimat für den Menschen zu erhalten und zu pflegen.

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E): Renaturierungs- und Nutzungskonzepte fuer Stromtalwiesen am noerdlichen Oberrhein

Ziel des im Aufbau befindlichen Forschungsvorhabens ist die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen fuer eine nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Restbestaende hochgradig gefaehrdeter Pflanzen und Pflanzengemeinschaften der Stromtalwiesen (Verband Cnidion) am hessischen Oberrhein. Hierbei sollen praxisnahe Verfahren zur Renaturierung und zukuenftigen Nutzung von artenreichem Stromtalgruenland entwickelt werden. Die Basis hierfuer bilden folgende Untersuchungsschwerpunkte: - Analyse der bisherigen Renaturierungs- und Pflegepraxis hinsichtlich ihrer Effizienz fuer den Arten- und Phytocoenosenschutz, - Erhebung von Daten zur Autoekologie und Populationsbiologie wertbestimmender Pflanzenarten der Stromtalwiesen (u.a. Untersuchungen zur Standortbindung, zum Diasporenvorrat im Boden sowie zum Keimungs- und Etablierungsverhalten), - Erprobung von Renaturierungsverfahren zur gezielten Wiederansiedlung und Ausbreitung von seltenen Stromtalarten durch die Aufbringung von diasporenhaltigem Maehgut aus artenreichen Altbestaenden, - Entwicklung praxisnaher Konzepte fuer die zukuenftige Nutzung artenreicher Stromtalwiesen. Die durchgefuehrten Untersuchungen sollen neben bislang fehlenden Grundlageninformationen zur Syn-, Aut- und Populationsoekologie hochgradig gefaehrdeter Pflanzen und Pflanzengemeinschaften der Stromtalwiesen vor allem praktische Anleitungen fuer das zukuenftige Renaturierungs-, Pflege- und Entwicklungsmanagement in grossen Stromauen liefern.

Evolutionäre Divergenz, reproduktive Biologie und Konservation der Königs-Iris Arten (Iris sect. Oncocyclus) in Israel und der West Bank

Die in Südwestasien seltenen und bedrohten Arten von Iris sect. Oncocyclus werden hinsichtlich ihrer morphologischen, morphometrischen und molekularen Variation und ihrer Reproduktionsbiologie untersucht. Die Ergebnisse sollen Grundlage von Artenschutzmassnahmen sein

Effekte von als Anthelminthika eingesetzten makrozyklischen Laktonen auf die Samenkeimung und Etablierung von Grünlandarten

Endo- und Ektoparasiten sind eine der Hauptursachen für Krankheiten und geringe Produktivität bei Haustieren, wie Schafen und Rindern. Um diese Parasiten zu kontrollieren, wird weltweit ein breites Spektrum von Anthelminthika, z.B. Makrocyclische Lactone (ML), eingesetzt. Nach der Applikation ist der Hauptweg in die Umwelt über die Kotausscheidung. Anschließend können viele Non-Target-Organismen beeinträchtigt werden. Gut untersucht sind die negativen Auswirkungen von ML auf Destruenten, insbesondere Arthropoden, aber die möglichen Auswirkungen der Anthelminthika auf die Keimung von Pflanzensamen wurde bisher fast vollständig vernachlässigt.Insbesondere seltene und vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten können unter Beweidung von der endozoochoren Ausbreitung ihrer Samen profitieren; ein gut und oft dokumentiertes Phänomen. Insbesondere Schafe haben sich als wirksame Samenausbreitungsvektoren erwiesen, die eine erfolgreiche Etablierung von Pflanzenindividuen an neuen Standorten unterstützen können. Es ist daher zu erwarten, dass jede negative Auswirkung auf die Effektivität der Samenausbreitung durch Vieh von erheblicher allgemeiner ökologischer Relevanz sein wird; besonders im Naturschutz und in der ökologischen Renaturierung.Das Überleben und die Persistenz von Pflanzenpopulationen hängen stark von der Fortpflanzung ab, so dass die Samenkeimung und die Etablierung der Keimlinge die kritischsten Stadien im Leben von Pflanzenindividuen darstellen. Ohne erfolgreiche Keimung und Etablierung sind Populationen vom Aussterben bedroht. Keimungsprozesse werden durch die biotische Umwelt und durch abiotische Umweltbedingungen beeinflusst. Wenn sich diese Bedingungen verändern, ist es sehr wahrscheinlich, dass Auswirkungen auf den Keimling auftreten.In diesem Zusammenhang bedrohen mögliche direkte negative Auswirkungen von ML, die als Medikament an Nutztiere verabreicht werden, die Lebensfähigkeit von Samen, die Keimung von Samen und die Keimlingsetablierung. Nach unserem Wissen wurde die erste Studie, die sich direkt mit der Wirkung eines Anthelminthikums auf die Samenkeimung befasste, von Eichberg et al., 2016 durchgeführt. In dieser Studie fanden wir deutliche negative Auswirkungen des Anthelminthikums Cydectin und seines Wirkstoffs auf die Samenkeimung (Eichberg et al., 2016). Diese Situation von sehr begrenztem Wissen über die Auswirkungen von ML auf die Keimung und Keimlingsetablierung erfordert weitere Forschung. Zu diesem Zweck wollen wir in der beantragten Studie abschätzen, ob die in der Studie von Eichberg et al. (2016) gefundene Effekte für ein breiteres Spektrum von Pflanzenarten bestätigt werden kann und ii) bis zu welchem Grad verschiedene MLs ähnliche Auswirkungen auf Samenkeimung, Keimlingsetablierung und Entwicklung der adulten Pflanze haben.

Biodiversitätskonzept Artenschutz Flora - Erhalt und Entwicklung seltener Pflanzenarten im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest

Ensembleprojektionen seltener und gefährdeter Pflanzenarten in Auen-Ökosystemen unter dem Klimawandel

Flussauen sind hochkomplexe Ökosysteme mit einer einzigartigen Biodiversität. Durch den globalen Wandel wir ihre Artenzusammensetzung erheblich verändert. Ziel dieses Projektes ist es, das Auftreten von seltenen und geschützten Pflanzenarten in Flussauen (Arten der Stromtalwiesen) unter dem Einfluss des Klimawandels vorherzusagen. Dazu wird das hydrologische Regime einer Aue unter dem Einfluss des Klimawandels mit einem gekoppelten Oberflächenwasser-Grundwasser-Modell simuliert. Anschließend werden aus diesen Simulationen zeitlich und räumlich hochaufgelöste Indikatoren abgeleitet. Diese Indikatoren sind die Grundlage für räumlich verteilte Habitatmodelle zur Simulation der Vorkommenswahrscheinlichkeit von Pflanzenarten. Auf diese Weise kann das potenzielle Vorkommen seltener und gefährdeter Arten in die Zukunft projiziert werden. Das resultierende Modell CMFhabitat wird im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue am Rhein, einem der größten Auen seiner Art in Deutschland, angewendet und überprüft. Im Rahmen einer globalen Analyse der Modellunsicherheit werden der Beitrag der Modellparameter, der Klimamodelle, sowie der Modellstrukturen durch Ensemble-Modelle untersucht. Das resultierende Modellrahmenwerk CMFhabitat kann eine wichtige Rolle für Studien zur Auswirkung des Klimawandels auf die Biodiversität in Auenökosystemen darstellen. Außerdem kann es für die Planung von Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen in Auen von Bedeutung sein. Darüber hinaus bietet der Modellierungsansatz eine effektive Grundlage für weitere Modellansätze, zum Beispiel zur Prognose faunistischer Zielarten in Grundwasser-beeinflussten Ökosystemen.

Entwicklung und Erprobung von Verfahren zur Etablierung von Bulttorfmoosen in wiedervernässten Hochmooren nach Abtorfung (BULTI)

In Nordwest-Deutschland wurden über 2.000 km2 Hochmoorfläche durch Entwässerung und anschließende landwirtschaftliche Nutzung oder Torfabbau zerstört oder zumindest stark degradiert. Damit ging der Lebensraumverlust von vielen seltenen, hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten einher. Zudem stellen Moore eine langfristige Kohlenstoffsenke bzw. im degenerierten Stadium eine bedeutende Treibhausgasquelle dar, so dass die Renaturierung von Hochmooren auch zunehmende Bedeutung für den Klimaschutz erlangt. Auf über 10.000 ha abgetorfter Moore wurden in den letzten 30 Jahren Wiedervernässungsmaßnahmen durchgeführt. Zudem werden in den nächsten Jahren mehr als ein Drittel der 26.000 ha industrieller Abtorfungsflächen in Niedersachsen aus der Nutzung genommen und wiedervernässt. Für Nordwest­deutschland gibt es allerdings keinen aktuellen Leitfaden für die Renaturierungspraxis und das Vorgehen ist stark abhängig vom Stand des Wissens der beteiligten Personen. Darüber hinaus beruht die derzeitige Renaturierungspraxis auf einer relativ kurzfristigen Erfolgskontrolle. Voruntersuchungen auf über 50 Wiedervernässungsflächen in Nordwestdeutschland im Rahmen von Abschlussarbeiten und Studienprojekten haben ergeben, dass die meisten hochmoortypischen Pflanzenarten, insbesondere Bulttorfmoose, nahezu vollständig fehlen. Vor allem auf landwirtschaftlich vorgenutzten Flächen kommt es zudem häufig zu Dominanzbeständen der Flatterbinse. Neben zum Teil unpassenden bzw. noch nicht stabilen Standortbedingungen (Hydrologie, Nährstoffversorgung), ist dies vor Allem auf Diasporenmangel zurückzuführen. Mittel- bis langfristiges Ziel dieses Projektes ist es diese Ausbreitungslimitierung zu überbrücken und hochmoortypische Pflanzenarten, vor allem die für die Torfbildung wichtigen Bulttorfmoose, aktiv auf Wiedervernässungsflächen auszubringen um so einerseits diese meist seltenen Arten zu fördern, aber auch die Entwicklung der Flächen in Richtung lebendes und torfbildendes Hochmoor zu beschleunigen.

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