Das Projekt "Zirkum-Antarktische Auftrittsfrequenz von Meereis-Rinnen und regionale Verteilung aus Satellitendaten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Trier, Fachbereich VI Raum- und Umweltwissenschaften, Fach Umweltmeteorologie durchgeführt. Ziel dieses Projektvorhabens ist es, einen Einblick in die räumliche und zeitliche Variabilität des Auftretens von Meereisrinnen im Antarktischen Meereis während der Wintermonate zu erhalten. Meereis-Rinnen zeichnen sich dadurch aus, dass es in ihrem Einflussbereich zu einem starken Austausch von Wärme, Feuchte und Impuls zwischen dem relativ warmen Ozean und der kalten Atmosphäre kommt. In Meereis-Rinnen bildet sich demnach neues, dünnes Eis und trägt damit zur Meereis-Massenbilanz bei. Wir beabsichtigen auf einer Methode aufzubauen, die entwickelt wurde, um Eisrinnen in der Arktis automatisch aus Thermal-Infrarot Satellitendaten zu identifizieren. Diese Methode muss für eine Anwendung auf Satellitendaten der Antarktis neu implementiert und erweitert werden. In diesem Rahmen gilt es auch, hemisphärische Besonderheiten in den Meereiseigenschaften und atmosphärischen Einflüssen zu berücksichtigen. Darum werden Anpassungen im ursprünglichen Algorithmus mit Hilfe detaillierter Fallstudien vorzunehmen sein. Als Ergebnis erwarten wir umfangreiche Erkenntnisse darüber, wann und wo Meereis-Rinnen gehäuft in der Antarktis auftreten, und wie diese Auftrittsmuster durch atmosphärische und ozeanische Antriebe gesteuert werden.
Das Projekt "WedUp: Weddellwirbel-Auftrieb und Dynamik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungsgemeinschaft durchgeführt. Der Weddellwirbel transportiert Wärme zu den Schelfeisen der Antarktis und reguliert die Dichte der Wassermassen, die den untersten Ast der globalen Umwälzzirkulation versorgen. Er stellt somit einen fundmentalen Bestandteil des globalen Klimasystems dar. Jedoch ist sehr wenig darüber bekannt, wie der Weddellwirbel auf langfristige Änderungen des atmosphärischen Antriebs reagieren wird. Der Auftrieb stellt eine wichtige Komponente im Klimasystem dar, da er Quellwassermassen durch Wärmeverluste und durch von Eisschmelze hervorgerufene Süßwassereinträge modifiziert. Während die beobachteten positiven Langzeittrends von Nährstoffkonzentrationen und Salzgehalten auf einen verstärkten Auftrieb hindeuten, könnte die im gleichen Zeitraum beobachtete Reduktion der Aufnahme von anthropogenem Kohlenstoff auf einen verringerten Auftrieb schließen lassen. Zusätzlich zum Auftrieb ist auch die Rolle der turbulenten wirbelbedingten Diffusion von Wärme kaum verstanden, aber möglicherweise von großer Bedeutung. Sie könnte einen wichtigen Mechanismus darstellen, um Wärme vom südlichen Ast des Weddellwirbels sowohl hin zum Zentrum maximaler Auftriebs zu befördern, als auch zu den Schelfeisen der Antarktis, wo die Wärme deren Abschmelzen und somit auch den Meeresspiegelanstieg vorantreiben könnte.Meine Vorarbeiten zeigen, dass Maud Rise eine wichtige Rolle für den Wärmehaushalt des Weddellwirbels spielt, dass aber gleichzeitig die kritischen Prozesse lokal bislang kaum in Feldstudien aufgelöst worden sind. Die Erforschung der Bedeutung von Maud Rise bezüglich des Wärmehaushalts ist von aktueller Bedeutung, da die Weddell-Polynya in 2017 nach vier Dekaden der Abwesenheit direkt über Maud Rise zurückgekehrt ist.Das Ziel von WedUP ist es, die langzeitlichen, großräumigen Änderungen der Zirkulation und des Auftriebs im Weddellwirbel zu bestimmen und deren Auswirkungen auf den Wärmehaushalt des Ozeans zu erforschen. Verbesserte Abschätzungen der räumlich und saisonal schwankenden Eddy-Diffusion sollen Analysen zum Beitrag von wirbelbedingten Wärmetransporten sowohl vom Zentrum des Weddellwirbels als auch zu den Schelfeisen ermöglichen. Abschließend soll eine Fallstudie basierend auf den zuvor erfolgten Auswertungen mit dem Ziel durchgeführt werden, die Rolle des Ozeans für das Auftreten der Weddell-Polynya in 2017 zu erforschen. WedUP wird den umfangreichen Datensatz des Argo-Float Observatoriums nutzen, das eine Abdeckung des Weddellwirbels seit 2002 zu allen Jahreszeiten und auch in von Meereis bedeckten Gebieten gewährleistet. Diese Daten sollen mit seehundgebundenen, schiffsgebundenen, und verankerungsgebundenen Messungen kombiniert werden, um die raumzeitlichen Änderungen des Salzgehalts und der Schichtung in Oberflächennähe zu erfassen. Die Erfassung von Langzeittrends in den Nährstoffkonzentrationen, oberflächennahen Salzgehalten und Radionukliden soll mich in die Lage versetzen, Änderungen der Rate des Auftriebs im Inneren des Weddellwirbels zu bestimmen.
Das Projekt "Der Einfluß von Wasserinhaltsstoffen auf die strahlungsbedingte Wärmeübertragung in Ozean und Küstengewässern" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Freie Unversität Berlin, Institut für Meteorologie durchgeführt. Die Wechselwirkungen von solaren Strahlungsflüssen und biologischen Prozessen haben fundamentale Auswirkungen auf physikalische Prozesse, Verfügbarkeit von Nährstoffen und Primärproduktion in den oberen Ozeanschichten, sowie den Austausch von Gasen mit der atmosphärischen Grenzschicht. Durch die Absorption solarer Strahlung tragen optisch aktive Wasserinhaltsstoffe zur Erwärmung der oberflächennahen Ozeanschichten bei und beeinflussen so über die Temperaturabhängigkeit der Stoffwechselraten von marinem Phytoplankton Primärproduktion und Export von Biomasse. Aufgrund der im Vergleich mit dem offenen Ozean stärker variablen Konzentrationen von anorganischen Schwebstoffen und CDOM (coloured dissolved organic matter, im Folgenden als Gelbstoff bezeichnet) ist die Zusammensetzung der Wasserinhaltsstoffe in Küstengewässern und Schelfmeeren oftmals durch eine hohe Heterogenität gekennzeichnet. Die Bildung von Gelbstoff und Änderungen in dessen Zusammensetzung aufgrund nicht-konservativer Prozesse hängen dabei in hohem Maße von der Lichtverfügbarkeit, weiterer Umweltbedingungen sowie der Zusammensetzung des Phytoplanktons ab. Darüber hinaus haben heterogene Verteilungen von Phytoplanktonpigmenten und anderen Wasserinhaltsstoffen Auswirkungen auf sub-mesoskalige vertikale Mischungsprozesse und advektive Flüsse, und damit auch auf Wassertemperatur und dichte, sowie das oberflächennahe Nährstoffangebot. Ein gutes Verständnis der Energieflüsse an der Ozeanoberfläche und in den oberen Ozeanschichten sowie deren Auswirkungen auf den Wärmehaushalt in Küstengewässern und Schelfmeeren ist von großer Bedeutung für die Modellierung des regionalen ozeanischen Klimas. Das vorgeschlagene Projekt hat zum Ziel, den Beitrag von optisch aktiven Wasserinhaltsstoffen (einschließlich Phytoplankton, Gelbstoff und anorganischen Schwebstoffen) zu den Energieflüssen in den oberen Ozeanschichten und durch die Ozeanoberfläche hindurch zu quantifizieren. Es soll untersucht werden, inwieweit die heterogene Verteilung von Wasserinhaltsstoffen die sub-mesoskaligen vertikalen turbulenten Austauschvorgänge und advektiven Flüsse beeinflusst, und inwieweit die Lichtattenuation durch Gelbstoff Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Phytoplanktons hat. Zu diesem Zweck soll ein gekoppeltes Atmosphäre Ozean Zirkulationsmodell mit integriertem bio-optischem Modul synchron mit einem Atmosphäre Ozean Strahlungstransportmodell betrieben werden, so dass Erwärmungsraten aufgrund hochvariabler Konzentrationen von optisch aktiven Inhaltsstoffen mit hoher Genauigkeit berechnet, und so deren Auswirkungen auf die biophysikalischen Prozesse im Ozean analysiert werden können.
Das Projekt "Southern Ocean Carbon and Heat Impact on Climate (SO-CHIC)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Sorbonne Universite durchgeführt. The Southern Ocean regulates the global climate by controlling heat and carbon exchanges between the atmosphere and the ocean. It is responsible for about 60-90% of the excess heat (i.e. associated with anthropogenic climate change) absorbed by the World Oceans each year, and is also recognised to largely control decadal scale variability of Earth carbon budget, with key implications for decision makers and regular global stocktake agreed as part of the Paris agreement. Despite such pivotal climate importance, its representation in global climate model represents one of the main weaknesses of climate simulation and projection because too little is known about the underlying processes. Limitations come both from the lack of observations in this extreme environment and its inherent sensitivity to intermittent small-scale processes that are not captured in current Earth system models. The overall objective of SO-CHIC is to understand and quantify variability of heat and carbon budgets in the Southern Ocean through an investigation of the key processes controlling exchanges between the atmosphere, ocean and sea ice using a combination of observational and modelling approaches. SO-CHIC considers the Atlantic sector of the Southern Ocean as a natural laboratory both because of its worldwide importance in water-mass formation and because of the strong European presence in this sector already established at national levels, which allow to best leverage existing expertise, infrastructure, and observation network, around one single coordinated overall objective. SO-CHIC also takes the opportunity of the recent re-appearance of the Atlantic Sector Weddell Polynya to unveil its dynamics and global impact on heat and carbon cycles. A combination of dedicated observation, existing decades-long time-series, and state-of-the-art modelling will be used to address specific objectives on key processes, as well as their impact and feedback on the large-scale atmosphere-ocean system.
Das Projekt "Konsistente Zeitreihen von Ozeanmassenvariationen aus Messungen von LEO-Potentialfeldmissionen (CONTIM-2)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung - Fachbereich Klimawissenschaften durchgeführt. Neben der globale Temperatur ist der Meeresspiegel eine maßgebliche Kenngröße für das Klima der Erde und seinen Wandel. Ein Anstieg des Meeresspiegels hat vielfältige Folgen für die Gesellschaft. Deshalb streben wir eine datengestützte Analyse der verschiedenen Ursachen von Meeresspiegelschwankungen an, um so eine wichtige Grundlage für Wissenschaft und politische Entscheidungen zu liefern. In diesem Projekt konzentrieren wir uns auf Änderungen der Ozeanmasse, die direkt proportional zum Ozeanbodendruck ist.Räumliche Variationen des Ozeanbodendrucks, die auf Zeitskalen von Monaten bis Jahrzehnten auftreten, können sowohl aus windinduzierter Variabilität wie auch aus baroklinen Prozessen resultieren, ihr Entstehen ist aber bis heute nicht vollständig verstanden. Viele Prozesse im tiefen Ozean lassen sich aber nur erklären wenn nicht nur die Meeresoberflächenhöhe (aus Radarsatellitenmessungen) und die thermisch bedingte oder aus Salinitätsänderungen resultierende Variabilität der oberen Ozeanschichten (z.B. mit Hilfe von ARGO-Messungen) erfasst werden, sondern auch der Bodendruck. So kann eine Erwärmung des tiefen Ozeans, die in vielen Studien für eine Verlangsamung der globalen Erwärmung verantwortlich gemacht wird, nur erklärt werden wenn alle diese Elemente betrachtet werden. Die GRACE-Satellitenmission hat wesentliche neue Erkenntnisse zu ozeanischen Massenvariationen beigetragen, wird aber nur noch wenige Daten liefern. Basierend auf Ergebnissen der vorangegangenen Förderperiode, soll in CONTIM-2 Expertise zur präzisen Bahnbestimmung von SWARM, CHAMP und sonstige Erdsatelliten, zur Modellierung des zeitvariablen Schwerefeldes und zur gemeinsamen Inversion verschiedenartiger Daten, sowie zur physikalischen Modellierung der Ozeane kombiniert werden, um eine konsistente Zeitreihe von Ozeanmassenvariationen über den GRACE-Zeitraum hinaus zu erzeugen und einen Anschluss an die GRACE-FO Mission zu gewährleisten. Dabei wird die präzise Bahnbestimmung für niedrigfliegende Satelliten, insbesondere SWARM, mit Hilfe von GPS-Empfängern unter schwierigen ionosphärischen Bedingungen eine Rolle spielen. Damit wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Ozeanvariabilität, Meeresspiegel und Erwärmung der Meere schaffen.
Das Projekt "Quantitative Rekonstruktion der Ozeanzirkulation" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Institut für Geowissenschaften durchgeführt. Durch ihre Rolle bei der Umverteilung von Salz, Wärme, Nährstoffen und Kohlenstoff, stellen sie Ozeane eine Hauptkomponente im Klimasystem unseres Planeten dar. Um realistische Voraussagen über die Reaktionen des Klimasystems auf Störungen machen zu können, ist es notwendig die Dynamik der Ozeanzirkulation zu verstehen und zu bestimmen. Ein Ansatzpunkt der modernen Forschung ist es daher, das Verhalten und die Rückkopplungseffekte der Ozeane unter den verschiedenen klimatischen Bedingungen der Vergangenheit zu untersuchen. Aufgrund der mangelnden Kenntnis der quantitativen Transportprozesse ist es jedoch noch immer nicht gelungen durch Modelle die Klimaschwankungen der Vergangenheit oder der Zukunft verlässlich zu simulieren. Es gibt zwar deutliche Hinweise auf eine wiederkehrende Umstrukturierung der Ozeandynamik in der variablen Klimageschichte des letzten glazialen Zyklus, eine übereinstimmende, belastbare und vor allem quantitative Rekonstruktion der Ozeanzirkulation existiert aber nicht. Das Hauptziel dieses Projektes ist es, für die dominierenden Wassermassen der Ozeane, die Zirkulationsrate quantitative zu bestimmen. Dies soll anhand von Messungen an marinen Sedimenten aus einer Vielzahl von Lokationen durchgeführt werden und insbesondere dramatische Klimaübergänge der Vergangenheit abdecken, wie z.B. Heinrich-Ereignisse, das letzte Glaziale Maximum, Dansgaard-Oeschger Ereignisse und die letzte Glaziale Termination. Dies soll erreicht werden durch den kombinierten Einsatz dreier voneinander unabhängiger Zirkulations-Proxies, die nicht durch den globalen Kohlenstoffkreislauf beeinflusst werden, in Verbindung mit inverser Modellierung. Die Messungen (zurück bis 30 ka) werden jeweils am selben Probenmaterial durchgeführt, was jegliche chronologischen oder stratigraphischen Probleme bei der Interpretation der Resultate umgeht. Während die Messungen des 231Pa/230Th-Proxys die Advektion in der gesamten Wassersäule wiedergibt, zeichnet der sortable-silt-Proxy die lokale Strömungsgeschwindigkeit an der Sedimentoberfläche nach. Ergänzend bieten Messungen von Neodym-Isotopen die Möglichkeit die Herkunft der jeweiligen Wassermasse zu bestimmen. Zunächst sollen hierzu die geochemischen Messmethoden substantiell verbessert werden, um eine umfassende Datenbasis dieser Zirkulations-Proxies zur Verfügung zu stellen. Durch das Zusammenführen der Daten und dem Abgleich zu Modellen unterschiedlicher Komplexität (Box-Modelle und gekoppelte komplexe Modellierung, Bern3D) soll diese Datenbasis zum ersten Mal umfassende und quantitative Rekonstruktionen der Ozeanzirkulation ermöglichen.
Das Projekt "Sub project: Deciphering Oligocene Climate Dynamics" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Geowissenschaften , Geographie, Institut für Geowissenschaften durchgeführt. Understanding the evolution of the Antarctic ice-sheet, as a crucial component of Earth's climate system, is fundamental to assess and quantify changes in ocean circulation and intensity of Pacific equatorial upwelling since the initiation of Antarctic glaciation during the late Eocene (ca. 40 Ma). Our project aims at deciphering the mode, tempo, and amplitude of Oligocene glaciation events (glaciation vs. deglaciation) of the suggested 'one cold pole' world to decipher the dynamics of Oligocene climate and the impact on equatorial paleoproductivity at orbital to suborbital time-scales from the Central Eastern Pacific Ocean (CEPO). The main focus of the project will be on the environmental/climate end-member representatives, the mid Oligocene Oi-2b maximum glaciation event (ca. 27 Ma) and the weak late Oligocene Oi-2c glaciation event (ca. 24 Ma), using new material from IODP Expeditions 320/321 (Pacific Equatorial Age Transect). Methods will include a combined approach of benthic and planktic foraminifera oxygen and carbon isotopes and trace element geochemistry (Mg/Ca ratios) for reconstructing bottom water temperatures and for calculating ice volume and sea level changes, respectively. In addition, benthic foraminifera accumulation rates and the delta delta 13C of epi- and infaunal benthic foraminifera and delta delta 13C of benthic and planktic foraminifera will be used to assess the strength of the equatorial upwelling and the ocean stratification in the Pacific ocean, the largest water, heat, nutrients, and CO2 reservoir on Earth.
Das Projekt "Constraining future Antarctic ice loss with the coupled ice-ocean model PISM-FESOM" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. durchgeführt. Sea-level rise constitutes one of the major impacts of anthropogenic climate change. Mean sea-level has been rising with a rate of about 3 mm/yr since the beginning of the 1990s, dominated by ocean warming and the loss of mountain glaciers. The largest future contribution is however expected from mass loss of the large ice sheets on Greenland and Antarctica. The dynamic response of the Antarctic ice sheet to a warming climate is not well understood and therefore poses the largest uncertainty in future sea-level projections. In 2013 the IPCC acknowledged that a dependency of ice loss on future warming cannot be inferred due to a lack of understanding of the relevant processes and assessed a likely contribution of less than 20cm in the 21st century. New modeling results now indicate a risk of more than one meter sea level contribution from Antarctica under strong warming within the 21st century. Such contribution would dominate over other processes like thermal expansion, glacier melt and Greenland ice loss. The new projections leave sea-level impact scientists and coastal planners in a limbo as such upward-corrected projections would require massive changes in adaptation planning. Though the new projections are supported by the sensitivity of several meters per degree of warming inferred from records of past sea levels, the timescale of the contribution is difficult to infer from these records. Reconstructed sea-level histories suggest that fast changes occurred in the past in terms of 'melt-water pulses' with several meters of sea-level rise within a few hundred years. High rates of ice loss from Antarctica need to be sustained by an ocean circulation that is capable of providing the heat to melt the ice or transport icebergs towards warmer waters where they melt. Without thorough constraints on the ocean heat flux through energy conservation in the ice-ocean system, very high rates of ice loss remain therefore debatable. Only a coupled ice-ocean model will make it possible to provide such constraints and therewith reduce the uncertainty in future Antarctic ice loss. While the understanding of ocean and ice-sheet physics individually has matured, their interplay at the ice-ocean interface is still insufficiently understood. We therefore here propose to develop such a coupled model from well-established stand-alone models for the ice sheet and for the ocean.
Das Projekt "Sub project: Deciphering global cooling of the mid-latitude oceans and its implication for the ocean circulation and climate during the early Pliocene (ca. 5-3.5 Ma)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von University Palisades, Lamont-Doherty Earth Observatory durchgeführt. We will focus our studies on the paleoceanographic effects of the constriction of the Central American Seaway (CAS) on the North and South Atlantic Ocean during the early Pliocene epoch (ca. 5-3.5 Ma). During ca. 4.8-4 Ma, a critical threshold in the closing history of the CAS was reached with a significantly restricted Caribbean-Pacific surface water exchange. This caused a thermocline shoaling in the equatorial east Pacific and increased the Atlantic Meridional Overturning Circulation transporting warm and more saline waters towards high northern latitudes. For the first time recent simulation studies quantified this tectonic induced oceanographic changes. They predicted a distinct warming of the North Atlantic (up to 7 degree C) and a pronounced cooling of the Southern Hemisphere (c a. 2 degree C) through 'heat piracy' of the Northern Hemisphere. To test this hypothesis of an interhemispheric seesaw during the early Pliocene we selected various Deep-Sea Drilling Project (DSDP) and Ocean Drilling Program (ODP) core sites in the North and South Atlantic Ocean sensitive to 'heat piracy' from the Northern Hemisphere. We will conduct combined delta 18O and Mg/Ca measurements of planktic foraminifera from surface and subsurface levels and delta 13C analyses from benthic foraminifera to reconstruct the hydrography of the upper water column and deep water currents during the early Pliocene.
Das Projekt "Nichtlineare Interaktionen zwischen dem Amazonas-Regenwald und der atmosphärischen Feuchtigkeitszirkulation in Südamerika: Mögliche Folgen fortschreitender Abholzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, TUM School of Engineering and Design, Department of Energy and Process Engineering , Lehrstuhl für Anlagen- und Prozesstechnik durchgeführt. Durch den Austausch großer Feuchtigkeitsmengen mit der Atmosphäre durch Niederschlag und Evapotranspiration (ET) hat der Amazonas-Regenwald starken Einfluss auf die atmosphärische Zirkulation über Südamerika. Dieses Zirkulationssystem transportiert Feuchtigkeit vom tropischen Atlantik in das Amazonasbecken und weiter in Richtung der südlichen Subtropen. Es kann daher angenommen werden, dass fortschreitende Abholzung des Regenwaldes signifikante Auswirkungen auf den atmosphärischen Feuchtigkeitshaushalt und somit auf den Niederschlag in großen Teilen des Kontinents hat. Unter Verwendung von Konzepten der Theorie nichtlinearer Dynamik und komplexer Netzwerke beabsichtige ich eine konzeptionelle Modellierung der relevantesten Kopplungsmechanismen zwischen dem Ökosystem und der Atmosphäre. Die Ergebnisse sollen dann mit entsprechenden, aus der Analyse eines geeigneten gekoppelten regionalen Klimamodells gewonnen, Resultaten verglichen werden. Spezieller Fokus würde auf den beteiligten Feedback-Mechanismen liegen: Zunächst plane ich, die Relevanz der ET für die Erhaltung des Feuchtigkeitshaushaltes entlang des atmosphärischen Transportweges zu quantifizieren. Das positive Feedback, welches durch die Freisetzung latenter Wärmer durch Kondensation über dem Amazonasbecken entsteht, sowie die Relevanz dieses Feedbacks für den Erhalt des atmosphärischen Zirkulationssystems, sollen dann im Detail untersucht werden. Diese Freisetzung latenter Wärme führt zu einer Beschleunigung des Feuchtigkeitsstroms, und sollte die Sensitivität des Systems bezüglich Veränderungen der ET-Rate stark beeinflussen. Daraufhin plane ich zu untersuchen, wie fortschreitende Abholzung des Regenwaldes und die resultierende Verringerung der ET die Verfügbarkeit von Feuchtigkeit für Niederschlag weiter westlich beeinflusst. Dies soll unter spezieller Berücksichtigung der Sensitivität der Kopplung aufgrund des beschriebenen verstärkenden Feedbacks geschehen. Das Projekt würde in drei aufeinander folgenden Schritten durchgeführt werden: Zuerst soll ein eindimensionales, konzeptionelles Modell formuliert werden, welches die für die obigen Fragen relevanten geophysikalischen Mechanismen beinhaltet. Danach plane ich, auf früheren Arbeiten zur Konstruktion funktionaler Netzwerke aus klimatologischen Daten aufzubauen, um das Modell auf zwei Dimensionen zu erweitern. Die Gleichungen, die im ersten Schritt aufgestellt wurden, sollen dann entlang der Kanten eines Netzwerks gelöst werden, welches die wichtigsten Wege für den Feuchtigkeitstransport über Südamerika repräsentiert. Drittens sollen die Ergebnisse dieses konzeptionellen Ansatzes mit entsprechenden Ergebnissen verglichen werden, die mithilfe der Analyse eines geeignet gewählten regionalen Klimamodells gewonnen wurden.
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Bund | 23 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 23 |
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Deutsch | 13 |
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