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Nichtlineare Dynamiken, Schwarmverhalten und Emergenzphänomene im sozio-ökonomischen und sozio-ökologischen Kontext

Das Projekt "Nichtlineare Dynamiken, Schwarmverhalten und Emergenzphänomene im sozio-ökonomischen und sozio-ökologischen Kontext" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Ilmenau, Institut für Wirtschaftsinformatik, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik für Dienstleistungen (WI2) durchgeführt. Die zu bearbeitende Dissertation soll einen wesentlichen Beitrag betreffend Fragestellungen zum Entstehen sogenannter emergenter Phänomene im organisationalen und gesellschaftlichen Umfeld leisten. Besonderes Interesse gilt dabei nichtlinearen Dynamiken und der wechselseitigen Beeinflussung zahlreicher Individuen. Ein anschauliches Alltagsszenario hierfür ist bspw. das Entstehen eines Staus 'aus dem Nichts'. Die Arbeit wird sich mit Komplexitätsphänomenen beschäftigen, die dem Muster 'Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile' entsprechen. Diese Prinzipien lassen sich ebenfalls auf ganze Gesellschaften übertragen. Neuer Ansatz der Dissertation ist die Einbeziehung der Mikroebene von Gesellschaften (einzelne Individuen und deren Handlungen) sowie ihrer Umwelt (Umweltgüter wie bspw. Wasser, Luft, sonstige Ressourcen, Abfälle) bei ihrer Modellierung und Analyse. Aus Sicht des Emergenzgedanken lässt sich nur so ein schlüssiges Bild über die Entwicklung dieser Systeme mit ihren komplexen Zusammenhängen schaffen. Bisherige Ansätze perfekter Information und individual-rationaler Entscheidungen, sowie das automatische Entstehen eines Gleichgewichtszustands werden aufgrund plausibler Schlüsse und empirischer Erfahrungen in Frage gestellt. Die Existenz dynamischer, komplexer Entwicklungen wird akzeptiert und entgegen den bisherigen, v.a. In der Makroökonomie verbreiteten, mathematischen Ansätzen der Gleichgewichtsfindung mit einbezogen. Die Untersuchungen sollen letztendlich zeigen, unter welchen Rahmenbedingungen und mit welchen (möglichst einfachen) Anreizsystemen sich eine nachhaltige Gesellschaft innerhalb akzeptabler Schranken der dynamischen Entwicklung erreichen ließe. Dazu müssen insbesondere Fragen im Zusammenhang mit der korrekten Bewertung von Umweltgütern sowie der Einführung dieser Bewertungssysteme untersucht werden. Dabei sollen sehr einfache Anreizmechanismen und Regeln im Sinne des Schwarmgedanken gefunden werden. Den methodischen Ansatz hierfür bildet eine sogenannte Multiagentensimulation, die mit Hilfe vieler tausender, autonomer Bausteine (Agenten), denen ein psychologisches Verhaltensmodell zugrunde liegt, die Abbildung einer gesamten Gesellschaft im Detail ermöglicht. Umfangreiche Parameterläufe werden durchgeführt, um Schwellenwerte im Zusammenhang mit der Verfestigung gesellschaftlichen Handelns und makroökonomischer Verlaufsmuster zu finden.

Delegation von Umweltpolitik durch strategisches Wählen

Das Projekt "Delegation von Umweltpolitik durch strategisches Wählen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Frankfurt,Oder, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät durchgeführt. In Zeiten zunehmender Globalisierung haben die einzelnen Regierungen Anreize, umweltpolitische Instrumente strategisch einzusetzen. Verhalten sich alle Entscheidungsträger strategisch, so landen sie gewöhnlich in einem ineffizienten Gefangenen-dilemma. Strategische Delegation der politischen Entscheidung in Form von Wählen kann hier zu Effizienzsteigerungen führen.

Betriebswirtschaftliche Analyse und Bewertung von optimalen Entscheidungen fuer integrierten Umweltschutz im Produktionsverbund

Das Projekt "Betriebswirtschaftliche Analyse und Bewertung von optimalen Entscheidungen fuer integrierten Umweltschutz im Produktionsverbund" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Bremen, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Maritime Wirtschaft und Logistik durchgeführt. Ein Betrieb ist ueber vielfaeltige Beziehungen mit seiner Umwelt verbunden. Zu dieser Umwelt zaehlen neben Beschaffungs-, Absatz- und Finanzmaerkten auch die Oeffentlichkeit, der Gesetzgeber und die natuerliche Umwelt. Zunehmendes Umweltbewusstsein der Bevoelkerung, Diskussionen um Nachhaltigkeitsansaetze in Unternehmen und Regionen sowie im zeitlichen Verlauf verschaerfte Umweltschutzgesetze ruecken dabei die Beziehungen eines Betriebes zur natuerlichen Umwelt weiter in das Blickfeld der Unternehmenspolitik. Ausdruck hierfuer sind etwa Umweltschutzleitlinien und Umweltprogramme. Zu deren Umsetzung bedarf es einer mit der allgemeinen Unternehmenspolitik harmonisierten Massnahmenplanung. Beurteilungskriterien fuer diese Massnahmenplanung und -auswahl umfassen etwa neben traditionellen investitionsrechnerischen Groessen auch Groessen zur Quantifizierung des Risikos (oder der Chance) einer Zielabweichung. Ziel ist in diesem Zusammenhang die Entscheidungsunterstuetzung bei der Massnahmenauswahl und die Anwendung modifizierter Investitionsrechenverfahren zur Beurteilung von produktionsintegrierten Massnahmen als notwendigem Teil des betrieblichen Risikomanagements.

Handlungsempfehlungen für eine überzeugende Umweltberichterstattung: Nutzbarmachung von Erkenntnissen der Wahrnehmungspsychologie

Das Projekt "Handlungsempfehlungen für eine überzeugende Umweltberichterstattung: Nutzbarmachung von Erkenntnissen der Wahrnehmungspsychologie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von ZEUS GmbH für angewandte Psychologie Umwelt- und Sozialforschung durchgeführt. a) Ausgangslage: Wie Menschen Informationen wahrnehmen und bewerten, wird maßgeblich von der Art der Präsentation, vom Kontext und den verwendeten Argumentationsmustern beeinflusst. Auch persönliche Einstellungen und das kognitive Schema der Rezipient/-innen spielen eine Rolle. Die Kapazitäten neue Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und zu bewerten sind dabei begrenzt. Für die Umweltberichterstattung stellt sich daher die Frage: Was ist entscheidend, damit Botschaften wahrgenommen und verstanden werden. Zielsetzung: Erkenntnisse der Kognitionspsychologie und Entscheidungstheorie haben bereits Eingang in eine Vielzahl von Wirtschafts- und Politikbereichen gefunden und sollen mit diesem Vorhaben für die Umweltberichterstattung nutzbar gemacht werden. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, damit umweltpolitischen Botschaften in Zukunft noch besser wahrgenommen und verstanden werden. Herangehensweise: Um der Forschungsfrage nachzugehen, soll im Vorhaben untersucht werden, inwieweit Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie und Entscheidungstheorie, etwa zur Sprache und visuellen Wahrnehmung, für die Umweltberichterstattung genutzt werden können. Dabei sollen unter anderem Überstrahlungseffekte (Halo-Effekt), assoziative Aktivierungen, Anker-Effekte und Verlustaversion berücksichtigt werden. b) Arbeitspakete und Output: 1) Spezifische Auswertung von Erkenntnissen aus der Wahrnehmungspsychologie, Kognitionspsychologie und Entscheidungstheorie für die Umweltberichterstattung 2) Analyse der bestehenden Umweltberichterstattung und Differenzierung (nach verschiedenen Zielgruppen und Produkten); 3) Entwicklung von allgemeinen Handlungsempfehlungen 4) Durchführung von Workshops und Reallaboren zur Kommunikation der Ergebnisse an andere Fachgebiete im UBA 5) Umsetzung der Ergebnisse für ausgewählte Beispiele (best practice). Produkte: Differenzierte Handlungsempfehlungen für die Umweltberichterstattung Umsetzung der Empfehlungen für ausgewählte Beispiele.

Entwicklung und Anwendung von Decision Support Systems für die waldbauliche Planung und Entscheidungsfindung

Das Projekt "Entwicklung und Anwendung von Decision Support Systems für die waldbauliche Planung und Entscheidungsfindung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Waldbau durchgeführt. Für komplexe schlecht strukturierte Entscheidungsprobleme im Rahmen der Waldbewirtschaftung empfiehlt sich oft eine formale Entscheidungsanalyse zur (i) Strukturierung des Entscheidungsproblems, (ii) Analyse der Auswirkungen von Alternativen, (iii) Ermittlung der Präferenzen des Entscheidungsträgers, (iv) und einen Vergleich der Alternativen in bezug auf die präferenzierten Zielsetzungen des Entscheidungsträgers. Zur Unterstützung dieses Prozesses bieten sich Decision Support Systeme (DSS) an. DSS stellen computerbasierte Systeme dar, die Planung und Entscheidungsfindung bei unstrukturierten Problemstellungen unterstützen, indem Datenbanksysteme mit analytischen Modellen und Expertenwissen verknüpft werden und dem Benutzer graphische und tabellarische Ausgabemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Am Institut für Waldbau werden vermehrt Anstrengungen unternommen um auf spezielle Entscheidungsprobleme abgestimmte DSS zu entwickeln. Dabei kann auf die Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Projekten (DSS Wolschartwald, SDSS Wildalpen, DSD - Dobrova, CONES) zurückgegriffen werden.

Informationsakquise unter fundamentaler Unsicherheit - Vorsorge, Forschung und Umwelt

Das Projekt "Informationsakquise unter fundamentaler Unsicherheit - Vorsorge, Forschung und Umwelt" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften durchgeführt. Projektergebnisse: Neuartige Technologien und Substanzen verheißen nicht nur immensen Nutzen, sie werfen typischerweise auch substantielle und vielfach neuartige Risiken für Mensch und Umwelt auf. Beispielhaft hierfür ist das krebserregende Potential und die Gefahr nachhaltig gestörter Ökosysteme durch die Ausbringung neuartiger Pestizide. Die Regulierung solcher Risiken ist zu einer zentralen Aufgabe moderner Gesellschaften geworden. Zwei risikoregulatorische Aufgaben stechen hervor: Einerseits gilt es, Kriterien für die finale regulatorische Entscheidung - etwa Zulassung oder Verbot eines Pestizids -unter gegebener Unsicherheit zu finden. Dies ist herausfordernd insofern als dass die Sinnhaftigkeit herkömmlicher Kosten-Nutzen Modelle ansgesichts 'fundamentaler Unsicherheit' in Frage gestellt ist. Die zweite risikoregulatorische Aufgabe ist 'Informationsakquise' - beispielsweise in vitro oder in vivo tests zur Bestimmung des karzinogenen Potentials von Pestiziden -, um Unsicherheiten im risikoregulatorischen Entscheidungsprozess zu reduzieren und damit weitreichende Fehlentscheidungen zu verhindern. Beide risikoregulatorische Aufgaben, finale Zulassungsentscheidung und Informationsakquise, werden kontrovers diskutiert, oft verbunden mit Empfehlungen basierend auf dem Vorsorgeprinzip. Das Projekt 'Informationsakquise unter fundamentaler Unsicherheit - Vorsorge, Forschung und Umwelt' beleuchtete das Zusammenspiel dieser zwei risikoregulatorischen Aufgaben. Rigorose entscheidungstheoretische Methodik erlaubte es hierbei, die Theorie der Risikoregulierung substantiell weiterzuentwickeln. Im Einzelnen wurde (1) ein einfaches und handhabbares Modell zur Informationsakquise unter der vorsorgezentrierten maxmin-Regel entwickelt, (2) dieses Modell genutzt um zwei neuartige und gegenläufige Effekte der maxmin-Regel auf Informationsakquise zu identifizieren, (3) diese Effekte hinsichtlich ihrer relativen Stärke mit Klassen von regulatorischen Problemen zu verknüpfen, und schließlich (4) Praxis und Theorie im konkreten Beispiel der Pestizidzulassung in der EU zu vergleichen. Der grundlegende und innovative Charakter des Forschungsprojekts machte Überraschungen und somit Anpassungen an die Projektdurchführung unausweichlich. Auf entscheidungstheoretischer Seite wurden aus normativer Sicht überraschende Eigenschaften gängiger Methoden identifiziert und produktiv in Beiträgen zur Literatur genutzt. Auf risikoregulatorischer Seite überraschte das Ausmaß der Abweichung zwischen gängiger Informationsakquisepraxis und wohlfahrtsökonomischen Empfehlungen. Zusammengenommen bildet dieses Projekt einen wichtigen Brückenschlag zwischen Entscheidungstheorie und risikoregulatorischer Praxis. Der entwickelte Modellrahmen zur Informationsakquise unter fundamentaler Unsicherheit verspricht nützlicher Ausgangspunkt für zukünftige Studien zu sein. Insbesondere bildet das erfolgreiche durchgeführte Projekt das Fundament für den von der DFG durch ein Postdoc-Forsch

Forschungsfeld: Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung - Effektivität und Effizienz von Interventionen

Das Projekt "Forschungsfeld: Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung - Effektivität und Effizienz von Interventionen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Magdeburg, Institut für Psychologie, Abteilung für Umweltpsychologie durchgeführt. Wie können Haushalte motiviert und unterstützt werden, ihre Stromnutzung flexibel an das Stromangebot erneuerbarer Energien anzupassen, Energie im Haushalt effizient zu nutzen und bei ihren Kauf- und Investitionsentscheidungen Energieeffizienz als zentrales Kriterium zu berücksichtigen? Im Projekt 'Effektivität und Effizienz von Interventionen' werden zielgruppen- und kontextspezifische Interventionsmaßnahmen zur Förderung energieeffizienten, zeitlich flexiblen Verhaltens in Haushalten entwickelt, die Effektivität von Maßnahmenvarianten unter Berücksichtigung von Langzeiteffekten evaluiert sowie deren Wirkungsmechanismen untersucht. Die Maßnahmen werden vor dem Hintergrund psychologischer und ökonomischer Handlungsmodelle und Ergebnissen von Interventionsstudien entwickelt und beziehen neue Möglichkeiten der zukünftigen Energieinfrastruktur wie Smart Meter in die Konzeption mit ein. Es wird außerdem auf Ergebnisse aus dem Projekt 'Determinanten energierelevanter Entscheidungen und energierelevanten Verhaltens in Haushalten' Bezug genommen. Mehrere Teilprojekte sind geplant: Zum einen sollen Webportalsvarianten entwickelt und evaluiert werden, die Smart Meter ergänzen und eine effiziente und zeitlich flexible Stromnutzung motivieren und optimal unterstützen. In zwei Studien steht eine handlungsorientierte Informationsgestaltung im Zentrum. In der ersten Studie soll die Wirksamkeit von gerätespezifischem, evaluativem Feedback in Kombination mit individuellen Handlungsempfehlungen untersucht werden. Die zweite Studie soll die Effektivität einer Informationsgestaltung testen, die den Nutzer von der Entwicklung eines Handlungsziels über die Handlungsplanung bis zur Durchführung begleitet. Zum anderen sollen existierende monetäre Anreizprogramme im Bereich Energieeffizienz und intelligenter Haushaltsgeräte aus der Perspektive der Psychologie und Entscheidungsforschung (z.B. 'prospect theory') analysiert werden, Programmalternativen getestet und Empfehlungen für die Ausgestaltung von monetären Anreizprogrammen entwickelt werden. Desweiteren werden zielgruppenspezifische Maßnahmen, die auf Mehrpersonenhaushalte mit Jugendlichen zugeschnitten sind und nachhaltige Veränderungen von Einstellungen und Verhalten zum Ziel haben, entwickelt. Dabei soll vor allem die Kooperation in der Familie und die Bedürfnisse der Jugendlichen in den Fokus gerückt werden. Zuletzt wird in einem ökonomischen Feldexperiment untersucht, inwiefern Investitionsentscheidungen in Heizungsanlagen und Wärmedämmung von der Gestaltung der Information und Beratung durch Energieberater abhängig sind.

Climate Engineering im Kontext von Emissionsminderungsstrategien: Illusion, Komplement, oder Substitut? (CEMICS)

Das Projekt "Climate Engineering im Kontext von Emissionsminderungsstrategien: Illusion, Komplement, oder Substitut? (CEMICS)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. durchgeführt. Dieser Antrag zielt darauf ab, Climate Engineering im Kontext bereits etablierter Vermeidungsoptionen zu bewerten. Ausgangshypothese ist, dass die meisten Gesellschaften über einen möglichen Einsatz von Climate Engineering nicht auf Grundlage einer isolierten Betrachtung seiner Eigenschaften befinden werden, sondern unter dem Eindruck einer Gesamtschau von Vermeidungs-, Anpassungs- und Climate Engineering-Strategien. Dieses erfordert neue Forschungsanstrengungen, weil sich die Kosten, Risikoprofile und Vorteile der diskutierten Optionen qualitativ unterscheiden. In der gegenwärtigen wissenschaftlichen Debatte fehlen jedoch entsprechende integrierte Betrachtungen. Bislang hat sie Climate Engineering im Wesentlichen isoliert betrachtet, ohne auf Vermeidungsoptionen Bezug zu nehmen. Dieses Projekt zielt nun darauf ab, auf dem Weg hin zu einer integrierten Betrachtung aller klimapolitisch relevanten Optionen einen qualitativen Fortschritt zu erzielen, indem ausgewählte Climate Engineering- Optionen systematisch zu Optionen, die auf eine Verringerung von Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre abzielen, in Bezug gesetzt werden. Hierbei werden auch die Analyseinstrumente von Ethik und Entscheidungstheorie in Anschlag gebracht. Das Projekt geht moralphilosophisch unterstützt der Frage nach, unter welchen Rücksichten Climate Engineering Vermeidungsoptionen ergänzen oder sogar ersetzen sollte oder sich die Vorstellung von ihm als klimapolitisch relevanter Option als Illusion erweisen könnte. Das Projekt behandelt den Entzug von Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre, insbesondere Aufforstung, beschleunigte Verwitterung und den direkten chemischen Entzug. Es wird jedoch in Gestalt von stratosphärischer Aerosolinjektion auch auf eine entscheidende Option eingehen, den Strahlungshaushalt des Klimasystems zu beeinflussen. Zu allen Technologien werden die entsprechenden technoökonomischen Parameter erhoben und in einen entscheidungstheoretischen Rahmen eingebettet. Ferner werden die bekannten und möglichen Haupt- und Nebenwirkungen dieser Technologien zusammengestellt, um entsprechende Risikoprofile anzulegen. Ausgehend von verschiedenen philosophischen Schulen werden Szenarien normativer Assessments entwickelt. Diese Szenarien werden in diverse Auswirkungs- Aggregations-Regeln und entsprechende kritische Schwellwerte fortgeschrieben. Diese sollen genutzt werden, um eine integrierte Betrachtung von Climate Engineering und Emissionsvermeidung für verschiedene Temperaturziele zwischen 1,5 C und 3,0 C auszuführen. Hauptergebnis dieser Betrachtung wäre es, daraus in einem erweiterten wohlfahrtstheoretischen Sinne bevorzugte klimapolitische Strategien unter Unsicherheit abzuleiten inklusive des implizierten Mischungsverhältnisses technologischer Optionen. Dadurch werden konsistent Synergien und Konflikte zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Nahrungsmittel- und Energieversorgung, Klimawandel und Klimapolitik in verschiedenen Weltregionen ermittelt. usw.

Minderung von Umstellungshindernissen für nachhaltige Angebotsanpassungen bei Bio-Gemüse: Neue Kooperationsformen zur verbesserten Abstimmung von Leistungen und Anforderungen in Lieferketten

Das Projekt "Minderung von Umstellungshindernissen für nachhaltige Angebotsanpassungen bei Bio-Gemüse: Neue Kooperationsformen zur verbesserten Abstimmung von Leistungen und Anforderungen in Lieferketten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin (Humboldt-Univ.), Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften - Ressourcenökonomie durchgeführt. Das praktische Interesse ist, im Rahmen von 3 Fallstudien Interaktions- und Kommunikationsprozesse zwischen verschiedenen Akteuren in der Kette von Bio-Frischgemüse zu initiieren und zu entwickeln. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt mit dem Ziel, die Koordination im Sinne einer Wertschöpfungspartnerschaft zu verbessern. Theoretisches Ziel ist es, verallgemeinerbare Erkenntnisse über die Gestaltung komplexer Veränderungsprozesse in vernetzten Lieferstrukturen des Bio-Marktes zu gewinnen. Diese Erkenntnisse sollen mit theoretischen Erkenntnissen der Organisationstheorie verknüpft und schließlich allgemeine Methoden entwickelt werden, die Veränderungsprozesse in den vernetzten Lieferstrukturen des Bio-Marktes ermöglichen und unterstützen. Als theoretischer Hintergrund werden Ansätze der Organisationsforschung einbezogen. In einen zu entwickelnden theoretischen Bezugsrahmen werden der Stand des Wissens zu individuellen Entscheidungstheorien und zu Entscheidungen in einem sozialen Zusammenhang integriert und mithilfe der Ergebnisse von drei Fallstudien können durch analytische Generalisierung verallgemeinerbare Aussagen zum Untersuchungsgegenstand getroffen werden. Als Forschungsansatz wird sowohl die Fallstudienmethodik als auch ein Aktionsforschungsansatz gewählt. Ein viergliedriger Forschungsprozess ermöglicht es, den verschiedenen Zielebenen des Projektes und der zeitlichen Dimension von Veränderungsprozessen gerecht zu werden. Durch das Aufzeigen von Auswirkungen von Strukturen und deren Veränderung auf das Entscheidungsverhalten der Akteure in komplexen Systemen wird ermittelt, welche Erfolgsfaktoren in solchen Prozessen allgemein wichtig sind und Empfehlungen zur gemeinsamen Gestaltung von strukturellen Veränderungsprozessen in komplexen und interdependenten Akteurskonstellationen gegeben. Übertragbarkeitsaspekte ergeben sich für andere Bereiche des Lebensmittelhandels, aber auch für die Etablierung anderer nachhaltig erzeugter und gehandelter Produkte.

Optimized Strategies for Risk Assessment of Chemicals based on Intelligent Testing (OSIRIS)

Das Projekt "Optimized Strategies for Risk Assessment of Chemicals based on Intelligent Testing (OSIRIS)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Department Ökologische Chemie durchgeführt. The proposed regulation concerning the registration, evaluation, authorisation and restriction of chemicals (REACH) requires demonstration of the safe manufacture of chemicals and their safe use throughout the supply chain. There is therefore a strong need to strengthen and advance human and environmental risk assessment knowledge and practices with regard to chemicals, in accord with the precautionary principle. The goal of the project OSIRIS is to develop integrated testing strategies (ITS) fit for REACH that enable to significantly increase the use of non-testing information for regulatory decision making, and thus minimise the need for animal testing. To this end, operational procedures will be developed, tested and disseminated that guide a transparent and scientifically sound evaluation of chemical substances in a risk-driven, context-specific and substance-tailored (RCS) manner. The envisaged decision theory framework includes alternative methods such as chemical and biological read-across, in vitro results, in vivo information on analogues, qualitative and quantitative structure-activity relationships, thresholds of toxicological concern and exposure-based waiving, and takes into account cost-benefit analyses as well as societal risk perception. It is based on the new REACH paradigm to move away from extensive standard testing to a more intelligent, substance-tailored approach. The work will be organised in five interlinked research pillars (chemical domain, biological domain, exposure, integration strategies and tools, case studies), with a particular focus on more complex, long-term and high-cost endpoints. Case studies will demonstrate the feasibility and effectiveness of the new ITS methodologies, and provide guidance in concrete form. To ensure optimal uptake of the results obtained in this project, end-users in industry and regulatory authorities will be closely involved in monitoring and in providing specific technical contributions to this project.

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