Radarfernerkundung auf Basis der SAR-Satellitendaten der ERS-Plattformen ermöglicht die Aufzeichnung von Boden- und Vegetationsparametern, die vor allem mit den Faktoren Rauhigkeit, Wassergehalt und Salinität korreliert sind. Landnutzung in semi-ariden Regionen Westafrikas wird durch Übernutzung der Böden, Versalzung von bewässertem Land und Dezimierung von Baum- und Strauchschichten der Vegetation geprägt. Geeignete Methoden der Analyse von multitemporalen SAR-Daten der satellitengestützten Radarfernerkundung sollen helfen, vor allem regressive Veränderungen der Landnutzung zu erkennen und zu untersuchen. Informationen zu Bodenbedeckung, horizontaler Struktur der Vegetation und Bodenqualität sollen nachhaltige Entwicklungskonzepte unterstützen.
Im Anschluß an das Windwurfereignis im Winter 1999/2000 auf dem Darß (Mecklenburg-Vorpommern) wurden faunistisch-ökologische Begleituntersuchungen im Rahmen eines vorläufigen Projektes mit der Zielsetzung, den Zustand unmittelbar nach dem Sturmereignis zu erfassen, durchgeführt. Des weiteren wurden erste Auswertungen hinsichtlich einer möglichen Entwicklung einer Schädlingskalamität vorgenommen sowie die Bedeutung der Windwurffläche für Kleinsäuger und Fledermäuse abgeschätzt. Die Arbeiten wurden modular konzipiert mit dem Ziel, eine ausschnittsweise ökosystemare Analyse zu ermöglichen. So wurden die folgenden Strata exemplarisch beprobt bzw. untersucht: Stratum Boden (Mikroarthropoden, Regenwürmer), Stratum Bodenoberfläche mit Totholz (Spinnen, Asseln, Schnurfüßer, Laufkäfer, Kleinsäuger; Käfer, Schmetterlinge), Stratum Kraut- Strauchschicht (Schmetterlinge) sowie Stratum Baumschicht (Fledermäuse). Zur einfachen Abschätzung eines die Bodenaktivität kennzeichnenden Parameters (Streuabbau) wurden Köderstreifen eingesetzt.
Die Entwicklung der Biodiversität in verschiedenen Sukzessionsphasen des Baltischen Buchenwaldes soll in Abhängigkeit von der Form der Bewirtschaftung untersucht werden. Spezielle Aspekte dabei sind die Selbstverjüngung der Rotbuche und der Umbau von Kiefernwälder in Buchenmischwälder. Die Untersuchungen sind in einzelne Module gegliedert, die den wesentlichen Strata im Buchenwald entsprechen und jeweils über eine wichtige Indikatorgruppe repräsentativ beprobt werden: Boden (Mikroarthropada/Regenwürmer); Bodenoberfläche (Carabidae/Araneae); Totholz (Coleoptera); Kraut- und Strauchschicht (Lepidoptera). Der Vergleich der Ergebnisse der einzelnen Module untereinander mit den Ergebnissen der pedologisch/standörtlichen und waldbaulichen Untersuchungen anderer Arbeitsgruppen soll zur Aufklärung der Beziehungen zwischen Struktur und Biodiversität dienen.
1. Zielsetzung: a) qualitative Untersuchung der Artenzusammensetzung, des Altersaufbaues (Pflege, Verjuengung), der Struktur (Wuchsform) und der Vegetation des unmittelbar angrenzenden Umlandes von Hecken im Kanton Luzern; b) Ueberpruefung der Eignung verschiedener Heckentypen fuer bestimmte Tierarten. 2. Pilotphase: a) Pflanzensoziologische Aufnahme sowie weitergehende Beurteilung der Hecken in zwei vernetzten Untersuchungsgebieten (Auswahl aus den 1988 ornithologisch untersuchten Flaechen); b) pro Hecke fuenf Aufnahmen: Baum- und Strauchschicht, Krautsaeume (beidseitig), Umland (beidseitig); c) extensive Erfassung der Heckenbewohner (Insekten, Voegel usw.). Allfaellige spaetere Phase: a) Ausdehnung auf weitere Gebiete im Kanton ('Transekt'); b) u.U: detailliertere Erfassung einzelner Parameter.
Entwicklung von Nahtstellen zwischen Wachstumsmodellen des 'Management' Typs und des prozessorientierten Typs. Untersuchung der Moeglichkeiten Standortpotentialaenderungen zu modellieren und Entwicklung von genauen Methoden, Aenderungen der Blattflaeche (LAI) zu schaetzen. Ergaenzung der Wachstumsmodelle um Verjuengungs- und Strauchschicht-Modelle.
Im Rahmen des VOLE Projektes 'Innovative Waldtypisierung - Grundlage und Maßnahmenkatalog zur Prävention von Naturgefahren und den Auswirkungen des Klimawandels' werden in Modul 1 Regionale Klimamodellierung und Baumarteneignung Waldbaurichtlinien für ausgewählte in Nordtirol auftretenden Waldtypen erarbeitet. Das Projekt verfolgt den Zweck einer standörtlichen und waldbaulichen Charakterisierung der in einem Naturraum vorkommenden Waldtypen. Dabei werden für jeden vorkommenden Waldtyp die standortskundlichen Parameter Höhenstufe, Exposition, Neigung, Geländeform, Bodenprofil und Skelettgehalt, Geologie und Substrat sowie Wasser- und Nährstoffhaushalt beschrieben. Zusammen mit den Charakter- und Differentialarten der Kraut- und Strauchschicht, dem Erscheinungsbild sowie den Übergängen zu anderen Waldtypen wird die Ansprache des Waldtyps im Gelände ermöglicht. Die Beschreibung der vorkommenden Baumarten, deren Produktivität und das Gefüge, sowie Aspekte der ehemaligen Bewirtschaftung und die aktuelle Waldfunktion ermöglichen eine umfassende waldbauliche Beurteilung. Für die möglichen Baumarten werden die Wuchsrelationen, Gefährdungen und Ansprüche an die Durchführung der Naturverjüngung und Waldpflege beschrieben. Laufende Workshops verfolgen das Ziel die lokalen Erfahrungen der Förster bei der Bewirtschaftung der Wälder zu fassen und in ein praxisnahes Handbuch einzuarbeiten. Dabei wird anhand ausgewählter Waldstandorte die Praxis der aktuellen Waldbewirtschaftung diskutiert und mögliche Schwierigkeiten thematisiert. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Mitarbeitern der Forstplanung Tirol, den lokalen Waldaufsehern, Mitarbeitern des Technischen Büros WLM Innsbruck und des Institut für Waldbau an der Universität für Bodenkultur, Wien kann ein umfassendes Bild über die Behandlung der Wälder gewonnen werden.
Die heute an den Wald gestellten Anforderungen sind zahlreich und vielfältig. Das Projekt untersucht, inwieweit heutige Formen einer traditionellen Waldnutzungsart, der Waldweide, zum einen die Forderung nach Erhalt und Förderung der Biodiversität erfüllen können und sich darüber hinaus positiv auf das Walderleben der Waldbesucher auswirken. Heute wird Wald in Baden-Württemberg kaum noch aus landwirtschaftlichen Gründen beweidet. Moderne Waldweiden verfolgen naturschutzfachliche Ziele oder dienen wie etwa großflächige Wildparks als Attraktion für Erholungssuchende. Im bunten Spektrum der verschiedenen Zielsetzungen und Ausprägungen moderner Waldweide soll die Beziehung zwischen Beweidungsmanagement, dem derzeitigen Waldbild und der ökologischen Wertigkeit mit besonderem Blick auf die Biodiversität erforscht und hinterfragt werden. Der Schwerpunkt des Projektes und der Untersuchungen zur ökologischen Wertigkeit liegt bei der Projektfläche im Opfinger Mooswald: In der seit einigen Jahren wieder als Mittelwald bewirtschafteten Fläche wird durch neue Integration der Waldweide die vollständige Dynamik des traditionellen Mittelwaldbetriebs beispielhaft revitalisiert. Es wird eine ökologische Erfolgskontrolle der Maßnahme, bezogen auf Vegetation und Vegetationsstruktur sowie auf das Raunutzungsverhalten von Tagfaltern und Fledermäusen, durchgeführt. Darüber hinaus wird eine Verknüpfung mit waldpädagogischen Anliegen angestrebt. Für den Waldbesucher soll die Etablierung der Waldweide als erlebte Waldgeschichte mit fördernder Auswirkung auf die Biodiversität gestaltet werden. Auch hier ist eine Erfolgskontrolle geplant: Mittels sozialempirischer Methoden wird überprüft, inwieweit sich das Walderleben unter den Maßnahmen verändert. Darüber hinaus werden einige weitere ausgewählte Waldweideflächen in Baden-Württemberg, die als verbindendes Element ähnlich traditionell genutzten Mittel- oder Weidewäldern Strukturen lichter Wälder aufweisen, hinsichtlich ihres ökologischen Wertes untersucht. Dafür werden die Artzusammensetzung der Kraut-, Strauch- und Baumschicht und die Struktur der Strauch- und Baumschicht entlang von Transekten erfasst. Geplant sind weiterhin Zusatzerhebungen zur Abschirmung in Bodennähe und Kleinstrukturen an der Bodenoberfläche.
Projektrahmen Die historische Waldbewirtschaftungsform des Mittelwaldes erfährt heute neue Wertschätzung. Die sich als Folge der Nutzung im Mittelwald entwickelnde reiche Strukturvielfalt mit ihren charakteristischen Alteichen und die hohe Dynamik in der Strauch- und Krautschicht lassen Habitate entstehen, auf die viele heute als selten oder gefährdet anzusehende Arten angewiesen sind. Seit einigen Jahren bewirtschaftet das Stadtforstamt Freiburg einen im Opfinger Mooswald (FFH-Gebiet 'Breisgau') gelegenen ehemaligen Mittelwald auf einer Fläche von etwa 25 ha wieder nach historischen Leitlinien. Gegenstand Inwieweit sich der naturschutzfachliche Wert durch Integration der nicht minder historischen Waldweide noch optimieren lässt, ist Gegenstand des Projektes. Beweidung kann durch kleinflächige Nährstoffverlagerung durch Nährstoffaustrag an der einen (Fraßstellen) und Nährstoffeintrag an der anderen Stelle (Ruheplätze, Geilstellen), durch die Schaffung von Rohbodenstellen durch Tritt und Scharren, kurz als ein weiteres dynamisches Element, zur Schaffung weiterer wertvoller Strukturen und Lebensräumen und damit zu einer Anhebung der Biodiversität führen. Ziel des Projektes ist es, die vollständige Dynamik eines Mittelwaldes durch die Integration einer Waldweide zu revitalisieren und eine bisher nur unvollständige ökologische Erfolgskontrolle der Mittelwaldbewirtschaftung (als Ganzes) zu vervollständigen, um daraus eventuell notwendige Verbesserungsvorschläge für das Schlag- und Beweidungsmanagement abzuleiten. Im Rahmen der ökologischen Erfolgskontrolle sollen die Vegetation und die Vegetationsstruktur, sowie die Raumnutzung durch Fledermäuse und Tagfalter erfasst werden. Als drittes Projektziel soll geprüft werden, inwieweit Mittelwald und Waldweide als erlebte Waldgeschichte die Attraktivität des Erholungswaldes fördern können und sich so waldpädagogische Anliegen mit der ökologischen Forderung nach Biodiversität verknüpfen lassen.
Im Rahmen des Interreg IIIb Projektes NAB (Naturpotenziale alpiner Berggebiete) werden Waldbaurichtlinien für die in Nordtirol auftretenden Waldtypen erarbeitet. Das Projekt verfolgt den Zweck einer standörtlichen und waldbaulichen Charakterisierung der in einem Naturraum vorkommenden Waldtypen. Dabei werden für jeden vorkommenden Waldtyp die standortskundlichen Parameter Höhenstufe, Exposition, Neigung, Geländeform, Bodenprofil und Skelettgehalt, Geologie und Substrat sowie Wasser- und Nährstoffhaushalt beschrieben. Zusammen mit den Charakter- und Differentialarten der Kraut- und Strauchschicht, dem Erscheinungsbild sowie den Übergängen zu anderen Waldtypen wird die Ansprache des Waldtyps im Gelände ermöglicht. Die Beschreibung der vorkommenden Baumarten, deren Produktivität und das Gefüge, sowie Aspekte der ehemaligen Bewirtschaftung und die aktuelle Waldfunktion ermöglichen eine umfassende waldbauliche Beurteilung. Für die möglichen Baumarten werden die Wuchsrelationen, Gefährdungen und Ansprüche an die Durchführung der Naturverjüngung und Waldpflege beschrieben. Laufende Workshops verfolgen das Ziel die lokalen Erfahrungen der Förster bei der Bewirtschaftung der Wälder zu fassen und in ein praxisnahes Handbuch einzuarbeiten. Dabei wird anhand ausgewählter Waldstandorte die Praxis der aktuellen Waldbewirtschaftung diskutiert und mögliche Schwierigkeiten thematisiert. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Mitarbeitern der Forstplanung Tirol, den lokalen Waldaufsehern, Mitarbeitern des Technischen Büros WLM Innsbruck und des Institut für Waldbau an der Universität für Bodenkultur, Wien kann ein umfassendes Bild über die Behandlung der Wälder gewonnen werden.
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