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Wassereinzugsgebiets-Langzeit-Monitoring im Forsthydrologischen Forschungsgebiet Reinhardswald

Das Forsthydrologische Forschungsgebiet Reinhardswald (Nordhessen) umfasst das 420 ha grosse, bewaldete Einzugsgebiet des Elsterbaches. Dort werden seit 1971 Wasser- und Stoffbilanzuntersuchungen durchgefuehrt. Vorrangiges Ziel ist es, die atmogene Saeure- und Schadstoffbelastung dieses repraesentativen Mittelgebirgs-Waldoekosystems zu quantifizieren und die langfristigen Auswirkungen der sauren Deposition auf die forstlichen Standorte, die Waldbestockung, das Abflussverhalten/-regime und die Gewaesserqualitaet zu dokumentieren. Im Rahmen einer normalen forstlichen Bewirtschaftung wird das Forschungsgebiet Reinhardswald also als 'Barometer-Einzugsgebiet' zum Erkennen exogen verursachter Veraenderungen im Wasser- und Stoffhaushalt genutzt

Gewässerausbau zur Renaturierung des Rosbächle in Bad Hindelang

Der Markt Bad Hindelang beantragt die wasserrechtliche Plangenehmigung für die Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen in Form eines Gewässerausbaus des Wildbachs „Rosbächle“. Geplant ist die Renaturierung eines ca. 50 m langen Abschnitts auf den Flurstücken 3754/4 und 3759/2 in Bad Hindelang. Eine Teilstrecke des Rosbächle ist bisher in Form einer Landbrücke verbaut, seitlich mit Beton verkleidet und darüber wieder begrünt. An einer Stelle ist diese Verbauung nun eingebrochen und wäre somit sanierungsbedürftig. Nachdem die Verbauung aus landwirtschaftlicher Sicht nicht mehr benötigt wird, soll das Gewässer nun möglichst renaturiert werden. Hierzu ist vorgesehen das Gewässer auf einer Länge von ca. 50 m freizulegen, um auch die ökologische Situation zu verbessern. In diesem Zuge wird auch der jetzige Bachlauf geringfügig nach Nordosten verlegt. Im Bereich der Baumaßnahme auf der orographisch linken Uferseite des Gundbach leitet das Rosbächle in den Gundbach ein. Am Eimündungsbereich in den Gundbach, soll im Gundbach am gegenüberliegen - dem orographisch rechten Ufer - eine zweireihig ineinander versetzte Verbauung mit Wasserbausteinen erfolgen, die eine Böschungserosion verringern und das Ufer in diesem Bereich erhalten soll.

Forschungsgruppe FOR 2793: Sensitivity of High Alpine Geosystems to Climate Change Since 1850 (SEHAG), Auswirkungen des Klimawandels auf hydrologische Prozesse in hochalpinen Einzugsgebieten

Die Häufigkeit und das Ausmaß extremer hydrologischer Ereignisse werden höchstwahrscheinlich durch den Klimawandel verstärkt. Hochalpine Einzugsgebiete sind besonders sensible Räume, da diese Regionen der Hydrosphäre stark durch Veränderungen im Temperatur- und Niederschlagsregime beeinflusst werden. Die starke Kopplung zwischen der Hydrologie und weiteren Komponenten der Geosystem in hoch gelegenen Einzugsgebieten erfordert eine detaillierte Beschreibung der ablaufenden hydrologischen Prozesse. Dieser Umstand rechtfertigt die Einrichtung dieses Teilprojekts der im Rahmen des SEHAG Projektes (Sensitivity of high Alpine geosystems to climate change since 1850) beantragten Forschergruppe. Die Innovation der vorgeschlagenen Forschungsrichtung liegt in der Untersuchung der Veränderungen in der Hydrosphäre zwischen 1850 und 2050 und wie diese mit den übrigen Komponenten der Geosystem in hochalpinen Lagen interagieren. Insbesondere werden wir gründliche Zeitreihenanalysen zur Untersuchung der Korrelation zwischen Klimawandel und den Jährlichkeiten extremer hydrologischer Ereignisse (z.B.: zeitliche Verteilung von Niederschlagsereignissen innerhalb eines Jahres und Einsetzen der Schnee- und Gletscherschmelze) durchführen. Daneben wollen wir verifizieren ob es möglich ist die Qualität der hydrologischen Modelle für hochalpine Einzugsgebiete durch 'multi-objective' Kalibrierungsansätze zu verbessern. Archive spielen dabei eine wichtige Rolle als Datenquelle zur Rekonstruktion der meteorologischen Bedingungen der Vergangenheit. Außerdem ermöglicht die Zusammenarbeit mit anderen Teilprojekten die Kalibrierung des hydrologischen Modells, sowohl gegen den Abfluss, als auch gegen Permafrost- sowie Schnee- und Gletschermessungen. Darüber hinaus werden uns die geplanten experimentellen Messungen erlauben die 'multi-objective' Kalibrierung auf weitere Parameter, wie die elektrische Leitfähigkeit des Abflusses oder die Wassertemperatur der Wildbäche auszuweiten. Das resultierende, kalibrierte Modellergebnis, für das eine intensive Unsicherheitsanalyse durchgeführt werden wird, wird dann von den weitern Teilprojekten genutzt, um die Veränderungen in der Geosystem zu interpretieren.

Belastbarkeit von Gebirgsbaechen mit organischen Abfallstoffen und Abwaessern

Die Zunahme der Erschliessung des Gebirges bis in hochalpine Zonen hat zu einem Umdenken in der natuerlichen Verarbeitung von Abfallstoffen und Abwaessern in diesen Hoehenlagen gefuehrt. Es soll hier aufgrund von einzelnen Schwerpunktuntersuchungen ein Modell der Belastbarkeit von alpinen Baechen aufgestellt werden. Vor allem auch im Hinblick auf die Niedrigwasserverhaeltnisse zum Zeitpunkt der hoechsten Belastung (Wintersportzentren).

Analyse der Ursachen / Prozesswirkungsketten der rezenten Zunahme von Bodenerosionserscheinungen in Einheiten der hochmontanen bis alpinen Stufe an ausgewählten Testgebieten in Westösterreich

Erforschung des Faktorenkomplexes der Ursachen rezenter Zunahmen der Bodenerosion auf waldfreien Standorten in alpinen Einzugsgebieten der hochmontanen bis alpinen Stufe in Westösterreich. Verbesserung des Prozessverständnisses und Abschätzung möglicher zukünftiger Szenarien der Erosionsentwicklung unter dem Aspekt sich ändernder Klimabedingungen (z.B. Häufung meteorologischer Extreme, geänderte Ausaperungsbedingungen, Häufung von Bodenlawinen etc.). - Ableitung von Methoden zur Früherkennung und Prognose der Erosionsentwicklung. Die Früherkennung von instabilen Hangbereichen ist ein zentrales Thema in der Gefahrenprävention. - Abklärung der Bedeutung dieser rezenten Bodenerosion für die Geschiebeentwicklung in Wildbacheinzugsgebieten. Unter welchen Bedingungen ist mit einer erhöhten Geschiebebereitstellung zu rechen? - Schaffung einer Basis für die Ableitung / Anpassung / Entwicklung von einfachen, kostengünstigen und trotzdem dauerhaften Sanierungsverfahren in der Praxis (für WLV, Zivilingenieure, das Feld der Ingenieurbiologie, etc.), z.B. unter Weiterentwicklung des Ansatzes von Florineth, Mittendrein und Stern aus dem Jahr 2002 oder Adaptierung des für die Stabilisierung extrem skelettreicher und verarmter Standorte entwickelten Ansatzes von Schaffer et al. (2006).

Sensitivitaet von Wildbachsystemen

Das Forschungsprojekt ist Teil einer in groesserem Rahmen erfolgenden systemanalytischen Betrachtung von Wildbacheinzugsgebieten. In diesem Kontext lautet die uebergeordnete Fragestellung: Wie reagieren hydrologische und geomorphologische Prozesse in Wildbacheinzugsgebieten auf Umwelt- und Klimaveraenderungen? Innerhalb des NFP 31 ergibt sich folgendes Konzept: In den fuer langfristige Beobachtungen und Messungen ausgeruesteten Wildbacheinzugsgebieten Rotenbach/Schwarzsee und Erlenbach/Alptal (WSL) sowie im vergleichsweise wesentlich steileren Einzugsgebiet Spissibach/Leissigen (GIUB) werden einerseits wichtige hydrologische und geomorphologische Prozesse in repraesentativen, verschieden ausgestatteten Hang- und Gerinnesequenzen gezielt untersucht und andererseits anhand bestehender Datensaetze kleinere und groessere Hochwasserereignisse mit ihrer Vorgeschichte ausgewertet. Bestehende Modellansaetze werden zur Entwicklung von Teilmodellen zur 'Abflussbildung' und zur 'Feststofflieferung' weitgehend uebernommen und wo noetig angepasst. Diese beiden Teilaspekte werden in der praktischen Durchfuehrung weitgehend gemeinsam und synoptisch bearbeitet. In der Synthese soll ein vorlaeufiges 'Gesamtmodell Wildbach' formuliert werden, das relevante Vorgaenge im Wildbachgeschehen unter heutigen Bedingungen beschreibt. Mit Hilfe dieses Modells und der einzelnen Teilmodelle soll die Sensitivitaet von Teilsystemen und des Gesamtsystems auf Aenderungen des Witterungsablaufs und der Umwelt untersucht werden, wobei auf vorzugebenden Klima- und Umweltszenarien basiert wird.

Antrag der Stadt Bad Reichenhall auf Plangenehmigung für den Hochwasserschutz am Seebach (Hoswaschbach), Gew. III. Ordnung, im Ortsteil Nonn

Die Stadt Bad Reichenhall plant für den Ortsteil Nonn einen umfassenden Hochwasserschutz, bestehend aus den Teilmaßnahmen: • Geländemodellierung im Bereich von Grünland (Flur.-Nr. 794, Gemarkung Karlstein) • Neubau der Brücke Nonner Au inkl. Gradientenanpassung der Gemeindeverbindungsstraße im Brückenbereich zur Herstellung der Freibordsicherheit; Anpassung der Anrainerparkplätze an die zukünftige Höhensituation • Rückbau der bestehenden Fuß- und Radwegebrücke inkl. der bestehenden Wegeanschlüsse • Herstellung der Schutzlinie (Spundwand) für den Ortsteil Nonn am linksseitigen Ufer, Länge 120 m, inkl. Binnenentwässerung • Herstellung der Schutzlinie am linksseitigen Ufer (voraussichtlich ebenfalls Spundwand, Länge 150 m) mit Schutzstreifen 3 m im Bereich des geplanten Bebauungsplanes “Rausch” (Flur-Nr. 798/14 und 798) • Temporäre Bauwasserhaltung und dauerhafte Ableitung Starkregen DN600, weitgehend in bestehender Straße und im rechtsseitigen Wanderweg • Abbruch und Neubau Fuchssteig (Steg) mit Herstellung Wegeanschlüsse Die Maßnahme im Ortsteil Nonn ist Teil eines gesamtheitlichen Hochwasserschutz-Konzeptes für den Seebach/Hoswaschbach, das sich beginnend im Ortsteil Karlstein bis in den Unterlauf nach Nonn erstreckt. Vorhabensträger der Maßnahmen im Ortsteil Karlstein, in dem der Seebach als ausgebauter Wildbach im Wildbachverzeichnis eigetragen ist, ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Vorhabensträger der Maßnahmen im Unterlauf ist die Stadt Bad Reichenhall.

Monitoring in Wildbacheinzugsgebieten

Das Institut für Alpine Naturgefahren betreibt Monitoring-Stationen in Wildbacheinzugsgebieten, die in der Vergangenheit Schauplatz von Hochwasser- und Murgangereignissen waren. Neben den Messsensoren und Videoaufzeichnung im Gerinnebereich zählen Wetterstationen, die kontinuierlich meteorologische Parameter aufzeichnen, zu wertvollen Datenquellen für die Vorwarnung und Analyse von Wildbachereignissen.

Risikoanalyse und Risikomanagement Wildbach

Zur richtigen Beurteilung der Gefahrensituation in einem Wildbach und zur Ableitung dementsprechender Schutzmassnahmen sind verschiedenste Untersuchungsschritte notwendig. Von besonderer Bedeutung sind die Ereignisdokumentation und Ereignisanalyse, die Beurteilung der Massenverlagerungsprozesse und die Dimensionierung von technischen und passiven Maßnahmen. Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Aufnahmemethodik im Zuge der Ereignisdokumentation, die Gewinnung von Daten aus 'Mustereinzugsgebieten', die Verbesserung und Neuentwicklung der Meßsensorik, die Aufnahme von Daten zur Bemessung von aktiven und passiven Schutzmassnahmen ab.

Gewässerausbau, Geländemodellierung am Höllgraben, Grundstück Fl. Nr. 544 Gemarkung Bergen, Gemeinde Bergen, Schaffung eines zusätzlichen Rückhaltevolumens, Plangenehmigung

Der Vorhabensträger beabsichtigt, auf dem Grundstück Fl. Nr. 544 Gemarkung Bergen, Gemeinde Bergen zur Herstellung zusätzlichen Rückhaltevolumens eine Geländemodellierung vorzunehmen. Das Grundstück liegt am Höllgraben, Gewässer III. Ordnung (Wildbach). Eingriffe in das Gewässer selbst ist nicht vorgesehen. Das Vorhaben stellt einen Gewässerausbau nach § 67 Abs. 2 Satz 3 Wasserhaushaltsgesetz - WHG dar. Mit den vorliegenden Antragsunterlagen wird die Plangenehmigung nach § 68 Abs. 2 WHG für den vorgesehenen Gewässerausbau beantragt.

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