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Naturnäheerfassung in europäischen Wäldern

Naturnähe ist ein weltweit eingesetztes Kriterium zur Beschreibung des Erhaltungszustandes von Ökosystemen. Die Grundlage dieser Erhaltungszustandsbeschreibung ist die Intensität des menschlichen Einflusses auf ein Ökosystem in Vergangenheit und Gegenwart und die daraus resultierende Zustandsveränderung von Vegetation und Standort. Der Erhalt naturnaher Ökosysteme ist eine zentrale Voraussetzung für die Bewahrung der globalen Biodiversität.Trotz seiner weiten Verbreitung und Anwendung in der nationalen wie internationalen Naturschutzpolitik, in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und im praktischen Naturschutz gibt es bis heute sehr unterschiedliche Auffassungen von der inhaltlichen Ausformung und den Operationalisierungsmöglichkeiten des Kriteriums Naturnähe. Zudem wird der Erhalt möglichst naturnaher Ökosysteme häufig als vorrangiges Naturschutzziel formuliert, was z. T. anderen Naturschutzzielen wie dem Erhalt wertvoller Kulturlandschaften oder ökonomischen Interessen zuwider läuft.Die Arbeit möchte in diesem Spannungsfeld von Befürwortern und Kritikern des Kriteriums und des Naturschutzziels Naturnähe einen Beitrag zu dessen inhaltlicher Konkretisierung leisten und durch einen Überblick über die europäische Naturnähediskussion Vertretern aus Wissenschaft und Praxis den Zugang zu dem Thema Naturnähe erleichtern.Aufbauend auf Expertenbefragungen in 25 europäischen Ländern sowie einer intensiven Literaturrecherche werden im Kernteil der Arbeit zunächst die in Nord-, Ost-, West- und Mitteleuropa für die Erfassung des Naturnähegrades von Wäldern verwendeten und vorgeschlagenen Kriterien und Indikatoren identifiziert und beschrieben. Anschließend wird anhand ausgewählter Beispiele deren Anwendung im Rahmen von naturschutzorientierten Wald- und Biotopinventuren erläutert. Als Bezugspunkt für die Definition von Naturnähegraden und als Grundlage für die Entwicklung von Naturnäheleitbildern für Naturschutz und naturnahe Waldwirtschaft kommt den Erkenntnissen der europäischen Naturwaldforschung eine besondere Bedeutung zu, weshalb diesen in der Arbeit ein eigenes Kapitel gewidmet sein wird. Abschließend soll diskutiert werden, welchen Einfluß der globale Klimawandel in Zukunft auf die Bezugspunkte von Naturnähe und somit auf das gesamte Konzept der Naturnähe haben könnte.

Die Bekaempfung der industriellen Luftverschmutzung in Westeuropa und Nordamerika

Ueberlegungen anhand rechtsvergleichend gewonnenen Materials zur zweckmaessigsten Ausgestaltung der normativen Regelung und ihrer verwaltungsmaessigen und gerichtlichen Handhabung unter dem Gesichtspunkt des effektivsten Umweltschutzes.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1374: Biodiversitäts-Exploratorien; Exploratories for Long-Term and Large-Scale Biodiversity Research (Biodiversity Exploratories), Teilprojekt: BE-Spring: Entdeckung der Springschwanz-Biodiversität von Wiesen mit neuen genomischen und metagenomischen Verfahren

Wirbellose Tiere im Boden sind schwer zu identifizieren, dabei stellen Collembola - Springschwänze - keine Ausnahme dar. Folglich ist bisher nur wenig über die grundlegende Ökologie und Naturgeschichte der Collembola bekannt, insbesondere auf der Organisationsebene von Arten und Gemeinschaften. DNA-basierten Identifikation (Barcoding und Metabarcoding) erleichtert die Identifizierung, bringt jedoch einige Schwierigkeiten mit sich: 1) Barcode-Datenbanken für Bodenorganismen sind unvollständig, insbesondere in Deutschland, 2) die Wahl des Barcodes und der PCR Primer beeinflusst die Vergleichbarkeit zwischen Studien und 3) Metabarcoding kann keine Aussage über den Umfang der Biomasse treffen. Wir adressieren diese Problematik zunächst mit der Erstellung einer spezialisierten Datenbank ('Springtail Genome Reference Database', SGRD) mit Fokus auf der Collembola-Fauna von Grasflächen. Diese Datenbank wird nicht nur alle gängigen Barcodes enthalten, sondern zusätzlich umfangreiche neue Genominformationen beinhalten. Des Weiteren implementieren wir eine shotgun-metagenomische Methodik, um die Probleme bezüglich der Primerauswahl und Biomasseschätzung beim Metabarcoding zu umgehen. Wir verwenden dann die SGRD Datenbank und Metagenomik zusammen, um die Strukturen und Funktionen der Collembola-Gemeinschaften auf allen 150 Wiesen der Biodiversitäts-Exploratorien zu bewerten. Im Einzelnen werden wir bewerten 1) wie die Intensität der Bodennutzung die Artenvielfalt, den Reichtum und 2) die Verbreitung von funktionellen Merkmalen ('Traits') beeinflusst, und 3) wie die Collembola-Gemeinschaften mit anderen Organismengruppen, insbesondere mit Pilze und Pflanzen des Graslandökosystems in Verbindung stehen. Diese Arbeit wird eine unschätzbare Ressource für die zukünftige Erforschung der Bodenfauna-Gemeinschaften in Westeuropa darstellen und neue Einblicke in die grundlegende Ökologie einer bisher wenig verstandenen Gruppe ermöglichen.

Energieeffizienz in Mittel- und Osteuropa sowie der früheren Sowjetunion: Stand, Perspektiven, Hemmnisse und die Rolle der Ost-West-Kooperation

ClimXtreme II - Modul A Physik und Prozesse, Teilprojekt 4: A4 PERSEVERE2 - Anhaltende Sommer-Extreme über Europa aufgrund von Wellen-Resonanz-Ereignissen

Revision der Aeduelliden (Knochenfische, Paläozoikum): Morphologie und Paläoökologie

In den zumeist kontinentalen Ablagerungen des europäischen Spätpaläozoikum (Rotliegend i.w.S.) gehört die Knochenfischfamilie der Aeduellidae, zusammen mit den nahe verwandten Paramblypteridae, zu den häufigsten Fossilgruppen. Die Aeduelliden dominierten im westeuropäischen Raum, wanderten aber zu bestimmten Zeiten auch in den mitteleuropäischen Raum ein, wo sie in Konkurrenz zu den Paramblypteriden traten. Zusammen mit letzteren sind sie für ökostratigraphische Korrelationen zwischen den diversen mitteleuropäischen und westeuropäischen Becken von entscheidender Bedeutung. Dazu müssen noch ihre mitteleuropäischen Arten detailliert anatomisch bearbeitet und rekonstruiert sowie die westeuropäischen Arten entsprechend nachbearbeitet werden. Darauf bauen dann funktionsmorphologische, paläoökologische, phylogenetische und paläobiogeographische Auswertungen auf.

Pflanzenbauliche und oekologische Untersuchungen zur Ertragsbildung von Miscanthus sinensis am Standort Berlin

Ueber die Anbauwuerdigkeit von Miscanthus sinensis liegen in West-Europa nur vereinzelt Versuchsergebnisse vor. Ziel des Vorhabens ist zum einen im Rahmen eines groesseren Projektes der VEBA an mehreren Orten die generelle Leistungstaehigkeit von M. sinensis und den Einfluss ptlanzenbaulicher Massnahmen auf eine energetische Verwertung (Produktion von Hz) zu pruefen. Zum anderen soll eine oekologische Bewertung am Standort Berlin vorgenommen werden, die die Abhaengigkeit der Ertragsbildung vom Wasserhaushalt und die N-Dynamik des Bodens im Jahresverlauf, insbesondere den Nitrataustrag ins Grundwasser beinhaltet.

Begleitung des deutschen Klimaschutzprogramms im Vergleich mit den Klimaberichten der westeuropaeischen Staaten

H2020-EU.3.3. - Societal Challenges - Secure, clean and efficient energy - (H2020-EU.3.3. - Gesellschaftliche Herausforderungen - Sichere, saubere und effiziente Energieversorgung), TRansmission system enhancement of regIoNal borders by means of IntellIgenT market technologY (TRINITY)

Nowadays, the adoption of a single and unified electricity market (1) is one of the main challenges faced by Europe. Although the Western and Northern regions of Europe have been working for several years towards reaching such objective, the South-Eastern region of Europe has not followed the same roadmap and it not as advanced in this field as Western Europe. TRINITY will address this challenge in order to improve the current situation and facilitate the interconnection of South-Eastern electricity markets - among them and also within the current Multi Regional Coupling area (MRC). TRINITY will develop a set of solutions to enhance cooperation among the transmission system operators of SEE in order to support the integration of the electricity markets in the region, whilst promoting higher penetration of clean energies. This strategic goal will be driven by end-users (8 TSOs, 4 NEMOS and 1 RCC) and will be achieved through the deployment in the region of four independent, but complementary, products: T-Market Coupling Framework; T-Sentinel Toolset; T-RES Control Center and T-Coordination Platform.

Feldhamsterschutzkonzept RLP

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] FELDHAMSTER- SCHUTZKONZEPT Rheinland-Pfalz Februar 2023 INHALT 1.Anlass1 2.Der Feldhamster (Cricetus Cricetus)2 2.1 Lebensraum- und Habitatansprüche2 2.2 Lebenszyklus2 2.3 Schutzstatus3 2.4 Aktuelle Rechtsprechung im Feldhamsterschutz3 2.5 Gefährdungssituation5 2.6 Ziel von Schutzmaßnahmen5 3.7 Vorangegangene Arbeitsschritte und –Ergebnisse 3.1 Empfehlungen der Machbarkeitsstudie7 3.2 Entnahme genetischer Ressourcen7 4.Akteure im Feldhamsterschutz in RLP8 5.Festlegung von Zielgrössen in Rheinland-Pfalz10 6.Maßnahmenempfehlungen11 6.1 Genetische Ressourcen13 6.2 Kurz- und Mittelfristig14 6.3 Langfristig18 6.4 Monitoring21 7.24 Beteiligung und Umsetzungsoptionen 7.1 Rechtliche Rahmenbedingungen25 7.2 Empfehlungen Für Rheinland-Pfalz25 8.Zeitplan28 9.Definitionen30 10. Quellen32 11. Anhang37 Impressum 38 1. ANLASS Auf Grundlage der Vorarbeiten des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) wurde die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM) – Referat 1025 – gebeten, die dringliche Nachzucht von Feldhamstern zu orga- nisieren. Darüber hinaus wurde die SNU angehalten, ein Wiederansiedlungskonzept und eine Strategie zur Umsetzung der Flächenvorbereitung anzugehen und breit abzustimmen. Anpassungen des vorliegenden Konzeptes nach praktischen Erfordernissen bzw. Erkenntnissen oder auf Grund von geänderten Rahmenbe- dingungen sollen jederzeit möglich sein. Das Konzept gibt zunächst einen Abriss zu den Ansprüchen, der Gefährdungssituation und dem Schutz- status des Feldhamsters im Allgemeinen. Es legt darüber hinaus die vorangegangenen Arbeitsschritte und -ergebnisse dar. Auf der Grundlage ausführlicher Literaturrecherchen und dem Blick in andere (Bundes-) Länder mit vergleichbaren Herausforderungen, werden in Kapitel 5 Zielgrößen für Rheinland-Pfalz zur Rettung des Feldhamsters definiert. Auf diesen Grundlagen führt Kapitel 6 Maßnahmenempfehlungen detailliert aus. Darauf folgend wird das Thema Beteiligung von Akteur:innen näher betrachtet (Kapitel 7) und Umsetzungsoptionen beleuchtet. Am Ende des Konzepts wird ein Zeitplan (Kapitel 8) vorgeschlagen. Bildautor: Wolfgang Hock Der Feldhamster (Cricetus Cricetus) 1 2. DER FELDHAMSTER 2.1 LEBENSRAUM- UND HABITATANSPRÜCHE Feldhamster (Cricetus cricetus) sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben in strukturreichen und extensiv genutzten Ackerlandschaften mit tiefgründigen, gut grabbaren und nicht zu feuchten Löss- und Lehmböden. Feldhamster benötigen diese Bodenstruktur zur Anlage stabiler Baue, die im Sommer ca. 60 cm (Schreiber 2010) und im Winter bis zu 2 m tief sein können (vgl. Weinhold und Kayser 2006). Feldhamster ernähren sich überwiegend von Getreide, brauchen für eine abwechslungsreiche Ernährung allerdings auch Ackerwild- kräuter und Insekten (vgl. Boye und Weinhold 2004). Das Überleben der Art wird neben einem guten Nahrungsangebot vor allem durch das Vorhandensein von Deckung als Schutz vor Fressfeinden gefördert (vgl. Ackermann 2013). Neben abwechslungsreichen Kulturlandschaften findet man Feldhamster auch ver- einzelt in Kleingärten und Parkanlagen, wie zum Beispiel auf dem Wiener Friedhof (Stadt Wien 2010) und Privatgärten in Niedersachsen (AG Feldhamsterschutz Niedersachsen 2018). 2.2 LEBENSZYKLUS Feldhamster erwachen im März/April aus ihrem Winterschlaf. Im Frühjahr ernähren sie sich von dem, was in unmittelbarer Nähe zum Bau vorhanden ist, z. B. grüne Pflanzenteile (Surdacki 1964). Außerhalb der Fort- pflanzungszeit sind Feldhamster Einzelgänger. In Deutschland beginnt die Fortpflanzungszeit im April/Mai (Kayser und Stubbe 2003). Die Männchen gehen dann auf die Suche nach den Weibchen. Während der Reproduktionsphase sind sie bestrebt sich mit so vielen Weibchen wie möglich fortzupflanzen. In West- europa werfen weibliche Feldhamster zweimal im Jahr durchschnittlich sechs bis zehn Jungtiere, wobei, je nach Lebensbedingungen, sowohl die Reproduktionsphase als auch die Wurfgröße stark schwanken kann (Weinhold und Kayser 2006). Der erste Wurf kommt im Mai/Juni und die Jungtiere sind bereits nach ca. drei Wochen selbstständig. Durch die zunehmende innerartliche Aggression trennen sich die Wege der Ge- schwister in einer Periode von drei bis fünf Wochen (Eibl-Eibesfeldt 1953; Weinhold und Kayser 2006). Die Jungtiere verlassen sodann den Mutterbau, übernehmen verlassene Baue oder legen neue an (Weinhold und Kayser 2006). In Deutschland beteiligen sich weibliche Tiere selten zweimal jährlich an der Reproduktion (vgl. Weinhold und Kayser 2006:41). Zudem haben späte Würfe aufgrund fehlender Deckung und Nahrung nach der Ernte eine geringere Überlebenschance als zeitigere Würfe (vgl. Weinhold und Kayser 2006). Der letztmögliche Zeitpunkt der Reproduktion ist Mitte August, da sich die Fortpflanzungsorgane der männlichen Tiere dann zurückbilden (Kayser und Stubbe 2003). Gleichzeitig konnte nachgewiesen werden, dass männliche Feldhamster ab August in Winterschlaf gehen, später gefolgt von Weibchen und Jungtieren (Franceschini und Millesi 2005). 2 Während des Winterschlafs verbrauchen die Tiere ihre angefressenen Fettreserven. Vor allem männliche Feldhamster haben noch während der Aktivitätsphase Zeit diese anzulegen. Weibchen und Jungtiere hingegen sind auf Vorräte angewiesen (Strnadl 2020). Hierfür eignet sich trockenes Getreide. Hiervon benötigt ein ausgewachsener Feldhamster mind. 1,2 kg, um den Winter zu überleben (Wendt 1991). Die Überwinterung beträgt im Mittel sechs Monate, wobei sie u. a. individuellen, klimatischen und geografischen Abweichungen unterliegen kann. Der Erfolg der Überwinterung ist abhängig vom Gesundheitszustand des Tieres, der Menge der Vorräte und der Lage des Winterbaus (Weinhold und Kayser 2006). Die Winter- sterblichkeit kann 61,5 % betragen (Wendt 1984). 2.3 SCHUTZSTATUS Der Feldhamster gehört in Westeuropa zu den am stärksten gefährdeten Säugetierarten undkommt auch in Deutschland nur noch in wenigen zusammenhängenden Gebieten vor (Meinig et al. 2014). Wegen der europaweit stark zurückgehenden Bestände ist der Feldhamster in Anhang IV der Flora-Fauna-Habi- tat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) verzeichnet und zählt damit zu den streng zu schützenden Arten von gemeinschaftlichem Interesse. Hierdurch besteht die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten die Feldhamster- populationen in einem günstigen Erhaltungszustand zu erhalten oder diesen herzustellen (gem. Art. 1 Nr. a) Richtlinie 92/43/EWG). Es gilt das Verbesserungsgebot. Für die Einschätzung des Erhaltungszustandes sind gemäß der Empfehlung von Sachteleben und Behrens (2010) durch die zuständigen Landesbehörden mindestens alle zwei Jahre folgende Kriterien der Richtlinie 92/43/EWG zu erfassen, zu bewerten und an das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zu melden: Verbreitungs- gebiet, Population, Habitat, Spezifische Strukturen und Funktionen, Flächengröße und Zukunftsaussichten. Laut Nationalem Bericht 2019 ist der Erhaltungszustand der Feldhamsterpopulationen in der kontinentalen biogeografischen Region ungünstig-schlecht (FFH-Bericht 2019). Deutschland und insbesondere die Bundesländer in denen Feldhamster noch vorkommen sind dementsprechend in der Verantwortung den Zu- stand der Feldhamsterpopulationen zu verbessern (Meinig et al. 2020). Im September 2020 hat die IUCN den Feldhamster als weltweit »vom Aussterben bedrohte Art« eingestuft (Banaszek et al. 2020). In der Roten Liste Rheinland-Pfalz (Stand 2006) wird er allerdings noch als potentiell gefährdet geführt. Experten empfahlen bereits 2011 eine Einordnung in die Kategorie 1 »vom Aussterben bedroht«, denn ohne Schutzmaßnahmen sei in 10 Jahren mit dem Aussterben der Art zu rechnen (DRL 2014). 2.4 AKTUELLE RECHTSPRECHUNG IM FELDHAMSTERSCHUTZ Neben den geltenden Rechtsverordnungen sind auch die Rechtsprechungen des Europäischen Gerichts- hofs (EuGHs) zur Auslegung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) im Feldhamsterschutz zu beachten. Das vorliegende Konzept orientiert sich an den in diesen Urteilen festgelegten Definitionen in Bezug auf Feldhamster, sodass die relevanten Begrifflichkeiten und der Kontext an dieser Stelle näher beleuchtet werden sollen. Bildautor: Cezary Korkosz Im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der Stadt Wien und einem Bauunternehmer, der maßgeblich Feldhamsterbaue überbauen ließ, wurden in den letzten zwei Jahren zwei Urteile vom EuGH zu Gunsten der Feldhamster gefällt. 3

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