Der Ausbau der Windenergie an Land ist dringend erforderlich, um die nationalen und internationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Pauschale Festlegungen von Mindestabständen zu Wohnnutzungen auf Landesebene hält das UBA nicht für sinnvoll. Bei einem Mindestabstand von 2.000 m wäre kein nennenswerter Ausbau der Windenergie mehr möglich. Außerdem sind pauschale Vorgaben nicht immer geeignet, einen bestmöglichen Schutz der verschiedenen Schutzgüter (neben Lärmschutz zum Beispiel auch natur- und artenschutzrechtliche Belange) zu gewährleisten. Vielmehr sollten die zuständigen Behörden den Spielraum behalten, zwischen den verschiedenen Belangen im Einzelfall abzuwägen und zu entscheiden. Die Öffentlichkeit sollte frühzeitig, transparent und umfassend informiert werden. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de
Das Projekt "Improving the Livelihood of the Rural Population through the Production of Bushmeat in Ghana" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hamburg, Arbeitsbereich für Weltforstwirtschaft und Institut für Weltforstwirtschaft des Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit durchgeführt. Background: Ghanas transition forests, neighbouring savannahs and timber plantations in the Ashanti region face a constant degradation due to the increased occurrence of fires. In most cases the fires are deliberately set by rural people for hunting purposes. Main target is a cane rat, here called grasscutter (Thryonomys swinderianus), whose bushmeat is highly esteemed throughout the country. The animal is a wild herbivorous rodent of subhumid areas in Africa south of the Sahara. The grasscutter meat is an important source of animal protein. Existing high-value timber plantations (mainly Teak, Tectona grandis) are affected by fires for hunting purposes. Thus resulting in growth reduction, loss of biomass or even complete destruction of the forest stands. It became obvious that solutions had to be sought for the reduction of the fire risk. Objectives: Since 2004 the Institute for World Forestry of the Federal Research Centre for Forestry and Forest Products, Hamburg, Germany is cooperating with a Ghanaian timber plantation company (DuPaul Wood Treatment Ltd.) the German Foundation for Forest Conservation in Africa (Stiftung Walderhaltung in Afrika) and the Center for International Migration with the purpose to improve the livelihood of the rural population in the surroundings of the forest plantation sites and simultaneously to safeguard and improve the timber plantations. The introduction of grasscutter rearing systems to local farmers accompanied by permanent agricultural and agroforestry practices appeared to be a promising approach for the prevention of fires in the susceptible areas. Additionally a functioning grasscutter breeding system could contribute to the improvement of food security, development of income sources and the alleviation of poverty. The following measures are implemented: - Identification of farmers interested in grasscutter captive breeding, - Implementation of training courses for farmers on grasscutter rearing, - Delivery of breeding animals, - Supervision of rearing conditions by project staff, - Development of a local extension service for monitoring activities, - Evaluation of structures for grasscutter meat marketing. Results: After identification of key persons for animal rearing training courses were successfully passed and animals were delivered subsequently. Further investigations will evaluate the effects of the grasscutter rearing in the project region. This will be assessed through the - Acceptance of grasscutter rearing by farmers, - Success of the animal caging, - Reproduction rate, - Meat quality, - Marketing success of meat, - Reduction of fire in the vicinity of the timber plantations, - Improvement of peoples livelihood.
Das Projekt "Mitbestimmung im Management zum Schutz der Waelder in Kalimantan (Indonesien)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Geographie durchgeführt. Mittels partizipativer Erhebungs- und Kartierungsverfahren ('mental maps') werden im indonesischen Teil der Insel Borneo die Interessensgebiete von lokalen Bevoelkerungsgruppen (Dayak) und des Naturschutzes gegeneinander abgegrenzt.
Das Projekt "Internationale Umweltabkommen und strategische Delegation" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Frankfurt,Oder, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät durchgeführt. Die Gesprächspartner bei internationalen Verhandlungen über Umweltabkommen sind Delegierte ihrer Regierungen, die sich wiederum in demokratischen Systemen in Wahlen behaupten müssen, also vom Volk delegiert werden. Die Übertragung von Entscheidungsbefugnissen eröffnet Spielraum für strategisches Verhalten der Wähler bei der Stimmabgabe beziehungsweise der Regierung bei der Wahl der Verhandlungsführer. Das Projekt untersucht, welche Anreize für die einzelnen Akteure bestehen, strategisch zu delegieren (d.h. Agenten zu unterstützen, deren politische Präferenzen von den eigenen Ansichten abweichen) und welche Effekte sich daraus für die Effizienz internationaler Umweltabkommen ergeben.
Das Projekt "Lokale Agenda 21 und das Problem der Partizipation der Buergergesellschaft" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Theologische Hochschule Friedensau, Fachbereich Christliches Sozialwesen durchgeführt. Die Vernachlaessigung von Aspekten des sozialen Lernens und der sozialen und kulturellen Kohaesion im Prozess der Lokalen Agenda 21. Die Behinderung des buergergesellschaftlichen Engagements durch: a) Vergabebedingungen bei der Mittelzuweisung von oberen Behoerden, b) gesetzliche und verordnungsrechtliche Regelungen der kommunalen Selbstverwaltung, c) administrative Strategien der Entpolitisierung, d)Strategien der instrumentellen Vernunft und administrative und/oder oekonomische Interessen des Auftraggebers. Moeglichkeiten und Probleme, buergergesellschaftliches Engagement auf Dauer zu stellen und zu institutionalisieren.
Das Projekt "Teilvorhaben 2: Nachhaltiges Flächenmanagement" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Geographie, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie durchgeführt. Ressourcenschonendes Flächenmanagement verlangt grundsätzlich nach einer intensiven Kooperation einer Vielzahl von Akteuren. Insbesondere bei zunehmendem Siedlungsdruck großstädtischer Kerne und ihrem unmittelbaren Umfeld erweisen sich die Abwägung verschiedener Interessen und der Austausch notwendiger Informationen zwischen den betroffenen Kommunen als zentrale Herausforderungen räumlicher Planung und Entwicklung. Dieser Problematik nimmt sich der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie im Rahmen des Projekts Interko2 an. Konkret ist vorgesehen, informations- und wissensbasierte Entscheidungsgrundlagen für ein nachhaltiges Flächenmanagement in großstädtischen Wachstumsräumen zu entwickeln und für die Übertragung in andere Räume aufzubereiten. Ausgehend von der Abgrenzung des oberzentralen Kooperationsraumes Leipzig-Halle (Saale) und entsprechender Ergänzungsstandorte ist es Ziel der ersten Projektphase, ein abgestimmtes und umsetzungsorientiertes interkommunales Wohnflächenkonzept für eben diesen Verflechtungsraum zu erarbeiten. Dieses soll in der zweiten Projektphase auf die Region Jena/Saale-Holzland-Kreis übertragen und entsprechend angepasst werden. Der Lehrstuhl ist an allen Arbeitspaketen des Gesamtprojekts beteiligt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erstellung der interkommunalen Wohnkonzepte sowie der Etablierung eines Monitoringsystems zur Erfassung ortsteilbezogener Daten verschiedener Kommunen.
Das Projekt "Teilprojekt E: Anwendungsprojekt Karlsruhe" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt durchgeführt. Das Projekt 'Stadtgrün wertschätzen II' soll für den stadtpolitischen Umgang mit den konkreten Problemen des Verlustes und der Degradierung von Stadtgrün und den damit einhergehenden Einbußen an Klimaresilienz und Biodiversität wissenschaftlich untermauerte Informationen und Argumente liefern, mit denen Pflege und Ausbau von Grünräumen in den Städten unterstützt werden können. In Karlsruhe soll das Bewertungs-Tool entsprechend der Bedürfnisse der zukünftigen Anwenderinnen und Anwender weiterentwickelt werden. Hier ist der Wunsch groß, das Bewertungs-Tool auch für konkrete einzelne Projekte auf Stadtteil- und Quartiersebene zu verwenden und Grün in der Abwägung mit anderen, zumeist monetären Interessen mehr Gewicht zu verleihen. Dabei soll auch die langjährige Praxis der naturnäheren, differenzierten Wiesenpflege bezüglich ihres Nutzens zur Steigerung der Biologischen Vielfalt und zur Anpassung an den Klimawandel quantifiziert werden. Aktuelle repräsentative Untersuchungen zur Artenvielfalt in ausgewählten öffentlichen Grünflächen sollen ergänzende Daten zur Biodiversität und möglicher klimabedingten Verschiebungen im Artenspektrum liefern. Das Bewertungs-Tool soll die Stadt insbesondere bei strategischen Entscheidungen zur Stadtentwicklung (Nachverdichtung, Freiraumentwicklung und -gestaltung, Bebauungsplanung, Grünsatzung etc.) in die Lage versetzen, die klimaverändernden Folgen abzuschätzen.
Das Projekt "Grundwasser und Wasserbau" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesamt für Umwelt durchgeführt. Das Projekt Grundwasser und Wasserbau bearbeitet die Thematik der Oberflächen-/Grundwasser-Interaktion im Rahmen von Revitalisierungs- und Hochwasserschutzmassnahmen. Dies beinhaltet insbesondere die Beantwortung aktuell offener Fragen verschiedener involvierter Fachrichtungen. Im Zentrum stehen dabei die räumliche und zeitliche Veränderung der Infiltrationsprozesse an Fliessgewässern und deren Auswirkungen auf die Wasserqualität, insbesondere im Hinblick auf ufernahe Trinkwasserfassungen sowie die Gewässerökologie. Die Arbeiten stehen im Kontext folgender Anforderungen der Bundesgesetzgebung: Art. 65 BV, Art. 6 und 44 USG, Art. 57 GSchG und Art. 4 WBG. Projektziele: Die Auswirkungen von Revitalisierung- und Hochwasserschutzmassnahmen auf das Grundwasser sind erfasst und systematisiert. Die erarbeiteten fachlichen Grundlagen erlauben, in der Interessensabwägung zwischen Hochwasserschutz, Gewässerökologie und Wasserversorgung eine vorausschauende Beurteilung verschiedener Lösungsvarianten. In diesem Zusammenhang wird insbesondere der Dynamik der Grundwasserfliessverhältnisse, des Retentions- und Abbauvermögens von Schadstoffen, und der Kolmatierung revitalisierten Gerinne Rechnung getragen. Damit soll die Sicherheit der Prognose von Auswirkungen solcher Projekte deutlich erhöht werden.
Das Projekt "Konkurrierende Schutzgüter in der Tierhaltung: Analyse aus Sicht der Konsumenten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Bonn, Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR), Professur für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft durchgeführt. In der gesellschaftlichen Diskussion um die als notwendig erachtete Veränderung der Tierhaltung werden oft Anforderungen formuliert, bei denen der Konflikt zwischen unterschiedlichen Schutzgütern wie Tierwohl, Umweltschutz oder auch der Schutz der menschlichen und tierischen Gesundheit kaum oder gar nicht beachtet werden. Die Berücksichtigung entsprechender Interdependenzen und die Abwägung der Bedeutung unterschiedlicher Schutzgüter sind bei der Formulierung der Rahmenbedingungen für die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Fleisch notwendig. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Projektes, (1) die Relevanz verschiedener Schutzgüter im Zusammenhang mit der Nutztierhaltung aus Sicht der Konsumenten bzw. Bürger zu identifizieren, (2) den Umgang der Konsumenten und Bürger mit Zielkonflikten zu beschreiben und (3) darauf aufbauend, Informationen für Entscheidungsträger in Ministerien, landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Tierhaltung bereitzustellen. In dem Projekt werden die relevanten Zielkonflikte im Hinblick auf die konkurrierenden Schutzgüter durch Literaturrecherche und durch Gespräche mit Experten identifiziert. Die Analyse des Umgangs mit diesen Zielkonflikten und der Priorisierung der jeweiligen Schutzgüter in Konfliktsituationen erfolgt in einem ersten Schritt auf der Basis von Gruppendiskussionen und daran anschließend in einer quantitativen Befragung, die mit einem Experiment verbunden wird.
Das Projekt "Teilvorhaben A" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) durchgeführt. Bislang lag der Fokus bei der Energietransformation auf dem Ausbau erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten. Es ist jedoch zu beachten, dass tiefgreifende Emissionsreduktionen auch außerhalb des Stromsektors zu erzielen sind. Hierbei besteht erheblicher Forschungs- und Koordinationsbedarf hinsichtlich der Transformation und Integration der technologischen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Teilsysteme. Darüber hinaus hat die Anzahl der Marktakteure stark zugenommen, woraus der Bedarf nach einer Anpassung des regulatorischen Rahmens und des Marktdesigns entsteht. Das hier vorgeschlagene Projekt erweitert den Fokus der 'Energiewende' auf einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess. Benötigt wird in dieser Situation eine von Beginn an systemisch angelegte, mehrdimensionale Herangehensweise, um die politisch gesetzten Ziele der Versorgungssicherheit, der Klima- und Umweltverträglichkeit und der Wirtschaftlichkeit unter den beiden Randbedingungen einer sozialverträglichen Gestaltung des Transformationsprozesses und der Integrationsfähigkeit von der lokalen/regionalen über die europäische bis zur internationalen/globalen Ebene gleichzeitig anzustreben. Über die Optimierung am Reißbrett hinaus ist es aber das erklärte Ziel des Vorhabens, die systemischen Erkenntnisse an Modellregionen und Reallaboren praktisch zu erproben und eine enge Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und deren Umsetzung in die Praxis zu schaffen. Dies erfordert einen transdisziplinären Ansatz. Zielkonflikte ('trade-offs') werden dabei unvermeidlich auftreten. Um hier die richtige Balance zwischen konfligierenden Zielen, aber auch zwischen theoretischer Einsicht und praktischer Erfahrung zu finden, sind zum einen trade-offs systematisch zu erfassen und gegeneinander abzuwägen und zum anderen Erfahrungs- und Kontextwissen der beteiligten Akteure aktiv in den Forschungs- und Entwicklungsprozess einzubeziehen.
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Bund | 60 |
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Förderprogramm | 59 |
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