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Sanierungsrahmenplan Tagebau Witznitz

Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebau Witznitz Planungsstand: verbindlicher Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan seit 09.09.2000 Inhalt: * Die bergbauliche Sanierung zur Herstellung dauerstandsicherer Restlochböschungen ist abgeschlossen. Noch bestehende Handlungsschwerpunkte beschränken sich auf Voraussetzungen zur Vorbereitung von Folgenutzungen. * Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung konzentrieren sich beim Hainer See auf die Nordböschung (Freizeitbereich mit Badestrand), die Südwestböschung (Wassersportbereich, Badestrand) sowie die Südostecke (Gestaltung der Badestelle Haubitz), den Verbindungsdamm Rötha-Kahnsdorf (Seenverbund zwischen Hainer und Kahnsdorfer See), die Flächen der ehemaligen Tagesanlagen nördlich von Kahnsdorf (Voraussetzungen zur Einordnung von erholungsbezogenen Einrichtungen und Anlagen) und den ehemaligen Holzplatz südöstlich von Kahnsdorf (Bootshaus, Bootsliegeplätze, Campingplatz). * Im Zuge der Restlochflutung unter Einleitung von Sümpfungswässern aus dem aktiven Bergbau (vorrangig Vereinigtes Schleenhain) entstehen bis ca. Ende 2007 der 5,6 km² große Hainer See mit dem Teilbereich Haubitz (Teilabtrennung durch die kleine Landzunge) und der 1,2 km² große Kahnsdorfer See. Die Vorflutgestaltung schließt künftig einen Verbund beider Seen und die Anbindung des Hainer Sees an die Pleiße sowie die Reaktivierung des "Langen Borns" ein. * Die im Westbereich des Sanierungsgebietes etablierte Landwirtschaft verfügt über einen Bestandsschutz (Anlage von Alleen und Flurgehölzen zur Landschaftsaufwertung). Prioritäre Handlungsfelder der Forstwirtschaft bestehen in der Waldmehrung (naturnahe, standort- und funktionsgerechte Aufforstungen mit Schwerpunkten im West- und Südbereich des Kahnsdorfer Sees, im Südbereich des Hainer Sees sowie im ehemaligen Tagebauvorfeld zwischen Espenhain und dem "Langen Born") und dem waldökologischen Umbau bestehender forstlicher Reinbestände (Bereich Margarethenhain). * Die Entwicklung von Natur und Landschaft konzentriert sich vorrangig auf den gesamten Kahnsdorfer See mit seinen Ufer- und Randbereichen. Durch gezielte Vernetzung der Bergbaufolgelandschaft mit den umgebenden Landschaftsstrukturen soll von Borna über den Speicher Witznitz und die Eula- und Wyhraaue sowie den Kahnsdorfer See (Aufforstungen im West- und Süduferbereich) eine regionale Landschaftsachse zur Restauenlandschaft der Pleiße im Bereich Rötha-Böhlen wiederhergestellt werden. * Für Freizeit und Erholung bestehen am Hainer See geeignete Voraussetzungen am Nordufer (Badestrand, Ferienhäuser), am Südwest- und Südufer (Badestrand, Segelhafen, Bootsliegeplätze, Bootshaus, Campingplatz) und im Nordbereich von Kahnsdorf (erholungsbezogene Einrichtungen und Anlagen). Im Rahmen des Projekts "Gewässerverbund Region Leipzig" besteht die Option, den Hainer See an die Fließgewässer Pleiße und Wyhra anzubinden. * Der Anschluss an das Verkehrsnetz wird gegenwärtig durch die B 95 (Leipzig-Chemnitz) und die K 7931 (Rötha-Kahnsdorf) gewährleistet. Durch den schrittweisen Ausbau der vorgesehenen Ost-West-Verbindung (ab B 176 bei Neukieritzsch zur B 95 unter nördlicher Umgehung von Großzössen und Ausbau der Haubitzer Straße) besteht künftig eine günstige Erschließung des Gesamtbereiches, die durch die vorgesehene Trassierung der A 72 noch eine weitere Aufwertung erhält. Die künftigen Erholungsbereiche werden durch ein Netz von Rad-, Wander- und Reitwegen sowie Aussichtspunkten erschlossen. Bei der Wegenetzgestaltung findet auch die Nutzung für Kutschfahrten entsprechende Berücksichtigung. * Ein besonderer Schwerpunkt bei der Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft ist das Projekt zur Entwicklung eines Unterwasserfreizeitbereichs im Hainer See (Tauchsport, Pflanzen- und Tierwelt beobachten, Gastronomie).

Sanierungsrahmenplan Tagebau Haselbach

Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebau Haselbach Planungsstand: verbindlicher Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan seit 14.06.2006, zur Zeit laufenden Teilfortschreibung Inhalt: * Zur Entwicklung des länderübergreifenden Sanierungsgebietes entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Regionalen Planungsverband Westsachsen und der Regionalen Planungsgemeinschaft Ostthüringen eine gemeinsame raumordnungsplanerische Grundlage, deren Verbindlichkeit im Zuge der jeweils geltenden Landesgesetze (Freistaat Sachsen - Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan, Freistaat Thüringen - Bestandteil des Regionalen Raumordnungsplanes) hergestellt wurde. * Nach dem Abschluss der bergbaulichen Sanierung mit Tagebau-Großgeräten (Außenverkippung mit Massen aus dem Tagebau Schleenhain) im März 1995 bildeten der Abbruch der Tagesanlagen einschließlich Rekultivierung und Aufforstung der Flächen, Böschungssanierungen und die Herstellung einer regelbaren Vorflutanbindung an die Schnauder verbliebene Handlungsschwerpunkte. Ohne Beeinträchtigungen der Wiedernutzbarmachung im östlichen Teil des Sanierungsgebietes sollen in den nächsten ca. 25 Jahren die südöstlich des Haselbacher Sees auf Thüringer Gebiet aufgehaldeten Tone abtransportiert werden. * Bereits 1974 erfolgte die Ausweisung des Restloches Haselbach III als künftiges Naherholungsgebiet (weitentwickelten Kippenforstbeständen). Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung konzentrierten sich u.a. auf die Besandung von Strandbereichen. Künftige Schwerpunkte bilden die zu renaturierenden Fliegewässerabschnitte der Schnauder westlich des Haselbacher Sees und des Saalgrabens einschließlich wiederherzustellender Teiche im Kammerforst (Thüringen). Schwerpunkte bei der Sanierung von Altlasten bilden kontaminierte Flächen im Gelände der ehemaligen Tagesanlagen Haselbach, die Haus-Industriemüll- bzw. Bauschuttdeponie Restloch -Haselbach I (Thüringen) sowie die Altablagerungen Restloch Regis IV und Brücke Heuersdorf. * Im Zuge der Restlochflutung unter Einleitung von Sümpfungswässern aus dem aktiven Bergbau (Tagebau Vereinigtes Schleenhain) entstand der 3,3 km² große Haselbacher See (Flutung 1993...2000; Ausgleich von Abström- und Verdunstungsverlusten infolge des benachbarten aktiven Tagebaues Vereinigtes Schleenhain weiter erforderlich). Die Vorflutgestaltung erfolgte durch eine regelbare Anbindung an die Schnauder. * Schwerpunkt der in den Kippenbereichen etablierten Forstwirtschaft besteht mittelfristig im waldökologischen Umbau forstlicher Reinbestände. Durch Sukzession entstandene Waldzellen insbesondere in den Böschungssystemen des Haselbacher Sees (Nord-, Ostböschung) sollen erhalten und der weiteren natürlichen Entwicklung überlassen werden. * Die Entwicklung von Natur und Landschaft schließt die gezielte Belassung von Sukzessionsflächen (südöstliche Randzone des Haselbacher Sees, ehemalige Ausfahrt des Tagebaues am Kammerforst [Thüringen]) sowie länderübergreifende Vernetzungen durch Landschaftsverbünde ein (Integration von Kippenflächen des Tagebaues Vereinigtes Schleenhain; Flächen der Tonhalde Haselbach nach abgeschlossener Rohstoffrückgewinnung; Restloch Haselbach I nach Sanierung). * Freizeit- und Erholungsnutzungen werden sich auf das Nordwest-, Nord-, und Ost- (Sachsen) sowie das Südwestufer mit Badestränden einschließlich angrenzender Liegewiesen und zweckentsprechender Infrastruktur konzentrieren (landschaftsverträgliche wassergebundene Freizeit-, Erholungs- und Sportnutzungen (Baden, Kanu, Rudern, Segeln [kleine Bootsklassen], Angeln und Tauchen). Der aktuelle Erschließungsschwerpunkt auf sächsischer Seite biegt beim Nordwestufer (' Zuwegungen, Parkmöglichkeiten, Strand). Im Hinterland des Ostufers bestehen Möglichkeiten zur baulichen Einordnung von Sport- und Freizeiteinrichtungen auf 12 ha Fläche. * Das Verkehrsnetz wird mit dem Neubau der K 7932 Regis-Breitingen - B 93 und der K 7931 Neukieritzsch - Deutzen (Fertigstellung 2002/03) schrittweise ausgebaut (zugleich Erschließung der Bergbaufolgelandschaft). Hinzu kommt eine "innere Erschließung" durch ein Rad- und Wanderwegenetz (Anschluss an das regionale Radwegenetz) sowie die Anlage von Parkmöglichkeiten.

Rucksack-Waldschule Eichhörnchen

Wie die Eichhörnchen verbringen wir unsere Waldtage inmitten von haushohen Bäumen, krautigen Pflanzen und unzähligen Waldbewohnern. Hierfür treffen wir uns in einem ausgewählten Waldgebiet der Berliner Forsten in Pankow oder Köpenick. Gemeinsam tauchen wir ein in die Waldnatur mit ihren vielfältigen Lebensräumen und begegnen “hautnah” ihren Bewohnern. Unsere Waldtage finden zu jeder Jahreszeit ausschließlich im Freien statt. Der direkte und unmittelbare Kontakt zur Natur aktiviert alle Sinne und stellt uns vor Herausforderungen. Neue Erfahrungswelten öffnen sich und neugierige Fragen entstehen. Für uns ist das die Grundlage, damit sich Interesse, Empathie und Respekt für und Verbindung zur Natur bei Menschen jeden Alters entwickeln können. Mit waldpädagogischen Materialien aus dem Rucksack geben wir Impulse, das “Iiih” vor dem Unbekannten in ein “Aaah” oder “Oooh” der echten Neugier und Bewunderung zu verwandeln. Denn der Wald hält unendlich viele, einzigartige und wertvolle Schätze für uns bereit. Wir freuen uns auf Sie! Im Lageplan sind die Gebiete eingezeichnet, die die Rucksack-Waldschulen abdecken.

Stellungnahme der Ad-Hoc Gruppe des PFE

Stellungnahme zur Konsultationsfassung des Maßnahmenkonzepts Ad-Hoc Gruppe des PFE Stellungnahme zur Konsultationsfassung „Auf dem Weg zu den Regionalkonferenzen - Konzept für die Beteiligung in Phase I der Endlagersuche“ (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung BASE) Zum Maßnahmenkonzept: https://www.endlagersuche- infoplattform.de/SharedDocs/Downloads/Endlagersuche/DE/2024/0924_Beteiligungskonzept.pdf?__blo b=publicationFile&v=6 Autor: Ad-Hoc Gruppe des Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) Prämisse Wir begrüßen den gemeinschaftlichen Ansatz, und fordern eine integrative Beteiligung, die den kontinuierlichen Austausch mit der Öffentlichkeit zu ihrem Schwerpunkt macht. Ein integrativer Ansatz bedeutet für uns, dass die Öffentlichkeit gerade in die Konzeptionsphase und selbstverständlich auch in die Umsetzung einbezogen wird. Im Folgenden wird zu den einzelnen Kapiteln des Maßnahmenkonzepts Stellung bezogen. 08.12.2024 Seite 1 von 9 Stellungnahme zur Konsultationsfassung des Maßnahmenkonzepts Ad-Hoc Gruppe des PFE Stellungnahme zu den einzelnen Kapiteln 1. Einleitung Gesetz zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle (StandAG): §5 (1) Ziel der Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine Lösung zu finden, die in einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird und damit auch von den Betroffenen toleriert werden kann. Hierzu sind Bürgerinnen und Bürger als Mitgestalter des Verfahrens einzubeziehen. In der Einleitung fehlt ein klarer Bezug auf das Standortauswahlgesetz. Auf jeden Fall wäre zu ergänzen, dass die Begründung zwei große Zielgruppen für die Information als wesentliche Voraussetzung von Beteiligung nennt: A. Die breite Bevölkerung von Standortregionen, die grundlegend zu informieren ist. B. Die Fachöffentlichkeit, potenziell engagierte Bürger:innen, Journalist:innen und Verantwortungsträger:innen, die in die Lage zu versetzen sind, sich mit den fachlichen Informationen zu befassen und sich am fachlichen Diskurs zu beteiligen. Wir sehen den in §5 genannten Aspekt der Mitwirkung in dem Maßnahmenkonzept nicht ausreichend berücksichtigt. Die Einleitung vermittelt stattdessen den Eindruck, dass es im Wesentlichen nur um Zeitersparnis geht. Aus unserer Sicht muss es darum gehen, die Ziele der Beteiligung an dieser Stelle klar zu benennen. Ziel aller vorbereitender Maßnahmen ist es, die Regionen in die Lage zu versetzen ihre Anregungen, Sorgen, Bedürfnisse und Einwände zu ihrem Standort oder dem Verfahren so einzubringen, dass sie nachvollziehbar berücksichtigt werden. Dabei ist es wichtig, dass keine Zielgruppen bevorzugt werden und Informationsasymmetrien entstehen. Die Absätze 3, 4 und 5 der Einleitung sollten ersatzlos gestrichen werden. Darin ergeben sich keine Schlussfolgerungen oder Hinweise für und auf die Maßnahmen. Stattdessen wären Leitgedanken oder Ziele sinnvoll, die über das Ziel eines zügigen Starts der Regionalkonferenzen (RK) hinaus gehen. Insgesamt spricht aus dem Maßnahmenkonzept eine paternalistische Haltung. Zuhören, verstehen, nachvollziehen, mitwirken, mitgestalten sind Begriffe, die nicht oder selten auftauchen. Dagegen findet sich immer wieder eine Top-down-Haltung. Folgende Wörter tauchen im Text besonders häufig auf: fördern 49 X, informieren/Information 42 X, aufbauen 27 X befähigen 8 X, ermöglichen 7 X, vermitteln 7 X. Insgesamt stellt sich das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hier als zentraler steuernder Akteur dar. Es wird nicht deutlich, wie die Schnittstellen zu anderen Akteuren wie der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ausgestaltet werden sollen. Die BGE als Vorhabenträger ist laut §3 (2) StandAG ebenfalls dazu verpflichtet, die Öffentlichkeit zu informieren. Auch aus der Sicht der Betroffenen ist ein koordiniertes Vorgehen der Akteure erforderlich, wie zum Beispiel unter Punkt 4.19 bei der Beteiligung der jungen Generation geplant. 08.12.2024 Seite 2 von 9 Stellungnahme zur Konsultationsfassung des Maßnahmenkonzepts Ad-Hoc Gruppe des PFE Die Eigenverantwortlichkeit der Zivilgesellschaft, die in der Gesetzesbegründung ausdrücklich gefordert wird, muss schon auf dem Weg zu den RK gut eingeleitet und dann umgesetzt werden. Forschungsvorhaben haben gezeigt, dass Informationsvermittlung und Wissensanstieg nicht automatisch zu mehr Vertrauen oder Akzeptanz führen (siehe Forschungsprojekt des BASE „Bürgerdialog Kernenergie 2024“ zur „Defizitthese“ Kap. 3.1.1.1). Nur eine Beteiligung, die über Mitspracherechte und entsprechende Ressourcen verfügt, so das Ergebnis des Forschungsprojekts, kann u. U. Akzeptabilität schaffen (siehe auch Grunwald 2005). Das Maßnahmenkonzept bleibt in weiten Teilen auf den untersten Stufen der Arnstein‘schen Leiter stehen. Die Aneinanderreihung von zahlreichen Maßnahmen beeindruckt durch Quantität. Es fehlen Gewichtungen, Indikatoren und Qualitätsmaßstäbe. Die besondere Bedeutung der RK ergibt sich in dieser Phase durch die eingeschränkten Klagemöglichkeiten (Legalplanung). Im Maßnahmenkonzept sollte deutlich erklärt werden, welche Rolle die Beteiligung bis zu den Regionalkonferenzen und zum Rat der Regionen hat. Die Tatsache, dass es in Phase I keine Klagemöglichkeit gibt, erfordert, dass die Zivilgesellschaft Klarheit darüber hat, welche zentrale Bedeutung der Beteiligung dieser Phase zukommt. Kommunen und Regionen müssen in einem integrativen Ansatz immer zusammen gedacht werden. Die Maßnahmen im Vorfeld der Regionalkonferenzen sollen intensiv mit dem aktuellen Beteiligungsformat des Forum Endlagersuche (FE) mit dem Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) geplant und organisiert werden. Beteiligungsbereitschaft wächst durch Beteiligung. So fordert das StandAG §5 Abs. 1 ausdrücklich die Bürger:innen als Mitgestalter:in des Verfahrens. 2. Strategie Aus unserer Sicht ergibt die Systematisierung in vier verschiedene Handlungsfelder in solch einem komplexen Verfahren keinen Sinn, da alle Handlungsfelder ineinandergreifen. 4. Steckbriefe der Beteiligungsmaßnahmen 4.1 Forum Endlagersuche (FE) & Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) •HANDLUNGSFELDER: Das PFE und FE ist in die Vorbereitung der Regionalen Beteiligung einzubinden. •ZIELGRUPPE: Ergänzen: Junge Generation •Das PFE gestaltet das Programm, das BASE hat beratende Funktion. •AUFGABEN: o 08.12.2024 Seite 3 von 9 Das PFE begleitet das gesamte Verfahren und den Weg zu den und die Gestaltung der Regionalkonferenzen, NICHT NUR die Arbeitsfortschritte der BGE!

Solar-Freianlagen- Steuerung, umweltfachliche Auswahlkriterien und konkrete Umsetzung

Webinar 9:00 - 12:30 Uhr Die Gewinnung regenerativer Energie aus Solar-/Photovoltaikanlagen erlebt derzeit einen Boom im kleinem wie im großen Maßstab. Eigentümer und Mieter bestücken Ihre Dächer, Balkone und Fassaden mit Solarpanelen, und in der Landschaft tauchen immer mehr Solar-Freiflächenanlagen auf. Die umweltfachlich relevanten Themen ergeben sich daraus, dass außerhalb von Waldgebieten ein erheblicher Flächenbedarf besteht, dabei vielfach landwirtschaft-liche Flächen, aber auch höherwertige Standorte u.a. auch in Schutzgebieten in den Blick geraten. Üblicherweise werden die Umweltbelange im Bebauungsplanverfahren bearbeitet, auch ggf. artenschutzrechtliche Probleme sowie die mögliche Betroffenheit des Landschaftsbildes. Im Vergleich zur Windkraft scheinen die Konflikte z.B. mit dem Artenschutz überschaubarer zu sein. Aber stimmt das so alles? Kann man die wachsende Inanspruchnahme der Landschaft durch immer größer werdenden Solarparks so laufen lassen? Ist die Agri-Photovoltaik oder gar die Biodiversitäts-PV die Lösung? Welche planungsrechtlichen Steuerungsmöglichkeiten gibt es, um auch unter Einbeziehung der geltenden Teilprivilegierung einen Wildwuchs zu verhindern? Das Webinar geht diesen Fragen nach. Die Dozierenden geben einen Überblick über vergütungs- und planungsrechtliche Rahmenbedingungen für verschieden Anlagenkonzepte. Anhand von Fallbeispielen werden räumliche und quantitative Steuerungsmöglichkeiten u.a. unter dem Einsatz von Potentialflächenanalysen aufgezeigt, die umweltfachliche Auswahlkriterien berücksichtigen. Konkrete gestalterische und planungsrechtliche Empfehlungen runden das Kurz-Webinar ab. Dozierende: Dr. Dieter Günnewig, Peter Simon

Pestizide im Grundwasser: Weniger Wirkstoffe, mehr Metaboliten

Pestizide im Grundwasser: Weniger Wirkstoffe, mehr Metaboliten Die Belastung des Grundwassers mit Pestizid-Wirkstoffen ist zurückgegangen. Dies zeigt eine aktuelle bundesweite Studie an mehr als 16.000 Messstellen. Der Rückgang betrifft vor allem Stoffe, die nicht mehr zugelassen sind und deren Konzentration im Grundwasser nun langsam abnimmt. Deutlich häufiger tauchen hingegen Metaboliten auf – mittlerweile an über 70 Prozent der Messstellen. Die Studie der Bund-Länder Arbeitsgemeinschaft Wasser (⁠LAWA⁠) wurde unter Mitarbeit des Umweltbundesamtes erarbeitet und kommt für den Zeitraum 2017 bis 2021 zu folgenden Ergebnissen: In Grundwasserproben von bundesweit 16.180 Messstellen wurden 482 Pflanzenschutzmittelwirk-stoffe und relevante Metaboliten untersucht. An 19 Prozent der Messstellen wurden Belastungen mit solchen Substanzen nachgewiesen. Insgesamt wurden 164 von den 482 untersuchten Pflanzenschutzmittelwirkstoffen im Grundwasser nachgewiesen.   Der Vergleich von nunmehr sieben Betrachtungszeiträumen zeigt, dass sich die Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und relevanten Metaboliten in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich verringert hat. Wurden von 1990 bis 1995 noch an 9,7 Prozent der untersuchten Messstellen Konzentrationen oberhalb des gesetzlichen Schwellenwertes von 0,1 µg/l festgestellt, waren dies im aktuellen Zeitraum nur noch 3,6 Prozent (587 Messstellen). Der Rückgang geht hauptsächlich auf den abnehmenden Trend bei Atrazin zurück, das bereits seit 1991 nicht mehr angewendet werden darf. Trotzdem ist Atrazin noch immer einer der meistgefundenen Stoffe. Dieses Beispiel zeigt, dass ⁠ Pestizide ⁠ auch noch nach Jahrzehnten das Grundwasser kontaminieren können. Zu den am häufigsten gefundenen Einzelsubstanzen gehören zudem neun Wirkstoffe, die in den Jahren 2017 bis 2021 in zugelassenen Pflanzenschutzmitteln eingesetzt wurden. Das sind die herbiziden Wirkstoffe Bentazon, Mecoprop-P, Glyphosat, Metribuzin, Chlortoluron, Quinmerac, Terbuthylazin, Metazachlor und S-Metolachlor. Neu sind vergleichsweise hohe Fundraten der relevanten Metaboliten 1,2,4-Triazol und Metazachlor-Metabolit BH 479-9, die beide erstmalig im Bericht-zeitraum untersucht wurden. Im Vergleich dazu werden die sogenannten „nicht relevanten“ Metaboliten deutlich häufiger (an 72 Prozent der untersuchten Messstellen) und zum Teil auch in höheren Konzentrationen im Grundwasser nachgewiesen. Im vorherigen Berichtszeitraum (2013 bis 2016) waren es noch 58 Prozent. Vor allem die Metaboliten der Wirkstoffe Metazachlor, S-Metolachlor, Chlorthalonil und Dimethachlor werden sehr häufig gefunden und geben Anlass zur Sorge über den Zustand des Grundwassers. Wirkstoffe mit bekanntermaßen hohen Einträgen von Metaboliten müssen daher besser gemanagt werden. Der Entwurf der neuen EU-Grundwasserrichtlinie enthält eine Qualitätsnorm von 1 µg/l für nicht relevante Metaboliten – ein wichtiger Schritt, um solche Stoffeinträge zu mindern. Erstmalig wurden umfangreiche Monitoringdaten für die nicht abbaubare Trifluoressigsäure (TFA) ausgewertet. TFA ist ein Metabolit verschiedener Pestizide, kann aber auch andere Eintragsursachen als die Landwirtschaft haben. Der ⁠ Stoff ⁠ wird an 76 Prozent der Messstellen und daher nahezu flächendeckend im Grundwasser gefunden. Diese Funde stellen eine große Herausforderung dar, denn der Stoff lässt sich in der Aufbereitung technisch kaum entfernen.

Landesverwaltungsamt

Pressemitteilung: 52/2023 Halle (Saale), den 28.06.2023 Landesverwaltungsamt In rund 50 Bibliotheken in ganz Sachsen-Anhalt erhalten auch in diesem Sommer wieder Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen neuen und exklusiven Lesestoff in ihren Bibliotheken Was liest du so? Der Lesesommer XXL in Sachsen-Anhalt strebt neuen Rekord an Mit einer bunten Eröffnungsparty startete heute das größte Sommer-Lese-Event des Landes in seine 14. Auflage. Und ganz im Sinne dieses Superlativs ließ die Vize-Präsidentin des Landesverwaltungsamtes Yana Mark keinen Zweifel daran, dass das Erreichen eines weiteren zwingend und unausweichlich erscheint: „In den letzten 14 Jahren haben sich immer mehr Kinder und Jugendliche für die Sommerferienaktion in den Bibliotheken angemeldet. Das zeigt, dass Lesen keineswegs uncool ist. Im letzten Jahr konnte ein neuer Teilnehmerrekord und ein Rekord an gelesenen Büchern aufgestellt werden – meint ihr, dass ihr den Rekord dieses Jahr nochmal knacken könnt?“ Neuer Teilnehmerrekord Herausforderung angenommen: die anwesenden rund 180 Kinder der Grundschule Braunsbedra verpflichteten sich stellvertretend für alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen im Land – und das lautstark und sehr überzeugend. In diesem Jahr gilt es also, einerseits den Teilnehmerrekord von 5 371 und Rekord mit 15 542 gelesenen Büchern zu knacken. Alle Kinder und Jugendliche haben auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich in ihrer teilnehmenden Bibliothek zum Lesesommer XXL mit neuem Lesefutter zu versorgen und dabei vielleicht sogar noch tolle Preise abzusahnen. Wer in den Sommerferien mindestens zwei Bücher liest und auf dem Bewertungsbogen die Fragen beantwortet, erhält ein exklusiv von seinem Stadtoberhaupt unterzeichnetes Zertifikat über die Teilnahme am Lesesommer und in einigen Schulen sogar noch eine Note 1 dafür. Außerdem werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Lesesommerquiz tolle Preise verlost. Die große Eröffnung Die große Lesesommereröffnung fand in diesem Jahr in der Grundschule Braunsbedra in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Bibliothek statt. Die Schauspielerin Katrin Schinköth-Haase unterhielt die Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klassen mit ihrem Programm. Zudem sind die Moderatorin Sissy Metzschke, die Vizepräsidentin des Landesverwaltungsamtes Yana Mark und der Bürgermeister Braunsbedras Steffen Schmitz mit den Kindern sprichwörtlich auf Buchfühlung gegangen. Vize-Präsidentin Yana Mark: „Lesen ist wie eine magische Tür zu einer anderen Welt. Mit jedem Buch tauchen wir in fantastische Welten ein, treffen auf mutige Helden und furchtlose Abenteurer. Wir können an Orte reisen, die es nur in unserer Vorstellung gibt, und Dinge erleben, von denen wir nicht einmal zu träumen gewagt hätten.“ Das Landesverwaltungsamt hat in Vorbereitung auf das neue Lesejahr den 78 öffentlichen Bibliotheken im Land Fördermittel in Höhe über 700.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Medienbestände aufzufüllen. Hintergrund Vom 6. Juli bis 16. August 2023 sollen sich auch in Sachsen-Anhalt wieder junge und jüngste Leser auf eine spannende Lesereise begeben. Teilnehmen können alle lesebegeisterten Schülerinnen und Schüler. Das Landesverwaltungsamt ist mit seiner Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken Organisator und Koordinator des Projekts LesesommerXXL. Hier laufen die Fäden der verschiedenen Aktionen, die besonders jungen „Lesemuffeln“ Lust auf mehr Lesen machen sollen, zusammen. Auch in diesem Jahr wird es ein Quiz rund um den Lesesommer geben. Zu gewinnen sind u. a. Zoogutscheine, Kinokarten, Schülerferientickets für 2024, Spiele sowie ein Überraschungshauptpreis. Die Quiz-Karten liegen in allen teilnehmenden Bibliotheken aus. Informationen zu den teilnehmenden Bibliotheken, sowie weiteren Aktionen im Rahmen der Aktion LesesommerXXL in Sachsen-Anhalt finden Sie unter www.lesesommer-sachsen-anhalt.de Bei Fragen rund um den Lesesommer XXL hilft die Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken gern weiter. Kontakt: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken Sachsen-Anhalt Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel.: 0345 / 514 3524 Mail: christina.guether@lvwa.sachsen-anhalt.de landesfachstelle@lvwa.sachsen-anhalt.de Hinweis: Sie finden uns auch bei Instagram @lvwalsa und Twitter @LVwALSA Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Leseratten und Bücherwürmer aufgepasst: Der Lesesommer XXL startet in seine 15. Auflage und wir versuchen erneut, den Teilnahmerekord zu knacken

Mit einer bunten Eröffnungsparty startete heute das größte Sommer-Lese-Event des Landes in seine 15. Auflage. Dazu sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye: „In den letzten 15 Jahren haben sich immer mehr Kinder und Jugendliche für die Sommerferienaktion in den Bibliotheken angemeldet. Das zeigt, dass Lesen keineswegs uncool ist. Im letzten Jahr konnte ein neuer Teilnehmerrekord und ein Rekord an gelesenen Büchern aufgestellt werden – meint ihr, dass ihr den Rekord dieses Jahr nochmal knacken könnt?“ Neuer Teilnehmerrekord Herausforderung angenommen: die anwesenden rund 60 Kinder der Johann Wolfgang von Goethe Grundschule Bernburg verpflichteten sich stellvertretend für alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen im Land – und das lautstark und sehr überzeugend. In diesem Jahr gilt es also, einerseits den Teilnehmerrekord von 6045 und Rekord mit 16.485 gelesenen Büchern zu knacken. Alle Kinder und Jugendliche haben auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich in ihrer teilnehmenden Bibliothek zum Lesesommer XXL mit neuem Lesefutter zu versorgen und dabei vielleicht sogar noch tolle Preise zu erhalten. Wer in den Sommerferien mindestens zwei Bücher liest und auf dem Bewertungsbogen die Fragen beantwortet, erhält ein exklusiv von seinem Stadtoberhaupt unterzeichnetes Zertifikat über die Teilnahme am Lesesommer und in einigen Schulen sogar noch eine Note 1 dafür. Außerdem werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Lesesommerquiz tolle Preise verlost. Die große Eröffnung „Lesen öffnet Türen zu neuen Welten und erweitert unseren Horizont. Es stärkt eure Vorstellungskraft, so dass ihr mit einem guten Buch das Kino im Kopf immer bei euch habt. Mit jedem Buch tauchen wir in fantastische Welten ein, treffen auf mutige Helden und furchtlose Abenteurer. Wir können an Orte reisen, die es nur in unserer Vorstellung gibt, und Dinge erleben, von denen wir nicht einmal zu träumen gewagt hätten.“, so eröffnet Präsident Pleye den diesjährigen Lesesommer. Die große Lesesommereröffnung fand in diesem Jahr in der Schloss Bernburg in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Bibliothek statt. Diese stand ganz im Zeichen der Fliege, denn MDR-Morgenmoderator Lars Wohlfahrt, auch bekannt als der Mann mit der Fliege, hatte im Vorfeld alle Teilnehmende, ob groß oder klein aufgerufen, mit Fliege am Hals zu erscheinen. Und das haben sich die Beteiligten nicht zweimal sagen lassen (siehe Fotobeweis). Und darüber hinaus sind Moderator Lars, Präsident Pleye, Oberbürgermeisterin Dr. Ristow und andere Gäste mit den Kindern sprichwörtlich auf Buchfühlung gegangen. Pleye weiter: „Nutzt diesen Sommer zum Lesen! Nehmt euch Zeit, um in ein Buch einzutauchen und die Worte auf den Seiten zum Leben zu erwecken. Lasst eurer Fantasie freien Lauf und lasst euch von den Geschichten mitreißen. Denn beim Lesen gibt es keine Grenzen - ihr könnt in die Vergangenheit reisen, in die Zukunft blicken oder einfach in eurer eigenen Fantasiewelt versinken. Eure Bibliothek hat für jeden Geschmack und jedes Interesse die richtige Unterhaltung und Information.“ Das Landesverwaltungsamt hat in Vorbereitung auf das neue Lesejahr den 78 öffentlichen Bibliotheken im Land Fördermittel in Höhe über 800.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Medienbestände aufzufüllen. Hintergrund Vom 19. Juni bis 3. August 2024 sollen sich auch in Sachsen-Anhalt wieder junge und jüngste Leser auf eine spannende Lesereise begeben. Teilnehmen können alle lesebegeisterten Schülerinnen und Schüler. Das Landesverwaltungsamt ist mit seiner Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken Organisator und Koordinator des Projekts LesesommerXXL. Hier laufen die Fäden der verschiedenen Aktionen, die besonders jungen „Lesemuffeln“ Lust auf mehr Lesen machen sollen, zusammen. Der LesesommerXXL startete in Sachsen-Anhalt erstmals 2010 mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch in diesem Jahr wird es ein Quiz rund um den Lesesommer geben. Zu gewinnen sind u. a. Zoogutscheine, Kinokarten, Schülerferientickets, Spiele sowie ein Überraschungshauptpreis. Die Quiz-Karten liegen in allen teilnehmenden Bibliotheken aus. Informationen zu den teilnehmenden Bibliotheken, sowie weiteren Aktionen im Rahmen der Aktion LesesommerXXL in Sachsen-Anhalt finden Sie unter www.lesesommer-sachsen-anhalt.de Bei Fragen rund um den Lesesommer XXL hilft die Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken gern weiter. Kontakt: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken Sachsen-Anhalt Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel.: 0345 / 514 3524 Mail: christina.guether@lvwa.sachsen-anhalt.de landesfachstelle@lvwa.sachsen-anhalt.de Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Virtuell-Reality-Brillen bei der Landespolizei

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt testet seit einigen Monaten den Einsatz von Virtuell-Reality-Brillen (VR-Brillen) zur polizeilichen Verkehrsprävention. Ziel des Pilotprojekts ist es, Verkehrsteilnehmende auf innovative Art für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren sowie die Unfallzahlen und dadurch das Unfallrisiko zu senken. Innenministerin Dr. Tamara Zieschang konnte sich bei der heutigen Verkehrspräventionsveranstaltung am Hegel‑Gymnasium in Magdeburg selbst ein Bild von der modernen Technik und deren Anwendungsmöglichkeiten machen. „Um die Sicherheit auf Sachsen-Anhalts Straßen weiter zu erhöhen, setzt die Landespolizei auf modernste Technik. Mit den VR‑Brillen können vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bzw. Fahranfängerinnen und Fahranfänger direkt erreicht werden. Es ist beeindruckend zu sehen, wie junge Menschen auf digitale, leicht handhabbare, intuitive und zugleich risikofreie Angebote reagieren. Das eigene Erleben in der virtuellen Welt regt zum Nachdenken an und schärft so das Bewusstsein für sicheres, vorausschauendes und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr.“, so Innenministerin Dr. Tamara Zieschang. Mit den VR‑Brillen werden Gefahrensituationen im Straßenverkehr wie beispielsweise das Abbiegen, Überholen oder zu geringer Abstand optisch simuliert. Die Teilnehmenden tauchen mit den Brillen virtuell in den Straßenverkehr ein, ohne sich tatsächlich in Gefahr zu begeben. Durch das intensive Erleben spezifischer Gefahrensituationen kann ein hoher Lerneffekt erzielt werden, der sich positiv auf die reale Teilnahme am Straßenverkehr auswirken kann. Zudem wird durch einen Perspektivwechsel das gegenseitige Verständnis von Menschen, die sich auf unterschiedliche Art im Straßenverkehr bewegen, füreinander gefördert. Gegenwärtig stehen der Landespolizei neun VR‑Brillen zur Verfügung. Mit den fünf dazugehörigen Beamern, die das Handeln der Anwender im virtuellen Raum sichtbar machen, wurden rund 5.000 Euro investiert. Hintergrund: Die VR-Brillen erzeugen eine computergenerierte, künstliche Welt, in der sich die Teilnehmenden in Echtzeit bewegen. Für den Einsatz der VR-Brillen nutzt die Landespolizei Sachsen-Anhalt die VR‑Anwendung #AUGENBLICKWINKEL360 der Bundesanstalt für Straßenwesen. Derzeit können 13 Filme mit unterschiedlichen Gefahrensituationen zwischen PKW- und Radfahrenden genutzt werden. Die VR-Brillen sind für jede Alters- und Zielgruppe geeignet und ergänzen das Spektrum der polizeilichen Verkehrsprävention. Sie werden landesweit bei verschiedensten Präventionsveranstaltungen zum Einsatz kommen. Impressum: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt Verantwortlich: Patricia Blei Pressesprecherin Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni" 39112 Magdeburg Telefon: 0391 567-5504/-5514/-5516/-5517/-5542 Fax: 0391 567-5520 E-Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

Robra erinnert an den Beginn des deutschen Radios vor 100 Jahren

Mit den Worten „Achtung, Achtung, hier ist die Sendestelle Berlin im Vox-Haus.“ begann am 29. Oktober 1923 in Berlin die Ausstrahlung des ersten regulären deutschen Radioprogramms. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Radio rasant und wurde zu einem wichtigen Medium für Information, Kultur und Unterhaltung. Heute ist die Radiolandschaft so vielfältig und dynamisch wie nie. Staats- und Kulturminister Rainer Robra betont anlässlich des Jubiläums die besondere Bedeutung des Radios als identitätsstiftendem Anker in einem immer globaleren Medienumfeld: „Radiosender können eine starke Verbindung zu den Hörern in den Regionen herstellen. Sie berichten über lokale Ereignisse, spielen Musik heimischer Künstler und geben den Menschen vor Ort eine Stimme“. In einer komplexen Medienlandschaft habe sich das Radio bewährt und sehe sich in seiner Rolle doch konstant herausgefordert. Dabei fasziniere es in der Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit gleichermaßen – gerade in einem Musikland wie Sachsen-Anhalt: „Als Radiohörer entwickeln wir unsere eigenen Bilder. Wir reisen in die Nachbarschaft und um die Welt, tauchen ein in Geschichten und Konzerte. Den Radiomacherinnen und -machern wünsche ich viel Erfolg bei der Gestaltung des Radios der Zukunft.“ Bereits elf Tage vor der Ausstrahlung des ersten Rundfunkprogrammes aus dem Berliner Vox-Haus gründete sich am 18. Oktober 1923 der Radio-Klub Halle. Die Klubmitglieder waren vorwiegend Ingenieure, die ihre Empfangsgeräte selbst bauten. Einhundert Jahre später ist das Radioangebot in Sachsen-Anhalt geprägt von den öffentlich-rechtlichen Angeboten des MDR und Deutschlandradio sowie reichweitenstarken privaten Sendern. Daneben beinhaltet es von Bürgerinnen und Bürgern gestaltete Sender wie Radio Corax aus Halle (Saale) oder Radio hbw aus Aschersleben. Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

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