Am 5. Juli 2016 stimmte das EU-Parlament einer Überarbeitung der Typgenehmigungsvorschriften und Emissionsgrenzwerte für nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen und Geräte (NSBMMG) zu. Dazu gehören Rasenmäher, Bulldozer, Diesellokomotiven und Binnenschiffe. NSBMMG-Maschinen machen ungefähr 15% aller Stickoxid- und 5% aller Partikelemissionen in der EU aus. Die neuen Vorschriften legen Motorklassen fest, die wiederum in Unterklassen je nach Leistungsbereich unterteilt sind. Für jede Klasse wurden Umweltschutzanforderungen in Form von Grenzwerten für Abgasemissionen (CO, HC, NOx und Partikel) festgelegt, sowie Fristen zur Umsetzung ab 2018. Die geplanten Vorschriften sehen ein System zur Leistungsüberwachung von Motoren während des Betriebs vor, um die Unterschiede zwischen den Messwerten im Labor und unter realen Fahrbedingungen auszugleichen.
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich am 15. September 2015 mit großer Mehrheit auf einen Gesetzentwurf geeinigt, mit dem die Luftverschmutzung von mobilen Geräten begrenzt werden soll. Gemeint sind Geräte, die nicht für die Straße gedacht sind, das reicht von Rasenmähern und Kettensägen über Traktoren, Mähdrescher und Ackerfräsen bis hin zu Bulldozern, Lokomotiven und Binnenwasserfahrzeugen. Mobile Geräte sind EU-weit für etwa 15 Prozent des gesamten Stickstoffoxid-Ausstoßes verantwortlich und für fünf Prozent der Feinstaubemissionen. Die Abgeordneten im Ausschuss stimmten für die Einführung von Grenzwerten und sprachen sich dafür aus, Besitzer von mobilen Maschinen zu "ermutigen", ihre alten Maschinen durch sauberere neue Maschinen zu ersetzen.
Besonders in Ballungsräumen, Innenstädten und schutzbedürftigen Gebieten ist es wichtig, die durch Kommunalfahrzeuge verursachten Schadstoff- und Geräuschemissionen zu begrenzen. Der Leitfaden enthält entsprechende Anforderungen an Kommunalfahrzeuge und gibt weitergehende Hinweise für öffentliche Ausschreibungen. Die Anforderungen basieren auf dem Umweltzeichen Blauer Engel für Kommunalfahrzeuge (DE-UZ 59a, Ausgabe Januar 2018).
Das Projekt "Beanspruchung des arbeitenden Menschen durch mechanische Schwingungen auf landwirtschaftlichen Schleppern und Arbeitsmaschinen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Betriebstechnik und Bauforschung durchgeführt. Die langjaehrige Einwirkung mechanischer Schwingungen auf den Menschen fuehrt zu chronischen Schaeden der Wirbelsaeule und des Magens. Kurzfristig ergeben sich Minderung der Arbeitsleistung und -qualitaet. Verfahren der Schwingungsminderung und -daempfung muessen im Hinblick auf veraenderte Beanspruchung bewertet werden. Massnahmen zur Gestaltung von Schleppern und anderer Arbeitsmittel sind zu konkretisieren. (Das Vorhaben befindet sich im ersten Planungsstadium.)
Das Projekt "Beanspruchung des arbeitenden Menschen durch extreme Auspraegungen von Klimafaktoren" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Betriebstechnik und Bauforschung durchgeführt. Waehrend des Hochsommers treten in Kabinen von landwirtschaftlichen Schleppern und Arbeitsmaschinen unertraeglich hohe Temperaturen auf, die zur Klimatisierung dieser Kabinen zwingen. Varianten und Dimensionierung dieser Klimatisierung sind in ihrer Auswirkung auf den arbeitenden Menschen zu untersuchen. (Das Vorhaben befindet sich im ersten Planungsstadium).
Das Projekt "Ausbreitung von luftgetragenen Schadstoffen von der Produktionsstaette" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft Braunschweig-Völkenrode, Institut für Landtechnische Grundlagenforschung durchgeführt. Die Abluft von Tierhaltungen kann fuer die Umwelt durch Geruchs- und Keimausbreitungen zu Belaestigungen fuehren. Auch das Ausbringen von Pflanzenschutz- und Duengemitteln stellt ein Emissionsproblem dar. Letztlich gehoert zu diesem Themenkreis die Staubentstehung auf fahrenden Arbeitsmaschinen. Fuer diese Ausbreitungsvorgaenge wird ein mathematisches Transportmodell entwickelt, das a) den statistischen Charakter der Teilchengroessenverteilung beruecksichtigt, b) Slip-, Haft- und Stossbedingungen erfasst und c) meteorologische Einfluesse miteinbezieht. Anhand von Untersuchungen in einem Staubfeld unter definierten und jederzeit reproduzierbaren Randbedingungen ist das obige Modell messtechnisch abzustuetzen.
Das Projekt "Teilvorhaben: Motor- und Softwareentwicklung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von DEUTZ AG durchgeführt. Das FuE-Vorhaben H2-MAM befasst sich mit der Entwicklung eines für die Anwendung geeigneten CO2-freien Antriebsstranges für mobile Arbeitsmaschinen, in dessen Zentrum ein Wasserstoffverbrennungsmotor steht. Bei der Entwicklung des Konzeptes sollen alle antriebsrelevanten Komponenten jeweils eigens für den Wasserstoffverbrenner ausgelegt werden. In dem hier geplanten Vorhaben soll mittels alternativer Energiequellen der CO2-Ausstoß unter 1 g/kWh gesenkt werden, um damit die EU 'Zero Emission' Standards zu erfüllen. Dabei steht das Vorhaben in dem Kontext einer vollständig CO2-neutralen Baustelle, die durch eine Kombination aus batterieelektrischen und H2-Verbrennungsantrieben erreicht werden soll. Wesentliche Herausforderungen bei der Entwicklung eines H2-Brennverfahrens sind die, im Vergleich zum fossilen Kraftstoff, wesentlich niedrigere Selbstentzündungstemperatur bzw. Energie und die extreme Klopfneigung, welche sowohl durch eine Abgasrückführung als aber auch wesentlich durch ein angepasstes Motorenmanagement bzw. Software gemeistert werden soll. Die Herausforderungen im Projekt liegen vor allem in der besonderen Arbeitsumgebung, dem vorhandenen Bauraum für die H2-Speicher und die sehr hohen Drehmomentsprünge. Zur Erreichung der Ziele soll, neben dem H2-Motor, die Entwicklung einer Steuerungssoftware vorangetrieben werden. Des Weiteren werden die Besonderheiten der H2-Verbrennung simuliert und alle sicherheitsrelevanten Fragestellungen bearbeitet. Eine wesentliche Aufgabe in dem Vorhaben ist der Aufbau eines Demonstrators zur Validierung der Tauglichkeit des Konzeptes.
Das Projekt "Teilvorhaben: Anwendung und Validierung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von KTEG GmbH durchgeführt. Das Gesamtvorhaben H2-MAM befasst sich mit der Entwicklung eines Wasserstoffverbrennungsmotor für die Anwendung in mobilen Arbeitsmaschinen. KTEG wird als Spezialist für die Entwicklung und technische Umsetzung von CO2-armen Bau- und Arbeitsmaschinen in diesem Projekt für die Entwicklung der Integration des Antriebsstranges sowie die Demonstration auf dem firmeneigenen Testgelände verantwortlich sein. Bei der Entwicklung des Konzeptes sollen alle antriebsrelevanten Schnittstellen für den Wasserstoffverbrenner entwickelt werden. Ebenfalls müssen Konzepte für das Gesamtfahrzeug unter Beachtung von Bauraumerfordernissen und Umgebungsbedingungen entwickelt werden. Im Ergebnis soll der CO2-Ausstoß unter 1 g/kWh gesenkt und damit die EU 'Zero Emission' Standards erfüllt werden. Wesentliche Herausforderungen bei der Entwicklung einer mit Wasserstoffverbrennung betriebenen Arbeitsmaschine wird die vollständige Integration des Antriebskonzepts sein, da sich dieses an den Vorgaben der Maschinenhersteller orientieren muss. Eine Anpassung der Maschinenkonstruktion wird wirtschaftlich nicht umsetzbar sein. Eine wesentliche Aufgabe in dem Vorhaben ist der Aufbau eines Demonstrators zur Validierung der Tauglichkeit des Konzeptes. Hierfür ist bei KTEG geplant, die Arbeitsmaschine unter Realbedingungen auf Herz und Nieren zu testen.
Das Projekt "Teilvorhaben: Brennverfahrenentwicklung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Rostock, Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren durchgeführt. Das FuE-Vorhaben H2-MAM befasst sich mit der Entwicklung eines für die Anwendung geeigneten CO 2 -freien Antriebsstranges für mobile Arbeitsmaschinen (im Folgenden MAM oder NRMM -Non Road Mobile Machinery), in dessen Zentrum ein monovalenter Wasserstoffverbrennungsmotor steht. Bei der Entwicklung des Konzeptes sollen alle antriebsrelevanten Komponenten hinsichtlich der Eignung für Wasserstoff geprüft und jeweils eigens für den Wasserstoffverbrenner ausgelegt werden. Der Verbrennungsmotor wird vollständig auf den zukünftigen Energieträger ausgerichtet werden.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 230 |
Type | Count |
---|---|
Ereignis | 2 |
Förderprogramm | 226 |
unbekannt | 2 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 2 |
offen | 228 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 228 |
Englisch | 6 |
Resource type | Count |
---|---|
Datei | 2 |
Dokument | 1 |
Keine | 143 |
Webseite | 87 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 117 |
Lebewesen & Lebensräume | 120 |
Luft | 137 |
Mensch & Umwelt | 230 |
Wasser | 73 |
Weitere | 230 |