Teil der Statistik "Primärenergieverbrauch"
Raum: Sachsen-Anhalt Gesamt
Der Primärenergieverbrauch umfasst die für Umwandlung und
Endverbrauch benötigte Energie, die aus
Primärenergieträgern gewonnen wird. Er ergibt sich aus der
Summe der im Land gewonnen Primärenergieträger, den
Bestandsveränderungen sowie dem Saldo aus Bezügen und
Lieferungen. Um die in unterschiedlichen Einheiten (z. B.
Tonne, m³, kWh oder Joule) ausgewiesenen Energieträger
vergleichbar und additionsfähig zu machen, werden diese zur
Berechnung des Primärenergieverbrauches, auf Grundlage
ihres jeweiligen Heizwertes, auf einen einheitlichen Nenner
(Joule) umgerechnet.
Bei Primärenergieträgern handelt es sich um Energieträger,
die keiner Umwandlung unterworfen wurden. Dies sind Stein-
und Braunkohle (roh), Hartbraunkohle, Erdöl, Erdgas,
Grubengas, erneuerbare Energieträger sowie Kernenergie.
Die Energiewende ist aktuell eine der größten Herausforderungen für die produzierende Industrie in Deutschland. Durch aktuelle weltpolitische Ereignisse ist die Reduzierung des Energieverbrauchs auf allen Ebenen besonders dringlich. Die Erhöhung der Energieeffizienz in der Produktion, die Schonung von begrenzten Ressourcen, die Steigerung der Flexibilität auf schwankende Energieangebote angemessen reagieren zu können, die optimale Nutzung erneuerbarer Energiequellen sowie die Erhöhung der Robustheit der Produktion bei schwankender Energiebereitstellungsqualität sind Aufgaben, mit denen sich die produzierende Industrie Deutschlands konfrontiert sieht. Industrielle DC-Netze bieten hier gegenüber der dreiphasigen 400V-AC-Stromversorgung wesentliche Vorteile. Der Trend geht hin zum Einsatz von energieeffizienten, drehzahlveränderlichen elektrischen Antrieben mit Frequenzumrichtern, die stets eine Energiewandlung von Wechselspannung in Gleichspannung mittels B6-Gleichrichter benötigen. In DC-Netzen kann stattdessen ein zentraler geregelter Gleichrichter eingesetzt werden. Wechselrichter können am gemeinsamen DC-Bus betrieben werden, sodass sowohl die Wandlungsverluste gesenkt als auch generatorische Energie direkt genutzt werden können. Speicher und erneuerbaren Energiequellen, die ebenfalls von der Nutzung eines gemeinsamen Zwischenkreises profitieren, lassen mit deutlich weniger Aufwand integrieren. Weitere Potentiale lassen sich in den Felder Anlageninstallation, -verfügbarkeit und Gerätetechnik finden. Diese Potentiale wurden bereits in anderen Forschungsprojekten ((1), (2), (3)) und in einer vom ZVEI beauftragten Studie (5) aufgezeigt und legen die Basis für weitere Forschungsbemühungen. Im Fokus des Verbundprojekts DC-Schiene steht die Erforschung ressourcenschonender und energieeffizienter DC-Schienensysteme für mobile Industrieanwendungen inner- und außerhalb von Gebäuden als Substitut für den Stand der Technik mit Drehstrom-Leitern. Anwendungen sind alle (Text abgebrochen)