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Found 78 results.

Geophysik - Untersuchungsgebiete, Fach- und Bewertungsdaten (WFS Downloaddienst)

Der Downloaddienst Geophysik umfasst die Nachweis-, Fach- und Bewertungsdaten des Fachgebietes. Zu den Nachweisdaten zählen die Messgebiete geophysikalischer Untersuchungen und die Stationsinformationen der seismologischen Überwachung. Unter den Fachdaten ist der Erdbebenkatalog Sachsen-Anhalt einzuordnen und die Bewertungsdaten Geophysik beinhalten die digital vorliegenden Auswertungen der Fachdaten der Geomagnetik (geomagnetische ΔT-Anomaliewerte), Gravimetrie (Bougueranomaliewerte, Schwerestörung) und Geothermie (Temperatur in 2000 m Tiefe, Wärmestromdichte). Eine Beschreibung der einzelnen Datenebenen erfolgt in den jeweiligen Geodaten, die in diesem Darstellungsdienst zusammengefasst wurden.

Der Einfluss von Modellfehlern auf ENSO Projektionen für das 21. Jahrhundert

Das Projekt "Der Einfluss von Modellfehlern auf ENSO Projektionen für das 21. Jahrhundert" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungsgemeinschaft durchgeführt. El Niño/Southern Oscillation (ENSO) ist die dominate Mode der Klimavariabilität des gekoppelten Ozean-Atmosphäre-Systems im tropischen Pazifik und ergibt sich aus einem komplexen Zusammenspiel zwischen verstärkenden und dämpfenden Feedbacks. Angesichts seiner großen sozioökonomischen Auswirkungen ist es sehr wichtig genau vorherzusagen, wie sich ENSO unter der globalen Erwärmung verändern wird. Obwohl in den letzten Jahrzehnten Verbesserungen bei der Simulation von ENSO erreicht wurden, bleibt eine realistische Darstellung von ENSO und seiner Projektion unter der globalen Erwärmung eine Herausforderung. Die Projektionen von ENSO unterscheiden sich stark zwischen den Klimamodellen, die an den Phasen 3 und 5 des Coupled Model Intercomparison Project (CMIP3 und CMIP5) teilnehmen. Obwohl diese Modelle ENSO simulieren, der in einfachen Indizes mit Beobachtungen übereinstimmt, unterscheidet sich die zugrunde liegende Dynamik stark von der beobachteten. In Beobachtungen wächst eine anfängliche SST-Anomalie während ENSO-Ereignissen durch windinduzierte Änderungen der Ozeandynamik. Dieser Tendenz wirkt ein dämpfendes Feedback der atmosphärischen Wärmeflüsse entgegen, insbesondere durch die Sonneneinstrahlung (SW) und latenten Wärmeflüsse. In den meisten Klimamodellen ist jedoch das Wind-SST-Feedback zu schwach und das SW-SST-Feedback fehlerhaft positiv, so dass ENSO ein Hybrid aus Wind-getriebener und SW-getriebener Dynamik ist. In den Modellen mit dem größten Fehler trägt der SW-SST-Feedback zum Wachstum der SST-Anomalie in ähnlichem Maße wie das Wind-SST-Feedback bei. In den Klimamodellen existiert ein breites Spektrum an ENSO-Dynamiken, das die große Streuung der ENSO-Projektionen für das 21. Jahrhunderts erklären könnte.Im IMBE21C-Projekt untersuchen wir die Auswirkungen der Modellfehler auf die ENSO-Projektionen. Mit einer neuen Methode, der „Offline Slab Ocean SST“, können wir die Rolle der verstärkenden und dämpfenden Feedbacks quantifizieren. Dafür separieren wir die SST-Änderungen der Wind-getriebenen Meeresdynamik von der durch atmosphärische Wärmeflüsse verursacht werden. In diesem Projekt werden wir diese Methode verwenden, um den Antrieb und die Dämpfung in der beobachteten ENSO-Dynamik zu quantifizieren und mit dem in Klimamodellen simulierten ENSO zu vergleichen, um die Fehler in der simulierten ENSO-Dynamik zu identifizieren und zu quantifizieren. Des Weiteren werden wir den Einfluss der fehlerhaften ENSO-Dynamik auf die Projektionen von ENSO im Klimawandel analysieren, indem wir die Modelle in Gruppen mit realistischer und fehlerhafter ENSO-Dynamik unterteilen. Darüber hinaus werden wir die Gesamtunsicherheit der projizierten ENSO-Amplitudenänderung in Modellunsicherheit, Szenariounsicherheit und Unsicherheit aufgrund interner Variabilität aufteilen. Insgesamt zielt das IMBE21C Projekt darauf ab, durch innovative Methoden die Quellen von Unsicherheiten in ENSO-Projektionen zu identifizieren und diese zu reduzieren.

Simulation des Waerme- und Stofftransports in Aestuarien

Das Projekt "Simulation des Waerme- und Stofftransports in Aestuarien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Institut für Physik des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht GmbH durchgeführt. Mathematisch-physikalische Modelle zur Simulation des Waerme- und Stofftransportes in Tidegewaessern zielen zum einen auf die Bilanzierung der Waerme- und Stoffrachten aufgrund bekannter Einleitungen und der Messergebnisse weniger, geeignet ausgewaehlter Ueberwachungsmessstellen und zum anderen auf die quantitative Erfassung der 'Fahnen'-Strukturen der Einleitungen, beides notwendige Grundlagen einer wuenschenswerten Regie der Tidegewaessernutzungen. Infolge Heterogenitaet und Variabilitaet der Ausbreitungsbedingungen in Tidegewaessern ist die Entwicklung solcher Modelle eng mit ihrer Verifikation durch Feldmessungen im Anwendungsgebiet verbunden. In diesem Vorhaben werden das eindimensionale Tideflussmodell FLUSS (4) und das zweidimensionale Tidegewaessermodell UTRANS (2) in enger Wechselwirkung mit Feldmessungen in den Tidebereichen von Elbe und Weser (Vorhaben WA 31-059) verifiziert und weiterentwickelt. Besonderes Gewicht kommt dabei dem Vergleich von berechneten und gemessenen Stroemungsgeschwindigkeiten zu. Im Vordergrund der bisherigen Arbeiten stand die Waermeausbreitung (5); kuenftig werden vorrangig Probleme des Schwebstoff- und Spurenelementtransportes zu untersuchen sein. Ergaenzend zu den Modellentwicklungen wird Software zur Auswertung und Interpretation von Feldmessungen erarbeitet und eine Sammlung problemspezifischer Daten und Relationen als Eingabedaten fuer die Modelle zusammengestellt.

Küsten-Niños im Pazifik - die Rolle des äquatorialen Wärmeinhaltes und Bezug zur Ausbreitung der Meeresoberflächentemperaturanomalien (PaCoNi)

Das Projekt "Küsten-Niños im Pazifik - die Rolle des äquatorialen Wärmeinhaltes und Bezug zur Ausbreitung der Meeresoberflächentemperaturanomalien (PaCoNi)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungsgemeinschaft durchgeführt. Zu Beginn des Jahres 2017 sorgte eine starke Erwärmung des Wassers vor der peruanischen Küste im südöstlichen tropischen Pazifik für starke Niederschläge und Überschwemmungen in Peru und Ecuador und hatte schwerwiegende Auswirkungen auf das Ökosystem und die peruanische Gesellschaft. Das beantragte Projekt zielt darauf ab, solche warmen Küsten-Niño-Ereignisse, die nicht mit beckenweiten Anomalien der Meeresoberflächentemperatur (SST) im tropischen Pazifik zusammenhängen, besser zu verstehen. Neuere Arbeiten der Antragstellerin weisen darauf hin, dass es für den Zusammenhang zwischen SST-Anomalien im küstennahen und zentralen äquatorialen Pazifik von zentraler Bedeutung ist, ob sich der äquatoriale Pazifik in einer Phase mit hohem oder geringen Wärmeinhalt befindet. Diese Hypothese soll in dieser Studie mit gezielten Klimamodellexperimenten untersucht werden. Das Projekt wird die Bedeutung des äquatorialen Wärmeinhaltes für die westwärtige Ausbreitung von SST-Anomalien in den äquatorialen Pazifik bestimmen und dadurch auch neue Erkenntnisse über die viel diskutierte multidekadische Variabilität in der Ausbreitungsrichtung von mit El Niño verbundenen SST-Anomalien liefern. Diese Erkenntnisse können möglicherweise Auswirkungen für die Vorhersagen von El Niño haben.

Horizontale Variabilität von arktischem Meereis, Dynamik der Atmosphäre, Aerosol, Spurengasen und Strahlung auf der km-Skala zur Untersuchung der Interaktionsprozesse der Erdsystem-Kompartimente während der Schmelzsaison (HELiPOD4ArtofMelt)

Das Projekt "Horizontale Variabilität von arktischem Meereis, Dynamik der Atmosphäre, Aerosol, Spurengasen und Strahlung auf der km-Skala zur Untersuchung der Interaktionsprozesse der Erdsystem-Kompartimente während der Schmelzsaison (HELiPOD4ArtofMelt)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungsgemeinschaft durchgeführt. Das Projekt HELiPOD4ArtofMelt hat als übergeordnete Ziele, zum Verständnis des Einflusses von Warmluft-Einbrüchen auf die arktische Atmosphäre beizutragen, und Prozesse und Wechselwirkungsmechanismen zu verstehen, die zum räumlich inhomogenen Einsetzen des Schmelzprozesses von arktischem Meereis führen. Die Methode besteht in der Analyse von fluggestützten Messdaten, die während der Expedition Art of Melt des schwedischen Eisbrechers Oden im atlantischen Einflussbereich des Arktischen Ozeans im Mai/Juni 2023 erhoben werden. Dafür kommt die Hubschrauber-Schleppsonde HELiPOD zum Einsatz mit einer Vielzahl an Sensoren, um die räumliche Verteilung der Eigenschaften von Meereis, atmosphärischer Dynamik, Aerosol, Spurengasen und Strahlungsbudget in einem Radius von 100 km um die Oden zu charakterisieren. Zusätzlich werden weitere komplementäre Sensoren der internationalen Teilnehmer der Oden-Expedition in HELiPOD integriert, z.B. Messungen der Isotopenverteilung von Wasserdampf, um Evaporationsprozesse zu untersuchen, Bestimmung der Eiskeime, um ein Bindeglied zu Wolkeneigenschaften herzustellen, Sensoren für die Konzentration von Kohlenstoffmonoxid und Ruß, sowie Filtermessungen für zusätzliche mikroskopische Analysen im Labor. Es sind lange Flugabschnitte in niedrigen Höhen (ca. 15-20 m) geplant, um die Austauschprozesse zwischen Ozean, Meereis und Atmosphäre zu untersuchen, sowie Vertikalprofile zur Messung der atmosphärischen Stabilität und der vertikalen Verteilung und Variabilität der Parameter. Der Datensatz an gleichzeitig erhobenen Messgrößen ermöglicht es, Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu quantifizieren. So kann z.B. eine Fläche mit einem größeren Anteil an Schmelztümpeln direkt in Zusammenhang gebracht werden mit Veränderungen bei fühlbaren und latenten Wärmeflüssen, Veränderungen bei der Größenverteilung und Anzahlkonzentration von Aerosolpartikeln und Veränderungen der Energiebilanz auf kleinen räumlichen Skalen. Nach der finalen Aufbereitung des großen Datensatzes wird die räumliche Variabilität der verschiedenen Parameter untersucht, um ein dreidimensionales Bild auf einer Skala von unter 1 km bis 100 km zu erhalten. Bei den Analysen mit den internationalen Partnern steht die Charakterisierung von sogenannten „Atmosphärischen Flüssen“ im Vordergrund, also von Zirkulationsmustern, die warme und feuchte Luftmassen in den arktischen Polarwirbel transportieren. Die damit assoziierten Eigenschaften und Veränderungen der Grenzschicht, wie z.B. die Veränderung der Temperaturprofile und Wärmeflüsse, werden untersucht, die letztendlich zum Abschmelzen des Meereises beitragen. Außerdem werden die Prozesse und Wechselwirkungen untersucht, die zum räumlich und zeitlich inhomogenen Einsetzen des Schmelzens von Meereis führen, basierend auf den fluggestützten Messungen, den kontinuierlichen Messungen auf der Oden, und unter Berücksichtigung des Netzwerks an Observatorien in der Arktis, wie in Spitzbergen, Grönland und Nordskandinavien.

Umwelttechnik-Theorie

Das Projekt "Umwelttechnik-Theorie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Institut für Physik des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht GmbH durchgeführt. Untersuchungen zur Waerme- und Schadstoffausbreitung in Gewaessern. Untersuchungen zur Schadstoffausbreitung in der Atmosphaere. Entwicklung von Methoden und Rechenprogrammen zur Untersuchung thermodynamischer Transportphaenomene. Untersuchungen zu Standortfragen und Oekosystemen, Sammlung problemspezifischer Umweltdaten und -relationen.

Bauwerksaufnahme eines Veraltungsgebäudes aus den 1960er Jahren zur Konzeption einer energetischen Sanierung mit Wärmebrückenbetrachtungen

Das Projekt "Bauwerksaufnahme eines Veraltungsgebäudes aus den 1960er Jahren zur Konzeption einer energetischen Sanierung mit Wärmebrückenbetrachtungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Wuppertal, Fachbereich D - Bauingenieurwesen, Fachzentrum für Konstruktiven Ingenieurbau, Lehrgebiet Baukonstruktion und Holzbau durchgeführt.

Deutscher Beitrag zu „Chequamegon Heterogeneous Ecosystem Energy-balance Study Enabled by a High-density Extensive Array of Detectors (CHEESEHEAD)“

Das Projekt "Deutscher Beitrag zu „Chequamegon Heterogeneous Ecosystem Energy-balance Study Enabled by a High-density Extensive Array of Detectors (CHEESEHEAD)“" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Fachrichtung Hydrowissenschaften, Institut für Hydrologie und Meteorologie, Professur für Hydrologie durchgeführt. Ziel des beantragten Projektes ist die Untersuchung des Einflusses von Oberflächenheterogenität auf die räumliche und zeitliche Variabilität und Dynamik der atmosphärischen Grenzschicht. Dieses Vorhaben ist als Kooperation mit US-amerkanischen Partnern geplant, die parallel einen NSF-Antrag einreichen. Der deutsche Beitrag besteht in der Durchführung von numerischen Simulationen (Large-Eddy Simulation) der turbulenten Transportprozesse, um die Ursache der scheinbaren Nichtschließung der Energiebilanz zu untersuchen. Dadurch soll analysiert werden, wie sich das Energiebilanz-Residuum zwischen fühlbarem und latenten Wärmestrom aufteilt, und es soll eine Parametrisierung zur Bestimmung der meso-skaligen Flussbeiträge in der Größenordnung vom 1 km entwickelt werden. Für den Erfolg dieses Vorhabens ist es von entscheidender Bedeutung, eine Vielzahl von Messdaten mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung im Untersuchungsgebiet zur Verfügung zu haben. Im Zentrum der Messung steht ein 420 m hoher meteorologischer Turm, um den herum 20 Eddy-Kovarianz Stationen betrieben werden, ergänzt um Flugzeugmessungen und passive und aktive Fernerkundungssysteme. Der hier beantragte deutsche Beitrag zu den Messungen besteht in dem Einsatz von zwei scannenden Wind-LiDAR-Systemen und einem neuentwickelten scannenden LiDAR-System zur Messung der Temperatur- und Feuchteverteilung. Letzteres besteht aus einer Kombination von Rotations-Raman-LiDAR (Temperatur) und differenziellem Absorptions LiDAR (DIAL, absolute Luftfeuchte). Nur ein kontinuierlicher Betrieb dieses Gerätes liefert die für das Gesamtprojekt geforderte zeitliche und räumliche Auflösung. Insbesondere die Messung von Wasserdampf mit der DIAL-Technik auf einer mobilen Plattform ist hoch-innovativ. Ziel ist daher auch die Etablierung dieser Technologie im Bereich der Grenzschichtmeteorologie.

EnOB: Effizienter Betrieb von Systemen zur Wärmeübertragung durch automatisierte Betriebsoptimierung

Das Projekt "EnOB: Effizienter Betrieb von Systemen zur Wärmeübertragung durch automatisierte Betriebsoptimierung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Institut für Energietechnik durchgeführt. In gebäudetechnischen Systemen spielen Wärmeübertragersysteme eine entscheidende Rolle beim Versorgungskonzept und werden immer dann eingesetzt, wenn eine Systemtrennung erforderlich ist. Bei der Inbetriebnahme und Einregulierung der unterschiedlichen Wärmeübertrager werden die Vorlauftemperaturen und/oder Massenströme in der Regel zu hoch eingestellt, um eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Vor der Installation und Inbetriebnahme der Anlagentechnik kann keine übergeordnete Optimierung der Betriebsführung durchgeführt werden, da das individuelle Gebäude- und Nutzerverhalten unbestimmbar (unbekannt) ist. Es werden Anlagen im Bestand betrachtet und Umbauten an der hydraulischen Verschaltung ausgeschlossenen. Darüber hinaus steht weder die Modellentwicklung noch das Nutzerverhalten im Vordergrund. Es sind minimale Ergänzungen in Form von Sensoren und der Möglichkeit eines Schreibzugriffs auf die Aktoren vorgesehen. Großes Alleinstellungsmerkmal des neuen Forschungsvorhabens liegt bei der Entwicklung eines Prototyps, der universell für alle Wärmeübertragersysteme anwendbar ist. Dieser Prototyp soll mit einem Industriepartner intensiv im Feld und praxisnah getestet werden. Das Verfahren selbst ist adaptiv und vollautomatisch - es wird also keine Nutzerinteraktion und kein Prozesswissen des Betreibers vorausgesetzt. Die vollautomatisierte Identifikation von Wärmeübertragern mit der selbstständigen Ableitung und Durchführung von Optimierungsmaßnahmen ist neu und wird bisher nicht umgesetzt. Die Ziele des Projektes sind die Erhöhung der Energieeffizienz, die verbesserte Einbindung von regenativen Energieträgern, automatisierte Einregulierung von WÜ-Systemen sowie Systemintegration und -umsetzung

Teilvorhaben: Standortkundliche Untersuchungen und numerische Simulation der Wärmeausbreitung unter Berücksichtigung kleinskaliger Effekte

Das Projekt "Teilvorhaben: Standortkundliche Untersuchungen und numerische Simulation der Wärmeausbreitung unter Berücksichtigung kleinskaliger Effekte" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Institut für Ökologie, Fachgebiet Ökohydrologie und Landschaftsbewertung durchgeführt. Das Gesamtziel des Vorhabens besteht in der Realisierung und Validierung eines neuartigen Verlegeverfahrens für Höchstspannungs-Erdkabel. Das Verfahren soll auf der minimalinvasiven, bündelweisen Parallelverlegung mit einer neuartigen Mehrfach-Kabelpflugtechnologie basieren. Der Kabelpflug soll über ein 3-fach-Schwert mit variablem Abstand (hydraulisch verstell- und mechanisch verriegelbar) verfügen, über das eine sehr präzise (GPS-gestützte), zugkraftfreie Verlegung eines Bündels von drei Kabelrohren mit konstantem Abstand (fest vorgegeben durch den Schwertabstand) und mit variabler Symmetrie (in einer Ebene oder in einer Dreieckskonfiguration) ermöglicht wird. Um einen besseren Wärmetransport zu erreichen, sollen Verfahren zum simultanen Einbringen von festen oder flüssigen Bettungsmaterialien in den Ringspalt um das Kabelrohr bzw. zur Erhöhung der Bodenfeuchte (um den Bodenwiderstand zu verringern) untersucht werden. Eine zentrale Fragestellung betrifft den Einfluss der neuen Verlegetechnik auf kleinskalige Änderungen der Lagerungsdichte und den Wärmeabtransport in den umgebenden Boden. Hierzu liegen bislang keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Ein guter Kontakt zum umgebenden Boden ist von entscheidender Bedeutung, um eine Überhitzung des Kabels zu vermeiden. Um diese Wissenslücke zu schließen, soll in allen Feldversuchen vor und nach Verlegung und Konsolidierung des Kabels eine detaillierte Bodenuntersuchung erfolgen, um die Verhältnisse direkt am Kabel zu ermitteln. Diese sollen in eine adaptierte Version des CableEarth-Verfahrens der TU Berlin eingehen, die die beobachteten kleinskaligen Effekte in der numerischen Simulation des Wärmetransports berücksichtigt.

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