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Wohnstandort Laendlicher Raum - Die Wohnfunktion als zentraler Entwicklungsfaktor Laendlicher Raeume und die Wohnansprueche der Bewohner

Teilprojekt 4, Teilprojekt 1

Repräsentativumfrage zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten im Jahr 2018 einschließlich sozialwissenschaftlicher Analysen und Entwicklung einer jugendpolitischen Agenda

Das Vorhaben verfolgt zwei parallele Ziele. Ziel ist zum einen die zuverlässige und valide Erhebung von umweltbezogenen Einstellungs- und Verhaltensmustern in der Bevölkerung. Die Studie soll den aktuellen Stand des Umweltbewusstseins ermitteln und auf bedeutsame Entwicklungen hinweisen. Zudem sollen Verhaltens- und Engagementbereitschaften in verschiedenen Bedürfnisfeldern und gesellschaftlichen Bereichen aufgezeigt und die Akzeptanz von Umweltpolitik untersucht werden. Zum anderen besteht das Ziel darin, die Anschlussfähigkeit von UBA und BMUB an jugendkulturelle Debatten deutlich zu erhöhen und eine jugendpolitische Agenda zu entwickeln. Dafür sollen mittels qualitativer Methoden und in Dialogprozessen stadt- und umweltpolitische Maßnahmen und Angebote in Zusammenarbeit mit Jugendlichen konzipiert, durchgeführt und bewertet werden. Die Umweltbewusstseinsstudie 2018 soll systematisch auf den vorherigen Studien und der Pilotstudie 'Jugend im Wandel' aufbauen und, wo möglich, bestehende Zeitreihen fortführen. Sie soll dem wachsenden Bedarf zur Erfassung von Wissen, Einstellungen und Verhaltensabsichten in der Bevölkerung sowie gesellschaftsbezogener Indikatoren im UBA und BMUB Rechnung tragen, indem sie ausgeweitet und stärker modularisiert wird, mit folgenden Modulen: - Basiserhebung (zentrale Zeitreihen/Indikatoren plus Vertiefungsthemen sowie soziodemografische und -kulturelle Merkmale) - Zusatzerhebungen für aktuelle Fragestellungen und Entwicklungen - Zusatzerhebungen für spezielle Fragestellungen und Berichtspflichten einzelner Fachabteilungen - Begleitende qualitative Studien - vertiefende Jugendstudie mit Zusatzerhebungen - Einbindung von Methodenexpert/-innen für methodische Weiterentwicklungen - Einbindung eines wissenschaftlichen Beirats - Workshops und Fachtagung zur Vorstellung und Diskussion von Ergebnissen.

Teilprojekt 3: Lebensstile, Teilprojekt 1: Geschäftsmodelle und Narrative

Die Potenziale der Sharing Economy sind: weniger besitz-orientierte Konsummuster, Nutzungsdauerverlängerung und -intensivierung von Produkten und Produktionsmitteln sowie kollaborativere Lebens- und Wirtschaftsweisen können enorme Ressourcen- und Emissionsminderungseffekte sowie soziale Nachhaltigkeitseffekte produzieren. Die Ideen der Sharing Economy haben in jüngerer Zeit vor allem durch die zunehmende Digitalisierung einen Aufschwung erlebt - was großen Plattformanbietern wie Uber oder AirBnB ein schnelles Wachstum beschert und eine zunehmend kritische Diskussion über Rebound-Effekte und Sharing als neuen Konsum- und Wachstumstreiber ausgelöst hat. Es zeigt sich, dass erfolgreiches Upscaling aus der Nische in den Mainstream hier auf Kosten nachaltigkeits-orientierter Ziele und Motivationen geschieht. Ziel der Nachwuchsgruppe ist es deshalb, Konzepte der Sharing Economy im Kontext urbaner Transformationsprozesse zu untersuchen und über diese gekoppelte Perspektive als innovativen Zugang zu den Potenzialen der Sharing Economy nachhaltigere Upscaling-Strategien zu entwickeln. Mit der Entwicklung des Konzepts der Urban Sharing Society mit entsprechender Theorie- und Methodenintegration leistet die Gruppe einerseits einen wissenschaftlichen Beitrag und bringt im transdisziplinären Prozess im Reallabor Wuppertal neue Impulse für die Praxis ein.

Teilprojekt 3: Lebensstile, Teilprojekt 2: Ökologische Bewertung

Paläoklima, Umweltveränderungen und Gesellschaftliche Interaktion in Zentralasien - Verbindung von Institutioneller und Citizen Science. An ausgewählten dezentralen Focus-Sites in Kirgisistan werden in 'Natural Labs' integrierte Untersuchungsansätze modellhaft entwickelt, Teilvorhaben: GFZ

In einem integrierten Ansatz aus Untersuchungen von Paläoklimaarchiven (Seesedimente, Baumringe, Speläotheme), parallelem See-, Dendro-, Speläo- und Staubmonitoring und der Einbeziehung möglichst breiter Schichten der lokalen Bevölkerung über 'Citizen Science' Projekte sollen neben der regionalen Klimavariabilität auf unterschiedlichen Zeitskalen sowie anthropogenen Rückkopplungsprozessen auch Amplituden und Wiederholraten von klimatisch und tektonisch verursachten Extremereignissen (Dürren, Hochwasser, Erdbeben, Bergstürze) untersucht werden. Das Projekt PALESCA wird in den Gebirgsregionen Kirgisistans aktive Partner aus den Schwerpunkten 'Paläoklimaforschung' und 'Mountain Societies' zusammenzubringen, um wissenschaftliche Resultate in verbesserte Lebensbedingungen der Bevölkerung vor allem in entlegenen Gebirgsregionen umzusetzen. Die besondere Herausforderung, aber auch Chance besteht darin, die recht unterschiedliche Herangehens- und Denkweise von eher auf geologische Zeiträume fokussierten und soziologisch orientierten Partnern zu verbinden und zu einer neuen Qualität zu führen.

SÖF-Migrants4Cities - Willkommene Perspektiven. Hochqualifizierte Migrant/innen gestalten Zukunftsstädte, Teilprojekt 2: Urban Design Thinking - Transformation durch Co-Kreation

Das Verbundprojekt 'Migrants4Cities - Willkommene Perspektiven. Hochqualifizierte MigrantInnen gestalten Zukunftsstädte' verbindet drei übergeordnete Ziele: (1) die Entwicklung einer zukunftsfähigen, klimafreundlichen Stadt; (2) eine international und interkulturell attraktivere Stadtgestaltung; (3) die Aktivierung und Stärkung von MigrantInnen als Akteure der Stadtentwicklung. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung und Erprobung von Prototypen einer nachhaltigen Stadtgestaltung mit MigrantInnen für den Beispielfall Mannheim. Dieser sogenannte 'Urban Design Thinking'-Prozess wird verknüpft mit der Analyse und Weiterentwicklung der städtischen Nachhaltigkeitsgovernance. Zudem sind die systematische Beobachtung und Bewertung des Prozesses sowie Generalisierungs- und Transferaktivitäten zentrale Bestandteile des Gesamtprojekts. Im Teilprojekt der TU Berlin ist der Urban Design Thinking Prozess angesiedelt. Er zielt auf die Entwicklung nutzerzentrierter Lösungen zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen in Städten ab. In Kooperation mit der Stadt Mannheim und inter 3 wird untersucht, ob sich hochqualifizierte MigrantInnen als städtische Change agents eignen und wie sie in strategische, planerische, kommunikative städtische (Transformations-)Prozesse einbezogen werden können. Es wird erprobt, wie die Potentiale von hochqualifizierten MigrantInnen in einem Prozess der Co-Kreation für die Gestaltung von kommunalen Transformationsprozessen nutzbar gemacht werden können und wie sich MigrantInnen bei Innovationsprozessen in das Zusammenspiel von Governance, Wissenschaft, Wirtschaft integrieren lassen.

SÖF-StraInWo - Strategien und Instrumente zur Integration von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen (Flüchtlinge, Roma) in den Wohnungsmarkt im Zuge eines nachhaltigen Transformationsprozesses von Stadtquartieren, Teilprojekt 1: Zuwanderung und die Transformation von Stadtquartieren

Das Verbundprojekt zielt auch die Evaluation, (Weiter-) Entwicklung und Erprobung von Strategien und Instrumenten zur dauerhaften Integration von (benachteiligten) Neuzuwanderern (v.a. Roma und Flüchtlingen) in den Wohnungsmarkt ab. Dabei sollen die Anforderungen unterschiedlicher Bewohnergruppen (z.B. langjährig Ansässige mit und ohne Migrationshintergrund sowie Flüchtlinge und Roma als Neuzuwanderer in unterschiedlichen Haushaltsformen) an das gemeinsame Wohnen und Leben im Quartier - einschließlich von umweltbezogenem Verhalten - berücksichtigt werden. Das Teilprojekt der Fachhochschule Erfurt untersucht dabei anhand der Fallstudien im Bezirk Reinickendorf von Berlin und in Lübeck Moisling, wie sich städtische Quartiere durch den Zuzug neuer Bewohner (speziell ökonomisch benachteiligte Zuwanderer) verändern. Im Projekt wird analysiert, wie Kommunen, Wohnungsunternehmen, Vereine, sonstige Träger und engagierte Bürger zur Quartiersentwicklung bzw. zur Unterstützung der Integration der Neubürger in das Quartier beitragen. Ziel ist es, die so gewonnenen Erkenntnisse zu evaluieren, weiterzuentwickeln und in Form von Strategien und Instrumenten auf dem Wohnungsmarkt zu überprüfen. Für die Erprobungsphase im Sinne eines Reallabors werden Erfahrungen aus den Fallstudien in Berlin und Lübeck in Form von Projekten zur Integration von Roma und Geflüchteten umgesetzt. Nicht zuletzt entstehen in enger Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten Handlungsempfehlungen für Kommunen, Wohnungsunternehmen, Bund und Länder für eine kultur- und fluchtsensible Gestaltung nachhaltiger Stadt(teil)entwicklungsprozesse.

SÖF-Migrants4Cities - Willkommene Perspektiven. Hochqualifizierte Migrant/innen gestalten Zukunftsstädte, Teilprojekt 3: Städtische Governance

SÖF- DynaMo - Mobilitäts-Energie-Dynamiken in urbanen Räumen, Teilprojekt 2: Legitimität und Beteiligung

Ausgangssituation & Forschungsfragen: Der städtische Verkehr und dessen Emissionen, Energieverbräuche und planerische Herausforderungen (Staus, Flächenkonkurrenz etc.) stellen eine Belastung für Städte dar und machen einen Wandel notwendig. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der modernen Informations- und Kommunikations-Technologien, inter- und multimodale Mobilitätslösungen sowie Sharing-Konzepte bieten beispielsweise vielversprechende Ansatzpunkte für eine nachhaltigere Gestaltung urbaner Mobilität. In diesem Zusammenhang zielt die Forschungsgruppe DynaMo darauf ab, unterschiedliche Optionen für die nachhaltigere Gestaltung urbaner Personenmobilität auf inter- und transdisziplinäre Weise auszuloten. Zentral sind hierbei die folgenden Perspektiven und Fragestellungen: - Technologieintegration: Wie sind nachhaltige Mobilitätsinnovationen unter Einbeziehung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zu gestalten? - Governance-Formen: Wie können nachhaltige Mobilitätsinnovationen im Rahmen lokaler Governance Arrangements in lohnende Geschäftsmodelle umgesetzt werden? - Wandel von Mobilitätspraktiken: Wie entstehen bestimmte Mobilitätsmuster und wie lassen sich diese im nachhaltigen Sinne verändern? - Partizipation von und Bewertung durch Nutzerinnen und Nutzer: Wie können Mobilitätsinnovationen im nachhaltigen Sinne gesteuert werden und unter welchen Umständen werden sie als legitim wahrgenommen? Projektansatz & Vorgehen: Das DynaMo-Team, das sich aus den Disziplinen Stadtplanung, Soziologie, Politikwissenschaft und Technologiemanagement zusammensetzt, identifiziert zunächst im Austausch mit Praxisakteuren und Stakeholdern konkrete Fallbeispiele in unterschiedlichen Städten. Zu bearbeitende Fallbeispiele sind dabei u.a. Mobility-as-a-Service (MaaS) Lösungen, Sensorinfrastrukturen, autofreie Stadtquartiere. Die Fallbeispiele werden im Rahmen disziplinärer Qualifikationsarbeiten, die in einen kontinuierlichen Prozess der inter- und transdisziplinären Wissensintegration eingebettet sind, näher untersucht. Dabei stehen Fragen der Governance, Legitimität, Raumwahrnehmung, Digitalisierung, Partizipation und des Mobilitätsverhaltens im Vordergrund. Ziele & zu erwartende Ergebnisse: Das Forschungsgruppe DynaMo erarbeitet zum einen aus interdisziplinärer Perspektive Systemwissen über das Zusammenspiel planungs-, politik-, verhaltens- und technologiebezogener Aspekte bei der Gestaltung von Mobilitätslösungen in urbanen Räumen. Diese Erkenntnisse sollen im Rahmen eines transdisziplinären Kooperationsprozesses unter Einbindung von Praxisakteuren in adressatengerechte Handlungsempfehlungen übersetzt und im Hinblick auf Wirkung und Umsetzbarkeit bewertet werden. Die Ergebnisse werden in einem Leitfaden für die Implementation entsprechender Mobilitätslösungen zusammengefasst, der insbesondere auf Aspekte der Governance, Akzeptanz und Technologieintegration Bezug nimmt.

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