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Ressortforschungsplan 2024, Gesundheitliche Risiken bei der Planung klimaresilienter Städte und Gemeinden vermeiden

Die Entwicklung und Planung klimaresilienter Städte ist ein wichtiger Baustein für die Anpassung an den Klimawandel und den Klimaschutz. Naturbasierte Lösungen für blau-grüne Infrastrukturen spielen bei der Planung klimaresilienter Städte eine besondere Rolle. Veränderungen im Wasserhaushalt, die Verbesserung von Versickerungsmöglichkeiten und Schaffung von grünen Bändern in Städten sind hier einige wichtige Eckpunkte. Gleichzeitig muss bei diesen Maßnahmen aber auch die potentielle Begünstigung der Ansiedelung und Ausbreitung von Lästlingen, Gesundheitsschädlingen und allergieauslösenden Pflanzen mitgedacht werden. Damit eine Transformation urbaner Lebensräume hin zu Orten mit hoher Lebensqualität gelingen kann, müssen nicht-intendierte Nebeneffekte mitberücksichtigt werden. Dies ist besonders bedeutsam vor dem Hintergrund des Auftretens von invasiven Arten (Asiatische Tigermücke, Ambrosia), aber auch heimische Arten können auf die herbeigeführte Veränderung von Lebensbedingungen in urbanen Räumen mit vermehrter Verbreitung reagieren. Es fehlt an einer aktuellen Gesamtschau der gesundheitlichen Effekte, die durch planerische Voraussicht vermeidbar wären. Im Rahmen des Projektes sollen daher die gesundheitlichen Effekte von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Städten und Gemeinden empirisch in Feldstudien an ausgesuchten und möglichst repräsentativen Fallbeispielen untersucht werden. Hierzu sollen mehrere Projekte, in denen urbane Bereiche klimaresilient gestaltet wurden, mit ökologischen Untersuchungen begleitet werden, um die komplexen Folgen planerischen Handelns adäquat zu erfassen. Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen fließen in einen Leitfaden für die vorrausschauende Planung klimaresilienter Städte ein, in dem der aktuelle Kenntnisstand dargestellt, mögliche positive und negative Wirkungen der Maßnahmen benannt und Empfehlungen formuliert werden. HInweis: Anpassung des VH (Teiling in zwei Teilvorhaben) - FKZ 3723484011+3723484012

Langfristige Populationsentwicklung krankeitsübertragender Nagetiere: Interaktion von Klimawandel, Landnutzung und Biodiversität

Faktoren wie Klimawandel und Landnutzung beeinflussen das Vorkommen (Verbreitung, Maximaldichte) gesundheitsgefährdender Nagetierarten. Eine hohe Abundanz infizierter Tiere ist wiederum eng mit einem erhöhten Übertragungsrisiko von Krankheitserregern auf den Menschen verbunden. Mit dem Vorhaben soll der Effekt von Klima und Landnutzung auf die Populationsentwicklung von gesundheitsgefährdenden Nagetieren untersucht und mögliche Anpassungsstrategien abgeleitet werden. Es ist vorgesehen, Zeitserien zum Vorkommen von kommensalen Nagetieren (z.B. Wanderratte) sowie von Wald- und Feldnagern (z.B. Bisam, Wühlmäuse) mit Witterung und Landnutzung der letzten Jahrzehnte in Verbindung zu bringen. Diese Arten sind Träger einer Vielzahl von Pathogenen. Historische Datensätze (Zeitserien) zum Vorkommen von Schadnagern sollen eine große Vielfalt an Landnutzungsformen und klimatischen Gegebenheiten abdecken. Mit den gewonnenen Daten soll das durch den Einfluss des Klimawandels und damit auch einer möglichen veränderten Landnutzung veränderte Risiko eines verstärkten Vorkommens von Nagetieren analysiert und prognostiziert werden. Es gibt weiterhin die begründete Annahme, dass eine höhere Zahl von Kleinsäugerarten in einem Habitat einen Verdünnungseffekt für die Durchseuchung der jeweiligen Schadnagerpopulationen mit Krankheitserregern hat. Entsprechend soll im Zusammenhang mit der Landnutzung die Artenvielfalt untersucht und ihr Einfluss auf die Durchseuchung der gesundheitsschädlichen Zielarten festgestellt werden. Ein auf höhere Artendiversität ausgerichtetes Habitatmanagement kann eine mögliche Anpassungsmaßnahme an ein steigendes Risiko durch Nagetier-assoziierte Erkrankungen darstellen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da der Einsatz von Rodentiziden mit der einhergehenden Schädigung von Nichtzielarten (andere Kleinsäuger) in diesem Fall kontraintuitiv im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes wäre.

Pyrethroid-Resistenzen bei Kopfläusen in Deutschland

Auswirkungen des Klimawandels auf das Vorkommen, die Aktivität und die Verbreitung als Überträger von Krankheitserregern bedeutender Schildzecken - Fortführung von Vorhaben FKZ 3711 48 402

Ausgangslage/Zielstellung/Methodik des Vorhabens: Klimaänderungen beeinflussen direkt und indirekt die Entwicklung und Verbreitung von Krankheitserreger übertragenden Gliedertieren (Vektoren), deren Entwicklungszyklus sich überwiegend frei in natürlichen Biotopen vollzieht. Schildzecken sind bedeutsam als Überträger der Erreger von z.B. FSME, Lyme Borreliose, Rickettsiose, Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose. Im Rahmen der Klimafolgenforschung soll ermittelt werden, welchen Einfluss Klimaänderungen auf das Vorkommen und die Verbreitung vektoriell bedeutender Schildzecken in Deutschland haben. Zukünftige Entwicklungen sollen prognostiziert werden können, um Risiken durch vektoriell bedeutsame Schildzecken frühzeitig einschätzen und Risikominderungsmaßnahmen gezielt einleiten zu können. Unter Vorhaben FKZ 3708 49 400 wurden 2009-2010 Daten zum klimaabhängigen Vorkommen und der Aktivität von Ixodes ricinus als in Deutschland am weitesten verbreiteter und vektoriell bedeutsamster Schildzeckenart in verschiedenen Regionen Deutschlands erhoben und die Zecken auf das FSME-Virus untersucht. Beobachtungen im Freiland erfolgten in Abständen von 1 bis etwa 6 Wochen, vor Ort gemessene Wetter- bzw. Klimadaten sowie Daten von Wetterstationen der jeweiligen Regionen wurden für erste Analysen herangezogen. Unter FKZ 3711 48 402 wurde das Projektziel unter Mitarbeit und Vernetzung verschiedener Arbeitsgruppen und Einbindung neuer Methoden weiterverfolgt. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen bildeten engmaschige Untersuchungen zur Aktivität von I.ricinus an 6 verschiedenen Waldstandorten in Deutschland. Seit August 2011 wurden bis zu dreimal je Woche Daten erhoben. Dieses Verfahren läßt aussagekräftige Rückschlüsse über die Auswirkungen verschiedener klimatischer Bedingungen und Wettersituationen auf Ixodes ricinus zu. Mit dem Projekt FKZ 3713 48 420 soll das Ziel der Vorgängerprojekte weiterverfolgt werden. (Texte gekürzt)

Chemikalienforschung im UBA

<p>In eigenen Laboratorien untersucht das UBA, wie Pflanzenschutzmittel, Biozide, Arzneimittel oder Industriechemikalien auf die Umwelt wirken: Wie belasten sie einzelne Lebewesen in Ökosystemen? Wie verteilen sie sich im Boden, Wasser und in der Luft? Wirken die Mittel gegen Glieder- und Nagetiere ausreichend?</p><p>Der Fachbereich Chemikaliensicherheit untersucht in eigenen Laboratorien Chemikalien und Zubereitungen und nutzt die Ergebnisse zur Bewertung. Rund 25 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in drei Laborfachgebieten in Berlin Dahlem und Marienfelde. Sie beantworten mit ihrer Forschung zum Beispiel Fragen zum Umweltverhalten von Stoffen. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen werden außerdem für die in den Stoffgesetzen verankerte Umweltprüfung benötigt. Die Verknüpfung mit den Aufgaben des UBA im Vollzug der Stoffgesetze (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/was-ist-reach">REACH</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/zulassung-von-pflanzenschutzmitteln">Pflanzenschutzgesetz</a>, <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/amg_1976/gesamt.pdf">Arzneimittelgesetz</a>, <a href="http://www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/application/pdf/entwurf_bioziddurchfg_2012_bf.pdf">Biozid-Verordnung</a>, <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ifsg/gesamt.pdf">Infektionsschutzgesetz </a>) ist also sehr eng. Anlass für die experimentelle Forschung ist unter anderem die Weiterentwicklung von Regelwerken, Prüfrichtlinien und Testmethoden, wenn sie nicht mehr dem aktuellen Wissenstand entsprechen. Dazu kommen auch Fragen, die bei der Umweltbewertung von einzelnen Stoffen entstehen.</p><p>Die Chemikalienforschung unterstützt die Umweltpolitik und unterscheidet sich so von der universitären und außeruniversitären Forschung. Die Schwerpunkte der Chemikalienforschung können auch im Forschungsprogramm des UBA 2018 – 2022 (Seite 60 - 64) nachgelesen werden.</p><p>Das Prüflabor Gesundheitsschädlinge überprüft gemäß Paragraf 18 Infektionsschutzgesetz die Wirksamkeit von Mitteln und Verfahren zur Bekämpfung von Glieder- und Nagetieren. Es untersucht auch Arzneimittel gegen Ektoparasiten, also Parasiten, die sich auf der Haut des Menschen befinden können. Dazu züchtet das UBA Tiere wie Schaben, Bettwanzen, Mücken, Fliegen, Kopf- und Kleiderläuse, Mäuse und Ratten. Das Prüflabor ist nach DIN ISO 17025 akkreditiert.</p><p>Das Ökotoxikologielabor des UBA untersucht Stoffe und Stoffgemische auf ihre giftige Wirkung auf Gewässerorganismen. Dazu werden entsprechende Prüfverfahren zur Bewertung der ökotoxikologischen Wirkung von Stoffen konzipiert, standardisiert und weiterentwickelt. Diese Prüfverfahren (z.B. Fischembryotest, sedimentfreier Myriophyllum-Test) dienen dem Vollzug der Stoffgesetze und werden an die ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/o?tag=OECD#alphabar">OECD</a>⁠ gegeben. Das Labor arbeitet experimentell an ökotoxikologischen Fragestellungen wie zum Beispiel den Kombinationswirkungen mehrerer Stoffe.</p><p>Auf dem Versuchsfeld Marienfelde betreibt das UBA eine Fließ- und Stillgewässer-Simulationsanlage. Mit dieser großen Anlage können der Abbau, die Verteilung und die Wirkung chemischer und biologischer Stoffe in Flüssen und Seen untersucht werden. So wird das „umweltnahe" Verhalten von Chemikalien erforscht. Mit der organischen Spurenanalytik ist es möglich, Stoffe zu bestimmen (z.B. ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Pflanzenschutzmittel#alphabar">Pflanzenschutzmittel</a>⁠, Biozide, Industriechemikalien), die in sehr niedrigen Konzentrationen in der Umwelt vorkommen oder in Labor- oder Technikversuchen eingesetzt werden.</p><p>Neben eigenen Experimenten vergibt der Fachbereich Chemikaliensicherheit auch Aufträge an Forschungseinrichtungen oder Hochschulen, z.B. im Rahmen des Umweltforschungsplans (UFOPLAN. Die UBA-Mitarbeitenden bewerten die Ergebnisse und nutzen sie für die Chemikalienbewertung und die Festlegung von Risikomanagementmaßnahmen.</p>

Untersuchungen zur Verbreitung und Abundanz von Zecken am und im Bienwald (Südpfalz) und zu ihrer Vektorkapazität für humanpathogene Erreger unter dem Vorzeichen des Klimawandels

Methoden: - Untersuchung der Verbreitung und Populationsstruktur der Zeckenarten Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus), Schafzecke (Dermacentor marginatus) und Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) im Hinblick auf ihre Habitat und Mikrohabitatpräferenz (Zeckenfang durch Flaggmethode) - Untersuchung der Zeckendynamik an Schafen, Wildschweinen und Rehen - Untersuchung von Schafsblut (und evtl. Wildschwein- und Rehblut) in Bezug auf Antikörper gegen die verschiedenen Borrelien - Identifikation und Lokalisierung der Borrelia-Genospezies des Untersuchungsgebiets im Hinblick auf Zeckenstadien, Wirte, Habitat und Saison.

Entomopathogene Pilze - Ein regionaler Ansatz zur biologischen Insektenbekämpfung in Zentralasien und dem Kaukasus

Schadarthropoden stellen im Kaukasus und angrenzenden zentralasiatischen Ländern eine ernsthafte Bedrohung landwirtschaftlicher Kulturen und der Volksgesundheit dar. Daher besteht ein sehr großer Bedarf an nachhaltigen und ökosystem-verträglichen Bekämpfungsmethoden anstelle der Verwendung chemischer Insektizide. Eine viel versprechende Alternative ist die biologische Insektenbekämpfung mittels entomopathogener Pilze. Dies gilt insbesondere, wenn die Biodiversität natürlich vorkommender, virulenter Pilzstämme aus der betreffenden Region zur Bioinsektizidentwicklung nutzbar gemacht wird. Im geplanten Projekt soll diese Strategie gemeinsam mit Partnern aus Georgien, Usbekistan und Republik Moldau (assoziiert) entwickelt und umgesetzt werden. Hierzu werden unter Integration der komplementären Vorarbeiten der einzelnen Partner regional endemische Pilzstämme isoliert, sowie genetisch und biologisch charakterisiert. Für die effektivsten Stämme sollen dann Formulierungen mittels regional angepasster und kosteneffizienter Produktionstechniken optimiert und getestet werden. Dadurch kann das Projekt erheblich zu einer Verringerung umwelt- und gesundheitsgefährdender chemischer Pflanzenschutz.

Vertiefende Studie zur Verbreitung von klimasenitiven und Zecken-übertragenen Krankheitserregern in Rheinland-Pfalz und Saarland - Teil 2 eines Projektes, für Teil 1 siehe 'Pilotstudie zur Verbreitung von klimasensitiven und Zecken-übertragenen Krankheitserregern in Rheinland-Pfalz und Saarland'

Im Rahmen einer länderübergreifenden Pilotstudie (2011/2012) wurde der Frage der Erregerprävalenz in Zecken in mehreren Untersuchungsräumen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland nachgegangen. Es ergaben sich eindeutige Befunde von FSME-positiven Zecken an einzelnen Standorten. Mit Hilfe dieser vertiefenden Studie sollen die Daten der Pilotstudie bestätigt bzw. erweitert werden, um festzustellen, ob eine Zunahme der FSME-Infektionen bei der Zeckenpopulation gegeben ist. Ein Nachweis weiterer FSME-Viren tragender Zecken an verschiedenen Standorten würde eine Impfpflicht für bestimmte Berufszweige untermauern. Zudem soll die Suche nach Erregern der Anaplasmose und der Rickettsiose intensiviert werden. Ergebnis und weitere Vorgehensweise: Im Fall einer Bestätigung der Vorjahresergebnisse, bzw. der Feststellung eines noch verstärkten Befalls, muss die Aufklärungsarbeit gegenüber der Bevölkerung deutlich intensiviert werden (Information, Empfehlung der Anwendung von Zeckenrepellents, Impfung gegen FSME-Viren).

Asiatische Tigermücke: Ansiedlung in Süddeutschland verhindern

<p>Gesundheitsämter, Landkreise und Kommunen in Süddeutschland sollten ein Auge auf die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke haben. Denn die mittlerweile bereits in Italien fast flächendeckend verbreitete Mückenart kann gefährliche Krankheitserreger übertragen.</p><p>Bislang wurden in Deutschland einzelne Exemplare, Eier oder Larven der schwarz-silberweiß gestreiften Mücke entlang von Autobahnen aus Südeuropa kommend gefunden. Hier werden sie offensichtlich mit dem Personenverkehr eingeschleppt. Dass einzelne Eier den Winter überstehen, kann nicht ausgeschlossen werden. Ein ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠-Faltblatt informiert darüber, was gegen eine Ansiedlung der Mücke in Deutschland getan werden kann.</p>

Ermittlung von Risiken für den Freistaat Bayern bezüglich der durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragbaren Infektionskrankheiten

Globale Umweltveränderungen wie beispielsweise der Klimawandel können zu einer Unterstützung der Ausbreitung von vektorassoziierten Infektionskrankheiten führen. Durch Korrelation mit klimatischen Faktoren und weiteren anthropogenen Einflüssen werden die spezifischen Umweltansprüche der Gattungen ermittelt. Dabei werden Veränderungen der Einflüsse einzelner Faktoren im Verlauf des Invasionsprozesses der Stechmückenarten in den Modellierungen berücksichtigt. Die Anforderungen der Steckmücken auf künftig zu erwartenden klimatische Bedingungen in Bayern werden durch regionale Klimasimulationen projiziert. Darüber hinaus ist geplant, die thermischen Anforderungen des Pathogens in die Risikoanalysen zu integrieren, um eine räumlich-zeitliche Abhängigkeit für das autochtone Auftreten dieser bisher noch als exotisch geltenden Infektionskrankheiten für Bayern abzuleiten.

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