The data was collected in conjunction with the HILLSCAPE project (see hillscape.ch for details). The project made use of two proglacial chronosequences located at Klausen Pass (Griess Glacier) and Susten Pass (Stein Glacier) in central Switzerland. Each of the chronosequences consisted of four moraines. The moraines of the Stein Glacier foreland had estimated terrain ages of 30a (a = years), 160a, 3ka (ka = thousands of years), and 10ka. The moraines of the Griess Glacier foreland had estimated terrain ages of 110a, 160a, 4.9ka, and 13.5ka. We conducted vegetation surveys on 10 plots per moraine and measured the coverage of every occurring species by visual estimation. In addition, we measured plant functional traits (SLA = specific leaf area, LDMC = leaf dry matter content) from individuals of the same plots. Further trait data on canopy height, seed mass, seed dispersal type, and woodiness were obtained from online plant trait databases. The stored dataset includes two files, one containing the species and the coverages per plot and one containing the species and their functional plant traits.
Ziel dieses Gruppenprojektes ist es, mit Hilfe verschiedener Modellierungsansätze die den Diversitäts-Funktionsbeziehungen zugrunde liegenden Mechanismen zu klären. Wir verwenden dazu einerseits sehr theoretische Modelle, um generell die Plausibilität und den Gültigkeitsbereich unterschiedlicher Erklärungsansätze zu überprüfen. Andererseits entwickeln wir datenorientierte Prozessmodelle, die in der Lage sind vorhandene und neu gewonnene Daten so zu integrieren, dass wesentliche Hypothesen der funktionellen Diversitätsforschung getestet werden können. Unser primäres Anliegen in Teilprojekt 1 des BEAM-Projektes ist es - jenseits von der Beschreibung bestimmter Diversitätsmustern - die Mechanismen, die zu ihrer Entstehung führen (können), zu verstehen. Wir setzen dazu unterschiedliche theoretische Ansätze und Modellierungstechniken ein, um die Plausibilität und den Gültigkeitsbereich unterschiedlicher Erklärungsansätze zu testen. Als Referenz- und Nullmodell beziehen wir uns dabei auf die neutrale Theorie' von Hubbell , die wir aber zur Anwendung auf heterogene Landschaften erweitern werden (unter Aufgabe der Neutralitätsannahme) und deren Aussagen wir auch außerhalb von Gleichgewichtszuständen untersuchen werden. Damit entstehen auch Ansätze, den Zusammenhang zwischen Diversität und Ökosystemfunktionen zu modellieren, über den Hubbells Theorie keine Aussagen trifft. Hypothesen: 1. Korrelationen in Diversitätsmustern zwischen unterschiedlichen, nicht-interagierenden funktionellen Gruppen hängen von der Ähnlichkeit in fundamentalen life-history' Parametern ab (Lebenserwartung, Fertilität, Ausbreitungspotential, Störungsempfindlichkeit, Nischenspezialisierung). 2. Diversitätsmuster und die Korrelation der Muster für unterschiedliche funktionelle Gruppen unterscheiden sich deutlich in Gleichgewichtsphasen und Nicht-Gleichgewichtsphasen (z.B. nach Störungen, Landschaftsveränderungen, oder während Invasion). 3. Landschaften mit kleinräumiger Habitatdiversität (fine grained) sind durch hohe alpha- und relativ geringe beta-Diversität charakterisiert und werden durch Habitatgeneralisten dominiert. Ökosystemfunktionen werden nicht optimal erfüllt. Gegenteilige Prognosen gelten für Landschaften, die sich durch großräumige Heterogenität aber kleinräumige Homogenität auszeichnen. Teilprojekt 2 zielt auf die Entwicklung, Evaluierung und Anwendung eines neuen gitterbasierten, mechanistischen Modells zur Simulation von Veränderung in der plant functional trait (PFT) - Diversität im Verlaufe von Grünland-Sukzessionsdynamiken unter Landnutzungseinfluss. Dabei sollen in einem bottom-up Ansatz Mechanismen und Prozesse auf kleinen Skalen (Individuen) auf eine regionale Ebene hochskaliert werden. Während zu Entwicklungsbeginn noch vorwiegend Literaturdaten genutzt werden, soll das Modell mit Vorliegen umfangreicherer Datensätze an die spezifischen Exploratorien angepasst werden.usw.