Dieses Vorhaben avisiert eine energieeffiziente Technikumanlage für optimale Metall-Pulver- und Inertgasaufbereitung für die additive Fertigung mit kontinuierlicher Überwachung und Regelung der Prozesse sowie normgerechte Dokumentation, sodass es allerhöchste Anforderungen aus der Produktion für Klasse-1-AM-Bauteile erfüllt und gleichzeitig den Anforderungen an eine signifikante Reduktion des Endenergieverbrauchs und des CO2-Footprints gerecht wird sowie zur Ressourcenschonung beiträgt. Erstmalig wird durch eine lückenlose Qualitätsüberwachung der Güte des Pulvers und der Anlagenumgebung, unter anderem im Sinne der Sicherheit und Effizienz, kontinuierlich kontrolliert, geregelt und dokumentiert. Im Sinne der Endenergieverbrauchsreduktion soll die Nutzung des bereits hergestellten Pulvers (insbesondere Titan) für die additive Fertigung maximiert werden. Aktuell wird das Material für hochbeanspruchte Bauteile, wie es beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt wird, nur 1 bis fünfmal rezykliert. Das heißt, dass ein Großteil, des Pulvers, nicht mehr für die Fertigung solcher Teile zur Verfügung steht, sondern entsorgt wird, da es den hohen Anforderungen nicht mehr genügt und durch Neupulver ersetzt werden muss. Die Herstellung des Neupulvers verbraucht mit etwa 25 MJ/kg ca. das 20 bis 30- fache der Energie gegenüber einer Aufbereitung des Pulvers mit Hilfe der geplanten Anlage. Als Anwender der additiven Fertigung sieht BENSELER in einem ressourceneffizientem Umgang mit Energie und Verbrauchsmaterialien einen erheblichen Beitrag zur Standortsicherung in Deutschland und Europa.
Calciumsilicate werden seit fast einem Jahrhundert in Gießprozessen von flüssigen Aluminium-Legierungen zur Fließkontrolle und Verteilung eingesetzt. Aus dem korrosiven Verhalten des Calciumsilicat-Werkstoffs, dem Ausbrennen zugegebener Kohlenstoffkomponenten, der Vielfallt der Al-Legierungen sowie den verschiedenen Gießverfahren und Gießtechniken ergibt sich eine sehr komplexe Korrosionsproblematik. Calciumsilicat-Graphit-Werkstoffe zeigen in bestimmten Anwendungen eine deutlich erhöhte Lebensdauer und vermindern Anhaftungen von Metallschlacke, bei aggressiven Legierungen reduziert sich allerdings die Lebensdauer auf inakzeptabel wenige Gießzyklen. Das Werkstoffsystem hat somit eine limitierte Ressourceneffizienz hinsichtlich Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit der Eigenschaften des Endproduktes. Das Hauptziel des Forschungsprojektes ist die Erforschung der Wechselwirkung der Calciumsilicat-Funktionswerkstoffe in Kontakt mit NE-Metallschmelzen zur Einschränkung bzw. Verhinderung der Korrosion und damit die Lebensdauerverlängerung der Anlagen und Erhöhung der Gesamtproduktivität. Dabei sollen die bestehenden kohlenstoffhaltigen Calciumsilicat-Werkstoffe hinsichtlich ihrer Oxidationsbeständigkeit funktionalisiert und deren chemische Wechselwirkung mit dem flüssigen Metall gesenkt werden, was zu völlig neuen Produktansätzen führen soll. Abb. 1 zeigt beispielhaft korrodierte Bauteile aus Calciumsilicat-Werkstoffen. Für die Zielerreichung hat sich ein Forschungsverbund organisiert, der die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Die Forschungseinrichtung TU Bergakademie Freiberg, Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik - Professur für Keramik in Freiberg wird gemeinsam mit dem Hersteller der Calciumsilicat-Werkstoffe und Calciumsilicat-Funktionsbauteile CALSITHERM Verwaltungs GmbH in Bad Lippspringe die bisher unbekannten Korrosionsmechanismen systematisch aufklären, daraus neue Werkstoffkonzepte vorschlagen, die bei CALSITHERM hergestellt und bei den Endanwendern Aluminium-Werke AG & Co.KG in Wutöschingen (AWW) und bei Trimet Aluminium SE (TRIMET) in Essen erprobt werden. Labor- sowie Post-mortem - Untersuchungen werden die Werkstoffentwicklung weiter optimieren. Koordinator des Verbundes ist die CALSITHERM Verwaltungs GmbH.
Die Fachtagung 'Umweltaspekte der Seeschifffahrt', als drittes einer Reihe von Symposien, wird von der GAUSS in Kooperation mit der Meereskundlichen Arbeitsgruppe Umweltfolgen der Schifffahrt, MAUS, veranstaltet. Unterstuetzende Partner sind u.a. die Bundesanstalt fuer Gewaesserkunde, das AWI sowie das Forschungszentrum Geesthacht. Erwartet werden etwa 100-120 TeilnehmerInnen aus der Bundesrepublik und dem europaeischen Ausland, die den Bereichen Meeresumweltschutz, Seeschifffahrt, Politik und Verwaltung, Forschung sowie maritime Industrie zuzuordnen sind. Die Veranstaltung am 25./26. November 1999 wird dazu beitragen, die Themen maritimer Umweltschutz und Sicherheit im Seeverkehr erfolgreich und dauerhaft mit dem Standort Bremen/Bremerhaven zu verknuepfen.
Gegenstand des Vorhabens ist die umweltgerechte Gewerbeentwicklung. Ziele sind die Erarbeitung praxisgerechter Arbeitshilfen und die Weiterentwicklung angemessener Pruefungsverfahren der Umwelteinwirkungen durch ansiedlungswillige Betriebe. Das Vorhaben ist eine Fortentwicklung bzw.Ergebnisverifizierung eines vom Bundesbauministerium im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Staedtebaus (EXWOS) gefoerderten und am INFU von 1992 bis 1994 in Zusammenarbeit mit der Stadt Herford durchgefuehrten Projektes (TFA Herford). Das Handbuch liefert fuer 78 ausgewaehlte Branchen umweltrelevante Daten zu produktionsbedingten Emissionen und Stoffstroemen sowie planungs- und strukturrelevanten Kriterien. Zusaetzlich wurden in einem Planungshandbuch gestalterische und bautechnische Aspekte zusammengestellt. Im Rahmen der Fortentwicklung dieses Ansatzes sollen konkrete Beispiele der kommunalen Praxis in Betriebsansiedlungen, -umsiedlungen und Bestandssicherung wissenschaftlich ausgewertet und begleitet werden. Eine Kooperation mit Kommunen und Betrieben wird zur Gewaehrleistung des Praxisbezuges angestrebt. Insbesondere eine Zusammenarbeit mit den beteiligten kommunalen Behoerden (z.B. Wirtschaftsfoerderung, Liegenschafts-, Umwelt- sowie Planungsamt) erlaubt die Optimierung der derzeit bestehenden und im Rahmen des Projektes konzipierten Instrumente zur umweltvertraeglichen Betriebsansiedlung oder -verlagerung. In diese Diskussion um Bestandssicherung oder Umsiedlung von Betrieben im Sinne einer Standortvertraeglichkeitspruefung sollen Aspekte einer Umweltbetriebspruefung (Oeko-Audits) eingebunden werden. Daraus kann sich im weiteren eine Beratung auch fuer (andere) kleine und mittlere Betriebe anschliessen. Im einzelnen werden folgende Ziele verfolgt: Erhebung bestehender und Entwicklung neuer Anreizinstrumente zur umweltgerechten Ausgestaltung von Gewerbeansiedlung, -umsiedlung oder Bestandssicherung,- fruehzeitige Einbindung aller am Gesamtprozess beteiligten Aemter der Verwaltungsebene (Wirtschaftsfoerderung, Stadtentwicklung/-planung, Liegenschaftsverwaltung, Umweltaufsicht) und Verbesserung der innrbehoerdlichen Koordination,- Beratung der betreffenden (klein- und mittelstaendischen) Unternehmen,- Entwicklung einer Arbeitshilfe zur 'umweltvertraeglichen Gewerbeansiedlung'.