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Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden

Rheinland-Pfalz ist das relativ waldreichste Bundesland. Jedoch sind Brandereignisse in den Waldökosystemen von Rheinland-Pfalz bislang nicht in relevantem Umfang in Erscheinung getreten. Dank der naturnahen Waldstruktur (laubbaumreiche Mischwälder) hat es in den durch trocken-heiße Witterungsphasen geprägten Jahren 2003, 2015 und zwischen 2018 und 2020 keine größeren zusammenhängenden Brandflächen im Wald gegeben. Menschliches Fehlverhalten ist die Hauptursache für die Entstehung von Brandherden im Wald. Angesichts der dramatischen Dynamik des Klimawandels mit langanhaltenden Dürre- und Hitzeperioden muss für die Zukunft allerdings von einem wieder steigenden Waldbrandrisiko auch in Rheinland-Pfalz ausgegangen werden. Vor diesem Hintergrund streben das MdI und das MKUEM an, die bisherige Zusammenarbeit und Maßnahmen weiter zu intensivieren. Die bisherigen und angestrebten Maßnahmen lassen sich in die drei Aktionsfelder „Waldbrandforschung und –lehre“, „Stärkung der Prävention und Bekämpfung“ und „Schaffen eines größeren Umweltbewusstseins“ unterteilen.

Exposure to climate hazards

This series refers to datasets related to the presence of people; livelihoods; species or ecosystems; environmental functions, services, and resources; infrastructure; or economic, social, or cultural assets in places and settings that could be adversely affected by climate hazards, including flooding, wildfires and urban heat island effects. The datasets are part of the European Climate Adaptation Platform (Climate-ADAPT) accessible here: https://climate-adapt.eea.europa.eu/

Feinstaub-Belastung

Feinstaub-Belastung Gegenüber den 1990er Jahren konnte die Feinstaubbelastung erheblich reduziert werden. Zukünftig ist zu erwarten, dass die Belastung eher langsam abnehmen wird. Großräumig treten heute PM10-Jahresmittelwerte unter 20 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) auf. Feinstaubkonzentrationen in Deutschland Die Ländermessnetze führen seit dem Jahr 2000 flächendeckende Messungen von Feinstaub der Partikelgröße ⁠ PM10 ⁠ (Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von 10 Mikrometer oder kleiner) und seit 2008 auch der Partikelgröße ⁠ PM2,5 ⁠ durch. Besonders hoch ist die Messnetzdichte in Ballungsräumen. Die hohe Zahl und Dichte an Emittenten – beispielsweise Hausfeuerungsanlagen, Gewerbebetriebe, industrielle Anlagen und der Straßenverkehr – führen zu einer erhöhten Feinstaubkonzentration in Ballungsräumen gegenüber dem Umland. Besonders hohe Feinstaubkonzentrationen werden unter anderem wegen der starken verkehrsbedingten Emissionen wie (Diesel-)Ruß, Reifenabrieb sowie aufgewirbeltem Staub an verkehrsnahen Messstationen registriert. Während zu Beginn der 1990er Jahre im Jahresmittel großräumig Werte um 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gemessen wurden, treten heute PM10-Jahresmittelwerte zwischen 15 und 20 µg/m³ auf. Die im ländlichen Raum gelegenen Stationen des ⁠ UBA ⁠-Messnetzes verzeichnen geringere Werte. Die Feinstaub-Immissionsbelastung wird nicht nur durch direkte Emissionen von Feinstaub verursacht, sondern zu erheblichen Teilen auch durch die ⁠ Emission ⁠ von gasförmigen Schadstoffen wie Ammoniak, Schwefeldioxid und Stickstoffoxiden. Diese reagieren in der Luft miteinander und bilden sogenannten „sekundären“ Feinstaub. Einhergehend mit einer starken Abnahme der Schwefeldioxid (SO 2 )-Emissionen und dem Rückgang der primären PM10-Emissionen im Zeitraum von 1995 bis 2000 sanken im gleichen Zeitraum auch die PM10-Konzentrationen deutlich (siehe Abb. „Trend der PM10-Jahresmittelwerte“). Der Trend der Konzentrationsabnahme setzt sich seitdem fort. Die zeitliche Entwicklung der PM10-Konzentrationen wird von witterungsbedingten Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren – besonders deutlich in den Jahren 2003 und 2006 erkennbar – überlagert. Erhöhte Jahresmittelwerte wurden auch 2018 gemessen, die auf die besonders langanhaltende, zehnmonatige Trockenheit von Februar bis November zurückzuführen sind. Überschreitungssituation Lokal und ausschließlich an vom Verkehr beeinflussten Stationen in Ballungsräumen traten in der Vergangenheit gelegentlich Überschreitungen des für das Kalenderjahr festgelegten Grenzwerts von 40 µg/m³ auf. Seit 2012 wurden keine Überschreitungen dieses Grenzwertes mehr festgestellt. Seit 2005 darf auch eine ⁠ PM10 ⁠-Konzentration von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Tagesmittel nur an höchstens 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden. Überschreitungen des Tageswertes von 50 µg/m³ werden vor allem in Ballungsräumen an verkehrsnahen Stationen festgestellt. Die zulässige Zahl von 35 Überschreitungstagen im Kalenderjahr wurde hier in der Vergangenheit zum Teil deutlich überschritten (siehe Karten „Feinstaub (PM10) - Tagesmittelwerte Zahl von Überschreitungen von 50 mg/m³“ und Abb. „Prozentualer Anteil der Messstationen mit mehr als 35 Überschreitungen des 24-h-Grenzwertes“). Vor allem das Jahr 2006 fiel durch erhebliche Überschreitungen der zulässigen Überschreitungstage auf, was auf lang anhaltende und intensive „Feinstaubepisoden“ zurückzuführen war. In den unmittelbar zurückliegenden Jahren traten nicht zuletzt durch umfangreiche Maßnahmen der mit Luftreinhaltung befassten Behörden keine Überschreitungen des Grenzwerts mehr auf. Auch 2023 wurde der Grenzwert somit an allen Messstationen in Deutschland eingehalten. Karte: Feinstaub (PM10) - Tagesmittelwerte Zahl von Überschreitungen von 50 µg/m³ 2000-2008 Quelle: Umweltbundesamt Karte: Feinstaub (PM10) - Tagesmittelwerte Zahl von Überschreitungen von 50 µg/m³ 2009-2017 Quelle: Umweltbundesamt Karte: Feinstaub (PM10) - Tagesmittelwerte Zahl von Überschreitungen von 50 µg/m³ 2018-2023 Quelle: Umweltbundesamt Prozentualer Anteil der Messstationen mit mehr als 35 Überschreitungen des 24-h-Grenzwertes... Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Witterungsabhängigkeit Vor allem in trockenen Wintern, teils auch in heißen Sommern, können wiederholt hohe ⁠ PM10 ⁠-Konzentrationen in ganz Deutschland auftreten. Dann kann der Wert von 50 µg/m³ großflächig erheblich überschritten werden. Ein Beispiel für eine solche Belastungssituation zeigt die Karte „Tagesmittelwerte der Partikelkonzentration PM10“. Zum Belastungsschwerpunkt am 23. Januar 2017 wurden an etwa 56 % der in Deutschland vorhandenen PM10-Messstellen Tagesmittelwerte von über 50 µg/m³ gemessen. Die höchste festgestellte Konzentration betrug an diesem Tag 176 µg/m³ im Tagesmittel. Wie stark die PM10-Belastung während solcher Witterungsverhältnisse ansteigt, hängt entscheidend davon ab, wie schnell ein Austausch mit der Umgebungsluft erfolgen kann. Winterliche Hochdruckwetterlagen mit geringen Windgeschwindigkeiten führen – wie früher auch beim Wintersmog – dazu, dass die Schadstoffe nicht abtransportiert werden können. Sie sammeln sich in den unteren Luftschichten (bis etwa 1.000 Meter) wie unter einer Glocke. Der Wechsel zu einer Wettersituation mit stärkerem Wind führt zu einer raschen Abnahme der PM10-Belastung. Auch wenn die letzten Jahre eher gering belastet waren, können auch zukünftig meteorologische Bedingungen auftreten, die zu einer deutlich erhöhten Feinstaubbelastung führen können. Bürgerinnen und Bürger können laufend aktualisierte Feinstaubmessdaten und Informationen zu Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte in Deutschland im Internet und mobil über die UBA-App "Luftqualität" erhalten. Bestandteile des Feinstaubs Die Feinstaubbestandteile ⁠ PM10 ⁠ und ⁠ PM2,5 ⁠ sind Mitte der 1990er Jahre wegen neuer Erkenntnisse über ihre Wirkungen auf die menschliche Gesundheit in den Vordergrund der Luftreinhaltepolitik getreten. Mit der EU-Richtlinie 2008/50/EG (in deutsches Recht umgesetzt mit der 39. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (39. ⁠ BImSchV ⁠)), welche die bereits seit 2005 geltenden Grenzwerte für PM10 bestätigt und neue Luftqualitätsstandards für PM2,5 festlegt (siehe Tab. „Grenzwerte für den Schadstoff Feinstaub“), wurde dem Rechnung getragen. Als PM10 beziehungsweise PM2,5 (PM = particulate matter) wird dabei die Massenkonzentration aller Schwebstaubpartikel mit aerodynamischen Durchmessern unter 10 Mikrometer (µm) beziehungsweise 2,5 µm bezeichnet. Herkunft Feinstaub kann natürlichen Ursprungs sein oder durch menschliches Handeln erzeugt werden. Stammen die Staubpartikel direkt aus der Quelle - zum Beispiel durch einen Verbrennungsprozess - nennt man sie primäre Feinstäube. Als sekundäre Feinstäube bezeichnet man hingegen Partikel, die durch komplexe chemische Reaktionen in der ⁠ Atmosphäre ⁠ erst aus gasförmigen Substanzen, wie Schwefel- und Stickstoffoxiden, Ammoniak oder Kohlenwasserstoffen, entstehen. Wichtige vom Menschen verursachte Feinstaubquellen sind Kraftfahrzeuge, Kraft- und Fernheizwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, der Schüttgutumschlag, die Tierhaltung sowie bestimmte Industrieprozesse. In Ballungsgebieten ist vor allem der Straßenverkehr eine bedeutende Feinstaubquelle. Dabei gelangt Feinstaub nicht nur aus Motoren in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft: Vor allem die Emissionen gasförmiger Vorläuferstoffe aus der Tierhaltung tragen zur Sekundärstaubbelastung bei. Als natürliche Quellen für Feinstaub sind Emissionen aus Vulkanen und Meeren, die Bodenerosion, Wald- und Buschfeuer sowie bestimmte biogene ⁠ Aerosole ⁠, zum Beispiel Viren, Sporen von Bakterien und Pilzen zu nennen. Während im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Gesamt- und Feinstaubemissionen in Deutschland drastisch reduziert werden konnten, verlangsamte sich seither die Abnahme (siehe „Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM10“ und „Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM2,5“ ). Für die nächsten Jahre ist zu erwarten, dass die Staubkonzentrationen in der Luft weiterhin nur noch langsam abnehmen werden. Zur Senkung der PM-Belastung sind deshalb weitere Maßnahmen erforderlich. Gesundheitliche Wirkungen Feinstaub der Partikelgröße ⁠ PM10 ⁠ kann beim Menschen durch die Nasenhöhle in tiefere Bereiche der Bronchien eindringen. Die kleineren Partikel ⁠ PM2,5 ⁠ können bis in die Bronchiolen und Lungenbläschen vordringen und die ultrafeinen Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 µm sogar bis in das Lungengewebe und den Blutkreislauf. Je nach Größe und Eindringtiefe der Teilchen sind die gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub verschieden. Sie reichen von Schleimhautreizungen und lokalen Entzündungen im Rachen, der Luftröhre und den Bronchien oder Schädigungen des Epithels der Lungenalveolen bis zu verstärkter Plaquebildung in den Blutgefäßen, einer erhöhten Thromboseneigung oder Veränderungen der Regulierungsfunktion des vegetativen Nervensystems (zum Beispiel mit Auswirkungen auf die Herzfrequenzvariabilität). Eine langfristige Feinstaubbelastung kann zu Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs führen, eine bestehende COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) verschlimmern, sowie das Sterblichkeitsrisiko erhöhen. Messdaten Mitte der 1990er Jahre wurde zunächst in einzelnen Ländermessnetzen mit der Messung von ⁠ PM10 ⁠ begonnen. Seit dem Jahr 2000 wird PM10 deutschlandweit gemessen. Für die Jahre, in denen noch nicht ausreichend Messergebnisse für die Darstellung der bundesweiten PM10-Belastung vorlagen, wurden PM10-Konzentrationen näherungsweise aus den Daten der Gesamtschwebstaubkonzentration (TSP) berechnet. Seit dem Jahr 2001 basieren alle Auswertungen ausschließlich auf gemessenen PM10-Daten. ⁠ PM2,5 ⁠ wird seit dem Jahr 2008 deutschlandweit an rund 200 Messstationen überwacht.

Innenministerin dankt den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren für ihren täglichen Einsatz

Anlässlich des Internationalen Tages der Feuerwehrleute am Donnerstag, 4. Mai 2023, dankt Innenministerin Dr. Tamara Zieschang den haupt- und ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz. „Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt hängt in einem hohen Maße vom Engagement der Kameradinnen und Kameraden ab. Sie geben getreu dem Motto `Retten, Löschen, Bergen, Schützen´ in jedem Einsatz ihr Bestes und sind damit verlässliche Partner für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Bundeslandes. Nicht selten gehen sie dabei an ihre eigene körperliche und seelische Belastungsgrenze. Für ihre Selbstlosigkeit, ihren Mut sowie ihre Einsatzbereitschaft gebührt ihnen mein größter Respekt und der Dank von uns allen. Für die kommenden Einsätze wünsche ich Ihnen immer `Gut Wehr´!“, so Innenministerin Dr. Tamara Zieschang. In den Freiwilligen Feuerwehren des Landes sind rund 31.500 Mitglieder aktiv sowie mehr als 9.800 in den Jugendfeuerwehren und rund 6.700 in den Kinderfeuerwehren. Im vergangenen Jahr zählten zu den bedeutendsten Einsatzlagen unter anderem die Vegetationsbrände sowohl im Harz als auch im Bereich Stendal sowie in der Börde. Die mehrtägigen länderübergreifenden Unterstützungseinsätze in Brandenburg oder Sachsen erforderten zudem nicht nur Durchhaltevermögen der Feuerwehrfrauen und -männer: „Mein Dank gilt im gleichen Maße auch den Familien und dem Umfeld der Kameradinnen und Kameraden für deren Unterstützung und Verständnis“, ergänzt die Innenministerin. Hintergrund: Seit 1999 begehen die Feuerwehren auf der ganzen Welt den Internationalen Tag der Feuerwehrleute (International Firefighters´ Day – IFFD). Initiiert wurde dieser Tag nach einem Unglück im Jahr 1998, bei dem fünf Feuerwehrkameraden ums Leben kamen. Für den Jahrestag wurde der 4. Mai gewählt, da dieses Datum in vielen Ländern auch als Namenstag des Heiligen Florian, dem Schutzpatron aller Feuerwehrleute, begangen wird. Impressum: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt Verantwortlich: Patricia Blei Pressesprecherin Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni" 39112 Magdeburg Telefon: 0391 567-5504/-5514/-5516/-5517/-5542 Fax: 0391 567-5520 E-Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

Space-based earth observation in support of the UNFCCC Paris Agreement

Space-based Earth observation (EO), in the form of long-term climate data records, has been crucial in the monitoring and quantification of slow changes in the climate system - from accumulating greenhouse gases (GHGs) in the atmosphere, increasing surface temperatures, and melting sea-ice, glaciers and ice sheets, to rising sea-level. In addition to documenting a changing climate, EO is needed for effective policy making, implementation and monitoring, and ultimately to measure progress and achievements towards the overarching goals of the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) Paris Agreement to combat climate change. The best approach for translating EO into actionable information for policymakers and other stakeholders is, however, far from clear. For example, climate change is now self-evident through increasingly intense and frequent extreme events - heatwaves, droughts, wildfires, and flooding - costing human lives and significant economic damage, even though single events do not constitute "climate". EO can capture and visualize the impacts of such events in single images, and thus help quantify and ultimately manage them within the framework of the UNFCCC Paris Agreement, both at the national level (via the Enhanced Transparency Framework) and global level (via the Global Stocktake). We present a transdisciplinary perspective, across policy and science, and also theory and practice, that sheds light on the potential of EO to inform mitigation, including sinks and reservoirs of greenhouse gases, and adaptation, including loss and damage. Yet to be successful with this new mandate, EO science must undergo a radical overhaul: it must become more user-oriented, collaborative, and transdisciplinary; span the range from fiducial to contextual data; and embrace new technologies for data analysis (e.g., artificial intelligence). Only this will allow the creation of the knowledge base and actionable climate information needed to guide the UNFCCC Paris Agreement to a just and equitable success.

FAQ: Auswirkungen der Corona-Krise auf die Luftqualität

FAQ: Auswirkungen der Corona-Krise auf die Luftqualität Weniger Produktion, weniger Verkehr, weniger Schadstoffe: Durch die Corona-Krise nehmen Umweltbelastungen ab. Satellitendaten zeigen, dass sich die Luftqualität in einigen Ländern verbessert hat. Wie aussagekräftig sind diese Daten? Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Luftqualität in Deutschland? Und sind Fahrverbote in deutschen Städten überhaupt noch nötig? Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Luftqualität? Grundsätzlich gilt: Eine Reduzierung von Emissionen hat immer eine Verringerung der Schadstoffe in der Luft zur Folge. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch immer und überall eine spürbare Verringerung der Luftbelastung. Denn: Meteorologische Effekte überlagern die Auswirkungen der Emissionsminderung. Austauscharme Wetterlagen mit geringer horizontaler und vertikaler Durchmischung der Luft fördern beispielsweise die Anreichung von Luftschadstoffen. Eine erhöhte Schadstoffkonzentration ist die Folge. Kräftiger Wind hilft hingegen, die Schadstoffe schnell zu verteilen und lässt die Konzentrationen sinken. Diese Effekte führen zu typischen, kurzfristigen Schwankungen in den gemessenen Konzentrationswerten. Die Höhe und der Verlauf der einzelnen Messwerte hängen also zum einen von den Emissionen an sich ab, zu anderen werden sie aber nicht unerheblich von den wetterabhängigen Ausbreitungsbedingungen beeinflusst. Will man die Effekte der Corona-Maßnahmen auf die Luftqualität bestimmen, müssen die Schwankungen, die durch das ⁠ Wetter ⁠ verursacht werden, unbedingt berücksichtigt werden. Die positive Auswirkung der Maßnahmen der Corona-Krise wird nur ein kurzfristiger Effekt sein und so lange anhalten, wie die Reduzierung der Emissionen. Eine langfristige und dauerhafte Verbesserung der Luftqualität kann nur mit gezielter Luftreinhaltepolitik, z.B. der Umsetzung von Maßnahmen aus Luftreinhalteplänen, erreicht werden, die auf dauerhafte Veränderungen setzt. Zudem lässt sich eine pauschale Antwort zur Auswirkung auf die Luftqualität nicht geben. Es bedarf einer differenzierten Betrachtung einzelner Schadstoffe, deren Quellen, Quelldichte und -orte. In erster Linie sind hier Stickstoffdioxid (NO 2 ) und Feinstaub (PM 10 ), aber saisonbedingt auch Ozon zu betrachten. Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Stickstoffdioxid (NO2)-Belastung? Die Hauptquellen (Emissionen) der Stickstoffdioxid-Belastung sind der Straßenverkehr und die Energieerzeugung (siehe Abbildung NO x -Emissionen 2018). In Ballungsräumen und Städten werden die höchsten NO 2 -Konzentrationen typischer Weise nahe der Hauptemissionsquelle, an viel befahrenen Straßen gemessen. Neben dem Verkehr gibt es weitere, über gesamte Stadtgebiete verteilte Quellen – wie z.B. Industrieanlagen, Kraftwerke, verarbeitendes Gewerbe, private Haushalte -, die in deutschen Stadtgebieten zu einer Grundbelastung von durchschnittlich 20 bis 30 µg/m³ (im Jahresmittel) führen. Die bundesweit strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus vom 23.3.2020 bis 19.4.2020 (Lockdown) waren mit vermindertem Straßenverkehr und verringerten Industrieprozessen verbunden. Dennoch waren Busse im ÖPNV und private Pkw nach wie vor in den Städten unterwegs. Für den Lieferverkehr muss sogar von einem zeitweise erhöhten Aufkommen ausgegangen werden. Ein regelrechter „Absturz“ der NO 2 -Konzentrationen in Städten konnte demnach nicht erwartet werden. Wetterbereinigung Eine Quantifizierung der Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die NO 2 -Konzentrationen auf Bundesebene lässt sich nicht unmittelbar aus den Messdaten ableiten. Neben den Emissionen haben die meteorologischen Bedingungen einen hohen Einfluss auf die Konzentration der Schadstoffe an einem konkreten Ort. Daher müssten für eine derartige Quantifizierung die NO 2 -Messdaten zunächst noch „wetterbereinigt“ werden, d.h. die meteorologischen Effekte müssten herausgerechnet werden. Trendbereinigung Eine naheliegende Methode, um in Datenanalysen den Einfluss des Wetters auf die Konzentrationswerte zu minimieren, ist es, die Konzentrationswerte vor und während des Lockdowns zu vergleichen, die an Tagen mit ähnlichen meteorologischen Bedingungen gemessen wurden. Bei der Suche nach ähnlichen Wetterlagen/Parametern (z.B. gleicher Zeitraum im Vorjahr) muss allerdings zusätzlich berücksichtigt werden, dass die mittleren verkehrsnahen NO 2 -Konzentrationen einen deutlichen - in den letzten drei Jahren besonders stark ausgeprägten – Rückgang zeigen. Dieser ist auf emissionsmindernde Maßnahmen wie zum Beispiel Tempolimits, Fahrverbote, den Einsatz schadstoffärmerer Busse oder Softwareupdates und die Erneuerung der Fahrzeugflotte zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieses emissionsbedingten Trends (Rückgang) würde der errechnete „Corona-Effekt“ zu hoch ausfallen. Neben der Wetterbereinigung muss also auch der durch die Emissionsänderungen bedingte Trend aus den Datenreihen eliminiert werden. Erst dann kann eine belastbare Analyse des Lockdown-Zeitraums in 2020 mit Vergleichszeiträumen erfolgen. Eine detaillierte Quantifizierung wird daher erst im Januar 2021 möglich sein. Erste Untersuchungen in einigen Bundesländern zeigen jedoch bereits folgende Ergebnisse: Im Zeitraum des Lockdowns ging der Straßenverkehr in den Städten um 30 bis 50 Prozent zurück. Die an verkehrsnahen Messstationen gemessenen NO 2 -Konzentrationen sanken im gleichen Zeitraum um 15 bis 40 Prozent. Mancherorts wurden die niedrigsten NO 2 -Konzentrationen (im Monatsmittel) seit Messbeginn festgestellt. Eine Analyse des Deutschen Wetterdienstes (⁠ DWD ⁠), bei der die Parameter Windgeschwindigkeit, Temperatur, Ozon und Trend berücksichtigt wurden, ermittelt einen Lockdown-bedingten NO2-Rückgang von 23 ±6 Prozent. In Abhängigkeit des jeweiligen Verkehrsrückgangs und der meteorologischen Randbedingungen fielen die Auswirkungen des Lockdowns auf die NO 2 -Konzentrationen regional und lokal sehr unterschiedlich aus. Das zeigen auch erste Analysen des ⁠ UBA ⁠ (siehe Abbildungen Tagesgänge) unter Verwendung der automatisch messenden NO 2 -Messstationen im gesamten Bundesgebiet. Im Tagesverlauf lagen die NO 2 -Konzentrationen an verkehrsnahen Messstationen im Zeitraum des Lockdowns in allen Bundesländern - zwar mit regionalen Unterschieden – im Durchschnitt unter denen des Vergleichszeitraumes vor dem Lockdown (1.1.2020 bis 22.3.2020). NOx-Emissionen 2018 Quelle: Umweltbundesamt NO2-Emissionen innerorts Quelle: Umweltbundesamt NOx-Emissionen Diesel-Pkw Quelle: Umweltbundesamt NO2-Tagesgänge Norddeutschland Quelle: Umweltbundesamt NO2-Tagesgänge Ostdeutschland Quelle: Umweltbundesamt NO2-Tagesgänge Süddeutschland Quelle: Umweltbundesamt NO2-Tagesgänge Westdeutschland Quelle: Umweltbundesamt Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Feinstaub (PM10)-Belastung? Die hohe Zahl und Dichte von Quellen (Emittenten) – vor allem Hausfeuerungsanlagen, Gewerbebetriebe, industrielle Anlagen und der Straßenverkehr – führen in Ballungsräumen und Städten zu einer erhöhten Feinstaubkonzentration Dabei liefern die Emissionen des Straßenverkehrs - überwiegend aus dem Abrieb von Reifen, Bremsen und dem Straßenbelag - den größten lokalen Beitrag in Städten. Der Straßenverkehr hat jedoch im Vergleich zu den Stickstoffoxiden bei Feinstaub einen wesentlich geringeren Anteil an den Gesamtemissionen in Deutschland (siehe Abbildung PM 10 -Emissionen 2018). Insbesondere im Frühjahr kommt mit der Landwirtschaft eine weitere bedeutende Feinstaubquelle hinzu: Bei der Düngung der Felder wird aus gasförmigen Vorläuferstoffen Feinstaub gebildet, der mit dem Wind auch in die Städte transportiert wird. Zudem kann Feinstaub auch natürlichen Ursprungs sein - beispielsweise Saharastaub oder als Folge von Bodenerosion, Wald- und Buschfeuern - und kann über weite Entfernungen nach Deutschland herantransportiert werden. Kurzfristige Verringerungen nur einzelner Feinstaub-Quellen in Städten können daher keine durchschlagende Konzentrationsverringerung erwarten lassen. Der Beitrag anderer Feinstaubquellen kann sogar soweit an Bedeutung gewinnen, dass trotz verringerten Verkehrsaufkommens erhöhte Feinstaubkonzentrationen auftreten. Genau mit dem Beginn des Corona-Lockdowns war dies in vielen Regionen Deutschlands der Fall. Das sehr trockene Hochdruckwetter in diesem Zeitraum verschärfte die Situation zudem. Auswertungen der Bundesländer zeigen denn auch keine oder nur geringfügige positive Auswirkungen des Lockdowns auf die Feinstaubkonzentrationen, was bestätigt, dass der Straßenverkehr mittlerweile nicht mehr der Hauptverursacher ist. Die Konzentrationen anderer Luftschadstoffe wie z.B. NO 2 , Ruß oder Ultrafeine Partikel werden dagegen nach wie vor von Emissionen aus dem Verkehr dominiert und sind daher geeigneter, die Auswirkung verkehrsbedingter Emissionsänderungen auf die Luftqualität aufzuzeigen. Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Ozon-Belastung? Bodennahes Ozon wird nicht direkt freigesetzt, sondern bei intensiver Sonneneinstrahlung durch komplexe photochemische Prozesse aus Vorläuferstoffen − überwiegend Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen − gebildet. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammenhänge mit anderen Schadstoffen wie z.B. den Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen als auch der Abhängigkeit von UV-Strahlung und Ausbreitungsbedingungen lässt sich die Auswirkung der Corona-Krise auf die Ozonbelastung nicht einschätzen. Frühlingshafte Temperaturen im Zeitraum des Lockdowns führten erwartungsgemäß zu erhöhten Ozonwerten. Brauchen wir weiterhin Fahrverbote und Einfahrbeschränkungen? Aktuell verhängte Fahrverbote und Einfahrbeschränkungen gehen auf die anhaltende Überschreitung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes – 40 µg/m³ im Jahresmittel – zurück. Dieser zum Schutz der Gesundheit festgelegte Grenzwert hätte bereits seit 2010 eingehalten werden müssen. In Deutschland gibt es keine Fahrverbote zur Verringerung der Feinstaubbelastung. Die durch die Corona-Maßnahmen bedingte Emissionsminderung durch 30 bis 50 Prozent weniger Straßenverkehr in den Städten war nur ein kurzfristiger Effekt von rund vier Wochen. Auf das Gesamtjahr bezogen ist deshalb auch nur eine anteilige Auswirkung auf die NO 2 -Konzentrationen zu erwarten. Es ist zudem davon auszugehen, dass der Straßenverkehr wieder auf das übliche Maß ansteigt. Da sich der NO2-Grenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit auf das Kalenderjahr bezieht, besteht daher kein Anlass, Fahrverbote oder Einfahrbeschränkungen aufzuheben. Welche Informationen zur Luftbelastung können Satellitendaten liefern? Aktuelle Satellitendaten des Sentinel 5-P zeigen eine deutliche Abnahme der Schadstoffbelastung mit Stickstoffdioxid für China und Italien. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass diese Daten eine Momentaufnahme der Schadstoffe in der gesamten Luftsäule zeigen. Ein Rückschluss auf die gesundheitsrelevante Luftschadstoffbelastung am Boden ist nicht direkt möglich. Ist die Methankonzentration in der Atmosphäre im Zuge der Corona-Krise gesunken? Bisher liegen – auch entgegen anderslautenden Behauptungen – keine Hinweise für eine Verringerung des Methans in der ⁠ Atmosphäre ⁠ vor. Satelliten können Methan bisher nicht hinreichend gut erfassen, um entsprechende Rückschlüsse ziehen zu können. Zudem ist Methan ein sehr langlebiges Gas. Selbst wenn die Emissionen aufgrund verringerter Aktivitäten bspw. bei der Erdölförderung während der weltweiten Corona-Krise zurückgingen, würde sich das daher nicht sofort in den Konzentrationen widerspiegeln, denn das „alte“ Methan verbleibt zunächst in der Atmosphäre . Die Landwirtschaft verursacht rund 60 Prozent der Methan-Emissionen in Deutschland, Industrieprozesse und der Verkehr tragen weniger als fünf Prozent bei. Auch aus diesem Grund war keine wesentliche Abnahme der Methankonzentration zu erwarten, da die Landwirtschaft wie gewohnt weiterbetrieben wurde.

Land erneuert das automatische Waldbrandfrüherkennungssystem und fördert geländegängige Tanklöschfahrzeuge Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Wald- und Feldbränden vorgestellt

Magdeburg. Nach den zahlreichen Bränden in Wald und Flur in diesem von Dürre geprägten Sommer haben das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) und das Ministerium für Inneres und Sport gemeinsam einen umfassenden Maßnahmenkatalog für eine effiziente Brandbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft erarbeitet. Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert sagte: ?Die bestehenden vorbeugenden Waldbrandschutzmaßnahmen haben sich bewährt und die Überwachungssysteme haben funktioniert. Gleichzeitig haben wir Stellen identifiziert, an denen wir noch besser werden können. Deshalb werden wir beispielsweise im nächsten Jahr das automatische Waldbrandfrüherkennungssystem technisch auf den neusten Stand bringen. In unserem eigenen Landeswald gehen wir mit einem guten Beispiel voran und werden in den nächsten Jahren zusätzlich neue Löschwasserstellen einrichten. Zudem wird sichergestellt, dass die Hauptwege in einem guten Zustand sind. Und ganz klar ist: Mischwälder sind weniger anfällig für Brände, insbesondere dann, wenn Waldinnen- und Waldaußenränder aus Laubgehölzen bestehen. Deshalb fördern wir die Privatwaldbesitzer hier mit insgesamt 9 Millionen Euro bis 2021.?Innenminister Holger Stahlknecht fügte hinzu: ?Einzelne Brände haben in diesem Sommer einen mehrtägigen Einsatz gefordert, in deren Verlauf deshalb sogar mehrere hundert Feuerwehrangehörige zum Einsatz kamen. Den Kameradinnen und Kameraden kann man nicht genug danken. Mit der Förderung moderner Technik im Rahmen des 100-Millionen-Euro-Sonderprogramms unterstützt das Land den Einsatz der Feuerwehren.?Mit dem 100-Millionen-Sonderprogramm für Feuerwehrgerätehäuser und technische Ausstattung werden die Voraussetzungen geschaffen, einer bedarfsgerechteten Ausstattung der Feuerwehren in den nächsten Jahren Rechnung zu tragen. Zur Optimierung der Leistungsfähigkeit der Fachdienste Brandschutz beabsichtigt das Land, ein spezielles Tanklöschfahrzeug je Landkreis für die Vegetationsbrandbekämpfung zu fördern. Bei der Brandbekämpfung bei munitionsbelasteten Flächen und Großbränden wird im Land auch weiterhin auf die Unterstützung durch Hubschrauber der Bundeswehr sowie ein Unternehmen mit Lösch- und Bergepanzern aus der Altmark zurückgegriffen.HintergrundDie Maßnahmen im Bereich des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie im Einzelnen:? der Aufbau von Mischbeständen einschließlich des Aufbaus von Waldinnen- und Waldaußenrändern;? die Verbesserung der Waldbrandüberwachung der Wälder durch die technische Er-neuerung des Automatischen Waldbrandfrüherkennungssystems im Jahr 2019;? die Verbesserung des Systems der Löschwasserentnahmestellen durch zusätzliche Neuanlagen im Landeswald in Landkreisen mit der Waldbrandgefahrenklasse A (allgemein sehr hohe Waldbrandgefährdung und Gefahr von Großbränden). Dazu gehören die Landkreise Altmarkkreis Salzwedel, Stendal, Wittenberg, Jerichower Land, Anhalt-Bitterfeld und Börde;? mehr Kontrolle durch das Landeszentrum Wald als untere Waldbrandschutzbehörde, ob auf Feldern Pflugstreifen zur Waldbrandvorbeugung an angrenzende Wälder angelegt wurden;? die Sicherstellung eines guten Zustandes der Hauptwege im Landeswald durch den Landesforstbetrieb;? Förderung von Wegebaumaßnahmen im Nichtstaatswald (eingeplant sind im Jahr 2019 1,8 Millionen Euro, 70 Prozent der Ausgaben werden gefördert);? Erweiterung der Waldbrandkarten für unmittelbar an das Land angrenzende Flächen und ? eine intensive Zusammenarbeit mit den berufsständischen Verbänden zum Thema Waldbrandschutz.Zur Situation 2018Mehr als 1.500 Vegetationsbrände wurden im extrem trockenen Sommer 2018 in Sachsen-Anhalt verzeichnet. Dazu gehörten:? 259 Feldbrände mit einer Brandflächengröße von ca. 815 Hektar, ? 22 Maschinen-  und 15 Strohlagerstättenbrände, ? 162 Waldbrände mit einer Brandfläche von ca. 122 Hektar sowie? zwei Großbrände: Serno (Landkreis Wittenberg) 43 Hektar Wald, bei Seehausen (Landkreis Stendal) 25 Hektar Wald und 25 Hektar Ödland.Brände im Bereich der Bundesforst unterliegen keiner Erfassung durch das Land und werden im Bereich der Truppenübungsplätze überwiegend nur durch Kräfte der Bundeswehr-Feuerwehr bekämpft. Jedoch waren bei den beiden Großbränden auf dem Truppenübungsplatz Altmark und Annaburger Heide auch umfassende kommunale Kräfte in mehrtägigen Einsätzen erforderlich. Mehr Informationen zum Waldbrandschutz:https://mule.sachsen-anhalt.de/landwirtschaft/forst/waldbrandschutz/ Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de

Bilanz von Naturkatastrophen seit 1900 veröffentlicht

Mehr als sieben Billionen US-Dollar wirtschaftlichen Schaden und acht Millionen Tote durch Naturkatastrophen seit Beginn des 20. Jahrhunderts: Diese Bilanz hat der Geophysiker James Daniell vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erstellt. Die von ihm entwickelte Datenbank CATDAT greift auf sozioökonomische Indikatoren zurück und bildet die Grundlage für ein Schadensmodell, das Regierungen und Hilfsorganisationen beim Abschätzen des Ausmaßes einer Katatstrophe und dem Katastrophenmanagement unterstützt. Seine Ergebnisse stellte Daniell am 18. April 2016 bei der Jahresversammlung der European Geosciences Union in Wien vor. Für die CATDAT hat James Daniell bislang mehr als 35.000 Katastrophenereignisse weltweit ausgewertet. Demnach gehen ein Drittel des wirtschaftlichen Gesamtschadens zwischen 1900 und 2015 auf das Konto von Flutkatastrophen. Erdbeben verursachen 26 Prozent der Schäden, Stürme 19 Prozent, Vulkanausbrüche machen lediglich ein Prozent aus. Während auf den gesamten Zeitraum gesehen Flutkatastrophen die größten Verursacher wirtschaftlicher Schäden sind, geht in der jüngeren Vergangenheit, seit 1960, mit 30 Prozent der größte Anteil auf Stürme (und Sturmfluten) zurück. Mehr als acht Millionen Tote durch Erdebeben, Flut, Sturm, Vulkanausbruch und Buschfeuer seit 1900 sind in der Datenbank CATDAT verzeichnet (ohne die Toten durch Langzeitfolgen, Trockenheit und Hungersnot). Die Zahl der Toten durch Erdbeben zwischen 1900 und 2015 liegt nach Daniells Daten bei 2,32 Millionen (Schwankungsbereich: 2,18 bis 2,63 Millionen). Die meisten von ihnen – 59 Prozent – starben durch zerstörte Backsteingebäude, 28 Prozent durch sekundäre Effekte wie Tsunamis und Erdrutsche. Durch Vulkanausbrüche starben im gleichen Zeitraum 98.000 Menschen (Schwankungsbereich: 83.000 bis 107.000). Verheerende Vulkanausbrüche vor 1900, wie der des Tambora 1815, können jeoch zu sehr hohen Todeszahlen und sich beispielsweise mit sinkenden Temperatungen weltweit auswirken, etwa auf die Nahrungsmittelsicherheit. Mit jeweils mehr als 100.000 Toten gehören der Tsunami 2004 im Indischen Ozean (ca. 230.000) und der Zyklon Nargis 2008 (ca. 140.000) in Myanmar zu den schwersten Katastrophen der jüngeren Vergangenheit. Das Ereignis mit den bislang meisten Todesopfern ist das Hochwasser 1931 in China mit 2,5 Millionen Toten.

Buschbrand bedroht US-Atomforschungszentrums Los Alamos

Das Atomforschungszentrum Los Alamos National Laboratory (LANL) im US-Bundesstaat New Mexiko wurde am 27. Juni 2011 wegen schwerer Buschbrände geschlossen. Der Brand habe sich dem ausgedehnten Gelände bis auf knapp 1,5 Kilometer genähert, teilte ein Sprecher des Zentrums mit. Die nahe gelegene Stadt Los Alamos mit ihren 12.000 Einwohnern wurde zwangsweise evakuiert.

BGE Annual Report for 2018

Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) Eschenstrasse 55 31224 Peine Germany T +49-5171 43-0 F +49-5171 43-1218 poststelle@bge.de www.bge.de As of June 2019 Editor: Dagmar Dehmer (DD), Martina Schwaldat (MS), Ursula Ahlers Design: BUSCHBRAND grafikdesign Printing: Druckhaus Giese & Seif OHG Photography: Christian Bierwagen, Janosch Gruschczyk printed on FSC-certified recycled paper Annual Report 2018 Die heilige Barbara - Schutzpatronin der Bergleute Glück auf! For you as employees and for us as management, the 2018 financial year was largely determined by the development of a new organisational structure for BGE. Nonetheless, you have shown exemplary commitment to the implementation of BGE projects with your professional competence in an environment marked by change. We thank you for this loyalty and look forward to advanc- ing BGE together with you and the representatives of the works’ council. The management board Cover: A platform being used for safety work at the Morsleben final repository. 2 3 Table of contents Supervisory board report 6 Opening remarks from management: Safety at BGE - a topic with many facets 8 Social security – why it’s important that company partners work together. 10 Communication, openness, and flexibility ensure safety 14 Safety is priority #1 – Scenes from everyday work safety 20 Guest contribution | Reporting flaws: Moving beyond ”please use handrails”. 22 Long-term safety - thinking outside the box 24 IT security and data protection: Anchoring information security and data protection in people’s minds 4 Financial statements for fiscal 2018 28 Profit and loss account 30 Development of fixed assets 32 Management report 34 Economic report/business development 40 Earnings, financial position and net assets 46 Staff and social report 48 Forecast, opportunity and risk report 52 Annex for the fiscal year 26

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