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Bibliothekskatalog des Umweltbundesamtes

Der öffentliche Bibliothekskatalog (OPAC) der Fachbibliothek Umwelt des Umweltbundesamtes macht deren Bestände durchsuchbar. UBA-intern können Entleihvorgänge online vorgenommen werden. Im Bestandteil 'ULIDAT' (Umweltliteraturdatenbank) wurden bis Ende 2004 relevante Fachveröffentlichungen zum Umweltbereich vorwiegend aus dem deutschsprachigen und europäischen Raum bibliographisch nachgewiesen. OPAC/ULIDAT dient als wichtige Informationshilfe bei der Aufgabenerledigung des UBA sowie für externe Benutzer in allen Bereichen von Verwaltung, Forschung und Lehre, Industrie und für die interessierte Öffentlichkeit. Seit 1984 wird OPAC/ULIDAT öffentlich angeboten. Der extern verfügbare Datenbestand umfasst Literatur ab 1976. Es werden bibliographische Angaben, in ULIDAT zum großen Teil Abstracts, Deskriptoren und Umweltklassifikation gespeichert. Der momentane Datenbestand umfasst etwa 850 000 (Juni 2016), davon aus ULIDAT etwa 510 000 Datensätze (bis Dezember 2004 erfasst). Die öffentliche Nutzung der Datenbestände erfolgt entgeltfrei im Internet (http://doku.uba.de).

UFORDAT® - Umweltforschungsdatenbank

Die UFORDAT ist das zentrale Instrument der Bundesrepublik Deutschland zur Koordinierung der Umweltforschung, insbesondere zur Vermeidung von Doppelforschung. Sie kann den gezielten Einsatz der verfügbaren Mittel sicherstellen helfen, die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen sowie Innovationen erkennen und deren Nutzung fördern helfen. In der UFORDAT werden die von Bund und Ländern geförderten, laufenden und bereits abgeschlossenen umweltrelevanten Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsvorhaben aus der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich sowie der Schweiz nachgewiesen. Neben der kontinuierlichen Ergänzung des Datenbestandes um Vorhaben aus dem Ressort des BMU werden im Datenaustausch Vorhaben aus anderen Ressorts sowie im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen die durch die Bundesländer geförderten Vorhaben eingespeichert. Eine weitere wichtige Quelle zur Aktualisierung der Datenbank ist die regelmäßg stattfindende Datenerhebung bei den forschenden Institutionen und eigene Recherchen im Internet. Der Datenbestand der UFORDAT® beträgt im Januar 2007 ca. 87.000 Datensätze (Projektbeschreibungen) und ca. 11.000 Verweise auf Institutionen aus Forschung und Lehre, Wirtschaft, Verwaltung, Politik. Die Datenbank ist über das Host-Rechenzentren STN-International (Fachinformationszentrum Karlsruhe) sowie über im Internet (https://doku.uba.de) öffentlich zugänglich. Bestandteile eines Datensatzes der UFORDAT: Name und Anschrift der forschenden Institution, Thema (größtenteils mit englischer Übersetzung), Kurzbeschreibung, Projektleiter, Laufzeit, Finanzvolumen, Finanzgeber, Kooperationspartner, Hinweise auf Veröffentlichungen, inhaltliche Erschließung durch Klassifikation und Deskriptoren aus dem Umweltthesaurus (=UDK-Thesaurus).

Klimaatlas-Release

null Klimaatlas-Release GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR UMWELT, KLIMA UND ENERGIEWIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG UND DER LANDESANSTALT FÜR UMWELT BADEN-WÜRTTEMBERG BADEN-WÜRRTEMBERG . Der Klimaatlas Baden-Württemberg ist das zentrale Online-Portal für Daten und Informationen zum Klimawandel in Baden-Württemberg. Es zeigt sowohl das vergangene und aktuelle Klima als auch die voraussichtliche Entwicklung – auf Landesebene bis hin zu einzelnen Kommunen. Damit ist der Klimaatlas ein Schlüsselwerkzeug für Kommunen, Planende sowie Bürgerinnen und Bürger, um sich besser auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Schutz gegen Folgen des Klimawandels „Der Klimawandel wird etwa als Starkregen oder Hitzeperioden für uns alle immer spürbarer. Er bedroht unsere Gesundheit, unsere Lebensgrundlagen und unsere Lebensqualität. Es ist deshalb wichtig, dass wir fundiert über die Entwicklungen des Klimas informiert sind und darauf aufbauend uns bestmöglich schützen. Der Klimaatlas liefert die hierfür notwendige Datengrundlage“, erklärt Klimaministerin Thekla Walker zu dem nun freigeschalteten, frei zugänglichen Portal. Das Klima der Vergangenheit und Zukunft Der Klimaatlas präsentiert Daten und Karten auf anschauliche Weise. Ab heute können sich Gemeinden und Landkreise wichtige Klima-Informationen zum vergangenen und zukünftigen Klima in einem übersichtlichen Klimaprofil herunterladen. „Der Atlas zeigt die lokalen Veränderungen im Klima und hilft so, den Wandel besser verstehen und einschätzen zu können. Damit ermöglicht er eine bessere und zielgerechtere Vorsorge“, so Walker. Der Atlas klärt eine Vielzahl von Fragestellungen: Wie das Klima bisher war, wie es sich entwickeln könnte, welche Risiken es gibt und wie Anpassung gelingen kann. Entlastung für besonders hitzebelastete Gebiete Ein Schwerpunkt des Portals liegt aktuell auf dem Thema Hitze. Eine Planungshinweiskarte bietet detaillierte Informationen zu besonders hitzebelasteten Gebieten und zur Entlastung zentraler Flächen durch Kaltluftströmungen. „Allein für die Analyse des Klimas der vergangenen sieben Jahrzehnte wurden über 700 Milliarden Datenpunkte ausgewertet. Das entspricht einer täglichen Verarbeitung der Daten von bis zu 2000 Stationen des Deutschen Wetterdienstes, die zu einem umfassenden Gesamtbild für Baden-Württemberg zusammengefügt wurden“, erklärt Dr. Ulrich Maurer, Präsident der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Portal wird stetig weiterentwickelt Diese große Leistung wurde durch die gemeinsame Arbeit des Kompetenzzentrums Klimawandel der LUBW und des Kompetenzzentrums Umweltinformatik der LUBW ermöglicht. „Der Klimaatlas BW wird kontinuierlich weiterentwickelt“, berichtet Maurer. „Weitere Inhalte und Funktionen sind bereits geplant. Entstehen soll ein dynamisches, hochaktuelles Klimainformationsportal für Baden-Württemberg.“ www.klimaatlas-bw.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Newsletter umwelt.info - Nr.: 2/2023

Liebe Leser*innen, seit mittlerweile einem Jahr wird im Nationalen Zentrum für Umwelt- und Naturschutzinformationen tatkräftig am Aufbau des Portals umwelt.info gearbeitet. Danke, dass Sie uns begleiten. Auch wenn das Portal noch in der Entstehungsphase ist, gibt es Neuigkeiten zu berichten. Die sogenannte prototypische Phase wurde im Herbst 2023 erfolgreich abgeschlossen und unsere Metadatenintegration schreitet voran. Ebenso haben wir für die Erstellung unserer Webseite Expertinnen*Experten gefunden, die uns auch bei der Erstellung eines umwelt.info-eigenen Corporate Designs unterstützen. Damit kommen wir der Erstellung des Portals im Jahr 2024 einen großen Schritt näher. Wir wünschen unseren Leser*innen eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit und einen tollen Start in das kommende Jahr 2024. Beste Grüße aus Merseburg Das umwelt.info-Team Eröffnung der neuen UBA-Außenstelle in Merseburg im kleinen Rahmen Ivo Walther (Stadt Merseburg), Anja Reineke (umwelt.info), Martin Schmied (UBA), Mark Azzam (BMUV) Quelle: Birte Solveig Kulla / BMUV Am 10.10.2023 feierte das umwelt.info-Team seinen Einzug in Merseburg. Vormittags versammelten sich im Ständehaus Merseburg Vertreter*innen aus Umweltverwaltung, Verwaltungsdigitalisierung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum ersten umwelt.info-Stakeholder-Treffen. Dort wurden die nächsten Umsetzungsschritte, die unterschiedlichen Bedarfe an das Portal und bisherige Erfahrungen der vielfältigen Zielgruppen diskutiert. Das Team begrüßte am Nachmittag in den neuen Büros auch Vertreter*innen aus dem Umweltbundesamt sowie der Stadt und der Hochschule Merseburg (siehe Foto). Der Prototyp unserer Suchmaschine ist fertig! Von Januar bis September 2023 haben wir über 56.000 Metadatensätze aus Informationsangeboten des Bundesamts für Naturschutz, der Bundesanstalt für Gewässerkunde und der Landesumweltverwaltung von Sachsen-Anhalt für die Suche von umwelt.info referenziert. Durch den umwelt.info-Suchindex sind alle eingebundenen Wissensangebote der drei exemplarischen Institutionen zentralisiert auffindbar und durchsuchbar. Die umwelt.info-Eigenentwicklung ist ressourceneffizienter gegenüber existierenden Bestandssystemen, was den Suchindex besonders macht. Im Fokus liegt die verbesserte Auffindbarkeit von Wissensangeboten mit Umwelt- und Naturschutzrelevanz durch Metadatenbündelung – eine Kernaufgabe von umwelt.info. Im Übrigen ist der umwelt.info-Suchindex als Open-Source-Projekt über GitLab OpenCode zu finden. Mittlerweile umfasst dieser insgesamt 270.000 Metadatensätze, die das Wissen aus 83 öffentlich verfügbaren Quellen bündeln. Noch fehlt die Suchoberfläche für die Nutzenden. Doch das wird sich im nächsten halben Jahr ändern: Gemeinsam mit unserem Dienstleister entwickeln wir die Webseite. Hierfür entsteht auch ein eigenes Corporate Design – also nicht wundern, wenn der dritte Newsletter bereits im neuen Gewand erscheint! „An einem Strang ziehen – Wie kann Vernetzung von Umweltdaten und -akteuren gelingen?“ –Vernetzungsworkshop von umwelt.info mitorganisiert Letzte Vorbereitungen der Workshopleitenden Quelle: BfN Im Rahmen der 9. Umweltbeobachtungskonferenz in Leipzig fand am 14.11.2023 ein gemeinsamer Workshop von umwelt.info und dem Nationalen Monitoringzentrum zur Biodiversität (NMZB) zur Vernetzung von Umweltdaten und -akteuren statt. Mit den 20 Teilnehmenden wurde über Metadatenstandards, Open-Data-Richtlinien und das Einsatzpotenzial von Künstlicher Intelligenz diskutiert. Der Workshop beinhaltete Gastvorträge zu Citizen Science-Partizipationsformaten durch Bürger schaffen Wissen am Museum für Naturkunde Berlin und zu Hürden und Lösungen der Datenvernetzung durch NFDI4Biodiversity. Nächster Meilenstein: Integration des Wissensangebots des Umweltressorts Anbindung aller Datenquellen aus dem Umweltressort des Bundes Quelle: Umweltbundesamt Im Prototyp von umwelt.info wurden bereits erste Wissensangebote aus dem Umweltressort des Bundes angebunden. Insgesamt haben wir 69 Quellen aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV); dem Bundesamt für Naturschutz (BfN); dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS); dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und dem Umweltbundesamt (UBA) erfasst. Knapp die Hälfte der Quellen ist bereits technisch in den umwelt.info Suchindex eingebunden (siehe Abbildung ). Bei umwelt.info eingebunden: ein Lernangebot für Naturdetektive Was ist der Unterschied zwischen einer Fichte und einer Tanne? Diese und viele weitere Fragen stellen wissbegierige Kinder – aber auch erwachsene Naturinteressierte. Das BfN unterstützt Antwortsuchende mit Naturschutzwissen auf ihrem Informationsangebot für (junge) Naturdetektive. Die Inhalte sind auch im umwelt.info-Suchindex referenziert. Auch wenn die Suche bei umwelt.info noch nicht öffentlich ist, möchten wir für Ihre eigenen Ermittlungszwecke als Naturdetektiv*in die Anleitungen für umweltschonende Feiertagsbasteleien weiterempfehlen. Der Arbeitskreis Umweltinformationssysteme (AK-UIS) lädt ein: Umweltinformationssysteme 2024: „Digitalisierung für eine nachhaltige Planetare Zukunft“ 31. Workshop des Arbeitskreises „Umweltinformationssysteme“ der Fachgruppe 4.6.1 „Umweltinformatik“ in der Gesellschaft für Informatik (GI) e.V. vom 10.-12. April 2024 als hybrider Workshop (Präsenz in Bamberg & Online) Faltblatt zum Workshop (PDF) Wir haben am 21.11.2023 am 13. GIS-Forum Thüringen teilgenommen. Hier finden Sie die Folien .

Ein bewanderter Amtsantritt für den neuen Präsidenten der LUBW

Vielfältig präsentierte sich die LUBW Ende Oktober anlässlich einer Feier zum Amtsantritt Ihres neuen Präsidenten, Herrn Dr. Ulrich Maurer. Im Rahmen einer kleinen Wanderung wurden die Themen der LUBW den anwesenden Gästen präsentiert. Unter anderem wurden unterwegs zwei Messstationen begutachtet. Bild zeigt: Präsident Dr. Ulrich Maurer und Umweltministerin Thekla Walker beim Amtsantritt. Bildnachweis: LUBW Den Beginn der Wanderung in Pfinztal-Berghausen markierten Grußworte von Umweltministerin Thekla Walker und dem neuen Präsidenten, Herrn Dr. Ulrich Maurer. Im Anschluss setzte sich die Gruppe in Richtung der Bundestraße 10 in Bewegung, denn direkt an der stark befahrenen Straße steht eine Luftmessstation der LUBW. Hier stellte ein Mitarbeiter das Luftmessnetz vor, über das an 41 Standorten unter anderem die Schadstoffe Stickstoffdioxid (NO2) und/oder Feinstaub erfasst werden. Die Luftqualität in Baden-Württemberg zeigt in den vergangenen Jahren positive Veränderungen und an keiner der Messstationen wurden 2022 bislang die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Bilder zeigen: Links: Mitarbeiter der LUBW erläutert das Luftmessnetz. Im Hintergrund Präsident Dr. Ulrich Maurer. Rechts: Mitarbeiter sprechen über das Pegelmessnetz. Im Hintergrund Abteilungsleiter Dr. Joachim Bley. Bildnachweis: LUBW Der weitere Weg führte entlang der Pfinz in Richtung einer Pegelmessstation der LUBW. Hier machten Mitarbeiter der Hochwasservorhersagezentrale deutlich, wie wichtig ein gutes, flächendeckendes Messnetz als Basis für verlässliche Informationen über Hoch- und Niedrigwasser ist. Anhand zweier Beispiele zeigten sie der Zuhörerschaft zudem, wie der Abfluss eines Flusses gemessen werden kann. Diese Daten sind wichtig für alle wasserwirtschaftlichen Planungen und dienen zum Beispiel als Eingangsdaten für Hochwasservorhersagemodelle. Bilder zeigen: Links: Karlsruhe vom Durlacher Turmberg. Rechts: Abteilungsleiter Abteilung Wasser Dr. Joachim Bley, Präsident Dr. Ulrich Maurer und Umweltministerin Thekla Walker. Bildnachweis: LUBW Mit dem Bus fuhr die Gesellschaft dann auf den Durlacher Turmberg, von dem man einen atemberaubenden Blick auf Karlsruhe hat. Über den Dächern von Karlsruhe demonstrierten zwei Mitarbeitende das Solardachkataster im Energieatlas mit dem Bürgerinnen und Bürger das Solarpotential des eigenen Hausdachs berechnen können. Über einen Effizienzrechner lässt sich die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach abschätzen. Ein weiteres Thema war die Offenland-Biotopkartierung (OBK). Das Referat Flächenschutz erläuterte mittels eines eindrücklichen Vortrags die Hintergründe der Kartierung und warum deren Ergebnisse mit Fug und Recht als „Schatzkarte der Natur“ bezeichnet werden können. Die OBK läuft aktuell bereits seit 45 Jahren und ist 2022 im vierten Durchlauf. Für die Kartierungen werden in allen Stadt- und Landkreisen des Landes geschützte Biotope (Lebensräume) erfasst. Die Daten werden online zur Verfügung gestellt. Als letztes Thema stellte eine Mitarbeiterin aus dem Kompetenzzentrum Umweltinformatik (KUI) das Projekt Umweltinformationen 4.0 vor. Dieses besteht aus drei Teilprojekten, die Umweltinformationen und Daten aller Art sowie die Auswertung und Aufbereitung dieser Daten allgemein zugänglich und bürgernäher machen sollen. So soll beispielsweise eine neue App die Suche nach Informationen erleichtern und intuitiver nutzbar machen. Mehr zum Thema: • Mehr Informationen zum neuen Präsidenten Dr. Ulrich Maurer • Aktuelle Luftmesswerte in Baden-Württemberg • Pegelstände der Pfinz und vieler weiterer Flüsse • Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Hausdach können Sie im Energieatlas berechnen lassen. Hierfür müssen Sie einfach Ihre Adresse in das Suchfeld eingeben und auf „Wirtschaftlichkeit berechnen“ klicken. • Eine Übersicht der geschützten Biotope in Baden-Württemberg finden Sie im Daten-und Kartendienst der LUBW. • Blogbeitrag zum Projektstart Umweltinformationen 4.0

Neues Umweltportal Baden-Württemberg

Das komplett überarbeitete Umweltportal Baden-Württemberg bietet den Nutzenden zahlreiche Informationen rund um das Thema Umwelt in Baden-Württemberg. Acht verschiedenen Themenkomplexe behandeln Inhalte zum Klima, der Kreislaufwirtschaft, der Nachhaltigkeit und dem Flächen- und Artenschutz. Dort finden Nutzende Hinweise auf thematisch passende Internetseiten, Umweltdaten, die auf einer Karte visualisiert werden, und Links zu weiterführenden Informationen auf den Internetseiten der Umweltbehörden. Im Bereich „Aktiv für die Umwelt“ können Bürgerinnen und Bürger „Umweltmeldungen“ absetzen und somit aktiv die Umwelt mitschützen. Die Umweltmeldestelle der Landesregierung bearbeitet die eingegangenen Meldungen und leitet sie gegebenenfalls an die zuständige Behörde weiter. Die bestätigten Meldungen finden sich dann in den Karten der Umweltdaten und in der App „Meine Umwelt“. Standortgenaue Umweltdaten geben unter anderem Informationen zu der Luftqualität an einzelnen Messstationen, zu Waldbrandgefahren oder zu Schutzgebieten in der Nähe oder in ganz Baden-Württemberg. Daten zu Umweltthemen wie Wasser, Boden, Luft, Abfall oder Natur- und Landschaftsschutz werden auf einer übersichtlichen Karte mit vielen Filtermöglichkeiten dargestellt. Weiterführende Links zur LUBW Homepage oder direkt zu UDO ermöglichen den Nutzenden den einfachen Zugang zu weiteren und vertiefenden Informationen. Zahlreiche Umwelterlebnisorte in Baden-Württemberg wie Barfußpfade, Geocaching oder Wanderungen sind hier ebenfalls zu finden. Diese werden als Listenansicht oder alternativ auf einer Karte dargestellt. Auch hier gibt es zahlreiche Filtermöglichkeiten nach unterschiedlichen Themen wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Klima oder Gewässer. Bild zeigt: Die Themenseite des Umweltportals Baden-Württemberg, Bildnachweis: LUBW Das Umweltportal wird im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg im Kompetenzzentrum Umweltinformatik (KUI) der LUBW entwickelt, betrieben und betreut. In den letzten 18 Monaten lag der Schwerpunkt auf der technischen Neuausrichtung für die Portale. Unter anderem wurde die Kartendarstellung verbessert und neue Webkomponenten entwickelt. Als erstes Teilprojekt wurde nun das Umweltportal Baden-Württemberg mit der neuen Technik umgesetzt und gleichzeitig inhaltlich modernisiert. Mehr zum Thema:

Der Startschuss für die Digitalisierungsprojekte ist gefallen!

Bild zeigt: (v. l. n. r.): 360-Grad Aufnahme am Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört (NAZKA) mit Projektbeteiligten Thorsten Schlachter (KIT), Wolfgang Schillinger (LUBW), Julia Becker (ITZ Bund), Nicolas Doms (KIT), Lisa Hahn-Woernle (LUBW), Thomas Schlegel (HKA), Mathias Trefzger (HKA), Maximilian Pils (HKA), Anja Preiß (NAZKA) und Andreas Wolf (NAZKA), Februar 2022. Seit dem 1. Februar 2022 wird am Kompetenzzentrum Umweltinformatik (KUI) das Forschungsprojekt „Umweltinformationen digital 4.0“ umgesetzt. Kooperationspartner hierbei sind das Institut für Automation und angewandte Informatik (IAI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das Institut für ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS) der Hochschule Karlsruhe (HKA) und das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört (NAZKA). Finanziert werden die drei Teilprojekte „Umweltdaten 4.0“ , „Umweltsuche 4.0“ und „Umwelt digital 4.0“ aus Fördermitteln der Digitalisierungsstrategie des Landes (digital@bw). Im Rahmen dieser Teilprojekte sollen bis Ende 2024 innovative Lösungen für die Erfassung, Haltung und Weitergabe von Umweltdaten und  informationen entwickelt, analysiert oder im Rahmen verschiedener Modellprojekte umgesetzt werden. „Umweltdaten 4.0“: Den Umweltdatenschatz zum Glänzen bringen Ziel des Teilprojekts „Umweltdaten 4.0“ ist es, den Umweltdatenschatz des Landes in einem zeitgemäßen Online-Daten-Angebot der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Bekannte Elemente aus dem Online-Shopping, wie Empfehlungen oder direkte Q&A-Funktionen, spielen dabei eine genauso wichtige Rolle wie eine transparentere, intelligentere und flexiblere Gestaltung der Datenhaltung und der Datendienste. So werden Daten unterschiedlicher Datentypen (z. B. Rasterdaten und Messreihen) für die fachliche Bearbeitung schneller auffindbar, intelligenter auswertbar und einfacher miteinander verknüpfbar.  Sollten weitere Informationen angefragt werden, so sind die Antworten hierauf direkt für alle Nutzenden sichtbar. Auch Datendienste mit standardisierten Schnittstellen und transparenten Nutzungsrechten (z. B. Open Data) werden sowohl den Verwaltungsaufwand verringern als auch die innovative Nachnutzung fördern. „Umweltsuche 4.0“: Umweltinformationen mit Tiefgang anstatt Werbeanzeige Suchmaschinen sind heutzutage wohl der gängigste Einstieg zu weiterführende Informationen. Bei Umweltfragen ist dieser Weg aber eher sperrig und Suchergebnisse werden oft von kommerziellen Angeboten dominiert. Daher arbeiten wir im Teilprojekt „Umweltsuche 4.0“ an einem intelligenten Umweltsuchdienst, der mit umweltrelevanten Zusammenhängen wie Gesetzgebung, Verwandtschaften verschiedener Arten oder auch geografischen Besonderheiten bestens vertraut ist. Mithilfe künstlicher Intelligenz und Umweltthesauri werden Umweltdaten und -informationen erst thematisch eingeordnet und dann intelligent so miteinander verknüpft, dass Suchergebnisse das Thema umfassend und vielseitig erschließen. Hierzu zählen unter anderem Visualisierungen, Verlinkungen zu relevantem Kontext, Filtermöglichkeiten und interaktive Karten. Über die klassische Suche hinaus wird auch ein Umwelt-Chatbot als Benutzeroberfläche der Umweltsuchdienste entwickelt. Im Dialog können zum Beispiel die besonderen Bewohner von Auengebieten erkundet oder auch Fragen wie „Wie hoch steht das Wasser in Maxau heute?“ beantwortet werden. „Umwelt digital 4.0“: Mit Augmented Reality und Sensorik in die Umwelt eintauchen Augmented Reality (AR) bedeutet übersetzt „erweiterte Realität“ und genau dafür wird AR im Teilprojekt „Umwelt digital 4.0“ eingesetzt: die aktuelle Umgebung mit tiefergehenden Informationen und umweltrelevanten Darstellung erweitern. Als Anwendungsbeispiel dient der neu ausgebaute Auenerlebnispfad des Naturschutzzentrums Karlsruhe-Rappenwört (nazka.de). Mit der Simulation von zum Beispiel historischen Pegelständen oder auch den verschiedenen Bewohnern eines Baumes, wird ein mobiler Guide den Daten- und Wissensschatz der Landesverwaltung direkt vor Ort, in der Natur, erlebbar machen. Um das Erlebnis noch „hautnaher“ zu gestalten, werden lokale Sensoren aktuelle Daten direkt in die Anwendung integrieren. So kann man sich bei schlechtem Wetter ein Sonnenszenario darstellen lassen oder auch bei Hochwasser nasse Füße vermeiden. Bild zeigt: Logo der digital@bw, Bildnachweis: Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg Gemeinsam neue Wege gehen! Ziel aller Teilprojekte ist es, moderne Lösungsansätze, innovative Entwicklungen und zeitgemäße Anforderungen zu vereinen und gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen sowie Mitgliedern diverser Nutzergruppen neue Wege für den Umweltdatenschatz der LUBW zu erkunden. Das Team von „Umweltinformationen digital 4.0“ freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit! Mehr zum Thema

Startschuss für das Kompetenzzentrum Umweltinformatik in der LUBW

null Startschuss für das Kompetenzzentrum Umweltinformatik in der LUBW Karlsruhe. Am 29. Dezember 2020 fiel der offizielle Startschuss für das baden-württembergische Kompetenzzentrum Umweltinformatik, kurz KUI. Es ist in der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg angesiedelt. Das Kompetenzzentrum stärkt die bereits bestehende zentrale Rolle der Landesanstalt als spezialisierte IT-Dienstleisterin für Umweltdaten und Umweltfachverfahren des Landes Baden-Württemberg. Umweltdaten – Kernkompetenz der LUBW „Erhebung, Auswertung und Veröffentlichung baden-württembergischer Umweltdaten sind Kernkompetenzen der LUBW und ein Alleinstellungsmerkmal“, so Eva Bell, Präsidentin der LUBW. Die Landesanstalt berät auf der Basis ihrer zahlreichen strukturiert erhobenen Umweltdaten bereits heute wissenschaftlich fundiert die Landesregierung sowie die Umwelt- und Naturschutzverwaltung in Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, des Klimawandels, der Nachhaltigkeit sowie des Strahlenschutzes, des technischen Arbeitsschutzes und der Produktsicherheit. Sie hat in der Vergangenheit eine Vielzahl an IT-Fachanwendungen entwickelt, mit deren Hilfe die Daten verarbeitet, analysiert und an die Umweltverwaltung weitergegeben werden. Die umfangreichen Daten und Informationen zur baden-württembergischen Umwelt stehen jedem über den Internetauftritt der LUBW zur Verfügung. Mit der App „Meine Umwelt“ können Bürgerinnen und Bürger vor Ort Informationen zur Umweltqualität abrufen. Enge Zusammenarbeit mit den IT-Dienstleistern im Land „Für die vielfältigen und stetig wachsenden Anforderungen im Bereich der Digitalisierung von Umweltinformationen braucht es fachspezifische IT-Kompetenz, die wir im Kompetenzzentrum Umweltinformatik bündeln und weiter stärken“, so Eva Bell. In enger Zusammenarbeit mit den IT-Dienstleistern für Land und Kommunen in Baden-Württemberg, wie der BITBW und Komm.One, werden die Prozesse und Anwendungen künftig weiterentwickelt und optimiert. Neben der Entwicklung von modernen Fachverfahren, anwenderfreundlichen Portalen und Apps wird das Kompetenzzentrum komplexe Maßnahmen zur IT-Sicherheit umsetzen, die Fachverfahren in die landesweite IT-Architektur integrieren und das Controlling verantworten. Ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Kompetenzzentrum Umweltinformatik wird der Einzug in den Neubau der LUBW in Großoberfeld, Karlsruhe sein, für den kürzlich der Spatenstich erfolgte und der voraussichtlich im Jahr 2023 bezogen wird. Ab diesem Zeitpunkt sind IT-Entwicklung, Fachwissen und Controlling auch räumlich unter einem Dach vereint. „Ich freue mich, dass wir mit dem KUI einen wichtigen Beitrag zu einer digitalen und nachhaltigen Umweltverwaltung leisten werden“, so Eva Bell. Hintergrundinformation Langjährige Expertise in der IT-Entwicklung Die LUBW verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von speziellen IT-Anwendungen, beispielsweise zur Hochwasservorhersage oder für Schadstoff-Ausbreitungsberechnungen. Daten der LUBW-Messnetze für Gewässer, Luftschadstoffe oder Radioaktivität werden erhoben und ausgewertet. Mit dem in der LUBW entwickelten Flutinformations- und Warnsystem (FLIWAS) können Städte und Gemeinden gezielt auf steigende Wasserstände bei Starkregenereignissen reagieren und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Das Kompetenzzentrum Umweltinformatik geht aus dem bisherigen Informationstechnischen Zentrum Umwelt der LUBW hervor. Rund 60 Beschäftigte mit unterschiedlichsten Ausbildungen sind beim Start dabei, viele mit langjähriger Erfahrung bei der Steuerung und Weiterentwicklung von IT-Anwendungen, Informationsangeboten im Internet und Landesintranet sowie der Aufbereitung von Umweltdaten. Anlage: Grafische Übersicht über Aufgaben und Methoden des KUI Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Umweltinformationssysteme

Mit dem Zuwachs an Daten und Informationen  in Datenbanken und Informationssystemen steht die angewandte Umweltinformatik  ambitionierten Aufgaben gegenüber. Die Aufbereitung dieser großen Datenmengen für verschiedene Zielgruppen erfordert eine klare konzeptionelle Ausrichtung der Anwendungsentwicklungen. Die Nutzung von Methoden und Werkzeugen der Informatik ist ein Weg, Produkte und Dienste aus diesen Daten zu generieren. Die Bereitstellung dieser Produkte für die verschiedenen Nutzergruppen wie der wissenschaftlichen Community der Modellierer, der Fachnutzer in Umweltbehörden oder eine App auf mobilen Endgeräten  für die  Öffentlichkeit spiegeln die breite Vielfalt  von Datenangeboten wider. Veröffentlicht in Dokumentationen | 58/2015.

Festakt '40 Jahre LUBW' in Karlsruhe

null Festakt '40 Jahre LUBW' in Karlsruhe PRESSEMITTEILUNG DES MINSTERIUMS FÜR UMWELT, KLIMA UND ENERGIEWIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG, Nr. 190/2015 „Die Geschichte der LUBW ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte Umweltminister Franz Untersteller heute (09.10.) in Karlsruhe beim Festakt anlässlich des 40-jährigen Bestehens der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Nicht zuletzt dank ihrer Arbeit habe sich der Umweltschutz im Land in den 40 Jahren ihres Bestehens nachhaltig verbessert, sagte der Minister. Besonders wichtig sei die gesetzlich verankerte, fachliche und wissenschaftliche Unabhängigkeit der LUBW, so Untersteller weiter. Auch wenn die LUBW von den Ministerien Aufträge erhalte, stünden der Ablauf der Untersuchungen und die Bewertung der Ergebnisse in alleiniger Verantwortung der Landesanstalt und unterlägen keinerlei Weisung. „Deswegen ist die Objektivität der LUBW allgemein anerkannt“, betonte der Umweltminister. „Wir werden auch in Zukunft darauf achten, die LUBW als unabhängigen Ratgeber zu erhalten.“ Die LUBW greift als kompetenter Berater rund um die vielfältigen Herausforderungen für Natur und Umwelt, den technischen Arbeitsschutz, Strahlenschutz und die Produktsicherheit in Baden-Württemberg immer wieder neue Themen auf. Aktuelle Beispiele sind Mikroplastik, Spurenstoffe in Gewässern oder der Stickstoffeintrag in die Umwelt. Die Daten der LUBW aus den landesweiten Messnetzen für Luft, Boden und Grundwasser, aus dem Fließgewässermonitoring, der Radioaktivitätsüberwachung und den zahlreichen ökologischen Erhebungen sind eine unerlässliche Grundlage für fundierte Analysen und die fachliche Beratung der Ministerien und der Fachbehörden im Land. „Besonders wertvoll sind die langen Zeitreihen der LUBW“, betonte Franz Untersteller. „Sie zeigen eindrucksvoll die Folgen des Klimawandels auf, zum Beispiel den im langfristigen Vergleich immer früheren Beginn der Apfelblüte. Und sie belegen sowohl die Erfolge der Umweltpolitik der vergangenen Jahrzehnte, etwa die Verminderung des Säureeintrags in die Umwelt oder die verbesserte Qualität unserer Flüsse. Sie verdeutlichen aber auch, wo noch Handlungsbedarf besteht, zum Beispiel beim Thema Feinstaub.“ Das von der LUBW mitentwickelte Umweltinformationssystem Baden-Württemberg ist für die Landespolitik das strategische Instrument zur Umsetzung eines vorsorgenden, effektiven und nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutzes. Seine Bedeutung wird durch die zunehmende Digitalisierung in den künftigen Jahren noch deutlich zunehmen. Erhobene Daten können zum Beispiel über den „Daten- und Kartendienst Umweltdaten online“ (UDO, udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/ ) von Fachbehörden ebenso wie von interessierten Bürgerinnen und Bürgern kostenlos abgerufen und genutzt werden. Hier finden sich auch weitere Geodaten, ausgewertete Berichte und Leitfäden. Künftig soll die Informationstechnik zwar bei der in diesem Jahr neu gebildeten Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg (BITBW) zentralisiert werden. „Als Kompetenzzentrum für die Umweltinformatik wird die LUBW aber auch weiterhin bei der Entwicklung und Steuerung des baden-württembergischen Umweltinformationssystems eine herausragende Rolle spielen“, betonte Umweltminister Untersteller. Die Präsidentin der LUBW, Margareta Barth, veranschaulichte in ihrer Rede, wie sich die Aufgaben, Organisation und Instrumente der LUBW in vier Jahrzehnten verändert haben: „Mit den Kompetenzzentren Windenergie, Bioabfall und Arbeitsschutz haben wir erfolgreich neue Formen der Zusammenarbeit im Haus geschaffen. Wir werden künftig auch stärker fachübergreifend mit externen wissenschaftlichen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, um immer komplexere Fragestellungen kompetent zu beantworten.“ Margareta Barth verdeutlichte, dass der Umweltschutz in Baden-Württemberg auch künftig vor großen Herausforderungen stehe: „In unseren Flüssen und Bächen können wir mit moderner Messtechnik Chemikalien aus unserem alltäglichen Gebrauch nachweisen, darunter Arzneimittel, Haushaltschemikalien und Flammschutzmittel. Wie diese auf die Ökosysteme wirken, ist offen. Auch der Erhalt der Biodiversität und ein dichtes Netz von Schutzgebieten sind notwendig, um die Vielfalt, Schönheit und Leistungsfähigkeit von Natur und Umwelt langfristig zu sichern. Der Klimawandel wird gerade in Baden-Württemberg in den nächsten Jahrzehnten eine Anpassung in vielen Lebensbereichen erfordern. Hierfür hat die LUBW gemeinsam mit dem Umweltministerium eine Anpassungsstrategie für Baden-Württemberg erarbeitet“, so Präsidentin Barth. Die Präsidentin nutzte den Blick in die Zukunft auch dazu, für den geplanten LUBW-Neubau in Karlsruhe zu werben. Derzeit sei die LUBW auf fünf Gebäude verteilt. Vier der Gebäude entsprächen schon lange nicht mehr zeitgemäßen Anforderungen: „Ein Neubau würde den schnellen Austausch zwischen den Arbeitsbereichen erheblich erleichtern und uns gleichzeitig die Möglichkeit geben, unsere Labore für Luft, Wasser, Boden, Biologie und Verbraucherschutz sowie für die Radioaktivität zusammenzuführen und zu modernisieren.“ Auch Umweltminister Franz Untersteller betonte die Notwendigkeit, die Kompetenzen innerhalb der LUBW räumlich zu bündeln: „Wir planen eine geschlossene Laboreinheit in einem Neubau, einen halböffentlicher Bereich mit Besprechungsräumen und einen Bürobereich überwiegend im Bestandsgebäude. Und das alles hier in Karlsruhe am Standort Großoberfeld. Pünktlich zum heutigen Jubiläum kann ich sagen, dass das Finanzministerium diesem Vorhaben grundsätzlich zugestimmt hat und wir jetzt mit den konkreten Planungen beginnen können.“ Ergänzende Informationen: Die Gründung der LUBW im Jahr 1975 fiel in die Zeit des Waldsterbens, saueren Regens und der qualmenden Schornsteine. Wintersmog und Schaumberge auf den Flüssen sowie wilde Müllkippen sind Bilder, die diese Zeit prägen. Die Verunreinigung von Wasser, Boden und Luft sensibilisierte Bevölkerung und Politik für Umweltfragen. 1972 wurden erstmals in Baden-Württemberg zwei Ministerien gegründet, die sich gebündelt um den Umweltschutz kümmern sollten, zuvor waren die Aufgaben auf fünf Ministerien verteilt. Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt erhielt die Kompetenzen für Wasserwirtschaft und Abfallbeseitigung und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung wurden die Zuständigkeiten für Arbeitsschutz, Strahlenschutz und Sicherheit der Kerntechnik übertragen. Nach dieser Neustrukturierung auf ministerieller Ebene beschloss der Ministerrat im Oktober 1974, ergänzend eine „Landesanstalt für Umweltschutz“ als Instrument für eine vorausschauende und bereichsübergreifende Umweltpolitik einzurichten. Die Landesanstalt war auf Länderebene die erste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, in der sowohl die Umweltmedien Wasser, Boden, Luft als auch der Natur- und Artenschutz unter einem Dach vereint wurden. Am ersten Januar 1975 nahm diese Anstalt unter dem Kürzel „LfU“ die Arbeit auf, die heutige LUBW war geboren. Der landesweite Auf- und Ausbau der Messnetze stand in den ersten Jahrzehnten im Vordergrund. Das Grundwasser-Messnetz, das Fließgewässermonitoring, die Kernreaktorfernüberwachung (KFÜ), das Luftmessnetz, das Bodenmessnetz oder ökologische Erhebungen liefern heute eine Fülle wertvoller Daten in langen Zeitreihen. Seit den 1990er Jahren nimmt die LUBW mit einer gesamtökologischen und medienübergreifenden Umweltbetrachtung die Entwicklungen und gegebenenfalls die Beeinträchtigungen ganzer Ökosysteme unter die Lupe. Heute werden zur Analyse der Umweltmedien physikalische und chemische Untersuchungsmethoden als auch Bioindikatoren eingesetzt. Zurzeit arbeiten rund 550 Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker sowie Labor- und Verwaltungsfachkräfte für die LUBW. Weiterführende Informationen der LUBW: Pressemitteilung: LUBW – 40 Jahre aktiv für Natur und Umwelt (04.02.2015) LUBW-Webseite: „40 Jahre aktiv für Natur & Umwelt “ LUBW-Festschrift: „40 Jahre aktiv für Natur Umwelt “

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