Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.
In diesem Vorhaben sollen aufbauend auf den Erfahrungen bei der Anwendung der TA Laerm sowie neueren Entwicklungen in der Messtechnik und bei Prognoseverfahren Verwaltungshilfen zur einheitlichen Durchfuehrung der TA Laerm erarbeitet werden. Die Firma modifiziert und baut die elektrischen Kontrollvorrichtungen, die im Rahmen des forschungsvorhabens Nr. 10502507/02 entwickelt wurden und stellt sie Ingenieurbueros und Instituten fuer eine Praxiserprobung zur Verfuegung. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse werden bei der Verbesserung der Geraete beruecksichtigt.
In diesem Teilvorhaben sollen die praktischen Erfahrungen mit flaechendeckenden Laermminderungsplaenen in den Modellstaedten Lingen und Nienburg bzw. mit laermmindernden Einzelmassnahmen in der Modellstadt Celle sowie in anderen Kommunen, die ueber einen Schallimmissionsplan verfuegen, zusammengetragen und im Hinblick auf die Ressortaufgaben uebergreifend bewertet werden. Neben technischen und planerischen Aspekten sind hierbei auch finanzielle und rechtliche Fragen zu beruecksichtigen. Des weiteren ist ein Handbuch zu erstellen, das neben einer Beispielsammlung modellhafter Laermminderungsfaelle bundesweit gueltige Empfehlungen an die Kommunen fuer die systematische Laermminderungsplanung unter Beruecksichtigung staedtebaulicher, verkehrlicher, finanzieller und rechtlicher Aspekte enthaelt.
Multivariate Analysen stellen ein Instrument dar, um wesentliche Einflussfaktoren, die zu Schadstoffexpositionen fuehren, zu identifizieren und darueber hinaus ihren Anteil am komplexen Zusammenwirken zu quantifizieren. Ziel ist es, dabei eine moeglichst hohe Aufklaerung der Varianz der Zielvariablen zu erreichen, das heisst, auf der Grundlage der vorhandenen Informationen alle wichtigen Faktoren zu ermitteln, die z.B. den Schadstoffgehalt im Blut bestimmen. Folgende Chlorphenole im Urin sind als Zielgroessen vorgesehen: 4-Monochlorphenol, 2,4-Dichlorphenol, 2,5-Dichlorphenol, 2,6-Dichlorphenol, 2,3,4-Trichlorphenol, 2,4,5-Trichlorphenol, 2,4,6-Trichlorphenol, 2,3,4,6-Tetrachlorphenol, Pentachlorphenol. Folgende organische Chlorverbindungen im Blut sind als Zielgroessen vorgesehen: beta-HCH, HCB, DDE, PCB. Im Rahmen der Umweltsurveys werden umfangreiche Daten zur korporalen Schadstoffbelastung der Bevoelkerung und zur Belastung des haeuslichen Bereichs und der naeheren Wohnumgebung erhoben. Darueber hinaus existieren diverse Informationen zur Soziodemographie und umweltrelevanten Verhaltensweisen, zu Gesundheit und Wohlbefinden und zu gesundheitlichen Beschwerden, die in die multivariaten Analysen einbezogen werden. Multivariate Analysen sind im Rahmen der Umweltsurveys nicht durchfuehrbar. Sie sollen daher im Rahmen dieses UFOPLAN-Vorhabens hypothesengeleitet ausgefuehrt und in Form von 2 bewertenden Berichten dargestellt werden. Zu den Chlorphenolen und den Organochlorverbindungen soll je ein Berichtsband erstellt werden. Fuer die Erstellung eines Bandes ist mit 83000,-- DM zu rechnen.
Der Betreiber stoerfallrelevanter Anlagen hat die Sicherheit einer Anlage nach deutschem Recht gemaess Stoerfallverordnung bzw. nach europaeischem Recht gemaess Seveso-II-Richtlinie zu gewaehrleisten. Die Bewertung moeglicher Auswirkungen, die auch zunehmend als Planungsgrundlage fuer die sicherheitstechnische Auslegung der Schutzmassnahmen der Anlagen sowie Gefahrenabwehrmassnahmen dienen soll, sollen zukuenftig mit Hilfe festzulegender akzeptabler Stoerfallbeurteilungswerte beschrieben werden. Solche Stoerfallbeurteilungswerte sind bisher nicht abgeleitet. Um diese in Deutschland bestehende Regulierungsluecke auszufuellen und die Schaffung eines bundeseinheitlichen sicherheitstechnischen Niveaus zu erleichtern, haben BMU und Stoerfallkommission eine Kooperation mit der US-EPA bzw. dem NAS/AFGL Committee zur Festlegung von Stoerfallkonzentrationsleitwerten nach dem Konzept der acute exposure guideline levels (AEGL) begonnen, um gemeinsam Stoerfallbeurteilungswerte abzuleiten. Mit Hilfe dieses Vorhabens soll die Etablierung des deutschen Beitrags im Rahmen des AEGL Committees sichergestellt werden. Der AN soll darueber hinaus eine Geschaeftsstellen- und Koordinationsfunktion fuer die Abstimmung im nationalen (SFK, VCI, Behoerden, Umweltverbaende etc.) sowie internationalen Rahmen (EU, OECD, ECE etc.) ausfuellen. Des weiteren sind Arbeiten zur Fortentwicklung des AEGL-Konzepts, wie z.B. die Ableitung von 10-Minuten-Stoerfallbeurteilungswerten, die Einbeziehung kanzerogener, mutagener und fortpflanzungsgefaehrdender Wirkungen in das Bewertungskonzept sowie vergleichbare, im Verlauf der weiteren Arbeiten auftretende Fragestellungen konzeptionell zu bearbeiten. In jaehrlichem Turnus erfolgt eine grundsaetzliche Evaluierung, deren Ergebnis ueber den weiteren Ablauf des Projekts entscheidet.
Der Umweltbeihilferahmen der EU (UBR) ist zum Ende des Jahres 1999 ausgelaufen. Er wurde verlaengert bis zum Jahresende 2000. Entgegen den Erwartungen, dass die EU-Kommission eine Gruppenfreistellungsverordnung Umwelt vorlegt, erarbeitet sie z.Z. einen neuen UBR. Ein erster Entwurf liegt vor und macht deutlich, dass einschneidende Aenderungen im Vergleich zum vorher genannten UBR zu erwarten sind. Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung der nationalen rechtlichen Regelungen zur Foerderung von Umweltschutzmassnahmen, wie im Bereich Oekosteuern, erneuerbarer Energien und integrierter Technologien sollen die Auswirkungen des UBR geprueft werden. Weiterhin ist die Kohaerenz des UBR mit den anderen EU-Beihilferegelungen zu pruefen. Die Ergebnisse sollen in einer Form aufbereitet werden, die fuer eine Verwendung im europaeischen Rahmen geeignet ist.
Innerhalb eines 1998 beendeten UFOPLAN-Vorhabens (FKZ: 29191055/00; 'Klassifizierung von Satellitendaten - CORINE Land Cover') wurden erstmalig nach europaweit abgestimmter Methodik Landnutzungsdaten erhoben. Diese werden fuer umweltrelevante Fragestellungen, wie Wirkungen von Luftschadstoffen, Abschaetzungen von Schadstoffeintraegen in die Umweltmedien Wasser, Boden und Luft durch Bewirtschaftungsmassnahmen (Land- und Forstwirtschaft, Siedlungsentwicklung, Wasserbau, Verkehr etc.) und deren Auswirkungen benoetigt. Die Aufgabe, Landnutzungsdaten kontinuierlich und europaweit zu erheben, ist inzwischen bei der EEA angesiedelt. Um kuenftig die Landschaftsentwicklung und deren Auswirkungen auf die Umwelt auch im Trend darstellen zu koennen, hat die EEA beschlossen, nach gleicher Methodik eine aktualisierte Erhebung ab dem Jahr 2000 durchzufuehren. Ziel des Vorhabens ist es, die Landnutzung nach einheitlicher Methodik, die von der EEA vorgegeben wurde, fuer das Basisjahr 2000 zu aktualisieren. Es wird angestrebt, im nationalen Massstab eine detailliertere Erfassung durchzufuehren, da insbesondere die raeumliche Aufloesung (25 ha) fuer viele Fragestellungen zu grob ist. Darueber hinaus sollen nach Moeglichkeit die im Rahmen des am 17.08.1999 durchgefuehrten ressortinternen Abstimmungsgespraechs zur 'Nutzung der Daten aus dem Vorhaben CORINE-Land Cover' erhobenen und zwischenzeitlich aktualisierten Anforderungen der Fachgebiete des UBA, des BfN und des BfS bei der Erhebung direkt Beruecksichtigung finden. Dies betrifft neben der hoeheren raeumlichen Aufloesung auch eine tiefere Untergliederung der zu beruecksichtigenden Landnutzungsklassen in Teilgebieten Deutschlands. Fuer die Nutzung der Daten innerhalb diverser Aufgaben des UBA ist es erforderlich, diese Erhebung zu aktualisieren. Hinsichtlich der zeitlichen Planung ist das nationale Teilprojekt mit dem Projekt der EEA in Einklang zu bringen. Die Vorhaben aus den Jahren 2000 und 2001 wurden zusammengelegt.
Allgemeines: Das FuE-Vorhaben wird in zwei Teilprojekte untergliedert. a) Experimentelle Untersuchungen zur Verbreitung von Transgenen ueber pflanzliche Verbreitungseinheiten nach Magen-Darm-Passage: Auf der Basis des im Auftrag des UBA erstellten Gutachtens 'Haltbarkeit pflanzlicher Verbreitungseinheiten nach Magen-Darm-Passage' sollen experimentelle Untersuchungen zum Thema durchgefuehrt werden. Als Ergebnis des Gutachtens, das auf einem Studium der Literatur zur Thematik beruht, stellte sich heraus, dass systematisch angelegte Untersuchungen bzgl. Keim- und Auflauffaehigkeit von mit den Exkrementen ausgeschiedenen pflanzlichen Verbreitungseinheiten bislang fehlen. Die in der Literatur verfuegbaren Angaben beziehen sich in der Regel nur auf Magen-Darm-Inhaltsuntersuchungen und partiell angelegte Keimfaehigkeitsbestimmungen unter standardisierten Bedingungen. Ziel dieses Teilprojektes ist es daher, an repraesentativen Tierarten moeglichst unter naturnahen Bedingungen die Risiken von ausgeschiedenen pflanzlichen Verbreitungseinheiten abzuschaetzen. Dabei sind die bereits in o.g. Gutachten bearbeiteten, in Deutschland vorkommenden relevanten Kulturpflanzenarten zu beruecksichtigen. b) Experimentelle Untersuchungen zu horizontalem Gentransfer im Magen-Darm-Trakt von Tieren: Es soll untersucht werden, ob die durch Tiere aufgenommene DNA von transgenen Pflanzen im Magen-Darm-Trakt von Tieren wie z.B. Voegel, Kleinsaeuger, Nutztiere auf Darmmikroorganismen oder auf Darmzellen uebergeht und diese transformiert. Weiterhin soll abgeschaetzt werden, welche Auswirkungen dies fuer die Tiere selbst bzw. fuer die Umwelt haben kann. Begruendung des Vorhabens: Die Untersuchung der o.g. Fragestellungen steht in Zusammenhang mit der Freisetzung von gentechnisch veraenderten Pflanzen und der Moeglichkeit einer Verbreitung durch Tiere. Wenn freilebende Tiere pflanzliche Verbreitungseinheiten fressen, dann besteht u.U. die Moeglichkeit, dass diese den Verdauungsprozess unbeschadet ueberstehen und an anderer Stelle, d.h. also nicht am Ort einer genehmigten Freisetzung, mit dem Kot ausgeschieden werden. Wenn die Umweltbedingungen an dieser Stelle guenstig sind, dann keimen die Samen aus und eine Pflanze waechst heran, die wiederum gentechnisch veraendert ist. Diese kann sich dann ggf. vermehren und weiter verbreiten. Horizontaler Gentransfer im Magen-Darm-Trakt von Tieren soll untersucht werden, weil dies moeglicherweise ein potentielles Risiko fuer die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier darstellt, insbesondere wenn es sich um Antibiotikaresistenzgene handelt, die als Marker in gentechnisch veraenderten Pflanzen Anwendung finden.
Staedten der baltischen Staaten soll beim Aufbau von Verkehrsverbuenden im OePNV eine Hilfestellung gegeben werden. Im Rahmen eines Pilotprojektes werden ausgewaehlte Regionen bei der Einrichtung eines Verkehrsverbundes fachlich begleitet. In den Projektregionen sollen Projektteams gebildet werden, die die entscheidenden oertlichen Akteure zusammenbringen. Es soll der Austausch von Experten ermoeglicht und auf der zentralstaatlichen Ebene das Engagement fuer den OePNV geweckt werden. Die Erfahrungen und Leitlinien, die sich aus den Fallbeispielen bei der Einrichtung von Verkehrsverbuenden ergeben, sollen allen Staedten Mittel- und Osteuropas als Handreichung aufgearbeitet zur Verfuegung gestellt werden.
Analysen langer klimatologischer Beobachtungsreihen zeigen bei verschiedenen Klimaparametern wie z.B. Temperatur und Winterniederschlaege einen zunehmenden Trend. Solche allmaehlichen Veraenderungen koennen Auswirkungen mit sich bringen, die durchaus relevant sind, wegen des schleichenden Verlaufs aber schwer wahrzunehmen sind. Extremereignisse zeichnen sich demgegenueber dadurch aus, dass sie oft ein starkes Schadenspotential aufweisen. Inwieweit die zunehmenden Trends dieser Parameter auch mit einer Zunahme der Extrema verknuepft sind, ist noch unklar. Bisherige Untersuchungen zu den Extrema beschraenkten sich immer nur auf regional eng begrenzte Gebiete. Aufbauend auf bereits vorliegende detaillierte Strukturuntersuchungen statistischer Reihen, wie sie im F+E-Vorhaben 29741132 durchgefuehrt wurden, soll nunmehr analysiert werden, inwieweit sich mit einem aendernden Trend auch die Extrema dieser Klimaparameter aendern. Zu diesem Zweck ist im Rahmen des geplanten Vorhabens zu untersuchen, in welchem Masse sich die Ueberschreitungswahrscheinlichkeiten ueber bestimmten Schwellenwerten in Abhaengigkeit von veraenderten mittleren Eigenschaften der Parameter aendern. Die Betrachtungen sind fuer Parameter durchzufuehren, bei deren Veraenderung ihrer Extrema Schaeden hervorgerufen werden koennen, die volkswirtschaftlich relevant sind (Stuerme, Hitzewellen, Starkniederschlaege). Bevorzugt sollen dabei Parameter wie Temperatur, Niederschlag und Wind fuer Deutschland bzw. Europa untersucht werden. Ausgehend von den Erkenntnissen ueber die Abhaengigkeit der Extrema von mittleren statistischen Eigenschaften der Parameter sollen auch statistische Modelle und Zukunftsperspektiven fuer diese Parameter abgeleitet werden.
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