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Errichtung und Betrieb einer Klärschlammverwertungsanlage (KVA) in 12529 Schönefeld; Vorhaben-ID Süd-G02321

Die Firma Berliner Wasserbetriebe AöR, Neue Jüdenstraße 1 in 10179 Berlin beantragt die Genehmigung nach § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BlmSchG), auf dem Grundstück in 12529 Schönefeld OT Waßmannsdorf in der Gemarkung Waßmannsdorf, Flur 3, Flurstück 45 eine Klärschlammverwertungsanlage zu errichten und zu betreiben. Bestandteile der zukünftigen Klärschlammverwertungsanlage sind eine Klärschlammverbrennung mit einer Kapazität von 10,2 Tonnen pro Stunde, eine Klärschlamm- und Rechengutlagerung von 8 730 m3 und eine Klärschlammtrocknung mit einer Kapazität von 1 112,64 Tonnen pro Tag. Die Anlage ist mit folgenden Betriebseinheiten geplant: BE1 Maschinelle Schlammentwässerung BE2 Schlammbereitstellung BE3 Schlammtrocknung und Brüdenkondensation BE4 Nebenanlagen Schlammaufbereitung BE5 Schlammverbrennung BE6 Abhitzeverwertung BE7 Rauchgasreinigung BE8 Abluftbehandlung BE9 Wasseraufbereitung BE10 Brüdenkondensatbehandlung BE11 Abwassersystem BE12 Nebenanlagen Rauchgasreinigung BE13 Chemikalienlager BE14 Peripherieanlagen BE15 Elektrische Systeme und Einrichtungen. Für das Vorhaben wurde eine erste Teilgenehmigung nach § 8 BlmSchG beantragt. Die erste Teilgenehmigung umfasst dabei die Errichtung einschließlich der Funktionsprüfung aller baulichen Anlagenteile und der dazugehörigen Anlagentechnik mit Ausnahme der Anlagenteile, die der Betriebssicherheitsverordnung unterliegen. Gegenstand einer weiteren Teilgenehmigung sollen die Errichtung der Dampfkesselanlage sowie der Betrieb der Gesamtanlage sein. Darüber hinaus wird eine Zulassung vorzeitigen Beginns gemäß § 8a BImSchG beantragt. Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Anlage der Nummern 8.1.1.3 GE, 8.10.2.1 GE und 8.12.2 V des Anhangs 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. BImSchV) sowie um ein Vorhaben nach Nummer 8.1.1.2 X der Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Für das Vorhaben besteht somit die Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Das Vorhaben fällt weiterhin gemäß § 3 der 4. BImSchV unter die Industrieemissions-Richtlinie. Für das Vorhaben wurde darüber hinaus eine wasserrechtliche Erlaubnis gemäß §§ 8 und 9 in Verbindung mit § 10 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) zur Benutzung eines Gewässers bei der unteren Wasserbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald beantragt. Gegenstand dieses Verfahrens ist die Versickerung von Niederschlagswasser. Die Inbetriebnahme der Anlage ist im September 2024 vorgesehen. Der für den 09.03.2022 vorgesehene Erörterungstermin wurde ersatzlos abgesagt.

Monitoring von Klärschlammaschen

Von den etwa zwei Millionen Tonnen Klärschlamm, die jährlich in Deutschland anfallen, wird aktuell knapp die Hälfte landwirtschaftlich verwertet, während der Rest entweder in Monoverbrennungsanlagen oder in Kohlekraftwerken und Zementfabriken verbrannt wird. Der direkte Einsatz des Klärschlamms in der Landwirtschaft<BR>wird aufgrund der Belastung mit Schwermetallen und insbesondere mit organischen Schadstoffen zunehmend kritisch gesehen, auch von der Politik. So sieht beispielsweise der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung vor. Der Anteil der Verbrennung an der Klärschlammentsorgung dürfte deshalb in Zukunft zunehmen. Während bei der Verbrennung zwar die organischen Schadstoffe nahezu vollständig abgebaut werden, gehen die im Schlamm enthaltenen Wertstoffe - insbesondere Phosphor - dem Wirtschaftskreislauf dauerhaft verloren, da die Aschen bisher hauptsächlich deponiert oder zum Bergversatz genutzt werden. Um das Rückgewinnungspotential für Wertstoffe aus Klärschlammaschen bewerten zu können, wurden in einem Vorhaben des Umweltforschungsplans fast sämtliche in Deutschland anfallenden Klärschlammaschen (KSA) aus 24 Monoverbrennungsanlagen über einen Zeitraum von einem Jahr beprobt und grundlegend charakterisiert. Es wurde festgestellt, dass in knapp 300.000 Tonnen Klärschlammasche pro Jahr etwa 19.000 Tonnen Phosphor enthalten, was 13 Prozent der Phosphormenge entspricht, die in Deutschland jährlich für Mineraldünger benötigt wird. Diese Menge könnte schon heute aus Aschen zurückgewonnen werden, die bei der separaten Verbrennung von <BR>Klärschlamm (Monoverbrennung) anfallen. Das Rückgewinnungspotential anderer Rohstoffe wie seltene Erden ist dagegen eher gering.Quelle: Krüger, Oliver; Roskosch, Andrea; Adam, Christian: Monitoring von Klärschlammaschen / Oliver Krüger ; Andrea Roskosch ; Christian Adam. - graph. Darst. In: ReSource : Abfall, Rohstoff, Energie ; Fachzeitschrift für nachhaltiges Wirtschaften. - (2014), H. 3, S. 8

Thermische Behandlung

In Abfallverbrennungsanlagen wird ein breites Spektrum von Abfällen thermisch behandelt. Je nach Art der zu behandelnden Abfälle stehen unterschiedliche Anlagen zur Verfügung. Neben einer Verbrennung von Abfällen in Hausmüll-, Sonderabfall- oder Klärschlammverbrennungsanlagen, können insbesondere heizwertreiche Abfälle in EBS-Kraftwerken energetisch verwertet oder in Zement- bzw. Kraftwerken als Ersatz für Regelbrennstoffe mitverbrannt werden. Thermische Behandlung von Siedlungsabfällen - Hausmüllverbrennung In Nordrhein-Westfalen werden 16 Hausmüllverbrennungsanlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen wie Haus-, Sperrmüll und hausmüllähnlicher Gewerbeabfälle betrieben. Eine Aufbereitung der angelieferten Abfälle ist im Allgemeinen nicht erforderlich. Zur Homogenisierung werden die Abfälle zunächst in einem Müllbunker gemischt und mit Brückenkränen über eine Beschickungseinrichtung in den Feuerraum befördert. Hausmüllverbrennungsanlagen werden in der Regel mit einer Rostfeuerung (u.a. Walzenrost, Vorschubrost) betrieben, bei der die Abfälle während der Verbrennung z.B. über sich langsam drehende Walzen weitertransportiert werden. Am Rostende wird die Schlacke über einen Entschlacker ausgetragen. Da bei der Verbrennung unterschiedliche gas- und partikelförmige Emissionen entstehen, werden die Abgase in einer nachgeschalteten Rauchgasreinigung gereinigt. Die Abscheidung der Luftschadstoffe erfolgt in der Regel in mehrstufigen Verfahrensschritten: Staubabscheidung (z.B. Gewebefilter, Elektrofilter) Abscheidung saurer Schadstoffe (nasse, trockene, quasitrockene Verfahren) Entstickung (SCR-, SNCR-Verfahren) Abscheidung von Schwermetallen, Dioxinen und Furanen (z.B. Aktivkohlefilter) Bei der thermischen Behandlung von Abfällen fallen Rückstände aus der Verbrennung und der Rauchgasreinigung an, die je nach Schadstoffgehalt verwertet oder beseitigt werden. Zur Rückgewinnung von Metallen und Nicht-Eisen-Metallen werden Schlacken aus der Hausmüllverbrennung aufbereitet und können anschließend u.a. im Straßen- und Wegebau verwertet werden. Kesselaschen und Stäube sowie Salze aus der nassen Rauchgasreinigung und feste Reaktionsprodukte werden größtenteils im Untertageversatz verwertet. Beladene Aktivkohle kann durch geeignete Aufbereitungsverfahren regeneriert oder in Verbrennungsanlagen thermisch verwertet werden. Eine effiziente Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie wird unter dem Aspekt des Klima- und Ressourcenschutzes immer wichtiger. Hausmüllverbrennungsanlagen wurden in der Vergangenheit vielfach zu sogenannten Waste-to-Energy-Anlagen (WtE-Anlagen) umgerüstet, die Energie in Form von Dampf, Strom und/oder Fernwärme auskoppeln. Die Mehrheit der nordrhein-westfälischen Müllverbrennungsanlagen nutzt die im Abfall enthaltene Energie nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt sowohl elektrische Energie als auch Fernwärme. Sonderabfallverbrennung In NRW werden 11 Sonderabfallverbrennungsanlagen zur thermischen Behandlung von Sonderabfällen oder Rückständen aus industriellen Produktionsprozessen betrieben. Da für die Verbrennung von Sonderabfällen eine höhere Temperatur als bei der Hausmüllverbrennung erforderlich ist, werden in Sonderabfallverbrennungsanlagen Drehrohröfen eingesetzt. Drehrohröfen gewährleisten lange Verweilzeiten und hohe Verbrennungstemperaturen und ermöglichen somit einen möglichst hohen Ausbrand. Ein weiterer Vorteil ist, dass Abfälle unterschiedlicher Konsistenz (fest, pastös oder flüssig) und Zusammensetzung verbrannt werden können. Klärschlammverbrennung Zur Verbrennung kommunaler Klärschlämme oder von Schlämmen aus der industriellen Abwasserreinigung werden in NRW 9 Klärschlammverbrennungsanlagen betrieben. Vor der Verbrennung werden die Klärschlämme entwässert und/oder getrocknet, um den Wassergehalt zu reduzieren. In Klärschlammverbrennungsanlagen kommt in der Regel eine Wirbelschichtfeuerung zum Einsatz, bei der die Verbrennungsluft z.B. durch Düsen am Boden zugeführt wird und mit dem Bettmaterial, z.B. aus Quarzsand und Asche, ein Wirbelbett bildet. Die intensive Durchmischung von Brennstoff, Sand und Asche ermöglicht einen guten Ausbrand der Abfälle. Klärschlämme können auch in Hausmüllverbrennungsanlagen, Kraft- oder Zementwerken mitverbrannt werden. Hierbei werden die Schlämme nach einer Entwässerung anderen Abfällen oder Regelbrennstoffen zugegeben. EBS-Kraftwerke In NRW werden 2 EBS-Kraftwerke zur thermischen Verwertung von Ersatzbrennstoffen betrieben. Ersatzbrennstoffe sind heizwertreiche Abfälle, die gesondert gesammelt oder speziell aufbereitet werden, um sie als Ersatz für Regelbrennstoffe einzusetzen. EBS-Kraftwerke werden meist als Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen an Industriestandorten betrieben, um die erzeugte Energie für energieintensive Prozesse nutzen können. Mitverbrennung von Abfällen Neben den Abfallverbrennungsanlagen tragen auch Kraftwerke und energieintensive Produktionsanlagen wie Zement- und Kalkwerke dazu bei, Abfälle energetisch zu nutzen. Insbesondere heizwertreiche Abfälle wie Altreifen, Altholz und aus Abfällen gewonnene Sekundärbrennstoffe stehen im Blickpunkt der Anlagenbetreiber, da diese Kostenvorteile gegenüber der Nutzung von Primärbrennstoffen (Kohle, Öl, Gas) bieten können. Die für eine Mitverbrennung von Abfällen in Betracht kommenden Anlagen sind in der Regel nicht für die Verbrennung von Abfällen sondern von Primärbrennstoffen konzipiert worden.

Detektion, Quantifizierung und Entfernung von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Grundwasser

Das Projekt "Detektion, Quantifizierung und Entfernung von Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Grundwasser" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Duisburg-Essen, Abteilung Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik , Wassertechnik durchgeführt. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind synthetische, persistente und toxische organische Schadstoffe aus anthropogenen Quellen, die aufgrund ihrer trägen chemischen Stabilität und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen den Abbau durch Hitze oder Säuren in verschiedenen Produkten und Industrien in großem Umfang verwendet werden. Ultrakurze PFAS können natürliche und anthropogene Barrieren durchdringen und schließlich in Trinkwasserquellen gelangen. Die meisten gängigen Trinkwasseraufbereitungsverfahren entfernen sie nicht ausreichend. Daher gibt es eine Wissenslücke bei der Erkennung und Entfernung von kurz- und ultrakurzkettigen PFAS. DEFEAT-PFAS verfolgt das Ziel, Wissenslücken über Nachweis, Quantifizierung und Entfernung von PFAS, insbesondere in Bezug auf kurz- (C4-C7) und ultrakurzkettige (C1-C3) PFAS, in kontaminiertem Grundwasser schließen. DEFEAT-PFAS ist ein Verbundprojekt zwischen Forschern der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU). Als Teilvorhaben in DEFEAT-PFAS verfolgt DEFEAT-PFAS-Treat insbesondere das Ziel der Entfernung der PFAS aus dem Umweltkreislauf mittels dem neuartigen Membranverfahren CCRO (Umkehrosmose im Batchbetrieb mit geschlossenem Kreislauf) sowie der Behandlung der entstehenden Konzentrate mittels speziellen Koagulations-/Fällungsmitteln (PerfluorAd®) und magnetisierter Pulverkohle (MPAC). Auf diese Weise sollen die PFAS durch Anlagerung an Feststoffe aus dem Wasserkreislauf entnommen werden. Eine weitergehende Entwässerung des entstehenden Schlamms soll überprüfen, ob eine Rückführung des hierbei produzierten Wassers möglich ist, ohne die Effizienz des Gesamt-Prozesses zu beeinträchtigen. Die anschließend erforderliche Verbrennung des Schlamms kann mit herkömmlichen Technologien erfolgen und ist nicht Gegenstand von DEFEAT-PFAS.

Adsorptive Abwasserreinigung

Das Projekt "Adsorptive Abwasserreinigung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Fachbereich 10 Verfahrenstechnik, Institut für Chemieingenieurtechnik durchgeführt. Die adsorptive Abwasserreinigung gewinnt zunehmend an Bedeutung als Ergaenzung zu biologischen Reinigungsverfahren: Insbesondere bei hochbelasteten Abwaessern muss man damit rechnen, dass die biologische Reinigung allein nicht zum Ziel fuehrt. Die adsorptive Nachreinigung der biologisch vorgereinigten Abwaesser ist vom wirtschaftlichen Standpunkt dann in Betracht zu ziehen, wenn es gelingt, auf eine Regenerierung des Adsorptionsmittels entweder zu verzichten oder mit besonders einfachen Verfahren durchzufuehren. Im Rahmen des Projekts wird als Adsorptionsmittel Braunkohlenkoks verwendet. Dieser Braunkohlenkoks ist im Vergleich zur Aktivkohle ausserordentlich preiswert. In einem neuen verfahrenstechnischen Geraet der mehrstufigen Wirbelschicht mit kontinuierlichem Durchlauf von Wasser und Adsorbern soll die Beladung des Braunkohlenkokses untersucht werden. Auf eine Regenerationsstufe wird verzichtet, da der Koks als Brennstoff fuer die Verbrennung des bei der Abwasserreinigung anfallenden Schlamms verwendet wird. Die mit diesem Verfahren zusammenhaengenden Fragen sollen im Rahmen des Projekts geklaert werden.

Teilprojekt 1 (Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation)

Das Projekt "Teilprojekt 1 (Deutsch-Israelische Wassertechnologie-Kooperation)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Duisburg-Essen, Abteilung Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik , Wassertechnik durchgeführt. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind synthetische, persistente und toxische organische Schadstoffe aus anthropogenen Quellen, die aufgrund ihrer trägen chemischen Stabilität und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen den Abbau durch Hitze oder Säuren in verschiedenen Produkten und Industrien in großem Umfang verwendet werden. Ultrakurze PFAS können natürliche und anthropogene Barrieren durchdringen und schließlich in Trinkwasserquellen gelangen. Die meisten gängigen Trinkwasseraufbereitungsverfahren entfernen sie nicht ausreichend. Daher gibt es eine Wissenslücke bei der Erkennung und Entfernung von kurz- und ultrakurzkettigen PFAS. DEFEAT-PFAS verfolgt das Ziel, Wissenslücken über Nachweis, Quantifizierung und Entfernung von PFAS, insbesondere in Bezug auf kurz- (C4-C7) und ultrakurzkettige (C1-C3) PFAS, in kontaminiertem Grundwasser schließen. DEFEAT-PFAS ist ein Verbundprojekt zwischen Forschern der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU). Als Teilvorhaben in DEFEAT-PFAS verfolgt DEFEAT-PFAS-Treat insbesondere das Ziel der Entfernung der PFAS aus dem Umweltkreislauf mittels dem neuartigen Membranverfahren CCRO (Umkehrosmose im Batchbetrieb mit geschlossenem Kreislauf) sowie der Behandlung der entstehenden Konzentrate mittels speziellen Koagulations-/Fällungsmitteln (PerfluorAd®) und magnetisierter Pulverkohle (MPAC). Auf diese Weise sollen die PFAS durch Anlagerung an Feststoffe aus dem Wasserkreislauf entnommen werden. Eine weitergehende Entwässerung des entstehenden Schlamms soll überprüfen, ob eine Rückführung des hierbei produzierten Wassers möglich ist, ohne die Effizienz des Gesamt-Prozesses zu beeinträchtigen. Die anschließend erforderliche Verbrennung des Schlamms kann mit herkömmlichen Technologien erfolgen und ist nicht Gegenstand von DEFEAT-PFAS.

Forschungsprojekt Klaerschlamm

Das Projekt "Forschungsprojekt Klaerschlamm" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz durchgeführt. Klaerschlamm ist das wichtigste Nebenprodukt der Abwasserreinigung. Man hatte lange gehofft, den ausgefaulten Klaerschlamm als Duenger verwenden und die Schlamminhaltsstoffe so wieder in die Naturkreislaeufe zurueckfuehren zu koennen. Die Schadstoffe, die der Schlamm enthaelt, Schwermetalle und xenobiotische organ. Verbindungen stellen jedoch die landwirtschaftl. Wiederverwertung des Schlamms immer mehr in Frage. Es gibt keine Rezepte fuer die Verwertung oder 'Beseitigung' des Schlammes. Die anaerobe Ausfaulung hat sich fast ueberall durchgesetzt. Fuer die meisten Beseitigungsarten braucht es zusaetzliche Behandlungsverfahren. Sowohl die Verbrennung als auch die Deponierung des Schlammes sind mit signifikanten Umweltbelastungen (Belastung der Atmosphaere mit Schwermetallen, Verbrennungsprodukten; Infiltration von Schadstoffen in Grundwasser und Gewaessern) verbunden. Die Verfahrenstechnik Schlamm (biol. Stabilisierung, Flockung, Elutriation, Hygienisierung, Entwaesserungs- und Filterungsprozesse) ist sehr vielseitig. Leider fehlen der EAWAG bisher die Mittel zur Aneignung einer umfassenden Kompetenz in diesen Techniken.

Klaerschlammkonzept fuer Niederoesterreich

Das Projekt "Klaerschlammkonzept fuer Niederoesterreich" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Wien, Institut für Wassergüte und Landschaftswasserbau durchgeführt. In relativ kurzer Zeit wurde es unmoeglich, Klaerschlamm landwirtschaftlich zu verwerten. Die Entwaesserung und Verbringung von Klaerschlamm auf Deponien wuerde das gesamte zur Verfuegung stehende Deponievolumen beanspruchen, die flaechendeckende Entwaesserung, Verbringung und Inertisierung (Veraschung und Herstellung einer wasserunloeslichen Schlacke) waere mit sehr hohen Kosten verknuepft und wuerde auch noch ca 20 Prozent des derzeitigen Deponievolumens beanspruchen. Klaerschlamm faellt jedoch wegen der Verpflichtung zur Abwasserreinigung weiter an und muss wegen der Massenerhaltung irgendwohin verfrachtet werden. Um diesen vielfach vernetzten Fragenkreis zu klaeren, wurde eine Studie initiiert, die gemeinsam mit der Universitaet fuer Bodenkultur abgewickelt wird.

Teilvorhaben: Fertigung und Optimierung einer Wirbelfeuerung-Pilotanlage zur dezentralen Klärschlammverbrennung

Das Projekt "Teilvorhaben: Fertigung und Optimierung einer Wirbelfeuerung-Pilotanlage zur dezentralen Klärschlammverbrennung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Spanner Re2 (Renewable Energy Experts) GmbH durchgeführt. Im beantragten Projekt soll die umweltgerechte, energetische Klärschlammverwertung in einer Wirbelfeuerung für kommunale Kläranlagen der Größenklasse 4a mit 10.000-50.000 Einwohnerwerten am Beispiel des Standortes Haßfurt erprobt und demonstriert werden. Durch die Novellierung der Klärschlammverordnung ergibt sich ein erhöhter Bedarf an Monoverbrennungskapazitäten. Als dezentrales Verfahren zur Klärschlammverbrennung kann die Wirbelfeuerungstechnologie einen wichtigen ökologischen Beitrag leisten. Das breite Einsatzspektrum verwertbarer Brennstoffe der patentierten Technik erlaubt eine Flexibilisierung der Energiebereitstellung durch den Einsatz weiterer biogener Reststoffe, um Schwankungen in der Brennstoffbereitstellung abzufangen und störende Auswirkungen auf die lokale Energieversorgung zu verhindern. Prozessseitige Vorteile bietet die emissionstechnische Optimierung durch Etablierung unterschiedlicher Verbrennungszonen zur primärseitigen Absenkung von Stickoxidemissionen. Durch Additivierung des Klärschlamms kann eine Schadstoffminderung der Aschen direkt im Feuerraum erreicht werden. Auf dieser Basis ist die Erzeugung eines geeigneten Edukts für ein künftiges Phosphor-Recycling möglich. Die Technik der Wirbelfeuerung ist bereits im Prototyp für Klärschlamm erprobt, jedoch bisher nicht in die Praxis umgesetzt. Die technische Zielsetzung des Projekts umfasst die Konzeption, Umsetzung, Inbetriebnahme, technische Prüfung/Optimierung und langfristige Demonstration einer Wirbelfeuerung als modulares Verbrennungsaggregat für Klärschlamm. Die Ergebnisse dienen der Etablierung dieses dezentralen Verwertungsverfahrens für Klärschlamm und weitere biogene Reststoffe, mit vollständiger Einkopplung der Prozesswärme in die Infrastruktur der Kläranlage, zur Trocknung der Schlämme und Beheizung der Betriebsgebäude. Ziel ist eine autarke Energieversorgung der Kläranlage durch die intelligente und flexible Kombination der Klärschlammverbrennung mit der Klärgasverstromung.

Teilvorhaben: Integration der Feuerung in den Kläranlagenbestand. Wissenschaftlich-messtechnische und ökonomische Bewertung des Vorhabens.

Das Projekt "Teilvorhaben: Integration der Feuerung in den Kläranlagenbestand. Wissenschaftlich-messtechnische und ökonomische Bewertung des Vorhabens." wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, Institut für Energietechnik IfE GmbH durchgeführt. Im beantragten Projekt soll die umweltgerechte, energetische Klärschlammverwertung in einer Wirbelfeuerung für kommunale Kläranlagen der Größenklasse 4a mit 10.000-50.000 Einwohnerwerten am Beispiel des Standortes Haßfurt erprobt und demonstriert werden. Durch die Novellierung der Klärschlammverordnung ergibt sich ein erhöhter Bedarf an Monoverbrennungskapazitäten. Als dezentrales Verfahren zur Klärschlammverbrennung kann die Wirbelfeuerungstechnologie einen wichtigen ökologischen Beitrag leisten. Durch das breite Brennstoffband der patentierten Technik wird zudem eine Flexibilisierung der Energiebereitstellung durch den Einsatz weiterer biogener Reststoffe erreicht, um Schwankungen in der Brennstoffbereitstellung abzufangen und störende Auswirkungen auf die lokale Energieversorgung zu verhindern. Prozessseitige Vorteile bietet die emissionstechnische Optimierung durch Etablierung unterschiedlicher Verbrennungszonen zur primärseitigen Absenkung von Stickoxid- Emissionen. Geplante Untersuchungen zur direkten Additivierung des Klärschlamms erlauben eine Schadstoffminderung der Aschen direkt im Feuerraum und dadurch die Erzeugung eines geeigneten Edukts für ein künftiges Phosphor-Recycling. Die Technik der Wirbelfeuerung ist bereits im Prototyp für Klärschlamm erprobt, jedoch bisher nicht in die Praxis umgesetzt. Die technische Zielsetzung des Projekts umfasst die Konzeption, Umsetzung, Inbetriebnahme, technische Prüfung/Optimierung und langfristige Demonstration einer Wirbelfeuerung als modulares Verbrennungsaggregat für Klärschlamm. Die Ergebnisse dienen der Etablierung dieses dezentralen Verwertungsverfahrens für Klärschlamme und weitere biogene Reststoffe, mit vollständiger Einkopplung der Prozesswärme in die Infrastruktur der Kläranlage, zur Trocknung der Schlämme und Beheizung der Betriebsgebäude. Ziel ist die autarke Energieversorgung der Kläranlage durch intelligente und flexible Kombination der Klärschlammverbrennung mit der Stromerzeugung aus Klärgas.

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