Das Projekt "Abbau von aromatischen und aliphatischen Kohlenwasserstoffen und deren Derivaten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Hamburg-Harburg, Arbeitsbereich Bioprozess- und Bioverfahrenstechnik durchgeführt. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen bei unvollstaendigen Verbrennungsprozessen von organischem Material (z.B. im Kraftfahrzeugverkehr oder durch Heizkraftwerke) und sind haeufig in Altlasten zu finden. Viele dieser Verbindungen wirken auf Mensch und Tier karzinogen. So ist es von grosser Bedeutung, neue Mikroorganismen zu finden, die diese umweltrelevanten Stoffe abbauen koennen. Der Einsatz thermophiler Mikroorganismen bietet den Vorteil, dass die geringe Wasserloeslichkeit der PAK (relevant fuer die niederen kondensierten) durch die hoeheren Wachstumstemperaturen (ab 60 Grad C.) erhoeht wird und damit ein schnellerer Abbau ermoeglicht werden kann. Einige thermophile, PAK abbauende Mikroorganismen wurden bereits isoliert. Weitere sollen angereichert und isoliert werden sowie auf ihre Faehigkeit zum Abbau von anderen PAK und weiteren Xenobiotica hin untersucht werden. Ebenso ist es von grossem Interesse, die Abbauwege aufzuklaeren, um weitere nuetzliche Informationen ueber die Moeglichkeiten einer PAK-Beseitigung zu erhalten und zur Bewaeltigung der Altlastprobleme beizutragen.
Das Projekt "Bestimmung ausgewählter Komponenten in Mineralölprodukten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von DGMK Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. durchgeführt. Um das Beratergremium Umweltrelevanter Altstoffe (BUA) bei der Erstellung von Stoffberichten zu unterstützen, wurden die Konzentrationen ausgewählter Verbindungen in Mineralöl-Prozentprodukten ermittelt. Für die Untersuchungen wurden Proben der 3 Ottokraftstoffsorten (Normal, Super und SuperPlus) sowie von Dieselkraftstoff, Jet A 1 und Heizöl EL im Dezember 2001 (Winterware) und im Februar 2002 (Übergangsware) durch 10 deutsche Raffinerien zur Verfügung gestellt. Für jedes Produkt wurden diese Proben zu einer Durchschnittsprobe zusammengeführt, wobei der Produktausstoß der jeweiligen Raffinerie für das Mischungsverhältnis zugrunde gelegt wurde. Die so gebildeten 12 Durchschnittsproben (6 Produkte, 2 Jahreszeiten) wurden in drei Laboratorien auf die durch das BUA namentlich genannten Verbindungen untersucht. Zusätzlich zu den Konzentrationen der Verbindungen in der Flüssigphase wurde die Gleichgewichtskonzentration in der Gasphase für zwei Temperaturen mit einer rechnerischen Methode ermittelt..
Das Projekt "Umsatzraten und Herkunft von Lipiden in Ackerböden: Zeitlich aufgelöste strukturelle und isotopische Charakterisierung der Lipidfraktionen einer natürlich markierten Schwarzerde" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Köln, Fachgruppe Geowissenschaften, Geographisches Institut durchgeführt. Lipide haben wahrscheinlich große Bedeutung für die Stabilisierung organischer Substanz in Böden, sie wurden aber bisher mittels moderner strukturchemischer und isotopischer Methoden nur wenig untersucht. Durch die Kombination dieser Methoden sollen erstmals gleichzeitg Aussagen über Herkunft (Pflanzen, Bakterien, Pilze) und Umsatzraten (d13C) der Lipide auf molekularer Ebene ermöglichen. Der Nutzungswechsel von Roggen- (C3-) zu Mais-Monokultur (C4-Pflanze) markierte die zugeführte Biomasse strukturell und isotopisch. Die Nutzung von Rückstellproben ermöglicht eine über vier Jahrzehnte zeitlich aufgelöste Auswertung dieses landwirtschaftlichen Freilandversuchs. Die Lipide sollen mit einer Kombination moderner struktureller, spektroskopischer und isotopischer Analysetechniken der Bodenchemie, organischen Geochemie und Biochemie untersucht werden. Untersuchungen sollen an Gesamtböden und ausgewählten PartikelgrößenFraktionen erfolgen. Die Bodenlipide werden erstmalig über eine automatisierte sequentielle Flüssigkeitschromatographie in folgende Fraktionen getrennt: a) Aliphaten, b) Ketone/Alkohole, c) Fettsäuren, d) Aromaten, e) basische Lipide und f) hochpolare Biopolymere. Diese Fraktionen sollen anschließend strukturell identifiziert (13C NMR, GC-MS) und die Fraktionen a) bis c) gesamt- und komponentenspezifisch (GC-irmMS) d 13C-isotopisch charakterisiert werden.
Das Projekt "Selektive Detektion von aliphatischen Salpetersaeureestern und aliphatischen Nitroverbindungen mittels HPLC, Nachsaeulenderivatisierung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität des Saarlandes, Fachrichtung Instrumentelle Analytik,Umweltanalytik durchgeführt. Chromatographische Trennung aliphatischer Nitroverbindungen und anschliessende Zersetzung mit UV-Bestrahlung. Bestimmung des entstandenen Nitrits mittels der Griess-Reaktion im ppb-Bereich.
Das Projekt "Mikrobieller Abbau von chlorierten C1- und C2-Kohlenwasserstoffen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Mikrobiologisches Institut durchgeführt. Vertiefung der Kenntnisse ueber Mikrobiologie, Biochemie und Genetik von fakultativ Methylotrophen Dichlormethan-abbauenden Bakterien. Bau und Betrieb einer Versuchsanlage fuer den mikrobiellen Abbau von Dichlormethan. Studium des noch weitgehend unerforschten anaeroben Abbaus von chlorierten Aliphaten.
Das Projekt "Analytik, Chemie und Schicksal von Umweltkohlenwasserstoffen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von International Association of Environmental Analytical Chemistry Basle durchgeführt. Der Ursprung, das Verhalten, die Analytik, die Bioverfuegbarkeit und die biochemischen Wirkungen von aliphatischen, aromatischen und heterocyclischen Kohlenwasserstoffen (und ihrer hydroxylierten und nitrierten Derivate) werden untersucht, insbesondere von biogenen und anthropogenen Kohlenwasserstoffen (auch von Brennstoff- und Oelanteilen). Ernest Merian befasst sich insbesondere mit den Quellen, den Transporten, der Aufnahme und den Wirkungen bei lebenden Organismen (auch ueber Fluxe) von volatilen aromatischen Kohlenwasserstoffen (Benzol, Toluol, Xylole).
Das Projekt "Teilvorhaben C" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Fraunhofer Venture, Susteen Technologies GmbH durchgeführt. Einen sehr vielversprechenden Ansatz zur Verbesserung der Ölqualitäten stellt das Thermo-Katalytische-Reforming (TCR) von biogenen Roh- und Reststoffen dar. Der entscheidende Vorteil dieses Prozesses liegt in der Erzeugung von thermisch stabilen, säurearmen und nahezu wasserfreien Ölen. Darüber hinaus entstehen wasserstoffreiche Produktgase, die zu 'Syngas' ebenbürtig sind, sowie geruchsfreie, chemisch unbelastete Kohlen. Weitere Merkmale der TCR-Öle sind hohe Konzentrationen an phenolischen Verbindungen sowie mono-, polyaromatischen und aliphatischen Verbindungen. Diese Eigenschaften bilden die notwendige Basis für die Gewinnung von chemischen Precursoren. Vor allem biobasierte funktionelle Phenole und biobasierte Olefine bieten sich als Ausgangsstoffe für chemische Synthesen von technischen Produkten an. Zudem entsteht während des TCR ein interessantes Koppelprodukt in Form eines phenolreichen Prozesswassers, das ebenfalls zur Herstellung von technischen phenolbasierten Produkten verwendet werden kann. Teilvorhaben: Evaluierung der Wirtschaftlichkeit der Phenolextraktion aus TCR Produkten.
Das Projekt "Teilvorhaben D" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Leipzig, Institut für Technische Chemie durchgeführt. Die Pyrolyse von Biomassen bietet für die Etablierung von Bioraffineriekonzepten ein vielversprechendes Technologiefeld. Hierbei kann feste Biomasse in die drei Plattformen Gas, Kohle und Öl umgewandelt werden. Besonders vielversprechend ist, aufgrund seiner chemische Zusammensetzung, das entstehende Pyrolyseöl, dessen thermische Instabilität häufig nur eine energetische Verwertung zulässt. Für die wirtschaftliche stoffliche Nutzung müssen Ölqualitäten in der Primärraffination, d.h. Pyrolyse, verbessert, als auch Verfahrenskaskaden der Sekundärraffination neu entwickelt werden. Ein sehr vielversprechender Ansatz zur Qualitätsverbesserung ist das Thermo-Katalytische-Reforming (TCR) von biogenen Roh- und Reststoffen. TCR-Öle sind reich an phenolischen Verbindungen sowie mono-, polyaromatischen und aliphatischen Verbindungen. Neben biobasierten funktionellen Phenolen bieten sich vor allem biobasierte Olefine als Ausgangsstoffe für chemische Synthesen von technischen Produkten an. Das Gesamtziel dieses Vorhabens ist es daher, Verfahren für die Sekundärraffination der Plattform 'TCR-Öl' zu entwickeln, sowie das entstehende Koppelprodukt 'TCR-Prozesswasser' ebenfalls technologisch und wirtschaftlich nutzbar zu machen. Über die zu entwickelnde Verfahrenskaskade sollen qualitativ hochwertige Produkte, d.h. biobasierte Phenole und Olefine, entstehen, die hinsichtlich ihrer Funktionalitäten mineralölbasierten Produkten ebenbürtig sind und so eine kommerzielle Verwertung potentiell ermöglichen. Die Herstellung biobasierter Olefine auf Basis 'TCR-Öl' soll über eine hydrierende katalytische Ringöffnung und eine anschließende nicht-oxidative Dehydrierung, der aus der Ringöffnung resultierenden Kohlewasserstoffe, erfolgen. Hierfür sollen Verfahrensoptionen sowie aktive, selektive und stabile Katalysatoren für die Ringöffnung und Dehydrierung erarbeitet werden.
Das Projekt "Gasreinigung von Koksofen-, Hochofen- und Konvertergasen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Linde GmbH durchgeführt. In Hüttenwerken entsteht im Hochofen, Konverter und der Kokerei ein kontinuierlicher Gasstrom, welcher große Mengen Wasserstoff, Stickstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid enthält. Dies sind typische Bestandteile von Synthesegas. Bisher wird dieses Gas energetisch verwertet und erzeugt so Strom und Wärme im integrierten Hüttenwerk. Neben den gewünschten Bestandteilen des Synthesegases besteht der Gasstrom noch aus weiteren Elementen wie Schwefelverbindungen, aromatischen und aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Halogeniden, Stickstoffverbindungen, und verschiedenen Metallen. Diese Stoffe sind im Produkt unerwünscht und darüber hinaus potentielle Gifte für Katalysatoren, die für die Synthese von Chemikalien benötig werden. Die Reinigung des Gases über adsorptive sowie katalytische Reinigungsschritte, Druckwechseladsorption (DWA) und die optimale Verschaltung dieser Prozesse sind die Forschungsschwerpunkte des Teilprojektes L3. Aufbau einer Druckwechsel-Adsorptionsanlage (DWA) - Erprobung der vorausgewählten Adsorbentien bei Einsatz von Realgas - Experimentelle Bestimmung des Adsorptionsverhaltens speziell ausgewählter Adsorbentien aus Teilprojekt L0 (bisher ist davon auszugehen, dass Schwefelverbindungen, aromatischen und nicht-aromatische Kohlenwasserstoffe, Halogenide und Stickstoffverbindungen betrachtet werden). In Abhängigkeit der Ergebnisse des Forschungsvorhabens HüGaProp (Analyse von Hüttengasen) und den Ergebnissen aus Teilprojekt L0 können sich die zu untersuchenden Komponenten noch ändern. - Erforschung und Erprobung eines optimierten Druckwechseladsorptionsverfahrens, das in vorgeschaltete (Stromnetz - Elektrolyse) und nachgeschaltete (Methanol, Fine Chemicals) Prozesse eingebunden ist. - Koordination der Tätigkeiten in L3 mit den Forschungsarbeiten, insbesondere in L0, L1, L2 und L6.
Das Projekt "RADAR: Radikalische Abwasserreinigung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Covestro Deutschland AG durchgeführt. Sauberes (Trink)-Wasser ist eine unabdingbare Lebensnotwendigkeit für eine nachhaltige Entwicklung unserer Industriegesellschaft. Der weltweite Bedarf an sauberem Wasser wird durch Bevölkerungs- und industrielles Wachstum steigen, während die Wasserverfügbarkeit durch Klimawandel, übermäßige Nutzung von Grundwasserreserven und Ausbreitung von ariden und semi-ariden Regionen sinkt. Die Bereitstellung von sauberem Wasser wurde deshalb als ein dringendes Handlungsfeld für die nächsten Jahrzehnte identifiziert. Im Rahmen des Projektes soll die Entfernbarkeit von Wirkstoffen, welche immer häufiger in Abwässern, insbesondere in dem von Krankenhäusern oder Altenheimen auftreten, untersucht werden. Weiterhin soll die in industriellen Abwässern häufig auftretende, schwer entfernbare Substanzklasse der aliphatischen Verbindungen beispielhaft untersucht werden. Dazu soll parallel in einer Elektrolysezelle Ozon und Wasserstoffperoxid oder alternativ Wasserstoffperoxid und OH-Radikale hergestellt werden. Dabei wird Wasserstoffperoxid elektrochemisch mit einer Gasdiffusionselektrode (GDE) aus Sauerstoff hergestellt und OH-Radikale bzw. Ozon mittels einer Bor-dotierten Diamantelektrode (BDD) durch Elektrolyse des Wassers. Die Kombination aus Wasserstoffperoxid und OH-Radikalen stellt eine neue und besonders effektive Kombination zur Behandlung von Abwasser dar, weil dabei sowohl an der Anode (*OH-Radikale) wie auch an der Kathode (H2O2) starke Oxidationsmittel entstehen.
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