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Staubablagerungen in Staßfurt - Landesverwaltungsamt führt Untersuchungen und Kontrollen durch

Seit Freitag vergangener Woche (07.08.2020) ist das Landesverwaltungsamt zu umfassenden Anlagenkontrollen in einem Industriegebiet in Staßfurt vor Ort. Ausgangspunkt der Untersuchungen war eine Presseberichterstattung über rostige Staubablagerungen auf Fahrzeugen, Gartenmöbeln und anderen Gegenständen in einem nahe gelegenen Wohn-gebiet. Seitdem liegt dem LVwA eine Beschwerde eines Anwohners vor. Die erste unangemeldete Vor-Ort-Begehung erfolgte auf dem Anlagengelände der GSF – Gießerei Staßfurt GmbH. Zum Zeitpunkt der Kontrolle wurde die Anlage genehmigungskonform betrieben. Ein Schmelzbetrieb fand nicht statt. Die Unterlagen zur Eigenüberwachung der letzten Jahre wurden eingesehen. Havarien oder besondere Vorkommnisse, die zu vermehrten Staubemissionen führen könnten, gab es nicht. Im Rahmen der Begehung des Anlagengeländes wurden auch die jeweiligen Emissionsquellen auf Staub- und Rostablagerungen überprüft. Dabei waren keine Auffälligkeiten ersichtlich. Dennoch werden weitere kurzfristige und unangemeldete Kontrollen der Gießereianlage erfolgen. Dabei sollen vor allem das Abgasreinigungssystem im Gießereibetrieb überwacht und die Auswirkungen des Schmelzbetriebes untersucht werden. Über die Anordnung einer Emissionsmessung wird nach der Begehung entschieden. Ebenfalls fand eine Begehung des betroffenen Gebietes am Friedensring, zwischen der Förderstedter Straße und der Calbescher Straße, statt. Dabei wurden mehrere Autos, Bänke, und Abfallbehälter auf unnatürliche Staubablagerungen oder Rostflecke untersucht. Da zu diesem Zeitpunkt keine Ablagerungen festgestellt werden konnten, sind weitergehende Untersuchungen und vor-Ort-Begehungen notwendig. Hierzu ist es erforderlich sämtliche Anlagen, die im besagten Industriegebiet ansässig sind, zu überprüfen. Des Weiteren wird das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) in Bezug auf die Auswertung der bestehenden Dauermessstelle im Industriegebiet Staßfurt Nord einbezogen. Im Rahmen der Beschwerdebearbeitung wurden potentielle Emittenten sondiert, welche derzeit einer umfangreichen Prüfung durch die zuständigen Behörden unterzogen werden. Elf Anlagen bzw. Betriebe befinden sich in der Zuständigkeit des LVwA, fünf in der des Salzlandkreises. Im Rahmen der umfangreichen Überprüfungen der im Industriegebiet ansässigen Unternehmen wurde der Salzlandkreis aufgefordert, die in seiner Zuständigkeit befindlichen Anlagen zu prüfen und dem LVwA die Überwachungsergebnisse mitzuteilen. Des Weiteren wird das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) gebeten, die bestehenden Dauermessstellen im Industriegebiet Staßfurt Nord auf Auffälligkeiten in Bezug auf einen Staubeintrag zu untersuchen. Rückblick Bereits 2015 wurden rostfarbene Staubablagerungen durch Anwohner gemeldet. Daraufhin erfolgten umfangreiche Ermittlungen, im Einzelnen: • Untersuchungen von Bodenproben und Obst aus dem Garten eines Beschwerdeführers • Untersuchung der Filterstäube an drei Probenahmestellen • Analyse der Stäube aus zwei Sammelmessstellen • Umfangreiche Emissionsmessungen Das ca. einjährige Messprogramm zur Bestimmung der Deposition von Staub und Staubinhaltsstoffen in Staßfurt ergab, dass alle Werte, die zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen festgelegten Immissionswerte für Schadstoffdepositionen nach TA Luft bzw. für zulässige Frachten nach Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung sicher unterschritten waren. Eine Kausalität zwischen den Staubablagerungen und einem potentiellen Verursacher konnte nicht festgestellt werden. Allerdings wurden seitens des Landesverwaltungsamtes gegenüber den ansässigen Betrieben vorsorglich umfangreiche Anordnungen erlassen, die ua. den Austausch der Filteranlagen beinhaltete. Dabei wurden auch die gesundheitlichen Auswirkungen untersucht. Das Gesundheitsamt des Salzlandkreises veranlasste seinerzeit die Beprobung und Analyse von Obst und Gartenböden. Die Bodenproben wurden nach den Parametern der Bundesbodenschutzverordnung untersucht, dazu gehören z.B. Polychlorierte Biphenyle (PCB), schwerflüchtige Chlorkohlenwasserstoffe, Schwermetalle und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Weiterhin wurde Eisen als zusätzlicher Parameter mituntersucht. Die Bundesbodenschutzverordnung gibt Grenzwerte für Schadstoffe im Boden vor und unterscheidet hier auch nach der Nutzungsform des Geländes. Eisen unterliegt laut Bodenschutzverordnung keinem Grenzwert, da Eisen für die menschliche Gesundheit keine Gefahr darstellt. In Auswertung der Proben wurde festgestellt, dass bei allen Schwermetallen sogar die Prüfwerte für Kinderspielplätze weit unterschritten waren. Auch die nochmals strengeren Vorsorgewerte wurden nicht erreicht. Die Lebensmittelproben wurden laut Lebensmittelverordnung- und -gesetzbuch untersucht. Weder der Verzehr der Lebensmittel noch die Böden wurden nach den vorliegenden Grenzwerten beanstandet. Impressum Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Ratgeber: Attacke des schwarzen Staubes

Mitte der neunziger Jahre erreichten das Umweltbundesamt erstmalig Informationen über plötzliche schwarze Staubablagerungen in Wohnungen. Wände, Decken und Einrichtungsgegenstände waren - manchmal innerhalb von Tagen, zumeist innerhalb weniger Wochen - mit einem rußähnlichen Schmierfilm überzogen. Selten war ein Raum, meist waren mehrere Räume der Wohnung betroffen. Die Schäden reichten von einzelnen Flecken bis zu größeren Verschmutzungen, die aussahen, als hätten in der Wohnung Schwelbrände stattgefunden. Veröffentlicht in Ratgeber.

Genese von Wüstenpflaster

Das Projekt "Genese von Wüstenpflaster" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Bayreuth, Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER), Lehrstuhl Geomorphologie durchgeführt. Wüstenpflaster (desert pavements) gelten meist als Auswehungsgebiete (Quelle) von Staub. Oft - besonders über basaltischem Untergrund - beobachtet man aber Anreicherung von allochtonen Staubablagerungen mit vesikulärem A-Horizont unter der offenbar angehobenen Steinlage. An der Typlokalität Cima Volcanic Field (California, USA), wo von amerikanischen Geowissenschaftlern eine alternative Theorie zur Entstehung der Wüstenpflaster entwickelt wurde, wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Arno Kleber und Diplomanten (Geogr. Institut der TU Dresden) mittels Lumineszenz-Datierungen versucht, weitere Argumente in die kontroverse Diskussion einzubringen. Ähnliche Untersuchungen werden nun auf Lanzarote weitergeführt.

Variabilität des Ostasiatischen Monsuns während der letzten 65.000 Jahre - laminierte Seesedimente aus dem Sihailongwan-Maarsee, NE-China

Das Projekt "Variabilität des Ostasiatischen Monsuns während der letzten 65.000 Jahre - laminierte Seesedimente aus dem Sihailongwan-Maarsee, NE-China" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum durchgeführt. Laminierte Seesedimente sind unschätzbare Informationsquellen zur Geschichte der Umwelt und des Klimas direkt aus der Lebenssphäre des Menschen. Ein exzellentes Beispiel dafür ist der Sihailongwan-Maarsee aus NE-China. In einem immer noch dicht bewaldeten Vulkangebiet gelegen, bieten seine Sedimente ein ungestörtes Abbild der Monsunvariationen über zehntausende von Jahren. Nur die letzten ca. 200 Jahre zeigen einen deutlichen lokalen anthropogenen Einfluss. Das Monsunklima der Region mit Hauptniederschlägen während des Sommers und extrem kalten Wintern unter dem Einfluss des Sibirischen Hochdrucksystems bildet die Voraussetzung für die Bildung von saisonal deutlich geschichteten Sedimenten (Warven), die in dem tiefen Maarsee dann auch überwiegend ungestört erhalten bleiben. Insbesondere die Auftauphase im Frühjahr bringt einen regelmässigen Sedimenteintrag in den See, der das Gerüst für eine derzeit bis 65.000 Jahre vor heute zurückreichende Warvenchronologie bildet. Für das letzte Glazial zeigen Pollenspektren aus dem Sihailongwan-Profil Vegetationsvariationen im Gleichklang mit bekannten klimatischen Variationen des zirkum-nordatlantischen Raumes (Dansgaard-Oeschger-Zyklen) zu dieser Zeit. Der Einfluss dieser Warmphasen auf das Ökosystem See war jedoch sehr unterschiedlich. So sind die Warven aus den Dansgaard-Oeschger (D/O) Zyklen 14 bis 17 mit extrem dicken Diatomeenlagen (hauptsächlich Stephanodiscus parvus/minutulus) denen vom Beginn der spätglazialen Erwärmung zum Verwechseln ähnlich, während Warven aus dem D/O-Zyklus 8 kaum Unterschiede zu überwiegend klastischen Warven aus kalten Interstadialen aufweisen. Gradierte Ereignislagen mit umgelagertem Bodenmaterial sind deutliche Hinweise auf ein Permafrost-Regime während der Kaltphasen. Auch während des Spätglazials treten deutliche klimatische Schwankungen auf, die der in europäischen Sedimentarchiven definierten Gerzensee-Oszillation und der Jüngeren Dryas zeitlich exakt entsprechen. Das frühe Holozän ist von einer Vielzahl Chinesischer Paläoklima-Archive als Phase mit intensiverem Sommermonsun bekannt. Überraschenderweise sind die minerogenen Fluxraten im Sihailongwan-See während des frühen Holozäns trotz dichter Bewaldung des Einzugsgebietes sehr hoch. Sowohl Mikrofaziesanalysen der Sedimente als auch geochemische Untersuchungen deuten auf remoten Staub als Ursache dieses verstärkten klastischen Eintrags hin. Der insbesondere in den letzten Jahrzehnten zunehmende Einfluss des Menschen zeigt sich in den Sedimenten des Sihailongwan-Maarsees vor allem in einem wiederum zunehmenden Staubeintrag und einer Versauerung im Einzugsgebiet. Der anthropogene Einflusss auf die lokale Vegetation ist immer noch gering.

Teilvorhaben: Hochschule Anhalt

Das Projekt "Teilvorhaben: Hochschule Anhalt" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Anhalt (FH) Hochschule für angewandte Wissenschaften, Standort Köthen, Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen durchgeführt. Die Energieerzeugung mittels Photovoltaik (PV) ist für in den Sonnengürtelregionen Nordafrikas durch die hohe Sonneneinstrahlung sehr attraktiv. Gerade in diesen Regionen kommt es jedoch durch die Staubablagerung auf PV-Modulen, das so genannte 'Soiling', zu einer deutlichen Reduzierung des Energieertrags. Um den Energieertrag zu optimieren, ist es sehr wichtig, die Verschmutzung zu verstehen, die lokalen Verschmutzungsraten zu ermitteln und optimale Reinigungstechniken für PV-Module zu entwickeln. Allerdings ist die Verschmutzung ein sehr komplexes und ortsspezifisches Phänomen. Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der Entwicklung von Verschmutzungssensoren und der Messung von standortspezifischen Verschmutzungsraten für PV-Anwendungen. Ziel ist es, neue Produkte wie ein Verschmutzungssensor und eine Instandhaltungssoftware zur Vorhersage von Verschmutzungen bis zum Prototyp im Einsatz zu bringen (TRL 7), um eine deutliche Verbesserung bei der Erkennung, Überwachung und Minderung von Verschmutzungen zu erreichen. Ziel ist eine Überführung der Entwicklungen der Sensortechniken und Algorithmen in ein marokkanisches Startup oder einer ähnlichen Verwertungsform, um nationale oder internationale Anfragen bedienen zu können. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums der kooperierenden Partner geplant, welches der PV-Industrie eine Plattform für Untersuchungen und Tests (Outdoor und Indoor) im Kontext des Verschmutzungsproblems von PV-Anlagen bietet.

Entwicklung eines Staub-Eisen-Modellierungssystemes und ein Benchmark-Studium für Staub-Eisen-Haushalt

Das Projekt "Entwicklung eines Staub-Eisen-Modellierungssystemes und ein Benchmark-Studium für Staub-Eisen-Haushalt" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität zu Köln, Institut für Geophysik und Meteorologie, Bereich Meteorologie, Arbeitsgruppe Atmosphärische Modellierung durchgeführt. Jedes Jahr werden große Mengen an Staub in Richtung Ozean transportiert und dort abgelagert. Das im Staub enthaltene Eisen ist dabei ein wichtiges Düngemittel für die Biomasseproduktion auf der Ozeanoberfläche und bestimmt somit den Umsatz an atmosphärischem Kohlenstoff. Die quantitative Schätzung an abgelagertem Staub bzw. Eisen unterliegt allerdings nach wie vor Unsicherheit. Zur Untersuchung der Reaktion des marinen Ökosystems auf den Klimawandel sowie zur Abschätzung der Wirkung des Ozeans als Kohlenstoffsenke insbesondere für ansteigende atmosphärische CO2-Konzentrationen, sind wir auf Staubmodelle zur Bestimmung des Staub- und Eisentransportes angewiesen. Existierende Staubmodelle sind nicht in der Lage Staub-Partikelgrößenverteilungen zu bestimmen. Diese sind allerdings notwendig um Transportwege und Ablagerungen von Staub und Eisen exakt zu berechnen. In diesem Projekt wollen wir uns mit der Herausforderung befassen, ein neues regionales Staubmodell zu entwickeln, das die Fähigkeit zur Berechnung der partikelgrößenabhängigen Staub-/Eisenemission und -deposition hat und sowohl für Staubstürme als auch für sporadisch auftretende schwache Staubereignisse genutzt werden kann. Der Ansatz zur Staubemissionsparametrisierung ist dabei völlig neu. Das Modell wird auf das Lake Eyre Basin in Australien angewandt, einer Region, die als größte Mineralstaub- bzw. Eisenquelle in der südlichen Hemisphäre gilt. Zahlreiche Staub- und Eisenmessungen sowie Landoberflächencharakterisierungen liegen für diese Region vor. Sollte das Projekt erfolgreich sein, wird damit zum ersten Mal eine detaillierte Bestimmung des regionalen Staub- und Eisenbudgets möglich sein, die als Referenz für globale Simulationen von Staub- und Eisenablagerungen und damit einhergehende Reaktionen des marinen Ökosystems herangezogen werden kann.

Erforschung des Einflusses der Mikro- und Makrostruktur textiler Filtermedien auf die periodische Ablösung von Staubschichten mineralischer inerter Partikeln mit dem Ziel der quantitativen Pro-gnose des Langzeitbetriebsverhaltens zyklisch regeneriert

Das Projekt "Erforschung des Einflusses der Mikro- und Makrostruktur textiler Filtermedien auf die periodische Ablösung von Staubschichten mineralischer inerter Partikeln mit dem Ziel der quantitativen Pro-gnose des Langzeitbetriebsverhaltens zyklisch regeneriert" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Wuppertal, Institut für Partikeltechnologie durchgeführt. Bei der Partikelabscheidung aus Gasen mit Oberflächenfiltern bestimmen die periodische Ausbildung und Ablösung von Partikelschichten entscheidend das Betriebsverhalten des Filters. Außer von der jeweiligen Beanspruchungsart und -dauer hängt die Qualität der Regenerierung vor allem von der Haftung zwischen der Partikelschicht und der Filtermedienoberfläche (Adhäsion) sowie von der Festigkeit der Partikelschichtstruktur selbst (Kohäsion) ab. Die Adhäsions- und Kohäsionskräfte werden durch die Struktur des Filterkuchens auf dem Filtermedium entscheidend bestimmt. Die Bildung des Filterkuchens und somit das Regenerierungsverhalten werden durch die Oberflächenbeschaffenheit des Filtermediums entscheidend beeinflusst. Eine fundierte theoretische Beschreibung dieser Wechselwirkungen ist bislang nicht gelungen. Es ist bekannt, dass nach der Filterkuchenablösung die Filteroberfläche immer noch mit einer dünnen Partikelschicht belegt ist. Da Filtermedien im Hinblick auf die Größenordnung der abgelagerten Partikeln meist eine mikroskopisch unebene Flächenstruktur aufweisen, wird eine lokal inhomogene Schichtstruktur in den Schnittebenen des oberflächennahen, porösen Übergangsbereiches zwischen dem Filterkuchen und dem Filtermedium erwartet. Die daraus resultierende inhomogene Haftkräfteverteilung beeinflusst das Ablöseverhalten der Partikelschicht entscheidend. Eingehende Untersuchungen hierzu sind bislang nicht bekannt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll experimentell und theoretisch - unterstützt durch Simulationsrechnungen - untersucht werden, wie bei unterschiedlichen, quantitativ charakterisierten, inhomogenen, mikroskopisch unebenen Filtermedienoberflächen einschließlich deren oberflächennahen porösen Übergangsbereiche jeweils charakteristische Partikelschichtstrukturen im unteren Kuchenbereich entstehen und somit bestimmte inhomogene Haftkräfteverteilungen - sowohl hinsichtlich der Größe der Kräfte als auch hinsichtlich deren räumliche Anordnung - hervorgerufen werden, was wiederum das Ablöseverhalten der Partikelschicht dementsprechend charakteristisch beeinflusst. Es soll darauf basierend bei wiederkehrender Partikelbeladung und Regenerierung der Filtermedien erstmalig erforscht werden, welche quantitativen Zusammenhänge zwischen der Änderung des Ablöseverhaltens des Filterkuchens über mehrere Betriebsstadien und den quantitativen Kenngrößen der Filtermedienoberfläche vorhanden sind und wie, ausgehend von der dementsprechend zu charakterisierenden Oberflächenbeschaffenheit eines beliebigen Filtermediums, eine Vorhersage über die Änderung des Regenerierungsverhaltens des Mediums im Betrieb auf einer quantitativen Basis möglich ist. Das so geschaffene Grundlagenwissen wird im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens sowohl über eine verbesserte Energieeffizienz (Betriebskosten) als auch eine höhere Materialeffizienz (Standzeit) in die industrielle Praxis hineinwirken.

Brand und Explosionseigenschaften von Stäuben unter einem Mikrometer - insbesondere Nanostäuben (BEX-SubMikro)

Das Projekt "Brand und Explosionseigenschaften von Stäuben unter einem Mikrometer - insbesondere Nanostäuben (BEX-SubMikro)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Abteilung 2 Chemische Sicherheitstechnik, Fachgruppe 2.2 Reaktionsfähige Stoffe und Stoffsysteme durchgeführt. Sicherheitstechnische Kenngrößen brennbarer Stäube sind keine vom Prüfverfahren unabhängigen Stoffgrößen, sondern werden in standardisierten Untersuchungsverfahren bestimmt. Mit dem Einzug der Nanotechnologie und dem Anstieg der Produktion nanoskalig hergestellter, brennbarer Stäube müssen deren Brenn- und Explosionsgefahren beurteilt werden. Bisher sind die Erfahrungen mit Nanostäuben limitiert. Dass bislang nur sehr wenige Kenngrößen für derart feine Stäube ermittelt worden liegt an Aspekten des Arbeitsschutzes und noch relativ hohen Kosten der Stäube. Ob die genormten Prüfverfahren das tatsächliche Brand- und Explosionsgefahren von nanoskalig hergestellten Materialien realistisch einschätzen, ist bislang nicht geklärt. Ziel des Vorhabens ist es, die bisherigen Arbeiten fortzuführen um die Erkenntnisse in die Arbeit zur Initiierung von Normungsaktivitäten einfließen zu lassen. Abschluss der Modifikationen an den Prüfapparaturen/-verfahren für aufgebwirbelte, brennbare Stäube unterhalb eines Mikrometers; Überprüfung und Modifikation der Prüfapparaturen/-verfahren für abgelagerte Stäube; Durchführen von Screeningtests; Untersuchung einer größeren Anzahl von Stäuben unterhalb eines Mikrometers, um unter anderem den Einfluss der Primärpartikelgröße und des Oxidationsgrades auf das Brand- und Explosionsverhalten zu untersuchen; Aktivitäten in Normungsgremien; Vorstellung der Prüfergebnisse; Abschlussbericht. Die Arbeiten und Untersuchungen schließen somit die aus sicherheitstechnischer Sicht bestehende Lücke bei der Bestimmung des Brand- und Explosionsverhaltens von Stäuben mit Primärpartikelgrößen unterhalb eines Mikrometers. Die Untersuchungsergebnisse dienen dazu, die Interessen der deutschen Industrie und Wirtschaft zu vertreten und die Ergebnisse in Anschubaktivitäten für Normungsarbeiten einzubringen, um den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland auch international noch stärker zu positionieren. Ziel ist die Initiierung eines Normungskonzeptes.

Leitantrag; Vorhaben: Teilprojekt 4 Geologie und Neotektonik und Teilprojekt 5 Geomorphologie und Sedimentologie

Das Projekt "Leitantrag; Vorhaben: Teilprojekt 4 Geologie und Neotektonik und Teilprojekt 5 Geomorphologie und Sedimentologie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Fachgruppe für Geowissenschaften und Geographie, Geographisches Institut, Lehrstuhl für Physische Geographie und Geoökologie durchgeführt. Ziele: Im Fokus des Verbundprojektes 'QuaSi' stehen Untersuchungen der Sedimente des Gaxun Nur Beckens, nördlicher Bereich des Tibet Plateaus / südliche Flanke der Wüste Gobi. Das Becken ist durch dicke Sedimentschichten gekennzeichnet und bildet eine wichtige Quelle für Staubablagerungen (Löss). Es wird gemeinschaftlich mit den chinesischen Partnern eine Tiefenbohrung abgetäuft, um die spätquartäre Klimaentwicklung und Monsundynamik zu untersuchen und Aussagen über zukünftige Klimaentwicklungen zu treffen. Es wird somit auch ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Beckenbildung geleistet und Informationen zum Beginn des Staubeintrags geliefert. Eine zentrale Frage ist außerdem, welchen Einfluss die Monsundynamik auf den Staubeintrag der letzten 250.000 Jahre hatte. Weiterhin sollen die Untersuchungen Aufschluss darüber geben, wie sich die Trockenzonen in Zukunft entwickeln und welche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung erwartet werden. Mittels geophysikalischer Methoden werden die Beckenbildungsprozesse untersucht. Des Weiteren wird die tektonische Aktivität untersucht und Störungszonen lokalisiert. Insgesamt sollen damit die Akkumulations- / Erosionsraten des Beckens ermittelt werden. Die gewonnen Sedimente werden analysiert und datiert, um eine stratigraphische Einordnung vorzunehmen. Desweiteren werden die Sedimente des Bohrkerns auf Pollen sowie Sporen untersucht und eine Rekonstruktion der Vegetationsentwicklung vorgenommen. Die Daten aller beteiligten Arbeitsgruppen sollen in ein sogenanntes 'Forward Modelling' einfließen. Damit kann überprüft werden, ob die Ergebnisse und Prognosen auch auf andere Regionen in Zentralasien angewendet werden können.

Vorhaben: Teilprojekt 1 Beckenmorphologie und Sedimentstratigraphie, Teilprojekt 3 Palynologie und Ökologie und Teilprojekt 6 Multivariate Statistik

Das Projekt "Vorhaben: Teilprojekt 1 Beckenmorphologie und Sedimentstratigraphie, Teilprojekt 3 Palynologie und Ökologie und Teilprojekt 6 Multivariate Statistik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin, Institut für Geographische Wissenschaften, Fachrichtung 4 Angewandte Geographie, Umwelthydrologie und Ressourcenmanagement durchgeführt. Ziele: Im Fokus des Verbundprojektes 'QuaSi' stehen Untersuchungen der Sedimente des Gaxun Nur Beckens, nördlicher Bereich des Tibet Plateaus / südliche Flanke der Wüste Gobi. Das Becken ist durch dicke Sedimentschichten gekennzeichnet und bildet eine wichtige Quelle für Staubablagerungen (Löss). Es wird gemeinschaftlich mit den chinesischen Partnern eine Tiefenbohrung abgetäuft, um die spätquartäre Klimaentwicklung und Monsundynamik zu untersuchen und Aussagen über zukünftige Klimaentwicklungen zu treffen. Es wird somit auch ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Beckenbildung geleistet und Informationen zum Beginn des Staubeintrags geliefert. Eine zentrale Frage ist außerdem, welchen Einfluss die Monsundynamik auf den Staubeintrag der letzten 250.000 Jahre hatte. Weiterhin sollen die Untersuchungen Aufschluss darüber geben, wie sich die Trockenzonen in Zukunft entwickeln und welche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung erwartet werden. Mittels geophysikalischer Methoden werden die Beckenbildungsprozesse untersucht. Des Weiteren wird die tektonische Aktivität untersucht und Störungszonen lokalisiert. Insgesamt sollen damit die Akkumulations- / Erosionsraten des Beckens ermittelt werden. Die gewonnen Sedimente werden analysiert und datiert, um eine stratigraphische Einordnung vorzunehmen. Desweiteren werden die Sedimente des Bohrkerns auf Pollen sowie Sporen untersucht und eine Rekonstruktion der Vegetationsentwicklung vorgenommen. Die Daten aller beteiligten Arbeitsgruppen sollen in ein sogenanntes 'Forward Modelling' einfließen. Damit kann überprüft werden, ob die Ergebnisse und Prognosen auch auf andere Regionen in Zentralasien angewendet werden können.

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