Die Trendkarte der Quartärbasis zeigt die auf NHN bezogenen Tiefenlinien der Quartärbasis. Die -100 m NHN-Linie veranschaulicht die Verbreitung pleistozäner Rinnen. Als tiefste Isolinie ist die -400 m NHN-Linie enthalten. Die Karte beruht auf Auswertungen des ehemaligen Geologischen Landesamtes (GLA) Schleswig-Holstein aus den Jahren 1977 und 1991 sowie auf Informationen aus verschiedenen Untersuchungs- und Projektgebieten. Sie wird in unregelmäßigen Abständen bei Vorliegen neuerer Informationen fortgeschrieben. Da die Qualität der Ausgangsdaten und die Bearbeitungsstände regional unterschiedlich sind, ist diese Karte als Trendkarte zur landesweiten Übersicht im Maßstab 1 : 200.000 und kleiner zu sehen.
Die Geologische Karte der eiszeitlich bedeckten Gebiete von Sachsen 1 : 50 000 (GK50) erfasst im wesentlichen die Bereiche des sächsischen Tief- und Hügellandes sowie Teile des Berglandes und Bergvorlandes, soweit sie von eiszeitlichen Sedimenten in nennenswerter Mächtigkeit bedeckt sind. Sie stellt den geologischen Bau und den jüngeren Werdegang der Landschaft im Freistaat Sachsen dar. Es werden die an der Geländeoberfläche anstehenden Locker- und Festgesteine im Kartenbild wiedergegeben (Oberflächenkarte). Die Karte soll die Grundlage zur Beurteilung der Bodenbildung, der Wasserführung, der Verbreitung von nutzbaren Locker- und Festgesteinen, der möglichen Reichweite von Umweltschäden, der Deponiemöglichkeiten u. a. m. bilden. Folgende Blätter wurden bearbeitet und liegen analog und digital vor: 2465 Bitterfeld, 2466 Eilenburg, 2467 Bad Liebenwerda, 2469 Hoyerswerda, 2470 Weißwasser, 2565 Leipzig, 2566 Wurzen, 2567 Riesa, 2568 Großenhain, 2569 Kamenz, 2570 Niesky, 2665 Zeitz, 2666 Mittweida, 2667 Meißen, 2668 Dresden, 2669 Bautzen, 2670 Görlitz, 2766 Chemnitz, 2769 Pirna und 2770 Zittau. Zusammen mit dem Kartenwerk "Lithofazieskarten Quartär 1 : 50 000" (LKQ 50) und den "Lithofazieskarten Tertiär 1 : 50 000" (LKT) liegt damit für den gesamten nordwestsächsischen Raum ein einheitliches geowissenschaftliches Kartenwerk vor. Zusätzliche Informationen: Sonderblattschnitt; Blattschnitte reichen bis in angrenzende Regionen der Bundesländer Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Digitale Karte der an der Oberfläche anstehenden geologischen Bildungen von Mecklenburg-Vorpommern im Maßstab 1:50.000. Zusätzliche Informationen Die Daten der Karte liegen ausschließlich digital vor, sie können als digitale Daten im Blattschnitt TK50 bzw. als Plott bezogen werden. Derzeit sind Karten für ca. 40% der Landesfläche verfügbar.
digitale Umsetzung des Kartenwerkes Geologische Karte von Mecklenburg-Vorpommern Karte der quartären Bildungen - Oberfläche bis fünf Meter Tiefe vorhanden: ca. 90% der Landesfläche Blatt Bad/Doberan Rostock, 1995 Blatt Stralsund, 1996 Blatt Güstrow, 1995 Blatt Boizenburg/Schwerin, 2002 Blatt Neubrandenburg/Torgelow, 2003
Digitale Karte der Rutschungen an den Steilküstenabschnitten der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern im Maßstab 1:10.000. Zusätzliche Informationen Die Daten der Karte liegen digital vor, sie können als digitale Daten bereichsbezogen bzw. als Plott bezogen werden. Derzeit ist die Karte für den Bereich Jasmund verfügbar. Darüber hinaus erfolgte eine Drucklegung der karte, die über das Facharchiv des LUNG M-V beziehbar ist.
digitale Umsetzung des Kartenwerkes Geologische Karte von Mecklenburg-Vorpommern Karte der quartären Bildungen - Oberfläche bis fünf Meter Tiefe vorhanden: ca. 90% der Landesfläche Blatt Bad/Doberan Rostock, 1995 Blatt Stralsund, 1996 Blatt Güstrow, 1995 Blatt Boizenburg/Schwerin, 2002 Blatt Neubrandenburg/Torgelow, 2003
Das Projekt "Rekonstruktion der Klimavariabilität der letzten 250 ka basierend auf Multi-Proxy-Zeitreihen präzise datierter Speläotheme aus Südostspanien." wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Mainz, Institut für Geowissenschaften, Arbeitsgruppe Speläothemforschung durchgeführt. Ziel dieses Antrags ist die Rekonstruktion der terrestrischen Klimavariabilität Südostspaniens während der letzten 250 ka basierend auf Speläothemen. Diese Region ist eine der trockensten in Südeuropa. Gemäß dem aktuellen IPCC-Bericht werden derzeit trockene Regionen von einer zunehmenden Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzewellen sowie Dürren betroffen sein. Dies geht einher mit erheblichen Risiken für Umwelt und Wirtschaft, woraus sich die Notwendigkeit der Erforschung terrestrischer Paläoklimaarchive in besonders trockenen Regionen ergibt. Klimaarchive in Südostspanien reagieren aufgrund der trockenen Bedingungen selbst auf geringe Änderungen im Niederschlag sehr sensitiv. Informationen terrestrischer Klimaarchive aus dieser Region sind bisher zumeist auf Pollen- und Sedimentabfolgen, die eine relativ geringe zeitliche Auflösung haben und jenseits der Grenzen der 14C-Methode schwierig zu datieren sind, begrenzt. Gut datierbare Klimazeitreihen von Speläothemen stammen überwiegend aus Nordspanien, dessen Klima sich durch relativ feuchte Bedingungen und milde Temperaturen auszeichnet. An einem präzise datierten Flowstone aus der Cueva Victoria, die bekannt ist für ihre spektakuläre Pleistozäne Fauna, soll die Klimavariabilität Südostspaniens mit hoher zeitlicher Auflösung rekonstruiert werden, wobei der Fokus auf den letzten 250 ka liegt, die in mehreren Bohrkernen enthalten sind. Für diesen Zeitabschnitt existiert bisher keine präzise datierte, hochaufgelöste, terrestrische Klimazeitreihe aus Südostspanien. Die Vorarbeiten zeigen, dass das Flowstone-Wachstum in der Cueva Victoria sehr empfindlich auf Niederschlagsänderungen in der Vergangenheit reagiert und die Wachstumsphasen mit globalen Warmphasen einhergehen. Die geplante präzise Datierung mittels der 230Th/U-Methode erlaubt, den Beginn und die Dauer der Marinen Isotopenstadien 1, 3, 5 und 7 sowie der entsprechenden Interstadiale in Südostspanien genauer zu bestimmen. Zudem werden für die jeweiligen Wachstumsphasen Multi-Proxy-Zeitreihen (stabile Isotope und Spurenelemente) generiert, die eine zuverlässige Interpretation der Proxy-Signale im Hinblick auf Klimavariabilität in der Vergangenheit zulassen. Die hohe Empfindlichkeit des Proxy-Signals, die sich in unserem vorläufigen Datensatz widerspiegelt, betont das große Potential dieses einmaligen Paläoklimaarchivs aus Südostspanien für die letzten 250 ka. Teile des Materials waren Gegenstand meines früheren DFG Antrags, der leider abgelehnt wurde. Der Hauptkritikpunkt der Gutachter war der zu geringe Umfang der Vorarbeiten. Allerdings hoben beide Gutachter auch das grundsätzliche Potenzial des Projektes hervor. Basierend auf den konstruktiven Kommentaren habe ich Kooperationen mit weiteren Kollegen aufgebaut und zusätzliche Alters- und Proxydaten generiert. Diese zeigen, dass das Probenmaterial ein äußerst vielversprechendes Klimaarchiv darstellt, das mit hoher Genauigkeit datiert werden kann.
Das Projekt "Teilprojekt: Untersuchung des Potenzials eines Bohrkerns vom Paläosee Idaho als Paläoklimaarchiv Nordamerikas im Plio- und Pleistozän" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Institut für Geowissenschaften durchgeführt. Der vorliegende Antrag ist ein Fortsetzungsantrag eines 2016 bewilligten interdisziplinären Projekts, das zum Ziel hatte, das paläoklimatische Potenzial des auf eine ICDP-Initiative zurückgehenden Bohrkerns MHAFB11 aus dem Paläosee Idaho zu erkunden; dieser Kern stellt möglicherweise ein Schlüsselarchiv der spätpliozänen bis frühpleistozänen Klima- und Ökosystemveränderungen für die mittleren Breiten Nordamerikas dar. Während für die erste Projektphase ein einziger Antrag bestehend aus drei Antragskomponenten eingereicht wurde, werden für die hier beantragte Abschlussfinanzierung zwei unabhängige Anträge eingereicht, die jedoch thematisch in gewissem Bezug zueinander stehen. Die Antragskomponenten der Antragsteller des hier vorliegenden Antrags haben für die erste Projektphase eine für den Projekterfolg extrem wichtige paläomagnetische Umkehr identifiziert (Gauss/Matuyama-Grenze) und eine palynologische Übersicht für das Pliozän/Pleistozän-Übergangsintervall generiert. Hierauf basierend sollen im vorliegenden Fortsetzungsantrag die folgenden Hauptziele erreicht werden: (i) Erarbeitung eines palynologischen Datensatzes mit einer Auflösung von 1,5 m über das zu untersuchende Kernintervall von 440 bis 730 m, welcher nach unserem Wissensstand der erste seiner Art in ganz Nordamerika sein wird, und (ii) Generierung pollenbasierter Rekonstruktionen der Vegetations- und Klimadynamik für das betreffende Kernintervall. Auf Grundlage dieser Datensätze soll das Projekt modellhafte Vorstellungen der Paläoumwelt- und Paläoklimadynamik in den mittleren Breiten des westlichen Nordamerika während des Pliozän/Pleistozän-Übergangs entwickeln. Insbesondere wird es seine geographische Lage ermöglichen, die Hypothese zu testen, dass zum ende des Pliozäns verstärkte Feuchtigkeitszufuhr vom Pazifik verstärkt Wasserdampf ins nördliche Nordamerika transportierte, dessen Zufuhr zum Beginn der Vereisung der Nordhalbkugel führte.
Das Projekt "Langlebige Seen am Südrand des Tibet-Plateaus/Himalayas: Magnetostratigraphie Datierung von pleistozänen limnischen Profilen und magnetische Parameter als Anzeiger überregionaler Paläoklima-Veränderungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Tübingen, Institut für Geowissenschaften, Zentrum für Angewandte Geowissenschaften durchgeführt. Die Hebung des Tibet-Plateaus und der am Südrand angrenzenden Gebirge haben maßgeblich die Monsun-Entwicklung beeinflusst. Seit dem jüngeren Pliozän ist eine drastische Zunahme der Hebungs- rate zu beobachten. Limnische Ablagerungen langlebiger Seen am Südrand des Tibet-Plateaus bieten die Möglichkeit, Veränderungen des Paläoenvironments während des Pleistozäns zu studieren und zeitlich aufzulösen. Im geplanten Vorhaben sollen drei dieser Klima-Archive untersucht werden, wobei der Bogen vom Kaschmir-Becken im Westen, dem Kathmandu-Becken im Zentralbereich und dem Heqin-Becken im extremen Osten gespannt wird. Erstes Ziel ist es, mit Hilfe von Magnetostratigraphie einen zeitlichen Rahmen zu etablieren, um verfügbare Klimaproxies aus Serien der drei gewählten Lokationen zeitlich einordnen zu können. Die Klima-Archive von Heqin, Kathmandu und Kaschmir sollen zudem um magnetische Konzentrations- und Korngrößen- Parameter erweitert werden, welche dann - unter Einbindung der weiteren verfügbaren Klimaanzeiger zur Konditionierung - vergleichend auf überregionale Trends/Events untersucht werden (mit multivariater Statistik und Analyse von Zyklizitäten), um generelle Klimaveränderungen bzw. tektonische Phasen zu erkennen.
Das Projekt "Teilprojekt E01: Bevölkerungsdynamik - Landnutzungsmuster von Bevölkerungen des Jungpleistozäns bis Mittleren Holozäns in Europa und dem Nahen Osten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Köln, Institut für Ur- und Frühgeschichte durchgeführt. Das Teilprojekt E1 analysiert großräumige, prähistorische Bevölkerungsdynamiken und Migrationsprozesse im Arbeitsgebiet des SFB 806. Die Identifikation treibender Faktoren und die Untersuchung von großskaligen Verteilungsmustern sind für ein verbessertes Verständnis dieser Dynamiken auf kontinentaler Skala unerlässlich. Diachrone Vergleiche der Populationsdynamiken von paläolithischen Jäger-Sammlern bis zu neolithischen Bauern stehen im Mittelpunkt der Forschung. Der Einfluss von Demographie und Mobilität auf die Resilienz von Populationen und auf archäologisch definierte Traditionsräume wird untersucht werden.
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Bund | 34 |
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Type | Count |
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Förderprogramm | 29 |
unbekannt | 6 |
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geschlossen | 1 |
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Deutsch | 29 |
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Archiv | 1 |
Dokument | 1 |
Keine | 18 |
Webdienst | 2 |
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Topic | Count |
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Lebewesen & Lebensräume | 30 |
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