Mit der Erteilung der Betriebsgenehmigung für den Forschungsreaktor BER II der Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH (HMI) – heute Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) – im Jahre 1991 durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz wurde die Sicherheit dieser kerntechnischen Anlage nach dem Stand von Wissenschaft und Technik bestätigt. Im Rahmen der Sicherheitsbetrachtung im Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz und seinen Verordnungen wurden alle erkennbaren und hinreichend wahrscheinlichen Gefahrenquellen berücksichtigt und vorbeugende Maßnahmen für die Vermeidung von Unfällen getroffen. Wie bei allen technischen Anlagen lässt sich aber nicht ausschließen, dass trotz aller vorbeugenden Maßnahmen ein Unfall eintritt, der sich auf die Umgebung des Forschungsreaktors BER II auswirken kann. Um für diese nicht auszuschließenden Fälle die notwendige Vorsorge zu treffen, wurde ein Katastrophenschutzplan für die Umgebung des Forschungsreaktors BER II der Helmholtz-Zentrum Berlin GmbH erstellt, der kontinuierlich fortgeschrieben wird. Dieser Plan enthält keine Maßnahmen zur Verhinderung von innerbetrieblichen Störfällen, denn hierfür ist das HZB verantwortlich. Er beschreibt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in der Umgebung des Forschungsreaktors und dient dem Zweck, die Vorlaufzeit zwischen einem Schadensereignis und den zu treffenden Einsatzmaßnahmen optimal zu nutzen und damit diejenigen Schäden in der Umgebung zu begrenzen, die bei einem schweren Unfall entstehen können. Dem Katastrophenschutzplan wurde das schlimmst mögliche Ereignis (worst case Szenario) zu Grunde gelegt, um die maximal zu treffenden Maßnahmen abzuleiten. Er deckt auch alle Ereignisse mit geringerem Schadensausmaß oder weniger schnellem Schadenseintritt ab. Auf Basis der geltenden Gesetze legt der vorliegende Katastrophenschutzplan den Rahmen für das Gesamtsystem der Maßnahmen und für das Zusammenwirken der zuständigen Behörden und Einrichtungen fest. In dem Katastrophenschutzplan sind wesentliche Elemente der Rahmenempfehlungen für den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen berücksichtigt worden, obwohl sich diese Empfehlungen auf Großanlagen wie z. B. Kernkraftwerke beziehen und das Gefährdungspotential des Forschungsreaktors BER II der Helmholtz-Zentrum Berlin GmbH vergleichsweise gering ist. Der Katastrophenschutzplan beschreibt die Ausgangslage, das gefährdete Gebiet, die Aufgaben der Gefahrenabwehr und die Zusammenarbeit der zuständigen Behörden und Einrichtungen. Das jeweils eigenverantwortliche Handeln der zuständigen Behörden und Einrichtungen erfolgt auf der Grundlage von detaillierten Einsatzplänen, die, aufeinander abgestimmt, den vom Katastrophenschutzplan beschriebenen Rahmen ausfüllen. Der Katastrophenschutzplan und die Einsatzpläne sind keine statischen Vorgaben, sondern werden den Umständen entsprechend fortgeschrieben. Die beteiligten Katastrophenschutzbehörden haben entschieden, der Öffentlichkeit diesen Plan im Internet zugänglich zu machen. Ferner ist dort eine Liste der geplanten Jodtablettenausgabestellen erreichbar: Katastrophenschutzplan für die Umgebung des Forschungsreaktors BER II in Berlin Liste der geplanten Jodtablettenausgabestellen
Polizeidirektion Nord - Pressemitteilung Nr.: 020/10 Polizeidirektion Nord - Pressemitteilung Nr.: 020/10 Magdeburg, den 1. Juli 2010 Polizei warnt vor Skimming- Angriffen Wie im gesamten Bundesgebiet sind auch die Bürger, die im Einzugsbereich der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord wohnen, im Jahr 2010 von Skimming- Angriffen nicht verschont geblieben. Immer wieder wurden durch Mitarbeiter der Banken, durch aufmerksame Kunden oder auf andere Weise die Manipulierung von Geldautomaten festgestellt. Meist blieben die professionell veränderten Geldautomaten oder versteckt angebrachten Minikameras aber bis zum Schadenseintritt unbemerkt. Erst bei Überprüfung der Kontoauszüge oder bei Überschreiten des Dispositionskreditrahmens bemerkten die Kunden den finanziellen Schaden und zeigten dies der Polizei an. Dadurch wurden im laufenden Jahr, im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Nord 96 Fälle des Ausspähens bzw. des Abfangens von Daten angezeigt. Nach mehreren Delikten im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Börde, gelang es der Polizei vor kurzem, vier rumänische Täter in Haldensleben festzunehmen. Diese wurden dem Haftrichter vorgeführt, welcher dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte und die Untersuchungshaft anordnete. Die Polizei weist im Zusammenhang mit den aktuellen Fällen im Folgenden auf die Vorgehensweise der Täter hin und gibt im Anschluss Tipps sich wirkungsvoll gegen diese zur Wehr zu setzen. Was bedeutet Skimming und wie ist die Vorgehensweise der Täter? Skimming ist ein englischer Begriff für das Ausspähen von Kredit- und EC-Kartendaten. Dabei gibt es verschiedene bekannte Vorgehensweisen der Täter. Ein typisches Angriffsmuster ist das gleichzeitige Ausspähen des Magnetstreifeninhalts der Kredit- und EC- Karte zusammen mit der PIN an einem Geldautomaten. Diese Daten werden erlangt, indem der Karteneinschiebeschacht zunächst manipuliert wird. Eine Variante ist es, auf den Einschiebeschacht direkt am Geldautomaten ein Lesegerät in Form eines Kunststoffrahmens aufzubringen. Die Karte wird nun durch das zusätzliche Lesegerät in den Automaten gezogen. Dabei wird der Inhalt der Karte ausgelesen. Dann werden die erlangten Informationen auf einen Kartenrohling aufgebracht. Alternativ werden auch an den Türöffnern der Bankfilialen zusätzliche Lesegeräte aufgebracht und gleichermaßen verfahren. Um Geld mit der Karte abheben zu können, ist aber noch zwingend die Erlangung der PIN erforderlich. Dazu werden zum Beispiel am oder über dem Geldautomaten kleine Funk- Kameras installiert oder die Kunden bei der PIN Eingabe beobachtet. Mit den ausgespähten Daten fertigen die Täter eine Kopie der EC- Karte, mit der sie dann im Ausland Bargeld abheben. Da die Originalkarte im Besitz des rechtmäßigen Eigentümers verbleibt, bemerkt dieser den Angriff auf sein Konto erst viel später. Wie kann ich mich gegen das Ausspähen von Daten schützen? Die technischen Manipulationen sind auch für aufmerksame Kunden nur schwer zu erkennen. Die professionell arbeitenden Täter kopieren die Technik der Geldausgabeautomaten oder Türöffner täuschend echt. Das Risiko, Opfer eines Skimming- Angriffs zu werden, kann jedoch deutlich verringert werden, wenn diese Hinweise durch die Bankkunden berücksichtigt werden: § Geben Sie Ihre PIN niemals an einem Kartenleser zur Türöffnung im Eingangsbereich zu den Geldausgabeautomaten ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zu diesen Räumen die Eingabe der PIN. Informieren Sie in einem solchen Fall direkt Ihr Geldinstitut oder die Polizei. § Nutzen Sie, sofern Sie über mehrere Kontokarten verfügen, stets unterschiedliche Karten für die Türöffnung und den Geldausgabeautomaten. Trotz Manipulation eines Türöffners können die Täter dann Ihre PIN nicht für Geldabhebungen nutzen. § Sorgen Sie für einen angemessenen Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden, damit Ihnen bei der Bargeldabhebung niemand über die Schulter sieht. § Verdecken Sie die Sicht auf die Tastatur immer mit der freien Hand oder einem Gegenstand. Dies erschwert ein Ausspähen der PIN durch einen Täter oder eine verdeckt angebrachte Videokamera. § Geben Sie niemals an einem Geldautomaten mehrfach die PIN ein, wenn Sie von einer Ihnen unbekannten Person dazu aufgefordert werden. § Nutzen Sie keine Geldausgabeautomaten, an denen Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint. Achten Sie insbesondere auf Veränderungen des Karteneinzugsschachts und der Tastatur. Informieren Sie in diesem Fall sofort Ihr Geldinstitut oder die Polizei. § Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihr Geldinstitut. § Überlassen Sie die Karte niemals Dritten und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf. Was muss ich tun wenn ich einen Schaden durch einen Skimming- Angriff feststelle? Bei Verlust oder Diebstahl der Karte sowie bei dem Verdacht einer erfolgreichen Ausspähung Ihrer Kartendaten, rufen Sie bitte umgehend die Sperrzentrale Ihres Geldinstituts oder den bundesweiten Sperrnotruf unter 116 116 an. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Kripoberatungsstelle im Polizeirevier Ihres Landkreises oder im Internet unter: www.kartensicherheit.de www.polizei-beratung.de Quelle: www.lka.nrw.de (gk) Impressum: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord Pressestelle Sternstr. 12 39104 Magdeburg Tel: +49 391 546 1422 Fax: +49 391 546 1822 Mail: presse.pd-nord@polizei.sachsen-anhalt.de Impressum: Polizeiinspektion MagdeburgPressestelle Sternstraße 12 39104 Magdeburg Tel: (0391) 546-1422 Fax: (0391) 546-1822 Mail: presse.pi-md@polizei.sachsen-anhalt.de
Das Projekt "Untersuchung der Kriterien zur Sanierung und Erneuerung (Rehabilitation) des Wasserrohrnetzes der Stadt Erfurt als Beitrag zur Erstellung eines Rehabilitationsprogrammes und zur Senkung der Wasserverluste" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fachhochschule (FH) Erfurt, Fachbereich Bauingenieurwesen durchgeführt. Die Forschungsvereinbarung sieht die Unterstuetzung der Stadtwerke Erfurt bei der Ausarbeitung eines Rohrnetzsanierungsprogrammes vor. Gestuetzt wird die Dringlichkeit der Untersuchungen durch die Alterung der Rohrnetze und ihre daraus abzuleitende Schadensanfaelligkeit, da die technische Gebrauchsdauer von Rohrleitungen in vielen Staedten ueberschritten und die notwendige Rehabilitation der Wasserversorgungsnetze (nach W 401 'Massnahmen zur Erhaltung oder Verbesserung der Funktionsfaehigkeit bestehender Wasserverteilungsanlagen. Sie schliesst alle Reinigungs-, Sanierungs- und Erneuerungsmethoden ein') erforderlich ist. Das Ziel der Untersuchungen besteht darin, dazu beizutragen, den Stadtwerken Erfurt zu ermoeglichen, eine jederzeit aktuelle Schadensstatistik zu fuehren und durch Untersuchung bestimmter Kriterien die permanente Instandhaltung und Erneuerung des Rohrnetzes durchzufuehren. Durch die Aussonderung besonders schadensbehafteter Leitungen (Sanierung derselben bzw. Ersatz) sollen sowohl die Instandhaltungskosten als auch die Wasserverluste gesenkt werden. Gleichzeitig soll die Schadensstatistik genutzt werden, begruendet die zu sanierenden oder zu erneuernden Rohrstrecken auszuwaehlen. Erdverlegte Wasserrohrleitungen sind nicht unmittelbar und jederzeit zugaenglich und koennen aufgrund ihrer Verlegetiefe nicht unmittelbar hinsichtlich ihrer Schaeden beurteilt werden wie Hochbauten. Rohrschaeden sind daher eine Moeglichkeit, Leitungssysteme zumindest punktuell zu beurteilen. Dabei ist natuerlich zu beruecksichtigen, dass bei Schadensfaellen aufgrund der Dringlichkeit der Wiederherstellung des Betriebszustandes die Leitungen nur kurzzeitig aussen und innen beurteilt werden koennen und auch die Schadensursache durch das austretende Wasser nicht immer zweifelsfrei festgelegt werden kann (Unterspuelungen, oft auch mehrere Ursachen). Trotz dieser Einschraenkungen ermoeglicht die Schadensstatistik wichtige Aussagen zur Erneuerung und Sanierung von Rohrleitungssystemen. Zur Schadenserfassung stand 1996/97 eine ABM-Stelle zur Verfuegung, das EDV-Statistikprogramm wurde durch eine Mitarbeiterin des Fachbereiches Bauingenieurwesen erstellt, die Auswertung und Erarbeitung des Forschungsberichtes erfolgte durch den Projektleiter. Der Abschluss der Forschungsarbeiten ist 1998 vorgesehen, notwendige Voraussetzung die Bewilligung einer ABM-Stelle zur Datenerfassung und Weiterbearbeitung.
Das Projekt "Analysewerkzeug zur probabilistischen Zuverlässigkeitsbewertung von Betonstrukturen kerntechnischer Anlagen unter besonderer Berücksichtigung kombinierter Umwelteinwirkungen und Rissbildung - KEK" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Materialprüfungs- und Forschungsanstalt durchgeführt. Gebäudestrukturen und -komponenten kerntechnischer Anlagen aus Beton sind vielfältigen Einwirkungen ausgesetzt, die insbesondere deren Dauerhaftigkeit stark beeinflussen. Bei der Dauerhaftigkeitsbemessung von Betonstrukturen gemäß DIN EN 206-1 in Verbindung mit DIN 1045-2 kommt neben dem deskriptiven Konzept (festgelegte Betonzusammensetzung entsprechend der Expositionsklasse) in erweiterter Form auch das leistungsbezogene Entwurfsverfahren auf Basis von Ingenieurmodellen zur Anwendung. Dennoch werden auch bei dem ingenieurmäßigen Entwurfsverfahren die gekoppelten Schädigungsprozesse in Betonstrukturen bislang nicht realistisch abgebildet, was zu massiven Betonschäden und damit zur Reduktion der Betriebssicherheit vor dem rechnerischen Ende der Nutzungsdauer führen kann. Wesentliche Ursache ist die Vernachlässigung der mit dem Betonbau unabdingbar einhergehenden Ausbildung von lastabhängigen und -unabhängigen Rissen. Das Gesamtziel des Vorhabens beinhaltet daher die Entwicklung eines Analysewerkzeugs zur wirklichkeitsnahen Beurteilung der Auswirkungen kombinierter dauerhaftigkeitsbeeinflussender Einwirkungen bei Betonstrukturen kerntechnischer Anlagen unter besonderer Berücksichtigung von Verformungen bis hin zu Rissen. Dies beinhaltet schwerpunktmäßig die realistische Beschreibung gekoppelter Schädigungsprozesse im Beton in Verbindung mit Prognosen hinsichtlich der dabei zu erwartenden Schadenswahrscheinlichkeit.
Das Projekt "Teilvorhaben: X1-2-Linde" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Linde GmbH durchgeführt. Das zukünftige Stromsystem in Deutschland steht vor der ambitionierten Aufgabe, mit einem immer größer werdenden Anteil fluktuierend einspeisender Stromerzeuger eine bezahlbare und stabile Stromversorgung zu gewährleisten. Für die Linde AG sind in Phase II die beiden Hauptthemen 1., die Erforschung der apparativen und konstruktiven Voraussetzungen für den lastflexiblen Betrieb (AP I.6.1 und AP I.6.2) sowie 2. die Ermittlung der entsprechenden Betriebsparameter (AP I.6.5 und AP I.6.6) 1. In Phase I wurde ein werkseigener Teststand für die Schlüsselkomponente Wärmeübertrager erfolgreich entwickelt, aufgebaut und in Betrieb genommen, um die Belastungen im lastflexiblen Betrieb zu evaluieren. In Phase II sollen neben der Wirksamkeit auch die Wirtschaftlichkeit und die Realisierbarkeit in realen Anlagen berücksichtigt werden. Eine Auswahl an Maßnahmen soll in Vorversuchen qualitativ untersucht werden. Die vielversprechendsten Maßnahmen sollen schließlich in das Design und die Fertigung eines zweiten, robusteren Wärmeüberträgerpaars einfließen. Das robuste Wärmeüberträgerpaar soll im Anschluss im bestehenden Versuchstand in einer zweiten Testserie bis zum Schadenseintritt im Lastwechselbetrieb betrieben werden. 2. In der ersten Projektphase wurden innovative Methoden für die modellprädiktive Regelung und die dafür notwendige Reduktion von detaillierten dynamischen Modellen verfahrenstechnischer Operationen entwickelt und evaluiert. Die Ansätze der nichtlinearen modellprädiktiven Regelung, insbesondere der ökonomischen modellprädiktiven Regelung mit reduzierten Regelungsmodellen, sollen vertieft erforscht und ihre Anwendbarkeit und Performance anhand von real existierenden Linde-Testständen demonstriert werden. Darüber hinaus sollen die entwickelten Regelungsmethoden in Kombination mit einem digitalen Zwilling einer Luftzerlegungsanlage angewendet und in-silico demonstriert werden.
Das Projekt "Sicherheitsanalysen von Multi-Komponenten-Systemen auf Grundlage von mehrdimensionalen seismischen Fragilitätsuntersuchungen unter Berücksichtigung betriebs- und alterungsbedingter Veränderungen (KEK)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Fakultät für Bauingenieurwesen, Lehrstuhl für Baustatik und Baudynamik durchgeführt. Ziel des beantragen Projektes ist die Entwicklung und Optimierung einer Methodik zur ganzheitlichen Betrachtung sicherheitsrelevanter Komponentensysteme (z.B. Notstromsysteme, Notkühlsysteme) im Rahmen der seismischen PSA. Dabei werden Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelner Komponenten (z.B. Pumpe, Rohrleitung, Behälter usw.) unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen den Bauwerken, Systemen und Komponenten gleichzeitig erfasst und multidimensional zu einer systembezogenen Fragilitätskurve ausgewertet. Diese Fragilitätskurve stellt die Schadenswahrscheinlichkeit des gesamten Komponentensystems für verschiedene Erdbebenintensitäten dar. Ein derartiger Ansatz ermöglicht eine exaktere Abbildung des tatsächlichen Systemverhaltens im Falle übergreifender Einwirkungen wie Erdbeben, bei denen eine Beanspruchung des Gesamtsystems erfolgt. Im Rahmen der systembezogenen Fragilitätsanalyse werden die einzelnen Systemkomponenten ganzheitlich im Tragwerk betrachtet und ihre Ausfallwahrscheinlichkeiten gleichzeitig ausgewertet. Zu diesem Zweck werden zunächst die Tragstrukturen numerisch so modelliert, dass alle schadenrelevanten Antwortgrößen erfasst werden können. Dies kann in einem oder in mehreren Tragwerksmodellen erfolgen. Aus den Modellsimulationen in Form von Monte-Carlo-Simulationen - bzw. mittels Rechenzeit sparender Antwortflächenmethode - ergeben sich die Auftretenswahrscheinlichkeiten der einzelnen Antwortgrößen, die multidimensional erfasst und ausgewertet werden. Wechselwirkungen zwischen den Bauwerken, Systemen und Komponenten werden so automatisch in die Auswertung einbezogen. Durch Überlagerung der multidimensionalen Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion mit den - ggf. ebenso gekoppelten - Grenzwerten der Antwortgrößen sowie durch nachfolgende mathematische Integration ergibt sich die systembezogene Fragilitätskurve.
Das Projekt "Shifts in Weather Incidents Threatening reliability of the electricity distribution and transmission /economic performance due to climate CHange & Opportunities For Foresight planning" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Meteorologie durchgeführt. SWITCH-OFF brings together T/DSOs with climate change impact/adaptation and energy economics expertise: Based on e-grid damage data, we will match/classify met. damages and model future exceedance probabilities for pertinent met. thresholds. Economic models will assess indirect costs of outages/black-outs at NUTS-1/2 and thus vulnerable hot spots in the grid. Along with climate risk maps 2030/2050 for e.g. wet snow depos-its/lightning/severe storm/heavy precipitation, we establish a sound starting point for strategies to secure electricity supply under a changing climate. The goal of SWITCH-OFF is to help maintaining the electricity supply in despite an increasing trend of damaging meteorological events with climate change and thus help avoiding grave economic damages from outages and blackouts. We will achieve this goal by working in partnership with transport- and distribution service operators (T/DSOs) and use their damage data system/electric grid layers as well as the expertise of the consortium in identifying both economically sensitive parts of the electricity grid and prospective regional hotspots of damaging meteorological extremes.
Das Projekt "Untersuchung und Bewertung des Detrimentbegriffs im Strahlenschutz" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Hochschule Mittelhessen (THM), Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz durchgeführt. Die Internationale Strahlenschutzkommission ICRP definiert in ihren Empfehlungen ICRP 103 ein Maß für das strahleninduzierte Zusatzrisiko für stochastische Strahlenwirkungen, das so genannte 'Detriment' (Schadensmaß). Hierbei handelt es sich um eine mehrfach gewichtete Größe, in die neben den Risikokoeffizienten auch Wichtungsfaktoren eingehen, die unabhängig von der Strahlung sind. Im Rahmen des Vorhabens werden die zu Grunde liegenden Konzepte unter Berücksichtigung der zeitlichen Entwicklung strahlungsunabhängiger Gesundheitsparameter kritisch untersucht und bewertet. Es wird geprüft, ob es relevante alternative Konzepte gibt. Ziel ist es, die Voraussetzung zu schaffen, das Konzept an den aktuellen wissenschaftlichen Stand anzupassen.
Das Projekt "NELAK" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Zürich, Geographisches Institut durchgeführt. Glaciers in high-mountain regions are rapidly shrinking. As a consequence, a considerable number of new lakes form in closed depressions of glacier-bed topography and existing lakes tend to grow larger. The transdisciplinary research project NELAK within the National Research Programme 61 on sustainable water management treats the questions where and when new lakes are likely to form in the Swiss Alps, what their characteristics (depth, volume, moraine/bedrock) are likely to be and how the related potentials (tourism, energy production, flood protection) and risks (outbursts, impact waves from slope instabilities) can best be assessed and managed in an integrative way. Legal questions are also treated (who owns the new lakes, who is responsible for them, who can use them under what conditions, etc.). A special study is devoted to questions of realistically dealing with risks from impact waves - a risk involving the combination of large damage potential and low but increasing probability.
Das Projekt "Ein neuer Ansatz zur Abschätzung des Schadenspotentials von Vb-Wetterlagen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit durchgeführt. Zu den 'Vb-Wetterlagen' zählen Sturmsysteme mit erheblichem Schadenspotential. Sie treten als Folge des Klimawandels besonders im Frühling und Herbst zunehmend auf und sind häufig von Starkregenereignissen mit Hochwassergefahr begleitet. Bisher ist nur eine kurzfristige Vorhersage dieser Sturmsysteme möglich. Im Rahmen des Vorhabens soll eine mittelfristige Vorhersage erarbeitet werden, um vorsorgende und konkrete Anpassungsmaßnahmen treffen zu können.
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