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Agentenbasierte netzwerkgetriebene Simulation umweltfreundlicher Konsummuster

Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung sozialer Einflusseffekte bei der Herausbildung umweltfreundlichen Konsumverhaltens in einer heterogenen Population von Haushalten zu untersuchen. Die Grundlage der Modellierung bildet ein soziales Interaktionsnetzwerk zur Repräsentation sozialer Einflussbeziehungen zwischen den einzelnen Haushalten. Die Analyse erfolgt anhand eines agentenbasierten Simulationsmodells. Es wird untersucht, welche Netzwerkstrukturen die Etablierung umweltfreundlichen Konsums über einen nur marginalen Anteil hinausgehend ermöglichen. Dabei besitzt die Untersuchung unterschiedlicher Netzwerkpositionen eine zentrale Funktion. Sie soll es ermöglichen, nicht nur die Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen zur Förderung umweltfreundlichen Konsums, sondern auch die Effektivität möglicher netzwerkspezifischer Strategien zur Durchführung dieser Maßnahmen kritisch beurteilen zu können. Im Fokus der verlaufsoffenen Modellierung steht die Möglichkeit eines durch sozialen Einfluss, exogene Beeinflussung oder individuelle Gewohnheitsbildung hervorgebrachten Präferenzwandels, der sich begünstigend oder förderlich auf die Umweltfreundlichkeit des Konsumverhaltens auswirken kann. Im Vordergrund steht hier die Fragestellung, welche Mechanismen eine 'Verfestigung' von Präferenzen begünstigen und eine gewisse 'Resistenz' gegenüber gegenläufigen Einflüssen bewirken können. Um möglichst realistische Strukturen zu erreichen, beruht die Modellierung des sozialen Netzwerkes, das durch ein Zufallsprinzip erzeugt wird, auf der räumlich-geografischen und soziodemografischen Bevölkerungsstruktur einer gut abgrenzbaren Region. Bei der Netzwerkmodellierung werden sowohl soziale als auch räumliche Distanzen zwischen den Haushalten berücksichtigt.

Reduktion des Insektizideinsatzes in NRW durch Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes in Getreide und Raps- Mut zur Lücke! (Reduzierung Insektizide)

In Raps und Getreide finden laut deutschlandweiten Erhebungen des JKI besonders häufig Insektizideinsätze statt, die das notwendige Maß aus produktionstechnischer Sicht übersteigen. Existierende Maßnahmen des Integrierten Pflanzenschutzes (IPS) sind zwar bekannt, werden in der landwirtschaftlichen Praxis aber oft nur unzureichend umgesetzt. Das Projekt möchte die Ursachen für diese Diskrepanz genauer erfassen und Faktoren erforschen, die eine Umsetzung sinnvoller Maßnahmen fördern. Dies soll in einem dreistufigen Verfahren erfolgen: 1. Leitfadengestützte Einzelinterviews auf ca. 30 konventionell wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben in NRW: Evaluation von Maßnahmen des IPS bezüglich Handhabbarkeit und Erfolg der Maßnahmen zur Ableitung von Verbesserungsmöglichkeiten. 2. Begleitete Umsetzung ausgewählter Maßnahmen auf ca. 20 Betrieben über zwei Vegetationsperioden. Dabei findet ein Vergleich mit betriebsüblichen Maßnahmen inklusive vergleichender Beerntung und betriebswirtschaftlicher Auswertung statt. Begleitend werden fördernde und hemmende Faktoren erfasst. 3. Die Abschätzung des Verbesserungspotenzials und der Übertragbarkeit erfolgt im Rahmen einer abschließenden Gruppendiskussion, bei der vorläufige Ergebnisse vorgestellt und erörtert werden. Hauptziel ist eine Reduzierung nicht notwendiger Insektizid-Maßnahmen auf das notwendige Maß. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollen Konzepte zur Optimierung der Beratung und zur besseren Umsetzung in die Praxis entwickelt werden.

SÖF- PlastikBudget - Entwicklung von Budgetansatz und LCA-Wirkungsabschätzungsmethodik für die Governance von Plastik in der Umwelt, Teilvorhaben B: Akzeptabilität des Budgetansatzes in Politik und Gesellschaft

Um politische Entscheidungen in Bezug auf die Plastic-Litter-Problematik zu legitimieren, ist es erforderlich, ein quantitatives Emissionsziel zu formulieren. Dazu dient der im Rahmen des Projekts zu entwickelnde Budgetansatz für Plastic Litter. Welche Menge an Kunststoff in der Umwelt ist für Mensch und Natur noch akzeptabel? Wie lange verbleiben Kunststoffe bis zum vollständigen Abbau in der Umwelt? Wie kann ein daraus abgeleitetes Globalbudget auf ein nationales Pro-Kopf-Budget gerecht verteilt werden? Es wird eine Berechnungsmethodik entwickelt sowie partizipativ BürgerInnen, ExpertInnen und Stakeholder eingebunden, um herauszufinden, wie die Ergebnisse gegenüber der Gesellschaft zu vermitteln sein könnten. Während die Ableitung des Budgets eine quantitative Grundlage für eine künftige Umweltpolitik darstellt, ist es für eine durchgängige Governance darüber hinaus erforderlich, dass Plastic-Litter-Emissionen verschiedener Produkte, Prozesse und Konsumpraktiken in Bezug auf freigesetzte Menge und nachgelagerte Umweltwirkungen bilanzierbar sind. Dazu dient die Erarbeitung einer Wirkungsabschätzungsmethodik. Letztlich ist es nicht Ziel, ein Budget festzulegen, sondern Wege zu seiner Ableitung aus empirisch gesicherten Daten und normativen Werten aufzuzeigen, um so eine Grundlage für künftige politische Entscheidungen zu schaffen. Das Teilprojekt des KWI hat das Ziel, die Akzeptabilität eines Budgetansatzes in Politik und Gesellschaft zu erforschen und Strategien zu eruieren, welches Interesse für einen derartigen Ansatz wecken kann. Zudem wird der Zusammenhang von abstraktem Budgetansatz und konkretem Handeln erforscht. Durch eine enge Verzahnung von Reallaboren und Stakeholder-Dialogen wird angestrebt, deliberative Legitimation in Einklang mit Expertenmeinungen zu bringen. Diese Forschungsergebnisse werden über unterschiedliche Kanäle in den öffentlichen Diskurs eingespeist.

Jugend und Konsum: Entwicklung von Aktivierungsstrategien für nachhaltigen Konsum mit Hilfe des Design Thinking Ansatzes

Die Vertiefungsstudie der Umweltbewusstseinsstudie 2014 hat ergeben, dass Jugendliche durchaus offen für das Thema nachhaltiger Konsum sind, es zeigen sich aber auch deutliche Unterschiede in der Handlungsbereitschaft in den Bedarfsfelder. Daneben ist das Phänomen des 'Shoppen als Hobby' weit verbreitet und die finanzielle Ausstattung Jugendlicher ist besser denn je. Im Rahmen dieses Vorhabens soll die Frage bearbeitet werden, wie Jugendliche zu nachhaltigem Konsum aktiviert werden können, dazu sollen verschiedene Konsumtypen unter Jugendlichen untersucht und konsumtypenspezifische Anknüpfungspunkte und Aktivierungsstrategien für nachhaltigen Konsum entwickelt werden. b) Zunächst sollen anhand von Sekundärliteratur und einer Medienanalyseverschiedene Konsumtypen unter Jugendlichen kategorisiert und die zentralen Anknüpfungspunkte für das Thema identifiziert werden. Im nächsten Schritt sollen dann mithilfe der Methoden des Design Thinking gemeinsam mit den Jugendlichen eine Kommunikationsmaßnahme (Kampagne) in Form eines Videowettbewerbs entwickelt werden. Die eingereichten Beiträge sollen Jugendliche und ihre Aktivitäten zeigen, die mit ihrer Handlung zum nachhaltigen Konsum beitragen und sich für die Durchführung eines Pilotprojektes in der nächsten Vorhabenphase eignen. Gemeinsam mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Videowettbewerbs wird zu jedem Gewinnerbeitrag ein Aktionsformat (beispielsweise Flashmob, Pop-up Labor/ Studio/ Stand/ Festival) entwickelt und verbreitet. Die Ergebnisse sollen dann in Handlungsempfehlungen für Multiplikatoren münden und in einem Leitfaden zusammengefasst und verbreitet werden.

Repräsentativumfrage zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten im Jahr 2018 einschließlich sozialwissenschaftlicher Analysen und Entwicklung einer jugendpolitischen Agenda

Das Vorhaben verfolgt zwei parallele Ziele. Ziel ist zum einen die zuverlässige und valide Erhebung von umweltbezogenen Einstellungs- und Verhaltensmustern in der Bevölkerung. Die Studie soll den aktuellen Stand des Umweltbewusstseins ermitteln und auf bedeutsame Entwicklungen hinweisen. Zudem sollen Verhaltens- und Engagementbereitschaften in verschiedenen Bedürfnisfeldern und gesellschaftlichen Bereichen aufgezeigt und die Akzeptanz von Umweltpolitik untersucht werden. Zum anderen besteht das Ziel darin, die Anschlussfähigkeit von UBA und BMUB an jugendkulturelle Debatten deutlich zu erhöhen und eine jugendpolitische Agenda zu entwickeln. Dafür sollen mittels qualitativer Methoden und in Dialogprozessen stadt- und umweltpolitische Maßnahmen und Angebote in Zusammenarbeit mit Jugendlichen konzipiert, durchgeführt und bewertet werden. Die Umweltbewusstseinsstudie 2018 soll systematisch auf den vorherigen Studien und der Pilotstudie 'Jugend im Wandel' aufbauen und, wo möglich, bestehende Zeitreihen fortführen. Sie soll dem wachsenden Bedarf zur Erfassung von Wissen, Einstellungen und Verhaltensabsichten in der Bevölkerung sowie gesellschaftsbezogener Indikatoren im UBA und BMUB Rechnung tragen, indem sie ausgeweitet und stärker modularisiert wird, mit folgenden Modulen: - Basiserhebung (zentrale Zeitreihen/Indikatoren plus Vertiefungsthemen sowie soziodemografische und -kulturelle Merkmale) - Zusatzerhebungen für aktuelle Fragestellungen und Entwicklungen - Zusatzerhebungen für spezielle Fragestellungen und Berichtspflichten einzelner Fachabteilungen - Begleitende qualitative Studien - vertiefende Jugendstudie mit Zusatzerhebungen - Einbindung von Methodenexpert/-innen für methodische Weiterentwicklungen - Einbindung eines wissenschaftlichen Beirats - Workshops und Fachtagung zur Vorstellung und Diskussion von Ergebnissen.

Konsum nachhaltig gestalten zum Erhalt von Ökosystemleistungen und Biodiversität weltweit

Das Vorhaben zielt darauf ab, Instrumente und Handlungsempfehlungen zur Förderung eines naturverträglichen Konsums zu entwickeln, der insbesondere auf den Erhalt von Biodiversität und Ökosystemleistungen nicht allein in Deutschland, sondern auch in anderen Regionen der Welt (v.a. Schwellen- und Entwicklungsländer) ausgerichtet ist.

Vom Projekt in die Struktur 'Proaktive Qualifizierung des Berufsbildungspersonals durch dynamisch ausgerichtete Entwicklung, Erprobung und Verbreitung nachhaltiger Lernaufgaben in der dualen Ausbildung (Pro-DEENLA)

Für den Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung / die Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung (Verkehr) werden kontinuierlich domänenspezifische und prüfungsrelevante Lehr-Lern-Arrangements (Lernaufgaben) entwickelt, erprobt, implementiert und verbreitet, um das betriebliche Berufsbildungspersonal sowie die Auszubildenden für nachhaltigkeitsorientiertes berufliches Handeln berufsfeldspezifisch zu qualifizieren. Ausgangspunkt der zu erarbeitenden Lernaufgaben ist die Widersprüchlichkeit der Entscheidungs-möglichkeiten als Grundlage für ein nachhaltiges Handeln in der Domäne. Dabei bezieht sich der Umgang mit Widersprüchen auf typische betriebsinterne Entscheidungen vor dem Hintergrund der ethisch-moralischen Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung. Die aktive Einbindung und Qualifizierung der Ausbilder/innen erfolgt bei der Entwicklung, Erprobung und Verbreitung der vom Verbund konzipierten Lernaufgaben. Zugleich werden domänenspezifische Impuls-Workshops angeboten. Es werden Verknüpfungen erarbeitet, damit die Materialien in weiteren betriebswirtschaftlich-kaufmännischen Domänen eingesetzt werden können. In der ersten Phase werden die domänenspezifischen Anforderungen erfasst. Zugleich wird das Potenzial erschlossen, das dem Bildungspersonal im betrieblichen Kontext zur Verfügung steht, nachhaltige Lernaufgaben anzuwenden. In der zweiten Phase werden die Lernaufgaben entlang der (a) curricularen Vorgaben einschließlich der Prüfungsbedingungen, (b) den situativen betrieblichen Bedingungen sowie (c) der aktuellen nachhaltig ausgerichteten wirtschaftswissenschaftlichen Debatte konzipiert, erprobt, evaluiert und verankert. Pro Monat wird mindestens eine domänenspezifische und somit betrieblich einsetzbare Lernaufgabe konzipiert, erprobt und verankert (insgesamt 24 Lernaufgaben). In der dritten Phase wird systematisch geprüft, welches Anknüpfungspotenzial sich für weitere kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Ausbildungsberufe ergibt.

Naturbewusstsein, Workshopreihe Naturbewusstsein in Deutschland: Status Quo und Handlungsbedarf Teil B: Workshop 2018

In der Naturbewusstseinsstudie des BfN werden eine Reihe psychologischer Variablen erhoben, die sich mit der Wahrnehmung von Natur und Landschaft beschäftigen. Darüber hinaus werden Einstellungen zu Natur- und Umweltschutz aber auch auf Bewertungen hinsichtlich Gerechtigkeit und ethischer Prinzipien in Bezug auf Natur erfragt. Die Naturbewusstseinsstudie ist damit sehr gut geeignet um zu untersuchen und zu verstehen, welche Wirkung der Mensch durch sein Verhalten auf die Umwelt und die Natur hat, aber auch, wie Umwelt und Natur auf menschliches Verhalten und Erleben wirken - Kernthemen der Umwelt- und Naturschutzpsychologie, die sowohl in nationaler als auch internationaler Forschung thematisiert werden. Ziel dieses Workshops ist es daher, in Form einer umweltpsychologischen Summerschool diese Forschung zu bündeln um die Rolle der Psychologie im Naturschutz zu festigen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie die in den Naturbewusstseinsstudien aufgezeigten Einstellungen zu Natur und Umwelt in tatsächliches Schutzverhalten umgesetzt werden können (Modul 1). Der Workshop soll zudem von 2 begleitenden Studien flankiert werden, über die wir uns weitere Impulse zur Verringerung der Einstellungs-Verhaltens-Lücke erhoffen (Modul 2).

Jugend im Wandel. Eine umwelt- und stadtpolitische Agenda der Zukunft

Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird traditionell ein großes Interesse an den Themen des BMUB nachgesagt. Um diese Interessen systematisch zu erfassen, ist eine eigene Jugendstudie des BMUB mit folgendem Schwerpunkt geplant: Welche konkreten Zukunftsfragen stellen sich die jungen Menschen, welche spezifischen Interessen werden erkennbar und welche Vorstellungen von und Erwartungen an die zentralen BMUB-Handlungsfelder können identifiziert werden? Die Ergebnisse der 2014er Vertiefungsstudie 'Umweltbewusstsein und Umweltverhalten junger Menschen' von BMUB und UBA und ihre anschließende Diskussion mit Jugendlichen im Januar 2016 haben gezeigt, dass eine repräsentative Erhebung in den Themenfeldern Umwelt-, Klimaschutz und Stadtentwicklungspolitik die Anschlussfähigkeit des BMUB an jugendkulturelle Debatten und gesellschaftspolitische Diskurse deutlich erhöhen kann. Von zentraler Bedeutung für eine aktive Orientierung an den Interessen und Lebenslagen von Jugendlichen ist das frühzeitige Einbeziehen der Zielgruppe in Konzeption, Durchführung und Bewertung von stadt- und umweltpolitischen Analysen, Maßnahmen und Angeboten. Die Studie soll demnach sowohl inhaltlich als auch methodisch durch Jugendliche/junge Erwachsene mitgestaltet werden, um eine Passgenauigkeit für die Zielgruppe in Forschungsfragen und -design zu erzielen. Das Vorhaben dient als Pilotvorhaben, auf dessen Grundlage eine zweite Studie ab 2017/18 folgen soll.

SÖF - LICENCE - Direkte, Indirekte, Psychologische und Makro-ökonomische Rebound-Effekte, Teilprojekt C: Psychologische Perspektiven von Rebound Effekten und politische Handlungsempfehlungen

Zusätzlich zu ökonomischen Faktoren hat sich in der aktuelleren Literatur gezeigt, dass auch psychologische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Erklärung des Rebound-Effekts spielen. Einer dieser Faktoren ist das sog. Moral Licencing: Ressourceneinsparung in einem Bereich kann dazu führen, in einem anderen Bereich oder zu einem anderen Zeitpunkt verschwenderischer zu sein. Bisher ist insbesondere das Auftreten bereichsübergreifender Effekte zu wenig empirisch valide erforscht. In engem Austausch mit einem interdisziplinären wissenschaftlichen Beratungsgremium zielt das geplante Vorhaben darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sowohl direkte, indirekte als auch makro-ökonomische Rebound-Effekte auch aus psychologischer Perspektive empirisch untersucht werden. Der Fokus liegt auf den wichtigsten Bereichen des Resourcenverbrauchs deutscher Haushalte: Strom, Kraftstoffe und Wasser sowie Wärmenachfrage.

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