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Found 20 results.

Untersuchung von Sicherheitseigenschaften neuartiger Kernreaktoren mit dem Ziel einer katastrophenfreien Kerntechnik

Ziel: Realisierung einer katastrophenfreien Kerntechnik. Fragestellungen: Lassen sich selbsttaetig wirkende stabilisierende Eigenschaften entdecken, entwickeln und anwenden, die bei Abweichungen von Normalbetriebsbedingungen eine Verminderung der Gefaehrdung bewirken ? Lassen sich selbsttaetig-wirkende, stabilisierende Eigenschaften identifizieren, ausschliessen bzw verbieten. Lassen sich um Zusammenwirken mehrerer solcher Eigenschaften Stabilitaetsgebiete etablieren. Haben solche stabilisierenden Eigenschaften eine abmildernde Wirkung fuer Einfluesse von aussen. Zwischenergebnisse wurden bisher mit dem Nachweis-Experiment SANA (SANA= Selbsttaetige Abfuhr der Nachwaerme) erbracht: Die Bedingungen fuer die selbsttaetige Abfuhr der Nachwaerme aus einem Kernreaktor wurden experimentell erarbeitet und zugehoerige Computer-Codes damit validiert.

Untersuchungen zur biologischen Sicherheit bei der Freisetzung leistungsgesteigerter makroplasmidtragender Mikroorganismen in natuerlichen Habitaten

Bei dem Projekt handelte es sich um eine Auftragsforschung des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle, das vom Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefoerdert und von der Arbeitsgruppe Bakteriendiagnostik der Abt. Biotechnologie der Universitaet Leipzig zusammen mit dem Institut fuer Molekulare und Zellbiologie der Universitaet Tartu, Estland, bearbeitet wurde. Im Rahmen der genetischen Sicherheitsforschung sollten Untersuchungen zur Verbreitung und Wirkung von gentechnisch nicht veraenderten Pseudomonas putida Staemmen, die zur Dekontamination von anthropogen verursachten phenolischen Verunreinigungen an mehreren Stellen in Estland ausgebracht worden waren, durchgefuehrt werden. Am Beispiel dieser genetisch nicht markierten Staemme, die keine besonderen Sicherheitsmassnahmen erfordern, sollten vor allem molekulare, d.h. genetische, Nachweismethoden erprobt und angewendet werden. Durch eine Kombination von phaenotypischen Methoden und molekularen Techniken konnte der ausgebrachte Stamm in Umweltproben nachgewiesen werden. Zugleich wurde nachgewiesen, dass der ausgebrachte Stamm im betreffenden, waessrigen Oekosystem nicht persistiert.

Bodenmikrobiologische Untersuchungen oekologischer Auswirkungen durch Freisetzung von Rhizobium meliloti Staemmen (gvO) in Verbindung mit der Aussaat von Medicago sativa

Im Rahmen einer Aussaat von Luzernen-Samen, die mit gentechnisch veraenderten (luc-Gen, recA+ oder recA-) und als Kontrolle nicht-veraenderten Rhizobium meliloti Staemmen beimpft sind, soll eine bodenmikrobiologisch-oekologische Studie ueber die Konsequenzen einer Freisetzung gentechnisch-veraenderter Mikroorganismen (gvOs) fuer das natuerliche Gleichgewicht eines landwirtschaftlichen genutzten Bodens erstellt werden. Hierbei soll die Aktivitaet der Bodenmikroflora besonders im Hinblick auf ihre Beteiligung an Stoffkreislaeufen (Kohlenstoff und Stickstoff) gemessen werden. Neben der Anwendung bereits etablierter Verfahren fuer die Aktivitaetsbestimmung von Bodenmikrofloren sollen neue, besonders molekularbiologische Methoden zur Bestimmung von Aktivitaeten, Aktivitaetspotentialen und Vielfalt der Bodenmikroorganismen entwickelt und erprobt werden. In Zusammenarbeit mit vier anderen Institutionen wird angestrebt, ein moeglichst umfassendes Bild ueber die Auswirkungen der Freisetzung von gvOs zu erstellen. Die Aufgaben des Antagstelles bestehen in der Durchfuehrung und Betreuung der Freilanduntersuchungen, der Erfassung mikrobiologisch-oekologisch bedeutsamer Prozesse, der Entwicklung eines DNA-Extraktionsverfahren aus Bodenproben und der Versorgung der beteiligten Projektpartner mit Bodenproben aus den Versuchen. Das Projekt soll in drei aufeinanderfolgenden Stufen durchgefuehrt werden: 1) Topfexperimente unter Labor bzw Gewaechshausbedingungen, 2) Steckzylinder im Freiland und 3) Freisetzung der Untersuchungsstaemme auf 25 qm grossen Parzellen. Die Durchfuehrung der einzelnen Stufen soll in drei aufeinanderfolgenden Jahren (1993-1995) erfolgen.

Biologische Sicherheitsforschung zur Freisetzung gentechnisch veraenderter Rhizobium meliloti Staemme: Ueberleben, Verbreitung und Wechselwirkung des freigesetzten Organismus mit der endogenen Bodenmikroflora zweier Freisetzungsstandorte

Untersuchungen zur Verwendung extrachromosomal replizierender Kopien der DNA 1 von Cassava latent Virus - Sicherheitsforschung Gentechnologie fuer die Pflanzenforschung

Ziel des Projektes ist die Analyse der Verwendung frei replizierender Formen der DNA1 des Geminivirus Cassava latent Virus sowie seine Interaktion mit anderen Geminiviren. Im Mittelpunkt der Untersuchung soll die Frage stehen, ob aus den sich nicht systemisch ausbreitenden DNA1-Formen, die keine Symptome auf den transgenen Pflanzen zeigen, durch Wechselwirkung mit zusaetzlicher CLV-spezifischer DNA bzw durch Rekombination oder Cotransfektion mit anderen Geminiviren neue, sich systemisch ausbreitende Virus-Formen entstehen koennen. Im Falle der Wechselwirkung der DNA1-Formen mit einem verwandten Geminivirus, BCTV, soll zudem untersucht werden, ob durch Rekombination beider Genome eine Aenderung des Wirtbereiches und des Uebertragungsvektors moeglich ist.

Verfahrensbezogene Sicherheitsforschung

Das beantragte Forschungsprogramm beinhaltet zwei Teilprojekte. Allen gemeinsam ist die Idee, potentielle Risiken, die aus der Herstellung und Verwendung gentechnisch veraenderter Organismen hervorgehen koennen, messbar zu machen, die Risiken zu eliminieren, aufgrund der Daten groessere Sicherheit herzustellen und dem Gesetzgeber oder dessen ausfuehrenden Organen Kriterien zur Einschaetzung in die Hand zu geben. Zum einen wird die Entstehung und Freisetzung von Viren bei der Manipulation und Kultivierung von Saeugerzellen untersucht und sicherere Wirts-Vektor-Systeme etabliert. Zum anderen geht es um die Entfernung von 'biologisch aktiven Nukleinsaeuren' mit Hilfe der thermischen Inaktivierung.

Persistenz und Verbreitung biolumineszenter, isogener RecA+/RecA- Rhizobium meliloti-Staemme sowie Genomstabilitaet und DNA-Import dieser freigesetzten Staemme

In diesem Projekt sollen die oekologischen Auswirkungen der Freisetzung gentechnisch veraenderter Mikroorganismen (GVO) untersucht werden. In Langzeitexperimenten soll an zwei Freisetzungsstandorten analysiert werden, ob sich freigesetzte leuchtmarkierte Rhizobium meliloti Staemme unter verschiedenen Umweltbedingungen im Freiland etablieren. Es soll u.a. modellhaft der Einfluss der GVO auf die Zusammensetzung einer endogenen Bakterienpopulation, hier speziell einer Luzerne-nodulierenden Rhizobienpopulation, erfasst werden. Weiterhin sollen Methoden angewendet werden, die eine Abschaetzung des horizontalen Gentransfers und der Stabilitaet der GVO unter Freilandbedingungen erlauben. Schliesslich soll erprobt werden, ob eine Mutation im DNA-Reparatur- und Rekombinations-Gen recA als biologisches Containmentsystem geeignet ist. Arbeitsprogramm: 1. Regelmaessige Entnahme von Bodenproben vom Standort an der FAL in Braunschweig und Bestimmung der Titer der beiden GVO R. meliloti L1 (RecA-, Luc+) und R. meliloti L33 (RecA+, Luc+). 2. Isolierung und Charakterisierung der endogenen Luzerne-nodulierenden Rhizobienpopulation. 3. PCR-I Insertionselement (IS)-Fingerprinting zur Analyse der Genomstabilitaet der freigesetzten GVO. 4. Untersuchungen zum horizontalen Gentransfer aus der endogenen Bakterienpopulation in die freigesetzten GVO mittels geeigneter PCR-Proben und exogener Plasmidisolierung.

Kommunikationsmanagement in der biologischen Sicherheitsforschung - Teilprojekt 1 (gesamt): Praesenz, Transparenz, Kompetenz

Monitoring der Auswirkungen des Anbaus transgener Pflanzen auf Agraroekosysteme

Begleitende Sicherheitsforschung zur Freisetzung gentechnisch veraenderter Petunien

Gentechnisch veraenderte Pflanzen enthalten haeufig als Selektionsmarke das Antibiotika-Resistenz-Gen Neomycin-Phospho-Transferase (NPTII) in ihrem Erbgut. Die Kultivierung solcher Pflanzen im Freiland wirft die Frage auf, ob das NPTII-Gen wieder in Bakterien zurueckgelangen kann. Bei den zu unterscheidenden Pflanzen handelt es sich um Tabak oder Petunien, die mit unterschiedlich modifizierten NPTII-Genen transformiert worden sind. Es soll ueberprueft werden, ob durch die Verrottung dieser Pflanzen das NPTII-Gen in die Erde gelangen und dort von Bodenbakterien aufgenommen und weitervererbt werden kann. Zum Nachweis eines solchen etwaigen horizontalen Gentransfers wird eine hochempfindliche und spezifische Nachweismethode ('Polymerase-Chain-Reaction') eingesetzt. Die Untersuchungen zum Gentransfer werden sowohl im Gewaechshaus (Tabak und Petunie) als auch im Freiland (Petunie) durchgefuehrt. Dabei sollen Erkenntnisse gesammelt werden, inwieweit Gentransferereignisse im Freiland durch analoge Versuche im Gewaechshaus vorhergesagt werden koennen.

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