Wenn Hitzeperioden Nächte unerträglich machen oder Starkregen Straßen überflutet, spüren die Menschen in Nordrhein-Westfalen unmittelbar die Folgen des globalen Klimawandels. Der Handlungsbedarf in Städten und Gemeinden steigt. Nordrhein-Westfalen hat dafür bereits 2021 als erstes Bundesland ein Klimaanpassungsgesetz verabschiedet. Seit Juli 2024 gilt auch auf Bundesebene ein solches Gesetz. Das Land entwickelt sein Gesetz auf Basis dieser Vorgaben nun weiter. Ziel ist es, Klimarisiken wie Hitze oder Starkregen vor Ort systematisch zu erfassen und Maßnahmen gezielt zu planen und bei Investitionen zu berücksichtigen. Umweltminister Oliver Krischer: „Klimaanpassung entscheidet sich vor Ort in den Wohnvierteln, auf Schulhöfen oder in den Grünflächen. Mit verlässlichen Daten, klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen und gezielter Unterstützung helfen wir den Kommunen, ihre Bevölkerung besser vor den Folgen von Hitze, Starkregen und anderen Klimarisiken zu schützen.“ Da diese neue Aufgabe für die Kommunen mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist, stellt das Land ihnen insgesamt 20 Millionen Euro für die Erstellung eigener Klimaanpassungskonzepte zur Verfügung. Zugleich ist Klimaanpassung verbindlich in öffentlichen Planungen verankert. Das Berücksichtigungsgebot stellt sicher, dass etwa bei Infrastrukturprojekten oder der Stadtentwicklung die Folgen des Klimawandels frühzeitig einbezogen werden. So lassen sich spätere Schäden und zusätzliche Kosten vermeiden. Darüber hinaus verankert das Land die Kommunalberatung Klimafolgenanpassung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) dauerhaft im Gesetz. Städte und Gemeinden erhalten damit langfristig Unterstützung durch Daten, Beratung, Förderinformationen und die Vernetzung untereinander. Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt die aktuelle Klimaanalyse NRW 2026 des LANUK: Rund 7,5 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen leben in Siedlungsbereichen mit dringendem Handlungsbedarf. Das entspricht knapp 42 Prozent der Landesbevölkerung. Grundlage dieser Einordnung sind Modellierungen zur nächtlichen thermischen Belastung der Bevölkerung an einem typischen und einem extremen Sommertag. Die Analyse macht landesweit sichtbar, wo Hitzeinseln besonders stark ausgeprägt sind und wo Kommunen priorisieren sollten, um sich an die Klimaveränderungen anzupassen. Die Analyse liefert ihnen und den Planungsbehörden eine deutlich verbesserte Daten-Grundlage. Im Vergleich zur ersten landesweiten Klimaanalyse aus dem Jahr 2018 wurde die Untersuchung grundlegend weiterentwickelt. Die Modellierungen erfolgten nun in einer räumlichen Auflösung von 25 mal 25 Metern statt wie zuvor in einer Auflösung von 100 mal 100 Metern. Damit ist die neue Analyse 16-fach höher aufgelöst. Kleinräumige Unterschiede innerhalb von Städten und Gemeinden werden dadurch deutlich besser sichtbar. Wo sich Hitze besonders staut, wo Freiräume kühlend wirken und wo planerische Eingriffe besonders notwendig sind, lässt sich damit wesentlich genauer erkennen. LANUK-Präsidentin Elke Reichert: „Die höhere Auflösung ist für die kommunale Praxis ein entscheidender Fortschritt, da sie eine deutlich bessere Bewertung auf lokaler Ebene ermöglicht. Je genauer erkennbar ist, wo Belastungen entstehen und wo klimatisch wirksame Strukturen erhalten oder gestärkt werden müssen, desto konkreter können Maßnahmen ausgestaltet und begründet werden.“ Neu sei zudem die Betroffenheitsanalyse, erläuterte Elke Reichert. „Die Klimaanalyse betrachtet nicht nur, wo es besonders heiß wird, sondern auch, wo Menschen leben, die gegenüber Hitze besonders empfindlich sein können.“ Dafür habe das LANUK kleinräumige Bevölkerungsdaten, beispielsweise zu hochaltrigen Menschen und Kleinkindern, ausgewertet und mit hitzebelasteten Bereichen überlagert. Ergänzend sei die durchschnittliche Nettokaltmiete als Annäherungswert für Armutsgefährdung eingeflossen, um Mehrfachbelastungen räumlich besser sichtbar zu machen. „So konnten wir Quartiere identifizieren, für die Klimaanpassungsmaßnahmen eine hohe Priorität haben sollten“, erklärte Elke Reichert. Wie Klimaanpassung umgesetzt wird, zeigt zum Beispiel die Stadt Soest. Die Kommune nutzt Förderangebote des Landes und setzt Maßnahmen Schritt für Schritt vor Ort um. „Die Klimaanpassung steigert sowohl den Schutz als auch die Lebensqualität der Menschen“, erklärt Soests Bürgermeister Marcus Schiffer. „Deshalb haben wir uns in Soest schon 2016 auf den Weg gemacht und ein Klimaanpassungskonzept erstellt, das wir seitdem Schritt für Schritt nicht nur umsetzen, sondern auch weiterentwickeln.“ Dafür konnte die Stadt Soest an vielen Stellen die wertvollen Geodaten des LANUK nutzen, um zu analysieren, wo im Stadtgebiet in Sachen Starkregen, Hochwasser und Hitzebelastung Handlungsbedarf besteht. Unter anderem wurde auf diese Weise als Grundlage der Stadtplanung ein digitaler Klimazwilling der Stadt erstellt und Soest nahm als eine der ersten Kommunen erfolgreich am European Climate Award teil. Bürgermeister Marcus Schiffer: „Mittlerweile haben wir viele sehr konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt – wir verschatten Spielplätze und Innenstadtplätze, wir begrünen die Dächer unserer Stadtbücherei und entsiegeln Schulhöfe, wir bieten privaten Haushalten Förderprogramme für die Umwandlung von Schottergärten oder Fassadenbegrünung an. Viele Maßnahmen konnten wir auch mit Fördermitteln des Landes umsetzen. Diesen Weg wollen wir weitergehen.“ Soest sieht sich heute „als Vorreiterkommune in dem Vorreiterland Nordrhein-Westfalen“. Das Beispiel Soest zeigt, dass auch kleine und mittelgroße Kommunen Klimaanpassung können. Marcus Schiffer: „Unsere Erfahrung zeigt, dass Kommunen dafür präzise Datengrundlagen und Expertise brauchen. Diesen wichtigen Part übernimmt das LANUK.“ Nordrhein-Westfalen hat 2021 als erstes Bundesland ein Klimaanpassungsgesetz eingeführt und entwickelt dieses nun weiter. Auf Bundesebene gibt es seit 2024 ein eigenes Klimaanpassungsgesetz. Die NRW-Novelle in 2026 stärkt die rechtliche Grundlage, schafft neue Instrumente und sorgt für eine einheitliche Umsetzung von Klimaanpassung auf verschiedenen Ebenen. Zwischen 2020 und 2026 hat das Land bereits rund 200 Millionen Euro bereitgestellt, damit Kommunen Klimaanpassung vor Ort wirksam umsetzen können. Dafür wurden im EFRE-Förderaufruf „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ in bislang drei Einreichungsrunden rund 60 Millionen Euro bewilligt. Für kleinere Maßnahmen stehen zusätzlich 13,1 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden dabei ganz konkrete Maßnahmen vor Ort, etwa die Entsiegelung befestigter Flächen, die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie Anlagen zur Regenwasserversickerung und -speicherung nach dem Schwammstadt-Prinzip. Ergänzt wird dies durch weitere Förderprogramme mit einem Volumen von rund 128 Millionen Euro, mit denen bereits zahlreiche Projekte in Kommunen angestoßen werden konnten. Klimaatlas NRW Klimaanpassungsgesetz Förderangebote für Klimaanpassung Coole Orte in Soest Die neue Klimaanalyse zeigt, in welchen Siedlungsbereichen sich in Nordrhein-Westfalen an Sommertagen und in den damit verbundenen warmen Nächten besonders stark aufheizt, wo kühlende Luftströme aus Freiräumen ausgleichend wirken und wo daraus konkreter Handlungsbedarf entsteht. Die wichtigste Zahl dabei ist: Rund 7,5 Millionen Menschen in NRW leben in Siedlungsbereichen, in denen dringender Handlungsbedarf besteht. Damit sind Bereiche gemeint, die vor allem nachts durch Wärmebelastung und mangelnde Abkühlung gekennzeichnet sind und die deshalb aus fachlicher Sicht für die Klimaanpassung besonders relevant sind. Die Analyse ist wichtig, da Hitze im Alltag nicht überall gleich wirkt. In dicht bebauten und stark versiegelten Quartieren bleibt es nachts oft deutlich wärmer als im Umland. Genau diese Unterschiede macht die Klimaanalyse landesweit sichtbar und ermöglicht somit erstmals einen tiefen Einblick in die Situation in ganz NRW. Die Karten stehen grundsätzlich auch der Öffentlichkeit zur Verfügung, ihr größter praktischer Nutzen liegt jedoch bei Städten, Gemeinden, Kreisen, der Regionalplanung, Fachbüros sowie bei Klimamanagerinnen und Klimamanagern. Für diese Zielgruppen sind die Daten eine Arbeitsgrundlage, um Klimaanpassungskonzepte zu entwickeln, Maßnahmen zu priorisieren und bestehende Planungen fachlich abzusichern. Dass dieser Bedarf real ist, zeigen Rückmeldungen aus den Kommunen. Die Veröffentlichung der neuen Klimaanalyse wird bereits seit Längerem nachgefragt, da Gemeinden und Kreise die Daten für ihre laufende Arbeit an Klimaanpassungskonzepten benötigen. Für die breite Öffentlichkeit ist das vor allem deshalb relevant, weil die Karten nachvollziehbar machen, warum bestimmte Maßnahmen vor Ort nötig sind, beispielsweise mehr Grün, weniger Versiegelung oder der Schutz wichtiger Luftleitbahnen. Der wichtigste Fortschritt ist die deutlich höhere räumliche Auflösung. So wurde die neue Klimaanalyse NRW 2026 mit einer Auflösung von 25 mal 25 Metern berechnet. Die erste landesweite Analyse aus dem Jahr 2018 arbeitete hingegen mit einer Auflösung von 100 mal 100 Metern. Damit ist die neue Untersuchung 16-fach höher aufgelöst. Das bedeutet, dass Unterschiede innerhalb von Städten und Quartieren deutlich genauer sichtbar werden. Je höher die Detailtiefe ist, desto besser lassen sich klimatische Belastungen erkennen und desto konkreter können Maßnahmen geplant werden. Hinzu kommen aktuelle Datengrundlagen zu Siedlungs- und Gebäudestrukturen sowie zur Flächennutzung. Erstmals werden kleinräumige Bevölkerungsdaten aus dem Zensus 2022 systematisch einbezogen. Während früher vor allem Einwohnerzahlen auf Gemeindeebene vorlagen, kann die Betroffenheit heute deutlich feiner dargestellt werden – teils im 100-Meter-Raster, teils auf Baublockebene. Die neue Planungshinweiskarte bewertet den Siedlungsraum anhand der nächtlichen Überwärmung. Sie unterteilt den sogenannten Wirkraum in sechs Handlungsprioritäten. Die Stufen 1 und 2 stehen für dringenden Handlungsbedarf. Aus fachlicher Sicht geht es dabei um Gebiete, die stadtklimatisch sanierungsbedürftig sind. Es werden unter anderem mehr Vegetation, zusätzliche Grünflächen, schattenspendende Bäume, Dach- und Fassadenbegrünung, weniger Versiegelung sowie Wasserelemente empfohlen. Besonders wichtig ist die Sicherung oder Schaffung von begrünten Durchlüftungsbahnen. Für Planungen in diesen Bereichen sind klimatische Gutachten erforderlich. Landesweit entfallen 32,5 Prozent der Wirkraumfläche auf diesen dringenden Handlungsbedarf. Die Zahl von 7,5 Millionen betroffenen Menschen bezieht sich genau auf diese Flächen. Damit wird deutlich: Die Analyse beschreibt nicht nur ein abstraktes Klimaproblem, sondern benennt sehr konkret, wo Kommunen zuerst ansetzen sollten. Die Analyse betrachtet nicht nur die Hitzebelastung, sondern auch die Frage, woher nachts kühlere Luft kommt und wie sie in belastete Siedlungsbereiche gelangen kann. Dafür wird in der Nachtsituation zwischen dem Siedlungsraum, in dem die Überwärmung bewertet wird, und dem Freiraum, in dem Kaltluftentstehung und -strömungen untersucht werden, unterschieden. Eine Neuerung sind dabei lokal abgeleitete Kaltluftleitbahnen, also besonders wirksame Wege, über die kühlere Luft in belastete Bereiche gelangen kann. Das ist besonders für die Planung entscheidend. Denn Hitze lässt sich nicht nur durch mehr Verschattung im Quartier mindern, sondern vor allem auch durch den Schutz von Freiräumen und Luftleitbahnen, die für die nächtliche Abkühlung wichtig sind. Die Klimaanalysekarten helfen somit nicht nur dabei, Wärmeinseln zu erkennen, sondern auch zu verstehen, welche Flächen und Strukturen für die Abkühlung erhalten werden müssen. Neu ist, dass die Klimaanalyse nicht nur die heißen Gebiete identifiziert, sondern auch die Orte, an denen Menschen leben, die gegenüber Hitze besonders empfindlich sein können. Zu diesem Zweck wurde eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt. Sie basiert auf Zensus-2022-Daten auf Baublockebene und berücksichtigt unter anderem die Dichte hochaltriger Menschen ab 80 Jahren, die Dichte von Kindern unter 6 Jahren sowie die durchschnittliche Nettokaltmiete in diesen Baublöcken. Diese Informationen werden mit hitzebelasteten Bereichen verschnitten, um Mehrfachbelastungen sichtbar zu machen. Dabei ist wichtig zu wissen: Die Nettokaltmiete ist kein direkter Armutsnachweis, sondern ein Annäherungswert, da kleinräumig ausreichend differenzierte andere Sozialdaten in der benötigten Form nicht vorliegen. Der Nutzen dieser Auswertung liegt darin, besonders sensible Quartiere besser zu erkennen und Klimaanpassungsmaßnahmen dort zu priorisieren, wo Belastung und Empfindlichkeit zusammenkommen. Die Klimaanalyse basiert auf Modellrechnungen mit dem mesoskaligen Klimamodell FITNAH-3D. Es wurden zwei Wetterlagen betrachtet: ein typischer Sommertag, der eine durchschnittliche sommerliche Strahlungswetterlage in NRW abbildet, sowie ein extremer Sommertag, der auf bereits aufgetretenen Höchstwerten basiert. Solche extremen Sommertage treten bisher nur vereinzelt auf. Mit fortschreitendem Klimawandel ist jedoch davon auszugehen, dass solche Tage in Zukunft an der Tagesordnung sein werden. Die Analyse ist somit weder eine Wettervorhersage noch eine Klimaprojektion für ein bestimmtes Zukunftsjahr. Vielmehr zeigt sie, wie sich Hitze unter solchen Wetterlagen auf Grundlage der heutigen Siedlungs- und Freiraumstrukturen räumlich verteilt. Gerade diese Begrenzung ist für eine saubere öffentliche Kommunikation wichtig: Die Karten sagen nicht voraus, wie heiß es an einem bestimmten Tag in einer bestimmten Straße wird. Sie zeigen belastbare räumliche Muster und planerisch relevante Zusammenhänge. Genau darin liegt ihr Wert für Kommunen und Fachplanung. Die Karten der Klimaanalyse NRW 2026 werden im Themenfeld „Planung und Bau” des Klimaatlas NRW veröffentlicht. Dabei wird die bisherige Gesamtbetrachtungskarte durch eine neue Planungshinweiskarte ersetzt. Zu jeder Karte gibt es ergänzend Methodik-Papiere, die die Datengrundlagen und die Vorgehensweise transparent erläutern. Parallel dazu wird ein zusammenfassender Methodik- und Ergebnisüberblick als LANUV-Fachbericht 171 veröffentlicht. zurück
Entsprechend der Flächennutzungsplanung soll hier eine Erweiterung des Schulgeländes in nordöstlicher und südlicher Richtung vorbereitet werden. Der östliche Schulhof wird stattdessen hier aufgegeben; an seiner Stelle soll ein Gemeinschaftsgebäude errichtet werden können, das Nutzungen wie Mensa, Cafeteria, Bibliothek, Jugendtreff und Einrichtungen der Jugendhilfe sowie auch die Möglichkeit zur Durchführung öffentlicher und privater Veranstaltungen beinhalten soll. Diese Anlagen werden durch einen Park eingefasst, der seinerseits Spiel- und Kleinsportanlagen bietet, aber der auch der Erholung und der Abschirmung gegenüber einem anschließenden Wohngebiet dienen soll.
Stadtbäume an Straßen, auf Spielplätzen, Schulhöfen, in Parks oder auf Friedhöfen mit Informationen über Standort, Baumart, Alter, Pflanzdatum oder Umfang von Krone oder Stamm.
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat im Mai 2026 die Agenda Stadt grün-blau veröffentlicht. Im Mittelpunkt diese Handlungsprogramms stehen konkrete Maßnahmen, mit denen Städte Grünflächen stärken und Wasser besser in die Planung integrieren können. Hierbei geht es darum, Hitze in den Städten zu reduzieren, die Gesundheit zu fördern und öffentliche Räume attraktiver zu gestalten. Hierfür soll eine grüne und wassersensible Stadtentwicklung stärker ressort- und fachübergreifend umgesetzt werden Das Handlungsprogramm ist in fünf Fokusthemen gegliedert: Grün-blau vital: Der Fokus richtet sich auf die wassersensible Stadtentwicklung und das Prinzip der Schwammstadt. Grün-blau gesund: Adressiert die Bedeutung von urbanem Grün für Gesundheit und Vorsorge. Grün-blau sozial: Beleuchtet den Beitrag grün-blauer Infrastruktur für soziale Teilhabe, gutes Zusammenleben und Umweltgerechtigkeit. Grün-blau statt grau: Betrachtet die Nutzung von Flächenpotentialen – von Schulhöfen bis zu Straßenräumen - die für grün-blaue Infrastruktur mobilisiert werden können. Grün-blau kompetent: befasst sich mit Querschnittsthemen wie Daten, Digitalisierung und Planungsinstrumenten und soll bis zum Herbst bearbeitet werden. Grünflächen werden hier in verschiedenen Kontexten wie Hitzevorsorge und Kühlung, Starkregenvorsorge, Bodenwasserhaushalt sowie Gesundheit und Wohlergehen und soziale Interaktion und Umweltgerechtigkeit als multifunktionale Räume betrachtet. In den einzelnen Fokusthemen werden konkrete Maßnahmen benannt. Mit Blick auf den Boden bzw. die Nutzung der Flächen in den Städten zeigt das Fokusthema 4 „Grün-blau statt grau – Raumpotenziale neu gewinnen und vernetzen“ konkrete Aktivitäten der Entsiegelung von Böden auf. So sollen im Zuge der Mobilitäts- und Wärmewende zugleich Entsiegelung, Begrünung und Regenwasserbewirtschaftung im Straßenraum gezielt und effizient umgesetzt werden. Dreifache Innenentwicklung und Flächengerechtigkeit sollen Realität werden. Auch die Entsiegelung von Böden auf halböffentlichen und privaten Flächen soll vorangebracht werden. Als wichtige Referenzprojekte der Entsiegelung werden der bundesweite Wettbewerb „Abpflastern“, der Wettbewerb „Tegelwippen“ in den Niederlanden oder die Schweizer Entsiegelungsinitiative „Asphaltknackerinnen“ genannt. Die Agenda knüpft an das "Weißbuch Stadtgrün" des Bundes aus dem Jahr 2017 an, die darauf abzielte, urbanes Grün als gleichwertige, unverzichtbare Infrastruktur in die Stadtentwicklung zu integrieren sowie die Lebensqualität, Gesundheit und den Klimaschutz durch den Erhalt und Ausbau von Grünflächen zu sichern. Agenda Stadt grün-blau Deutschlandweiter Wettbewerb „Abpflastern“ Wettbewerb „Tegelwippen“ in den Niederlanden Projekt „Asphaltknackerinnen“ in der Schweiz Weißbuch Stadtgrün „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“
Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer besucht zwei im Rahmen des Projekts ‚15 grüne Schulhöfe‘ umgestaltete Schulhöfe – Klimaschutzministerium hat Umgestaltung mit je 15.000 Euro gefördert „Grau, versiegelt und heiß statt grün, abwechslungsreich und kühl – das ist leider viel zu oft die Realität auf Schulhöfen. Mit dem Projekt ‚15 grüne Schulhöfe‘ hat sich das Klimaschutzministerium zum Ziel gesetzt, das zu ändern. An den umgestalteten Schulhöfen der Don Bosco Grundschule in Wolsfeld und der Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron sieht man, welches Potenzial in Schulhöfen steckt. Die Begrünung bietet gleichzeitig Raum für Erholung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Anlässe für praxisnahen Unterricht im Freien. Die Grünflächen dienen außerdem dem Klimaschutz und bieten Insekten einen Lebensraum. So wird Klimaschutz sicht- und spürbar“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer. Vor der über die Aktion Grün geförderten Umgestaltung bestand der Schulhof der Don Bosco Grundschule in Wolsfeld aus einer unbeschatteten Teerfläche und einer Rasenfläche. Jetzt befinden sich auf dem Schulhof ein grünes Klassenzimmer, in dem die Schülerinnen und Schüler draußen lernen können, ein Krabbelhügel mit Betonrohren, verschiedene Beete, die unterschiedlichen Insekten Lebensräume bieten, Totholzhabitate, zum Beispiel eine Benjeshecke, und eine Kräuterschnecke als Trockenhabitat. Zusätzlich übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung und können den Schulhof als Schulhofhüterinnen und -hüter im Schulhofcheck mit Rudi Regenwurm aktiv mitgestalten. „Hier lernen sie, wie Bodenqualität, Pflanzen und das Klima zusammenhängen“, so Schulleiterin Dorothee Heser. Bei diesem Prozess wurde die Naturpark-Schule pädagogisch und konzeptionell durch den Naturpark Südeifel unterstützt. Die Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron hatte drei asphaltierte Schulhöfe, von denen seit der Umgestaltung einer begrünt ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier bereits im Rahmen einer Planungswerkstatt ihre Wünsche für die zukünftige Gestaltung ihres Schulhofes einbringen. Nun ist eine Ruhezone mit Beschattung, einer Kräuterspirale, Trockenmauern und Hochbeeten entstanden, die auch Insekten und Eidechsen einen Lebensraum bietet. „Dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Visionen in der Planungswerkstatt selbst einbringen konnten, macht diesen neuen Schulhof zu ‚ihrem‘ Projekt. Wo vorher nur grauer Asphalt war, ist nun ein lebendiger Ort der Ruhe und der Artenvielfalt entstanden. Für uns als Realschule plus ist das nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern ein wichtiger pädagogischer Baustein: Wir zeigen unseren Jugendlichen, dass man durch eigenes Engagement das Schulklima und unsere Umwelt aktiv und positiv verändern kann“, sagte Schulleiter Mario Cossé. Jeweils 15.000 Euro haben die aus 60 Bewerbungen ausgewählten 15 teilnehmenden Schulen aus dem Förderprogramm „Aktion Grün“ erhalten, um ihre Schulhöfe gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern zu vielfältigen, lebenswerten und klimaresilienten Lern- und Aufenthaltsorten zu machen. Die fachliche Beratung und Begleitung der Schulen bei der Umsetzung ihrer einzelnen Projekte erfolgte durch die Deutsche Umwelthilfe.
In diesem Förderschwerpunkt werden Vorhaben gefördert, die entweder zur Sicherung und Schaffung von klimatischen Entlastungsräumen beitragen oder den Ausbau der Stadt als „Schwammstadt“ zur Unterstützung der Kühlungsfunktion der grünen und blauen Infrastruktur in der verdichteten Stadt voranbringen. Hier geht es zu den Aufrufen 1. Sicherung und Schaffung von klimatischen Entlastungsräumen durch: naturbasierte Lösungen und Maßnahmen zur Gestaltung von Straßenräumen zur Verbesserung des kleinräumigen Bioklimas (inkl. Machbarkeitsstudien); Steigerung der Resilienz des Stadtgrüns; Förderung kleinräumigen Grüns, Verschattungsmaßnahmen; Waldumbau zum Schutz vor Trockenheit und Schädlingsbefall; Schutz und Renaturierung von Moorstandorten als wichtige Kohlenstoffsenken, einschließlich Monitoring. 2. Förderung des Ausbaus der Stadt als „Schwammstadt“ zur Unterstützung der Kühlungsfunktion der grünen und blauen Infrastruktur in der verdichteten Stadt: Nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung: Abkopplung der Regenentwässerung von der Kanalisation; Speicherung, Verdunstung, Versickerung, Nutzung von Regenwasser; Maßnahmen in Einzelgebäuden, in Quartieren und größeren (Gewerbe-) Gebieten; Kombination von Gebäude-/ Flächenentwässerung und Bewässerung von Grünflächen; Entsiegelung und Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Boden und Vegetation; Mehrfachnutzung von Flächen der Regenwasserbewirtschaftung als Erholungsraum und zur Steigerung der Biodiversität; Sanierung von Straßen, Plätzen und Schulhöfen mit dem Ziel der nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung; Projektbezogene Untersuchungen und Studien. Hauptverwaltung und Bezirksverwaltungen und nachgeordnete Einrichtungen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Einrichtungen öffentliche Unternehmen Unternehmen landeseigene Berliner Wohnungsbaugesellschaften Die Förderaufrufe werden ab 18.12.2025 mit sofortiger Wirkung vorläufig ausgesetzt. Informationen zu den Auswirkungen des Haushaltsgesetzes 2026/27 auf BENE 2 finden Sie unter Aktuelles. Hier finden Sie eine Übersicht abgelaufener Förderaufrufe . Informationen zu den Förderbedingungen Informationen zur Antragstellung Fragen und Antworten Weitere Informationen Zum BENE 2-Förderportal
Verbandsgemeinde Bad Kreuznach erhält Zuwendung aus dem Regionalen Zukunftsprogramm der Landesregierung – Rund 2,1 Millionen Euro für 62 Maßnahmen „Mit dem Regionalen Zukunftsprogramm haben wir als Landesregierung ein möglichst umfassendes Förderprogramm geschaffen, das Kommunen mit besonderen Herausforderungen nutzen, um diese anzugehen, und das, was gut läuft, noch weiter zu verbessern. Ob kommunale Infrastruktur, soziale Gemeinschaft, Klimaresilienz, Landwirtschaft, Wirtschaft oder Verkehr – die Kommunen können die Förderung genau dort einsetzen, wo sie sie brauchen, denn das können sie am besten beurteilen. So können die Kommunen ihr Potenzial voll entfalten“, sagte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids in Höhe von 2.104.624,13 Euro an Marc Ullrich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach. Rund 604.000 Euro der Förderung entfallen auf Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen. Rund 230.000 Euro werden für den Ersatz der Heizungsanlagen der Grundschule in Feilbingert und der Kultur- und Mehrzweckhalle in Volxheim durch Wärmepumpen verwendet. Die restlichen rund 370.000 Euro werden für die Umrüstung von Beleuchtung auf LED, Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern auf kommunalen Gebäuden, Hochwasserschutzmaßnahmen, energieeffiziente Elektrogeräte für kommunale Gebäude, Nisthilfen und Beschattung durch Bepflanzung und weitere Maßnahmen genutzt. Weitere rund 1,5 Millionen Euro werden in infra-, sozial-, wirtschafts-, agrar- und verkehrsstrukturelle Maßnahmen investiert. „Die Verbandsgemeinde Bad Kreuznach macht sich mit ihren geplanten Projekten fit für die Zukunft: Extremwetterereignisse nehmen zu, daher werden Hochwasserschutz- und Beschattungsmaßnahmen immer wichtiger. Und Baumpflanzung schützt durch CO2-Speicherung zusätzlich das Klima. Mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern auf den Dächern zweier kommunaler Gebäude stellt die Verbandsgemeinde die Energieversorgung zukunftsorientiert um“, so Katrin Eder. „Mit der Bewilligung und dem Erhalt der über 2,1 Millionen Euro aus dem Regionalen Zukunftsprogramm schaffen wir wichtige Grundlagen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung in unseren 13 Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde. Die Förderung ermöglicht über 60 Projekte zur Stärkung unserer Infrastruktur, zur Förderung nachhaltiger Maßnahmen im Klima- und Umweltschutz sowie zur Verbesserung der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts vor Ort. Ich danke den beteiligten Ministerien und der ADD für die hervorragende Unterstützung bei der Antragstellung – gemeinsam investieren wir in eine lebenswerte Zukunft für unsere Region“, sagte Bürgermeister Marc Ullrich. Hintergrund Das Regionale Zukunftsprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig.“ – kurz R.Z.N. von insgesamt 200 Millionen Euro unterstützt 69 Kommunen mit besonderen strukturellen Herausforderungen gezielt bei der nachhaltigen Weiterentwicklung. Jede Zuwendung enthält drei Kapitel: Kapitel I beinhaltet Maßnahmen zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur und der sozialen Gemeinschaft vor Ort und wird vom Innenministerium verantwortet. Kapitel II, das Klimaschutz- und Klimaresilienzmaßnahmen umfasst, fällt in den Zuständigkeitsbereich des Klimaschutzministeriums. In Kapitel III, das zum Wirtschaftsministerium gehört, können Gelder für wirtschafts-, agrar-, und verkehrsstrukturelle Maßnahmen beantragt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden 53 Anträge (77 Prozent) mit einem Gesamtfördervolumen von über 147 Millionen Euro bewilligt. Übersicht über Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen : Sonnenschutz an der Kita in der OG Altenbamberg Beschattungseinrichtungen an den Fenstern der Kita Beantragte Mittel: 6.000 € Neue Gerätschaften für das Bürgerhaus in Altenbamberg Investition in eine neue, energieeffiziente Küchenausstattung des Bürgerhauses, u. a. Anschaffung von Kühlschränken Beantragte Mittel: 5.000 € Sonnenschutz an der Kita in der OG Biebelsheim Beschattungseinrichtungen (Sonnenschutzfolien) an den Fenstern der Kita Beantragte Mittel: 6.700 € Beschattung Spielplatz der Kita Biebelsheim Durch Sonnenschirme/Sonnensegel auf dem Außengelände der Kita Beantragte Mittel: 8.400 € Energieeffiziente Elektrogeräte für die Lemberghalle in der OG Feilbingert Anschaffung neuer, energieeffizienter Elektrogeräte wie Kühltheke, Kühlschränke und Herd. Beantragte Mittel: 30.000 € Bepflanzung auf verschiedenen Plätzen der OG Feilbingert Durch Pflanzungen von Bäumen und Büschen auf Spielplatz und Marktplatz soll zusätzliche Beschattung geschaffen werden. Beantragte Mittel: 12.000 € Umbau von Baumbeständen in der OG Feilbingert Die Ortsgemeinde möchte an verschiedenen Stellen (Auf der Leimkaut, Am Kalkofen, Sautränke etc.) den bestehenden, absterbenden Baumbestand durch klimaresiliente Bäume ersetzen. Beantragte Mittel: 53.000 € Außengebietsentwässerung in der OG Feilbingert Die Ortsgemeinde möchte sich eine Fläche für den Hochwasserschutz sichern (8.000 qm), die bei stärkeren und anhaltenden Regenereignissen als natürliche Rückhaltefläche dienen soll. Beantragte Mittel: 3.000 € Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der OG Frei-Laubersheim auf LED Beantragte Mittel: 80.000 € Erneuerung der Fenster kommunaler Liegenschaften der OG Fürfeld Erneuerung der Fenster der Grundschule Beantragte Mittel: 10.000 € Baumpflanzung auf dem Schulhof in der OG Fürfeld Baumpflanzungen auf dem Schulhof für zusätzliche Beschattung Beantragte Mittel: 5.000 € Hochwasserschutz in der OG Fürfeld Planung und die Erstellung eines Konzeptes für den Hochwasserschutz / Außengebietsentwässerung Beantragte Mittel: 15.000 € Umrüstung der Innenbeleuchtung der Rheinhessenhalle in der OG Hackenheim auf LED Beantragte Mittel: 40.000 € Installation einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher auf der Rheinhessenhalle/Kita Hackenheim Auf der Rheinhessenhalle, die auch die Kindertagesstätte beheimatet, sollen eine Photovoltaikanlage inklusiv Batteriespeicher errichtet und der produzierte Strom ausschließlich für den Eigenbedarf in der Halle (Sportbetrieb) und der angrenzenden Kita genutzt werden. Beantragte Mittel: 42.000 € + 15.000 € Erneuerung der Heizungsanlage in der Kultur- und Sporthalle in der OG Volxheim Erneuerung der über 40 Jahre alten Heizungsanlage Umstellung der Wärmeversorgung auf eine moderne und effiziente Wärmepumpe Beantragte Mittel: 109.000 € Begrünung und Beschattung des Dorfplatzes der OG Tiefenthal Der Dorfplatz und die angrenzende Fläche der Ortsgemeinde sollen durch Pflanzung von Büschen und Bäumen zusätzlich beschattet werden. Beantragte Mittel: 3.000 € Errichtung einer Bank-Tisch-Kombination mit Infotafel und Mülleimer in der OG Tiefenthal Beantragte Mittel: 3.000 € Erneuerung Heizungsanlage Grundschule Feilbingert Die über 50 Jahre alte Heizungsanlage soll erneuert werden. Durch Umstellung der Wärmeversorgung auf Wärmepumpe Beantragte Mittel: 120.000 € Pflanzung von Büschen und Bäumen in der OG Pleitersheim Zusätzliche Beschattung durch Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern an verschiedenen Plätzen Beantragte Mittel: 4.250 € Anschaffung von Schwalbenhotels (Nisthilfen) in der OG Pleitersheim Beantragte Mittel: 3.000 € Installation einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher auf der Alsenzhalle in der OG Altenbamberg Auf der Alsenzhalle, die auch die Kindertagesstätte beheimatet, sollen eine Photovoltaikanlage inklusiv Batteriespeicher errichtet und der produzierte Strom ausschließlich für den Eigenbedarf in der Halle (Sportbetrieb) und der angrenzenden Kita genutzt werden. Beantragte Mittel: 10.000 € + 20.000 €
Mit der Teilnahme an diversen Klimaschutz-Projekten, der Etablierung eines Umwelttages für die ganze Schule und der Pflege eines ökologischen Schulgartens engagiert sich die Lina-Morgenstern-Gemeinschaftsschule für den Umwelt- und Klimaschutz. Klimafreundliches Schulgelände Das Schulgelände der Lina-Morgenstern Gemeinschaftsschule besteht aus vier Schulgebäuden, einer Sporthalle, zwei Sportplätzen und einem ökologischen Schulgarten. Eines der vier Gebäude wurde bereits energetisch saniert. Der Garten des großzügigen Schulhofes wurde im Jahr 2018 neu aufgebaut und erneuert. Neben einem Gemüsegarten, welcher von der Garten AG betreut und gepflegt wird, befinden sich ein Feuchtbiotop mit Teich, verschiedene Sitzmöbel aus Paletten sowie ein frei stehender Pizzaofen auf dem Gelände. Dank seines Baumbestands und insektenfreundlicher Bepflanzung leistet der Garten der Lina-Morgenstern-Schule einen Beitrag zur Artenvielfalt in der Stadt und erlaubt es den Kindern, eine Verbindung zur Natur zu entwickeln. Auch außerhalb ihres Schulgeländes engagieren sich die Schülerinnen und Schüler für mehr Biodiversität. So beteiligten sie sich beispielsweise an der Gestaltung und Auszeichnung eines Baumlehrpfades im Kreuzberger Viktoriapark. An der Lina-Morgenstern-Grundschule wird die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowohl im Unterricht als auch in Projektarbeiten vorangetrieben. Insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich erhalten die Schülerinnen und Schüler weitreichende Einblicke in die Bedeutung und Handlungsfelder des Klimaschutzes. Auch der Schulgarten samt Ökoteich wird klassenübergreifend im Unterricht eingesetzt. Die Lina-Morgenstern-Schule nahm als eine von 200 Modellschulen am BLK-Programm “21” teil, welches das Ziel verfolgt, BNE auf Grundlage der Agenda 21 im Schulalltag und Unterricht fest zu verankern. In Projektarbeiten beschäftigen sich die Jugendlichen intensiv und auf Augenhöhe mit den Lehrkräften mit einem bestimmten Teilaspekt des Umweltschutzes. Nachdem die Schülerinnen und Schüler im Unterricht von der Situation der Regenwälder erfuhren, starteten sie beispielsweise das Projekt „Pro Regenwald“. Mit Elan und Kreativität stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine groß angelegte Spendenaktion mit Kuchenbasar, Flyerverteilung, Spendenaufrufen, Unterschriftenaktionen und natürlich einem umfangreichen Informationsangebot auf die Beine. Mithilfe der Spenden wurden Regenwaldareale erworben, um diese vor der Abholzung zu schützen. Weiterhin wurden Baumpflanzungen in Guatemala finanziert und Projekte zum Schutz der Lebensräume von Gorillas unterstützt. Die Gemeinschaftsschule bietet ihren Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe eine große Vielzahl an AGs an, welche sich mitunter direkt oder indirekt mit dem Themenkomplex des Klimaschutzes befassen. Dazu gehört beispielsweise die AG Fahrrad. In dieser lernen die Jugendlichen, das eigene Rad zu reparieren und zu pflegen. Natürlich stehen auch gemeinsame Fahrradausflüge auf dem Programm. Durch die Teilnahme an der AG werden die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigt, sich umweltfreundlich zu bewegen. In der AG Umwelt und Nachhaltigkeit setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz konkret mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinander, sich im Alltag und an der Schule klimabewusster zu verhalten. Auch beim täglichen Mittagessen zeigt die Lina-Morgenstern-Gemeinschaftsschule Umweltbewusstsein. Die Verpflegung wird von Sunshine Catering Service übernommen. Der Caterer setzt im Sinne der Nachhaltigkeit auf biologische und saisonale Produkte, sowie auf möglichst kurze Transportwege. Die Schülerinnen und Schüler können sich täglich für ein vegetarisches Menü in Bio-Qualität entscheiden. Einmal pro Woche sind alle angebotenen Speisen fleischlos. Darüber hinaus verzichtet Sunshine Catering auf Lebensmittelchemie. Einsatz neuer Technik | Ökologisches Schulessen | Schulgarten | Biodiversität | Umweltfreundlicher Schulweg | Schulprogramm | Projekte Die öffentliche Gemeinschaftsschule ist eine gebundene Ganztagsschule und unterrichtet seit 2020 die Jahrgangsstufen 1 bis 10. Rund 800 Schülerinnen und Schüler werden derzeit von 134 Lehrkräften, Erziehern und Sozialarbeiterinnen betreut. Die Gemeinschaftsschule ehrt ihre Namensgeberin – die Sozialaktivistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Lina Morgenstern – mit einem klaren Bekenntnis zu Inklusion, Vielfalt und sozialer Gerechtigkeit. Wertschätzung, Engagement, Respekt und individuelle Förderung bilden hierbei die Grundpfeiler des Miteinanders an dem Lernort in Kreuzberg. Bild: ridofranz/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg Übersicht: Diese Friedrichshainer und Kreuzberger Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Dmyrto_Z/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen
<p>Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit pflegt alle Bäume auf städtischen Flächen. Sie stehen vorwiegend in Park- und Grünanlagen, entlang von Straßen und Wegen, auf Spielplätzen und Schulhöfen, in Kindertageseinrichtungen und natürlich im Wald. Insgesamt werden rund 100.000 Einzelbäume baumpflegerisch betreut. Knapp die Hälfte der Baum-Standorte davon ist digital erfasst und in diesem Datensatz enthalten.</p> <p>Dieser Datensatz enthält für einen Teil der städtischen Bäume die Information über: Geokoordinaten des Baumes und Art des Baumes (im Datensatz steht jeweils der lateinische Name der Baumgruppe).</p> <p>Bitte beachten Sie, dass es im Stadtgebiet auch viele Bäume auf privaten Flächen gibt, oder Bäume, die vermeintlich auf öffentlichen Flächen stehen, aber in anderen Zuständigkeitsbereichen liegen (z.B. Straßen.NRW, Land NRW, Deutsche Bahn). Informationen zu solchen nicht-städtischen Baumstandorten sind in diesem Datensatz nicht enthalten.<br /> <br /> Weiterhin ist die digitale Erfassung der städtischen Bäume außerhalb des Promenadenringes noch nicht abgeschlossen, weswegen dieser Datensatz im Bereich außerhalb des Promenadenringes noch nicht alle Bäume enthält.<br /> <br /> Die Daten spiegeln den folgenden Stand wieder:<br /> - Innerhalb des Promenadenrings: Stand im Jahr 2020<br /> - Außerhalb des Promenadenrings: Stand im Jahr 2017, unvollständig</p>
Verbandsgemeinde Speicher erhält Zuwendung aus dem Regionalen Zukunftsprogramm der Landesregierung – Fast anderthalb Millionen Euro für insgesamt 41 Maßnahmen „Mit dem Regionalen Zukunftsprogramm fördern wir als Landesregierung Maßnahmen, die die strukturelle Entwicklung der Kommunen stärken. So steigern wir die Lebensqualität und Attraktivität vor Ort und helfen den Kommunen, sich für die Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen. Bis zum Ablauf der Antragsfrist Ende August haben alle 69 antragsberechtigten Kommunen Anträge eingereicht. Die Verbandsgemeinde Speicher kann die 41 Maßnahmen jetzt in Angriff nehmen“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids in Höhe von 1.467.208,14 Euro an Marcus Konrad, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Speicher. Die Förderung stammt aus dem Regionalen Zukunftsprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig.“ – kurz R.Z.N. Das Förderprogramm von insgesamt 200 Millionen Euro unterstützt Kommunen mit besonderen strukturellen Herausforderungen gezielt bei der nachhaltigen Weiterentwicklung. Davon 440.000 Euro umfasst Kapitel II, das vom Klimaschutzministerium verantwortet wird. Mit fast 128.000 Euro entfällt der größte Teil auf die Umrüstung des Restbestands der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik innerhalb sämtlicher Ortsgemeinden der VG Speicher. Die weiteren rund 1,1 Millionen Euro werden in infra-, sozial-, wirtschafts-, agrar- und verkehrsstrukturelle Maßnahmen investiert. „Im Bereich des Klimaschutzes und der Klimawandelfolgenanpassung zielen die Angebote darauf ab, nicht nur Investitionskosten, sondern auch Kosten für die Kommunen in Zukunft zu sparen – wie hier in Speicher zum Beispiel mit dem Investment in LED-Straßenbeleuchtung, Batteriespeicher, Brunnenwasserversorgung oder Effizienzmaßnahmen in den Liegenschaften. Mehr Grün, etwa auf Dächern und Fassaden, fördert nicht nur den Klimaschutz, sondern steigert auch die Attraktivität von Orten. In puncto Mobilität bietet wir den Kommunen ebenfalls Maßnahmen zum Infrastruktur-Ausbau für öffentliche Verkehrsmittel sowie zur Stärkung des Rad- und Fußverkehrs. Dass die Verbandsgemeinde sich dazu entschlossen hat in ihre Bushaltestellen zu investieren und diese weiter auszubauen, möchte ich besonders hervorheben. Hier wird die klimafreundliche Mobilität gestärkt“, so Michael Hauer. „Ich bin der Landesregierung sehr dankbar für die umfangreiche Unterstützung durch das Regionale Zukunftsprogramm. Die Förderung ermöglicht es uns, in all unseren Ortsgemeinden wichtige Projekte anzustoßen, die den Alltag der Menschen spürbar verbessern und unsere Verbandsgemeinde nachhaltig weiterentwickeln. Es erfüllt mich mit großer Freude, diese Maßnahmen gemeinsam mit unseren Gemeinden aktiv umzusetzen – von moderner LED-Beleuchtung über Klimaschutzprojekte bis hin zu Investitionen in Mobilität, Bildung und unsere kommunalen Einrichtungen. Jede einzelne Maßnahme stärkt unsere Region und macht sie zukunftsfest. Ich freue mich sehr über das Vertrauen und den gemeinsamen Weg, den wir hier gehen“, sagte VG-Bürgermeister Marcus Konrad. Übersicht über zentrale Maßnahmen Umrüstung des Restbestands auf LED-Beleuchtung (Straßenbeleuchtung) innerhalb der VG Speicher (127.689,59 €) Entsiegelung des Schulhofes des Genossenschaftlichen Gymnasiums in der Stadt Speicher (94.138,92 €) Umgestaltung von Grünflächen durch Bepflanzung für zusätzliche Beschattung in der Ortsgemeinde Orenhofen (56.869,23 €) Errichtung eines Lerngartens in der Ortsgemeinde Herforst (46.673,76 €) Herstellung von Beschattungseinrichtungen an Fenstern bei Einrichtungen der Kindertagesbetreuung (26.400 €) Investition in eine Brunnenwasserversorgung für die Bewässerung des Sportplatzes in der Ortsgemeinde Preist (20.000 €) Verbesserung der Mobilitätsinfrastruktur im Bereich ÖPNV in den Ortsgemeinden Beilingen und Spangdahlem (16.800,52 €) Einbau eines Batteriespeichers in der Keltenhalle Preist (16.000 €) Investition in die Küche der Kita Kleine Honiglecker in der Ortsgemeinde Spangdahlem (10.583,49 €) Heizungsoptimierung im Gemeindehaus der Ortsgemeinde Beilingen (8.202,67 €) Erneuerung von Türen und Fenstern in den Ortsgemeinden Auw an der Kyll und Hosten (8.161,15 €) Errichten von Sitzbänken in und an Schutzgebieten und kommunalen Wäldern in der Ortsgemeinde Spangdahlem (7.096,00 €) Austausch ineffizienter Elektrogeräte im Dorfgemeinschaftshaus der Ortsgemeinde Hosten (2.218,29 €)
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 16 |
| Kommune | 2 |
| Land | 51 |
| Weitere | 27 |
| Wissenschaft | 1 |
| Zivilgesellschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 3 |
| Förderprogramm | 11 |
| Mitmachportal | 1 |
| Text | 62 |
| Umweltprüfung | 8 |
| unbekannt | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 74 |
| Offen | 15 |
| Unbekannt | 4 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 93 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 2 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 11 |
| Keine | 31 |
| Webseite | 54 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 65 |
| Lebewesen und Lebensräume | 90 |
| Luft | 54 |
| Mensch und Umwelt | 93 |
| Wasser | 44 |
| Weitere | 91 |