Ziel des geplanten Projektvorhabens ist die Optimierung der Festigkeiten und der Feuerbeständigkeit rohdichtereduzierter einschichtiger und dreischichtiger Spanplatten und Oriented Strand Boards (OSB) für den Bausektor und die Verpackungsindustrie. Durch den Einsatz geeigneter Matten (Inlays) auf Basaltbasis sollen die für den Bausektor notwendigen Mindestanforderungen an die Festigkeit (insbesondere der Biegefestigkeit) trotz reduzierter Rohdichten erfüllt werden. Spanplatten und OSB für den Bausektor werden größtenteils mit polymerem Diphenylmethandiisocyanat (pMDI), Phenol-Formaldehyd-Harzen (PF-Harz) oder Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Harzen (MUF-Harz) gebunden, um eine entsprechende Wasserbeständigkeit der Werkstoffe zu gewährleisten. Für die Erreichung hoher Festigkeitswerte ist eine gute Anbindung der Bindemittel an die Basaltfasermatten und damit eine feste Einbindung der Basaltfasermatten in den Werkstoffverbund notwendig. Um dies zu erreichen, sollen die Oberflächen der Basaltfasermatten modifiziert werden. Dazu werden vor allem Silanverbindungen und Kieselsole eingesetzt. Der zweite Aspekt dieses Forschungsvorhabens betrifft die Optimierung der Feuerbeständigkeit von Holzwerkstoffen, die in vielen Bereichen des Bausektors gewährleistet werden, muss. Für diesen Forschungsansatz sollen alternative Klebstoffe auf Mineralbasis (Wasserglas, Kieselsole, Carbonate), die einen entsprechenden Feuerschutz bieten, entwickelt und in Kombination mit den typischen Bindemitteln (Isocyanat, PF-Harz und MUF-Harz) eingesetzt werden. Die entwickelten Bindemittelsysteme werden dann auch für die Werkstoffe mit Basaltinlays angewandt. Die Festigkeitswerte, hygrischen Eigenschaften sowie das Brandverhalten der hergestellten Produkte werden nach Normverfahren der Industrie evaluiert.
Da die Kapazitaeten zur Wiederverwertung von Altpapier als Rohstoff fuer die Papierindustrie im Bereich der Bundesrepublik nicht in gleichem Masse wachsen werden wie der Papier- und Pappe-Verbrauch, muessen neue Wege fuer die stoffliche Verwertung im Sinne der Abfallgesetzgebung gesucht werden. Die Verwendung dieser Altmaterialien fuer die Herstellung von schall- und waermedaemmenden Platten als Baustoffe ist eine solche Alternative. Zur Verarbeitung sollen nur die Altpapiersorten kommen, die als 'nicht wiederverwendungsfaehig' fuer die erneute Herstellung von Papier eingeschaetzt werden, also im guenstigsten Fall thermisch verwertbar sind. Dazu gehoeren insbesondere Abfaelle aus der Kunstlederindustrie, der Lebensmitteltechnik, der Laminat- und Dekorfolienherstellung, der Verpackungsindustrie und der Schaumtapetenproduktion. Um die Produkte im Baustoffsektor einsetzen zu koennen, wird eine flammhemmende bzw. flammfeste Ausruestung vorgenommen. Mit aeusserer Flamme brennen zweckmaessig ausgeruestete Platten unter Verkohlung mit, verloeschen aber bei Wegnahme der Zuendquelle von selbst. Die Untersuchungen wurden vorzugsweise mit Sackpapieren, polyaethylen-(PE)-beschichteten Papieren, Etikettenpapieren und Schaumtapetenabfaellen durchgefuehrt. Die Herstellung der Daemmplatten erfolgt grundsaetzlich auf trockenem Weg. Technologische Einzelschritte: Zerkleinerung der Papierabfaelle im Schneidgranulator oder Datenschredder; Bildung dreidimensionaler Strukturen aus flaechigen Papierstuecken; Bindemittelauftrag; Plattenbildung, Verpressung, Trocknung. Die Plattenherstellung aehnelt der Technologie der Spanplattenfertigung. Als Binder kamen die Kunstharze Harnstoff-Formalin-Vorkondensat, Phenol-Formalin-Resol-Harz, Wasserglas und Gips zur Anwendung, auf Staerke wurde wegen der Gefahr eines biologischen Abbaus im eingebauten Zustand verzichtet. Die Plattendichte wurde zwischen 0,2 und 0,4 kg/dm3 variiert. Die Festigkeitswerte steigen mit zunehmender Dichte deutlich an. So lassen sich in Abhaengigkeit von der Plattendichte Daemmstoffe, oder auch daemmende, schraub- und nagelfeste Konstruktionsplatten herstellen. Die Waermeleitfaehigkeit liegt abhaengig von der Dichte bei 0,06-0,09 W/m x K. Mit einer Ueberfuehrung der Ergebnisse steht der Bauindustrie ein neuartiges DaemmMaterial in Form fester Platten mit hoher Daemmwirkung, sehr guten Verarbeitungseigenschatten (formstabil, saegbar), hoher Daemmwirkung und sehr guten oekologischen Eigenschaften zur Verfuegung, welches weitgehend aus bisher nicht verwertbaren Industrieabfaellen auf Papierbasis gefertigt werden kann.
Alteration layers on basaltic and rhyolitic glasses are common in volcanic rocks. Such layers denoted as palagonite have strong influence on transformation of glasses to crystalline phases and reactions of glasses with other rock components or fluids, the latter being of great importance for element release. In particular palagonite may act as diffusion barrier that slows down or even inhibit glass alteration. The effect of such a barrier may change over time due to polymerization and precipitation reactions which affect porosity and permeability. Microorganisms forming pits and tubes in basaltic glass surfaces may provide routes in palagonite which enhance abiotic glass alteration too. Findings on porosity and nonequilibrium textures in alteration layers, and a new model on an interface-coupled dissolution reprecipitation mechanism encouraged us to use altered glass samples in combination with experimental work to determine the relationship between glass alteration and palagonite properties, in particular effects of porosity of layers and solution chemistry on glass weathering rate. Chemically different basaltic and rhyolitic glasses available from ICDP drilling cores Hawaii and Snake River Plain exposed to saline and different fresh waters at temperatures allowing microbial colonization will be included. Our planned research involves (i) a petrographical investigation of glass alteration with focus on texture, (ii) the characterization of pore systems using N2-adsorption, Hg-porosimetry, impregnation with a molten alloy and various microscopic techniques, (iii) an experimental study of transport in pore spaces, (iv) determination of ionic effects on glass dissolution traced by zeta-potential and element release rates considering biochemical factors, and (v) fluid-glass experiments at conditions relevant to the drilling sites. Knowledge of these interactions is needed to understand and predict interdependencies of palagonite formation, glass alteration rates, solution composition and biochemical factors.