Bremen ist durch die Folgen des Klimawandels auf vielfältige Weise betroffen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde auf kommunaler und Landesebene eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickelt. Das BREsilient-Projekt baut auf Ergebnisse des Vorläuferprojektes KLIMZUG nordwest2050 auf, nimmt die Anpassungsstrategie zum Ausgangspunkt und geht mit der Etablierung von transdisziplinären Reallaboren in drei spezifischen Bereichen vertieft auf konkrete Bewertungs- und Umsetzungsbedingungen ein und leitet daraus Innovationen für Governanceprozesse der Kommunalpolitik ab. Das Teilprojekt 'BREsilient - Evaluation' befasst sich (1.) mit der Evaluation und Reflexion der Priorisierung konkreter Anpassungsmaßnahmen auf Basis beteiligungsorientierter Kosten-Nutzen-Analysen in der Bremer Verwaltung; (2.) mit der Evaluation von Beteiligungsprozessen zur Klimaanpassung der Bremer Maritimen Wirtschaft und Logistik; 3.) mit der Analyse bisheriger Pilotprojekte in Deutschland zur Vorsorge gegenüber Starkregen und Überschwemmungen sowie mit der Evaluation von zwei Beteiligungsprozessen mit Bewohner*innen und Nutzer*innen von zwei überschwemmungsgefährdeten Gebieten in Bremen. Durch die durchgeführte Prozess- und Wirkevaluation liefert das Teilprojekt (4.) eine vergleichende Analyse von Erfolgskriterien und Erfolgsfaktoren für Beteiligungsprozesse zur Klimaanpassung mit unterschiedlichen Beteiligten (Verwaltungs- und Unternehmensvertreter*innen, Bürger*innen und NROs) und entwickelt dadurch Erkenntnisse zur Umsetzung theoretisch-methodisch fundierter Koordinations- und Beteiligungsprozesse im Bereich der Klimaanpassung.
Beschreibung:
Der Verbraucher als Käufer von Produkten, die aus Plastik bestehen oder mit diesem verpackt sind, spielt eine entscheidende Rolle für den Plastikkonsum in Deutschland. Ein kompletter Verzicht auf Plastik im Alltag ist nur mit hohen Einschränkungen bzw. gar nicht möglich. Außerdem ist vielen Konsumenten nicht klar, wie viel Plastik sie durch den Kauf eines Produktes in Umlauf oder in die Umwelt bringen. Der Einsatz von Kunststoffen kann aber vom Konsumenten durch gezielte Wahl des Produkts am Point of Sale (PoS) beeinflusst werden (z.B. Wahl von kunststofffreien Produkten). Vor diesem Hintergrund soll in diesem Projekt untersucht werden, inwiefern der Verbraucher durch seine Kaufentscheidung am PoS das Entstehen von Kunststoffabfällen vermeiden kann und inwiefern man ihm z.B. durch verschiedene Vermeidungsstrategien hierbei Hilfestellung leisten kann. Dies wird exemplarisch an den Anwendungen 'Lebensmittelverpackung' und 'Bekleidungstextilien' untersucht. Erstere wurden gewählt, da sie absolut gesehen die höchsten Kapitalkosten für die Umwelt aufweisen (UNEP 2014). Textilien wurden gewählt, da der Kunststoff bei diesen funktionsgebend ist, ein hoher Anteil an synthetischen Fasern verwendet wird und durch das Verpacken der Textilien viel Plastik anfällt.
Arbeitsschwerpunkte:
- Untersuchung des Verbraucherverständnisses/- verhaltens beim Kauf (bzw. Miterwerb) von Plastik
- Aufzeigen von Plastikvermeidungsstrategien entlang der Supply Chains Textil und Lebensmittel
- Ganzheitliche Bewertung verschiedener Kunststoffalternativen (Ökobilanzierung)
- Entwicklung von neuen Produkten/Verfahren, die zur Reduzierung des/der Plastikkonsums/- verwendung beitragen.