"Stand, Perspektiven und Maßnahmen zum Ausbau der Bio- und Gentechnologie im Freistaat Sachsen" Mit der Studie erfolgte eine Bestandsaufnahme der im Freistaat Sachsen im Bereich der Bio- und Gentechnologie vorhandenen öffentlichen Forschungseinrichtungen und deren Forschungsgebiete, der gewerblichen Anwendungen (Entwicklung und Produktion) in den verschiedenen Industriezweigen, insbesondere in den Bereichen Biomedizin, Landwirtschaft, Lebensmittel und Umwelttechnik sowie der Dienstleistungsunternehmen zur Förderung der Bio- und Gentechnologie. Die Vernetzung dieser Einrichtungen wurde aufgezeigt. Dabei erfolgte eine Analyse der im Freistaat Sachsen vorhandenen besonderen Strukturen, Potentiale und Kompetenzen im Bereich Bio- und Gentechnologie. Besonders entwicklungsfähige, zukunftsträchtige und förderwürdige Forschungsschwerpunkte im Freistaat Sachsen unter Berücksichtigung internationaler Entwicklungen und Tendenzen wurden aufgezeigt. Darüber hinaus wurden Handlungsempfehlungen und Maßnahmevorschläge zum Ausbau der Bio- und Gentechnologie im Freistaat Sachsen in der Forschung und in der gewerblichen Nutzung gegeben.
Sachsen-Anhalts Wissenschaftsministerium stärkt einen Zukunftsbereich der universitären Forschung im Land: Minister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am heutigen Montag einen Förderbescheid über knapp 10,9 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln an die Otto-von-Guericke-Universität überreicht. Finanziert wird damit die Weiterentwicklung des Forschungszentrums Dynamische Systeme (CDS), das vor allem in den Bereichen Biomedizin und Bioprozesstechnik, Chemie sowie Energieumwandlung forscht und Nukleus des Exzellenzcluster-Antrags „SmartProSys“ der Universität Magdeburg ist, der vom Wissenschaftsministerium umfangreich unterstützt wird. Mithilfe der Förderung von EU und Land wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des CDS erforschen, wie sich in Sachsen-Anhalt langfristig eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft durch erneuerbare Kohlenstoffquellen als Alternative zu fossilem Öl und Gas etablieren lässt. Dazu werden Forschende aus sechs Fakultäten der Universität Magdeburg und vom Max-Planck-Institut für Komplexe Dynamische Systeme eng und fachübergreifend kooperieren. Sie vereinen Ingenieurwissenschaften, Systemtheorie, Mathematik, Medizin und Biologie. Willingmann erklärte: „Sachsen-Anhalt zählt mit dem mitteldeutschen Chemiedreieck zu den europaweit wichtigsten Standorten der chemischen Industrie. Mit seinen Forschungsarbeiten leistet das Forschungszentrum CDS einen wertvollen Beitrag, die klimaneutrale Transformation der Branche in den kommenden Jahren voranzutreiben, Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu sichern. Als Land fördern wir hier einmal mehr die wichtige Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft und sorgen zugleich für exzellente Forschungsbedingungen.“ Im CDS arbeiten rund 100 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, um ein grundlegendes Verständnis komplexer dynamischer Systeme zu gewinnen, zu denen auch der bisher fossile Kohlenstoffkreislauf zählt. Mit Analyse, Synthese und gezielter Beeinflussung dieses Systems wollen die Forschenden umweltschonende chemische Prozesse auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickeln. Das Forschungszentrum CDS bildet auch die Kernstruktur des Exzellenzcluster-Antrags der Universität Magdeburg „SmartProSys“, über den nach einer erfolgreichen ersten Antragstellung Ende Mai 2025 final entschieden wird. Ziel des geplanten Forschungsclusters ist es, fossile Rohstoffe in der chemischen Produktion durch erneuerbare Kohlenstoffquellen zu ersetzen und so durch eine nachhaltige, vollständig geschlossene Kreislaufwirtschaft zu einer klimaneutralen Gesellschaft beizutragen. Langfristig angestrebt wird eine transformierte chemische Industrie, die auf biogenen Rest- und Abfallstoffen sowie recycelten Kunststoffen basiert und deren Prozesse ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. "Um eine klimaneutrale und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreiche Chemieindustrie in den nächsten 20 Jahren zu erreichen, müssen wir deren Transformation intelligent gestalten“, so Cluster-Sprecher Prof. Dr. Kai Sundmacher. „Dazu gehören neben innovativer Verfahrenstechnik und Chemie auch die Digitalisierung. Mit Hilfe von Methoden der Mathematik und Informatik entwickelt wir Digitale Zwillinge, also mathematische Abbilder realer Prozesse, mit deren Hilfe diese Prozesse flexibel auf neue Anforderungen reagieren können. Aber auch die besten technisch-mathematischen Lösungen sind am Ende wertlos, wenn sie zu teuer sind oder von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Daher wollen wir in unserem Exzellenzcluster SmartProSys auch den Einfluss der ökonomischen, sozialen und politischen Rahmen-bedingungen auf die Transformation der Chemieindustrie untersuchen" Weitere Informationen zum Forschungszentrum CDS gibt es unter https://cds.ovgu.de/. Details zum Exzellenzcluster-Antrag finden sich hier: https://www.smartprosys.ovgu.de/. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X
„Auf Versuche ist mehr Gewicht zu legen als auf das Urteil der Dummheit, welches immer Vorurteile gegen die Natur zu spinnen pflegt“, sagte einst Otto von Guericke, der als Begründer der Vakuumtechnik gilt. Neugier und Versuche schaffen die Grundlagen für Innovationen. Seit jeher hatte die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts einen hohen Stellenwert. Der imposante Halbkugelversuch Guerickes in Magdeburg ist dafür ein Sinnbild. Ob die erste deutsche Dampfmaschine aus Hettstedt, das Flugzeug Ju52 von Hugo Junkers, Grundlagen der Saatzucht oder der Farbfilm – Sachsen-Anhalt war und ist ein Land der Forscher und Erfinderinnen. Neue Erkenntnisse vollenden sich in ihrer praktischen Anwendung. Essenziell ist deshalb eine gute Verzahnung zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Kooperationen bei Forschungsprojekten sorgen in Sachsen-Anhalt für einen effektiven und anwendungsorientierten Wissens- und Technologietransfer. So gelangen zukunftsfähige Entwicklungen zügig zur Produktionsreife. In den vergangen Jahren haben sich in Sachsen-Anhalt in den Bereichen Agrarökonomie, Neurologie, Materialwissenschaften und Mikrosystemtechnik, Pflanzenbiologie und -biotechnologie sowie im Feld der Materialwissenschaften und Mikrosystemtechnik bemerkenswerte Schwerpunkte im Wissenschafts- und Forschungssektor herausgebildet. Damit gehört das Land zu einem der attraktivsten Forschungsstandorte, der renommierte internationale Wissenschaftlerinnen und Forscher anzieht. Mit sechs Fraunhofer-Instituten , fünf Leibniz-Instituten , drei Max-Planck-Instituten , zwei Helmholtz-Zentren sowie elf Hochschulen verfügt das Bundesland deutschlandweit über eine der dichtesten Forschungslandschaften. Dabei setzt Sachsen-Anhalt auf Verbundforschung, von der alle Beteiligten enorm profitieren. Ausdruck dafür sind Forschungszentren wie der Wissenschaftscampus für pflanzenbasierte Bioökonomie, das länderübergreifende Biodiversitätsforschungszentrum oder das Interdisziplinäre Zentrum für Nutzpflanzenforschung aus Kooperationen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und außeruniversitären Einrichtungen. Durch das Spitzencluster BioEconomy nimmt Sachsen-Anhalt auf dem Feld der Bioökonomie international eine führende Rolle ein. Der Biotech-Campus in Gatersleben ist das Kompetenzzentrum für Pflanzenbiotechnologie in Deutschland. Der Kern des Zentrums ist das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung mit Deutschlands zentraler Ex-situ-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen. Am so genannten „Green Gate Gatersleben“ betreiben zahlreiche Einrichtungen Auftragsforschung für biotechnologische Unternehmen. Am Forschungszentrum Dynamische Systeme der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeiten Forschende daran, ein grundlegendes Verständnis komplexer dynamischer Systeme in Biomedizin, chemischen Produktionssystemen sowie Prozessen der Energiewandlung zu gewinnen. Selbst Politikwissenschaftler beschäftigen sich in Magdeburg mit der Bioökonomie. Magdeburg ist zudem ein weltweit bekannter Neuro-Standort, an dem neurowissenschaftliche Spitzenforschung betrieben wird. Gefördert wird die Hirnforschung nicht zuletzt durch die Exzellenzinitiative des Landes Sachsen-Anhalt. Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Fakultäten der Otto-von-Guericke-Universität, dem Leibniz-Institut für Neurobiologie und dem Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen zu Themen wie Gedächtnisbildung, Lernprozesse, Hirnplastizität Kognition. Die Universität verfügt zudem über den europaweit leistungsstärksten 7-Tesla Magnetresonanztomographen, wodurch ihr eine Führungsrolle im Bereich der Bildgebungsforschung zukommt. Das „Center for Behavioral Brain Sciences“ hat unter der Bezeichnung CBBS-ScienceCampus den Status eines Leibniz-Wissenschaftscampus. Am Standort Cochstedt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt arbeitet das Nationale Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme. Das Testgelände in Sachsen-Anhalt können auch Startups und etablierte Unternehmen der Luftfahrtindustrie für eigene Forschungs- und Erprobungsarbeiten zum Zukunftsthema Drohnentechnologie nutzen. So können in Cochstedt neue unbemannte Luftfahrtsysteme unter realen Bedingungen in einer kontrollierten Umgebung erprobt werden. Damit nimmt das Zentrum eine Vorreiterrolle für wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt bei unbemannte Luftfahrtsysteme ein. Das Thema elektrisches Fliegen entfaltet am Standort Cochstedt zukunftsträchtige Forschungsaktivitäten bezüglich Untersuchungen von Simulations- und Flugversuchsszenarien und der Bewertung von sicherheitskritischen Situationen. Ohne Innovationen kein Fortschritt – die Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Um Menschen im Bereich der Forschung und Entwicklung zu unterstützen, pflegt das Land Sachsen-Anhalt eine Kultur der Wertschätzung und Förderung. So vergibt das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt seit fast 30 Jahren den „ Hugo-Junkers-Preis für zukunftsweisende Innovationen“ aus Wissenschaft, Industrie und Handwerk. Damit werden Gründerinnen, Unternehmer, Erfinderinnen und Wissenschaftler aus allen Gliedern der Innovations-Kette geehrt. Für wegweisende Projekte in den drei Kategorien „Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle“, „Vorhaben der Grundlagenforschung“ und „Projekte der angewandten Forschung“ sowie einer wechselnden Sonderkategorie gibt es ein Preisgeld von insgesamt 80.000 Euro. Damit ist der „Hugo-Junkers-Preis“ der höchstdotierte Innovationspreis im Land Sachsen-Anhalt. Finanziell fördert das Wissenschaftsministerium in Kooperation mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt Einrichtungen bei Vorhaben zur Entwicklung eines leistungsfähigen Forschungs- und Innovationssystems mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF). Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt innovative Projekte und Ideen in der Forschung mit gezielten Förderprogrammen. Zudem erhalten Unternehmen, die in der Forschung und Entwicklung aktiv sind, eine steuerliche Entlastung. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK), eine Organisation von Bund und Ländern, die gemeinsame Programme zur Wissenschaftsförderung beschließt, möchte ab 2026 bis zu 70 Exzellenzcluster fördern; aktuell gibt es in Deutschland 57 Exzellenzcluster. Dafür haben Bund und Länder die Fördersumme um 154 Millionen Euro auf 687 Millionen Euro angehoben. Mit der Exzellenzstrategie wollen die Länder und der Bund die Forschung zukünftig noch besser fördern. Davon wird auch die Wissenschaftslandschaft in Sachsen-Anhalt profitieren.
HIER KOMMT BIOTECHNOLOGIE ZUR WIRKUNG. SACHSEN-ANHALT BIOTECHNOLOGIE UND PHAR M AZIE Sachsen-Anhalt zählt national wie global zu den Top-Adressen für die Pharma- und Biotechnologiebranche. Hier finden Unternehmen beste Standortbedingungen für Investitionen und Wachstum. Diese können aus dem Herzen Deutschland zeitkritische Fracht an ihren Zielort bringen. Unternehmen schätzen dabei vor allem das Potenzial der interdisziplinären und branchenübergreifenden Zusammenarbeit. 2 Universitäten, 3 Fachhochschulen und die Forschungsinstitute der Max- Planck-, Fraunhofer-, Leibniz-Gesellschaften konzentrieren sich auf die Bereiche Enzym- und Proteinbiotechnologie sowie Neurowissenschaften. Sie sind für Unternehmen der pharmazeutischen, pflanzenbasierten und industriellen Biotechno- logie ideale Partner für F&E-Vorhaben, Ausgangspunkt innovativer Gründungsideen und Talentschmiede für zukünftige Fachkräfte. BIOTECHNOLOGIE-REGION SACHSEN-ANHALT BIOTECHNOLOGIE- ZENTREN HAUPTSTADTREGION MAGDEBURG SCHWERPUNK TE: Neurowissenschaft, Neurobiologie, Entzün- dungs- und Autoimmunerkrankungen, Arzneimittelherstellung USP: umfassend ausgerüstete, wissenschaftliche Serviceeinrich- tungen im Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie ZENIT VORZEIGEUNTERNEHMEN: Salutas Pharma (Novartis) M ITTELDEUTSCHES CHEM IEDREIECK SCHWERPUNK TE: Chemie- und Kunststoffindustrie im Zentrum Europas, Biopolymerase, Fraunhofer IZI und Fraunhofer IMWS, industrielle Biotechnologie und Feinchemieproduktion, integrierter Stoffverbund und stoffspezifisches Know-How an den Chemie- standorten, BioEconomy Cluster USP: Das Chemieparkkonzept ermöglicht den ansässigen Unterneh- men die Konzentration auf das Kerngeschäft VORZEIGEUNTERNEHMEN: Organica Feinchemie, Bayer Bitterfeld, Aurora, Chemische Fabrik Berg GREEN GATE GATERSLEBEN SCHWERPUNK TE: Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung BERLIN USP: Kompetenzzentrum für Pflanzenbiotechnologie VORZEIGEUNTERNEHMEN: IPK Leibniz-Institut, Julius Kühn-Institut, BASF Agricultural Solutions Seed, Orgentis Chemicals WEINBERG CAMPUS TECHNOLOGIEPARK HALLE SCHWERPUNK TE: Biotechnologie, Biomedizin, Materialwissen schaften, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Nanotechnologie, sowie der Informations- und Automatisierungstechnik Technologie USP: Größter Innovationsstandort für Life Sciences, Biomedizin und Materialwissenschaften Mitteldeutschlands VORZEIGEUNTERNEHMEN: Wacker Biotech, Navigo Proteins, Vivoryon Therapeutics, BioNTech Delivery Technologies, Icon Genetics, Nomad Bioscience BIOPHARMAPARK DESSAU SCHWERPUNK TE: Impfstofftechnologie, Forschung, Entwicklung und Herstellung von biologischen Produkten und Arzneimitteln, Qualitätskontrolle und Compliance USP: ganzheitlicher Standort für Pharmazie und Biotechnologie VORZEIGEUNTERNEHMEN: IDT Biologika, Merz Pharma, Oncotec, CEVA www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science MAGDEBURG GATERSLEBEN DESSAU- ROSSL AU HALLE (SA ALE) LUTHERSTADT WIT TENBERG BIT TERFELD- WOLFEN FLUGHAFEN LEIPZIG/HALLE LEUNA ZEITZ BIOTECHNOLOGIE SACHSEN-ANHALT Mehr Informationen: www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science KOMPETENZ IM BEREICH BIOTECHNOLOGIE UND PHARM AZIE STANDORTE FÜR BIOTECHNISCHE UND PHARMAZEUTISCHE ANLAGEN VERFÜGBARE UND QUALIFIZIERTE ARBEITSKRÄFTE — Ihr IMG Standortservice: Auswahl geeigneter Bestandsimmobilien, Frei- flächen oder Optionen in Industrie-, Biopharma- oder Chemieparks — CEIV-Pharma-zertifizierter Flughafen Leipzig/Halle: Umschlag von tempe ratur- und zeitkritischen Pharma sendungen 55.000 Studierende — rund — 90 % aller Beschäftigten mit Berufs- oder Hochschulabschluss I MG – SCHNELLE UND EINFACHE REALISIERUNG ANREIZE — aktive und kostenfreie Begleitung Ihrer Ansied- lungs- und Erweiterungs- vorhaben — erfolgreiche Projektum setzung – gemeinsam! „Wissenschaftler auf weltweit konkurrenzfähigem Spitzenniveau unterstützen uns erheblich bei der Entwicklung innovativer, hoch spezifischer Proteine für Diagnostik-, Pharma- und Life-Science-Unternehmen.” Dr. Henning Afflerbach | CEO der Navigo Proteins GmbH IMG – IHR ANSPRECHPARTNERIMG – IHR PARTNER Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH Am Alten Theater 6 | 39104 Magdeburg Tel. +49 391 56899-10 welcome@img-sachsen-anhalt.deFür alle Fragen der Projektrealisierung Für Immobilien- und Standortsuche Für International Business Service Für Unterstützung in Förder- und Finanzierungsfragen www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science BIOTECHNOLOGIE-NETZWERK Life Science Sachsen-Anhalt — Cluster initiiert durch den Technologiepark Weinberg Campus Vernetzung zwischen — ausgezeichnete Hochschulen, Forschungsinstituten sowie Biotechnologie- und Pharma unternehmen Für Unterstützung in Personalsuche und -rekrutierung Für Behörden- und Genehmigungs- management Stand: Dezember 2022 — Investitionszuschuss zu den förderfährigen Kosten — Forschungs- und Entwicklungs zuschüsse — Personalschulungsanreize
Halle (Saale). Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze hat heute zwei Fördermittelbescheide über insgesamt rund 74 Millionen Euro an den Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) Halle, Dr. Ulf-Marten Schmieder, übergeben. Gefördert werden zwei Neubauvorhaben des TGZ auf dem Weinberg Campus. In den kommenden Jahren sollen sich 200 Startups und Wachstumsunternehmen verschiedener Branchen – unter anderem aus Biotechnologie, Pharma, Medizin-, Umwelttechnik, Chemie, Bioökonomie – ansiedeln. Rund 1.000 Hightech-Arbeitsplätze sollen im Technologiepark Weinberg Campus und in der Region entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 78 Millionen Euro. Das Land fördert die Investitionen mit 95 Prozent. Minister Sven Schulze sagt: „Die neuen Innovations- und Gründerzentren sind ein weiterer bedeutender Impuls für die Entwicklung des Technologieparks, für die Region und für Sachsen-Anhalt. Mit der Förderung dieser Projekte schaffen wir die Voraussetzungen für die Ansiedlung von Unternehmen und Start-ups aus Zukunftsbranchen. Wir setzen darauf, dass aus ihnen mittelfristig Wachstumsunternehmen entstehen, die den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier entscheidend mitprägen werden.“ TGZ-Geschäftsführer Dr. Ulf-Marten Schmieder: „Dank der intensiven Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt werden wir unseren Standort in den nächsten Jahren attraktiv und sichtbar für Hightech-Startups aus aller Welt ausbauen. Die Vision eines international bedeutenden Wissenschafts- und Technologiestandortes im Herzen Mitteldeutschlands, in dem Innovationen wachsen und ein starker Mittelstand entsteht, wird damit für mich immer sichtbarer.“ Hintergrund: Im Technologiepark Weinberg Campus entsteht bis 2025 ein Innovationszentrum, der „Innovation Hub“, für Startups in der Gründungs- und Frühphase. Junge Unternehmen aus den zentralen Innovationsfeldern und Wirtschaftsbranchen des Technologieparks, die sich auf die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle konzentrieren, finden dort auf einer Fläche von insgesamt 2.300 Quadratmetern ideale Startbedingungen. Für den Bau sind 12 Millionen Euro veranschlagt. Zudem wird ein „Business Development Center“ gebaut. Es richtet sich an Startups und junge Technologieunternehmen in der Wachstumsphase. Der inhaltliche Fokus dieses Neubaus im Zentrum des Campus‘ wird auf den Innovationsfeldern Biotechnologie, Pharmazie und Biomedizin sowie neue Materialien, erneuerbare Energien, Bioökonomie und Chemie liegen. Den Unternehmen soll eine Fläche von bis zu 10.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen. In den Bau werden 66 Millionen Euro investiert. Die Eröffnung des Business Development Centers ist für 2028 geplant. Zum Kern des Technologieparks Weinberg Campus gehören neben den naturwissenschaftlichen Instituten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Universitätsmedizin Halle (Saale), sieben renommierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (Max-Planck-, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft) sowie die Standorte des TGZ. Das erste Gebäude des TGZ wurde 1993 eröffnet. Auf dem Weinberg Campus wurden seit 1990 rund 1,2 Milliarden Euro investiert. Heute studieren, forschen und arbeiten hier 15.000 Menschen in Zukunftsbranchen. Im Technologiepark Weinberg Campus entsteht aktuell ein neues mRNA-Kompetenzzentrum des Unternehmens Wacker Biotech, ein Forschungsneubau des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik sowie der Neubau eines Standorts des IT-Unternehmens Exceeding Solutions. In Planung ist zudem ein Theoretikum der Universitätsmedizin Halle (Saale).
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt ist heute unter der Leitung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zu einer auswärtigen Kabinettssitzung in Halle zusammenkommen. Auf der Tagesordnung standen u. a. das „Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus“, der Vertrag zu baulich-technischen Sicherungsmaßnahmen, deren Wartung und zu Wachpersonal zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Jüdischen Gemeinschaft sowie regionale Themen. „Halle ist nicht nur die Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts, sie bildet auch gemeinsam mit Leipzig den zweitwichtigsten Wirtschaftsraum im Osten Deutschlands. Das Land Sachsen-Anhalt wird die Entwicklung der Stadt auch weiter fördern und unterstützen, damit die positiven Impulse des Ballungszentrums Halle-Leipzig noch stärker in die Region wirken können. Das gilt besonders auch für den Strukturwandel im Kohlerevier“, betonte Haseloff. Zweitgrößter Wirtschaftsraum in Ostdeutschland Gemeinsam mit Leipzig bildet Halle den zweitgrößten Wirtschaftsraum im Osten. Basis dafür ist auch die hervorragende Verkehrsinfrastruktur mit dem Flughafen Leipzig-Halle sowie dem Anschluss an die zwei überregional bedeutsamen Autobahnen 9 und 14 und das ICE-Netz. Von 2000 bis August 2020 hat das Land in Halle 225 Investitionen von Unternehmen bzw. in die wirtschaftsnahe Infrastruktur aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Dadurch wurden Ansiedlungen und Erweiterungen im Volumen von rund 1,09 Milliarden € angeschoben, die mehr als 8.800 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert haben. Unterstützt wird auch der Breitbandausbau : Von der Förderung in Höhe von 10,5 Mio. € in neun Gewerbegebieten sowie in bisher unterversorgten Bereichen profitieren rund 750 Unternehmen, 2.100 Privathaushalte und 62 Schulen. Auf Platz 1 im Kreisvergleicht liegt Halle bei der Abdeckung der Haushalte mit dem Mobilfunkstandard 4G – sie beträgt 100 Prozent. Zudem sind in Halle bisher 17 Projekte zum Aufbau von öffentlichen WLAN gefördert worden, u. a. im Händel-Haus und für die Burg Giebichenstein. Zur Unterstützung des Strukturwandels nach dem Kohleausstieg will das Land das Industriegebiet „Starpark“ sowie das Technologiezentrum „WeinbergCampus“ mit 5G-Infrastruktur ausrüsten. Um wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, haben 4.038 Soloselbständige und kleinere Unternehmen aus Halle Zuschüsse aus der Soforthilfe im Volumen von insgesamt rund 30 Mio. € erhalten. Aus der Überbrückungshilfe des Bundes sind bislang 39 Zuschüsse im Gesamtvolumen von rund 704.000 € bewilligt worden. Traditionsreicher Wissenschaftsstandort Die mehr als 500 Jahre alte Martin-Luther-Universität, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Kunsthochschule Burg Giebichenstein sowie rund zehn Forschungseinrichtungen machen Halle zu einer national und international attraktiven und erfolgreichen Wissenschaftsstadt. Der Technologiepark WeinbergCampus ist mit mehr als 100 Unternehmen und Instituten mit etwa 5.500 Beschäftigten der wichtigste Innovations- und Gründungsstandort für Life-Science, Biomedizin und Materialwissenschaften in Mitteldeutschland. Um den Wissens- und Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft dort weiter zu stärken, soll zur Gestaltung des Kohle-Strukturwandels das Business Development Center „Digital Life Science and Smart Material“ als zusätzliche Keimzelle für Startup-Gründungen errichtet werden. Arbeitsmarktförderung Seit Beginn des Operationellen Programms ESF Sachsen-Anhalt, bei dem landesweit bis 2020 mehr als 300 Mio. € eingesetzt werden, verfolgt das Land insbesondere drei Zielsetzungen: Fachkräfte sichern und das Fachkräftepotenzial erhöhen, Lebensperspektiven eröffnen und gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeitsmarktintegration sichern und „Gute Arbeit“, also attraktive sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und eine faire Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. So sollen Beschäftigungschancen für Langzeitarbeitslose verbessert, betriebliche Erstausbildung gefördert und Arbeitsmarktchancen benachteiligter Personengruppen erhöht werden. Das Land unterstützt die Stadt Halle konkret über verschiedene Arbeitsmarktprogramme. So profitierten zum Beispiel bei den Programmen „Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT“ und „Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB“ knapp 1.200 Männer und Frauen von diesen Weiterbildungsvorhaben, die mit mehr als drei Mio. € finanziell gefördert wurden. Darüber hinaus unterstützte das Land die Stadt Halle bei der Förderung der Beschäftigung schwerbehinderter und besonders betroffener schwerbehinderter Menschen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe mit mehr als 4,6 Mio. €. Hilfen für Kinder Im Bereich des Kinderschutzes und der Umsetzung der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ gibt es Unterstützung von Bund und Land. Im Zeitraum 2017 bis 2019 förderte der Bund Maßnahmen in der Stadt Halle zur Umsetzung der Bundesinitiative in Höhe von fast 500.000 €. Das Lokale Netzwerk Kinderschutz in Halle unterstützte das Land jährlich mit 10.000 €. Förderung des bürgerschaftlichen Engagements Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Entwicklung des Bürgerschaftlichen Engagement s, der Demokratieförderung und der Integration . Für Maßnahmen in der Integrationsarbeit erhielt die Stadt Halle seit dem Jahr 2017 mehr als 970.000 €. Auch Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Demokratieförderung und Bekämpfung von Rechtsextremismus wurden unterstützt. Dafür wurden den verschiedenen Trägern entsprechender Projekte landesweit mehr als drei Mio. € zur Verfügung gestellt. Umwelt- und Hochwasserschutz Im Stadtgebiet von Halle gibt es rund 4,7 km Hochwasserschutzanlagen in Verantwortung des Landes. Insgesamt wurden von 2013 bis 2019 in der Stadt Halle für Hochwasserschutzmaßnahmen 5,1 Mio. € aufgewendet. Für Projekte der Altlastenfreistellung wurden knapp 12 Mio. € unter anderem für die Sanierung des ehemaligen Dachpappenwerkes Halle-Ammendorf (Werk 1 und 2), der ehemaligen TLG-Liegenschaft Hallescher Kraftverkehr (HKS) und der ehemaligen MINOL-Tankstellen bereitgestellt. Halle hat die höchste Bevölkerungsdichte in Sachsen-Anhalt. Damit hat die Saalestadt besonders viele Menschen durch Einhaltung der Grenzwerte der Luftschadstoffe vor Schäden durch schlechte Luftqualität zu schützen. Die Evaluierung des Luftreinhalteplans ergab, dass durch die konsequente Durchsetzung der Maßnahmen zur Luftreinhaltung am Standort Halle die Luftqualität und auch die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger gesteigert werden konnte. Nutzung erneuerbarer Energien Mit einem Klimaschutzkonzept will die Stadt ihre C0 2 -Emissionen gegenüber 1990 deutlich reduzieren. Kraft-Wärme-Kopplung und der Anteil erneuerbarer Energien werden erhöht. Kern ist der zukunftsweisende Ausbau des Fernwärme-Systems mit seinen hocheffizienten Erzeugungsanlagen. Der „Solarpark Phönix", auf der ehemaligen Aschedeponie des Kohlekraftwerks „Rudolf Breitseheid" ist der aktuellste innovative Energiewendebeitrag der Stadt Halle. In der Anlage mit einer Gesamtleistung von fast 12 Megawatt mit über 32.000 Modulen können fast 12.000 Megawattstunden erneuerbarer Strom pro Jahr erzeugt werden. Das Investitionsgesetz Kohleregionen sieht die Einrichtung eines „Kompetenzzentrums Wärmewende“ vor. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat sich für den Standort Halle entschieden. Das Kompetenzzentrum soll eine bundesweite zentrale Anlaufstelle für Kommunen und private Unternehmen zum Thema erneuerbare Wärme mit Fokus auf leitungsgebundener Wärmeversorgung werden. Es wird zunächst als Gliederung innerhalb der Deutschen Energieagentur für 5 Jahre finanziert und geführt. Eine Verlängerung um weitere 5 Jahre ist geplant. Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und den Städtebau Im Herbst vorigen Jahres war Baustart für die Komplettierung der A 143 – „Westumfahrung Halle“ . Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 geplant. Die A 143 verbessert die Verknüpfung der A 14 mit der A 38 und der A 9. Damit wird Halle deutlich vom Durchgangsverkehr entlastet, was auch zu einer Verbesserung der Luftqualität in der Saalestadt beitragen wird. Bei den Planungen der gut zwölfeinhalb Kilometer langen Trasse wurde die berechtigte Forderung nach einer modernen Verkehrsinfrastruktur, mit den sehr hohen Anforderungen an den Umwelt- und Naturschutzschutz in Einklang gebracht. Das Vorhaben ist das letzte Teilstück des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit 13. Es werden rund 350 Mio. € investiert. Bund und Land stellen für die ersten beiden Ausbaustufen des Stadtbahnprogramms Halle rund 200 Mio. € Fördermittel bereit. Gesamtinvestitionen von 575 Mio. € in moderne Gleisanlagen, barrierefreie Haltestellen und Straßenbahnfahrzeuge sorgen für mehr Reisekomfort im ÖPNV und sollen noch mehr Menschen dazu bewegen, das eigene Auto stehen zu lassen. Gebaut wird seit 2013. Die Gesamtfertigstellung des Großprojektes ist für 2032 geplant. Der Stadt Halle wurden seit 2011 insgesamt mehr als 80 Mio. € aus den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung bewilligt. Mit dem Geld konnten unter anderem rund 14.000 dauerhaft leerstehende Wohnungen vom Markt genommen werden. Ein beispielhaftes Einzelvorhaben, das im Rahmen des Stadtumbauprogramms umfangreich gefördert wurde, ist das Salinemuseum. EU, Bund und Land haben in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt gut 14 Mio. € für die Sanierung des historischen Gebäudeensembles bereitgestellt. Vielfältige und vitale Kunst- und Kulturszene In Halle (Saale) existiert eine vielfältige und vitale Kunst- und Kulturszene. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das kulturelle Leben in der Stadt umfangreich. So sind dort beispielsweise die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, das Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie (LDA), die Franckeschen Stiftungen oder das Landesmuseum für Vorgeschichte beheimatet. Die Stadt ist ebenfalls Sitz des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt ., der vom Land institutionell gefördert wird. Das Kunstmuseum Moritzburg ist das Kunstmuseum des Landes. Es hat sich in den vergangenen Jahren sich zu einem der wichtigen Museen für Kunst der Moderne entwickelt. Ausstellungen zu Gustav Klimt oder aktuell den Fotografien von Karl Lagerfeld finden international Beachtung. Die Stadt Halle gehört zu den ältesten Theaterstädten in Deutschland. Die Theater, Oper und Orchester Halle GmbH werden alleine im Jahr 2020 mit rund 10,5 Mio € Landesmitteln unterstützt. Die Händelfestspiele sind von nationaler wie internationaler Bedeutung. Das künstlerische Erbe des größten Komponisten der Stadt wird insbesondere von der Stiftung Händelhaus gepflegt. Es erhält hierfür eine jährliche Förderung von 511.300 €. Das historische Ensemble der Stadt wird auf verschiedene Art und Weise vom Land unterstützt. Mit insgesamt rund 6,4 Mio € profitieren aktuell drei Projekte von den Geldern des EFRE-Kulturerbeprogramms: Sanierungsmaßnahmen in der Marktkirche, des Händel-Hauses und im Bereich des LDA. Die Bibliotheken profitieren von der Unterstützung des Landes beim Ankauf von neuen Medien, die Kinder-, Jugend- und Soziokultur wird über die Finanzierung vielfältiger Projekte vom Land unterstützt. Beispielhaft für die lebendige Kulturszene der Stadt sind kulturelle Orte wie die „Kunsthalle Talstrasse “, der Verein „Kaltstart - Verein für Improvisationstheater“ oder das „Künstlerhaus 188 “, die alle Projektfördergelder zur Umsetzung ihrer Arbeit vom Land erhalten. Aktuelle Informationen bieten wir Ihnen auch auf der zentralen Plattform des Landes www.sachsen-anhalt.de , in den sozialen Medien über Twitter , Facebook , Youtube und über die Messenger-Dienste Notify und Telegram . Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
In der biomedizinischen Forschung und Praxis zu Umwelt und Gesundheit wird Geschlecht mit den vielfältigen biologischen und sozialen Dimensionen noch nicht angemessen berücksichtigt. Das Verbundprojekt INGER hat zum Ziel, innovative Methoden für eine geschlechtersensible quantitative Forschung zu umweltbezogener Gesundheit interdisziplinär zu entwickeln und zu erproben. Neue Fragebogenmodule werden getestet, um die Datenerhebung in populationsbasierten Studien zu umweltbezogener Gesundheit durch umfassende Erhebung von Sex/Gender-Dimensionen entsprechend gendertheoretischer Konzepte zu verbessern. Zur Quantifizierung der Bedeutung von Sex/Gender für Umweltexpositionen und umweltbezogene Gesundheit werden neue statistische Analysestrategien identifiziert und erprobt. INGER wird eine fundierte Wissensbasis schaffen als Grundlage für eine bessere Berücksichtigung von Sex/Gender-Aspekten im umweltbezogenen Gesundheitsschutz und in der Gesundheitsförderung im Bereich Umwelt und Gesundheit. In: UMID : Umwelt und Mensch - Informationsdienst ; Umwelt & Gesundheit, Umweltmedizin, Verbraucherschutz / Boden- und Lufthygiene (Berlin) Institut für Wasser. (2018), Heft 1, Seite 83
Gender und Geschlecht in der umweltbezogenen Gesundheitsforschung Gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung ist ein Instrument für die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit. Biologische und soziologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden in der umweltbezogenen Gesundheitsforschung bisher kaum berücksichtigt. Um diese Lücke zu schließen beteiligt sich das UBA an einem neuen, innovativen, interdisziplinären Forschungsprojekt. Umweltbezogener Gesundheitsschutz ist ein zentrales Handlungsfeld deutscher Umweltpolitik, mit dem Ziel, nachteilige Umwelteinflüsse auf die Gesundheit zu erkennen, zu reduzieren und ihnen vorzubeugen. Gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung ist hierbei ein wichtiges Instrument, um die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit zu erforschen. Dennoch wurden die Kategorien Geschlecht (biologische Komponente) und Gender (soziologische Komponente) in der umweltbezogenen Gesundheitsforschung bislang kaum berücksichtigt. Das UBA beteiligt sich an dem interdisziplinären Forschungsprojekt INGER (Integration von Geschlecht in die Forschung zu umweltbezogener Gesundheit: Aufbau einer fundierten Evidenzbasis für geschlechtersensible Prävention und umweltbezogenen Gesundheitsschutz) mit dem Ziel die Datenerhebung und -auswertung von Humanbiomonitoring-Studien durch die konsequente Integration der Kategorien Geschlecht und Gender zukünftig zu verbessern. INGER ist Teil der Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ( BMBF - Förderkennzeichen 01GL1713C) und ist mit einem Gesamtbudget von 1.365.164 Euro, für das gesamte Konsortium bei einer Laufzeit von vier Jahren, dotiert. Der INGER Verbund wird innovative Methoden für eine geschlechtersensible quantitative Forschung zu umweltbezogener Gesundheit mit Bezug auf gendertheoretische Ansätze interdisziplinär entwickeln und erproben. Innerhalb des Projektes wird im ersten Schritt der aktuelle Forschungsstand betrachtet, aufbauend auf den Ergebnissen des 2015 gebildeten Forschungsnetzwerks Geschlecht – Umwelt – Gesundheit (GeUMGe-NET). Dafür wird auch untersucht, inwieweit Geschlecht in den einzelnen Themenfeldern der Forschung zu umweltbezogener Gesundheit bereits integriert ist. Dazu werden neue Fragen bzw. Fragebogenmodule entwickelt und erprobt, um die Datenerhebung in populationsbasierten Studien zu umweltbezogener Gesundheit durch umfassende Erhebung der Dimensionen Sex und Gender entsprechend gendertheoretischer Konzepte zu verbessern. Bisher wurde das Geschlecht (Sex) nur dichotom erhoben und die anderen Geschlechterformen blieben in der Forschung unberücksichtigt. Bei der zusätzlichen Betrachtung von Gender wurde weitgehend mit geschlechtsspezifischen Stereotypen operiert. Unser Ziel ist es nun das Verhalten und die Lebenslage der Menschen objektiv zu erfassen, um die Expositionsabfrage dem sozialen Wandel anpassen zu können. Dazu werden vorhandene Humanbiomonitoring-Daten statistisch mit genderorientierter Strategie analysiert, um die Bedeutung von Geschlecht und Gender für die Ermittlung von Umweltexpositionen und umweltbezogener Gesundheit bedarfsgerecht zu quantifizieren. Die Ergebnisse des Projektes schaffen eine Wissensbasis zur besseren Berücksichtigung der Aspekte Sex und Gender im umweltbezogenem Gesundheitsschutz sowie in der Prävention. Implikationen für die Praxis werden aufgezeigt und Ansatzpunkte für weitergehende Forschung herausgearbeitet. Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Arbeitsziele umfasst das Verbundprojekt INGER die Forschungs- und Anwendungsfelder Umweltepidemiologie, Umwelttoxikologie und Public-Health-Forschung zu Umwelt und Gesundheit. Führende Institutionen in diesen Forschungsbereichen arbeiten in dem Verbundprojekt zusammen: Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung Sozialepidemiologie Helmholtz Zentrum München, Institut für Epidemiologie, Arbeitsgruppe Environmental Risk Umweltbundesamt Berlin, FG II 1.2 Toxikologie, gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften, Lehrstuhl Gender and Science / Naturwissenschafts- und Geschlechterforschung Das Umweltbundesamt ist im Rahmen des Verbundes für das Teilprojekt Umwelttoxikologie verantwortlich. Neben der systematischen Literaturrecherche zum Stand der Forschung unter Berücksichtigung der betrachteten bzw. gemessenen Geschlechtsunterschiede in regulatorischer Toxikologie, stehen die zwei größten Studien zu umweltbezogener Gesundheit in Deutschland, die Umweltprobenbank (UPB) und die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES), im Fokus. Dabei erprobt das UBA die Einführung von Gendermerkmalen im Fragebogen und neue Formen der Datenauswertung unter Berücksichtigung gendertheoretischer Konstrukte. 2015 wurde das Forschungsnetzwerk GeUmGe-NET (Forschungsnetzwerk Geschlecht – Umwelt – Gesundheit) mit verschiedenen Akteuren aus der Universität, der Wirtschaft und dem Umweltbundesamt als Behörde gebildet. Hierbei wurde die Kategorie Geschlecht in der biomedizinischen Forschung zu umweltbezogener Gesundheit betrachtet und die Relevanz, interdisziplinärer Ansätze und transdisziplinärer Perspektiven aufgezeigt. Die Evaluierung hat aufgedeckt, dass die Wissensbasis der gesundheitswissenschaftlichen Forschung zu umweltbezogener Gesundheit derzeit nicht ausreicht, um geschlechtersensible Maßnahmen für Gesundheitsförderung, Prävention und umwelt-bezogenen Gesundheitsschutz zu entwickeln. Diese Lücke soll nun mit dem Folgeprojekt INGER geschlossen werden. Ansprechpartnerin: Katrin Groth ( katrin [dot] groth [at] uba [dot] de )
In der biomedizinischen Forschung zu umweltbezogener Gesundheit wird die Kategorie Geschlecht bisher noch unzureichend berücksichtigt: Neuere Konzepte von Geschlecht, welche sowohl biologische als auch soziale Dimensionen und deren Interaktionen umfassen und Geschlecht nicht als feste dichotome Größe sondern als veränderbares Kontinuum von Eigenschaften erklären, finden bislang kaum Anwendung. Das Themenfeld "Geschlecht, Umwelt und Gesundheit" diskutierten 24 Fachleute in einem Workshop am 12. Juni 2015 in Bremen. Insgesamt wurde deutlich, dass noch erhebliche Anstrengungen konzeptioneller und methodischer Art erforderlich sind, um die Bedeutung dynamischer und interagierender Geschlechtsdimensionen für umweltbezogene Gesundheitswirkungen adäquat zu analysieren. Eine systematische Zusammenführung von Wissensbeständen und eine gezielte Forschungsförderung für theoretische Weiterentwicklungen und Verbesserungen der Datenbasis sind notwendig.In: Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene <Berlin>: UMID : Umwelt und Mensch - Informationsdienst ; Umwelt & Gesundheit, Umweltmedizin, Verbraucherschutz. - Berlin.S. 73
Das Projekt "Genetische Verankerung und Bedeutung der endogenen Tagesrhythmik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt, Institut für Flugmedizin durchgeführt. Untersuchungen ueber den Grad der genetischen Verankerung der biologischen Tagesrhythmik, um Hinweise auf Steuermechanismen der endogenen Rhythmik zu finden.
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