Eine Nachsuche in Bayern könnte erfolgreich sein, da die nächsten Vorkommen aus Oberösterreich, Vorarlberg, Kärnten und Tirol bekannt sind, ebenso aus der benachbarten Schweiz. Weitere Verbreitung: Norditalien, Ungarn, Tschechien, Polen, Finnland, Südschweden, Russland bis nach Ostasien. Nach Horion (1958) in Ingolstadt/Bayern noch ca. 1910 nachgewiesen. Gangloff (1991) bezeichnet die Art als „irrtümlich“ für das Elsass. Die Art ist bisher kein etablierter Bestandteil der Fauna Deutschlands.
Baden-Württemberg hat mit den beiden Staaten Frankreich und Schweiz zusammen eine Staatsgrenze. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit beiden Ländern konzentriert sich auf zwei Regionen: das Oberrheingebiet und die Region Bodensee. Im Oberrheingebiet arbeitet die LUBW und weitere deutsche Partner auf dem Gebiet der Luftreinhaltung im Rahmen der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz mit den Partnern aus Frankreich und der Schweiz über den Expertenausschuss Luftreinhaltung zusammen. Im Programm Interreg (Programm europäische territoriale Zusammenarbeit) der Europäischen Union werden seit 1990 grenzüberschreitende Kooperationen zum Beispiel im Verkehr, beim Arbeitsmarkt und im Umweltschutz zwischen Regionen und Städten unterstützt ( Interreg-Oberrhein ). Im Rahmen dieses Programmes wurden seit 1993 fünf gemeinsame Projekte umgesetzt. Ein sechstes Projekt (Atmo-Rhena PLUS) startete im Jahr 2023 und läuft noch bis 2025. Atmo-Rhena PLUS ist ein Projekt, das von der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG Oberrhein kofinanziert wird. Sein Budget beläuft sich auf 1,7 Millionen Euro. Der Oberrhein ist eine grenzüberschreitende Region, die sich über das Elsass, Teile von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die Kantone der Nordwestschweiz erstreckt. Mit einer Bevölkerung von 6,2 Millionen Menschen ist der Oberrhein eine Pionierregion in der Geschichte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Seit den 1990er Jahren tauschen Experten ihr Wissen für Luftqualität und Energie sowie ihre Arbeitsmethoden aus und nutzen sie für ein gemeinsames Ziel: die Gesundheit der Bevölkerung und der Ökosysteme beiderseits des Rheins zu schützen, die das Rückgrat der lokalen wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung bilden. Eckdaten des Projekts Operative Ergebnisse des Projekts Folgende Projekte wurden im Rahmen des Interreg-Programms umgesetzt Atmo-VISION ( atmo-vision ) Die Ergebnisse liegen in Form von Webtools und Karten sowie als Broschüre / Kurzberichte vor. Modellplattform Atmo-rhenA Für das Oberrheingebiet gibt es eine aktuelle Darstellung der gemessenen Luftqualität und eine Darstellung der langjährigen Entwicklung der Luftqualitätskenngrößen sowie eine Prognose der Luftqualität für den Zeithorizont von zwei Tagen ( Atmo-rhenA ). Die Modellplattform Atmo-rhenA, betrieben von den französischen Partner ATMO Grand Est, wurde auf das Gebiet von Baden-Württemberg erweitert, so dass für Baden-Württemberg auch zweitägige Prognosen der Luftqualität vorliegen ( Atmo-BW ). Gegenseitige Information Ein Bestandteil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist auch die gegenseitige Information. Auf den folgenden Seiten wird über die Luftqualität und über Maßnahmen zur Sicherung der Luftqualität informiert: Internationale Bodenseekonferenz In der Region Bodensee erfolgt die Zusammenarbeit im Rahmen der Internationalen Bodenseekonferenz . Partner sind hier Bayern, Vorarlberg und die Ostschweizer Kantone und das Fürstentum Liechtenstein. Über die Jahre wurden einige Studien gemeinsam erarbeitet.
Das Projekt "Demonstration umweltgerechter Ver- und Entsorgungssysteme für ausgewählte Berg- und Schutzhütten am Beispiel der Göppinger Hütte im Lechquellengebirge in Vorarlberg, Österreich" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutscher Alpenverein e.V. Sektion Hohenstaufen,Göppingen durchgeführt. Die Göppinger Hütte liegt auf 2245 m.ü.NN. in Österreich, Vorarlberg, im Karstgebiet. Das Trinkwasser für den Hüttenbetrieb wird aus einem Schneefeld bezogen, bzw. gegen Ende der Saison wird Regenwasser genutzt. Durch die Installation einer neuen UV-Anlage wird die Hütte mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden. Bisher traten in warmen Perioden Engpässe in der Wasserversorgung auf. Daraufhin stand zur Diskussion, ob der Speicherbehälter erweitert werden soll. Unter ökologischen Gesichtspunkten sollte allerdings zuerst der Hüttenbetrieb auf Einsparungsmaßnahmen untersucht werden. Im Küchenbereich wurde bereits bei den zurückliegenden Anschaffungen auf wassersparende Geräte Wert gelegt. Als größter Wasserverbraucher wurde die Toilettenanlagen mit 9 l Spülkästen festgestellt. Hier besteht das größte Einsparpotential. Durch die Installation von urinseparierenden Komposttoiletten und wasserlosen Urinalen soll dieses Potential voll ausgeschöpft werden. Der anfallende Urin wird als Teilstrom separat gesammelt und mittels Materialseilbahn zur unterhalb gelegenen Alpe transportiert und dort in eine Güllegrube gegeben. Dadurch wird eine einfachere Abwasserreinigung möglich und das Hüttenumfeld vor dem Eintrag von Nährstoffen geschützt. Das Abwasser wird derzeit in eine 2 Kammer-Grube geleitet und bei Vollfüllung ausgepumpt und der Schlamm im Hüttenumfeld verbracht. Durch die Änderungen im Sanitärbereich, verändert sich auch die Zusammensetzung des verbleibenden Abwassers. Bei Installation einer Komposttoilette muss lediglich der sogenannte Teilstrom Grauwasser gereinigt werden (26). Nach einem Variantenvergleich, der die speziellen Randbedingungen der Göppinger Hütte berücksichtigt hat, wurde als Vorzugsvariante eine mechanische Vorreinigung über eine Filtersackanlage mit einer anschließenden biologischen Reinigung in einem bewachsenen Bodenfilter gewählt. Das Küchenabwasser wird zusätzlich an einen Fettfang angeschlossen. Die Abwasserreinigungsanlage benötigt sehr wenig Energie (26) und ist gut in die Landschaft einzugliedern. Es werden durch diese Anlage mindestens die Grenzwerte für den biologischen Abbau der Extremlagen-Verordnung eingehalten. Durch diese Reinigung wird das ökologische Gleichgewicht der Umgebung der Hütte weitgehend entlastet . Durch einem gestiegenen Bedarf an Energie der Göppinger Hütte sowie durch die geplanten Anlagen (UV-Entkeimung und Abwasserreinigung) wird die Energieversorgung neu überplant. Derzeit existiert eine Photovoltaikanlage, über die auch die Materialseilbahn betrieben wird. Als Notstromversorgung dient ein Dieselaggregat. Der Gastraum wird über einen Kachelofen beheizt. Das erstellte Energiekonzept sieht in einem ersten Schritt eine verbesserte Wärmedämmung der Gaststube vor, ein wärmegedämmtes Warmwasserverteilnetz sowie den Ersatz einzelner Verbraucher durch energiesparende Einheiten. (Text gekürzt)
Das Projekt "BONSEI! Bestand Optimal Nutzen - Sanierung Energieeffizient Implementieren!" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH durchgeführt. Durch den überdurchschnittlich hohen Flächenverbrauch in Österreich und den starken Bevölkerungsdruck vor allem in städtischen Regionen ergibt sich gerade dort die Notwendigkeit zur Entwicklung innovativer, zukunftsfähiger Lösungen zur Deckung des Wohnraumbedarfs bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz. Besonders Ein- und Zweifamilienhäuser, die einen hohen Anteil an allen städtischen Wohngebäuden einnehmen (ca. 70%), weisen große Verdichtungspotenziale und zugleich hohe Sanierungsrückstände auf. Ähnliches gilt auch für Kleinwohnhäuser. Zur effektiven Mobilisierung dieser Flächen müssen die überwiegend privaten Eigentümer angesprochen und von Maßnahmen überzeugt werden. Im Themenkomplex Nachverdichtung, Ressourceneffizienz und Energieversorgung gibt es zahlreiche Projekte, die sich aber oftmals auf eine einzelne Komponente fokussieren und/oder Verbesserungsmaßnahmen in einer konkreten Siedlung anstreben. Es fehlt oftmals die integrative Betrachtung des Zusammenspiels aller Faktoren und das Anstreben einer räumlich übertragbaren, systematischen Lösung. Das Projekt BONSEI! hingegen wählt eben diesen systemübergreifenden Ansatz und zielt auf eine energetisch effiziente und zugleich sozial verträgliche Nachverdichtung ab, welche die Resilienz von Städten fördert und die Lebensqualität gleichbleibend hoch hält. Dazu wird zunächst eine Methodik entwickelt, die potenzielle Nachverdichtungsflächen automatisiert identifiziert. Anschließend wird ein Kriterienkatalog erstellt, der umfassende Empfehlungen für energieeffiziente Verdichtungskonzepte sowohl auf Parzellenebene als auch im Siedlungskontext liefert (z.B. geeignete Bauweise und -materialien, verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, Erhalt der Freiraumqualität etc.). Durch laufende Abstimmung mit den LoI-Partnern in Salzburg, Vorarlberg und Wien wird die räumliche Übertragbarkeit sichergestellt. Darauf aufbauend findet eine Priorisierung der ermittelten Flächen unter Berücksichtigung der Durchführbarkeit und Dringlichkeit von Maßnahmen an konkreten Standorten statt. Dabei sollen in standardisierter Form die Kriterien des entwickelten Katalogs und deren Wechselwirkungen sowie weitere lokale Charakteristika (Wohnraumnachfrage, Sanierungsstau, rechtliche Beschränkungen, Akzeptanz, Förderinitiativen etc.) Eingang finden. Darauf aufbauend erfolgt die Konzeption eines innovativen Dienstleistungsangebots, das den Behörden den akuten Bedarf und die Möglichkeiten an Verdichtungsmaßnahmen aufzeigt und interessierten Bürgern als erste Anlaufstelle für eine sachliche Beratung bei Verdichtungsvorhaben dienen kann. Die Stadt Salzburg als Projektpartner und die weiteren LoI-Partner sehen in dem Vorhaben ein wichtiges Zukunftsthema und sind daran interessiert, die Projektergebnisse langfristig in eine urbane Dienstleistung zu integrieren. (Text gekürzt)
Das Projekt "The influence of Biomass and its change on landSLIDE activity (BioSLIDE)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Wien, Department für Geodäsie und Geoinformation (E120) durchgeführt. Landslides occur in many hilly and mountainous regions all over the world. These potentially damaging phenomena are caused by multiple interacting natural and anthropogenic factors. Human induced land cover changes (e.g. deforestation) are known to have a large influence on landslide activity. In contrast to climatic, geological and topographical factors, forest stands can be managed directly by humans. Therefore we suggest that in order to draw up appropriate avoidance strategies, it is crucial to investigate the interdependent processes that define stability under forested and nonforested conditions. Newly developed physically based modelling methods exist to simulate such effects. However, the reliability of the modelling results is usually hampered by the availability of reliable input data. This project strives to counter this much discussed weakness of physically based modelling approaches. The main objective of this research is to simulate and quantify the effects of forest related biomass and biomass changes on slope stability at regional scale ( 15km2). The innovative approach will be developed and tested for a study area located in the federal state of Vorarlberg, where landsliding represents a prevalent geomorphic phenomenon and high resolution multi temporal ALS (airborne laser scanning) data exist. Based on 3D ALS point cloud data from the years 2004, 2011 and 2015 multiple biomass parameters (e.g. biomass, vertical layer structure, crown volume) will be derived. An in-situ assessment of vegetation related information (e.g. root distribution) will be conducted in order to enable an empirical linking between the ALS derived information and additional relevant parameters (e.g. tree allometry). The effect of biomass- and climatic changes on slope stability will be simulated using a sophisticated physically based hydro-mechanical model, which enables to implement geomechanical (e.g. root cohesion, bulk unit weight) and hydrological (e.g. interception, evapotranspiration) effects to simulate slope stability in time. The proposed innovative combination of vegetational parameters derived from ALS data with a physically based slope stability model is expected to allow a better understanding of geomorphic interdependencies at this scale. Furthermore, this interdisciplinary approach is expected to generate synergies between scientific fields, which will lead to an improved spatio-temporal prediction of the effects of human activity and environmental changes on landslide activity.
Das Projekt "NHtry: Mikroreaktoren zur elektrochemischen Synthese von Ammoniak als Energieträger und Wasserstoffspeicher" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fachhochschule Vorarlberg GmbH durchgeführt. Ammoniak ist nicht nur eine essentielle Basischemikalie sondern auch ein interessanter Energieträger und kohlenstofffreier, kovalenter Wasserstoffspeicher. Die Herstellung von Ammoniak, geschieht heute kommerziell ausschließlich basierend auf fossilen Rohstoffen und ist für 1% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Entwicklung von alternativen Verfahren zur nachhaltigen Produktion von Ammoniak in geschlossenen Stoffkreisläufen ist eine zentrale technologische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Ammoniak ist aufgrund seiner hohen Energiedichte, seinem hohen Wasserstoffgehalt und der bestehenden sicheren großtechnischen Infrastruktur ein idealer chemischer Energieträger. Im Gegensatz zu anderen Wasserstoffträgern enthält Ammoniak keinen Kohlenstoff. Stattdessen erfüllt Stickstoff die Rolle des zentralen Trägerelements. Aufgrund seiner hohen Konzentration kann Stickstoff aus der Atmosphäre mit weit geringerem energetischem Aufwand gewonnen werden als Kohlenstoff (via Kohlendioxid). Stickstoff eignet sich folglich besonders gut als Basis eines nachhaltigen Treibstoffsystems mit geschlossenen Stoffkreisläufen. Im vorliegenden Sondierungsprojekt bündeln die Forschungszentren Mikrotechnik (FZMT) und Energie (FBE) der FH Vorarlberg ihre Ressourcen um die Machbarkeit der Produktion von Ammoniak mittels elektrochemischer Mikroreaktoren als nachhaltige und skalierbare Alternative zu den heute eingesetzten fossil basierten Verfahren zu untersuchen. Die Ziele des Sondierungsprojekts sind: 1) Der Aufbau eines Prüfstands für die Entwicklung und Untersuchung elektrochemischer Mikroreaktoren zur Herstellung von Ammoniak und Wasserstoff, 2) der Bau und die Demonstration eines Reaktorprototypen, 3) die Demonstration der Herstellung mikro- und nanostrukturierter Zellmembranen, 4) die Durchführung einer wirtschaftlichen Analyse der vorgeschlagenen Technologien und 5) die Vorbereitung eines größeren Forschungs- und Innovationsprojekts und die Gründung eines entsprechenden Konsortiums. Der vorgeschlagene Ansatz ist ausgesprochen innovativ da er im Gegensatz zu den heute eingesetzten industriellen Prozessen 1) völlig CO2 neutral ist, 2) die Möglichkeit bietet fluktuierenden Strom aus erneuerbaren Quellen chemisch bei hohen Energiedichten zu speichern, 3) Verfahren basierend auf elektrochemischen Mikroreaktoren durch Parallelisierung beliebig skalierbar sind und dadurch für Nischen- oder Inselanwendungen den Einsatz von NH3 als chemischen Energiespeicher auf kleiner Skala überhaupt erst möglich machen, 4) Mikroreaktoren aufgrund der geringen Stoffmengen sicher und gut kontrollierbar sind, 5) etablierte mikrotechnologischen Verfahren zur Massenproduktion genutzt werden können und somit eine schnelle Kommerzialisierung ermöglichen. (Text gekürzt)
Das Projekt "Strategisches Konzept Wasserversorgung Rankweil" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz durchgeführt. Aus gegenwärtiger Sicht und Datenlage kann eine Schutzgebietsausweisung nach derzeitigem Stand (ÖVGW W72) für die Wassergewinnungsanlage nicht zielführend angewendet werden. Da jedoch eine Schutzgebietsausweisung nach W72 keinem 100-prozentigen Schutz für einzelne Wassergewinnungsanlagen darstellt, ist für die Wassergewinnungsanlage ein an den Standort angepasstes gleichwertiges Schutzkonzept zu erstellen und abzustimmen. Das Schutzkonzept umfasst die Bereiche Frühwarnung, Pufferkapazität und Aufbereitungsmaßnahmen. Erstellen eines hydraulischen Models auf Basis bestehender GIS Pläne / Leitungskataster. Das Modell wird als nicht kalibriertes Netzmodell ausgeführt. Die Überprüfung des Modells kann an ausgewählten Netzstellen durch eine Durchfluss- und Druckmessung erfolgen. Im Rahmen der Erstellung des hydraulischen Modells werden zusätzlich kritische Netzabschnitte (z.B. Dimensionierung, Leitungsalter, Absicherung Vermaschung, sensible Konsumenten) identifiziert und ebenfalls als Grundlage für die strategische Planung zur Verfügung gestellt.
Das Projekt "Teilprojekt 5: Geophysikalische Untersuchungen der Massenbewegung am Heumöser Hang" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Department Monitoring- und Erkundungstechnologien durchgeführt. Die Prozess- und Geometrieparameter von Bruchvorgängen und Wassertransferprozessen am Heumöser Hang werden in drei eigenständigen Arbeitspaketen der Geophysik und Fernerkundung erhoben. (TP 5a) Mittels Nanoseismic Monitoring (NM) konnten kleinste, durch Niederschlag und externe Bodenbewegung getriggerte Bruchvorgänge erstmalig nachgewiesen werden. Nun werden durch großflächige Dauerüberwachung des Gesamthangs die Signifikanz und der Zusammenhang dieser Beobachtung mit Hangbewegung, Schneeüberdeckung und Starkregeneinwirkung untersucht. In-situ Feldexperimente in durchfeuchteten (Heumöser Hang) und trockenen (Israel) Lockersedimenten sollen Klarheit über die Herdparameter Bruchfläche, Versatz, Magnitude und spektrale Signatur schaffen. (TP 5b) Die Dynamik von 3D Feuchtefronten und der Grundwasseroberfläche im Rutschungskörper wird mittels geoelektrischer Kartierung erfasst und mit den Modellvorhersagen aus TP 1a abgeglichen. Eine Dauermessung an den Stellen des NM erlaubt Rückschlüsse auf feuchteabhängige Bruchfestigkeit und das Auftreten von Brüchen. (TP 5c) Die Methoden aus TP 5a und TP 5b der Erkundung des nahen Untergrunds werden ergänzt um eine in Raum und Zeit hoch auflösende Fernerkundung durch Drohnen. Mittels Bildverarbeitung werden Oberflächensignaturen (Abrisskanten, Vegetationskontraste durch Feuchteunterschiede) erfasst, mittels Photogrammetrie die für eine Modellierung der Hangbewegung notwendigen Informationen über Dislokation, digitales Geländemodell und Massenbilanzen abgeleitet. Die Messergebnisse und die von TP 3 ermittelten Scherbänder stellen die Basis einer großskaligen, den gesamten Hang beschreibenden Modellierung von Rutschungsraten dar. Diese korrespondiert zur ganzheitlichen Modellierung von Bodenfeuchte und Hydrologie in TP 1a.
Das Projekt "Feuerbrand" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Landwirtschaftskammer Vorarlberg durchgeführt. Ein gemeinsames grenzüberschreitendes Vorgehen gegen Feuerbrand ist das Ziel des von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg koordinierten Projekts. Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand hat sowohl den Streuobst- wie auch den Erwerbsobstbau im Bodenseeraum stark in Mitleidenschaft gezogen. Damit verbunden ist auch der Verlust regionaltypischer Kulturlandschaften. Aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung der Befallssituation im gesamten Bodenseeraum sollen die bisherigen Strategien zur Bekämpfung überdacht und auf der Basis wissenschaftlich fundierter Forschungsergebnisse weiter entwickelt werden.
Das Projekt "Der Wald im Fokus - Methoden der kleinräumigen Inventarisierung und Zustandserhebung von Wäldern mittels Geoinformationstechnologien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Wien, Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) durchgeführt. Die fundierte wissenschaftliche Beantwortung waldökologischer Fragestellungen als auch die Entwicklung nachhaltiger und transparenter Bewirtschaftungsstrategien zur Nutzung der multifunktionalen Ressource 'Wald' bedarf zuverlässiger Informationen und Datengrundlagen über die räumliche Zusammensetzung des Waldes. Die traditionelle, auf terrestrischen Inventuren basierende Datenerhebung wird dabei vermehrt durch den Einsatz von Geoinformationstechnologien (Fernerkundung, GPS, GIS) unterstützt und rationalisiert. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt dabei in der Entwicklung von Verfahren zur Verortung und Bestimmung von Einzelbäumen mittels Airborne Laserscanning (ALS) und hoch aufgelösten Multispektraldaten. Vielfach zeigt sich dabei aber, dass die für die Kalibrierung der Modelle als auch für die Validierung der abgeleiteten Ergebnisse verwendeten Referenzdaten nicht in der erforderlichen Dichte und Genauigkeit vorliegen und somit die Qualität der abgeleiteten Datensätze stark eingeschränkt ist. An diesem Defizit der Verfügbarkeit von detaillierten und umfangreichen Referenzdaten setzt das Projekt Wald-Check an: Ausgewählte und von Forstfachleuten und WissenschafterInnen ausgebildete SchülerInnen führen in der Modellregion Vorarlberg auf einem engmaschigen Stichprobenraster standardisierte waldkundliche Stichprobenaufnahmen durch und erfassen, analysieren und bereiten eine Anzahl waldökologischer und waldkundlicher Messgrößen auf, die zu Kalibrierungs-, Validierungs- und Modellierungsaufgaben verwendet werden können. Neben der genauen Verortung und Bestimmung von Einzelbäumen sowie der Ableitung des kleinräumigen Holzvorrats werden dabei auch der Einfluss der Qualität der Referenzdaten (aufgenommen mittels Winkelzählprobe und Vollaufnahme) sowie der prinzipielle Ansatz der Zusammenarbeit zwischen Schule/SchülerInnen und Wissenschaft für waldökologische Studien untersucht.
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Bund | 96 |
Land | 1 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 95 |
Taxon | 1 |
Text | 1 |
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geschlossen | 2 |
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Deutsch | 95 |
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