Spurenanalyse im BfS Mit hochempfindlichen physikalischen Messsystemen ist es dem BfS möglich, geringste Spuren radioaktiver Stoffe in der Luft zu detektieren. Dabei kann unterschieden werden, ob die nachgewiesenen radioaktiven Spuren natürlichen oder künstlichen Ursprungs sind. Diese Untersuchungen werden als Spurenanalyse bezeichnet und dienen unter anderem zur Überwachung des weltweiten Stopps von Kernwaffenversuchen. Aufgaben und Ziele der Spurenanalyse des BfS sind es, geringste Mengen radioaktiver Stoffe in der Luft nachzuweisen sowie deren Herkunft, Verteilung und Transport in der Umwelt zu untersuchen und kurz- und langfristige Änderungen auf niedrigstem Aktivitätsniveau zu verfolgen. Gesetzliche Grundlagen Gesetzliche Grundlagen für die Untersuchungen im Rahmen der Spurenanalyse sind das Strahlenschutzgesetz ( StrlSchG ) mit den Messprogrammen zur AVV - IMIS , der EURATOM -Vertrag sowie der Vertrag zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens ( CTBT ). Die Messergebnisse werden von der Leitstelle Spurenanalyse im BfS zusammengefasst und an das Bundesumweltministerium ( BMUV ), die Internationale Atomenergieorganisation (International Atomic Energy Agency, IAEA ) sowie an die Europäische Union ( EU ) berichtet. Die Ergebnisse werden im Ereignisfall, wenn größere Mengen radioaktive Stoffe in die Luft gelangen (zum Beispiel bei einem Unfall in einem Kernkraftwerk) zusätzlich im System der elektronischen Lagedarstellung des Notfallschutzes ( ELAN ) bereitgestellt. Luftstaubsammler der Spurenanalyse auf dem Dach der BfS-Dienststelle in Freiburg Luftproben An der Messstation Schauinsland und in Freiburg werden Luftstaub- und Edelgasproben genommen und in den Spurenanalyselaboren am Standort Freiburg aufbereitet und gemessen. Die Luftstaub- und Edelgasproben werden kontinuierlich – in der Regel jeweils über eine Woche – gesammelt. Bei Bedarf (zum Beispiel nach dem Unfall in Fukushima ) werden zusätzlich Niederschlagsproben genommen und auf Radionuklide untersucht. Darüber hinaus werden Edelgasproben aus aller Welt im Edelgas-Labor in Freiburg analysiert. Labore Zur Spurenanalyse nutzt das BfS verschiedene Labore : Edelgas-Labor Gammaspektrometrie-Labor Radiochemie-Labor Edelgas-Labor Edelgas-Labor zur Spurenanalyse Akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 Aufgaben Umweltüberwachung im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben Nachweis von verdeckten nuklearen Aktivitäten Die radioaktiven Isotope der Edelgase Xenon (zum Beispiel Xenon-133) und Krypton (Krypton-85) spielen eine wichtige Rolle bei dem Nachweis von verdeckten nuklearen Aktivitäten wie unterirdischen Kernwaffentests sowie als Indikator für die Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (auch zur Produktion von Plutonium für Kernwaffen). Das BfS unterstützt mit seinem Labor die Vertragsorganisation zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens ( CTBTO ) als " Support Labor". Das BfS nimmt wöchentlich Luftproben in Freiburg und auf dem Schauinsland. An derzeit weltweit weiteren sechs Probeentnahmestationen werden in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wöchentlich Proben für die Analyse im Edelgas-Labor des BfS gesammelt. Hierzu werden die Proben an den Probenahmestellen so aufbereitet, dass sie in Druckdosen oder Gasbehältern an das Edelgas-Labor verschickt werden können. Verfahren Eine Edelgasprobe wird für die Aktivitätsmessung aufgearbeitet Im Edelgas-Labor wird die Luftprobe mittels eines gaschromatographischen Verfahrens analysiert; das heißt, das Gasgemisch wird in seine einzelnen chemischen Bestandteile getrennt. Die Aktivität des Kryptonanteils wird mit Hilfe von Messungen der Beta- Strahlung mit Proportionalzählrohren bestimmt. Das Gasvolumen des analysierten Kryptonanteils wird anschließend gaschromatographisch ermittelt. Für die Bestimmung der Aktivität der Xenon-Isotope betreibt das Edelgas-Labor zwei nuklidspezifische Xenon-Messsysteme. Mit diesen Systemen können die Aktivitäten und Aktivitätskonzentrationen der vier Xenon-Isotope Xenon-133, Xenon-135, Xenon-131m und Xenon-133m mit Hilfe der simultanen Messung von Beta- und Gamma-Strahlung bestimmt werden. Wird in Luftproben Xenon nachgewiesen, kann die so ermittelte Isotopenzusammensetzung Hinweise auf die mögliche Quelle des Xenons liefern. Das Verfahren wurde im März 2022 in den Akkreditierungsumfang aufgenommen. Bei erhöhtem Probenaufkommen besteht zusätzlich auch die Möglichkeit der Aktivitätsbestimmung von Xe-133 über die Betaaktivität analog zur Aktivitätsbestimmung von Kr-85. Nachweisgrenze Typische Nachweisgrenzen des Proportionalzählrohr-Messsystems liegen für die Aktivitäten von Krypton-85 bei zirka 0,03 Becquerel und bei zirka 0,01 Becquerel für Xenon-133. Für die nuklidspezifischen Xenon-Systeme liegt die Nachweisegrenze bei zirka 0,002 Becquerel . Gammaspektrometrie-Labor Gammaspektrometrie-Labor zur Spurenanalyse Akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 Aufgaben Umweltüberwachung im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben Nachweis von Spuren künstlicher Radionuklide in Luftstaubproben Spuren radioaktiver Stoffe im Luftstaub werden mit Hilfe der Gammaspektrometrie nachgewiesen. Die hierfür benötigten Proben werden mit Hochvolumensammlern genommen, der Sammelzeitraum beträgt in der Regel eine Woche. Im Ereignisfall ist auch eine tägliche Probenahme möglich. Ziel der Messungen ist die Bestimmung der Aktivitäten und Aktivitätskonzentrationen der verschiedenen gammastrahlenden Radionuklide , die aus der Luft auf Filtern abgeschieden wurden. Für die Suche nach radioaktiven Spuren werden im Gammaspektrometrie-Labor der Dienststelle Freiburg Luftstaubproben gemessen, die mit Hochvolumensammlern an der Messstation auf dem Schauinsland und auf dem Dach der Dienststelle in Freiburg genommen werden. Die Hochvolumensammler saugen die Luft mit einem Durchsatz von 700 bis 900 Kubikmetern pro Stunde über großflächige Aerosol -Filter. Die Staubpartikel mit den anhaftenden Radionukliden werden auf diesen Filtern abgeschieden. Verfahren Besaugter Aerosolfilter Die Filter werden nach Ende der Sammelzeit (in der Regel eine Woche) zu Tabletten gepresst. Um auch noch kleinste Mengen von Radionukliden nachweisen zu können, werden die Tabletten mit hochempfindlichen Reinstgermaniumdetektoren über mehrere Tage hinweg gemessen. Bleiabschirmungen dienen hierbei zur Reduzierung der überall vorhandenen Umgebungsstrahlung, die die Messung stören kann. Typische Nachweisgrenzen für die Aktivitätskonzentration von Cäsium-137 liegen bei circa 0,1 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft. Nicht alle Radionuklide können anhand der Gammastrahlung identifiziert werden. Radionuklide wie zum Beispiel Strontium-90 oder Plutonium müssen zunächst radiochemisch abgetrennt und für die jeweilige Messung entsprechend aufbereitet werden. Dies erfolgt in der Regel jeweils monatsweise im Radiochemielabor der Dienststelle Freiburg. Gepresster Filter auf dem Detektor Die Überwachung von radioaktiven Spuren am Luftstaub ist unter anderem ein Bestandteil der Messprogramme nach AVV - IMIS und des EURATOM -Vertrags. Messungen außerhalb des Akkreditierungsumfangs Gasförmiges Jod Gasförmiges Jod kann nicht auf Luftstaubfiltern abgeschieden werden. Um dieses Jod nachweisen zu können, wird es an die Oberfläche eines festen Stoffes (zum Beispiel Aktivkohle) angelagert. Die dabei entstandene Probe wird gammaspektrometrisch untersucht. Niederschlagsproben Bei Bedarf (zum Beispiel nach dem Unfall in Fukushima ) werden an der Dienststelle in Freiburg sowie an der Messstelle auf dem Schauinsland zusätzlich Niederschlagsproben genommen und auf Radionuklide untersucht. Diese Proben enthalten die mit dem Niederschlag aus der Luft ausgewaschenen Radionuklide . Radiochemie-Labor Radiochemie-Labor zur Spurenanalyse Aufgabe: Umweltüberwachung im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben Nachweis radioaktiver Elemente in Luftstaubproben: Strontium Uran Plutonium Nachweis von verdeckten nuklearen Aktivitäten An den Messstationen Schauinsland und in Freiburg gesammelte Luftstaubproben werden zunächst im Gammaspektrometrie-Labor gemessen und ausgewertet. Danach werden sie im Radiochemie-Labor mit speziellen Methoden aufbereitet, um Strontium, Uran und Plutonium einzeln abzutrennen. Verfahren Um eine möglichst niedrige Nachweisgrenze zu erreichen, werden jeweils vier bis fünf Wochenproben zu Monatsproben zusammengefasst und verascht. An der Asche dieser Proben werden die Aktivitätskonzentrationen der oben genannten Nuklide bestimmt. Hierfür wird die Probenasche in Säure aufgelöst und in einem speziell dafür vorgesehenen Mikrowellengerät aufbereitet. Anschließend werden die zu bestimmenden Nuklide mittels radiochemischem Analyseverfahren abgetrennt und auf Filtern beziehungsweise Edelstahlplättchen abgeschieden. Filterproben werden im Radiochemielabor aufgearbeitet Die Strontiumisotope werden mit einem Low-Level alpha/beta Messplatz gemessen. Dabei handelt es sich um ein Messsystem, mit dem kleinste Aktivitäten von Alpha- und Beta-Strahlern nachgewiesen werden können. Die Messung der Uran - und Plutoniumisotope erfolgt nach der elektrochemischen Abscheidung auf Edelstahlplättchen in einem Alphaspektrometer. Nachweisgrenzen Mit dem beschriebenen Verfahren werden Nachweisgrenzen von 1 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft für Strontium-89, 0,03 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft für Strontium-90 sowie 0,0005 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft für die Isotope Uran -234, Uran -235, Uran -238, Plutonium -238, Plutonium -239 und Plutonium -240 erreicht. Stand: 24.07.2024
Leitstellen für die Überwachung radioaktiver Stoffe in der Umwelt Die radioaktiven Stoffe in der Umwelt werden zum einen von den Ländern, zum anderen von Einrichtungen des Bundes überwacht. In diesem Zusammenhang wurden Leitstellen eingerichtet, die jeweils für die Überwachung bestimmter Umweltbereiche verantwortlich sind. Die Aufgaben der Leitstellen sind im Strahlenschutzgesetz bzw. der IMIS -Zuständigkeitsverordnung, der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Integrierten Mess- und Informationssystem zur Überwachung radioaktiver Stoffe in der Umwelt ( AVV - IMIS ) und in der Strahlenschutzverordnung festgeschrieben. Der radioaktive Fallout durch die atmosphärischen Kernwaffenversuche in den 1950er und 1960er Jahren machte eine Überwachung der Belastung von Mensch und Umwelt durch Radioaktivität erforderlich. Wegen der Verpflichtungen durch den Artikel 35 des EURATOM -Vertrages von 1957 und der großtechnischen Nutzung der Kernenergie zur Energieproduktion wurde die Überwachung ausgeweitet und gesetzlich geregelt. Die radioaktiven Stoffe in der Umwelt werden zum einen von den Ländern, zum anderen von Einrichtungen des Bundes überwacht. Leitstellen: Einrichtungen des Bundes Gleichzeitig mit der amtlichen Überwachung wurden Leitstellen eingerichtet, die für bestimmte Umweltbereiche verantwortlich sind. Diese Leitstellen sind eingerichtet beim Bundesamt für Strahlenschutz , beim Deutschen Wetterdienst, bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde, beim Max-Rubner-Institut, beim Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie, beim Thünen-Institut. Die Aufgaben Die Aufgaben der Leitstellen sind im Strahlenschutzgesetz ( StrlSchG ) mit der IMIS -Zuständigkeitsverordnung ( IMIS -ZustV) und in der Strahlenschutzverordnung ( StrlSchV ) festgeschrieben. Dies sind unter anderem: Überprüfung der Messdaten, die im Rahmen der Umweltüberwachung ( AVV - IMIS ) nach StrlSchG sowie im Rahmen der Emissions- und Immissionsüberwachung ( REI ) nach StrlSchV erhoben werden (Datenerzeuger sind unter anderem die amtlichen Messstellen der Länder, Bundesinstitute sowie die unabhängigen Messstellen zur Überwachung kerntechnischer Einrichtungen und die Betreiber kerntechnischer Einrichtungen), Zusammenfassung und Dokumentation der Daten der Umweltüberwachung nach StrlSchG sowie der Emissions- und Immissionsüberwachung, Überprüfung, Weiterentwicklung und Dokumentation von Probenahme- und Analyseverfahren (Messanleitungen) , Vergleichsanalysen zur externen Qualitätskontrolle (Ringversuche, Messvergleiche), Beratung der zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder in fachlichen Fragen. Das BfS nimmt die Funktion einer Leitstelle in folgenden Bereichen wahr: Die Leitstellen des BfS Leitstelle Gesetzliche Grundlage Bemerkungen Leitstelle für Bodenoberflächen (In-situ-Gammaspektrometrie), Ortsdosis und Ortsdosisleistung ( ODL ) StrlSchG , IMIS -ZustV, AVV - IMIS , StrlSchV , REI ODL -Messnetz Leitstelle für Spurenanalyse StrlSchG , IMIS -ZustV, AVV - IMIS Spurenanalyse von radioaktiven Edelgasen (Krypton, Xenon) und luftstaubgebundenen Radionukliden Leitstelle für Trinkwasser, Grundwasser, Abwasser, Klärschlamm, Abfälle und Abwasser aus kerntechnischen Anlagen StrlSchG , IMIS -ZustV, AVV - IMIS , StrlSchV , REI Leitstelle für Arzneimittel und deren Ausgangsstoffe sowie Bedarfsgegenstände StrlSchG , IMIS -ZustV Leitstelle für Fortluft aus kerntechnischen Anlagen StrlSchG , IMIS -ZustV, REI Leitstelle für Fragen der Radioaktivitätsüberwachung bei erhöhter natürlicher Radioaktivität (ENORM) StrlSchG , IMIS -ZustV, StrlSchV Natürliche Radioaktivität in Umweltmedien, wie zum Beispiel Böden, Baustoffen sowie in industriellen Rückständen (zum Beispiel bei der Gewinnung von Erdgas) Qualitätssicherung von Messergebnissen durch die Leitstellen Die Leitstellen prüfen die Messergebnisse auf ihre Plausibilität und übernehmen die Qualitätssicherung der Daten. Korrekte Messergebnisse sind eine maßgebliche Voraussetzung, um in einem nuklearen Ereignisfall mögliche radiologische Auswirkungen richtig einschätzen zu können und die richtigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen. Die Leitstellen entwickeln die anzuwendenden Probenahme- und Analyseverfahren, prüfen die Messdaten auf Plausibilität, führen Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch, bereiten die verfügbaren Daten auf und erstatten Bericht an entscheidungsbefugte Stellen. Ringversuche und Laborvergleichsanalysen und -messungen als externe Qualitätskontrolle Die Leitstellen organisieren regelmäßig Ringversuche bzw. Laborvergleichsuntersuchungen zur externen Qualitätskontrolle. Dazu versendet die verantwortliche Leitstelle standardisierte Proben mit bekannter Zusammensetzung an die teilnehmenden Institutionen. Die Proben werden von den Teilnehmern mit den von ihnen üblicherweise verwendeten Verfahren analysiert. Ergebnisse: Vergleich liefert Informationen über Qualität von Analyse- und Auswertungsmethoden In Fachgesprächen und Workshops werden die angewendeten Methoden und Verfahren sowie die Ergebnisse von Ringversuchen bzw. Laborvergleichsanalysen und -messungen mit den Teilnehmern diskutiert. Im Bedarfsfall unterstützt die jeweilige Leitstelle teilnehmende Institutionen bei der Einführung neuer Mess- oder Analyseverfahren. Internationale Zusammenarbeit Die Mitwirkung der Leitstellen des BfS in internationalen Arbeitsgruppen dient dem Erfahrungsaustausch, der Harmonisierung von Analyse- und Messverfahren im internationalen Rahmen, der Qualitätssicherung der verfügbaren Daten. Die internationale Zusammenarbeit beim Fukushima-Unfall hat gezeigt, wie wichtig qualitätsgesicherte Daten auch auf internationaler Ebene sind. Durch das internationale Messnetz der CTBTO konnte sowohl die Ausbreitung der freigesetzten Radioaktivität als auch ihre Abschwächung bei der Verteilung in der Atmosphäre genau beobachtet werden. Die Entscheider erhielten so frühzeitig zutreffende Prognosen auf zu erwartende radiologische Auswirkungen im jeweiligen Land – eine wichtige Voraussetzung, um über mögliche nationale Schutzmaßnahmen zu entscheiden. Stand: 22.07.2024
Nachweis von Kernwaffentests wird präziser Schauinsland: BfS beendet Testphase für neues Messsystem Ausgabejahr 2022 Datum 01.02.2022 Messstation des BfS auf dem Schauinsland bei Freiburg Mit einem neuen Messsystem wird es künftig möglich sein, noch besser geheime unterirdische Kernwaffentests nachweisen zu können. Ende Januar beendete das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) im Auftrag der Organisation zur Überwachung des Internationalen Kernwaffenteststoppabkommens ( CTBTO ) die sechsmonatige Testphase eines neuen Systems zur Messung von radioaktiven Edelgasen in der Luft. Damit sollen noch geringere Konzentrationen erfasst werden können als es bislang der Fall war. Die Messungen werden damit noch präziser. Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz , Inge Paulini, verweist auf die internationale Bedeutung: "Seit dem Aufbau des internationalen Überwachungssystems Ende der 1990er Jahre sind mit Ausnahme von Nordkorea weltweit keine Atombomben mehr getestet worden. Dies ist ein großer Teilerfolg für das Ziel der nuklearen Abrüstung. Damit dies so bleibt, muss das Kontrollsystem ständig weiterentwickelt werden. Mit der Erprobung eines neuen Messsystems auf dem Schauinsland hat das BfS in den letzten Monaten einen Beitrag hierzu geleistet." Neues Messsystem auf dem Schauinsland ermöglicht genauere Messungen Geheime Kernwaffentests aufzuspüren ist Aufgabe der CTBTO . Mehrere Dutzend untereinander vernetzte, internationale Messstationen können geringste Spuren von Radioaktivität in der Luft erfassen. Andere Stationen messen seismische Signale. Das BfS betreibt auf dem Schauinsland bei Freiburg die einzige Messstation in Mitteleuropa, die hochempfindliche Radioaktivitätsmessungen für die CTBTO durchführen kann. Einen besonderen Stellenwert hat die Messung der radioaktiven Isotope des Edelgases Xenon, da dieses Edelgas auch nach unterirdischen Kernwaffen-Tests in die Atmosphäre gelangen und so gemessen werden kann. Auch jetzt schon gibt es auf dem Schauinsland ein System zur Messung von radioaktiven Edelgasen. Täglich werden dort Luftproben genommen und mit hochempfindlicher Messtechnik analysiert. Messung radioaktiver Edelgase Nun wurde ein neues Messsystem auf dem Schauinsland getestet. Es soll im internationalen Messnetz der CTBTO zum Einsatz kommen. Das neue System entnimmt alle sechs Stunden Proben aus der Luft, vier Mal häufiger als das aktuelle System auf dem Schauinsland. Gleichzeitig ist es noch empfindlicher als das alte. Damit soll es künftig noch einfacher werden, den Ursprung radioaktiver Stoffe zu ermitteln. Netzwerk zur Erfassung von radioaktiven Luftpartikeln und Edelgasen Weltweit sind im Rahmen der CTBTO 80 Stationen zur Überwachung von Radioaktivität in der Atmosphäre geplant. 40 von diesen sollen auch einen Nachweis radioaktiver Edelgase erbringen können. Aktuell sind 72 Stationen in Betrieb, 25 davon auch zum Nachweis radioaktiver Edelgase. Bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg hatten Freiburger Forscher*innen damit begonnen, auf dem 1.200 Meter hohen Schauinsland bei Freiburg die kosmische Höhenstrahlung zu messen. Im März 1953 stießen sie dabei auf ungewöhnliche Werte, die sich als Spuren von radioaktivem Fallout eines Atombombentests in der Wüste von Nevada ( USA ) herausstellten. Den Forscher*innen war es damit erstmals gelungen, radioaktive Stoffe aus Atombombentests anderer Staaten in Deutschland nachzuweisen. Die letzte oberirdische Atombombenexplosion im Oktober 1980 in China konnte ebenfalls auf dem Schauinsland nachgewiesen werden. Auch die radioaktive Wolke, die nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Frühjahr 1986 über Europa hinweg zog, und radioaktive Elemente aus dem Unfall in Fukushima wurden auf dem Schauinsland registriert. Stand: 01.02.2022
technologyComment of air separation, xenon krypton purification (CA-QC, RER, RoW): Kr-Xe-concentrate with 99.7% O2 is obtained from a side column of large air separation plants. Processes as purification and further distillation and the achieved yield may vary. Data represents an average process.
Wissenschaftliche Publikationen im Bereich Strahlenschutz 2004 Autor Auer M, Axelsson A, Blanchard X, Bowyer TW, Brachet G, Bulowski I, Dubasov Y, Elmgren K, Fontaine JP, Harms W, Hayes JC, T Heimbigner R, McIntyre JI, Panisko ME, Popov Y, Ringbom A, Sartorius H, Schmid S, Schulze J, Schlosser C, Taffary T, Weiss W, Wernsperger B Bährle H, Dalheimer A, Froning M, Kratzel U, Neudert N, Schäfer I, Ulbricht E Barquinero J F, Stephan G, Schmid E Barth I, Rimpler A Barth I, Rimpler A, Mielcarek J Baumgärtner F, Donhärl W Bayer A (Hrsg) Bergler I, Bernhard C, Gödde R, Löbke-Reinl A, Schmitt-Hannig A (Hrsg) Bergler I, Bernhard C, Gödde R, Löbke-Reinl A, Schmitt-Hannig A (Hrsg) Bieringer J, Schlosser C Bieringer J. Titel Intercomparison experiments of systems for the measurement of xenon radionuclides in the atmosphere. 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Wissenschaftliche Publikationen des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit 2002 Autor Akleyev AV, Grosche B, Gusev BI, Kiselev VI, Kisselev MF, Kolyado IB, Romanov S, Shoikhet YN, Neta R Barth I, Mielcarek J Barth I, Mielcarek, J Beck T, Dalheimer A Bellemann ME, Bruckner J, Peschke P, Brix G, Mason RP Titel Developing additional ressources. Radiat Environ Biophys 2002; 42:13-18 Occupational Beta Radiation Exposure During Radiosynoviorthesis In: 6. EAN Workshops „Occupational Exposure Optimisation in the Medical Field and Radiopharmaceutical Industry“. 23.-25.10.2002, Madrid/Spanien; 2002, 43-46 Beta-Strahlenexposition des medizinischen Personals in der endovasculären Brachytherapie. In: Michel R, Täschner M, Bayer A (Hrsg.): Praxis des Strahlenschutzes: Messen, Modellieren, Dokumentieren. Kloster Seeon, 21.-25.04.2002. 34. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz e.V., Verlag TÜV Rheinland, Köln, 2002; 425-432 Zertifizierung und Akkreditierung: Alles, was Sie schon immer darüber wissen wollten In: Strahlenschutzpraxis 2002; 8. Jahrgang, Heft 3: 4-8 19 Quantification and Visualization of Oxygen Partial Pressure in vivo by F NMR Imaging of Perfluorocarbons. Biomed Tech. 2002; 47: 451-4 Assessment of Radiation Exposure Caused by Transmission Scans in SPECT: An Anthropomorphic Dosimetry Study. Biomed Tech. 2002; 47: 474-5 Detection and analysis of xenon isotopes for the Comprehensive Nuclear- Test-Ban Treaty nternational monitoring. J Environ Radioactivity 2002; 59, 2: 139-151 Bellemann ME, Riemann S, Kapplinger S, Brix G, Gottschild D Bowyer TW, Schlosser C, Abel KH, Auer M, Hayes JC, Heimbigner TR, McIntyre JI, Panisko ME, Reeder PE, Sartorius H, Schulze J, Weiss W Brix G Magnetresonanztomographie. In: Medizinische Physik, Band II. Schlegel W und Bille J (Hrsg). 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Radiologe 2002; 42: 51-61 Brix G, Seebass M, Hellwig G, Estimation of Heat Transfer and Temperature Rise in Partial-Body Regions Griebel J During MR Procedures: An Analytical Approach with Respect to Safety Considerations. Magn Reson Imaging 2002; 20: 65-76 Brix J, Matthes R, Schulz O, Fachgespräch Forschungsprojekte zur Wirkung elektromagnetischer Felder Weiss W des Mobilfunks, Bundesamt für Strahlenschutz 21./ 22. Juni 2002. BfS Schrift 25/2002, ISSN 0937-4469 Burkart W, Sohrabi M, Bayer A High levels of natural radiation and radon areas: Radiation dose and health (Hrsg) effects. Elsevier Excerpta Medica 2002 1 Wissenschaftliche Publikationen des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit 2002 Autor Dehos A, Weiss W Dettmann K, Scheler R Titel Im Interesse der Verbraucher/-innen: der Vorsorgegedanke beim Schutz vor elektromagnetischen Feldern. Gesundheitswesen 2002; 64: 651-656 210 Results of Pb in Vivo Measurements for the Validation of Biokinetic and Exposure Models In: High Levels of Natural Radiation and Radon Areas: Radiation Dose and th Health Effects. Proceedings of the 5 International Conference on High Levels of Natural Radiation and Radon Areas held in Munich, Germany on September 4 to 7, 2000, Vol II Poster Presentations. BfS-Schrift 24/2002, Salzgitter, 2002; 400-403 Donhärl W, Gödde R, Schmitt- Strahlenschutzforschung. Programmreport 2000. Bericht über das vom Hannig A, Williams, M Bundesamt für Strahlenschutz fachlich und verwaltungsmäßig begleitete Ressortforschungsprogramm Strahlenschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. BfS-SH-Bericht 02/2002, Neuherberg, April 2002 Dymke N Radiological basis for the determination of exemption levels. Kerntechnik 2002; 67: 13-16 Fischer PG, Bayer A Praxis des Strahlenschutzes; Messen, Modellieren, Dokumentieren. Bericht von der 34. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz In: Strahlenschutzpraxis 8 (3) 2002; 51-57 Fischer PG, Bayer A Praxis des Strahlenschutzes; Messen, Modellieren, Dokumentieren. Bericht von der 34. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz In: Atomwirtschaft 2002; 47: 489-492 Grosche B, Brachner A, Wismut Studien des Bundesamtes für Strahlenschutz - Hintergrund und Hammer G, Kreuzer M, Gesamtkonzept. Martignoni K In: Bericht der Strahlenschutzkommission (SSK) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit H32 (Hrsg.): Stand der Forschung zu den "Deutschen Uranbergarbeiterstudien". 1. Fachgespräch am 7./8. Mai 2001 in Sankt Augustin. Urban & Fischer Verlag, München/Jena, 2002 Grosche B, Brachner A, Kreuzer Die deutsche Uranbergarbeiter-Kohortenstudie. M, Lehmann F, Martignoni K, Die BG 2002; 2: 54-60 Hammer G Grosche B, Land C, Bauer S, Fallout from nuclear tests. Health effects in Kazakhstan; Radiat Environ Pivina LM, Abylkassimova ZN, Biophys 2002; 42:75-80 Gusev BI Grosche B, Weiss W, Jahraus Häufigkeit kindlicher Krebserkrankungen in der Umgebung von H, Jung Th Atomkraftwerken in Bayern, BfS-SH-Berichte, BfS-SH-04/2002 Grosche B: Semipalatinsk test site. Introduction. Radiat Environ Biophys 2002; 42:53-5 Hellwig G, Brix G, Griebel J, Dynamic MR Mammography: Three-Dimensional Real-Time Visualization of Lucht R, Delorme S, Siebert M, Contrast Enhancement in Virtual Reality. Englmeier KH Acad Radiol. 2002; 9: 1255-1263 Henrichs K, Dalheimer A Zertifizierung und Akkreditierung im Strahlenschutz – ein Resümee oder: Was bedeutet dies für uns? In: Strahlenschutzpraxis 2002; 8. Jahrgang, Heft 3: 30 Henrichs K, Dalheimer, A ISO-Normen zur Inkorporationsüberwachung In: Michel R, Täschner M, Bayer A (Hrsg.) Praxis des Strahlenschutzes: Messen, Modellieren, Dokumentieren; 34. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz e.V., Kloster Seeon, 21.-25.04.2002 Publikationsreihe: Fortschritte im Strahlenschutz. Verlag TÜV Rheinland, Köln, 2002; 357-362 2 Wissenschaftliche Publikationen des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit 2002 Autor Hornhardt S, Gomolka M, Amannsberger R, Semmer J, Widemann S, Schindewolf C, Jung T Titel Combined Effects of Radiation and Environmental Noxae: Experiments with γ Radiation and Arsenic In: High Levels of Natural Radiation and Radon Areas: Radiation Dose and th Health Effects. Proceedings of the 5 International Conference on High Levels of Natural Radiation and Radon Areas held in Munich, Germany on September 4 to 7, 2000, Vol II Poster Presentations. BfS-Schrift 24/2002, Salzgitter, 2002; 535-538 Jahn I, Bammann K, Ahrens W, Sex/gender differences in lung cancer risk in the cleaning business and for Kreuzer M, Pohlabeln H, Brüske- work in the restaurant, bar an hotel. Proceedings der Tagung Epidemiology in Hohlfeld I, Wichmann HE, Jöckel Occupational Health (EPICOH) in Barcelona, Medicina del Lavoro 2002; KH 93:466-7 Knopp MV, Himmelhan N, Methodenvergleich zur Quantifizierung der Kontrastmittelanreicherung am Radeleff J, Junkermann H, Hess Beispiel der dynamischen MR-Mammographie. T, Sinn HP, Brix G Radiologe 2002; 42: 280-290 Kohlhäufl M, Kreuzer M, Passivrauchen und Lungenkrebsrisiko. Bayr Internist 2002; 22:412-17 Häussinger König K, Dalheimer A, Dettmann Novellierung der Richtlinie über Anforderungen an K, Hartmann M, Noßke D, Inkorporationsmessstellen In: Michel R, Täschner M, Bayer A (Hrsg.) Scheler R Praxis des Strahlenschutzes: Messen, Modellieren, Dokumentieren; 34. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz e.V., Kloster Seeon, 21.-25.04.2002. Publikationsreihe: Fortschritte im Strahlenschutz Verlag TÜV Rheinland, Köln 2002; 345-348 Kreuzer M, Brachner A, Characteristics of the German uranium miners cohort study. Lehmann F, Martignoni K, Health Phys 2002; 83: 26-34 Wichmann HE, Grosche B Kreuzer M, Brachner A, Die Uranbergarbeiter-Kohortenstudie: Stand und Ausblick. Martignoni K, Grosche B In: Bericht der Strahlenschutzkommission (SSK) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, H 32 (Hrsg.): Stand der Forschung zu den "Deutschen Uranbergarbeiterstudien". 1. Fachgespräch am 7./8. Mai 2001 in Sankt Augustin. Urban & Fischer Verlag München/Jena, 2002 Kreuzer M, Brachner A, Die deutsche Uranbergarbeiterstudie: Stand und Ausblick. 14. Schnelzer M, Martignoni K, Radonstatusgespräch 2001. Grosche B In: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) Forschung zum Problemkreis Radon, Bonn 2002 Kreuzer M, Gerken M, Heinrich J, Hormonal factors and risk of lung cancer. Proceedings of the American Kreienbrock L, Wichmann HE Association of Cancer Research 2002; 43: 401 Kreuzer M, Gerken M, Heinrich J, Hormonal factors and risk of lung cancer. Proceedings der Jahrestagung Kreienbrock L, Wichmann HE Epidemiology in Occupational Health and International Congress on Women’s Health (EPICOH), Medicina del Lavoro 2002; 93:482 Kreuzer M, Gerken M, Risikofaktoren für Lungenkrebs bei lebenslang nichtrauchenden Frauen. Kreienbrock L, Heinrich L, Proceedings der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Wichmann HE Umweltmedizin, Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 2002; 52(4):171 Kreuzer M, Heinrich J, Risk factors for lung cancer in lifetime nonsmoking women. Kreienbrock L, Gerken M, Int J Cancer 2002; 100: 706-713 Schaffrath-Rosario A, Wichmann HE 224 Lassmann M, Nosske D, Therapy of Ankylosing Spondylitis with Ra-radium Chloride: Dosimetry Reiners Chr and Risk Considerations Radiat Environ Biophys. 2002; 41: 173-178 Laurier D, Grosche B, Hall P Risk of childhood leukaemia risk in the vicinity of nuclear installations: Findings and recent controversies. Acta Oncol 2002; 41:14-24 Lindholm C, Romm H, Stephan Inter-comparison of translocation and dicentric frequencies between laboratories in a follow-up of the radiological accident in Estonia. Int J Radiat G, Schmid E, Moquet J, Biol 2002; 78:883-90 Edwards A 3
STRAHLENSCHUTZKONKRET Nuklearer Notfallschutz | Verantwortung für Mensch und Umwelt | Ein beispielhafter UnfallhergangWas sind nukleare Notfälle? Am Morgen des 5. Januar kommt es gegen 6 Uhr in einem Kernkraftwerk zu einem Störfall, der zur Schnellabschaltung des Kraftwerks führt.Bei einem Unfall im Kernkraftwerk kann im schlimmsten Fall radio aktives Material freigesetzt werden und in die Umwelt gelangen. Ein nuklearer Notfall tritt ein. Derartige Ereignisse wirken über Länder grenzen hinaus, wie die verheerenden Unfälle in Fukushima und Tschernobyl in der Vergangenheit bereits gezeigt haben. Nukleare Notfälle können aber auch bei Unfällen in anderen kerntech nischen Anlagen wie z. B. Endlagern und Zwischenlagern für radioaktive Abfallstoffe, bei Transportunfällen, terroristischen Anschlägen oder sonstigen Zwischenfällen mit radioaktiven Strahlenquellen eintreten. Entscheidend für die Einordnung in nukleare Notfälle ist die Frei- setzung von radioaktiven Stoffen. Bei nuklearen Notfällen außerhalb 5. Januar, 8 Uhr von Kernkraftwerken gelangen ebenfalls radioaktive Stoffe und Sabine ist auf dem Weg zur Arbeit, die ca.Gase in die Umwelt. Sie breiten sich allerdings meist nur gering aus 10 km vom Kraftwerk entfernt ist. Im Laufeund wirken damit nur lokal. des Tages verschlechtert sich die Situation im Kernkraftwerk durch eine Verkettung unglücklicher Umstände und den Ausfall zahlreicher Sicherheitsmechanismen so sehr, dass die Katastrophenschutzleitung einen Voralarm aus dem Kernkraftwerk erhält. 5. Januar, 20 Uhr Daraufhin informiert die Katastrophen schutzleitung die Bevölkerung mit folgender Meldung: „Im Kernkraftwerk ist es zu einem Unfall gekommen. Es wurden bisher keine radio aktiven Stoffe freigesetzt. Zurzeit besteht für Sie keine Gefahr und damit kein Anlass für eigene Maßnahmen. Wenn es zu einer Gefahr bringenden Freisetzung kommt, werden Sie sofort informiert. Bitte beachten Sie deshalb die weiteren Meldungen auf diesem Sender.“ Als Sabine die Meldung im Radio hört, befindet sie sich wieder in ihrer Wohnung in Niederhausen, die ca. 6 km vom Kraftwerk entfernt liegt. 2 Wie gelangt die Radioaktivität in meinen Körper? Bei Unfällen in Kernkraftwerken können radioaktive Gase wie z. B. Xenon oder Krypton oder auch sehr kleine radioaktive Teilchen wie Jod und Cäsium in die Umwelt gelangen. Es bildet sich eine „radioaktive Wolke“, die durch Luftbewegungen weitertransportiert wird. Die regionale Betroffenheit ist dadurch sehr unter schiedlich. Durch die radioaktiven Teilchen in der Luft wird der Mensch von außen (extern) bestrahlt. Später lagern sich diese sogenannten Wie erfahre ich von einem Unfall?Radionuklide aus der Luft auch am Boden oderDie Bevölkerung wird in einem nuklearenanderen freien Flächen ab. Bei NiederschlägenNotfall durch Lautsprecherwagen und Sirenensind die radioaktiven Ablagerungen größeralarmiert. Bei einem einminütigen Heultonals bei der bloßen Luftbewegung. Über die Abhandelt es sich um ein Alarmsignal. Daraufhinlagerungen in der Umwelt, auf Weiden, Nutzsollte der Rundfunk eingeschaltet und auf diepflanzen und in Gewässern gelangen die radioPrognose entsprechenden Durchsagen geachtet werden.aktiven Stoffe schließlich in die Nahrungskette.Im Notfall ist es wichtig, schnell und nachvoll Radio und TV, insbesondere die lokalen Sender,In Form tierischer und pflanzlicher Lebensziehbar Prognosen zur radiologischen Lage zu informieren umfassend.mittel nimmt dann der Mensch die Radioerstellen. Dazu steht das Entscheidungshilfe Hintergrundinformationen erhält man darübernuklide auf. Auch über die Atemluft und übermodell RODOS („Realtime Online Decision hinaus auf den Internetseiten: www.bfs.de oderdie Haut kann der Mensch die radioaktivenSupport System“) zur Verfügung. Die Prognosen www.jodblockade.de. Außerdem werden aktuelleTeilchen aufnehmen. Im Falle einer solchenbilden die Grundlage für konkrete Notfall Messdaten auf www.imis.bfs.de/geoportal undinternen Belastung können die Stoffe von innenmaßnahmen, wie z. B. die Evakuierung der odlinfo.de dargestellt.noch weiter auf den Körper einwirken.Bevölkerung. Externe StrahlungInterne Strahlung aus der radioaktiven WolkeBelastung durch Einatmen Belastung durch Nahrungsmittel und Trinkwasser sowie aus im Boden abgelagerten radioaktiven Stoffen, kontaminierter Kleidung und Haut externe Strahlung vom Untergrund 3
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Xenon (133 Xe). Stoffart: Einzelinhaltsstoff.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung XENON. Stoffart: Stoffklasse.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Xenon. Stoffart: Stoffklasse.
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