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Einzugsbereiche von HVV-Haltestellen Hamburg

Der Datensatz enthält die Einzugsbereiche von Haltestellen des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) im Hamburger Stadtgebiet. Der Einzugsbereich (Realfußwegdistanz) von Fernverkehr, Regionalbahn (RE/RB/AKN), S-Bahn und U-Bahn beträgt 720 m um die Haltestellen, der Einzugsbereich von Bushaltestellen beträgt 480 m um die Haltestellen. Für die zugehörigen Haltestellen ist der Haltestelleneingang bzw. der Bahnsteigzugang maßgeblich. Bei großen Haltestellen gibt es entsprechend z.T. mehrere Haltestellenbereiche je Haltestelle. Der Datensatz enthält zudem verschiedene Attribute, wie z.B. den zugehörigen Haltestellennamen, die HaltestellenID, die Art des Transportmittels, die jeweiligen anfahrenden Liniennummern, die Anzahl der anfahrenden Linien (nur bei den Haltestellen), die Anzahl der Anfahrten pro Tag (nur bei den Haltestellen) und die Anzahl der erschlossenen Einwohner (nur bei den Einzugsbereichen). Der Datensatz wird vom HVV bereitgestellt und jährlich im Laufe des Frühjahrs auf den aktuellen Jahresfahrplan aktualisiert. Quellen für die Auswertung der Einzugsbereiche: Haltestellen des HVV mit dem Stand des jeweiligen Jahresfahrplans Fahrplandaten des HVV mit dem Stand des jeweiligen Jahresfahrplans zugrundeliegendes Fußwegenetz: OSM Aufbereitung aus 2020 zugrundeliegende Einwohnerdaten: Adressdaten aus Melderegister, Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein, Stand 31.12.2021

Projekt i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg

Projektseite i2030 (mit interaktiver Infografik und Karte zum Download) Berlin und Brandenburg bilden einen eng verflochtenen Lebens- und Wirtschaftsraum. Der gemeinsame Landesentwicklungsplan sieht für die Hauptstadtregion für die kommenden Jahre ein weiter ansteigendes Wachstum entlang der bestehenden Hauptverkehrskorridore und Schienenachsen vor. Inzwischen pendeln bereits mehr als 300.000 Fahrgäste täglich zwischen Berlin und dem benachbarten Brandenburg zur Arbeit – und setzen in Sachen Mobilität auf umweltfreundliches Bahnfahren. Von der Verkehrswende hin zur Schiene profitieren Mensch und Natur. Damit das Angebot im Schienenverkehr mit dem stetig wachsenden Mobilitätsbedürfnis einer steigenden Bevölkerungszahl Schritt halten kann, muss sich auch die Schieneninfrastruktur in Berlin und Brandenburg weiterentwickeln. Genau dazu kommen die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im Projekt i2030 zusammen. Gemeinsam planen wir den Ausbau der Schieneninfrastruktur der kommenden Jahre in unserer Region. Das Ziel: mehr und bessere Schienenverbindungen für die Menschen, die hier leben. Im Projekt i2030 sind acht Korridore sowie ein weiteres Maßnahmenpaket für die Erweiterung des S-Bahnnetzes definiert. Damit die komplexen Infrastrukturprojekte von i2030 beschleunigt umgesetzt werden, übernehmen die Länder Berlin und Brandenburg für die erforderlichen Planungen die Vorfinanzierung. So konnte inzwischen in fast allen Korridoren bereits die Grundlagenermittlung abgeschlossen werden. Die Länder Berlin und Brandenburg sichern die Finanzierung für die weiteren Planungsleistungen ab. Für die Planung und den Ausbau der Infrastruktur ist die DB Netze AG zuständig, mit Ausnahme der Heidekrautbahn, für die die Niederbarnimer Eisenbahn AG verantwortlich ist. Der VBB bündelt die gesamten Aktivitäten und bereitet die Entscheidungsprozesse vor. So kommen die Projekte schneller voran und die Fahrgäste können früher noch bequemer, sicherer und zuverlässiger in der Haupstadtregion Berlin-Brandenburg unterwegs sein. Die Teilprojekte umfassen: Einen Überblick zu i2030 und den geplanten Projekten erhalten Sie unter www.i2030.de Über i2030 hinaus sind weitere Verbesserung für Pendlerinnen und Pendler in der Planung oder Umsetzung. Beispiele dafür sind eine durchgehend elektrifizierte Zugverbindung ins polnische Stettin oder die zusätzlichen Angebote im Netz Elbe-Spree ab 2022.

Leihfahrräder

Leihfahrräder sind ein wichtiger Baustein umweltfreundlicher Mobilität in Berlin. Kurzentschlossene oder Touristinnen und Touristen finden ein vielfältiges Angebot an freien und stationären Leihfahrrädern, auf denen man klimafreundlich, schnell und preiswert durch die Stadt oder zur nächsten U- oder S-Bahn-Station kommt. Das Land Berlin unterstützt das Leihradsystem nextbike , damit auch qualitativ hochwertige und stationsgebundene Leihräder an Orten nutzbar sind, wo sich ein rein gewinnorientierter Betrieb nicht lohnen würde. Leihfahrräder sind wie der ÖPNV eine Form der öffentlichen Daseinsvorsorge im Mobilitätsbereich. Ziel ist nicht Gewinnerzielung, sondern die Sicherstellung klimafreundlicher, bezahlbarer und stadtverträglicher Mobilität. Die Standorte werden von den Bezirken genehmigt und mit der BVG und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg abgestimmt, um eine mit dem ÖPNV verknüpfte Mobilität zu ermöglichen. Private Anbieter von Leihfahrräder Neben dem öffentlich geförderten Anbieter nextbike gibt es eine Vielzahl privater Anbieter stationsloser Leihfahrräder. Obwohl die Fortbewegung per Fahrrad besonders stadtverträglich ist, sind einige Bestimmungen notwendig, die ein rücksichtsvolles Miteinander fördern sollen. Folgende Fragen und Antworten zeigen die Regelungen für das Anbieten von Leihrädern auf: Leihfahrräder in Berlin Nachfragerekord für öffentliche Leihfahrräder in Berlin: 2023 wurden mehr als zwei Millionen Fahrten zurückgelegt Pressemitteilung vom 05.02.2024 Das Leihradsystem im Auftrag des Landes boomt: Über eine Million Fahrten seit Jahresbeginn Pressemitteilung vom 04.08.2023

Planungen im Eisenbahnverkehr

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin hat das verkehrspolitische Ziel, den umwelt- und klimafreundlichen Verkehrsträger Schiene weiter auszubauen und Berlin zu einem europäischen Eisenbahnknotenpunkt zu entwickeln. Derzeit laufen die Planungen für mehrere Projekte um dies zu verwirklichen. Die Zugverbindungen von und nach Berlin sind in den vergangenen Jahren stark ausgebaut worden. Die Senatsverwaltung entwickelte ein neues Bahnverkehrs-Konzept (“das Pilzkonzept”) für die Hauptstadt. Damit wurde ein wichtiger Schritt zum Ausbau Berlins zum europäischen Eisenbahnknotenpunkt getan. Ebenso verfügt Berlin heute in Richtung Hamburg, Hannover – Rhein-Ruhr und Braunschweig – Frankfurt/Main – Stuttgart/Basel über ein attraktives ICE-Angebot mit kurzen Fahrzeiten, die eine Alternative zum Flugverkehr bieten. Um der steigenden Nachfrage der Mobilität gerecht zu werden, sind auch in Zukunft weitere Maßnahmen notwendig. Besondere Defizite gibt es im Verkehr von Berlin in die benachbarten polnischen Großstädte Stettin, Gorzów, Posen, Zielona Góra und Breslau. Hier gibt es zu wenig Zugangebote und die Fahrzeiten sind aufgrund der schlechten Infrastruktur zu lang. Die Fahrzeit der wenigen Direktverbindungen von Berlin nach Breslau beträgt heute über 4 Stunden, während der schnellste Zug im Jahr 1939 gerade mal 2 ½ Stunden benötigte. Die Länder Berlin und Brandenburg sowie die benachbarten polnischen Großstädte Stettin, Posen und Breslau und die benachbarten vier Wojewodschaften Westpommern, Lubuskie, Wielkopolski und Niederschlesien arbeiten im Projekt “Oder-Partnerschaft” an einem Runden Tisch zusammen. Auf deutscher Seite wird die Partnerschaft vom VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) koordiniert. Konkrete Ziele der Oder-Partnerschaft sind: Fahrzeitverkürzungen durch Optimierung der Fahrpläne im gesamten Gebiet der Oder-Partnerschaft (kurzfristig) Realisierung zusätzlicher Verbindungen im grenzüberschreitenden Verkehr Aufbau verkehrsverbundähnlicher Strukturen mit attraktiven und einfachen Tarifen und einem deutsch-polnischen Fahrplaninformationssystem (mittelfristig) Gemeinsames Lobbying gegenüber den nationalen Regierungen und der EU für den beschleunigten Ausbau der grenzüberschreitenden Bahnstrecken auf einen Mindeststandard von 160 km/h (langfristig) Berlin unterstützt die Arbeit der Oder-Partnerschaft durch die Initiierung und aktive Teilnahme an EU-Programmen, das waren in der Vergangenheit z.B. Via Regia Plus, Rail Baltica und SoNoRa: Mit Via Regia wurden kurz- und mittelfristige Verbesserungsvorschläge im Bahnverkehr Berlin – Breslau erarbeitet. Mit Rail Baltica konnte die Konzeption eines attraktiven Tickets (“Berlin-Gorzów-Ticket) erarbeitet und umgesetzt werden, mit den die Berliner auf polnischer Seite auch die Straßenbahn und Stadtbusse und die polnischen Bürger in Berlin auch die BVG benutzen können. Für Reisen in die benachbarte Großstadt Stettin kann das preiswerte Länderticket Brandenburg benutzt werden, dass in Stettin auch in den Stadtbussen und in der Straßenbahn gilt. Die Entwicklung des Nachtzugnetzes war nicht nur in Berlin in den letzten Jahrzehnten rückläufig. Maßgebend hierfür waren einerseits die hohe Konkurrenz durch den Luftverkehr und der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze des Schienenverkehrs, andererseits aber auch ein anstehender Investitionsbedarf in den Fahrzeugpark bei unsicherer Marktlage. Im Ergebnis wurden viele Verbindungen systematisch zurückgefahren oder gänzlich eingestellt. In letzter Zeit ist aber eine Trendwende erkennbar. Ein umfassender Ausbau des europäischen Nachtzugnetzes als komfortable und klimafreundliche Alternative zum Luftverkehr gerät wieder verstärkt in den Fokus. Die Senatsverwaltung hat mit einer Studie die Potenziale Berlins als künftigem Drehkreuz für ein europäisches Nachtzugnetz bis zum Jahr 2040 untersuchen lassen. Im Rahmen der durch die Gutachteragentur Ramboll durchgeführten Machbarkeitsuntersuchung wurden die Möglichkeiten zum schrittweisen Ausbau des Nachtzugangebotes für den Standort Berlin untersucht. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Rolle der Standort als Drehkreuz innerhalb eines europäischen Nachtzugnetzes spielen kann. Der Schlussbericht der Studie steht hier zum Download bereit: Im Rahmen der Studie fand am 09.02.2022 eine Videokonferenz zu dem Thema „Nachtzugnetz 2030+ – Chancen für Berlin und Rahmenbedingungen für die Umsetzung“ statt. Nähere Informationen auf der Website von Ramboll

Eisenbahnverkehr

Berlin hat eine lange Tradition als Eisenbahnknotenpunkt. Als Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa kommt der Stadt in einem vereinten Europa eine herausragende Stellung im Eisenbahnverkehr zu. Es ist das verkehrspolitische Ziel der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene weiter auszubauen. Projekt i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg Die Länder Berlin und Brandenburg investieren gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) in neue Schienenwege. Im Projekt i2030 sind acht Teilprojekte im Bahnnetz der Hauptstadtregion definiert, in denen Aus- und Neubaubedarf besteht. Weitere Informationen Bild: Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann Planungen im Eisenbahnverkehr Die Bahnverbindungen von und nach Berlin wurden in den vergangenen Jahren bereits maßgeblich ausgebaut und aufgerüstet. Besonders auf den Verbindungen in Richtung Osteuropa sind in den nächsten Jahre weitere Investitionen vorgesehen. Weitere Informationen Bild: Christian Bedeschinski / NEB Landeseisenbahnbehörde Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist oberste Verkehrsbehörde für die nichtbundeseigenen Eisenbahnen im Land Berlin. Weitere Informationen Planfeststellungen

Tarifangebot für Azubis soll besser werden

Seit September 2019 gibt es im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) das preisgünstige VBB-Abo Azubi, das von Zuschüssen der beiden Länder Berlin und Brandenburg in Höhe von fast 20 Millionen Euro/Jahr getragen wird. Das Ticket war zu seiner Einführung ein attraktives und günstiges Angebot für Auszubildende im VBB. Es erlaubt die Nutzung des gesamten öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Berlin und Brandenburg. Der Preis beträgt (unter Berücksichtigung der anstehenden Tarifanpassung zum 1.1.2025) 37,10 Euro/Monat. Die meisten bestehenden Verträge wurden zwischen August und Oktober geschlossen und laufen dementsprechend noch bis Spätsommer/Herbst 2025. Mit der Einführung des Deutschlandtickets und des Deutschlandtickets Job im Mai 2023 hat sich seine Attraktivität allerdings deutlich verändert. Die Nutzerzahl des VBB-Abo Azubi ist seit Einführung des Deutschlandtickets um fast die Hälfte zurückgegangen. Bereits jetzt kann der ÖPNV nicht nur im VBB, sondern in ganz Deutschland auch von vielen Azubis mit einem Deutschlandticket Job ab 01.01.2025 für maximal 40,60 Euro/Monat genutzt werden (abhängig von der Höhe des Arbeitgeberzuschusses). Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, den aktuellen Vertrag zum VBB-Abo Azubi zum 31.12.2024 auslaufen zu lassen. Da es sich um einen gemeinsamen Vertrag der Länder Berlin und Brandenburg handelt, wird nun gemeinsam mit dem Land Brandenburg und dem VBB ein Nachfolgeangebot auf Grundlage des Deutschlandtickets erarbeitet werden, das zeitnah umgesetzt werden soll. Ziel dabei ist es, Auszubildenden ein vergleichbares Angebot machen zu können wie Studierenden. Damit sollen einerseits Haushaltsmittel effizienter eingesetzt werden können, andererseits soll es so ein noch attraktiveres Angebot für Azubis geben.

Park and Ride (P+R)

Park and Ride (P+R)-Anlagen sind Pkw-Abstellanlagen an Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Sie dienen der Vernetzung der Verkehrsträger, entlasten Städte und Straßen und fördern mehr nachhaltige Mobilität. Die Berliner Park+Ride-Anlagen wurden vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und der BahnStadt GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) digital erfasst und bewertet. Einen Überblick gibt folgende Karte mit Suchfunktion (oben rechts). Bei Klick auf eine P+R-Anlage erscheint ein Pop-up-Fenster mit detaillierten Informationen. Weitere Ergebnisse (erstellt durch VBB, BahnStadt GmbH; 2024) stehen als Download zur Verfügung. (z.T. gepackte 7Z-Dateien) Darüber hinaus finden Sie Informationen zum Fahrradparken in Berlin hier: infraVelo: Fahrradparken in Berlin Das Angebot steht derzeit nicht als digitale Karte zur Verfügung, wird jedoch in vielen Park Apps und Navigationssystemen bereits angezeigt. Seit Jahren nehmen die Verflechtungen in der Hauptstadtregion zu und auch das länderübergreifende Schienenangebot wird weiter ausgebaut. Dadurch entstehen neue Bedarfe an P+R-Anlagen und Fahrradabstellflächen (B+R) an vielen Bahnhöfen. Da die Wirkung von P+R-Anlagen an den wohnortnächsten Bahnhöfen am größten ist, haben die Länder Berlin und Brandenburg im November 2022 einen Verwaltungsvertrag zum Ausbau von P+R- und B+R-Anlagen im Berliner Umland unterzeichnet. Seit 2023 planen und finanzieren beide Länder gemeinsam den Ausbau von P+R- und B+R-Anlagen im Berliner Umland. Antragsteller sind die Brandenburger Kommunen, Grundlage ist eine Bedarfsstudie des VBB aus dem Jahr 2020: Gutachten Bike+Ride / Park+Ride im Land Brandenburg

Gemeinsam die urbane Mobilität der Zukunft gestalten

Heute haben die Städte Berlin und Hamburg in Person von Senatorin Bonde und Senator Tjarks ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um an verschiedenen Themen unseres weitverzweigten und gut verknüften Angebots mit Bussen und Bahnen perspektivisch gemeinsam zu arbeiten. Im Kern geht es darum, das Know-how der Verkehrsunternehmen, Verbünde und Verwaltungen in Berlin und Hamburg zu bündeln, um gemeinschaftlich an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten. Die Städte sind Ballungspunkt unterschiedlicher Bedürfnisse und Herausforderungen. Die Stadtverwaltungen sind in regelmäßigem Austausch, mit dem Ansatz soll die Zusammenarbeit auch zwischen den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen themenbezogen vertieft und in abgestimmte Strukturen überführt werden. Berlin und Hamburg haben vor diesem Hintergrund beschlossen, Themen gemeinsam anzugehen, um voneinander zu lernen und Aufgaben gemeinsam zu lösen. Hierzu gehören Aufgaben wie das automatisierte Fahren, Gestaltungsfragen im öffentlichen Raum beispielsweise bei Bushaltestellen, Anforderungen an die Fahrzeugbeschaffung oder technischen Fragen bei Mobilitäts- und Vertriebsplattformen. Berlins Verkehrsenatorin Ute Bonde : „Ich freue mich über die Initiative, die Henrik Falk zu seiner Zeit in Hamburg gezeigt hat und die jetzt in ein gemeinsames Handeln der beiden Städte mündet. Das Schauen über den Tellerrand und das gemeinsame Voranbringen von Themen sind mir persönlich sehr wichtig. Ich freue mich, dass wir hier als Stadtstaaten mit ähnlichen Herausforderungen gemeinsam voranschreiten.“ Hamburgs Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks : „In Hamburg und Berlin sind werktäglich mehrere Millionen Fahrgäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Beide Städte verfügen über ein großes Netz an Schnellbahn- und Busverbindungen und arbeiten daran, ihre Angebote vor dem Hintergrund steigender Nachfrage auszubauen sowie die Metropolregionen noch besser an das urbane Zentrum anzubinden. Mit ihrer strategischen Partnerschaft wollen beide Stadtstaaten ihre Erfahrungen austauschen, Synergie-Effekte schaffen und gemeinsame Projekte entwickeln – etwa beim Aufbau von autonomen Verkehren, der Optimierung der Pünktlichkeit von Bussen durch Digitalisierung oder der Entwicklung von Apps, die mobilitätseingeschränkte Menschen in Bussen und Bahnen noch besser unterstützen können. Gemeinsam wollen wir voneinander und miteinander lernen sowie effizientere Strukturen schaffen und verfolgen das Ziel, die Erlebniswelt ÖPNV für die Fahrgäste in Hamburg und Berlin noch attraktiver zu machen.“ Raimund Brodehl, Geschäftsführer beim Hamburger Verkehrsverbund (hvv) : „In enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen und unseren Aufgabenträgern treiben wir intelligente, vernetzte und multimodale Mobilitätslösungen in Hamburg und dem Umland bereits erfolgreich voran. Doch die künftige regionsübergreifende Zusammenarbeit der Verkehrsverbünde und -unternehmen in Hamburg und Berlin ermöglicht nun noch mehr zukunftsorientierte Mobilität. Denn gemeinsam wird es uns gelingen, das große Mobilitäts-Potenzial in den Metropolen noch besser zu erkennen, das unter anderem im Einsatz autonomer Fahrzeuge, im Ausbau von Bushaltestellen zu Mobility-Hubs und in digitalen Anwendungen steckt, und dabei in viele Richtungen ganz neu zu denken.“ Robert Henrich, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG : „Diese Partnerschaft zwischen Berlin und Hamburg ist ein wichtiger Schritt, um die Mobilität in unseren Städten zukunftsorientiert zu gestalten. Indem wir unsere Kräfte bündeln, erwarten wir bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung nachhaltiger und benutzerfreundlicher Verkehrslösungen. Es ist eine Gelegenheit, gemeinsam Innovationen zu schaffen und gleichzeitig praktische Ergebnisse zu erzielen, die das tägliche Leben unserer Bürgerinnen und Bürger verbessern.“ Martin Fuchs, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) : „Wir freuen uns über die noch engere Zusammenarbeit der beiden wachsenden Metropolen Hamburg und Berlin. Diese ist ein wichtiger Schritt für die Gestaltung nachhaltiger Mobilitätsangebote in beiden Städten. Durch Austausch und Entwicklung von gemeinsamen Initiativen und Weiterentwicklung bestehender Plattformen können beide Städte voneinander lernen, ihre Systeme verbessern und so die Mobilität von morgen entscheidend voranbringen.“ Der BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk : „Weil das Mobilitätsbedürfnis der Menschen nicht an Stadtgrenzen endet, ist es an der Zeit, dass Hamburg und Berlin gemeinsam die Zukunft gestalten. Ob beim autonomen Fahren, dem Aufbau einer gemeinsamen Mobilitätsplattform oder dem emissionsfreien Nahverkehr: Lasst uns die großen Potenziale zwischen beiden Städten heben, um gemeinsam noch schneller voranzukommen – in Hamburg und in Berlin.“ Das MoU ist der Ausgangspunkt, damit die beteiligten Verwaltungen, Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde in den kommenden Monaten die Themen weiter ausgestalten und sukzessive in den nächsten fünf Jahren gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Bus und Bahn fahren

Mit Bus und Bahn sicherer und umweltfreundlicher unterwegs Welche Tipps Ihnen beim Ticketkauf für Bus und Bahn helfen Fahren Sie Bus und Bahn! Denn mit Bus und Bahn kommen Sie umwelt- und klimafreundlicher ans Ziel als mit Auto oder Flugzeug. Machen Sie sich die Entscheidung leichter: Kaufen Sie sich Zeittickets oder rabattierte Fahrkarten (z. B. BahnCard, Deutschlandticket, …). Informieren Sie sich über Jobticketangebote an Ihrer Arbeitsstelle. Gewusst wie Mit Bus und Bahn sind Sie sicherer und deutlich umwelt- und klimafreundlicher unterwegs als mit dem Auto oder dem Flugzeug. In der Regel reisen sie so auch kostengünstiger. Im Gegensatz zum Autofahren können Sie die Zeit aktiv zum Arbeiten oder Lesen nutzen. Fahrzeug = "Stehzeug" Quelle: Umweltbundesamt Wegevergleich: von Tür zu Tür im Stadtverkehr Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Fahrkarten rechtzeitig buchen: Ob online von zu Hause oder von unterwegs, ob am Ticket-Automaten oder am Fahrkartenschalter: Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten, an das richtige Bahn- oder Busticket zu kommen. Mit der App "DB Navigator" können Sie nicht nur Bahntickets, sondern auch Tickets vieler Verkehrsverbünde direkt bis kurz vor Abfahrt buchen. Zudem haben Sie mit der App z. B. auch die realen Fahrzeiten der Züge immer und überall im Blick. Für Menschen, die Bus und Bahn selten nutzen, empfiehlt es sich, genügend Zeit vor der Abfahrt einzuplanen und gegebenenfalls die Hilfe von Mitreisenden in Anspruch zu nehmen. Durchblick bei den Fahrkosten behalten: Es ist durchaus eine Herausforderung, bei der Vielzahl an Verkehrsverbünden, Rabattkarten, Zeittickets und Spartarifen den jeweils passenden und möglichst günstigsten Tarif zu finden. Aber es lohnt sich. Frühbucherrabatte für Zugfahrten im Fernverkehr bekommen Sie direkt bei der Verbindungsabfrage angezeigt. Mit Deutschlandticket, BahnCard und Vergünstigen für Kinder haben Sie zudem schon drei besonders wichtige Sparhebel im Blick. Deutschlandticket: Mit dem Deutschlandticket können Sie für 49 Euro im Monat (Stand Juli 2023) in allen öffentlichen Verkehrsmitteln des Nah- und Regionalverkehrs fahren (Regionalzüge (RB/RE), S- und U-Bahnen, Straßen- bzw. Stadtbahnen und Stadt- bzw. Überlandbussen und Nahverkehrsfähren). Keine Gültigkeit hat das Ticket hingegen in Fernbussen und in Zügen des Fernverkehrs ((z. B. IC/EC, ICE, FLX, aber auch Regionalzüge, die von der DB Fernverkehr AG betrieben werden, gelten als in diesem Sinne als Fernverkehr). Sie können das Deutschlandticket bei der Bahn oder bei lokalen Verkehrsverbünden und -unternehmen erwerben. Das Ticket wird ausschließlich als Abonnement sowohl als Handyticket als auch im Chipkartenformat angeboten und ist monatlich kündbar. Mit der Einführung des Deutschlandtickets ist erstmals ein bundesweit gültiges Ticketabonnement für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geschaffen worden. Es ersetzt die bislang unübersichtliche Vielzahl an Abo-Angeboten der Verkehrsverbünde und -unternehmen weitgehend. Die Nutzung des ÖPNV ist dadurch deutlich einfacher und für viele Bevölkerungsgruppen erheblich günstiger geworden. Einige Bundesländer oder Landkreise rabattieren das Deutschlandticket außerdem für Gruppen wie Schüler*innen, Auszubildende oder Sozialleistungsempfänger*innen oder haben dies angekündigt. Gleiches gilt für Unternehmen in Bezug auf das Jobticket (siehe unten). Bitte informieren Sie sich bei Ihrem lokalen Verkehrsunternehmen. BahnCard: Wer regelmäßig mit Fernverkehrszügen unterwegs ist, sollte den Erwerb einer BahnCard in Betracht ziehen. Sie erhalten damit einen fest kalkulierbaren Rabatt auf Ihre Zugtickets. BahnCard 25: Sie erhalten nicht nur 25 % Rabatt auf den Normalpreis (ohne Zugbindung), sondern auch auf Sparangebote im Fernverkehr (mit Zugbindung). BahnCard 50: Sie erhalten 50 % Rabatt auf den Normalpreis (ohne Zugbindung). Bei Sparangeboten im Fernverkehr (mit Zugbindung) gibt es 25 % Nachlass. BahnCard 100: Sie (und Ihr Fahrrad) reisen deutschlandweit im Nah- oder Fernverkehr kostenfrei. Details und spezifische Angebote für weitere BahnCard-Varianten (Probekarten, Jugendliche, Senioren, 1. Klasse) finden Sie auf den Seiten der Bahn . Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche: … gibt es in großer Vielfalt. Leider bleibt Ihnen deshalb die Prüfung im konkreten Einzelfall nicht erspart. Die wichtigsten Regelungen haben wir in Kürze für Sie zusammengestellt: Kinder unter 6 Jahren fahren in Begleitung im Bus- und Bahnverkehr in Deutschland in der Regel kostenlos. Kinder unter 15 Jahren reisen in Begleitung eines Reisenden (ab 15 Jahren) bei der Deutschen Bahn außerhalb von Verkehrsverbünden gratis, ab sechs Jahren müssen sie in den Fahrschein eingetragen werden. Davon gibt es allerdings Ausnahmen: Die kostenfreie Mitnahme gilt beim Deutschlandticket nicht für Kinder von 6-14 Jahren und auch bei Ländertickets gibt es abweichende Regelungen. Reisen die Kinder (ab 6 Jahren) bei der Bahn alleine, benötigen sie ein Ticket, erhalten aber 50 % Rabatt. In Verkehrsverbünden gibt es im Allgemeinen Kindertarife. Jugendliche (ab 15 Jahren) müssen in der Regel den vollen Ticketpreis für Erwachsene zahlen. Für Jugendliche (bis 18 Jahre) gibt es eine sehr günstige Jugend BahnCard 25. Auch junge Erwachsene unter 27 Jahre bekommen die BahnCards 25, 50 und 100 unter dem Label My BahnCard zu einem reduzierten Preis. Auch in vielen europäischen Nachbarländern gibt es zahlreiche Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche. Jobtickets nutzen: Viele Arbeitgeber*innen bieten ihren Mitarbeitenden eine verbilligte Zeitkarte für die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel an (sogenanntes "Jobticket"). Voraussetzung hierfür ist eine Vereinbarung zwischen Unternehmen und Verkehrsverbünden. Dies gibt es auch in Bezug auf Deutschlandticket. Beschäftigte entsprechender Unternehmen erhalten durch diese Kooperation und öffentliche Zuschüsse 30 % Nachlass auf den Normalpreis. Einige Arbeitsstellen zahlen darüber hinaus höhere Zuschüsse oder übernehmen die Kosten für das Ticket komplett. Der Zuschuss muss zudem nicht versteuert werden, sofern er den Preis des Tickets nicht übersteigt. Sprechen Sie Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Arbeitgeber darauf an. Weitere Sparmöglichkeiten: In der heutigen Tariflandschaft sind Spezialtarife der Normalfall. Auch wenn Sie keine BahnCard, kein Deutschland- oder Jobticket besitzen, gibt es noch zahlreiche weitere Sparmöglichkeiten: Im Fernverkehr bieten die Bahn AG und private Eisenbahnunternehmen wie Flixtrain vielfach günstige Fernverkehrstickets an (meist in Form von Frühbucherrabatten). Dies kann v. a. außerhalb von Hauptreisezeiten und Hauptrouten zu günstigen Preisen führen. Beachten Sie dabei aber unbedingt die besonderen Stornierungsbedingungen sowie die meist daran gekoppelten Zugbindungen. Für kleine Gruppen bis 5 Personen sind im Nah- und Regionalverkehr häufig Ländertickets günstiger als Einzeltickets. Darüber hinaus gibt es Gruppenkarten bei der Bahn und in Verkehrsverbünden in der Regel ab 6 Personen. Gruppenkarten sollten mit genügend zeitlichem Vorlauf gebucht werden. Gruppentickets im Nahverkehr sind nicht online buchbar. In Verkehrsverbünden bieten Tages- und Mehrfahrtenkarten – abhängig von den zurückgelegten Strecken – gewisse Einsparmöglichkeiten gegenüber Einzelfahrscheinen. Fahrgastrechte wahrnehmen: Verspätungen sind ärgerlich, aber passieren. Sie haben als Fahrgast in diesem Fall verschiedene Rechte, die Sie wahrnehmen können: Fernverkehr: Ab 60 Minuten Verspätung können Sie 25 % und ab 120 Minuten Verspätung 50 % des Fahrpreises von Eisenbahnunternehmen als Entschädigung zurückverlangen. Diesen Anspruch können Sie bei der DB per Fahrgastformular oder – sofern Sie das Ticket über ein Kundenkonto bei der DB online oder bei Flixtrain gekauft haben – auch einfach online geltend machen. Verpassen Sie mit zuggebundener Fahrkarte (z. B. Super-Sparpreis- oder Sparpreis-Tickets der DB) aufgrund eines verspäteten Zuges einen Fernverkehrszug, können Sie die Fahrt auch mit einem anderen als dem auf der Fahrkarte eingetragenen Zug fortsetzen. Voraussetzung ist, dass der Anschlusszug vom gleichen Unternehmen betrieben wird. Nahverkehr: Im Nahverkehr besteht generell keine Zugbindung. Sie können mit Ihrer Fahrkarte daher auch andere Regionalzüge zur Weiterfahrt an Ihr Ziel nutzen. Falls ein Zug mehr als 20 Minuten Verspätung hat, können Sie einen höherwertigen Zug (z. B. IC, EC oder ICE) zur Weiterfahrt nutzen. Dies gilt allerdings nicht, wenn Sie eine erheblich ermäßigte Fahrkarte (z. B. ein Deutschlandticket) haben. Reiseketten: Beachten Sie, dass Sie Entschädigungsansprüche für verspätete Züge nur geltend machen können, sofern der verspätete Zug auch Teil Ihrer Fahrkarte ist. Nutzen Sie z. B. zusätzlich ein Bus- oder das Deutschlandticket als Zubringer zum Fernverkehr, können Sie im Verspätungsfall von Bus oder Regionalzug keine Entschädigung verlangen. Das kann bei Reisen mit zuggebundenen Tickets ärgerlich werden: Verpassen Sie wegen eines verspäteten Regionalzugs ihren ICE, IC- oder EC-Anschluss, erhalten Sie keine Entschädigung und zusätzlich erlischt die Gültigkeit Ihres Tickets im Fernverkehr ersatzlos. Weitere Informationen und etwaige Ausnahmeregelungen zu Fahrgastrechten im Schienenverkehr erhalten Sie auf der Website des Eisenbahnbundesamtes oder des Europäischen Verbraucherzentrums . Sollten Sie im Konfliktfall mit einem Verkehrsunternehmen Ihre Rechte verletzt sehen, können Sie die Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr (söp) um Hilfe bitten. Was Sie noch tun können: Üben Sie Bus und Bahn fahren, vor allem auch mit Kindern. Positive Familienerlebnisse bei der Reise schaffen die Basis für eine langfristige Bindung an umweltfreundliche Verkehrsmittel. Nutzen Sie Apps oder Webseiten, die Ihnen stets die schnellste Verbindung sowie Verspätungen anzeigen. Flächendeckend ist dies z. B. mit der App "DB Navigator" der Deutschen Bahn möglich. Urlaub mit Bus und Bahn: Damit kommen Sie auch in entlegene Urlaubsregionen. Oft gibt es spezielle Urlaubstickets oder Gästekarten, die eine ermäßigte oder gar kostenlose Nutzung des ÖPNV in der Urlaubsregion ermöglichen. Weitere Tipps finden Sie in unserem Beitrag Urlaubsreisen . Auch Fernlinienbusse verkehren vor allem zwischen mittleren und größeren Städten oder Knotenpunkten wie Flughäfen und sind eine umweltfreundliche und preiswerte Alternative. Entlastung von schwerem Reisegepäck bieten verschiedene "Gepäck-Dienste". Wenn Sie mit dem Pkw von außerhalb der Stadt kommen, nutzen Sie die vorhandenen Park&Ride-Angebote. Hintergrund Nachhaltige Mobilität kann nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen. Sie bedeutet auch verbesserte Lebensqualität, erhöhte Verkehrssicherheit sowie geringere Kosten. Ein Kostenvergleich mit dem Auto ist abhängig von den Umständen. Grundsätzlich gilt: Autofahren ist teurer, als die meisten denken. So kostet jeder gefahrene Kilometer zwischen 30 und 40 Cent, wenn die Ausgaben für Versicherung, Betrieb, Wartung, Steuern und Wertverlust eingerechnet werden. Bei rund 15.000 Kilometern ⁠ Fahrleistung⁠ im Jahr kostet ein Auto in der Golfklasse bis zu 500 Euro im Monat. Demgegenüber kann mit der regulären Variante des Deutschlandtickets der Nah- und Regionalverkehr bundesweit für 49 Euro pro Monat genutzt werden. Die Bahn zählt zu den sichersten Verkehrsmitteln: Die Gefahr, bei einem Unfall verletzt zu werden, ist im Auto 164-mal höher als bei der Bahn. ⁠ Umweltsituation: Rund 20 Prozent der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase wird durch den Verkehr verursacht. Bis zum Jahr 2045 muss Deutschland laut Klimaschutzgesetz treibhausgasneutral werden, was für den Verkehrssektor voraussichtlich die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf null bedeutet. Besonders im Verkehrssektor sind daher tiefgreifende Veränderungen erforderlich. In Deutschland sind knapp 49 Millionen Pkw auf den Straßen zugelassen. Pro Kilometer emittiert ein durchschnittlich ausgelasteter Pkw 166 Gramm Treibhausgase (Bezugsjahr 2022) . Der Schienen- und Busverkehr sind hinsichtlich des CO 2 - und Luftschadstoffausstoßes (Stickoxide und Feinstaub) der umweltverträglichere Verkehrsträger. Handlungsbedarf gibt es beim Lärm, aber auch insbesondere bei Dieselfahrzeugen bei den Luftschadstoffemissionen. Ein Linienbus im ÖPNV verbraucht bei durchschnittlicher Auslastung pro Person und Kilometer⁠ etwa ein Drittel weniger Kraftstoff gegenüber einem Pkw, bei Straßen- U- und S-Bahnen ist der Energieverbrauch noch günstiger. Auch im Fernverkehr weisen Bus und Bahn deutlich geringere ⁠ Treibhausgas ⁠-Emissionen pro Person und Reise auf als ein Pkw oder gar das Flugzeug. Gesetzeslage: Die Rechte von Fahrgästen im Schienennah- und -fernverkehr sind auf EU-Ebene geregelt. Ausschlaggebend ist die EU-Fahrgastrechteverordnung 2021/782. Demnach können Fahrgäste ab einer Verspätung von 60 Minuten 25 % und ab 120 Minuten Verspätung 50 % des Fahrpreises von Eisenbahnunternehmen als Entschädigung zurückverlangen. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Verspätung auf höhere Gewalt, z. B. extreme ⁠ Witterung ⁠ oder Polizeieinsätze, zurückzuführen ist. Für den Fernbuslinienverkehr (ab 250 Kilometer Strecke) gilt die EU-Verordnung 181/2011. Informationen für Fernbusfahrgäste stellt das Eisenbahnbundesamt zur Verfügung. Für den Öffentlichen Straßenpersonenverkehr (lokale, regionale oder Stadtbusse, U-, Stadt- und Straßenbahnen, On-Demand-Angebote) gelten regional unterschiedliche Regelungen. Hier müssen jeweils die Tarif- und Beförderungsbedingungen des jeweiligen Verkehrsverbundes bzw. -betriebs beachtet werden. Weitere Informationen finden Sie unter: Marktdaten Mobilität (Daten zur Umwelt) Emissionsdaten des Verkehrs (⁠ UBA ⁠-Themenseite) Öffentlicher Personennahverkehr (UBA-Themenseite) Bezugsjahr 2023

Mehr Sicherheit für Fahrräder

Vertreterinnen und Vertreter der Länder Brandenburg und Berlin, des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) und der Stadt Hohen Neuendorf haben heute gemeinsam die neue Bike + Ride Anlage am S-Bahnhof Hohen Neuendorf eröffnet. Der Müllheimer Platz wurde für die Bike + Ride Anlage neu geordnet und mit einer Sammelschließanlage, überdachten Doppelstockparkern sowie Fahrradboxen ausgestattet. Dadurch wurden insgesamt 287 neue B+R-Stellplätze geschaffen. Die Förderung für das Vorhaben über das Förderprogramm ÖPNV-Invest betrug rund 824.000 Euro mit Mitteln aus dem Bundesprogramm Stadt und Land sowie des Landes Brandenburg und des Landes Berlin aus dem 2022 geschlossenen Finanzierungsvertrag für die Errichtung von P+R- und B+R-Anlagen. Uwe Schüler, Staatssekretär im Brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung : „Wir möchten den leistungsstarken Schienenpersonennahverkehr in Brandenburg erhalten und ausbauen. Dafür wollen wir auch weitere Angebote für Pendlerinnen und Pendler schaffen. Die Entwicklung der Bahnhöfe und ihrer Vorplätze zu attraktiven Verknüpfungsstellen mit bedarfsgerechten Park+Ride- und Bike+Ride-Parkplätzen ist dabei ein wichtiger Baustein zur Verkehrswende. Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer möchten ihre Räder sicher untergebracht wissen, wenn sie auf die S-Bahn umsteigen. Mit dem 2022 geschlossenen Vertrag zur gemeinsamen Planung und Finanzierung weiterer Bike+Ride- und Park+Ride-Parkplätze machen die Länder Brandenburg und Berlin den Kommunen ein attraktives Förderangebot. Ich freue mich, dass die Stadt Hohen Neuendorf dieses Angebot angenommen hat und damit die verkehrspolitischen Ziele des Landes Brandenburg unterstützt.“ Berlins Verkehrs-Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz betont: „Aktuell pendeln mehr als 200.000 Menschen aus Brandenburg nach Berlin und etwa 100.000 in die Gegenrichtung. Viele von ihnen nutzen dafür ihr Auto, was zu einer zusätzlichen Belastung unserer Infrastruktur und der Menschen vor Ort führt. Gerade auch klimapolitisch ist es wichtig, dass wir mit dem Land Brandenburg den schienengebundenen ÖPNV, aber auch Bike and Ride und Park and Ride-Anlagen weiter ausbauen. Mit noch attraktiveren Angeboten und Tarifen wollen wir gemeinsam den Umstieg auf den Umweltverbund unterstützen. Hier sehen wir ein Beispiel, wie dies Berlin und Brandenburg gemeinsam gelingt – und das zum Nutzen Vieler: Für die Pendlerinnen und Pendler mit gesicherten Abstellanlagen, für die Gemeinde mit einem noch attraktiveren Bahnhof und für uns alle mit weniger CO 2 -Ausstoß.“ Ute Bonde, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) : „Diese neue B+R-Anlage am S-Bahnhof Hohen Neuendorf mit insgesamt 287 neuen Stellplätzen ist eine der größten und modernsten Anlagen in Brandenburg und schafft die perfekte Voraussetzung für alle Pendler, die mit dem Rad zum Zug kommen. Wir wollen damit zukünftig neue Fahrgäste für den Umstieg auf den Umweltverbund gewinnen. Aus Sicht des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg freuen wir uns besonders, dass beide Bundesländer durch die im November 2022 beschlossene Verwaltungsvereinbarung bei der Förderung zusammenarbeiten. Gemeinsam mit aktiven Kommunen wie Hohen Neuendorf und dem Beratungsangebot der Vernetzungsstelle Bike+Ride beim VBB, schaffen wir es damit Stück für Stück, den Bedarf an neuen B+R Stellplätzen im Land Brandenburg zu decken.“ Bürgermeister Steffen Apelt : „Damit die Verkehrswende gelingen kann und unsere Straßen entlastet werden, braucht es gute Angebote, die Anreize setzen, den ÖPNV oder das Rad stärker zu nutzen. Unsere neue Fahrradabstellanlage ist so ein Angebot und macht den S-Bahnhof, der bald Kulturbahnhof sein wird, zum Mobilitätsknotenpunkt. Möglich ist das dank der umfassenden Förderung durch den Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg. Mit 133 verschließbaren Stellplätzen kommen wir zudem dem Sicherheitsbedürfnis der Radlerinnen und Radler entgegen und sind als Kommune Vorreiter.“ Die neue B+R Anlage Hohen Neuendorf verfügt über 287 Stellplätze. Zusätzlich verfügt die Anlage über eine Infosäule und eine Reparaturstation und erhielt Zuwegung, Beleuchtung und Begrünung. Der Bereich ist barrierefrei zugänglich. Hohen Neuendorf wird im Schienenpersonennahverkehr durch die S1 und die S8 bedient. Im Jahr 2018 wurde die Zugangsstelle täglich von rund 6400 Personen genutzt, die hier ein- oder ausstiegen. Die Prognose des VBB für 2030 geht von einer Steigerung auf 7300 ein- und aussteigende Personen aus. Zusätzlicher Zuwachs wird durch das mittelfristige Angebot eines 10-Minuten-Taktes auf der S1 erwartet.

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